"Made in Germany": Bayer will alle Curevac-Impfdosen in Wuppertal herstellen

Wuppertal - Der Pharmakonzern Bayer will den Impfstoff, den es im Rahmen der Curevac-Kooperation übernimmt, komplett in Wuppertal fertigstellen.

Der Impfstoff, den der Pharmakonzern Bayer im Rahmen der Curevac-Kooperation übernimmt, soll komplett in Wuppertal fertiggestellt werden.
Der Impfstoff, den der Pharmakonzern Bayer im Rahmen der Curevac-Kooperation übernimmt, soll komplett in Wuppertal fertiggestellt werden.  © Christoph Schmidt/dpa

"Das ist sozusagen ein Made-in-Germany-Produkt", sagte der Bayer-Pharmavorstand Stefan Oelrich am Montag in Berlin. Nur gewisse Vorprodukte würden von anderen Standorten kommen.

Bereits Anfang Januar hatten Bayer und die Tübinger Biotechnologiefirma eine Kooperation zu bestimmten Dienstleistungen bekanntgegeben, nun wurde die Ausweitung der Zusammenarbeit auf die Herstellung bekanntgegeben. Damit wird Bayer erstmals in seiner Geschichte einen Impfstoff herstellen.

Bayer will 2022 mindestens 160 Millionen Curevac-Covid-19-Dosen produzieren, im Jahr danach sollen es mehr sein. Damit übernehmen die Leverkusener einen Teil der Herstellung - Curevac rechnet im nächsten Jahr mit insgesamt mindestens einer Milliarde Dosen für den globalen Markt.

Noch ist das Präparat im Entwicklungsstadium, im Sommer könnte es zugelassen werden und danach verimpft werden. Die ersten von Bayer gelieferten Dosen wären frühestens Ende dieses Jahres fertig.

Das Präparat basiert, wie die Konkurrenzprodukte von Biontech und Moderna auch, auf der neuen "messenger RNA"-Technologie (mRNA).

Bayer will in Wuppertal "mRNA-Expertise" aufbauen

Bayer-Vorstand Oelrich machte deutlich, dass das neue Geschäft nicht nur auf die aktuelle Corona-Pandemie bezogen sein soll. "Wir haben uns vorgenommen, in Wuppertal eine mRNA-Expertise aufzubauen auf der Produktionsseite und entsprechende Kapazitäten bereitzuhalten", sagte Oelrich.

"Dann wird man sehen, wie das in der Zukunft zu nutzen ist - die Pandemie steht sicherlich an erster Stelle, aber es gibt ja vielleicht noch andere Anwendungsgebiete für diese Technologie."

Auf die Frage, wie viele neue Stellen durch diese Unternehmensentscheidung in Wuppertal entstehen, antwortete Oelrich: "Das ist sicherlich auch ein wichtiger Beitrag zur Beschäftigung."

Titelfoto: Christoph Schmidt/dpa

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