Benommenheit und Schwindel: Darauf sollte man bei Nagellack-Entferner achten

Von Simone A. Mayer

Frankfurt - Aceton als Lösemittel im Nagellackentferner hat einen schlechten Ruf. Doch wie sieht es eigentlich mit den acetonfreien Alternativen aus?

Wer Nagellack aufträgt, muss ihn irgendwann auch wieder entfernen. Die Mittel dazu sollten allerdings mit Vorsicht angewendet werden. (Symbolbild)
Wer Nagellack aufträgt, muss ihn irgendwann auch wieder entfernen. Die Mittel dazu sollten allerdings mit Vorsicht angewendet werden. (Symbolbild)  © lightfieldstudios/123RF

Wer Nagellack trägt, kommt nicht ohne Nagellackentferner aus. Dieser sollte allerdings mit Vorsicht angewendet werden, rät die Zeitschrift "Ökotest" (Ausgabe Juli 2021). Denn die enthaltenen Lösemittel können die Haut reizen oder angreifen.

Die "Ökotest" hat 20 Nagellackentferner im Labor untersuchen lassen, davon drei mit Aceton.

Dieses war in der Vergangenheit bevorzugtes Lösemittel, entzieht der Haut aber Fett und wurde daher inzwischen mehrheitlich durch andere Lösemittel ersetzt. Allerdings seien diese auch nicht unbedingt besser, so die Produkttester.

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Ethylacetat und Alkohol, die wichtigsten Wirkstoffe in acetonfreien Produkten, entziehen der Haut ebenfalls Fett. Und Ethylacetat, welches vornehmlich in Naturkosmetika zu finden sei, könne die Haut reizen.

Außerdem könne es wie Aceton die Atemwege reizen, Benommenheit und Schwindel auslösen.

Der gute Rat? Der von "Ökotest" befragte Hautarzt rät zu einer Pflege der Haut und Nägel, um das entzogene Fett zu ersetzen. Dazu solle man zum Beispiel etwas Jojoba- oder Olivenöl einmassieren.

Bei dem Test, der sich rein um bedenkliche Restlösemittel oder andere bedenkliche Stoffe und nicht um die Ergebnisse beim Entfernen von Nagellack drehte, schafften drei Viertel der Produkte die Note "sehr gut", darunter die drei mit Aceton und vier Naturkosmetika.

Titelfoto: lightfieldstudios/123RF

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