Zoll deckt illegale Beschäftigung auf: "Schlimmer kann man Menschen kaum ausbeuten"

Köln - Einsatzkräfte der "Finanzkontrolle Schwarzarbeit" deckten zu Beginn des Monats eine illegale Schwarzarbeit auf. Zwei Männer sollen unter widrigen Umständen beschäftigt worden sein.

Auf einem Betriebsgelände im Rhein-Sieg-Kreis wurde das Zollamt nach einem Hinweis fündig. (Symbolbild)
Auf einem Betriebsgelände im Rhein-Sieg-Kreis wurde das Zollamt nach einem Hinweis fündig. (Symbolbild)  © Müller Thomas/dpa

"Für 3,85 Euro Stundenlohn und einen Schlafplatz im fensterlosen und unbeheizten Seecontainer", schildert Jens Ahland, Pressesprecher des Hauptzollamts Köln, die Situation.

Zwei moldawische Männer im Alter von 41 und 36 Jahren sollen unter diesen Umständen beschäftigt worden sein, teilt das Hauptzollamt Köln am heutigen Dienstag mit. Hinter dem Beschäftigungsverhältnis soll ein Schaustellerbetrieb aus dem Rhein-Sieg-Kreis stecken.

Bei einer Vernehmung sollen die beiden Männer angegeben haben, speziell für die Tätigkeit in Moldawien angeworben worden zu sein. Seit Anfang Januar seien sie in dem Schaustellerbetrieb beschäftigt.

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"Die Pässe wurden ihnen nach der Ankunft abgenommen. Für versprochene 1200 Euro bar auf die Hand, schufteten sie laut eigenen Angaben bei Wind und Wetter von Montag bis Samstag zwölf Stunden pro Tag", beschreibt es Ahland weiter.

"Schlimmer kann man Menschen in Deutschland meiner Meinung nach kaum ausbeuten."

Anonyme Hinweise hätte das Zollamt auf das Betriebsgelände gelotst. Es hieß, dass dort osteuropäische Männer beschäftigt seien. Vor Ort wurde ein Ermittlungsverfahren in erster Linie gegen den Arbeitgeber der Männer eingeleitet. Um die beiden Moldawier und ihre Zukunft kümmert sich nun die Ausländerbehörde.

Titelfoto: Müller Thomas/dpa

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