100 neue Zebrastreifen: Leipzig will "Vorfahrt" für Fußgänger

Leipzig - Mehr Flaniermeilen und 100 neue Zebrastreifen - die Stadt Leipzig will attraktiver für Fußgänger werden.

Fußgänger eilen über den Bayerischen Platz in Leipzig. Sie sollen jetzt im Fokus der Verkehrspolitik stehen, unter anderem 100 neue Fußgängerüberwege bekommen.
Fußgänger eilen über den Bayerischen Platz in Leipzig. Sie sollen jetzt im Fokus der Verkehrspolitik stehen, unter anderem 100 neue Fußgängerüberwege bekommen.  © Ralf Seegers

"Der Fußverkehr soll systematisch und dauerhaft gefördert werden, um ihn attraktiver und sicherer zu machen." Das ist das Credo eines bis ins Jahr 2030 reichenden Strategiepapiers, das die Leipziger Stadtverwaltung jetzt vorstellte.

So sollen Ampelschaltungen besser auf Fußgänger abgestimmt werden, damit diese schneller durch die Stadt kommen. Ein weiteres Projekt ist mit "100 Zebrastreifen für Leipzig" überschrieben.

Vor allem im Umfeld von Schulen sowie an verkehrsreichen Stellen zwischen Wohngebieten und Parkanlagen sollen neue Fußgänger-Überquerungen ein sicheres Passieren der Straßen ermöglichen.

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Auch ein "Lückenschlussprogramm" hat die Stadt in Planung. Es setzt dort an, wo Fußwege komplett fehlen oder Treppen die Barrierefreiheit einschränken. Generell sollen in der Messestadt Fußwege künftig an Einmündungen und Kreuzungen barrierefrei passierbar sein.

Zudem heißt es im neuen Entwicklungsplan: "Besonders wichtige öffentliche Räume sollen zu Flaniermeilen entwickelt werden, in denen das Spazieren, Kommunizieren, das sich Aufhalten in der Gastronomie und den Straßencafés, den Bänken und Sitzgelegenheiten ... wieder zum Lebensgefühl einer urbanen Mobilität wird."

Das Strategiepapier steht nun im Stadtrat zur Abstimmung.

Titelfoto: Ralf Seegers

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