Wassermassen in Köln erwartet: So stark soll der Pegel des Rheins steigen

Köln - Nach dem heftigen Starkregen in NRW steigt der Pegel des Rheins in Köln extrem schnell an. Am Donnerstagmorgen um 10.30 Uhr stand die Wassermarke in der Kölner Innenstadt noch bei 6,80 Meter. Am Donnerstagnachmittag um 17 Uhr hatte der Pegel bereits 7,30 Meter erreicht.

Der Rhein in Köln am Donnerstagvormittag: Der Pegel steigt stark an.
Der Rhein in Köln am Donnerstagvormittag: Der Pegel steigt stark an.  © TAG24/Brüggemann

Zum Vergleich: Am Vortag stand der Kölner Pegel um 10.30 Uhr noch bei lediglich 5,58 Metern.

In dem Hochwasser im Rhein trieb am Donnerstag viel Treibholz. Große Bäume, Regen-Fallrohre, Strohballen und Kanister schwammen den Fluss hinab.

Die Stadtentwässerungsbetriebe Köln (StEB) erwarten einen weiteren starken Anstieg von Deutschlands größtem Fluss.

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"Heute wird der Wasserstand am Kölner Pegel bedingt durch die massiven Niederschläge der beiden letzten Tage stark ansteigen mit etwa 8 bis 15 Zentimetern in der Stunde. Heute sind noch abflusswirksame Niederschläge am Oberrhein und an der Mosel vorhergesagt", teilte eine Sprecherin mit.

Auch die verheerenden Wassermassen aus der Ahr werden noch in den Rhein fließen und in Köln erwartet.

Laut Prognose der StEB könnte der Rhein-Pegel in Köln am Freitagmorgen bereits bei 7,90 Meter liegen.

Erste Hochwasserschutzmaßnahmen wurden durchgeführt. Dazu gehören einzelne Pumpen im Kanalnetz, die ab sofort laufen. In Köln-Rodenkirchen wurden erste Fenster und Türen zugebaut und Stege aufgebaut.

Überschwemmungen in Bonn erwartet

Auch im flussaufwärts gelegen Bonn ist der Rheinpegel am Donnerstagmorgen rasant angestiegen. "Aktuell steht das Wasser bei 6,95 Meter. Ab einem Pegelstand von sieben Metern werden die Uferpromenaden in Beuel und am Brassertufer überschwemmt", teilte ein Sprecher der Stadt mit.

Das Rathenauufer, das als eine der ersten Straßen voraussichtlich noch im Laufe des Donnerstags überschwemmt wird, werde kontrolliert.

Erste Straßensperrungen werden vorbereitet. Die Stadt bittet darum, in Ufernähe geparkte Autos schnellstmöglich wegzufahren. Im Notfall werden diese abgeschleppt.

Die derzeitigen Prognosen gehen davon aus, dass der Scheitelpunkt in Bonn und Köln am Samstag und Sonntag erreicht wird.

Titelfoto: TAG24/Brüggemann

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