App soll Jugendlichen Abkehr von Cannabis erleichtern

Mannheim - Forscher vom Mannheimer Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) wollen jungen Menschen per App den Ausstieg aus der Cannabissucht erleichtern.

Cannabismissbrauch erhöht das Psychose-Riskio bei jungen Menschen enorm. (Symbolbild)
Cannabismissbrauch erhöht das Psychose-Riskio bei jungen Menschen enorm. (Symbolbild)  © alliance/Karl-Josef Hildenbrand/dpa

"Wir versuchen die guten Gefühle, die Cannabis erzeugt, anders auszulösen", erläuterte ZI-Abteilungsleiter Ulrich Reininghaus. 

Ziel sei, durch ein niederschwelliges Angebot Selbstakzeptanz und Achtung der eigenen Gefühle zu stärken und schließlich die toxische Substanz abzusetzen. 

Über eine App sollen Jugendliche bei Stimmungsschwankungen sofort auf sie zugeschnittene Hilfe erhalten.

Die Abstinenz von dem aus Hanf gewonnenen Suchtmittel ist dem Wissenschaftler zufolge wichtig, weil sich bei jungen Menschen durch den Cannabismissbrauch das Psychose-Risiko enorm erhöht. 

Bei täglichem Gebrauch hoch dosierten Marihuanas ist die Wahrscheinlichkeit psychisch zu erkranken vier Mal höher als bei Nicht-Konsumenten.

Psychosen gehen einher mit Denk- und Konzentrationsstörungen, mit dem Hören von Stimmen und Verfolgungswahn.

Titelfoto: alliance/Karl-Josef Hildenbrand/dpa

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