Stadt ruft zur Blutspende auf und schickt jeden Dritten weg

Mödling (Österreich) - Bei einer Blutspende-Aktion im österreichischen Ort Mödling waren die Organisatoren nicht auf einen immensen Ansturm vorbereitet.

In einer Turnhalle wurden 160 Spender zum Aderlass gebeten.
In einer Turnhalle wurden 160 Spender zum Aderlass gebeten.  © Freiwillige Feuerwehr Stadt Mödling

Am vergangenen Samstag fand in einer Schulsporthalle eine Blutspende-Aktion für 160 Teilnehmer statt, so war es der Plan der Feuerwehr, der Bergrettung, des Roten Kreuzes und des Zivilschutzes Mödling, die das gemeinnützige Event auf die Beine stellten.

Doch schon kurze Zeit nach Öffnung der Turnhalle mussten viele Bürger der Stadt wieder nach Hause gehen: Zu viele Spender warteten bereits auf ihre Blutentnahme.

Da die freiwilligen Helfer und Mitarbeiter des Blutspendedienstes zu einer festgelegten Zeit Pause nehmen sollten, musste sichergestellt werden, dass die Halle um 12 Uhr mittags wieder leer ist.

Doch nach der Pause legte sich der Ansturm immer noch nicht: "Um 14.45 Uhr waren dann die 160 Blutabnahmesets verbraucht", teilte die Feuerwehr auf ihrer Website mit.

Und weiter: "Alle restlichen Spender, immerhin an die 75 Personen, mussten wieder nach Hause geschickt werden."

Ursache für Fehlplanung noch unklar

Eine Mitarbeiterin des Blutspendedienstes nimmt einem Spender Blut ab, während die Helfer von Feuerwehr, Bergrettung und Rotem Kreuz zuschauen.
Eine Mitarbeiterin des Blutspendedienstes nimmt einem Spender Blut ab, während die Helfer von Feuerwehr, Bergrettung und Rotem Kreuz zuschauen.  © Freiwillige Feuerwehr Stadt Mödling

Ohne die am Vormittag nicht berücksichtigten Spender mitzuzählen, waren so 235 Personen bei einer Blutspende-Aktion, die ursprünglich für 160 Leute angedacht war. Effektiv musste jeder Dritte gehen, ohne spenden zu können.

Die Feuerwehrleute entschuldigten sich für das Wegschicken der potenziellen Spender. "Auch das Organisatorenteam der drei Blaulichtorganisationen und des Zivilschutzes der Stadt findet es schade", so die Kameraden.

Die Ausrichter fragen sich nun, warum die Blutspendezentrale so unflexibel war und nicht von vornherein mehr Spendensets mitgenommen hat. D

ies konnte jedoch bislang nicht von den Verantwortlichen beantwortet werden. 

"Wir möchten uns bei allen 160 Spendern aufs herzlichste bedanken, und entschuldigen uns gleichzeitig bei jenen, die wieder nach Hause geschickt werden mussten", schließen die Feuerwehrleute ihren "Einsatzbericht" ab.

Titelfoto: Freiwillige Feuerwehr Stadt Mödling

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