Ach Du Sch... Forscher erfinden Klo mit Kamera!

Stanford - Ja ist denn das die Möglichkeit? Forscher der medizinischen Fakultät der Stanford University wollen ein intelligentes WC mit - Achtung - "Analabdruck" zur Krebsfrüherkennung erfunden haben! 

Kaum zu glauben, aber scheinbar haben die Forscher der Stanford University einen Durchbruch erlangt.
Kaum zu glauben, aber scheinbar haben die Forscher der Stanford University einen Durchbruch erlangt.  © Inga Kjer/dpa-tmn

Es klingt wie ein verspäteter Aprilscherz. Ein von Wissenschaftlern entwickeltes intelligentes Klo soll es Menschen ermöglichen, bereits kurz nach dem Geschäft über eventuelle Krankheitssymptome unterrichtet zu werden.

Und das anhand des sogenannten "Analabdruckes". Menschen, die beispielsweise am Reizdarmsyndrom oder Prostatakrebs leiden könnten, würden entsprechend gewarnt. Sogar ein mögliches Nierenversagen könnte so frühzeitig erkannt und schließlich mit geeigneten Behandlungsmaßnahmen abgewendet werden. 

Das WC funktioniert demnach wie eine Art Frühwarnsystem, um bei den kleinsten Unregelmäßigkeiten Alarm zu schlagen - und das anhand des Stuhlganges! 

So sollen, laut den Wissenschaftlern, der Stuhl sowie der Urin dabei durch ein kleines Gerät, welches in der Toilette angebracht wird, analysiert werden. Dies funktioniere über eine Kamera - ja wirklich, eine Kamera - sowie Teststreifen und gar Bewegungssensorik.

Ablagerungen werden entsprechend ausgewertet und die Daten schließlich an eine Cloud gesendet. 

Bis zu zehn Krankheiten soll das Frühwarn-WC erkennen

Die Wissenschaftler glauben, dass insbesondere Menschen, die genetisch mit bestimmten Krankheiten vorbelastet sein könnten, somit besonders früh gewarnt werden könnten und viele schlimme Krankheitsverläufe und gar Todesfälle verhindert werden könnten.

Dr. Sanjiv Gambhir, Professor und Lehrstuhlinhaber der Radiologie an der medizinischen Fakultät der Stanford University (USA), gegenüber "Mirror": "Wenn ich es zur Sprache brachte, lachten die Leute."

Nach Ansicht Dr. Gambhirs und seines Teams sei es mit dem WC möglich, bis zu zehn verschiedene Arten von Krankheiten aufdecken zu können. Das ginge von Infektionen über Blasenkrebs bis hin zu Nierenversagen.

Ein Problem dabei ist jedoch, dass die Menschen nur selten ein WC haben, welches sie nur alleine nutzen. Wenn mehrere Personen die gleiche Toilette nutzen, könnten die Daten so verfälscht werden. 

Entsprechend muss das Gerät die "verschiedenen" Anuse unterscheiden. Es sei ähnlich wie eine Art Fingerscan, so Gambhir: "Wir wissen, dass es merkwürdig erscheint, aber wie sich herausstellt, ist Ihr Anusabdruck einzigartig."

Der Professor und sein Team arbeiten weiter mit Hochdruck an der Weiterentwicklung ihres Produktes. Ein Ersatz für einen Arzt oder entsprechende Untersuchung sei jedoch vorerst nicht zu erwarten.

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