Coronavirus in Leipzig: Unterschiedliche Verordnungen führen zu Unverständnis

Leipzig - Das Coronavirus macht auch vor Leipzig nicht Halt. Mit Stand 22. April 2020 waren in der Messestadt mehr als 500 Menschen mit dem Virus infiziert.

Das Coronavirus wütet auch in Leipzig.
Das Coronavirus wütet auch in Leipzig.  © Christian Grube

Die Auswirkungen der Coronavirus-Epidemie sowie die Versuche, diese einzudämmen, haben immer mehr Einfluss auf die Menschen sowie das gesellschaftliche Leben in Leipzig.

Zahlreiche Geschäfte und Unternehmen haben bereits seit Mitte März geschlossen. Ausdrücklich NICHT geschlossen sind Supermärkte, Getränkemärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Tankstellen, Banken und Sparkassen - aber auch Poststellen und Tierbedarfsmärkte oder der Großhandel.

Ab Montag (20. April) hat Sachsen als bis dato erstes Bundesland eine Maskenpflicht für den ÖPNV und Einzelhandel eingeführt. Zuwiderhandlungen haben ein Bußgeld zur Folge. Alle Infos dazu gibt's ausführlich >>>hier.

TAG24 berichtete in diesem Artikel über alle Entwicklungen rund um das Coronavirus in Leipzig. 

Über alle weiteren Entwicklungen werdet Ihr in unserem aktuellen Ticker informiert. Diesen findet Ihr >>> hier.

UPDATE, 23. April, 8.05 Uhr: Unterschiedliche Corona-Verordnungen führen zu Unverständnis

Nach Einschätzung von Politikwissenschaftler Hendrik Träger können die unterschiedlichen Corona-Verordnungen in den einzelnen Bundesländern zu Unsicherheit und Unverständnis führen. 

Er wünsche sich von den Ministerpräsidenten der Länder klare Einigungen, die dann auch umgesetzt werden, sagte der Wissenschaftler von der Universität Leipzig. Mit Blick auf die vergangene Videokonferenz der Regierungschefs mit der Bundesregierung sagte er: "In der Videokonferenz wird eine gemeinsame Linie vereinbart, aus der innerhalb weniger Tage ein Flickenteppich im deutschen Föderalismus entsteht."

Träger befürchtet, dass durch die unterschiedlichen Bestimmungen in den einzelnen Ländern für die Bevölkerung unklar ist, an welche Regeln sie sich zu halten haben. Es bestehe ein "Informationsdefizit", beobachtet der Experte für Föderalismus.

Politikwissenschaftler Träger plädiert für einen offenen Diskurs auch und gerade in der Krise. "Selbst jetzt sind Entscheidungen nicht alternativlos", sagte er in Bezug auf die Äußerung von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) über "Öffnungsdiskussionsorgien". 

Merkel hatte am Montag die Diskussionen über weitergehende Lockerungen der Beschränkungen im Kampf gegen das Coronavirus scharf kritisiert. "Es darf nicht der Eindruck eines paternalistischen Politikstils entstehen", forderte Träger. "Demokratie heißt auch Erklären und Begründen."

Dr. Hendrik Träger, Politikwissenschaftler der Universität Leipzig.
Dr. Hendrik Träger, Politikwissenschaftler der Universität Leipzig.  © Sebastian Willnow/ZB/dpa

UPDATE, 22. April, 21 Uhr: Neue Fallzahlen für Sachsen

Mit Stand vom Mittwochabend haben sich ingesamt 4421 Sachsen mit dem Coronavirus infiziert, darunter 529  Leipziger. 132 Personen sind durch die gefährliche Atemwegserkrankung bereits verstorben. 

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UPDATE, 22. April, 17.35 Uhr: Bundeswehr hilft erstmals in Sachsen in Pflegeheim

Erstmals ist in Sachsen die Bundeswehr im Zuge einer Amtshilfe in einem Pflegeheim im Kampf gegen das Coronavirus im Einsatz. In Radeberg im Landkreis Bautzen helfen sechs Soldaten der Panzergrenadierbrigade 37 aus Frankenberg bis zunächst 3. Mai aus, unter anderem beim Reinigen, Desinfizieren und Wäsche verteilen. 

Das sagte der Bürgermeister der Stadt Radeberg, Gerhard Lemm (SPD), am Mittwoch auf Anfrage. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung darüber berichtet. In dem Heim gibt es bislang 40 Corona-Fälle unter den Bewohnern. Davon sind acht Patienten verstorben. Da mittlerweile auch elf Mitarbeiter infiziert sind, ersuchte Lemm die Bundeswehr um Amtshilfe. "Diese wurde unbürokratisch innerhalb von 24 Stunden genehmigt", sagte Lemm.

Zwei der sechs Soldaten im Pflegeheim in Radeberg bei Reinigungsarbeiten.
Zwei der sechs Soldaten im Pflegeheim in Radeberg bei Reinigungsarbeiten.  © Tino Plunert

UPDATE, 22. April, 16.20 Uhr: Polizei 20 Mal mit Corona-Bezug unterwegs

In den letzten 24 Stunden war die Leipziger Polizei 20 Mal mit Corona-Bezug im Einsatz. 14 Einsätze wurde davon im Stadtgebiet registriert, vier im Landkreis Leipzig und zwei im Landkreis Nordsachsen. Dienstagabend meldete eine Anwohnerin in Leipzig-Grünau, dass wiederholt ein Personengrüppchen auf den Stufen ihres Hauseingangs sitzen und Alkohol trinken würde. Die Polizei traf die Gruppe vor Ort an und klärte sie über das Infektionsschutzgesetz auf. Nachdem die Identität aller Beteiligten festgestellt wurde, trennte sich die Gruppe. 

UPDATE, 22. April, 14.10 Uhr: Brauereien von Corona-Krise stark betroffen

Die deutschen Brauereien leiden unter der Corona-Krise. Zum Internationalen Tag des Bieres an diesem Donnerstag zeichnen sie eine düsteres Bild für das Jahr 2020. Der Fassbierverkauf ist im März nahezu vollständig eingebrochen. Zwar verzeichnen die großen Brauereien einen erhöhten Absatz an Flaschen- und Dosenbier, doch könne dies die Ausfälle durch die Schließung der Gastronomie und der Absage von Volksfesten und Großveranstaltungen wie der Fußball-EM und den damit verbundenen fehlenden Fassbierabsätzen nicht kompensieren.

"Es wird hier keinen Nachholeffekt geben", sagt Barbara Sarx-Lohse, Geschäftsführerin des Sächsischen Brauerbundes. Es sei daher wichtig, dass es schnelle unbürokratische Hilfe für die Gastronomie und die kleinen Gasthausbrauereien gibt. "Nur dann werden viele Gasthäuser nach der Krise wieder öffnen können", betont Sarx-Lohse. Genaue Zahlen, wie sich die Corona-Pandemie für die Brauereien seit März ausgewirkt hat, liegen derzeit noch nicht vor.

Die Corona-Krise wirkt sich auch auf deutsche Brauereien aus - und zwar nicht unbedingt positiv.
Die Corona-Krise wirkt sich auch auf deutsche Brauereien aus - und zwar nicht unbedingt positiv.  © Rainer Jensen/dpa

UPDATE, 22. April, 10.55 Uhr: Sächsischer Landtag gibt halbe Milliarde Euro für Corona-Hilfen frei

Der Haushalts- und Finanzausschuss des sächsischen Landtages hat am Dienstagabend mehr als eine halbe Milliarde Euro für Corona-Hilfen freigegeben. 

Das Geld fließt in die Wirtschaft, wo der Bedarf groß ist, aber auch in den Sozialbereich, wie Grüne-Fraktionschefin und -Finanzexpertin Franziska Schubert am Mittwoch mitteilte. Berücksichtigt werden Kleinstunternehmer, kleine und mittlere Betriebe in der Landwirtschaft und im Gartenbau, die hohe Einnahmeverluste haben.

Weitere Mittel stehen für Sport, Kultur und Bildung zur Verfügung sowie zur Unterstützung für Erwerbstätige mit Verdienstausfall aufgrund von Quarantänemaßnahmen und der Schließung von Kitas und Schulen. "Das ist ein weiterer Schritt, um soziale Härten abzufedern", so Schubert.

Der Finanzausschuss des sächsischen Landtages hat Gelder für die Corona-Hilfe freigegeben.
Der Finanzausschuss des sächsischen Landtages hat Gelder für die Corona-Hilfe freigegeben.  © Peter Gercke/dpa-Zentralbild/dpa

UPDATE, 21. April, 22 Uhr: Neue Fallzahlen für Leipzig

Die Anzahl der mit dem Coronavirus infizierten Leipziger ist am Dienstag auf 528 angestiegen. Sachsenweit sind es bereits 4357 Personen, die COVID19-positiv getestet wurden. 127 Sachsen sind bereits an dem gefährlichen Virus verstorben. 

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UPDATE, 21. April, 17.35 Uhr: 50-Jähriger weigert sich Mundschutz zu tragen und randaliert in Supermarkt

Zwischen Montag und Dienstag registrierte die Leipziger Polizei 17 Einsätze mit Corona-Bezug. Meist bezogen sich diese auf das Missachten der Abstandsregel in Verbindung mit Alkoholkonsum oder dem Sammeln mehrerer Personen in Wohnungen. 

Zu einem besonderen Zwischenfall kam es dann am Montagabend in Leipzig-Schönau. Ein 50-jähriger Mann betrat dort einen Einkaufsmarkt und trug dabei keinen Mundschutz. Ein Sicherheitsmitarbeiter bat den Herrn, einen Mundschutz aufzusetzen und verwehrte ihm den Zutritt. Der 50-Jährige lief trotzdem in den Mark. Als er von einer Mitarbeiterin angesprochen wurde, gab er der 32-Jährigen eine Ohrfeige. Auch einen zur Hilfe eilenden Kunde schlug der Mann ins Gesicht, woraufhin es zu einer Rangelei kam. 

Dazugerufene Polizisten gingen dazwischen und erstatteten Anzeige wegen Körperverletzung und dem Verstoß gegen die Corona-Schutzverordnung

UPDATE, 21. April, 16 Uhr: Zoos und botanische Gärten dürfen in Sachsen-Anhalt wieder öffnen

In Sachsen-Anhalt dürfen Zoos, Tierparks und Botanische Gärten ab sofort wieder öffnen. Das beschloss die schwarz-rot-grüne Landesregierung am Dienstag bei einer Videokonferenz, wie die Staatskanzlei im Anschluss mitteilte. Demnach dürften auch ähnliche Freizeiteinrichtungen wie Tierparks und Gärten wieder für Gäste öffnen. Besucher und Einrichtungen müssten jedoch weiterhin besondere Auflagen einhalten. So müssten Streichelgehege geschlossen bleiben, sagte Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) laut Mitteilung.

Hygienebestimmungen seien einzuhalten. Zudem beschloss die Regierung, dass die Sachsen-Anhalter von Donnerstag an beim Einkaufen sowie im öffentlichen Nahverkehr ihren Mund und ihre Nase mit einem Schal oder einer Maske verdecken müssen. In Sachsen-Anhalt gelten seit 16. März strenge Vorgaben und Schließungsanordnungen, um die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus zu verlangsamen. Seit Montag dürfen kleinere und mittelgroße Geschäfte sowie einige Dienstleister wieder öffnen.

Zumindest in Sachsen-Anhalt können Zootiere nun wieder bestaunt werden.
Zumindest in Sachsen-Anhalt können Zootiere nun wieder bestaunt werden.  © Steffen Füssel

UPDATE, 21. April, 15.30 Uhr: Zahl Corona-Infizierter in Sachsen steigt langsamer - jedoch mehr Verstöße!

In Sachsen haben sich bisher nachweislich 4342 Frauen und Männer mit dem Coronavirus infiziert. Das sind nach Angaben des Regierungssprechers vom Dienstag 19 Fälle mehr als am Vortag. Insgesamt 119 Menschen starben im Zusammenhang mit der Infektion (Vortag: 111).

Unterdessen ist die Zahl der Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz gestiegen. Bislang habe die Polizei täglich zwischen 100 und 200 Verstöße registriert, erklärte Innenminister Roland Wöller (CDU). Am Montag habe es mit mehr als 500 Fällen einen "Spitzenwert" gegeben. Unter anderem erklärte der Innenminister den Anstieg der Zahlen durch Versammlungen vor allem in den Großstädten Dresden, Leipzig und Chemnitz.

Unter anderem hatten sich in Chemnitz am Montagabend rund 250 bis 300 Menschen im Zusammenhang mit einer Kundgebung der rechtsextremen Vereinigung Pro Chemnitz versammelt. Damit hätten sie gegen die sächsische Corona-Schutz-Verordnung verstoßen, so Wöller. In Dresden kam es zu Protesten gegen eine Pegida-Kundgebung. Unter anderem sei der Mindestabstand nicht eingehalten und entsprechende Bußgelder verhängt worden. Versammlungen seien prinzipiell verboten, Ausnahmen gebe es nur im Einzelfall, so Wöller.

UPDATE, 21. April, 14.30 Uhr: "Klassik airleben" fällt ebenfalls aus

Wie zahlreiche andere Großveranstaltungen wird das "Klassik airleben" im Leipziger Rosental in diesem Jahr ebenfalls entfallen. Das teilten Gewandhausdirektor Andreas Schulz und Oberbürgermeister Burkhard Jung am Dienstag mit. Alle Beteiligten seien sehr traurig, so Schulz. Traditionell hätten die Open Air-Konzerte am letzten Juni-Wochenende stattgefunden. 

Das beliebte Open Air-Konzert im Rosental findet 2020 leider nicht statt.
Das beliebte Open Air-Konzert im Rosental findet 2020 leider nicht statt.  © dpa/Sebastian Willnow

UPDATE, 20. April, 19.30 Uhr: Neue Fallzahlen für Sachsen

Die Anzahl der Infizierten in Sachsen ist mittlerweile auf 4333 Fälle angestiegen. Nach dem Wochenende zählt die Messestadt 524 positiv mit dem Coronavirus getestete Bürger. Die Anzahl der Todesfälle in Sachsen ist auf 120 angestiegen. 

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UPDATE, 20. April, 16 Uhr: Polizei am Sonntag 14 Mal wegen Corona im Einsatz

Zwischen Sonntag und Montag war die Leipziger Polizei 14 Mal mit Corona-Bezug im Einsatz. Die Beamten lösten Treffen mehrerer Personen in Wohnungen, Innenhöfen, auf Spielplätzen und in Gartenanlagen auf. Meist genügte ein Hinweis der Polizisten - nur in wenigen Fällen wurde ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet. 

UPDATE, 20. April, 15 Uhr: Größter Teil der Fahrgäste in Leipzig hält sich an Maskenpflicht

Im Zuge der Maskenpflicht in Bussen und Bahnen setzen die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) zunächst auf Information. An 80 großen Haltestellen der Stadt seien Kräfte im Einsatz, um die Fahrgäste über die Bestimmungen aufzuklären, teilte ein Sprecher am Montag mit. Das Unternehmen setze auch darauf, dass sich die Fahrgäste untereinander auf die Maskenpflicht aufmerksam machen. Weitere Aktionen zur Information, so Aufkleber an den Bahnen, sollen in den kommenden Tagen folgen.

Das Unternehmen wolle die kommenden Tage abwarten und dann entscheiden, ob weitere Maßnahmen ergriffen werden müssen. Mit dem Beginn der Maskenpflicht am Montag sei die Akzeptanz bei der Bevölkerung recht hoch gewesen, der größte Teil der Fahrgäste halte sich daran. Viele Fahrgäste hätten sich über das Wochenende eine Maske erworben oder selbst genäht.

Seit Montag gilt in Sachsen die Maskenpflicht in öffentlichen Nahverkehrsmitteln und im Einzelhandel.

Die meisten Fahrgäste haben bereits eigene Masken genäht oder gekauft.
Die meisten Fahrgäste haben bereits eigene Masken genäht oder gekauft.  © Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa

UPDATE, 20. April, 13.55 Uhr: Chemie Leipzig reagierte auf Verlängerung der Kontaktbeschränkung

Die BSG Chemie Leipzig hat auf die Verlängerung der Kontaktbeschränkung und die damit einhergehende Spielpause reagiert. Im Alfred-Kunze-Sportpark werde weiterhin nicht trainiert, hieß es in einer Mitteilung auf Facebook. 

Stattdessen sollen die Jugendabteilungen "Hausaufgaben" erhalten, damit die Spieler nicht komplett das Fußballspielen verlernen. Des Weiteren sind vor allem in den Großfeldmannschaften Online-Trainings geplant

Weitere Infos dazu gibt es >>> hier.

