Wetterdienst gibt amtliche Warnung vor starkem Gewitter in NRW heraus!

Düsseldorf/Offenbach - Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat am Samstagnachmittag eine amtliche Warnung der Stufe 2 vor starkem Gewitter mit Sturmböen um 70 Stundenkilometer, Starkregen und Hagel herausgegeben.

Am Samstagnachmittag hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) eine amtliche Warnung der Stufe 2 vor Gewitter mit Sturmböen Starkregen und Hagel herausgegeben. (Symbolbild)
Am Samstagnachmittag hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) eine amtliche Warnung der Stufe 2 vor Gewitter mit Sturmböen Starkregen und Hagel herausgegeben. (Symbolbild)  © 123RF/satina

Laut Warnkarte des DWD waren zunächst vor allem das Münsterland und nördliche Teile des Ruhrgebiets betroffen. Die Niederschlagsmengen wurden mit 20 bis 30 Liter pro Quadratmeter binnen sechs Stunden angegeben.

Zum Vergleich: In der vergangenen Woche hatte flächendeckender Dauerregen mit Regenmengen von teilweise über 150 Litern pro Quadratmeter für die Hochwasser-Katastrophe in Teilen von NRW und Rheinland-Pfalz gesorgt.

Der DWD rechnet mit keinem Extremwetter-Ereignis dieser Dimension.

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Bereits hochwassergeschädigte Kommunen wie etwa Leichlingen rüsteten sich bereits für neuen Starkregen und legten Abflüsse frei.

An der Steinbachtalsperre wurden vorsorglich Pumpenkapazitäten bereitgestellt, um den Wasserstand unterhalb einer kritischen Höhe zu halten.

DWD rechnet nicht mit neuer Unwetter-Katastrophe in NRW

In Erftstadt liegt nach der Unwetter-Katastrophe noch immer viel Sperrmüll auf den Straßen.
In Erftstadt liegt nach der Unwetter-Katastrophe noch immer viel Sperrmüll auf den Straßen.  © David Young/dpa

Der DWD rechnet für dieses Wochenende mit keiner neuen Unwetter-Katastrophe in Nordrhein-Westfalen, wie Diplom-Meteorologin Jacqueline Kerrn am Samstag der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf mitteilte.

Diesmal sei kein langanhaltender Starkregen auf breiter Front zu erwarten.

In einzelnen, schon von Hochwasser geschädigten Gebieten könne es aber ab dem Abend punktuell zu Problemen kommen, wenn etwa größere Regenmengen Unrat zu den Abflüssen spülten und diese somit verstopften. Auf vielen Straßen liegen noch Berge von Sperrmüll.

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Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz ermahnte die Bürger: "Stellt die Arbeiten an den Gewässern ein, wenn der Regen kommt."

Lokaler Starkregen könne an Gewässern, bei denen der Abfluss durch Sand- oder Kiesbänke, Bäume und anderen Unrat der vergangenen Unwetter ohnehin schon beeinträchtigt sei, plötzlich zu lokalen Überschwemmungen führen.

Eine erste Regenfront mit moderaten Niederschlägen hatte südliche Teile NRWs bereits bis zum Mittag erreicht.

Auch im Kreis Euskirchen, in Bad Münstereifel und im besonders stark vom Jahrhundert-Unwetter geschädigten Eftstadt-Blessem regnete es.

Titelfoto: 123RF/satina, dwd.de (Bildmontage)

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