Zwölf Jahre nach Einsturz mit zwei Toten: Neues Kölner Stadtarchiv eröffnet

Köln – Rund zwölf Jahre nach dem Einsturz des Kölner Stadtarchivs ist am Freitag das neue Archiv eröffnet worden.

Die Leiterin des Historischen Archivs (l.) begrüßte zur Eröffnung des Neubaus Oberbürgermeisterin Henriette Reker (64, parteilos).
Die Leiterin des Historischen Archivs (l.) begrüßte zur Eröffnung des Neubaus Oberbürgermeisterin Henriette Reker (64, parteilos).  © Oliver Berg/dpa

Nach Angaben der Stadt handelt es sich um Europas modernstes kommunales Archiv. In dem Neubau für das Historische Archiv und das Rheinische Bildarchiv ist Platz für 50 Regalkilometer Dokumente.

Sie sei froh und glücklich, dass das Gedächtnis der Stadt nun eine neue Heimat gefunden habe, sagte Oberbürgermeisterin Henriette Reker (64, parteilos) vor der Eröffnung.

Das Gebäude sei energieeffizient und technisch innovativ. So gibt es neun verschiedene Klimazonen, die auf die empfindlichen Archivalien abgestimmt sind.

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Im großen Lesesaal kann jeder geschichtlich interessierte Bürger arbeiten und Dokumente einsehen. Die Baukosten belaufen sich den Angaben nach auf rund 90 Millionen Euro.

Beim Einsturz des alten Stadtarchivs am 3. März 2009 waren zwei Anwohner ums Leben gekommen. Unzählige historische Dokumente wurden verschüttet.

Das neue Historische Archiv von Köln wurde am heutigen Freitag eröffnet.
Das neue Historische Archiv von Köln wurde am heutigen Freitag eröffnet.  © Oliver Berg/dpa
Im Lesesaal des Rheinischen Bildarchivs im Historischen Archiv kann jeder geschichtlich interessierte Bürger alte Dokumente, Bilder und Schriftstücke der Stadt einsehen.
Im Lesesaal des Rheinischen Bildarchivs im Historischen Archiv kann jeder geschichtlich interessierte Bürger alte Dokumente, Bilder und Schriftstücke der Stadt einsehen.  © Oliver Berg/dpa

Das Kölner Landgericht urteilte 2018, dass das Archiv wegen gravierender Fehler beim Bau einer neuen U-Bahn-Haltestelle eingestürzt war.

Titelfoto: Oliver Berg/dpa

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