1500 Unterschriften: Eilenburger kämpfen für ihre Wäscherei

Eilenburg - Unmengen an Schweiß, Herzblut und Selbstausbeutung hat Cornelia Wagner seit 1992 in den Aufbau ihrer hochmodernen Reinigung gesteckt. Doch die Stadt will das Gebäude einfach abreißen, weil es der Vollendung einer Grünfläche im Wege steht. Die Bürgerschaft ist empört und wehrt sich.

In fast 30 Jahren hat sich die Eilenburgerin Cornelia Wagner eine treue Stammkundschaft erarbeitet.
In fast 30 Jahren hat sich die Eilenburgerin Cornelia Wagner eine treue Stammkundschaft erarbeitet.  © Alexander Prautzsch

"Wir stecken bis zu beiden Ohren in Arbeit", sagt Cornelia Wagner (65). Seit die Stadtverwaltung eine Räumungsklage gegen die Reinigung anstrengt, kann sie sich vor Aufträgen nicht mehr retten. Und die Kunden nutzten gleich die Gelegenheit, um ein Bürgerbegehren für den Erhalt des Betriebs zu unterschreiben.

In dieser Woche brachte Verwaltungsrechtsanwalt Sven Krüger die Liste ins Rathaus: "Bei 12.000 Wahlberechtigten wären 650 Unterschriften nötig. Binnen kurzer Zeit kamen aber 1500 zusammen." Hält die Liste der Überprüfung stand, gibt es eine Abstimmung der Bürger.

Das Hickhack um die Reinigung währt bereits seit anderthalb Jahrzehnten. Entlang der ehemaligen Stadtmauer legte Eilenburg mit Fördermitteln einen Grüngürtel an, der an der Wäscherei endet.

Cornelia Wagner vor dem Gebäude, um das sich alles dreht. Der Behördenstreit hat der Selbstständigen arg zugesetzt.
Cornelia Wagner vor dem Gebäude, um das sich alles dreht. Der Behördenstreit hat der Selbstständigen arg zugesetzt.  © Alexander Prautzsch

Wird diese nicht abgerissen, muss die Stadt 85.000 Euro Fördermittel zurückzahlen. Da macht man lieber ein kerngesundes Unternehmen platt.

Titelfoto: Alexander Prautzsch

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