Schwangere muss sich ständig übergeben, dann wird alles noch schlimmer

Großbritannien - Viele Schwangere kennen das Problem: Besonders am Morgen wird ihnen so schlecht, dass sie sich übergeben müssen. Bei Louise Cooper nahm die Übelkeit allerdings dramatische Ausmaße an.

Während ihrer Schwangerschaft litt Louise Cooper unter ständiger Übelkeit. (Symbolbild)
Während ihrer Schwangerschaft litt Louise Cooper unter ständiger Übelkeit. (Symbolbild)  © 123RF/Tatyana Tomsickova

Im Gespräch mit Metro berichtet die junge Frau, dass sie in dritten Woche von ihrer Schwangerschaft erfuhr.

Doch genießen konnte die werdende Mutter ihren Zustand damals nicht, denn ihr Körper machte ihr dabei einen Strich durch die Rechnung.

Ständig musste sie sich übergeben. Es wollte einfach nicht aufhören.

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Einmal wurde es sogar so schlimm, dass sie ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Durch das ständige Erbrechen war sie komplett dehydriert.

"Bei meinem zweiten Krankenhausaufenthalt innerhalb weniger Wochen wurde bei mir dann Hyperemesis Gravidarum diagnostiziert", so Cooper.

Hyperemesis Gravidarum (HG) bezeichnet den übermäßigen und anhaltenden Drang, sich übergeben zu müssen - teilweise sogar nachts und ohne, dass man etwas gegessen hat.

HG tritt vor allem im ersten Schwangerschaftsdrittel auf und klingt etwa nach der 14. Schwangerschaftswoche ab. In seltenen Fällen leiden werdende Mütter aber bis zur Geburt unter ständigem Erbrechen - und genau das war auch bei Louise der Fall.

Frau verlor während ihrer Schwangerschaft fast alle Zähne

Nach der Geburt wurden Louise Cooper die letzten verbliebenen Zähne gezogen.
Nach der Geburt wurden Louise Cooper die letzten verbliebenen Zähne gezogen.  © Louise Cooper

"Ich konnte nicht essen, trinken, gehen, stehen, mich bewegen oder sogar meinen Kopf heben, ohne mich zu übergeben", berichtet sie. "Es war psychisch sehr belastend."

Sie dachte sogar kurzzeitig daran, einen Schwangerschaftsabbruch vorzunehmen, bekam dann aber vom Arzt ein Steroide verordnet, die sie für den Großteil der Schwangerschaft nehmen musste.

Parallel dazu musste sie immer wieder stationär behandelt werden: "Einige Aufenthalte dauerten nur ein paar Nächte, mein längster war eine Woche, aber das hing alles von der Pflege ab, die ich bekam." Denn viele Ärzte wussten laut der jungen Frau gar nicht, worum es sich bei HG handelt.

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Doch es kam noch schlimmer: "Im dritten Trimester verlor ich im Durchschnitt einen Zahn pro Woche, und das beeinträchtigte mein Selbstwertgefühl", so Louise.

Von dem ständigen Erbrechen waren ihre Zähne stark beeinträchtigt. Nach der Geburt wurden ihr die letzten verbliebenen gezogen und sie bekam ein künstliches Gebiss. Auch während ihrer zweiten Schwangerschaft litt sie unter HG.

Jetzt, da ihre Familienplanung abgeschlossen ist, will sich die zweifache Mutter um ihre Zähne kümmern: "Ich werde mich zukünftig mit möglichen Behandlungen beschäftigen, aber das kostet eine Menge Geld."

Titelfoto: 123RF/Tatyana Tomsickova

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