UPDATE, 20. April, 13.45 Uhr: 31-Jähriger Corona-Patient aus Italien in Leipzig gestorben

Wie das Herzzentrum und Helios Park-Klinikum Leipzig in einer Pressemeldung berichtet, ist ein 31-jähriger Patient der mit dem Coronavirus infiziert war am Samstag gestorben.

Sein Zustand habe sich demnach über Ostern so drastisch verschlechtert, dass die Ärzte ihm nicht mehr helfen konnten.

Das Herzzentrum und das Helios Park-Klinikum Leipzig haben eine interdisziplinäre Intensivstation eingerichtet, um besonders schwere Fälle, die mit dem Coronavirus infiziert wurden, behandeln zu können. "Hier kann eine intensive Behandlung, Betreuung und Begleitung der Patienten mit medizinischem und pflegerischen Fachpersonal durchgeführt werden", heißt es von den ärztlichen Direktoren in der Pressemeldung.

Ausschlaggebend sei, dass die Mitarbeiter am Standort Leipzig "über eine breite Intensiv- und Beatmungserfahrung" verfügen. Somit sei gewährleistet, dass Verfahren zur temporären mechanischen Unterstützung von Herz und Lunge, sogenannte ECMO-Systeme, durchgeführt werden können.

Weitere Infos dazu >>> hier.

UPDATE, 20. April, 7 Uhr: Das ändert sich ab heutigem Montag in Sachsen

In Sachsen stehen in der Corona-Krise mit dem Start in die neue Woche Lockerungen an: Die Menschen können wieder in kleineren Geschäften einkaufen, auch Garten- und Baumärkte können öffnen. Zugleich gilt jedoch ab Montag eine Maskenpflicht beim Einkauf sowie in Bussen und Bahnen. Sachsen ist das erste Bundesland mit einer derartigen Regelung. Zur Abdeckung von Mund und Nase reicht dabei laut Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) zur Not auch ein Schal oder ein Tuch.

Zudem werden Gymnasien, Oberschulen und Berufliche Schulzentren wieder geöffnet, aber ausschließlich für die jeweiligen Abschlussklassen. Regulärer Unterricht findet nicht statt, nur in prüfungsrelevanten Fächern.

Auch Polizisten sind laut Behörden angehalten, im Zuge der Lockerungen der Corona-Regeln Schutzmasken zu tragen.

Weitere Infos dazu findet Ihr >>> hier.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat es bereits vorgemacht: Ab Montag gilt im Freistaat eine Maskenpflicht im ÖPNV und im Einzelhandel.
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat es bereits vorgemacht: Ab Montag gilt im Freistaat eine Maskenpflicht im ÖPNV und im Einzelhandel.  © Peter Endig/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 19. April, 20.41 Uhr: Die aktuellen Zahlen für Sachsen

Die Garfik zeigt die bestätigten Fälle für Sachsen pro Tag.
Die Garfik zeigt die bestätigten Fälle für Sachsen pro Tag.  © TAG24
Infektionen, Heilungen und Todesfälle in grafischer Darstellung.
Infektionen, Heilungen und Todesfälle in grafischer Darstellung.  © TAG24

UPDATE, 19. April, 14.20 Uhr: Freie Wähler: Erfahrungen aus Homeoffice in Corona-Zeit nutzen

Die Freien Wähler (FW) Sachsen regen an, aus den Homeoffice-Erfahrungen der Corona-Zeit zu lernen und diese für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf stärker zu nutzen. 

Aus ihrer Sicht habe sich dieses Arbeitsmodell in weiten Teilen in den zurückliegenden Wochen bewährt, wie die FW am Sonntag in Dresden mitteilten. Die frühere Sorge von Arbeitgebern, zu Hause würde weniger als in der Firma erledigt, habe sich wohl in den meisten Fällen nicht bewahrheitet.

Bei Jobs, die wenig Kundenkontakt, sondern eher Fallbearbeitung oder Schreibarbeiten beinhalten, könnte die Arbeit in großen Teilen zu Hause erledigt werden, hieß es. Damit ließen sich Job und Familie besser verbinden.

UPDATE, 19. April, 10.15 Uhr: Auch Sachsens Polizisten tragen ab morgen Mundschutz

"Wo immer es geht" und "grundsätzlich bei Bürgerkontakten" werde die sächsische Polizei ab dem morgigen Montag eine Mund-Nase-Bedeckung tragen. Das kündigte das Landespolizeipräsidium am Sonntagvormittag an.

Doch auch im Innendienst ist das Tragen dringend empfohlen, heißt es weiter. 

"Mit den Lockerungen der Infektionsschutzmaßnahmen geht die Verpflichtung einher, vorsichtig miteinander umzugehen, um die weitere Übertragung des Virus möglichst zu verhindern. Das gilt nicht nur für alle Bürgerinnen und Bürger des Freistaates, sondern auch für die Bediensteten der sächsischen Polizei", sagte Landespolizeipräsident Horst Kretzschmar. "Auch wenn sich das Bild in der Öffentlichkeit damit künftig verändern wird, wollen wir als Polizei mit gutem Beispiel voran gehen und unseren Beitrag zum Infektionsschutz leisten." 

Etwa 26.000 sogenannter Community-Masken wurden beschafft und an die Dienststellen ausgeliefert. Operativ tätige Beamte im Polizeivollzugsdienst sollen mindestens zwei Masken erhalten, für alle anderen Bediensteten wird jeweils eine Maske Verfügung gestellt.

Auch Sachsens Polizisten sollen wo immer es möglich ist Schutzmasken tragen.
Auch Sachsens Polizisten sollen wo immer es möglich ist Schutzmasken tragen.  © Polizei Sachsen/Philipp Thomas

UPDATE, 19. April, 9.25 Uhr: Schrebergärten in der Corona-Krise immer beliebter

Die Nachfrage nach Kleingärten als Alternative zum Daueraufenthalt in Wohnungen während der Corona-Krise steigt. 

"Im Durchschnitt gab es in den letzten zwei Wochen in den Vereinen vier bis sechs Anfragen", sagte der Präsident des Landesverbandes der Gartenfreunde Sachsen-Anhalt, Olaf Weber. "Das ist viel. Normalerweise sind es im Durchschnitt sechs bis sieben Neuanmeldungen im Jahr." 

Speziell in Halle müssten in diesem Jahr bei anhaltender Nachfrage die Vereine etwa 90 Prozent der Bewerber zurückweisen. In Sachsen-Anhalt gibt es knapp 104.500 Kleingartenparzellen zwischen 350 und 400 Quadratmetern. Derzeit sind mehr als 17.000 Kleingärten noch unverpachtet

(Symbolbild)
(Symbolbild)  © 123RF/stylephotographs

UPDATE, 19. April, 8.30 Uhr: Tourismus in der Corona-Krise: Sachsen sichert Unterstützung zu

Sachsen hat der Tourismusbranche in der Corona-Krise Unterstützung in Aussicht gestellt. 

"Den Vorschlag, die Mehrwertsteuer für Gaststätten abzusenken, unterstütze ich sehr", sagte dazu Kultur- und Tourismusministerin Barbara Klepsch (CDU) der Deutschen Presse-Agentur in Dresden mit Blick auf eine zentrale Forderung des Hotel- und Gaststättenverbands DEHOGA. "Nicht nur, weil sie den Unternehmen hilft, sondern auch weil damit das Berechnungsverfahren vereinheitlicht wird."

Die Unternehmen seien von den Auswirkungen schwer betroffen, sagte Klepsch. Je nach Betriebssegment gebe es kaum oder gar keine Umsätze. Teilweise müssen Betriebe zudem Rückforderungen etwa von Reiseveranstaltern oder Fluggesellschaften bedienen.

Ein Lokal am Leipziger Markt, hier noch einige Monate vor Ausbruch des Coronavirus.
Ein Lokal am Leipziger Markt, hier noch einige Monate vor Ausbruch des Coronavirus.  © Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa

UPDATE, 18. April, 22.20 Uhr: Die aktuellen Zahlen für Sachsen

In Sachsen haben sich bis zum Samstagabend 4256 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Die Zahl der mit dem COVID-19-Virus Verstorbenen hat sich nicht erhöht, sie liegt bei 110. Zugleich sind mindestens 2700 der positiv getesteten Menschen wieder gesund. 

Die Grafik zeigt die Zahl der Infektionen, Heilungen und Todesfälle für Sachsen.
Die Grafik zeigt die Zahl der Infektionen, Heilungen und Todesfälle für Sachsen.  © TAG24

UPDATE, 18. April, 20.28 Uhr: Grundrechte-Spaziergang in Leipzig

Auch in Leipzig gab es heute einen Grundrechte-Spaziergang der republikweiten Aktion "Nichtohneuns". Rund zwei Dutzend Menschen spazierten ab 15.30 Uhr von der Nikolaikirche über Markt, Petersstraße, am Neuen Rathaus vorbei vor das Bundesverwaltungsgericht. Dabei verteilten sie zahlreiche Exemplare des Grundgesetzes an Passanten. Alles verlief friedlich und im vorgeschriebenen Hygiene-Abstand von zwei Metern zwischen den einzelnen Personen.

UPDATE, 18. April, 16.25 Uhr: Kaum Verstöße gegen Auflagen: "Hab sich alle ordentlich benommen"

Trotz frühlingshaften Wetters mit viel Sonnenschein und angekündigter Lockerungen haben sich die Menschen in Sachsen am Samstag weitgehend an die Beschränkungen zur Corona-Pandemie gehalten. 

"Es sind uns keine gröberen Verstöße bekannt", sagte ein Sprecher des Innenministeriums in Dresden. Die Menschen verhielten sich nach wie vor sehr verantwortungsvoll. "Es gab vereinzelte Vorfälle, doch die seien nicht nennenswert", sagte ein Sprecher der Polizeidirektion Chemnitz. "Die haben sich alle ordentlich benommen", so ein Sprecher der Polizeidirektion Görlitz.

Sachsens Innenminister Roland Wöller (CDU) hatte die Sachsen weiterhin zu Disziplin und Einhaltung der Corona-Regeln aufgerufen. "Die beschlossenen Lockerungen gelten erst ab Montag und nicht schon an diesem ‎Wochenende", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Es gehe um den Schutz von Gesundheit ‎und Leben.

Zugleich bedankte sich Wöller bei den Sachsen für die bisher disziplinierte Einhaltung der Regeln. Diese hätten eine Lockerung möglich gemacht. 

Am Freitag hatte das Kabinett erste Schritte in diese Richtung beschlossen. So beginnt am Montag für Abschlussklassen die Schule. Auch kleinere Geschäfte sowie Bau- und Gartenmärkte dürfen wieder öffnen und Gottesdienste sind in begrenztem Rahmen erlaubt.

Trotz des frühlingshaften Wetters gab es zuletzt kaum Verstöße gegen die Allgemeinverfügung.
Trotz des frühlingshaften Wetters gab es zuletzt kaum Verstöße gegen die Allgemeinverfügung.  © Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa

UPDATE, 18. April, 14.35 Uhr: Die neuesten Zahlen aus Sachsen

Im Vergleich zu Freitag haben sich die Infektionszahlen in Leipzig um vier auf jetzt 513 erhöht. Damit liegt die Messestadt hinter Dresden (516) und dem nach wie vor besonders betroffenen Landkreis Zwickau (694). 

110 Todesfälle in Verbindung mit einer Infektion sind zu verbuchen, was ein Zuwachs von drei zu Freitag ist. 2600 der 4244 Menschen gelten mittlerweile als geheilt

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UPDATE, 18. April, 13.35 Uhr: FDP-Politiker beklagt zu große Bürokratie bei Zulassung von Schutzmasken

Der FDP-Politiker Torsten Herbst (46) hat eine zu große Bürokratie bei der Zulassung von Mund-Nasen-Schutzmasken in Sachsen beklagt. 

"Der Bedarf an Schutzmasken ist derzeit groß wie noch nie. Alle Bereiche klagen über Mangel. Besonders Kliniken, Arztpraxen, stationäre Pflegeeinrichtungen und Pflegedienste sind weiterhin betroffen", teilte der Bundestagsabgeordnete am Samstag in Dresden mit. 

Daher begrüße er ausdrücklich die Flexibilität sächsischer Unternehmen, jetzt erstmals Schutzmasken herzustellen. Die Zertifizierung nach CE-Norm oder DIN EN14683:2019-6 stellten jedoch insbesondere kleinere Betriebe ohne Erfahrung in der Medizinprodukteherstellung vor große Herausforderungen.

Bisher stünden die Unternehmen beim notwendigen Zertifizierungsprozess oft im Regen. Für kleinere Unternehmen sei das bisherige Verfahren zur Zulassung nur schwer zu durchschauen. Rückfragen an die Behörden würden oft nicht zeitnah beantwortet, kritisierte Herbst. Wenn Unternehmen und Bürger Flexibilität an den Tag legen müssen, sollten auch Behörden dazu in der Lage sein".

Ab kommenden Montag gilt in Sachsen eine Mundschutzpflicht im öffentlichen Nahverkehr und im Einzelhandel.

FDP-Politiker Torsten Herbst (46).
FDP-Politiker Torsten Herbst (46).  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

UPDATE, 18. April, 12.30 Uhr: Innenminister mahnt am Wochenende zur Einhaltung der Corona-Regeln

Sachsens Innenminister Roland Wöller (49, CDU) hat die Sachsen weiterhin zu Disziplin und Einhaltung der Corona-Regeln aufgerufen. 

"Die beschlossenen Lockerungen gelten erst ab Montag und nicht schon an diesem ‎Wochenende", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Daher werde die Polizei am Samstag und Sonntag im Einsatz sein, um die Einhaltung der noch gültigen Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen zu kontrollieren. "Das machen sie ‎aber nicht, um die Bevölkerung zu schikanieren, sondern um die Rechtsverordnung durchzusetzen und ‎dieser entsprechend Menschenansammlungen aufzulösen", betonte der Innenminister. Es gehe um den Schutz von Gesundheit ‎und Leben.

Zugleich bedankte sich Wöller bei den Sachsen für die bisher disziplinierte Einhaltung der Regeln. Diese hätten eine Lockerung möglich gemacht. Am Freitag hatte das Kabinett erste Schritte in diese Richtung beschlossen. So beginnt am Montag für Abschlussklassen die Schule. Auch kleinere Geschäfte sowie Bau- und Gartenmärkte dürfen wieder öffnen und Gottesdienste sind in begrenztem Rahmen erlaubt.

Wöller appellierte an die Sachsen, weiterhin verantwortungsvoll zu handeln, wenn im Mai über weitere Lockerungen entschieden werden soll. "Das Virus ist immer noch da und verbreitet sich", so der Minister. Die ‎Pandemie könne insbesondere für ältere oder Menschen mit Vorerkrankung tödlich sein.

Sachsens Innenminister Roland Wöller (49, CDU).
Sachsens Innenminister Roland Wöller (49, CDU).  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

UPDATE, 18. April, 10.20 Uhr: Gemkow: Sachsens Forschung kann von Corona-Krise profitieren

Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow (41, CDU) sieht in der Corona-Krise auch eine Chance für Sachsens Forschung

"Kurzfristig ist das System natürlich ausgebremst, aber nicht gefährdet", sagte er der Deutschen Presse-Agentur in Dresden. Die Stärke des Wissenschaftsstandortes hänge zwar auch ein Stück weit davon ab, wie gravierend die Folgen für die Wirtschaft seien. "Andererseits ergeben sich auch neue Forschungsansätze." 

Die Pandemie habe gesellschaftliche Fragestellungen und Herausforderungen zu Tage gefördert, auf die neue Antworten gefunden werden müssten. "Dies bietet eine enorme Chance auch für den Wissenschaftsstandort Sachsen, aus der Krise gestärkt hervorzugehen", sagte Gemkow.

Sebastian Gemkow (41, CDU) verlor in der Stichwahl zur Leipziger OB-Wahl im März knapp gegen Amtsinhaber Burkhard Jung (62, SPD).
Sebastian Gemkow (41, CDU) verlor in der Stichwahl zur Leipziger OB-Wahl im März knapp gegen Amtsinhaber Burkhard Jung (62, SPD).  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/ZB

UPDATE, 18. April, 8.05 Uhr: Maskenpflicht in Sachsen, ohne Maske droht Bußgeld

Sachsen prescht vor: Als erstes Bundesland führt der Freistaat ab Montag eine Maskenpflicht im ÖPNV und in Geschäften ein. Ein Verstoß gilt als Ordnungswidrigkeit und kann demzufolge mit Bußgeld belegt werden.

