Nach Eriksen-Zusammenbruch: Erste Hilfe im Ernstfall, darauf kommt es an!

Köln - Plötzlich und leblos sackte Dänemarks Fußballspieler Christian Eriksen (29) am Samstagabend auf den Rasen. Nur dank Ersthelfern wie Mitspieler Simon Kjaer (32) und Ärzten direkt am Spielfeld überlebte er. Sie konnten ihn reanimieren und dank Methoden der Erste Hilfe zurück ins Leben holen.

Die Sanitäter am Spielfeld konnten Dänemarks Fußballspieler Christian Eriksen (29) dank Erste Hilfe das Leben retten und ihn reanimieren.
Die Sanitäter am Spielfeld konnten Dänemarks Fußballspieler Christian Eriksen (29) dank Erste Hilfe das Leben retten und ihn reanimieren.  © Martin Meissner/AP POOL/dpa

Plötzliche Unglücke wie der Zusammenbruch von Christian Eriksen, Unfälle oder ein Herzstillstand können uns täglich treffen. Ob in der Straßenbahn, im Auto oder in der Schlange im Supermarkt.

Wenn ein Mensch plötzlich zusammenbricht oder einen Unfall hat, kann deine schnelle bewusste Reaktion über Leben und Tod entscheiden.

Die Regeln der Erste Hilfe sind dafür ein einfacher Leitfaden, der mit einem Erste-Hilfe-Kurs praktisch erlernt werden kann.

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Der Malteser Hilfsdienst mit Sitz in Köln und Rettungsdienste wie das Deutsche Rote Kreuz zeigen, worauf es in solchen Momenten ankommt.

Die ersten Basics bei einem Unglück:

  • Überblick verschaffen
  • Den Unglücksort absichern
  • Menschen per Rettungsgriff sichern
  • Notruf wählen
  • Lebensrettende Sofortmaßnahmen einleiten

  • Blutungen stillen

  • Stabile Seitenlage

Im Video: Erste Hilfe im Überblick

Beim Notruf: Diese Infos sind wichtig

Rufst Du die Notrufzentrale unter der 112 an, musst Du die wichtigsten Infos durchgeben. Entscheidend ist das "WO, WAS, WIE, WELCHE und WARTEN." Dabei geht es darum, wo das Unglück genau passiert ist, was geschehen ist, wie viele Menschen verletzt sind und welche Arten von Verletzungen diese auf den ersten Blick haben.

Für Rückfragen solltest Du einen Moment warten, falls die Profis in der Leitstelle noch weitere Infos wissen wollen.

Direkt nach dem Notruf sollten sich Ersthelfer wieder den verletzten Personen widmen.

Plötzlicher Herzstillstand als Gefahr

Bricht ein Mensch plötzlich neben dir zusammen, rät der Malteser Hilfsdienst zur Regel "Anschauen, Ansprechen, Anrufen". Sollte die Person keine normale Atmung haben, ist ein schneller Notruf wichtig. Danach muss innerhalb von fünf Minuten die Reanimation beginnen, damit die Person eine Chance hat.

Steht das Herz still, muss etwa 100 Mal pro Minute auf den Brustkorb des Menschen gedrückt werden. Nur so erreicht noch genug Blut mit Sauerstoff das Gehirn. Das obige Video zeigt, wie die Herz-Druck-Massage genau funktioniert.

Laut Malteser erleiden jedes Jahr in Deutschland rund 40.000 bis 64.000 Menschen einen Herzstillstand. Erste Hilfe kann ihnen das Leben retten, wie das Beispiel von Dänemarks Fußballspieler Christian Eriksen zeigt.

Weitere Infos findest Du bei den Maltesern, die auch Kurse anbieten. Ebenso hat das Deutsche Rote Kreuz ein breites Angebot für Kurse.

Titelfoto: Martin Meissner/AP POOL/dpa

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