Nach tödlichem Unfall auf A3 bei Köln: Betonplatten in Düsseldorfer Tunnel werden gesichert

Köln/Düsseldorf - Nach dem tödlichen Betonplatten-Unfall auf der Autobahn 3 bei Köln sichert die Stadt Düsseldorf ab Donnerstag in einem vielbefahrenen Straßentunnel Betonplatten an den Wänden zusätzlich ab.

Düsseldorf: Autos fahren durch den Rheinalleetunnel in Düsseldorf.
Düsseldorf: Autos fahren durch den Rheinalleetunnel in Düsseldorf.  © David Young/dpa

Es handele sich um eine ähnliche Konstruktionsart wie bei der Lärmschutzwand an der Unfallstelle auf der A3, wie die Landeshauptstadt am Mittwoch mitteilte.

Bei dem Unfall auf der A3 vor rund zwei Wochen war eine Betonplatte aus der Schallschutzmauer heraus auf das Auto einer Kölnerin (66) gestürzt und hatte sie laut Obduktion erschlagen.

Bei der Untersuchung hatte sich herausgestellt, dass die Platte fehlerhaft befestigt worden war.

Bei der aktuell durchgeführten Hauptprüfung 2020 sei eine Schädigung an der "unteren Aufstandsfläche" der Betonplatten in dem Rheinalleetunnel aufgefallen.

Deshalb sei nun im gesamten Tunnel ein zusätzlicher Betonverguss geplant. "Damit soll ein Verrutschen der Platten auch weiterhin ausgeschlossen werden", so die Stadt.

Rheinalleetunnel wird geprüft

Wegen der Arbeiten in dem Düsseldorfer Tunnel wird nun bis Mitte Dezember jeweils die rechte Spur außerhalb der Hauptverkehrszeit gesperrt: in Richtung Neuss von 6 bis 15 Uhr und stadteinwärts von 10 bis 19 Uhr, wie es in der Mitteilung der Stadt hieß.

Der Tunnel ist 51 Jahre alt. Die 4,30 hohen Betonplatten sind laut Stadt dort aus brandschutztechnischen und optischen Gründen angebracht.

Eine Erneuerung der Platten aus den 90er Jahren sei unabhängig von aktuellen Sicherungen "bereits als Vorplanung vorgesehen" gewesen. Und Verankerungen der Platten seien bereits vor einigen Jahren zusätzlich gesichert worden.

Titelfoto: David Young/dpa

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