Ausführliche Informationen zum Thema gibt's >>>hier

Ab Montag herrscht in Sachsen im ÖPNV und in Geschäften Mundschutzpflicht.
Ab Montag herrscht in Sachsen im ÖPNV und in Geschäften Mundschutzpflicht.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

UPDATE, 17. April, 20.05 Uhr: Aktuelle Fallzahlen aus Sachsen

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UPDATE, 17. April, 17.35 Uhr: Leipzigs städtische Bibliotheken bleiben weiterhin geschlossen

Die Stadtbibliothek, alle Stadtteilbibliotheken und die Fahrbibliothek bleiben noch bis 3. Mai geschlossen. Das teilte Leipzigs Stadtverwaltung am Freitag mit. Eine mögliche Öffnung sei frühestens ab 4. Mai geplant.

Versäumnisgebühren sollen durch die Schließungen nicht entstehen. 

UPDATE, 17. April, 14.25 Uhr: Sachsen führt Maskenpflicht in ÖPNV und Geschäften ein

Sachsen führt in ÖPNV und Einkaufsstätten eine Maskenpflicht ein. Möglich sei auch die Nutzung eines Schals oder Tuchs. Das kündigte Gesundheitsministerin Petra Köpping (61, SPD) am Freitag an. Auch dadurch seien die Lockerungen ab Montag möglich.

Die Regelung gelte von Montag an, sagte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (44, CDU) am Freitag nach einer Sitzung des Kabinetts in Dresden.

Sachsen ist das erste Bundesland deutschlandweit, dass die Maskenpflicht einführt! Die Staatsregierung geht aber davon aus, dass weitere Bundesländer folgen werden. 

Weitere Infos dazu gibt es >>> hier.

Ministerpräsident Michael Kretschmer macht es schon mal vor: Ab Montag gilt eine Mundschutzspflicht im sächsischen ÖPNV sowie im Einzelhandel.
Ministerpräsident Michael Kretschmer macht es schon mal vor: Ab Montag gilt eine Mundschutzspflicht im sächsischen ÖPNV sowie im Einzelhandel.  © DPA/Robert Michael

UPDATE, 17. April, 11.53 Uhr: Dulig zu Corona-Betrugsverdacht: "Wenig oder kein Schaden"

Nach dem Auftauchen betrügerischer Webseiten zur Beantragung von Corona-Soforthilfen für Unternehmen in Sachsen laufen die Untersuchungen.

"Bisher können wir davon ausgehen, dass wenig oder kein Schaden entstanden ist", sagte Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) am Freitag. Derzeit werde auch geprüft, ob es nicht nur bei den Soforthilfe-Zuschüssen des Bundes, sondern auch bei dem landeseigenen Darlehensprogramm Betrugsversuche gab. Weil dort die Antragsteller aber unterschreiben müssten, sei davon auszugehen, dass bisher kein Schaden entstanden sei, so Dulig.

Nach Angaben des Wirtschaftsministers haben Unbekannte in Sachsen eine "Fake-Seite" etabliert, um damit Daten von Unternehmen abzugreifen und mit diesen Daten dann selbst einen Antrag bei der Sächsischen Aufbaubank (SAB) zu stellen. Diese habe aber sofort reagiert und die Auszahlungen für das Zuschussprogramm gestoppt.

Am Donnerstagabend war bekannt geworden, dass es nach Nordrhein-Westfalen auch in Sachsen Betrugsversuche gab.

Martin Dulig.
Martin Dulig.  © Petra Hornig

UPDATE 17. April, 11.22 Uhr: MP Kretschmer erwartet, dass sich alle Sachsen mit Masken ausstatten

Die Menschen in Sachsen sollen sich nach Vorstellung des Regierungschefs mit einfachen Schutzmasken ausrüsten.

"Wir brauchen Mundschutz, wir brauchen Nasenschutz. Da reicht im Zweifel auch ein Tuch, da reicht im Zweifel auch ein Schal", sagte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) am Donnerstag in einem Livestream mit Bürgern. "Meine Erwartung ist, dass sich alle mit Masken eindecken. Für die Nutzung des ÖPNV wird es in Zukunft nötig sein, so eine Maske zu tragen."

Die sächsische Regierung will am Freitag ihre neue Corona-Schutz-Verordnung beschließen. Bund und Länder hatten sich am Mittwoch über eine Lockerung der bisherigen Vorgaben verständigt. Konkret umsetzen müssen das aber die Länder.

Weitere wichtige Aussagen des Ministerpräsidenten findet Ihr zusammengefasst >> hier

Sachsens MP Michael Kretschmer (44, CDU).
Sachsens MP Michael Kretschmer (44, CDU).  © Peter Endig/dpa-Zentralbild/dpa

UPDATE, 17. April, 8.50 Uhr: Schulstart am Mittwoch mit Masken und Desinfektion

Ab kommendem Montag öffnen Sachsens Schulen - aber nur zur Vorbereitung auf die Abschlussprüfungen an Gymnasien, Beruflichen Schulzentren, Ober- und Förderschulen.

Welche Schutzmaßnahmen ergriffen werden, erfahrt Ihr >>>hier
Kultusminister Christian Piwarz (44, CDU) hat die Schulen informiert, wie sie sich auf die Wiedereröffnung vorbereiten sollen.
Kultusminister Christian Piwarz (44, CDU) hat die Schulen informiert, wie sie sich auf die Wiedereröffnung vorbereiten sollen.  © Petra Hornig

UPDATE, 17. April, 7.40 Uhr: Erste Erntehelfer in Sachsen gelandet

Die ersten Erntehelfer aus Rumänien sind am Donnerstagabend auf dem Flughafen Leipzig/Halle gelandet. 

Wo sie arbeiten werden und alle weiteren Infos findet Ihr >>>hier

Am Donnerstagabend sind die ersten Erntehelfer in Leipzig angekommen.
Am Donnerstagabend sind die ersten Erntehelfer in Leipzig angekommen.  © Silvio Bürger

UPDATE, 21.45 Uhr: Aktuelle Fallzahlen aus Sachsen

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UPDATE, 16. April, 19.45 Uhr: MP Kretschmer will, dass sich Bürger mit Schutzmasken ausstatten

Die Menschen in Sachsen sollen sich nach Vorstellung des Regierungschefs mit einfachen Schutzmasken ausrüsten. 

"Wir brauchen Mundschutz, wir brauchen Nasenschutz. Da reicht im Zweifel auch ein Tuch, da reicht im Zweifel auch ein Schal", sagte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) am Donnerstag in einem Livestream mit Bürgern. "Meine Erwartung ist, dass sich alle mit Masken eindecken. Für die Nutzung des ÖPNV wird es in Zukunft nötig sein, so eine Maske zu tragen."

Die sächsische Regierung will am Freitag ihre neue Corona-Schutz-Verordnung beschließen. Bund und Länder hatten sich am Mittwoch über eine Lockerung der bisherigen Vorgaben verständigt. Konkret umsetzen müssen das aber die Länder.

UPDATE, 16. April, 18.50 Uhr: Sächsische Aufbaubank warnt vor betrügerischen Websites

Wie die Sächsische Aufbaubank (SAB) mitteilt, seien betrügerische Webseiten zur Beantragung der Soforthilfe für Unternehmen aufgetaucht.

Die SAB habe daraufhin Maßnahmen ergriffen, um mögliche Fehlleitungen von öffentlichen Mitteln zu vermeiden. Bis zur Klärung des Sachverhaltes wurden die Soforthilfe-Zuschüsse des Bundes gestoppt. Die Darlehen des Freistaates Sachsen seien davon aber nicht betroffen. Anträge können für beide Hilfen weiterhin gestellt werden.

UPDATE, 16. April, 18.20 Uhr: Oper verschiebt Vorverkauf wegen Corona-Krise

Eigentlich sollte der Vorverkauf für die kommende Spielzeit der Oper Leipzig am Samstag starten - wegen Corona ist er verschoben worden. 

Ab 2. Juni sollen Tickets für die kommende Saison voraussichtlich online und an den Tageskassen verkauft werden, teilte Patricia Grünzweig, Sprecherin der Oper Leipzig, am Donnerstag mit. Der neue Termin gelte unter der Voraussetzung, dass die Spielzeit am 2. September beginnen könne. 

Seit 19. März ist die Oper für den Publikumsverkehr geschlossen.

UPDATE, 16. April, 17.30 Uhr: Zoo-Chef Junhold enttäuscht über andauernde Schließung

Der Direktor des Zoos Leipzig, Jörg Junhold, bedauert, dass die Zoos bei den ersten Corona-Lockerungen nicht berücksichtigt worden sind. "Wir sind natürlich alle etwas traurig und auch ein bisschen enttäuscht. Wir hätten unter Auflagen vielleicht auch öffnen können", sagte Junhold, der auch Präsident des Verbands der Zoologischen Gärten ist, am Donnerstag.

Der Zoo Leipzig werde jetzt gucken müssen, wo er Kosten einsparen könne. Die finanzielle Situation sei "sehr angespannt", sagte Junhold. Er hatte bereits vorgerechnet, dass die Schließung seit März ein Loch von rund vier Millionen Euro reiße. Die Einnahmen seien komplett weggebrochen, während die Kosten weiterliefen. Er hoffe weiter auf Unterstützung der Politik durch einen Rettungsschirm für die Zoos.

Die Tiere würden aber unverändert versorgt, betonte der Zoo-Direktor. Notschlachtungen, wie sie der Tierpark Neumünster als letztes Mittel in der Krise überlegt hat, werde es in Leipzig nicht geben.

In den nächsten zwei Wochen werde der Zoo "Frühjahrsputz" machen. "Werden uns vorbereiten, so dass wir hoffentlich Anfang Mai öffnen können", sagte Junhold. Er rechne damit, dass es auch dann Auflagen geben werde. "Wir werden im Gespräch bleiben mit dem Gesetzgeber, mit dem Freistaat Sachsen, und werden eine Lösung erarbeiten, dass man mit entsprechenden Verhaltensregeln einen ordentlichen Zoobesuch haben kann in Zukunft."

UPDATE, 16. April, 14.40 Uhr: Jung äußert sich zum Maskentragen

Die ersten Lockerungen in der Corona-Krise werden aus Sicht von Städtetagspräsident Burkhard Jung dazu führen müssen, dass Menschen verstärkt Masken tragen. Es sei von allen "eine verantwortungsvolle Entscheidung gefragt, wenn es in Zukunft um das Tragen von Mund-Nase-Schutzmasken im ÖPNV und in Geschäften geht", sagte der Leipziger SPD-Oberbürgermeister den Zeitungen der Funke Mediengruppe am Donnerstag. "Das wird unseren Alltag und auch das Bild in unseren Städten verändern. Aber wir werden uns daran für einige Zeit gewöhnen müssen."

Mit den Masken könne man andere Menschen besser vor Infektionen schützen, wenn das öffentliche Leben wieder etwas mehr erwacht. "Und wir wollen ja mehr Lebendigkeit in unseren Innenstädten", sagte Jung.

UPDATE, 16. April, 12.45 Uhr: Gewerkschaften fordern Schutz und faire Löhne für Saisonarbeiter

Der Deutsche Gewerkschaftsbund Sachsen und die regionale IG Bau verlangen Schutzmaßnahmen gegen das Corona-Virus für Saisonarbeiter wie Erntehelfer. Zudem müssten sie vor Arbeits- und Sozialdumping geschützt werden, erklärten Sachsens DGB-Chef Markus Schlimbach und IG Bau-Regionalleiterin Ulrike Steinert-Dietrich am Donnerstag in Dresden. 

Am frühen Abend wurde am Flughafen Leipzig-Halle eine Maschine mit Saisonarbeitern aus Rumänien erwartet.

"Unterbringung in Mehrbettzimmern, dubiose Abzüge vom Lohn, miserable sanitäre Einrichtungen – das sind seit vielen Jahren Probleme in der Landwirtschaft", hieß es in der gemeinsamen Stellungnahme der Gewerkschafter. Der Gesundheitsschutz müsse von den Arbeitgebern gesichert sein, die Unterbringung müsse in Einzelzimmern erfolgen und es dürfe keine Abzüge vom Lohn geben.

Die Saisonkräfte aus dem Ausland nähmen ein hohes Risiko in Kauf, hieß es. Sie würden ihre Familien verlassen, um in Sachsen für ihren Lebensunterhalt zu arbeiten. "Sie sind auf den Lohn angewiesen, da sie in den Heimatländern keine Verdienstmöglichkeiten sehen."

Erntehelfer sind auf den Lohn angewiesen, "da sie in den Heimatländern keine Verdienstmöglichkeiten sehen".
Erntehelfer sind auf den Lohn angewiesen, "da sie in den Heimatländern keine Verdienstmöglichkeiten sehen".  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

UPDATE, 16. April, 10.05 Uhr: Porsche lässt Produktion weitere Woche ruhen

Der Sportwagenbauer Porsche wird seine Werke in der kommenden Woche noch nicht wieder anlaufen lassen. 

Die Produktion im Stammwerk in Stuttgart-Zuffenhausen und in Leipzig bleibe eine weitere Woche ausgesetzt, sagte ein Sprecher der VW-Tochter am Donnerstag. Es gebe weiterhin Engpässe bei den globalen Lieferketten, die einen geordneten Wiederanlauf nicht zuließen.

Andere Hersteller hatten zuvor angekündigt, die wegen der Coronavirus-Pandemie heruntergefahrene Produktion in Deutschland langsam wieder anlaufen zu lassen. Daimler, Volkswagen und Audi etwa wollen am Montag zumindest in ersten Werken schrittweise loslegen

Porsche hatte die Produktion vor knapp vier Wochen heruntergefahren. Über die notwendigen Schritte werde wöchentlich neu entschieden, hieß es.

Anders als andere Autobauer lässt Porsche seine Produktion in Leipzig und Stuttgart weiter ruhen.
Anders als andere Autobauer lässt Porsche seine Produktion in Leipzig und Stuttgart weiter ruhen.  © Porsche AG/Marco Prosch

UPDATE, 16. April, 9.43 Uhr: Scheibenholz-Aufgalopp-Absage eine "Katastrophe"

Nach der Absage des Aufgalopps am 1. Mai auf der Rennbahn im Leipziger Scheibenholz wegen der Corona-Pandemie rechnet Cheftrainer Marco Angermann mit einer problematischen Saison - auch weil Geisterrennen ohne Zuschauer geplant sind.

Den ganzen Bericht findet Ihr >>>hier

Erstmals nach über 40 Jahren musste das traditionelle Aufgalopp am Scheibenholz abgesagt werden.
Erstmals nach über 40 Jahren musste das traditionelle Aufgalopp am Scheibenholz abgesagt werden.  © Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa

UPDATE, 16. April, 8.35 Uhr: Wie geht es den Patienten aus Italien und Frankreich?

Insgesamt zwölf schwer kranke Corona-Patienten aus dem Ausland wurden in den vergangenen Wochen in den Freistaat geflogen, um sie hier zu behandeln. Noch immer kämpfen viele um ihr Leben.

Wie es ihnen geht, lest Ihr >>>hier

Ein Corona-Patient wird unter höchsten Schutzmaßnahmen am Leipziger Flughafen abtransportiert.
Ein Corona-Patient wird unter höchsten Schutzmaßnahmen am Leipziger Flughafen abtransportiert.  © Peter Endig/dpa-Zentralbild/dpa

UPDATE, 16. April, 6.55 Uhr: Immer mehr Anfragen bei der Verbraucherzentrale

In der Corona-Krise wenden sich viele Menschen an die Verbraucherzentrale Sachsen

Mehr als 4200 Anfragen erreichten die Verbraucherzentrale in den vergangenen Wochen seit der Schließung der Beratungsstellen am 23. März, sagte Vorstand Andreas Eichhorst auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Die 13 Beratungsstellen im Freistaat wurden coronabedingt geschlossen, über ein sachsenweites Termintelefon können sich Verbraucher aber weiterhin über ihre Rechte informieren.

Nach Angaben der Verbraucherzentrale suchen die meisten Rat zu Reisen - die etwa wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden können. Etwa 70 Prozent der Anfragen drehten sich um das Thema. Auch über den Umgang mit abgesagten Konzerten und Veranstaltungen informierten sich demnach viele Menschen in Sachsen.

UPDATE, 15. April, 22.10 Uhr: Das ändert sich ab dem 20. April in Sachsen

Ab Montag (20. April) gelten in Sachsen gelockerte Corona-Regeln. Wir haben sie zusammengefasst und erklären, welche Läden wieder geöffnet haben. Mehr dazu >> hier.

