Lungenkrankheit COPD in Sachsen-Anhalt besonders verbreitet

Magdeburg - In Sachsen-Anhalt leiden überdurchschnittlich viele Menschen an der Chronisch Obstruktiven Lungenerkrankung COPD.

Die Lungenkrankheit führt zur Einengung der Atemwege und in vielen Fällen zur Überblähung der Lunge. (Symbolbild)
Die Lungenkrankheit führt zur Einengung der Atemwege und in vielen Fällen zur Überblähung der Lunge. (Symbolbild)  © chuanchai/123RF

Das geht aus dem "Gesundheitsatlas COPD" der AOK hervor, der am Dienstag veröffentlich wurde. Mit einer Krankheitshäufigkeit von 7,9 Prozent liegt das Land demnach über dem bundesweiten Durchschnitt von 7,1 Prozent.

Die Lungenkrankheit führt zur Einengung der Atemwege und in vielen Fällen zur Überblähung der Lunge. Dadurch verschlechtert sich die Lungenfunktion, und der Gasaustausch bei der Atmung funktioniert weniger gut.

COPD-Patienten gehören deshalb auch zur Risikogruppe für Covid-19. Die Erkrankten leiden an Atemnot, Husten und Auswurf. Diese Symptome nehmen im Krankheitsverlauf typischerweise zu, da die der COPD zugrundeliegende Lungenschädigung irreversibel ist.

Anderthalb Jahre Hoffen auf Hilfe: So schlimm ist die Therapeutensuche in Deutschland
Gesundheit Anderthalb Jahre Hoffen auf Hilfe: So schlimm ist die Therapeutensuche in Deutschland

Insgesamt waren laut Studie in Sachsen-Anhalt 2019 rund 110.000 Menschen ab einem Alter von 40 Jahren an COPD erkrankt. In Deutschland sind 3,4 Millionen Menschen davon betroffen.

Die Krankheitshäufigkeit steigt mit zunehmendem Alter. Männer sind demnach insbesondere in den höheren Altersgruppen anteilig häufiger an COPD erkrankt als Frauen.

Der höchste Anteil liegt in Sachsen-Anhalt bei Männern mit 16,6 Prozent in der Altersgruppe ab 90 Jahren und bei Frauen mit 12,1 Prozent in der Gruppe von 85 bis 89 Jahren. Um das Risiko einer Erkrankung zu minimieren, empfehlen die Autoren der Studie Sport zu treiben und auf Rauchen zu verzichten.

Titelfoto: chuanchai/123RF

Mehr zum Thema Gesundheit: