Sucht-Experten schlagen Alarm: Corona-Krise führt zu Rückfällen

Stuttgart - Die Einschränkungen und Auflagen in der Corona-Krise treffen Menschen mit Drogen- und Suchtproblemen nach Einschätzung der Landesstelle für Suchtfragen besonders hart.

Die Folgen der Pandemie könnten die Drogenberatung noch lange beschäftigen. (Symbolbild)
Die Folgen der Pandemie könnten die Drogenberatung noch lange beschäftigen. (Symbolbild)  © Kay Nietfeld/dpa

Nach ersten Erfahrungen könnte auch die Zahl der Rückfälle während der Monate der Pandemie zunehmen, sagte Christa Niemeier von der Landesstelle für Suchtfragen der Liga der freien Wohlfahrtspflege in Baden-Württemberg.

Es sei zudem absehbar, dass die Folgen der Pandemie die Experten in der Drogenberatung und die Betroffenen noch lange beschäftigen würden 

"Eine Krise dieser Größenordnung wirkt sich massiv somatisch, psychisch und sozial aus", sagte sie in Stuttgart vor dem Internationaler Tag gegen Drogenmissbrauch (26. Juni). Konsumverhalten verändere sich, neue Bedarfe entwickelten sich. 

Öffentlich will die Landesstelle am Donnerstag (10 Uhr) in Stuttgart auf die Probleme der Suchthilfe in der Corona-Krise aufmerksam machen.

Der Internationale Tag gegen Drogenmissbrauch wird seit 33 Jahren international begangen. Die Landesstelle für Suchtfragen vertritt rund 100 Suchtberatungsstellen und 20 Fachkliniken. 

Jährlich werden über 67.000 Menschen in den Beratungsstellen beraten und begleitet.

Titelfoto: Kay Nietfeld/dpa

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