UPDATE, 15. April, 21.40 Uhr: Sachsen öffnet Schulen für alle Abschlussklassen

Sachsen wird wie geplant ab kommendem Montag seine Schulen für Schüler aller Abschlussklassen wieder öffnen. Das entschied das Kabinett am Mittwoch nach einer Abstimmung auf Bundesebene. "Wir wollen damit den Schülern, die kurz vor ihren Prüfungen stehen, die Chance geben, sich auf ihren Abschluss gezielt vorzubereiten", erklärte Kultusminister Christian Piwarz (CDU). 

Die Regelung gilt für Gymnasien, Berufliche Schulzentren, Oberschulen und Förderschulen gleichermaßen.

"Ein regulärer Unterricht findet nicht statt. Im Vordergrund stehen die Vorbereitungen auf die Abschlussprüfungen", hieß es. Zunächst dürfen auch nur die Lehrerinnen und Lehrer an die Schulen zurück, die zur Vorbereitung auf die Prüfungen gebraucht werden. Erst ab dem 22. April beginnt die eigentliche Prüfungsvorbereitung. Die Abiturprüfungen sollen wie geplant laufen. Konsultationen sind ab dem Montag möglich. Für den eingeschränkten Schulbetrieb gelten strenge Hygiene- und Abstandsregeln.

Abschlussklassen kehren in Sachsen ab kommendem Montag wieder in die Schule zurück.
Abschlussklassen kehren in Sachsen ab kommendem Montag wieder in die Schule zurück.  © Fabian Strauch/dpa

UPDATE, 15. April, 21.05 Uhr: Sachsen hebt strenge Ausgangsbeschränkungen auf

Sachsen hebt die strengen Ausgangsbeschränkungen ab kommenden Montag auf. 

Stattdessen sollen dann wie bundesweit üblich Kontaktbeschränkungen gelten. Das kündigte am Mittwoch Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) nach einer Kabinettssitzung an. 

Heißt: Es ist dann erlaubt, sich außer Haus mit einer Person, die nicht zum Hausstand gehört, zu treffen.

UPDATE, 15. April, 19.35 Uhr: Aktuelle Fallzahlen aus Sachsen

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UPDATE, 15. April, 17.46 Uhr: Neue Entscheidungen von Bund und Ländern im Kampf gegen Corona

Im Kampf gegen das Coronavirus werden die seit Wochen geltenden Kontaktbeschränkungen für die Menschen in Deutschland grundsätzlich bis mindestens 3. Mai verlängert. Darauf verständigten sich Bund und Länder bei ihren Beratungen am Mittwoch, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen erfuhr.

Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern sollen unter Auflagen ab Montag wieder öffnen dürfen. Dies gilt unabhängig von der Verkaufsfläche auch für Kfz-Händler, Fahrradhändler und Buchhandlungen.

Der Schulbetrieb soll am 4. Mai beginnend mit den Abschlussklassen, den Klassen, die im kommenden Jahr Prüfungen ablegen und den obersten Grundschulklassen wieder aufgenommen werden. Anstehende Prüfungen sind bereits vorher möglich.

UPDATE, 15. April, 16.05 Uhr: Aktuelle Fallzahlen aus Sachsen

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UPDATE, 15. April, 15.50 Uhr: Chorfest wird ins Internet verlegt

Profi- und Laiensänger in Deutschland, Österreich und der Schweiz formieren sich derzeit zu einem großen virtuellen Chor. "Wir sind wirklich begeistert von dieser großen Resonanz auf unseren Aufruf", teilte der Vorsitzende der Deutschen Chorjugend, Kai Habermehl, am Mittwoch mit. 

Die Deutsche Chorjugend hatte den nach eigenen Angaben "größten virtuellen Chor Deutschlands" gemeinsam mit dem Sächsischen Chorverband ins Leben gerufen, nachdem das Deutsche Chorfest am ersten Mai-Wochenende in Leipzig coronabedingt abgesagt wurde.

Unter dem Hashtag #zusammenSINGENwirSTÄRKER werben die Initiatoren des virtuellen Chors seit dem 4. April für das gemeinsame Singen auf Distanz. Mehr als 27.000 Mal sind entsprechende Video-Anleitungen zum Mitmachen laut Sächsischem Chorverband bereits aufgerufen worden. Sänger Oliver Gies von der Band Maybebop komponierte für das virtuelle Gesangsensemble einen Song, dessen Stimmen zu Hause mit Videos und Playbacks geübt werden können. Die Sänger sollen ihren Gesang dann selbst auf Video aufnehmen. 

Die Beiträge könnten bis zum 20. April eingereicht werden, so der Sächsische Chorverband. Ein Zusammenschnitt soll am ersten Mai-Wochenende veröffentlicht werden.

UPDATE, 15. April, 11.30 Uhr: Kretschmer plant schrittweise Schul-Wiederöffnungen

In Sachsen sollen die Schulen nach Angaben von Ministerpräsident Michael Kretschmer ab der kommenden Woche mit dem Wiedereinstieg in den Unterricht beginnen.

Zunächst sollten die Abschlussklassen wieder in die Schulen gehen, sagte der CDU-Politiker am Mittwoch dem MDR.

Anschließend werde nach zwei bis drei Wochen über weitere Klassenstufen entschieden.

Ausführliche Infos dazu findet Ihr >>>hier

Sachsens Schulen sollen ab kommender Woche schrittweise wieder öffnen.
Sachsens Schulen sollen ab kommender Woche schrittweise wieder öffnen.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

UPDATE, 15. April, 10.05 Uhr:

Sie gelten klischeehaft oft als Straßenrowdys, Protzer und Poser, junge Menschen mit getunten Autos in "Manta Manta"-Manier. Eine Grimmaer Tuner-Truppe will nun mit einer besonderen Idee mit Vorurteilen und Klischees aufräumen. Wie das geht? Mit Solidarität und Nächstenliebe!

Den ausführlichen Bericht gibt's >>>hier

Starke Aktion: Die Jungs der Grimmaer "ROAD04"-Schrauber-Gruppe beim Einkaufen für Hilfsbedürftige.
Starke Aktion: Die Jungs der Grimmaer "ROAD04"-Schrauber-Gruppe beim Einkaufen für Hilfsbedürftige.  © privat

UPDATE, 15. April, 8.30 Uhr: Ärzte und Schwestern werden nachts zum Dienst chauffiert

Für die Angestellten der Leipziger Krankenhäuser haben die Verkehrsbetriebe der Stadt (LVB) zu Wochenbeginn einen nächtlichen Chauffeurservice gestartet.

Wie der genau aussieht, erfahrt Ihr >>>hier

"Flexa für Helden" - mit Kleinbussen wie diesem wird Klinikpersonal in Leipzig jetzt nachts zur Arbeit gebracht.
"Flexa für Helden" - mit Kleinbussen wie diesem wird Klinikpersonal in Leipzig jetzt nachts zur Arbeit gebracht.  © Leipziger Gruppe

UPDATE, 15. April, 7.30 Uhr: Coronavirus in Nordsachsen auf dem Vormarsch

Bislang hat Nordsachsen mit 105 Corona-Infektionen sachsenweit mit Abstand die geringste Fallzahlen - auch pro 100. 000 Einwohner. Doch auch hier hat es jetzt eine größere Einrichtung erwischt.

Die aktuellsten Entwicklungen der Infizierten in Kliniken und Pflegeheimen erfahrt Ihr >>>hier.

Am Mediclin-Rehazentrum Bad Düben wurden insgesamt 15 Personen positiv auf das Corona-Virus getestet.
Am Mediclin-Rehazentrum Bad Düben wurden insgesamt 15 Personen positiv auf das Corona-Virus getestet.  © PR/Mediclin

UPDATE, 14. April, 20.15 Uhr: Aktuelle Fallzahlen aus Sachsen

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UPDATE, 14. April, 17.20 Uhr: Polizei meldet nur zehn Einsätze mit Corona-Bezug am Ostermontag

Die Leipziger Polizei verzeichnete am Ostermontag lediglich zehn Einsätze im Zusammenhang mit der Durchsetzung der Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung. Am Vortag sollen es 82 Einsätze gewesen sein. 

UPDATE, 14. April, 16.45 Uhr: Kliniken erlauben wieder Begleitpersonen bei Geburten

Die Kliniken in Leipzig lassen ab sofort wieder Begleitpersonen im Kreißsaal zu. Eine Neubewertung der Corona-Lage habe ergeben, dass das seit zwei Wochen geltende Verbot aufgehoben werden könne, teilte das Uniklinikum am Dienstag mit.

Auch die Krankenhäuser St. Georg und St. Elisabeth ließen nun wieder Begleiter zu. Sie müssten sämtliche Sicherheitsmaßnahmen, wie das Tragen eines Mundschutzes, strikt einhalten. 

Die Versorgungslage bei den Schutzmaterialien habe sich leicht entspannt. 

Das allgemeine Besuchsverbot an der Uniklinik gelte indes weiter.

Mehr Infos dazu >> hier.

An der Leipziger Uniklinik, sowie am Klinikum St. Georg sowie dem Krankenhaus St. Elisabeth, sind wieder Begleitpersonen bei Geburten erlaubt.
An der Leipziger Uniklinik, sowie am Klinikum St. Georg sowie dem Krankenhaus St. Elisabeth, sind wieder Begleitpersonen bei Geburten erlaubt.  © Stefan Straube/UKL

UPDATE, 14. April, 14.25 Uhr: Zustand von italienischem Patienten verschlechtert sich weiter

Der Zustand eines italienischen Covid-19-Patienten in Leipzig hat sich über Ostern weiter verschlechtert. Der Mann war im Herzzentrum Leipzig schon vor anderthalb Wochen an eine sogenannte künstliche Lunge angeschlossen worden, was für die Ärzte die letzte Behandlungsmöglichkeit ist. Wegen des sehr schlechten Verlaufs seit Freitag sei seine Lebenserwartung nun noch mal rapide gesunken, sagte Kliniksprecher Stefan Möslein am Dienstag. 

Es handele sich um einen relativ jungen Patienten unter 40 Jahren, der keinerlei Vorerkrankungen gehabt habe.

Am Herzzentrum wird noch ein zweiter, mehr als 70 Jahre alter Patient aus Italien behandelt. Sein Zustand sei "kritisch-stabil". Auch er werde immer noch auf der Intensivstation betreut. 

Insgesamt werden in Sachsen sieben Patienten aus Italien behandelt. Sie waren Ende März nach Deutschland geflogen worden. Ein 57 Jahre alter Mann aus Norditalien war in der Uniklinik Leipzig gestorben.

UPDATE, 14. April, 12.38 Uhr: AWO Sachsen wirbt für Patenschaftsprogramm für Ehrenamtler

Angesichts der Corona-Krise wirbt die Sächsische Arbeiterwohlfahrt (AWO) um Teilnehmer für ihr Patenschaftsprogramm für Ehrenamtler

"Bürgerschaftliches Engagement ist insbesondere bei der Corona-Herausforderung an unterschiedlichen Stellen gefragt und notwendig", erklärte die AWO-Landesvorsitzende Margit Weihnert am Dienstag in Dresden. Weihnert appellierte den Angaben zufolge an Hausbewohner, Nachbarn und Mitglieder in Vereinen, sich gerade jetzt den Hilfesuchenden im eigenen Umfeld zuzuwenden.

Im Rahmen des Patenschaftsprogramms "Menschen stärken Menschen" können ehrenamtliche Helfer laut AWO mit einer finanziellen Pauschale unterstützt werden. Damit sollen eigene Kosten - also Fahrtkosten und eigene Auslagen - ersetzt werden. Diese Patenschaftshilfe könne bei der AWO unkompliziert beantragt werden, hieß es.

(Archivbild)
(Archivbild)  © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

UPDATE, 14. April, 12.10 Uhr: Bundesverwaltungsgericht nimmt Sitzungsbetrieb wieder auf

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig nimmt nach gut vierwöchiger Unterbrechung am nächsten Montag (20. April) seinen Sitzungsbetrieb wieder auf. 

Das oberste deutsche Verwaltungsgericht war am 17. März in einen Notmodus gegangen, nachdem bei mehreren Mitarbeitern eine Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen worden war. Diese Mitarbeiter seien inzwischen alle wieder genesen, teilte Gerichtssprecherin Birgit Schünemann am Dienstag mit.

Für die Verhandlungen gelten verschiedene Maßnahmen zum Infektionsschutz. Unter anderem werde der nötige Abstand in den Gerichtssälen sichergestellt. Jede zweite Stuhlreihe für die Zuschauer sei herausgenommen worden und es werde nur jede dritte Stuhl besetzt. 

Prozessbeteiligte und Zuhörer werden beim Betreten des Gerichts gebeten, ihre Kontaktdaten zu hinterlassen. So könnten sie gewarnt werden, falls eine Infektion bekannt werde. Die Abgabe der Daten sei freiwillig.

Nächsten Montag nimmt das Bundesverwaltungsgericht seinen Sitzungsbetrieb wieder auf.
Nächsten Montag nimmt das Bundesverwaltungsgericht seinen Sitzungsbetrieb wieder auf.  © Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa

UPDATE, 14. April, 11.45 Uhr: Rennbahn Scheibenholz verkauft Tickets für "Aufgalopp der Herzen"

Weil seit über 40 Jahren in diesem Jahr aufgrund der Corona-Krise im Leipziger Scheibenholz der traditionelle Aufgalopp auf der Pferderennbahn nicht stattfinden kann, haben sich die Veranstalter Gedanken über andere Einnahmequellen gemacht. 

Angesichts ausbleibender Einnahmen von rund 20.000 Besuchern, wurde mitgeteilt: "Der Ausfall des beliebtesten Leipziger Renntages stellt das Scheibenholz vor enorme wirtschaftliche Herausforderungen. Die Veranstalter initiieren deshalb einen virtuellen Aufgalopp der Herzen, um den Leipziger Galoppsport und die Rennbahn zu retten."

Ab sofort können belieb viele symbolische Tickets in den Kategorien Sattelplatz (2,50 Euro) und Historische Sitztribüne (5 Euro) erworben werden. Der entsprechende Betrag soll am 1. Mai (dem sonst beliebtesten Renntag) an folgendes Konto überwiesen werden:

  • Leipziger Reit- und Rennverein Scheibenholz e.V. 
  • IBAN: DE26 8609 5604 0307 8722 85
  • BIC: GENODEF1LVB
  • Leipziger Volksbank
  • Verwendungszweck: Aufgalopp der Herzen am 1.5.2020

Ab einem Bestellwert von 50 Euro gibt es eine Flasche exklusiven "Aufgalopp der Herzen"-Sekt dazu. 

Alle Einnahmen kommen dem Leipziger Reit- und Rennverein Scheibenholz e.V. zugute und fließen in den Erhalt und die Pflege der 30 Hektar großen Anlage sowie in die Aufrechterhaltung des Trainingsbetriebes", heißt es in der Mitteilung.

Zudem kündigte das Scheibenholz an, dass am 1. Mai alle Fans auf der Facebook-Seite auf eine "emotionsreiche virtuelle Reise durch die letzten Jahre Aufgalopp" mitgenommen werden.

Erstmals seit über 40 Jahren findet 2020 im Leipziger Scheibenholz kein Galopprennen statt.
Erstmals seit über 40 Jahren findet 2020 im Leipziger Scheibenholz kein Galopprennen statt.  © Picture Point/Roger Petzsche

UPDATE, 14. April, 10.45 Uhr: Digitalisierungswelle an sächsischen Hochschulen

Die Corona-Pandemie hat an Hochschulen in Sachsen eine Digitalisierungswelle ausgelöst. 

Weil die Studierenden noch bis mindestens 4. Mai zuhause bleiben sollen, haben die Universitäten und Fachhochschulen ihre Lehrangebote auf E-Learning umgestellt. Das Thema Digitalisierung gebe es schon länger, doch jetzt sei es "mit Macht und Eile" umgesetzt worden, sagte der Prorektor für Bildung an der Universität Leipzig, Thomas Hofsäss.

Seiner Einschätzungen nach setzen praktisch alle Fakultäten in Leipzig auf E-Learning mit Podcasts, Videokonferenzen oder Chats. Hofsäss schätzt die Mehrkosten, die sich für die Universität Leipzig daraus ergeben, auf eine halbe Million Euro.

Auch die TU Dresden berichtet von einem Innovationsschub. Wie hoch die Kosten dafür an der Exzellenzuniversität sind, lässt sich laut einer Sprecherin noch nicht genau beziffern. Man rechne aber mit einer Summe im siebenstelligen Bereich.

(Symbolbild)
(Symbolbild)  © Thomas Frey/dpa

UPDATE, 14. April, 9.20 Uhr: Rechtsverordnung und Allgemeinverfügung bewegen sich "auf dünnem Eis"

Erst Allgemeinverfügungen, jetzt eine scharfe Rechtsverordnung - die Auflagen des Freistaates treffen jeden. Muss das alles so sein?, fragen sich Juristen.

