"Kein Täter werden": Rund 1200 Menschen suchen Hilfe bei Projekt gegen Pädophilie

Ulm - Rund 1200 Menschen haben sich in den vergangenen Jahren hilfesuchend an das Präventionsnetzwerk "Kein Täter werden" an der Uniklinik Ulm gewandt, das kostenlos Therapien für Pädophile anbietet.

Elisabeth Quendler, Psychologische Psychotherapeutin und Sexualtherapeutin am Universitätsklinikum Ulm hat berufsmäßig mit Pädophilen zu tun.
Elisabeth Quendler, Psychologische Psychotherapeutin und Sexualtherapeutin am Universitätsklinikum Ulm hat berufsmäßig mit Pädophilen zu tun.  © Thomas Burmeister/dpa

Insgesamt 45 Menschen seien an der dortigen Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie in Behandlung gegangen, erklärte Netzwerk-Koordinatorin Elisabeth Quendler. 

25 hätten die Therapie bisher erfolgreich beendet. Ziel sei es, sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen im Vorfeld zu verhindern, erklärte die Sexualtherapeutin. 

Der im Juli 2014 gegründete Ulmer Standort ist bislang der einzige im Südwesten.

Entstanden ist das Netzwerk aus spezialisierten Psychologen und Ärzten 2005 an der Berliner Charité. "Kein Täter werden" gibt es an bundesweit elf weiteren Standorten - darunter Berlin, Hamburg und Hannover.

Die Spezialisten bieten Menschen mit einer sexuellen Vorliebe für Kinder anonyme therapeutische Hilfe an. Die Kosten tragen die gesetzlichen Krankenkassen.

Titelfoto: Thomas Burmeister/dpa

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