14 Demos am Samstag geplant: Leipziger Polizei bereitet sich erneut für Großeinsatz vor

Leipzig - In Leipzig wollen am Samstag zahlreiche Menschen gegen die Corona-Maßnahmen demonstrieren. Die Polizei bereitet sich auf einen Großeinsatz vor.

Anfang November hatten mehr als 20.000 Menschen an einer Demonstration der "Querdenken"-Bewegung gegen die Corona-Maßnahmen in Leipzig teilgenommen. Am Samstag soll es wegen dem Demogeschehen abermals zu einem Großeinsatz der Polizei kommen.
Anfang November hatten mehr als 20.000 Menschen an einer Demonstration der "Querdenken"-Bewegung gegen die Corona-Maßnahmen in Leipzig teilgenommen. Am Samstag soll es wegen dem Demogeschehen abermals zu einem Großeinsatz der Polizei kommen.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Insgesamt seien bis Mittwochmorgen 14 Demonstrationen aus unterschiedlichen Lagern angemeldet worden, sagte ein Sprecher der Stadt am Mittwoch.

Eine ursprünglich in der Nähe des Impfzentrums angekündigte Kundgebung an der Neuen Messe für bis zu 1000 Teilnehmer sei wieder zurückgenommen worden. Die Kritiker der Corona-Einschränkungen planen jedoch mehrere Autokorsos aus verschiedenen Städten Sachsens in die Messestadt.

"Wir bereiten uns auf einen Großeinsatz vor und haben Kräfte beim Innenministerium von Bund und Ländern angefordert", sagte eine Polizeisprecherin auf Anfrage.

Mit Blick auf die zahlreichen Autokorsos mit hunderten Fahrzeugen, liege der Schwerpunkt im mobilen Einsatzgeschehen.

"Leipzig nimmt Platz" organisiert Menschenkette entlang der Autokorsos

Das Aktionsbündnis "Leipzig nimmt Platz" hat zu mehreren Gegenveranstaltungen aufgerufen. Geplant sind demnach Aufzüge mit Motorrädern und Fahrrädern sowie Kundgebungen mit mehreren hundert Menschen am Augustusplatz vor dem Opernhaus und dem Gewandhaus.

Außerdem wurde eine Menschenkette mit 1000 Personen entlang der Route des Autokorsos angekündigt. "Wir rufen die Menschen auf, an vielen Orten zivilen Ungehorsam zu üben", sagte Irene Rudolph-Kokot vom Aktionsbündnis am Mittwoch auf Anfrage. Sie befürchtet, dass sich die Kritiker der Corona-Maßnahmen wie schon im vergangenen November auf einen Aufzug rund um den Leipziger Ring konzentrieren wollen.

Zehntausende Demonstranten hatten damals einen Marsch auf dem seit der Friedlichen Revolution 1989 geschichtsträchtigen Ring erzwungen, obwohl dieser verboten war.

Titelfoto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Mehr zum Thema Leipzig:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0