Welche gespaltene Meinung Sachsens FDP-Juristen dazu haben, lest Ihr >>>hier.

UPDATE, 14. April, 7.45 Uhr: Sachsens Lehrer kritisieren Abi-Fahrplan

Zwar wird das Abi 2020 pünktlich geschrieben. Doch einige Ausnahmeregelungen gehen den Lehrern zu weit.

Welche das sind, lest Ihr ausführlich >>>hier

Thomas Langer, Vorsitzender des Philologenverbandes Sachsen.
Thomas Langer, Vorsitzender des Philologenverbandes Sachsen.  © Stefan Kuhn

UPDATE, 13. April, 20.25 Uhr: Aktuelle Fallzahlen aus Sachsen

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UPDATE, 13. April, 19.35 Uhr: Halle hebt Katastrophenfall auf

Halle hat am Ostermontag den Katastrophenfall im Zusammenhang mit der Corona-Krise aufgehoben.

Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) sprach am Ostermontag von einem "Schritt in die Normalität". Aus Sicht der Stadt bestehe keine Notlage mehr.

Mehr Infos dazu >> hier.

In Halle soll wieder Normalität einkehren.
In Halle soll wieder Normalität einkehren.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

UPDATE, 13. April, 14.30 Uhr: Reiterstaffel unterstützt Polizei an Ostern

Zwischen Sonntag und Montag war die Leipziger Polizei 40 Mal im Einsatz mit Corona-Bezug. Dabei wurde sie von der sächsischen Bereitschaftspolizei und einer Reiterstaffel unterstützt. Unter anderem unterbrachen die Beamten eine Grillparty in Leipzig-Paunsdorf, zu der fünf junge Männer zusammensaßen, die nicht in einer häuslichen Gemeinschaft lebten. In Belagern-Schildau stellten die Beamten einen Autofahrer, der mit drei weiteren Begleitern ohne konkretes Fahrziel unterwegs war. In beiden Fällen wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.

UPDATE, 13. April, 13 Uhr: Schausteller bangen um Existenz

Keine Karussells, keine Zuckerwatte, keine Losbude. Für die sächsischen Schausteller sollte die Saison zu Ostern eigentlich beginnen. Doch wegen der Corona-Krise sind Volksfeste derzeit verboten. "Es trifft uns schwer, wir haben seit dem 23. Dezember keine Einnahmen", sagte der Vorsitzende des Mittelsächsischen Schaustellerverbandes, Klaus Illgen, in Chemnitz. Mit den Weihnachtsmärkten habe die Saison für viele geendet.

In der Winterpause würden normalerweise die angesparten Reserven genutzt, für Instandhaltungen und Neuanschaffungen. Alle hätten gewartet, dass es im Frühjahr wieder losgehe, sagte Illgen. "Doch das tut es in diesem Jahr nicht."

Vier große Veranstaltungen, darunter der für September in Aue-Bad Schlema geplante "Tag der Sachsen", seien bereits abgesagt worden. Da machten sich große Sorgen breit, sagte Illgen, der unter anderem einen Kinderfahrbetrieb betreibt. Die 50 Mitgliedsbetriebe im Verband mit 1000 Mitarbeitern stünden jetzt quasi auf Abruf. Hinzu kämen zahlreiche Aushilfen, die auf ihren Einsatz warten. Viele bangten um ihre Existenz.

Auch der "Breakdancer" von Jürgen Seiferth ruht. Der Vorsitzende des Leipziger Schaustellerverbandes betreibt ihn auf dem Gelände der Kleinmesse am Cottaweg. "Wir stehen derzeit hier brach", sagt Seiferth, dessen Verband etwa 100 Mitglieder hat. Er hofft, dass die Leipziger Kleinmesse vom 30. April bis 20. Mai stattfinden kann. "Noch ist sie nicht abgesagt".

Bei ihm wie bei vielen Schaustellern stoßen die Äußerungen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) auf Unverständnis. Er hatte in der vergangenen Woche gesagt, dass eine Rückkehr in den Alltag nach Ostern nur schrittweise erfolgen könne: "Das, was sicherlich als letztes wieder möglich ist, das ist im Zweifel die Party und das Volksfest."

Seiferth verwies darauf, dass seine Branche ein bedeutender Wirtschaftszweig in Deutschland sei. Nach Angaben des Deutschen Schaustellerbundes werden allein auf Volksfestplätzen jährlich etwa 4,75 Milliarden Euro umgesetzt.

Der "Breakdancer" auf der Leipziger Kleinmesse ruht.
Der "Breakdancer" auf der Leipziger Kleinmesse ruht.  © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa

UPDATE, 13. April, 12 Uhr: Linke fordert eigenständige Grundsicherung für Kinder und Jugendliche

Während das Leben für die meisten Menschen in Sachsen nach der Corona-Krise ohne Einschränkungen weitergehen dürfte, blieben Kinder aus armen Elternhäusern oft sozial und gesellschaftlich isoliert, erklärte Parteichefin Susanne Schaper (42) am Ostermontag in Dresden.

In Sachsen seien im vergangenen Jahr im Schnitt 70.680 Kinder und Jugendliche von Hartz IV betroffen gewesen. An der Spitze habe dabei Leipzig mir rund 17.510 jungen Leuten gestanden.

Der Regelsatz reiche noch nicht einmal für das Nötigste. Schaper ist im Sächsischen Landtag Sprecherin ihrer Partei für Sozialpolitik.

Susanne Schaper (42, Die Linke) fordert eine Grundsicherung für Kinder und Jugendliche.
Susanne Schaper (42, Die Linke) fordert eine Grundsicherung für Kinder und Jugendliche.  © Steffen Füssel

UPDATE, 13. April, 10 Uhr: Unternehmen spendet tausende Schutzmasken an den Freistaat

Mehr als 20.000 Gesichtsmasken, Handschuhe und medizinische Schutzkleidung hat Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) am Samstag in Empfang genommen. Dabei handelte es sich um eine kostenlose Hilfslieferung eines Technologieunternehmens. "Das ist eine starke Botschaft der Solidarität und der Menschlichkeit in einer schwierigen Zeit", sagte der Regierungschef. Das international tätige Unternehmen RIB Software SE, das auch einen Sitz in Leipzig unterhält, hatte Sachsen Unterstützung bei der Beschaffung von Masken und Schutzkleidung zugesagt. Weitere Lieferungen sollen folgen.

"Ziel ist es, unser China-Know-How für die Beschaffung von Hilfsgütern einzusetzen und dringend benötigte fehlende medizinische Produkte nach Deutschland zu liefern", erklärte RIB-Vorstandsvorsitzender Tom Wolf. Das Unternehmen hat den Angaben zufolge eigens ein Hilfsprojekt mit einem Startkapital von einer halben Million Euro ins Leben gerufen - dafür verzichten weltweit Mitarbeiter auf einen Teil ihres Einkommens.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer nahm die Schutzkleidung entgegen.
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer nahm die Schutzkleidung entgegen.  © Christian Grube

UPDATE, 13. April, 9 Uhr: Stadtrat soll in Kongresshalle verlegt werden

Im März fiel die Leipziger Stadtratssitzung bereits wegen der Corona-Krise aus, im April soll die Sitzung zum geplanten Datum stattfinden. Laut der Fraktion der Linken soll das Treffen der Stadträte jedoch verkürzt werden und in die Kongresshalle am Zoo verlagert werden. Dort gäbe es genügend Platz, damit alle 80 Beteiligten ausreichend Abstand einhalten könnten. 

In der Kongresshalle gibt es mehr Platz, um den nötigen Sicherheitsabstand zwischen den Stadträten einhalten zu können.
In der Kongresshalle gibt es mehr Platz, um den nötigen Sicherheitsabstand zwischen den Stadträten einhalten zu können.  © Hendrik Schmidt/lsn

UPDATE, 20 Uhr: Aktuelle Fallzahlen aus Sachsen

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UPDATE, 12. April, 19.15 Uhr: Mittlerweile 476 Corona-Fälle in Leipzig

Die Zahl der positiv auf das Coronavirus getesteten Menschen in Leipzig ist mittlerweile auf 476 gestiegen. Das gab der Freistaat Sachsen auf seiner Website bekannt. 

UPDATE, 12. April, 15.30 Uhr: Sachsen will Schulen nach Corona-Krise schnell wieder öffnen

Sachsen will bei der Normalisierung des Schulbetriebes nach der Coronakrise keine Zeit verlieren. Nach den Abschlussjahrgängen sollen auch alle anderen Schüler so schnell wie möglich wieder zurückkehren können.

Besonderen Bedarf sieht Kultusminister Christian Piwarz (44, CDU) bei Mädchen und Jungen in der Grundschule sowie in den Förderschulen. Am vergangenen Donnerstag hatte Piwarz angekündigt, dass die Abschlussprüfungen in Sachsen wie geplant am 22. April beginnen. Zur Vorbereitung sollen die Schulen für die betroffenen Klassen am 20. April wieder geöffnet werden.

"Mir ist es wichtig, dass wir eine Öffnung der Schulen schnell ermöglichen. Sicher wird das nicht in Gänze und von heute auf morgen passieren können", sagte Piwarz und verwies auf den Infektionsschutz. Die bisherigen Erfahrungen hätten aber gezeigt, dass ein wie auch immer geartetes permanentes Lernen zu Hause über längere Zeit nicht funktionieren könne.

Schon deshalb habe man ein hohes Interesse, so schnell wie möglich zum Normalzustand zurückzukehren.

UPDATE, 12. April, 13 Uhr: Ostergottesdienst in Nikolaikirche findet ohne Gemeinde statt

Landesbischof Tobias Bilz hat am Sonntag in der leeren Leipziger Nikolaikirche gefeiert - mit Gläubigen per Livestream verbunden. "Niemand von uns hat jemals ein solches Osterfest gefeiert", sagte Superintendent Martin Henker vor den verwaisten weißen Kirchenbänken. 

Mit Bilz zusammen zog zuvor das Osterlicht in das Gotteshaus ein, welches zu den Orten der Friedlichen Revolution im Herbst 1989 zählt. Ohne Gemeinde in der vertrauten Kirche zu feiern, "das ist ein großer Schmerz", sagte Henker. Die Botschaft der Auferstehung Jesu werde auch 2020 verkündet. "Sie gilt gerade zu diesem Fest", erklärte er vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie.

Wegen der geltenden Ausgangsbeschränkungen und Kontaktverbote ist es derzeit auch nicht gestattet, sich in Kirchen zu versammeln. Daher finden in zahlreichen evangelischen und katholischen Gemeinden Livestream-Gottesdienste statt.

In die Leipziger Nikolaikirche grüßten per Livechat Christen aus dem Erzgebirge, dem Vogtland, der Oberlausitz oder Dresden, aber auch aus Köln (Nordrhein-Westfalen) oder Frankfurt am Main (Hessen).

Am Ostersonntag blieb die Nikolaikirche leer.
Am Ostersonntag blieb die Nikolaikirche leer.  © Waltraud Grubitzsch/dpa-Zentralbild

UPDATE, 12. April, 12 Uhr: Lok Leipzig sammelt enorme Spendensumme

Fußball-Regionalligist 1. FC Lokomotive Leipzig hat mit einer Spendenaktion über 120.000 Euro eingesammelt und damit frühzeitig seine Zielmarke geknackt. Der Club verkauft seit gut dreieinhalb Wochen zum Preis von einem Euro Tickets für ein imaginäres Spiel am 8. Mai, bis Sonntagvormittag gingen mehr als 122.000 Tickets weg.

 Mehr Infos zu der Aktion bekommt Ihr >>>hier. 

UPDATE, 12. April, 8 Uhr: Kirchen bieten Online-Gottesdienste und stilles Gebet am Osterfest an

Die christlichen Kirchen in Sachsen-Anhalt haben wegen der Corona-Pandemie die Oster-Feierlichkeiten umgeplant. Sowohl die Evangelische Kirche Mitteldeutschlands als auch das Bistum Magdeburg bieten am Sonntag Internet-Übertragung von Oster-Gottesdienstes an. Die Predigt von Bischof Gerhard Feige aus der Magdeburger Sankt-Sebastians-Kirche wird sowohl per YouTube als auch live im MDR-Fernsehen übertragen, wie eine Sprecherin sagte. Das Bistum biete seit einigen Wochen Gottesdienste per Livestream an und stoße damit auf positive Reaktionen bei den Gläubigen.

Auch eine Osterpredigt des evangelischen Landesbischofs Friedrich Kramer aus dem Magdeburger Dom kann am Sonntag im Internet verfolgt werden. Anderswo können Gläubige sogar die Kirchen aufsuchen - allerdings zum stillen Gebet und ohne Gottesdienst. So öffnen etwa der Welterbe-Dom in Naumburg, der Dom in Merseburg sowie die Michaeliskirche in Zeitz am Sonntag mit geschmückten Altären und brennenden Osterkerzen. In Halle und Umgebung sollen am Vormittag zehn Minuten lang die Kirchenglocken läuten.

Ostern ist das höchste Fest der Christen. Die Gläubigen erinnern an die Wiederauferstehung von Jesus Christus und steht für Hoffnung. Zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus sind derzeit Gottesdienste in Sachsen-Anhalt untersagt. Auch größere Menschenansammlungen sind verboten. Es muss ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden. Die Kirchen bieten wegen der Beschränkungen seit einigen Wochen verschiedene Formate im Internet als Ersatz an.

Zahlreiche Gottesdienste werden an Ostern übers Internet übertragen.
Zahlreiche Gottesdienste werden an Ostern übers Internet übertragen.  © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

UPDATE, 11. April, 15.14 Uhr: Sachsenweit kaum Corona-Verstöße

Bei sonnigem Frühlingswetter haben sich die Menschen in Sachsen auch am Samstag an die Beschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie gehalten

"Wir haben keine größeren Verstöße festgestellt", sagte ein Sprecher des Lagezentrums des Innenministeriums. Es sei erfreulich, dass ein Großteil der Bevölkerungen die Regelungen und Beschränkungen verinnerlicht habe und sich daran halte. 

Auch in den nächsten Tagen kontrolliere die Polizei verstärkt in Parks sowie auf Straßen und Plätzen.

Bei sonnigem Wetter genießt eine Familie den Samstag in einem Leipziger Park.
Bei sonnigem Wetter genießt eine Familie den Samstag in einem Leipziger Park.  © Peter Endig/dpa-Zentralbild/dpa

UPDATE, 11. April, 14.25 Uhr: Klartext von Gesundheitsministerin Köpping

Zur Kritik an geplanten Maßnahmen bei Widersetzung gegen Quarantänemaßnahmen erklärt Gesundheitsministerin Petra Köpping: 

"Zum Umgang mit einem eventuellen Quarantäneverweigerer stellen wir klar, dass es nach wie vor Sache der Polizei ist, die von den Gesundheitsämtern angeordneten Maßnahmen durchzusetzen. Wir gehen auch weiterhin davon aus, dass solch gravierende Maßnahmen gar nicht nötig sein werden." 

Sie verwahre sich aber gegen Vorwürfe, dass sich widersetzende Menschen in die Psychiatrie eingewiesen werden sollten. "Diese Diskussion ist falsch und verleumderisch. Daher werden die Landeskrankenhäuser dafür nicht mehr zur Verfügung stehen, auch weil wir verhindern müssen, dass deren tägliche sehr gute Arbeit zum Nachteil der Patientinnen und Patienten und der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschädigt wird." 

Und abschließend: "Insgesamt müssen wir alle sehr aufpassen, dass wir die Akzeptanz unserer Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Infektionen nicht infrage stellen. Sie sind wichtig für unser aller Gesundheit und Leben. Und sie sorgen dafür, dass die Krankenhäuser nicht an ihre Belastungsgrenze stoßen."

Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (l., neben Ministerpräsident Michael Kretschmer).
Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (l., neben Ministerpräsident Michael Kretschmer).  © Ove Landgraf

UPDATE, 11. April, 12.35 Uhr: Schutzmasken-Übergabe in Leipzig

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (44, CDU) hat am Vormittag 20.000 Schutzmasken für den Freistaat entgegengenommen - kostenlos. 

>>>Hier gibt's alle Infos. 

Ministerpräsident Michael Kretschmer (44, CDU).
Ministerpräsident Michael Kretschmer (44, CDU).  © News5/Grube

UPDATE, 11. April, 12.10 Uhr: 4 Millionen Euro Verlust für den Zoo Leipzig

Die Zoologischen Gärten und Tierparks rechnen wegen der im Zuge der aktuellen Corona-Krise verfügten Schließungen mit erheblichen Einnahmeverlusten. Viele von ihnen hoffen auf Spenden, ergab eine Umfrage der Nachrichtenagentur dpa. 

