Krasse Unterschiede bei Kindernahrung: Ein Produkt hat 14-mal so viel Fett wie ein anderes

Berlin - Oft sind die Verpackungen lustig und bunt gestaltet: Doch der Inhalt vieler Kinderdesserts ist zu süß und kalorienreich. Es gibt aber große Unterschiede, wie ein Test der Stiftung Warentest zeigt.

25 Kinderdesserts hat die Stiftung Warentest genauer unter die Lupe genommen. Die Unterschiede sind erschreckend. (Symbolbild)
25 Kinderdesserts hat die Stiftung Warentest genauer unter die Lupe genommen. Die Unterschiede sind erschreckend. (Symbolbild)  © Antonio Guillem/123RF

Kinder naschen gerne. Ihre Vorliebe für Süßes ist angeboren. Doch zu viel Zucker und Fett kann zu Übergewicht führen - rund 15 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Deutschland sind davon betroffen. 

Das berichtet die Zeitschrift "test" (10/2020) und bezieht sich auf Zahlen des Robert-Koch-Instituts.

Eltern sollten daher Kinderdesserts nur selten anbieten. Gerade in Puddings und Joghurts mit Toppings stecke oft zu viel Zucker, Fett und Kalorien. 

Doch es gibt große Unterschiede bei Kinderdesserts, wie eine Untersuchung der Stiftung Warentest von 25 Produkten zeigt.

Immerhin 12 Kinderdesserts bekamen die Note "gut" - darunter drei Puddings, acht Frischkäsezubereitungen sowie ein Joghurt. Acht schnitten nur mit der Note "befriedigend" ab, vier bekamen die Bewertung "ausreichend". 

Ein Produkt bekam sogar das Urteil "mangelhaft". Es hatte 6-mal so viel Kalorien, 4-mal so viel Zucker sowie 14-mal so viel Fett im Vergleich zum besten Dessert im Test.

Ganz vorne lagen im Test - mit Blick auf die ernährungsphysiologische Qualität: Fruchtzwerge in den Varianten "weniger süß", "bio" sowie "klassisch", gefolgt von "Monsterbacke" von Ehrmann und die Handelsmarken "Fruchtjuniors" von Aldi Süd und Aldi Nord.

Tipp der Tester: Gesunde Alternativen, die Eltern schnell selber machen können, sind zum Beispiel Milchreis, Beerenjoghurt - ohne extra Zucker, aber mit einer Hälfte Früchte und einer Hälfte Joghurt. Oder Sie zaubern einen Apfelquark, mit Magerquark, Apfelmark und einem Teelöffel gemahlene Mandeln.

Titelfoto: Antonio Guillem/123RF

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