Tödlicher Unfall: Riesige Betonplatte auf A3 war offenbar nicht korrekt befestigt

Köln - Wegen der herabgefallenen Betonwand auf der A3 bei Köln hat die Staatsanwaltschaft ein Verfahren wegen fahrlässiger Tötung gegen Unbekannt eingeleitet.

13.11.2020, Köln: Ein Betonteil einer Lärmschutzwand liegt auf der Autobahn 3 auf einem Pkw. Die Autofahrerin wurde getötet.
13.11.2020, Köln: Ein Betonteil einer Lärmschutzwand liegt auf der Autobahn 3 auf einem Pkw. Die Autofahrerin wurde getötet.  © Daniel Evers/Wuppervideo/dpa

Dabei solle geklärt werden, ob der Tod der Fahrerin auf "strafrechtlich vorwerfbares Verhalten einer oder mehrerer Personen zurückzuführen ist", teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Montag auf Anfrage mit.

Ein Sachverständiger solle herauszufinden, wie sich die Platte habe lösen können, hieß es weiter.

Bei den anderen Platten gebe es aber keine weiteren Anzeichen darauf, dass sie lose seien, teilte ein Sprecher von Straßen.NRW am Montag mit.

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Wann die rechten Fahrstreifen im Abschnitt entlang der Lärmschutzwand wieder freigegeben würden, sei aber noch nicht klar.

Am Freitag war eine fünf Tonnen schwere Betonplatte von einer Lärmschutzwand auf der A3 in Köln vor der Anschlussstelle Dellbrück auf ein Auto gestürzt.

Die Fahrerin des Wagens starb, ihr Fahrzeug wurde zertrümmert.

Ursache für Betonteil-Absturz auf A3 bei Köln

Die Ursache, warum sich das tonnenschwere Betonteil löste und die Kölnerin in ihrem Auto erschlug, soll so ermittelt werden.

Update, 19 Uhr: Tödliche Betonplatte an A3 war nicht richtig befestigt

Die abgefallene Betonplatte einer Lärmschutzwand an der A3 bei Köln ist laut einem Zeitungsbericht nicht korrekt befestigt gewesen.
Die abgefallene Betonplatte einer Lärmschutzwand an der A3 bei Köln ist laut einem Zeitungsbericht nicht korrekt befestigt gewesen.  © Feuerwehr Köln/dpa

Die abgefallene Betonplatte einer Lärmschutzwand an der A3 bei Köln ist laut einem Zeitungsbericht nicht korrekt befestigt gewesen.

Metallhalterungen des Bauteils hätten sich als fehlerhaft erwiesen, schreibt der Kölner Stadt-Anzeiger unter Berufung auf ein Vorgutachten im Auftrag der Staatsanwaltschaft Köln.

Wegen der fehlerhaften Halterung habe sich die sogenannte Vorsatzschale von der Lärmschutzwand gelöst.

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Bei der Staatsanwaltschaft war am Abend zu dem Bericht keine Stellungnahme mehr zu erhalten.

Laut dem Zeitungsbericht hat der Landesbetrieb Straßen NRW ein Ingenieurbüro beauftragt, das in den kommenden Tagen sämtliche Halterungen der Wandelemente auf beiden Seiten der Autobahn 3 untersuchen wird.

Update, 19.52 Uhr: Weitere Bauteile überprüft, keine Mängel festgestellt

Am Wochenende seien weitere Bauteile, die sich neben der Unglücksstelle befinden, im Rahmen des Vorgutachtens eingehend untersucht worden. Sie seien aber offenbar mit einem anderen Halterungssystem verankert.

Bei den anderen Platten gebe es keine weiteren Anzeichen darauf, dass sie lose seien, hatte zuvor ein Sprecher von Straßen.NRW am Montag mitgeteilt.

Titelfoto: Daniel Evers/Wuppervideo/dpa

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