Der Direktor des Leipziger Zoos, Jörg Junhold (56), bezifferte seine Verluste aus entgangenen Einnahmen für die Zeit zwischen dem 16. März und 19. April mit rund vier Millionen Euro. "Die Wochen um Ostern gehören zu der Zeit mit dem meisten Besuch", sagte er. Laut Junhold, der zugleich Präsident des Verbandes Zoologischer Gärten ist, können das die Zoos ohne Hilfen nicht lange durchhalten.

Leipzigs Zoodirektor Jörg Junhold (56).
Leipzigs Zoodirektor Jörg Junhold (56).  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/ZB

UPDATE, 11. April, 8.25 Uhr: Abi-Prüfungen finden wie geplant statt

Kein Notabitur, kein Aufschub - die schriftliche Reifeprüfung wird sich in Sachsen trotz Corona nicht verspäten. Wie geplant, geht es am 22. April los.

Den ganzen Bericht findet Ihr >>>hier

Das Abitur findet laut dem besonnenen Kultusminister Christian Piwarz (44, CDU) in Sachsen wie geplant ab dem 22. April statt. Wer will, kann aber erst zum Nachtermin im Mai antreten. © imago images/photothek/Petra Hornig
Das Abitur findet laut dem besonnenen Kultusminister Christian Piwarz (44, CDU) in Sachsen wie geplant ab dem 22. April statt. Wer will, kann aber erst zum Nachtermin im Mai antreten. © imago images/photothek/Petra Hornig  © imago images/photothek/Petra Hornig

UPDATE, 10. April, 16.34 Uhr: Rangnick rechnet mit weitreichenden Folgen für den Profifußball

Der frühere Bundesliga-Trainer Ralf Rangnick (61)  rechnet mit weitreichenden Folgen für den Profifußball durch die Coronavirus-Pandemie.

Den gesamten Bericht gibt es >>>hier

Ex-Bundesliga-Trainer Ralf Rangnick (61).
Ex-Bundesliga-Trainer Ralf Rangnick (61).  © picture point/Sven Sonntag

UPDATE, 10. April, 11.08 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Sachsen

3529 mit dem Coronavirus Infizierte zählen die Behörden mit Stand 10.30 Uhr.

451 davon entfallen auf Leipzig, 476 auf Dresden und 575 auf den am stärksten betroffenen Landkreis Zwickau. 

68 Todesfälle in Zusammenhang mit einer Infektion wurden übermittelt, die Hälfte davon kommen aus dem Zwickauer Umland und dem Erzgebirgskreis.

1400 der 3529 Menschen gelten als geheilt.

1400 der knapp über 3500 Infizierten gelten als geheilt.
1400 der knapp über 3500 Infizierten gelten als geheilt.  © TAG24

UPDATE, 10. April, 10.55 Uhr: 73 Corona-Einsätze innerhalb eines Tages

73 Einsätze zur Kontrolle und Durchsetzung der Allgemeinverfügung verbuchte die Polizeidirektion innerhalb von 24 Stunden.

Zwischen Donnerstag, 6 Uhr, und dem heutigen Freitagmorgen waren die Beamten in der Stadt und im Landkreis Leipzig sowie in Nordsachsen unterwegs. 

"Der Schwerpunkt lag abermals auf Zusammenkünften von mehreren Personen", so Polizeisprecher Olaf Hoppe. Aber: "Nicht alle Hinweise aus der Bevölkerung im Zusammenhang mit einem Corona-Bezug bestätigten sich."

Die Polizei kontrolliert das Zentrum.
Die Polizei kontrolliert das Zentrum.  © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/ZB

UPDATE, 10. April, 10.15 Uhr: LVB führen Kurzarbeit ein

Die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) haben mit ihrem Betriebsrat eine Betriebsvereinbarung zum Thema Kurzarbeitergeld getroffen. 

Ab kommendem Dienstag gehen die Beschäftigten im Fahrdienst in Kurzarbeit. Die LVB stocken das Gehalt von 60 bzw. 67 Prozent aber auf 100 Prozent auf. 

Je nach Ausdehnung oder Ausdünnung weiterer staatlicher Maßnahmen und der damit verbundenen ausbleibenden Fahrgäste verringert oder verlängert sich die Regelung dementsprechend.

(Archivbild)
(Archivbild)  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

UPDATE, 10. April, 10 Uhr: Corona-Kontrollen aus der Luft

Die Sachsen-Anhalter müssen wegen der Corona-Beschränkungen dieses Ostern im kleinen Kreis und ohne große Ausflüge feiern - und die Polizei wird die Einhaltung der Regeln über die Feiertage verstärkt kontrollieren

Neben den bekannten Kontrollen von öffentlichen Plätzen und beliebten Ausflugszielen wird zu diesem Zweck auch von der Luft aus überwacht. Es sei geplant, verstärkt Polizeihubschrauber einzusetzen, sagte ein Sprecher des Innenministeriums. 

Damit solle vor allem in den Abendstunden kontrolliert werden, ob Osterfeuer abgebrannt werden. Das sei aus der Luft gut zu erkennen.

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(Archivbild)  © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa

UPDATE, 10. April, 8.25 Uhr: Sachsens Bestatter schlagen Alarm

Sachsens Bestatter drängen darauf, als systemrelevant eingestuft zu werden. Damit könne die derzeit fehlende Schutzausrüstung einfacher beschafft werden, sagte Tobias Wenzel, Innungsobermeister der Bestatterinnung Sachsen.

Mehr Infos dazu findet Ihr >>>hier.

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(Symbolbild)  © Aaron Chown/PA Wire/dpa

UPDATE, 9 April, 22.05 Uhr: Neue Fallzahlen für Sachsen

Mit dem Stand vom Donnerstagabend zählt die Messestadt 451 mit dem Coronavirus infizierte Leipziger. Im ganzen Freistaat sind 3523 Menschen infiziert. 68 Todesfälle sind mittlerweile zu verzeichnen. 

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UPDATE, 9. April, 22 Uhr: Online-Gottesdienste fürs Osterwochenende

Das Osterwochenende steht bevor und leider sind auch alle Kirchen und christlichen Veranstaltungen von der sächsischen Allgemeinverfügung betroffen. Einige Gemeinden haben die Gelegenheit beim Schopf gepackt und wollen ihren Anhängern trotzdem online eine schöne Andacht oder einen Gottesdienst bereiten. So zum Beispiel die "Zeal Church", die es in Leipzig, Dresden, Halle und dem Erzgebirge gibt. 

Zum Ostersonntag wird die Online-Gemeinde um 10 Uhr, 12.30 Uhr und 18 Uhr aus dem Fernsehstudio in Leipzig einen Live-Gottesdienst übertragen. Den Stream und weitere Andachten findet Ihr >>> hier auf YouTube. 

"Wir wollen mit unserem modernen, multimedialen und digitalen Gottesdiensten Leute zu Hause erreichen. Wir wollen Hoffnung und Zusammenhalt geben in dieser schweren Zeit für unser Land. Unser Motto ist gerade weniger soziale Distanz, mehr physische Distanz und mehr soziale Nähe als jemals zuvor", so Pastor René Wagner. 

Dank Online-Angebot ist der Kirchenbesuch am Sonntag überflüssig.
Dank Online-Angebot ist der Kirchenbesuch am Sonntag überflüssig.  © René Wagner

UPDATE, 9. April, 18.40 Uhr: Wave Gotik Treffen findet wohl nicht statt

Wie Oberbürgermeister Burkhard Jung in einem Interview mit Leipzig Fernsehen erklärte, wird das Wave Gotik Treffen in diesem Jahr wohl eher nicht stattfinden. "Es kann nicht stattfinden. Wir werden Großveranstaltungen bis weit in den Herbst hinein nicht durchführen können", so Jung in dem Video. Als Großveranstaltung zählen in diesem Fall alle Events mit mehr als 1000 Personen. 

Zum WGT werden mehrere zehntausend Anhänger der schwarzen Szene in Leipzig erwartet. Alleine die Anreise der Gothic-Fans aus aller Welt könnte wegen der Ein- und Ausreisesperren unmöglich werden, so Jung weiter. 

Eine offizielle Absage vom Veranstalter gibt es jedoch bislang nicht. 

Tausende Besucher werden jährlich zum WGT in Leipzig erwartet.
Tausende Besucher werden jährlich zum WGT in Leipzig erwartet.  © Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa

UPDATE, 9. April, 18.30 Uhr: Sachsen ordnet Quarantäne für Reiserückkehrer aus dem Ausland an

Das Land Sachsen hat für Menschen, die aus dem Ausland einreisen, eine zweiwöchige Quarantäne angeordnet. Die Reiserückkehrer müssten sich auf direktem Weg in ihre Wohnung oder Unterkunft begeben und dürften keinen Besuch empfangen oder arbeiten, teilte das Sozialministerium am Donnerstag in Dresden mit. 

Sie unterlägen zudem der Beobachtung durch das örtliche Gesundheitsamt. Ausnahmen gelten unter anderem für Lastwagenfahrer, Piloten, medizinisches Personal oder Diplomaten. Auch besonders triftige, private Reisegründe könnten zur Befreiung von der Quarantänepflicht führen. In begründeten Einzelfällen könnten die Gesundheitsämter Ausnahmegenehmigungen erteilen. Die Regelung gelte bis zum 20. April.

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(Symbolbild)  © imago images/Arnulf Hettrich

UPDATE, 9. April, 17 Uhr: Abitur in Sachsen findet statt

Kultusminister Piwarz verkündet: Schriftliche Abiturpfürfungen werden regulär durchgeführt, kein Notabitur. Start ist am 22. April.

Wer sich aber im April nicht in der Lage sieht, kann zum Zweittermin am 13. Mai antreten: wer da krank ist, bekommt einen dritten Termin im Juli. "Ich werbe aber dafür, den Ersttermin wahrzunehmen", so Piwarz. Den Schülern werde das Tragen einer Schutzmaske empfohlen, die Lehrer würden damit ausgestattet.

Auch für die Oberschulen, weiterführenden Schulen (11. und 12. Klasse) sowie für die Berufsschulen geht es am 21. April wieder weiter. Bei den anderen Schulen Stand jetzt noch nicht.

Wer sich jedoch nicht für die Prüfungen in der Lage sieht, kann diese nachholen.
Wer sich jedoch nicht für die Prüfungen in der Lage sieht, kann diese nachholen.  © Roland Weihrauch/dpa

UPDATE, 10. April, 16.45 Uhr: Vietnamesisches Krankenhaus spendet Leipzig medizinische Schutzausrüstung

Leipzig hat medizinische Schutzausrüstung aus Vietnam erhalten. Wie die Stadt am Donnerstag mitteilte, spendete das Militärhospital 175 in Ho-Chi-Minh-Stadt 10.000 Gesichtsmasken, 1000 Schutzkittel sowie Schutzbrillen, Handschuhe und Schuhüberzieher. Sie sollen dem Klinikum St. Georg sowie dem Universitätsklinikum zugute kommen.

Beide Krankenhäuser kooperierten nach Angaben der Stadt seit langem mit dem Militärhospital in Vietnam. "Die vielfältige wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Leipzig und Vietnam, unsere Präsenz in Ho-Chi-Minh-Stadt im Deutschen Haus mit dem Leipzig Büro und die feste Verankerung dieser Kooperation in unserer täglichen Arbeit trägt nun auch in Zeiten der Krise Früchte", bedankte sich Leipzigs Wirtschaftsbürgermeister Uwe Albrecht (CDU).

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(Symbolbild)  © Friso Gentsch/dpa

UPDATE, 9. April, 16 Uhr: Polizei wegen Corona am FKK-Strand unterwegs

Zwischen Mittwoch und Donnerstag war die Leipziger Polizei 69 Mal mit Corona-Bezug im Einsatz. Unter anderem lösten die Beamten eine Versammlung mehrere junger Männer auf einem Basketballplatz in Leipzig-Reudnitz auf. Außerdem belehrten die Polizisten einige Personen am FKK-Strand des Theklaer Baggersees. In Oschatz mussten die Beamten eingreifen, als ein alkoholisierter 28-Jähriger vor einem Einkaufsmarkt laut wurde, weil er den Markt ohne Einkaufswagen betreten wollte. 

Auch an den Leipziger Badestränden wird patrouilliert, wie hier am Cospudener See.
Auch an den Leipziger Badestränden wird patrouilliert, wie hier am Cospudener See.  © Alexander Bischoff

UPDATE, 9. April, 12.50 Uhr: Mehr als 15.000 Unternehmen in Sachsen-Anhalt in Kurzarbeit

Bis zum 6. April haben rund 15.300 Unternehmen in Sachsen-Anhalt Kurzarbeit angezeigt. Damit ist ihre Zahl seit Ende März um mehr als 5600 gestiegen, wie die Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen der Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag mitteilte. Die Anzeigen kämen aus fast allen Branchen. Schwerpunkte seien jedoch der Einzelhandel und das Gastgewerbe.

"Noch nicht ermitteln lässt sich, wie viele Personen in den Unternehmen von Kurzarbeit betroffen sind", schreibt die Agentur. Dazu könnten voraussichtlich Ende April Zahlen vorliegen. "Wir gehen jedoch sicher davon aus, dass die Zahl der Kurzarbeiter deutlich über dem Niveau der Wirtschafts- und Finanzkrise liegen wird." Seinerzeit habe es im gesamten Jahr 2009 nur 4000 Anzeigen gegeben.

Vergangenes Jahr wurden den Angaben zufolge 280 Anzeigen auf Kurzarbeitergeld gestellt. Arbeitnehmer erhalten nach den Regelungen in Deutschland bei Kurzarbeit von der Arbeitsagentur bis zu 60 Prozent des entgangenen Nettolohns, wenn sie Kinder haben bis zu 67 Prozent.

UPDATE, 9. April, 12.35 Uhr: Einreisende nach Sachsen-Anhalt müssen 14 Tage in Quarantäne

Wer aus dem Ausland nach Sachsen-Anhalt einreist, muss sich künftig unverzüglich für 14 Tage in Quarantäne begeben. Die Regelung gilt ab Karfreitag, 0 Uhr, wie die Staatskanzlei am Donnerstag mitteilte. 

"Verstöße gegen die Verordnung können mit einem Bußgeld bis zu 25.000 Euro geahndet werden", heißt es. Sie gilt vorerst bis einschließlich 19. April und betrifft auch Menschen, die nach ihrem Auslandsbesuch erst in ein anderes Bundesland eingereist sind.

Hintergrund ist den Angaben zufolge eine Abstimmung zwischen Bund und Ländern, die am Mittwochnachmittag erfolgt ist. "Durch Ein- und Rückreisen dürfen nicht zusätzliche Impulse für das inländische Infektionsgeschehen geschaffen werden", teilte Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) mit. Ausnahmen gibt es lediglich für Menschen, die in bestimmten Bereichen arbeiten. Dazu zählen unter anderem das Gesundheitswesen, die Polizei oder die Verwaltung.

UPDATE, 9. April, 12.07 Uhr: Keine Gottesdienste in Sachsen: "Es geht nicht anders!"

Ministerpräsident Michael Kretschmer (44, CDU) hat sich an die gläubigen Menschen im Freistaat gewandt. 

"Natürlich ist es etwas unglaublich Bedrückendes, wenn Sie nicht in die Gottesdienste gehen können. Es geht aber nicht anders. Der Schutz des Lebens ist das höchste Gut", sagte er am Donnerstag bei einer Sondersitzung des Sächsischen Landtags zur Krise.

Er habe darum die beiden Bischöfe der christlichen Kirchen und den Landesrabbiner in einem gemeinsamen Gespräch informiert, dass die Gotteshäuser auch über Ostern zubleiben müssen, so Kretschmer. Der Landtag tagte ausnahmsweise im Internationalen Congress Centrum Dresden. Der Zutritt zur Landtagssitzung war nur mit Mundschutz gestattet.

UPDATE, 9. April, 10.45 Uhr: Wie ungerecht sind Geschäftsbeschränkungen?

Dem Chemnitzer Bundestagsabgeordneten Frank Müller-Rosentritt (37, FDP) erschließe sich nicht, warum große Ketten sogenannte "Non-Food-Produkte" wie Fahrräder verkaufen dürfen, aber inhabergeführte, spezialisierte Läden nicht.

