Zu peinlich? Kölner Knöllchen-Angebot kommt noch nicht gut an

Köln – Falschparker in Köln können ihre Knöllchen mittlerweile auch ganz einfach an Supermarktkassen begleichen – die große Mehrheit hat davon aber noch nicht Gebrauch gemacht.

Verkehrssünder können ihre Knöllchen seit Ende Juli an der Supermarktkasse bezahlen. (Fotomontage)
Verkehrssünder können ihre Knöllchen seit Ende Juli an der Supermarktkasse bezahlen. (Fotomontage)  © Montage: 123rf/jhjunker, Henning Kaiser/dpa

Mit Stand Ende September seien in dem Pilotprojekt 1675 Knöllchen über den neuen Service beglichen worden, teilte die Stadt mit.

Das entspreche "einer Quote von 2,25 Prozent aller Verwarngelder für Parkverstöße im ruhenden Verkehr seit Start des Projekts". Die Zahlen könnten allerdings noch steigen, sobald das Angebot bekannter werde. Technisch sei es bislang störungsfrei verlaufen.

Die Stadt hatte das Projekt Ende Juli gestartet. Dem Städte- und Gemeindebund war damals keine andere Kommune bekannt, in der ein ähnliches System bereits praktiziert wird.

Wer falsch geparkt hat, bekommt in Köln neben allen anderen Angaben zu seinem Fehlverhalten auch einen Barcode zugestellt, wie man ihn zum Beispiel von Pfandbons kennt.

Beim Einkaufen kann man diesen an der Ladenkasse diskret einscannen lassen und das sogenannte Verwarngeld bezahlen – eine Überweisung ist dann nicht mehr notwendig. "Es werden keine personenbezogenen Daten von Ihnen verarbeitet", betonte die Stadt.

Möglich ist der Geldtransfer nicht nur in Köln, sondern auch bundesweit bei mehr als 12.000 teilnehmenden Filialen des Einzelhandels. Nach Angaben der Stadt wurden Kölner Knöllchen zum Beispiel auch schon in Berlin oder Hamburg bezahlt.

Titelfoto: Montage: 123rf/jhjunker, Henning Kaiser/dpa

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