Polizist spricht Maskenverweigerer in Regionalzug an und wird übel zugerichtet

Klaus (Österreich) - Die österreichische Fremdenpolizei kontrollierte am Montagnachmittag in einem Regionalzug im Bundesland Vorarlberg, ob alle Fahrgäste ihre Coronavirus-Schutzmasken richtig tragen. Ein Passagier bereitete den Beamten dabei Probleme.

Der Vorfall ereignete sich in einer Regionalbahn in Österreich. (Symbolbild)
Der Vorfall ereignete sich in einer Regionalbahn in Österreich. (Symbolbild)  © 123RF/Matouš Vinš

Gegen 15.40 Uhr führten die Polizisten im Regionalzug S1 zwischen Rankweil und Bregenz die Kontrolle durch.

"Dabei fiel ihnen ein Mann auf, der seinen Mund-Nasen-Schutz nicht trug, sondern die MNS-Maske lediglich um den Oberarm gewickelt hatte", teilte die Landespolizeidirektion Vorarlberg mit.

Ein Beamter sprach den Mann daraufhin an und klärte ihn über die aktuelle Coronavirus-Problematik auf. Doch der anfänglich Unbekannte reagierte aggressiv auf den Polizisten.

Da der Mann, der sich als 42-jähriger Aserbaidschaner herausstellte, nicht einsichtig war, stellte der Beamte noch vor Ort einen Bußgeldbescheid aus.

Nun drehte der Maskenverweigerer vollends durch.

Mann, der Mundschutz am Oberarm trägt, greift Polizisten brutal an

Der Mann trug seine Maske nicht im Gesicht. (Symbolbild)
Der Mann trug seine Maske nicht im Gesicht. (Symbolbild)  © dpa/Jens Büttner/dpa-Zentralbild

"Der Beschuldigte wurde dadurch noch aufgebrachter", teilte die Behörde mit. 

Sie schildert darüber hinaus, dass der Mann den Polizisten mit beiden Händen nach hinten stieß, sodass dieser gegen eine Sitzreihe fiel.

Der Beamte reagierte besonnen, forderte den 42-Jährigen auf, sein Verhalten zu unterlassen. Aber dieser lenkte nicht ein, war weiterhin aufgebracht. 

Festgenommen werden sollte der Unruhestifter deshalb. "Daraufhin schlug der Angreifer dem Beamten unvermittelt mit der Faust ins Gesicht und beschimpfte diesen mit Kraftausdrücken", so die Landespolizeibehörde.

Erneut stürzte der Fremdenpolizist gegen die hinter ihm liegen Sitzreihe und trug eine Platzwunde an der Lippe von dem Schlag davon. 

Er wehrte sich nun und versuchte, den aggressiven Asylberechtigten auf Abstand zu halten. Doch der Mann schlug weiter nach dem Gesetzeshüter.

Erst Pfefferspray stoppt Aserbaidschaner

Als der Beamte mit dem Pfefferspray drohte, ließ der Angreifer ab. (Symbolbild)
Als der Beamte mit dem Pfefferspray drohte, ließ der Angreifer ab. (Symbolbild)  © 123rf/Markus Schnessl

"Erst als der Polizist sein Pfefferspray auf den Mann richtete und dessen Einsatz androhte, ließ dieser von weiteren Angriffen ab", berichteten die Beamten.

Mithilfe weiterer Beamter wurde der Mann am Bahnhof Klaus aus dem Zug begleitet. Anschließend ging es auf direktem Weg zur nächsten Polizeidienststelle.

Der 42-Jährige muss nun mit drei Anzeigen rechnen: Ihm werden schwere Körperverletzung, Widerstand gegen die Staatsgewalt sowie eine Übertretung nach den Covid-19-Bestimmungen vorgeworfen.

Titelfoto: 123RF/Matouš Vinš, dpa/Jens Büttner/dpa-Zentralbild

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