Den ganzen Bericht findet Ihr >>>hier

Der Großhandel darf auch Fahrräder und Spielzeug verkaufen, kleine Läden nicht.
Der Großhandel darf auch Fahrräder und Spielzeug verkaufen, kleine Läden nicht.  © dpa/Daniel Karmann, dpa/Zacharie Scheurer

UPDATE, 9. April, 7.35 Uhr: Mehr als 2000 Corona-Verstöße in Sachsen

Gegen die Corona-Beschränkungen sind in Sachsen nach Angaben des Innenministeriums bisher 2085 Verstöße festgestellt worden. Der Großteil (1646) werde als Straftaten eingestuft, der Rest von 439 als Ordnungswidrigkeiten. 

Die Zahlen beziehen sich auf den Zeitraum vom 16. März bis zum 7. April. In dieser Zeit sind mehrere Allgemeinverfügungen und zuletzt die Corona-Schutz-Verordnung erlassen worden, die den Bewegungsradius der Menschen in Sachsen erheblich einschränken. Damit soll die Corona-Pandemie eingedämmt werden.

Insgesamt zog das Innenministerium eine positive Bilanz. Der Großteil der Bürgerinnen und Bürger halte sich an die Reglungen. Zu den Osterfeiertagen, für die frühlingshaftes Wetter vorhergesagt ist, kündigte das Ministerium weitere Verkehrs- und allgemeine Kontrollen der Polizei an. 

"Insbesondere Parks sowie Naherholungsgebiete des Freistaates bilden die Schwerpunkte der Kontrollen", hieß es. Die Beamten würden aber in erster Linie auf Kommunikation setzen und weiter an das Verständnis der Menschen für die Corona-Maßnahmen appellieren.

Am Osterwochenende soll verstärkt kontrolliert werden.
Am Osterwochenende soll verstärkt kontrolliert werden.  © Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa

UPDATE, 9. April, 6.30 Uhr: RB Leipzig unterstützt städtische Vereine

Fußball-Bundesligist RB Leipzig will die 81 anderen in der Messestadt gemeldeten Fußballvereine unterstützen.

Dafür werden ab sofort virtuelle Tickets für das eigentlich für übernächstes Wochenende geplante Heimspiel gegen Schlusslicht SC Paderborn verkauft - für 2 Euro pro Stück ist sind beliebig viele Eintrittskarten im Online-Ticketshop >>>hier buchbar.

"Jede verkaufte Karte hilft den Fußballvereinen der Stadt, denn der gesamte Erlös geht an den Leipziger Fußballverband, der die Spendensumme wiederum an die Vereine weitergibt", heißt es in einer Mitteilung. 

Weiterführende Infos, auch über alle gemeldeten Vereine, erhaltet Ihr >>>hier

RB Leipzigs Trainer Julian Nagelsmann (32).
RB Leipzigs Trainer Julian Nagelsmann (32).  © Picture Point/Gabor Krieg

UPDATE, 8. April, 22 Uhr: Neue Fallzahlen für Sachsen

Mit dem Stand vom Mittwochabend sind mittlerweile 446 Leipziger mit dem Coronavirus infiziert, sachsenweit sind es 3394 Fälle. Die Anzahl der durch das Virus Verstorbenen ist auf 62 angestiegen. 

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UPDATE, 8. April, 19 Uhr: Das müssen Leipziger an Ostern beachten

Angesichts der bevorstehenden Osterfeiertage appellieren die Städte Leipzig und Markkleeberg an alle Einwohner,  ihre Osterspaziergänge den geltenden Corona-Regelungen anzupassen. Bewegung an der Luft ist ausdrücklich erlaubt und erwünscht, aber auch an Ostern gilt: Menschenansammlungen vermeiden, Abstand halten. 

Alle Leipziger sollten darauf achten, vor allem die Seen im Süden mit Bedacht aufzusuchen und ihre Spaziergangs- und Sportrouten so zu wählen, dass sich keine Menschenansammlungen bilden. Die Stadt Leipzig wird auch an Ostern Parkplätze an den beliebten Ausflugszielen sperren, um so Ballungen von Ausflüglern zu vermeiden.

Auch beim Spazierengehen heißt es: Abstand halten.
Auch beim Spazierengehen heißt es: Abstand halten.  © Christian Grube

UPDATE, 8. April, 16.30 Uhr: Polizei verzeichnet 70 "Corona-Einsätze"

70 Mal war die Leipziger Polizei am Dienstag im Stadtgebiet und im Landkreis Nordsachen und Leipzig unterwegs. Beispielsweise hielt sich am Dienstagabend eine größere Gruppe von Menschen an einer Turnhalle in Leipzig-Volkmarsdorf auf. Von der Polizei wurden sie aufgefordert, sich auszuweisen und den Platz zu räumen. Als sie der Aufforderung nicht nachkamen, kam die Bereitschaftspolizei dazu, um die Situation aufzulösen. 

Am Dienstagnachmittag gab es großen Andrang an den Wertstoffhöfen der Stadt Leipzig. Besonders in der Max-Liebermann-Straße kam es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Die konnten erst beendet werden, als der Wertstoffhof gegen 15 Uhr vorrübergehend schloss. Auch am heutigen Tag kam es zu Verkehrseinschränkungen. Die Verkehrspolizeiinspektion unterstützt die Stadt Leipzig bei der Verkehrslenkung.

UPDATE, 8. April, 16 Uhr: Haustiere wegen Coronavirus nicht ins Heim abschieben

Aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie häufen sich derzeit auch die Anfragen beim Veterinär- und Lebensmittelaufsichtsamt Leipzig, teilte die Behörde mit. Dass Haustiere eine Rolle bei der Verbreitung des Coronavirus spielen, ist nach derzeitigem Kenntnisstand jedoch ein Irrtum.  Das Amt orientiert sich an den Empfehlungen des Friedrich-Löffler-Instituts, dem Bundesforschungsinstitut für Tierkrankheiten. Ein Infektionsrisiko gehe grundsätzlich nur von den möglicherweise infizierten Besitzerinnen und Besitzern aus.

"Es besteht kein Grund dafür, Haustiere vorsorglich in Tierheime abzugeben", betont Amtsleiterin Dr. Gabriele Leupold.  Auch nach einem gegebenenfalls positiven Corona-Test besteht kein Anlass, die Tiere deshalb einzuschläfern.

Haustiere können das gefährliche Virus nach derzeitigem Kenntnisstand nicht übertragen.
Haustiere können das gefährliche Virus nach derzeitigem Kenntnisstand nicht übertragen.  © 123rf.com/pyotr

UPDATE, 8. April, 14.45 Uhr: Neue Fallzahlen aus Sachsen

Sachsenweit ist die Anzahl der am Coronavirus Infizierten auf 3327 Fälle angestiegen. Mittlerweile sind 57 Todesfälle zu beklagen. Laut Sozialministerium sind 1100 Sachsen bereits vom Coronavirus geheilt worden. 

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UPDATE, 8. April, 12.05 Uhr: Bundeswehr verteilt Großlieferung Schutzausrüstung in Sachsen-Anhalt

Die Bundeswehr hat damit begonnen, mehr als eine Million Masken zum Schutz vor der Lungenkrankheit Covid-19 in Sachsen-Anhalt zu verteilen. Die Transporte seien seit Mittwochmorgen (8.20 Uhr) unterwegs, sagte der Sprecher des Landeskommandos, Thomas Poloczek. 

Die Verteilung an alle elf Landkreise und drei kreisfreie Städte werde den ganzen Tag dauern. Dort geben die Gesundheitsämter die Schutzausrüstung an Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime und ambulante Pflegeeinrichtungen weiter, wo der größte Bedarf.

Unabhängig von der Bevölkerungsdichte und der Zahl der Infizierten solle jeder Kreis und jede kreisfreie Stadt jeweils 38.000 OP-Schutzmasken und 48.500 besonders schützende Filtermasken der Klasse FFP2, 30.000 Einmalhandschuhe sowie mehrere Dutzend Schutzkittel, Overalls, sterile Anzüge und mehrere Liter Desinfektionsmittel bekommen, sagte Poloczek weiter.

Die Masken waren am Vortag per LKW und Flieger nach Sachsen-Anhalt transportiert worden. In der Bundeswehrkaserne in Burg bereiteten Soldatinnen und Soldaten den Transport vor.

UPDATE, 8. April, 11.22 Uhr: MP Kretschmer wendet sich per Post an die Sachsen

Ministerpräsident Michael Kretschmer (44, CDU) hat sich in der Corona-Krise in einem Brief an die Menschen in Sachsen gewandt. 

"Nur in diesem Miteinander, in dem wir alle aufeinander achten, konnte gelingen, dass das gefährliche Virus sich in Sachsen nicht so schnell und sprunghaft ausgebreitet hat", schrieb er darin. Die 2,12 Millionen Briefe sollten nach Angabe der Staatskanzlei noch vor Ostern alle sächsischen Haushalte erreichen.

Kretschmer bat die Menschen um Geduld: "Erst nach Ostern können wir wirklich sehen, ob die gewaltige Kraftanstrengung zur Verlangsamung der Infektionen führt." Man stehe "mitten in der größten Bewährungsprobe der vergangenen Jahrzehnte".

Mit Blick auf Existenznöte und Sorgen um den Arbeitsplatz verwies der Regierungschef auf Hilfen von Bund und Freistaat. Er räumte ein: "Nicht jede Maßnahme funktioniert bereits reibungslos, an vielen Stellen besteht noch Handlungsbedarf." Doch gemeinsam könne die Aufgabe bewältigt werden, so Kretschmer in seinem Schreiben.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (44, CDU).
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (44, CDU).  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

UPDATE, 8. April, 11.08 Uhr: Reaktionen nach Begleitpersonen-Verbot bei Geburten

Seit wenigen Tagen dürfen Begleitpersonen von schwangeren Frauen in Leipziger Kliniken nicht mehr bei der Geburt im Kreißsaal anwesend sein. Grund sind die erhöhten Corona-Vorkehrungen

Mehrere Hebammen und Mütter äußerten sich kritisch zu der Entscheidung, werdende Mamas suchen krampfhaft nach Alternativen.

Den gesamten Bericht findet Ihr >>>hier.  

In Leipziger Entbindungskliniken sind Begleitpersonen bei der Geburt verboten worden.
In Leipziger Entbindungskliniken sind Begleitpersonen bei der Geburt verboten worden.  © Unsplash/freestocks

UPDATE, 8. April, 9.05 Uhr: Erster bestätigter Corona-Fall in JVA Halle

In der Justizvollzugsanstalt von Halle gibt es den ersten bestätigten Fall einer Corona-Infektion. 

Eine Mitarbeiterin wurde am Sonntag positiv getestet und befindet sich seitdem in Quarantäne, wie eine Sprecherin des Justizministeriums Sachsen-Anhalt am Mittwoch sagte. 

Die Frau habe in der Sicherheitszentrale gearbeitet und keine Kontakte zu Gefangenen gehabt. Alle Menschen, mit denen sie auf der Arbeit Kontakt gehabt habe, würden nun getestet. 

Änderungen im JVA-Alltag für Insassen und Mitarbeiter seien nicht geplant.

UPDATE, 8. April, 7.55 Uhr: 100. Schule mit Corona-Überraschungsvideo für Schüler

Mit einem Überraschungsvideo für ihre über 300 Schüler hat die 100. Grundschule im Stadtteil Grünau zumindest ein paar Minuten für gute Laune gesorgt. 

Mehrere Lehrerinnen haben das leergefegte Gebäude gezeigt, an der endlich mal freien Tischtennisplatte gespielt oder sich auf dem Dach entspannt. 

Doch Frau Trepte musste sich auch auf die Suche nach "Corona" begeben - einem grünen Gymnastikball mit den Aufschriften "Corona" und "Covid-19". Wo der ungebetene Gast am Ende gefunden wurde, erfahrt Ihr im Video unten.  

"Wir wollten Euch zeigen, dass wir immer noch da sind und hoffen, ihr seid gesund Zuhause und Euch geht es gut. Wir haben Euch nicht vergessen!"

UPDATE, 8. April, 7 Uhr: Gedränge auf Wochenmärkten wird gelockert

Das Leipziger Marktamt hat eine deutlich aufgelockerte Aufstellung der Wagen und Stände der Wochenmärkte vorgeschrieben. Damit sollen große Menschenmassen vermieden werden, die dann besser aufgeteilt werden können. 

"Wochenmärkte sind ein wichtiger Bestandteil in der Versorgung der Menschen mit frischen, regionalem Lebensmitteln, Sie stärken die Produzenten aus Leipzig und Umgebung und sind auch ökologisch und wirtschaftlich nachhaltig", sagte Marktamtsleiter Dr. Walter Ebert. "Wir wissen, dass die Leipzigerinnen und Leipziger und unsere Händler schnell wieder zueinander finden, die Nachfrage nach dem Markt war groß."

Die Stände auf dem Leipziger Wochenmarkt stehen nicht mehr dicht an dicht.
Die Stände auf dem Leipziger Wochenmarkt stehen nicht mehr dicht an dicht.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

UPDATE, 8. April, 6.45 Uhr: Sachsen bereitet sich auf Anstieg der häuslichen Gewalt vor

Sachsen bereitet sich auf einen möglichen Anstieg von Hilfegesuchen wegen häuslicher Gewalt in der Corona-Krise vor. 

Engpässen in Schutzhäusern soll etwa mit zusätzlichen Unterkünften vorgebeugt werden, teilte Gleichstellungsministerin Katja Meier (Grüne) auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. "Frauenhäuser sind gerade in der aktuell angespannten Situation absolut systemrelevant", so Meier.

Ausgangsbeschränkungen sowie Unsicherheiten mit Blick auf die eigene wirtschaftliche Situation erhöhten das Risiko von innerfamilialen Konflikten und Partnerschaftsgewalt, teilte Meier mit. Bislang sei noch kein Anstieg der Schutzgesuche zu beobachten, hieß es aus dem Ministerium. Man gehe aber von einem Anstieg in den kommenden Wochen und Monaten aus.

Aktuell gibt es nach Angaben des Gleichstellungsministeriums 16 Schutzeinrichtungen für Frauen und Kinder in Sachsen. Insgesamt gebe es dort 264 Plätze für hilfesuchende Frauen und ihre Kinder. Ende März waren laut Ministerium 123 Plätze belegt. 

Zudem gibt es für von Gewalt betroffene Männer in drei Schutzwohnungen neun Plätze. Davon waren Anfang April sechs Plätze belegt.

Sachsen rechnet mit einem Anstieg der häuslichen Gewalt. (Symbolbild)
Sachsen rechnet mit einem Anstieg der häuslichen Gewalt. (Symbolbild)  © picture alliance / dpa

UPDATE, 8. April, 6.33 Uhr: Die neuesten Zahlen

Mit Stand Dienstagabend sind die Infektionszahlen leicht auf 3245 sachsenweit angestiegen. Leipzig steht jetzt bei 435 Fällen und zwei Toten, noch mehr betroffen sind nur der Landkreis Zwickau (514 Fälle, 13 Tote) und Dresden (458 / 4). 

Der Landkreis Zwickau bleibt klarer und trauriger Spitzenreiter.
Der Landkreis Zwickau bleibt klarer und trauriger Spitzenreiter.  © TAG24
In den letzten Tagen sind die täglichen Neuinfektionen rückläufig gewesen.
In den letzten Tagen sind die täglichen Neuinfektionen rückläufig gewesen.  © TAG24

UPDATE, 7. April, 16 Uhr: Polizei 68 Mal mit Corona-Bezug unterwegs

Zwischen Montag und Dienstag war die Leipziger Polizei 68 Mal wegen Verstößen gegen die sächsische Allgemeinverordnung unterwegs. Unter anderem in Stötteritz alarmierten Nachbarn die Beamten, weil sich dort vier Personen in einer Wohnung aufhielten, von denen drei nicht dort wohnhaft waren. Auch auf der Karl-Liebknecht-Straße feierten vier junge Männer auf dem Dach eines Wohnhauses, was die Polizei unterbinden musste. 

UPDATE, 7. April, 15 Uhr: Corona-Allgemeinverfügung in Sachsen ist rechtens

Die sächsische Allgemeinverfügung zum Schutz in der Corona-Krise ist weiter rechtens. Das Oberverwaltungsgericht in Bautzen (OVG) lehnte am Dienstag einen Eilantrag gegen die Verfügung des Gesundheitsministeriums vom 31. März ab.

Der Kläger hatte sich gegen einzelne Passagen der Verfügung gewandt. Die Richter sehen zwar einen massiven Eingriff in die Freiheitsrechte, betrachten diesen aber zur Verhinderung von weiteren Infektionsfällen als verhältnismäßig - zumal es eine zeitliche Begrenzung gibt. Die Entscheidung des OVG sei unanfechtbar, hieß es.

