China warnt vor neuer Lungenkrankheit: "Sterblichkeitsrate viel höher als bei Corona"

Peking (China) - China warnt vor einer neuen Krankheit, die gefährlicher als das Coronavirus sein könnte.

Eine Illustration des neuartigen Coronavirus - eine noch neuere Lungenkrankheit könnte wohl noch schlimmer sein.
Eine Illustration des neuartigen Coronavirus - eine noch neuere Lungenkrankheit könnte wohl noch schlimmer sein.  © 123RF/Kateryna Kon

Die zentralasiatische Republik Kasachstan hat in der Corona-Pandemie chinesische Medienberichte über eine weitere tödliche Lungenkrankheit zurückgewiesen. 

Diese haben eine Mitteilung der chinesischen Botschaft in Kasachstan aufgegriffen, in der vor einer neuen gefährlichen Lungenentzündung gewarnt wird, die angeblich in Kasachstan grassieren soll. 

"Die Sterblichkeitsrate dieser Krankheit ist viel höher als die des Coronavirus", heißt es in der Botschafts-Mitteilung. 

Kasachstan dementierte die Berichte am Freitag. In dem autoritär regierten Steppenstaat gibt es allerdings keine Möglichkeit, Informationen unabhängig zu überprüfen.

Das kasachische Gesundheitsministerium erklärte, "dass die entsprechende Information nicht der Wirklichkeit entspricht". 

Laut Kasachstans Gesundheitsminister nur eine Verwechslung

Eine Aufnahme des Coronavirus unter dem Mikroskop.
Eine Aufnahme des Coronavirus unter dem Mikroskop.  © CDC/C.D. Humphrey/T.G. Ksiazek

Gesundheitsminister Alexej Zoi habe zwar am Vortag bei einem Briefing auch über Lungenentzündungen unklarer Ursache gesprochen. 

Hintergrund sei aber, dass die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Covid-19 als Lungenkrankheit mit unklarer Entstehung klassifiziere.

Kasachstan hat in den vergangenen Monaten einen starken Anstieg an Lungenentzündungen registriert. 

Im ersten Halbjahr dieses Jahres sei die Erkrankungsrate mehr als 50 Prozent höher gewesen als im Vorjahreszeitraum, sagte Zoi nach Angaben kasachischer Medien am Donnerstag. Ein Anstieg sei aber weltweit zu beobachten, betonte der Minister.

Kasachstan ist zudem in der zentralasiatischen Region besonders stark vom Coronavirus betroffen. Offiziellen Angaben zufolge haben sich bislang mehr als 54.000 Menschen infiziert, mehr als 260 Infizierte sind gestorben. 

Seit dem vergangenen Wochenende ist das öffentliche Leben in dem ölreichen Land erneut stark eingeschränkt. 

Titelfoto: 123RF/Kateryna Kon

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