Neue Studie verrät: Ist Aluminium im Deo wirklich gesundheitsschädlich?

Deutschland - Viele Kosmetikfirmen werben seit geraumer Zeit damit, dass ihre Deodorants kein Aluminium enthalten und deswegen unbedenklich für die eigene Gesundheit sind. Nun zeigt eine aktuelle Studie, dass das Leichtmetall gar nicht so gefährlich ist, wie immer wieder behauptet wird.

Deodorants ohne Aluminium können oft nicht zuverlässig vor unangenehmen Gerüchen schützen.
Deodorants ohne Aluminium können oft nicht zuverlässig vor unangenehmen Gerüchen schützen.  © 123rf/ inesbazdar

Ist man in der Drogerie oder im Supermarkt auf der Suche nach einem neuen Deo, wird man vor die Wahl gestellt: Mit oder ohne Aluminium?

Die Salze, die durch ihre anti-transpirierende Wirkung zuverlässig unangenehme Gerüche und Flecken verhindern, stehen seit Jahren in der Kritik.

Doch was bewirkt der Stoff eigentlich? Zusammen mit den Proteinen im Schweiß sorgt er dafür, dass unsere Drüsen unter den Achseln verstopfen und somit das Austreten unangenehmer Körperflüssigkeiten verhindert wird.

Alu-freie Deos dagegen überdecken den Geruch nur durch ihren Duft, verhindern aber kein Transpirieren.

Immer wieder wurde behauptet, der Zusatz würde Krebs verursachen oder zumindest das Risiko für eine Erkrankung stark erhöhen. So richtig verlässliche Studien gab es bisher allerdings nicht zu dem Thema.

Selbst regelmäßige Nutzung von Aluminium-Deos ist ungefährlich

Entwarnung: Sprays, die Aluminium enthalten, sind absolut unbedenklich und dürfen täglich zum Einsatz kommen.
Entwarnung: Sprays, die Aluminium enthalten, sind absolut unbedenklich und dürfen täglich zum Einsatz kommen.  © 123rf/ serezniy

Dennoch warnte das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) noch im letzten Jahr davor, Produkte mit Aluminium zu verwenden.

"Reduzierung der Aluminiumaufnahme kann mögliche Gesundheitsrisiken minimieren" und "Wer seine Aluminiumaufnahme reduzieren will, sollte sparsam mit aluminiumhaltigen Antitranspiranten und aluminiumhaltigen Zahnpasten umgehen" hieß es damals.

Nun allerdings rudert das BfR zurück. In einem aktuellen Statement heißt es: "Durch die Haut wird signifikant weniger Aluminium aufgenommen als auf bislang vorliegender, limitierter Datenbasis berechnet."

Im Gegensatz zu Lebensmitteln wird vergleichsweise wenig von dem Leichtmetall in unserem Körper absorbiert. Selbst wer regelmäßig Antitranspirante verwendet, setzt sich dadurch keiner Gefahr aus.

Schluss mit unangenehmen Geruch und nassen Achseln! In Zukunft können Verbraucher also wieder ohne Gewissensbisse zum Alu-Roller oder -Spray greifen. 

Titelfoto: 123rf/ serezniy

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