Warnung für Urlauber: Tripper-Fälle sind in diesem Land auf Rekordhoch!

London - Die Engländer haben ein Problem mit: Gonorrhoe. Auch als Tripper bekannt. 2019 habe es in England so viele Fälle gegeben wie seit hundert Jahren nicht mehr.

Kondome können vor Geschlechtskrankheiten schützen.
Kondome können vor Geschlechtskrankheiten schützen.  © 123rf.com/nightunter

Laut BBC sei die Zahl der Gonorrhoe-Fälle im vergangenen Jahr auf insgesamt 70.936 gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem Anstieg um 25 Prozent!

Eine Infektion mit dieser Geschlechtskrankheit kann zu Beschwerden wie Schmerzen beim Wasserlassen, Blutungen und übel riechendem Ausfluss führen. 

Die WHO warnt, dass oft auch gar keine Symptome auftreten und sich die Krankheit im Verborgenen entwickelt. Das kann zu schwerwiegenden Komplikationen führen.

"Die Bakterien befallen typischerweise die Schleimhäute von Harnröhre, Gebärmutterhals, Enddarm und Rachen, in seltenen Fällen auch die Augenbindehaut", erklärt die Deutsche Aidshilfe. Besonders häufig seien im vergangenen Jahr junge Menschen im Alter von 15 bis 24 Jahren betroffen gewesen.

Gesundheitsexperten führen den Anstieg der Fälle von Geschlechtskrankheiten hauptsächlich auf die falsche Anwendung von Verhütungsmitteln (Kondom) zurück, aber auch auf mangelnde Aufklärung. Immerhin ist der Nachweis durch immer effektivere Tests schneller möglich. Auch das könnte die steigenden Zahlen erklären.

Falsche Anwendung von Kondomen, mangelnde Aufklärung

Obwohl es noch zu früh ist, diesbezüglich eine Voraussage zu treffen, vermuten Fachleute bereits jetzt, dass die Daten aus dem vergangenen Jahr in starkem Gegensatz zu den Zahlen für 2020 sowie die folgenden Jahre stehen dürften.

Ihrer Meinung nach könnte das Ausmaß der Infektionen ab 2020 aufgrund der Einschränkungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie viel geringer sein. In England sind noch immer viele Bars und Clubs geschlossen, das schränke die direkte Kontaktaufnahme ein.

Außerdem halten sich die meisten Leute an die soziale Distanz und das verringert die Wahrscheinlichkeit, Sex-Partner häufig zu wechseln.

Titelfoto: 123rf.com/Kateryna Kon, 123rf.com/123rf.com/nightunter (Montage)

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