Bierpreise fallen! Kästen rekordverdächtig günstig - lohnt sich ein Hamsterkauf?

Berlin - Fast Freibier für alle! Die Bierpreise in deutschen Supermärkten purzeln und purzeln. Woran liegt das? Und lohnt es sich, jetzt noch einmal schnell Keller und Garage einzudecken?

Die Bierpreise sinken und sinken. Der Hauptgrund ist Corona. (Symbolbild)
Die Bierpreise sinken und sinken. Der Hauptgrund ist Corona. (Symbolbild)  © Bernd Thissen/dpa

Egal ob Beck's, Erdinger oder Radeberger, egal ob Netto, Edeka oder Rewe - das Bier ist nicht nur gefühlt günstig wie nie. Sonderangebote und teils beeindruckende Preisstürze pflastern sich durch die Getränkeabteilungen. Doch woran liegt das?

Die Antwort ist so einfach wie nervig: Corona.

Die Gastronomie hat seit Monaten zu und aktuell ist zudem nicht ganz klar, wie und in welchem Umfang Biergärten wieder öffnen werden können.

Der Fässer-Verkauf geht entsprechend gen Null.

Fußballstadien, Großveranstaltungen oder Bierfeste sind bekanntermaßen ebenfalls seit Monaten maximal süße Erinnerungen an längst vergangene Tage oder noch Träume von morgen. Doch die Brauereien müssen ihren "Stoff" loswerden.

Aber nicht nur das. Auch die Supermärkte haben an den Preisstürzen einen gewissen Anteil. Denn: Das Kaufverhalten der Kunden im Zuge der Kontaktbeschränkungen ändert sich.

So nimmt die Zahl derer, welche für ihren Einkauf nur einen Supermarkt ansteuern anstatt mehrere, deutlich zu.

Einkaufsverhalten der Menschen durch die Pandemie stark verändert

Bier wird aktuell nur im privaten Haushalt gezapft. (Symbolbild)
Bier wird aktuell nur im privaten Haushalt gezapft. (Symbolbild)  © Angelika Warmuth/dpa

Heißt: Diejenigen, die vorher beispielsweise Obst und Gemüse in einem, Fleisch und Wurst in einem anderen sowie Getränke in wieder einem nächsten Laden gekauft haben, komprimieren nun ihre Einkaufsstandorte.

So ist aktuell der "Einmal hin alles drin"-Einkauf hoch im Kurs. Und dabei spielt Bier eine wichtige Rolle, so unter anderem in der "Welt" zu lesen.

Denn die Kunden lassen sich häufig auch aufgrund des Bierpreises zum entsprechenden Supermarkt leiten. Sprich: Dort, wo das Bier am günstigsten ist, kaufe ich ein - und dann auch gleich alles.

Egal, ob Fleisch, Nudeln oder Schoki.

Für teils um bis zu einem Drittel des Normalpreises wird der Alkohol geradezu verramscht.

Und dennoch: Im Januar sank der Bierabsatz so stark wie noch nie. Ein trister Promille-Rekord, der nicht zuletzt die Brauer häufig ums nackte Überleben kämpfen lässt. Die Aussicht bleibt erst einmal bescheiden aus Sicht der Brauer. Da die Pandemie noch ein Weilchen andauern und das "normale" Leben etwas entfernt sein dürfte, bleiben uns die tiefen Bierpreise wohl erst einmal erhalten.

Ein Vorratskauf ist also, zumindest aus Hamstersicht, erst einmal nicht notwendig. Auf der anderen Seite sieht ein voller Bierkeller doch auch ganz hübsch aus.

Titelfoto: Bernd Thissen/dpa

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