Corona in Schlachthöfen: Muss ich jetzt beim Fleischkonsum vor einer Infektion Angst haben?

Deutschland - Nach den Corona-Ausbrüchen in mehreren deutschen Fleischbetrieben fragen sich laut Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen Konsumenten, ob sie bedenkenlos Fleisch einkaufen und essen können.

Aktuell gebe es keine wissenschaftlichen Hinweise darüber, dass sich Menschen durch den Verzehr von kontaminierten Lebensmitteln mit dem Coronavirus anstecken könnten
Aktuell gebe es keine wissenschaftlichen Hinweise darüber, dass sich Menschen durch den Verzehr von kontaminierten Lebensmitteln mit dem Coronavirus anstecken könnten  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Die Angst: Kann man sich mit den kontaminierten Produkten aus den Betrieben jetzt selbst mit dem Coronavirus infizieren?

Experten können dahingehend aber bislang Entwarnung geben. Aktuell gebe es keine wissenschaftlichen Hinweise darüber, dass sich Menschen durch den Verzehr oder durch den Kontakt mit kontaminierten Lebensmitteln mit dem Coronavirus anstecken könnten, berichtet Bernhard Burdick, Ernährungsexperte der Verbraucherzentrale NRW. 

Auch über die Übertragung der Krankheit über Oberflächen gibt es klare Aussagen:

"Übertragungen über Oberflächen, die kurz zuvor mit Viren verunreinigt worden sind, sind durch Schmierinfektionen zwar denkbar. Da die Viren in der Umwelt aber nur eine geringe Stabilität haben, ist das nur für einen relativ kurzen Zeitraum wahrscheinlich", heißt es vonseiten des Verbraucherschutzes.

Die Experten appellieren jedoch an jeden Konsumenten, den richtigen Umgang mit dem Fleisch zu kennen. Grundsätzlich gelte: Fleisch sollte definitiv nicht roh, sondern nur gut durcherhitzt gegessen werden - egal, von welchem Schlachthof es kommt. Weiterhin solle man auf die richtige Kühlung und die dementsprechende Lagerung achten. 

"Das gilt - unabhängig von Corona - vor allem für Geflügel und anderes Fleisch, um Kreuzkontaminationen (die Übertragung von einem Lebensmittel auf ein anderes, z. B. über Schneidebretter oder Messer) zu verhindern. Ein Erhitzen der Lebensmittel verringert das Infektionsrisiko zusätzlich, da die Coronaviren hitzeempfindlich sind", heißt es auf der Verbraucherschutzseite.

Wer Biofleisch kaufen würde, unterstütze zudem eine artgerechte Haltung. Ob man tatsächlich frisches Fleisch in den Händen hält, erkenne man an Geruch, Oberfläche, Färbung und Marmorierung.

Titelfoto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

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