Teamgeist in schweren Zeiten: Leipziger Läufer absolvieren eigenen New York City-Marathon

Leipzig - Eigentlich hätte am Wochenende der 50. "New York City-Marathon" im Big Apple stattfinden sollen. Doch die Corona-Pandemie machte dem Mega-Event einen Strich durch die Rechnung. Das hielt 35 Läufer jedoch nicht davon ab, in Leipzig ihren ganz eigenen, virtuellen "NYC-Marathon" zu veranstalten.

Nic Ihlow erreichte als erster Läufer das Ziel. Das Rennen am Samstag war erst sein zweiter Marathon. Tolle Leistung!
Nic Ihlow erreichte als erster Läufer das Ziel. Das Rennen am Samstag war erst sein zweiter Marathon. Tolle Leistung!  © Olympiasport Leipzig GmbH

Jährlich finden sich Zehntausende Läufer in New York City ein, um ihr Durchhaltevermögen und ihre Fitness beim weltweit größten Marathon unter Beweis zu stellen. 

Und auch obwohl dies 2020 wegen des Coronavirus nicht möglich war, wollten sich die Veranstalter des Leipziger Marathons den Spaß nicht nehmen lassen. Und so organisierten sie am gestrigen Samstag ihre eigene Version des Laufs. 

Die Route, die mit 42,195 Kilometern genauso lang wie die New Yorker Strecke war, führte durch Leipzig und konnte auf einer Lauf-App genau eingesehen werden. 

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Insgesamt 35 Läufer starteten am Samstagvormittag, nach 2 Stunden und 46 Minuten fand sich der Sieger Nic Ihlow im Ziel ein, bis 15 Uhr hatten es dann auch die übrigen Teilnehmer bis über die Ziellinie geschafft.

Der Marathon stand ganz im Zeichen der Mitmenschlichkeit: Dank einiger großzügiger Laufpaten, die pro zurückgelegtem Kilometer Geld spendeten, konnten bis zum Ende des Events 7500 Euro gesammelt werden. Die Summe soll in der Form von Sachspenden unter anderem an das Kinderherzzentrum Leipzig und das Haus Leben e. V. übergeben werden.

Alle 35 Läufer schafften es am gestrigen Samstag ins Ziel.
Alle 35 Läufer schafften es am gestrigen Samstag ins Ziel.  © Olympiasport Leipzig GmbH

Organisiert wurde das Charity-Projekt von der Olympiasport Leipzig (OSL) GmbH. Die geschäftsführende Prokuristin Katharina Baum freut sich über das Ergebnis: "Ganz im Sinne des sportlichen Teamgeists haben wir in schwierigen Zeiten eine wichtige Botschaft gesendet: Sport verbindet und wenngleich gerade sehr viel gezweifelt wird, wollen wir an die denken, die wesentlich größere Herausforderungen annehmen müssen".

Titelfoto: Olympiasport Leipzig GmbH

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