UPDATE, 7. April, 13.45 Uhr: Neue Fallzahlen für Leipzig

Mit Stand vom Dienstagvormittag ist die Anzahl der mit dem Coronavirus infizierten Leipziger auf 427 angestiegen. Sachsenweit sind es mittlerweile 3195 Infizierte. Insgesamt 51 Todesfälle sind zu beklagen. 

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UPDATE, 7. April, 12 Uhr: Produktion bei Porsche ruht auch in der Woche nach Ostern

Die Werke des Sportwagenbauers Porsche stehen wegen der Coronavirus-Pandemie auch in der Woche nach Ostern still. Angesichts der aktuellen Lage bleibe die Produktion im Stammwerk in Stuttgart-Zuffenhausen und in Leipzig eine weitere Woche ausgesetzt, erklärte ein Sprecher am Dienstag. 

Es gebe weiterhin Engpässe bei den globalen Lieferketten, die einen geordneten Wiederanlauf der Produktion nicht zuließen, hieß es. Porsche hatte Mitte März angekündigt, die Arbeit in den Werken vorerst einzustellen. Die kommende Woche ist dann die vierte, in der die Arbeit ruht. Für die Beschäftigten hat der Autobauer Kurzarbeit angemeldet.

Die Mitarbeiter von Porsche befinden sich aktuell in Kurzarbeit.
Die Mitarbeiter von Porsche befinden sich aktuell in Kurzarbeit.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

UPDATE, 7. April, 11 Uhr: Fans von Chemie Leipzig unterstützen ihren Club mit 185.000 Euro

Die Fans von Fußball-Regionalligist BSG Chemie Leipzig haben ihren Verein mit 185.000 Euro unterstützt. Die Summe wurde durch die Aktion "Das kann doch einen Leutzscher nicht erschüttern" eingespielt. Das Geld soll dem Club helfen, Einnahmeverluste durch die Corona-Krise abzufedern. Die Chemie-Anhänger hatten insgesamt 3217 Pakete zu unterschiedlichen Preisen erworben.

"Was hier in den letzten Tagen passiert ist, hat uns alle förmlich umgehauen. Chemie lebt mehr denn je", sagte Chemie-Boss Frank Kühne in einer Mitteilung.

UPDATE, 7. April, 8.30 Uhr: Stärkere Kontrollen auf Wochenmarkt zu erwarten

Die Kommunen in Sachsen kontrollieren auch auf den Wochenmärkten die Einhaltung der Abstandsregeln in der Corona-Krise. Nachdem die beliebten Märkte zunächst verboten worden waren, sind sie seit 1. April doch wieder gestattet. An den Verkaufsständen müssen Besucher aber einen Abstand von zwei Metern einhalten.

In Leipzig habe das auf dem Wochenmarkt am vorigen Freitag an einigen Ständen gut geklappt, andere seien aber dichter umlagert gewesen, sagte Stadtsprecher Matthias Hasberg. Das Ordnungsamt werde daher auf dem nächsten Markt mit mehr Personal kontrollieren. Zudem werde überlegt, ob auch durch eine andere Anordnung der Stände für Abstand und Entzerrung gesorgt werden könne.

Auch andere Städte lassen die Wochenmärkte wieder öffnen und setzen auf Kontrollen. Teilweise wurden auch Schilder aufgestellt, um die Besucher an die Abstandsregeln zu erinnern.

Besucher des Wochenmarkts müssen einen Abstand von zwei Metern einhalten.
Besucher des Wochenmarkts müssen einen Abstand von zwei Metern einhalten.  © Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild

UPDATE, 6. April, 16.10 Uhr: Schönes Aprilwetter sorgt für zahlreiche Polizeieinsätze

Die sommerlichen Temperaturen am Wochenende hielten die Polizei in Leipzig ordentlich auf Trab. Zwischen Freitag und Sonntag zählte die Polizeidirektion im Stadtgebiet und im Landkreis Leipzig und Nordsachsen insgesamt 189 Einsätze. Schwerpunkte am Wochenende waren die Grünflächen, Seenlandschaften und Parkanlagen, aber auch private Feiern musste die Polizei unterbinden. So zum Beispiel in Naunhof, wo eine Grillparty am Grillensee mit sieben Personen aufgelöst werden musste. Auch in Eilenburg gab es Platzverweise und Anzeigen gegen sieben Feiernde in einer Garage. 

Vor allem in den Parks war am Wochenende einiges los.
Vor allem in den Parks war am Wochenende einiges los.  © Christian Grube (Bildmontage)

UPDATE, 6. April, 15.30 Uhr: Quarantäne in Jessener Stadtteilen ist aufgehoben

Nach anderthalb Wochen wird die wegen eines Corona-Ausbruchs verhängte Quarantäne in zwei Ortsteilen der Kleinstadt Jessen in Sachsen-Anhalt wieder aufgehoben. Die Maßnahmen in den Ortsteilen Jessen und Schweinitz würden an diesem Montag um 20 Uhr außer Kraft gesetzt, teilte der Landkreis mit. Die Sperren auf den Ein- und Ausgangsstraßen sollen demnach in der Nacht zum Dienstag beseitigt werden.

Als Grund für die Lockerung nannte der Landkreis stagnierende Infektionszahlen. "Trotz umfangreicher Testungen im eigens dafür eingerichteten Abstrichzentrum in Jessen ist die Zahl an Neuinfektionen nicht weiter angestiegen", heißt es in der Mitteilung. Die Maßnahmen hätten Wirkung gezeigt. Am 25. März hatte der Landrat die Ortsteile weitgehend abgeriegelt, nachdem es binnen weniger Tage unter anderem in einem Pflegeheim zahlreiche Infektionen gegeben hatte.

UPDATE, 6. April, 15.20 Uhr: Promis packen Überraschungstüten bei Selgros

Am Montag wurden Tüten mit Kosmetik, Lebensmittel und Süßes zu Ostern für die Tafel Leipzig bei Selgros gepackt. Pro Tüte kostet im Verkauf 5 Euro und Selgros legt als Spende für die, die nichts haben eine dazu. Der Verkauf läuft ab heute und ist nicht nur für Selgros Kunden, sondern im Moment kann jeder bei Selgros mit einer Gästekarte einkaufen. Unter anderem bekannte Persönlichkeiten wie Michaela Koschak , Peter Escher, Annette Stapper und Dr. Werner Wehmer vom Leipziger Tafel e.V. waren vor Ort. 

In die Tüten kamen süße, aber auch nützliche Überraschungen für Ostern.
In die Tüten kamen süße, aber auch nützliche Überraschungen für Ostern.  © Silvio Bürger
Zahlreiche Leipziger packten mit an.
Zahlreiche Leipziger packten mit an.  © Silvio Bürger

UPDATE, 6. April, 15 Uhr: Neue Fallzahlen für Sachsen

Mit dem Stand vom Montagnachmittag gibt es neue Zahlen der bestätigten Corona-Fälle in Sachsen. In Leipzig ist die Zahl der Infizierten auf 427 angestiegen, in ganz Sachsen sogar auf 3145 Fälle

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UPDATE, 6. April, 14 Uhr: Veranstalter sagen Bachfest ab

Das Bachfest Leipzig 2020 fällt wegen der Coronavirus-Pandemie aus. Der Leipziger Oberbürgermeister Burkhard Jung (62, SPD) habe der Stiftung Bach-Archiv die Absage angeordnet, teilten die Organisatoren am Montag mit. 

Mehr Informationen dazu findet Ihr >>> hier. 

Laut Veranstaltern handelt es sich um eine "unvermeidliche Absage".
Laut Veranstaltern handelt es sich um eine "unvermeidliche Absage".  © dpa/Sebastian Willnow

UPDATE, 6. April, 13 Uhr: Sorge um das Wave-Gotik-Treffen?

Nach dem aktuellen Stand halten die Veranstalter an der Durchführung des Wave-Gotik-Treffen am Pfingstwochenende fest. "Wir wollen einfach nicht über eine mögliche Absage oder Verschiebung und deren Folgen spekulieren, solange das nicht behördlich amtlich ist", so die Veranstalter. 

Mehr Infos dazu bekommt Ihr >>> hier

Zahlreiche Fetisch- und Gothic-Liebhaber wollen Pfingsten in die Messestadt strömen.
Zahlreiche Fetisch- und Gothic-Liebhaber wollen Pfingsten in die Messestadt strömen.  © Peter Endig/dpa-Zentralbild/dpa

UPDATE, 6. April, 12.30 Uhr: Keine Begleitpersonen mehr für Gebärende

Das Uniklinikum teilte am Montag mit, dass keine Begleitpersonen mehr zu Geburten zugelassen werden. "Das ist die logische Konsequenz aus allen Schutzmaßnahmen", erklärt Professor Holger Stepan, Direktor der UKL-Geburtsmedizin. 

"Eine Geburt dauert in der Regel mehrere Stunden. Wir können nicht sicherstellen, dass die Väter über diese gesamte Dauer kein Infektionsrisiko für unsere Mitarbeiter, werdende Mütter oder Neugeborene darstellen". Diese schwere Entscheidung sei in Abstimmung mit allen Leipziger Entbindungskliniken getroffen worden, da alle vor der gleichen Herausforderung stehen. 

Außerdem wird am Mittwoch in der Corona-Ambulanz am Universitätsklinikum Leipzig eine zahnmedizinische Notfall-Ambulanz für Covid-19-Patienten ihre Arbeit aufnehmen. Hier können Patienten mit einem positiven Corona-Test bei Zahnschmerzen und akuten Zahnproblemen sicher behandelt werden. Dafür wurde eine zahnärztliche Behandlungseinheit in den separaten Räumen der Corona-Ambulanz am UKL aufgebaut.

Werdende Mütter dürfen ab sofort keine Begleitperson mehr zur Entbindung mitnehmen.
Werdende Mütter dürfen ab sofort keine Begleitperson mehr zur Entbindung mitnehmen.  © Uniklinikum Leipzig

UPDATE, 6. April, 10 Uhr: Oliver Mintzlaff warnt vor Bundesliga-Aus

RB Leipzigs Vorstandschef Oliver Mintzlaff warnt eindringlich vor einem Abbruch der derzeit ausgesetzten Saison in der Fußball-Bundesliga. "Das wäre ein Desaster", sagte der 44-Jährige im Interview der "Bild"-Zeitung mit Blick auf mögliche Insolvenzen bei den Vereinen

Mehr Informationen dazu findet Ihr >>> hier

Mintzlaff rät, die aktuelle Saison trotz Corona-Krise zu beenden.
Mintzlaff rät, die aktuelle Saison trotz Corona-Krise zu beenden.  © dpa/Jan Woitas/dpa-Zentralbild

UPDATE, 6. April, 8.15 Uhr: Sommersemester an der Uni Leipzig startet online

Wie in ganz Sachsen beginnt auch das Sommersemester der Uni Leipzig am Montag, dem 6. April. Alle Vorlesungen und Seminare finden jedoch aufgrund der aktuellen Lage online statt. Wichtige Informationen dazu für Studierende gibt es >>> hier

UPDATE, 5. April, 21.30 Uhr: Neue Fallzahlen aus Sachsen

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UPDATE, 5. April, 20.20 Uhr: Aktuelle Fallzahlen aus Sachsen

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UPDATE, 5. April, 15.15 Uhr: 3000-Fälle-Grenze überschritten, jetzt 41 Tote

Mit Stand 15.10 Uhr hat Sachsen jetzt 3039 bestätigte Corona-Infektionen zu verbuchen. 41 Todesfälle sind bisher zu beklagen. 

Am Sonntag wurde die 3000-Fälle-Grenze in Sachsen überschritten.
Am Sonntag wurde die 3000-Fälle-Grenze in Sachsen überschritten.  © TAG24

UPDATE, 5. April, 12.50 Uhr: Großer Dank für Schutzmasken-Transport von Leipzig nach Berlin

Die Senatsverwaltung für Gesundheit hat sich bei der Bundeswehr für deren Hilfe beim Transport von Schutzmasken bedankt. 

"Für unsere Bestellung gab es kurzfristig keine Luftfrachtkapazität nach Berlin, sondern nach Leipzig, und da halfen die Fähigkeiten der Bundeswehr aus", twitterte Gesundheitsstaatssekretär Martin Matz am Sonntag. Die Lieferung sei ein Zwischenerfolg für die Bemühungen beim Kauf von Schutzausrüstung für Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und die Gesundheitsämter in Berlin.

Die zwei Millionen Atemschutzmasken und 300.000 Schutzkittel aus China waren am Samstag am Flughafen Leipzig/Halle eingetroffen. Die Bundeswehr habe sie dort abgeholt und mit einem Lkw-Konvoi nach Berlin gebracht, sagte Senatssprecherin Melanie Reinsch am Sonntagmorgen. Die Schutzmasken und -kittel sollen ab Montag in Berlin unter anderem an Kliniken, Pflegeheime und die Polizei verteilt werden. Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) hatte die Bundeswehr um Amtshilfe gebeten.

UPDATE, 5. April, 12.40 Uhr: Deutschlands erster Kugelstoß-Weltmeister David Storl trainiert weiter

Dank einer Ausnahmeregelung des sächsischen Innenministeriums darf Kugelstoßer David Storl weiter trainieren. Daran ändert auch die Olympia-Verschiebung auf 2021 nichts. 

"Für uns ist es die Grundlage, dass es vielleicht im Sommer wieder zu irgendwelchen Wettkämpfen kommen kann. Wenn wir uns zu Hause mit ein bisschen Stabi-Training und Fahrradfahren die Zeit vertreiben, dann können wir es auch lassen", sagte der 29-Jährige der Deutschen Presse-Agentur. Für ihn sei es "wichtig, dass ein bissel Routine bleibt, dass wir in den Kraftraum gehen und Kugelstoßen können. Es ist ja kein Freizeitsport wie Laufen gehen oder Fahrrad fahren".

Nach dem verkorksten WM-Jahr will der Routinier vom SC DHfK Leipzig wieder angreifen. Immerhin ist die Lücke zur Weltspitze derzeit groß. "Es ist enorm wichtig, gerade für mich in meiner Situation. Ich hatte letztes Jahr keine Wettkämpfe mit einem relevanten Ergebnis erzielt. Ich war seit April verletzt", sagte Deutschlands erster und zugleich jüngster Kugelstoß-Weltmeister (2011/Daegu).

David Storl (29) wurde 2011 der erste deutsche Kugelstoß-Weltmeister.
David Storl (29) wurde 2011 der erste deutsche Kugelstoß-Weltmeister.  © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

UPDATE, 5. April, 11 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Sachsen

Mit aktuell 2954 bestätigten COVID-19-Infektionen hat Sachsen fast die 3000er-Marke erreicht.

Die Plätze 1 bis 3 belegen wie in den letzten Tagen der Kreis Zwickau (491 Fälle / 9 Tote) sowie die Städte Dresden (436 / 4) und Leipzig (403 / 2). 

Die Infizierten-Fälle in Sachsen gehen auf die Marke von 3000 zu.
Die Infizierten-Fälle in Sachsen gehen auf die Marke von 3000 zu.  © TAG24
Der Kreis Zwickau sowie die beiden größten Städte, Dresden und Leipzig, weisen die meisten Coronafälle auf.
Der Kreis Zwickau sowie die beiden größten Städte, Dresden und Leipzig, weisen die meisten Coronafälle auf.  © TAG24

UPDATE, 5. April, 10.52 Uhr: Wie Risikopatientin Alexandra (33) trotzdem optimistisch bleibt

Das Leben hatte für Alexandra Richter (33) aus Chemnitz gerade wieder Fahrt aufgenommen, nachdem sie mit Chemotherapien und einer Stammzell-Transplantation gegen Leukämie ankämpfte. Erfolgreich.

Wie die Sächsin mit der aktuellen Situation klarkommt, lest Ihr >>>hier.  

Alexandra Richter (33) ist Risikopatientin.
Alexandra Richter (33) ist Risikopatientin.  © Picture Point/Kerstin Dölitzsch

UPDATE, 5. April, 9.50 Uhr: Im Corona-Kampf sind neue Ideen gefragt

Die Zahlen der Neuinfektionen steigen weiter, wenn auch weniger rasant. Erst eine Impfung wird das Coronavirus endgültig ausbremsen. Bis diese zur Verfügung steht, müssen wir ersatzweise andere Pläne schmieden, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. 

Inzwischen wird das Virus systematisch immer mehr entschlüsselt. Welche neuen Erkenntnisse konnten Wissenschaftler gewinnen? Und welche neuen Strategien gibt es, um das aggressive Virus zu bändigen?

Antworten auf diese Fragen gibt's >>>hier.

Titelfoto: Sebastian Willnow/ZB/dpa

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