Neue Studie verrät: Sollte man den Kaffee besser vor oder nach dem Frühstück trinken?

Bath (Großbritannien) - Die tägliche Morgenroutine sollte gut durchdacht sein. Eine neue Studie zeigt nun, ob das Trinken von Kaffee vor der ersten Mahlzeit gesund ist. Die Ergebnisse dürften dem ein oder anderen gar nicht gut schmecken.

Zum Aufstehen eine Tasse Kaffee ist laut der Studie nicht immer die beste Idee.
Zum Aufstehen eine Tasse Kaffee ist laut der Studie nicht immer die beste Idee.  © 123RF/halfpoint

Ob Kaffee, Kippe oder Sport: Jeder hat wohl seine eigene Morgenroutine für den gelungenen Start in den Tag.

Die Universität aus der Stadt Bath in England untersuchte in einer Studie, wie sich das Kaffeetrinken auf unsere Gesundheit auswirkt. 

Speziell schauten sie sich an, was und ob es einen Unterschied mache, wenn man das Muntermacher-Getränk bereits vor dem Frühstück konsumiert und man schlecht geschlafen hat.

Dabei baten sie 29 gesunde Probanden, Männer sowie Frauen, sich drei verschiedenen Szenarien auszusetzen.

Szenario 1: Die Teilnehmer haben eine normale Nachtruhe und müssen nach dem Aufwachen am Morgen ein zuckerhaltiges Getränk zu sich zu nehmen. Dieses entspricht ungefähr dem Kaloriengehalt des Frühstücks, das sie sonst essen würden.

Szenario 2: Die Teilnehmer erleben eine Schlafstörung. Die Forscher weckten sie jede Stunde für fünf Minuten. Nach dem Aufwachen erhielten sie das gleiche zuckerhaltige Getränk.

Szenario 3: Die Teilnehmer werden ebenfalls stündlich geweckt wie bei dem zweiten Szenario, aber dieses Mal erhielten sie 30 Minuten vor dem Konsum des zuckerhaltigen Getränks einen starken schwarzen Kaffee.

Bei allen Tests wurde im Anschluss des Getränks eine Blutprobe entnommen. Bei dem ersten sowie zweiten Szenario sind die Blutzucker-Insulin-Reaktionen der Teilnehmer nicht verschlechtert. Das ist sehr gut, denn Insulin ist dafür verantwortlich, den Blutzucker zu senken, um einen besseren Stoffwechsel zu ermöglichen. Der Zucker wird dabei vom Blut in die Zellen transportiert.

Die Ergebnisse des Kaffee-Tests sind überraschend

Ob Espresso, Cappuccino, Latte Macchiato, mit Milch und Zucker oder klassisch Schwarz: Die Deutschen lieben Kaffee.
Ob Espresso, Cappuccino, Latte Macchiato, mit Milch und Zucker oder klassisch Schwarz: Die Deutschen lieben Kaffee.  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Doch wenn starker schwarzer Kaffee vor dem Frühstück getrunken wurde, erhöhte sich der Blutzuckerspiegel nach dem Frühstück erheblich, nämlich um etwa 50 Prozent.

Das bedeutet, dass sich die Fähigkeit des Körpers, den Zucker im Frühstück zu vertragen, einschränkt. Im Klartext: Sollte der menschliche Körper diesem Zustand dauerhaft ausgesetzt sein (also nicht nur an wenigen Wochen im Jahr), besteht die Gefahr des Diabetes und des Übergewichts.

Der Tipp der Forscher lautet also: Wenn man schlecht geschlafen hat, sollte man auf keinen Fall als Erstes zu starken Kaffee greifen, sondern erst essen und dann das koffeinhaltige Getränk konsumieren.

Es kann also besser sein, Kaffee nach dem Frühstück zu trinken. Die Betonung liegt auf KANN. Denn wie immer gilt, dass jeder Mensch individuell verschieden ist. Die durchgeführte Studie kann aber einen ersten Ansatz liefern, falls man sich über seine plötzliche Gewichtszunahme wundert.

Titelfoto: 123RF/halfpoint

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