Entscheidung gefallen: Andreas Reize soll Thomanerchor übernehmen

Leipzig - Der Schweizer Andreas Reize soll der neue Leiter des weltberühmten Thomanerchors in Leipzig werden.

Adreas Reize soll sein neues Amt im September 2021 antreten.
Adreas Reize soll sein neues Amt im September 2021 antreten.  © Stadt Leipzig

Der 1975 in Solothurn geborene Reize wurde von der Auswahlkommission nach einem aufwendigen Verfahren vorgeschlagen, teilte die Stadt am Dienstag mit.

"Wir freuen uns, mit Andreas Reize einen Kandidaten gefunden zu haben, mit dem wir den Aufbruch ins 21. Jahrhundert erfolgreich fortsetzen können", sagte Oberbürgermeister Burkhard Jung (62, SPD).

Andreas Reize soll die Nachfolge von Thomaskantor Gotthold Schwarz antreten, dessen Vertrag mit der Stadt Leipzig vereinbarungsgemäß am 30. Juni 2021 endet. Der Amtsantritt ist für September 2021 geplant.

Am 16. Dezember entscheidet der Leipziger Stadtrat über die Personalie.

Reize lieferte Konzept für die Zukunft des Thomanerchors

Seit Ende April war nach einem neuen Leiter für die Thomaner gesucht worden. (Archivbild)
Seit Ende April war nach einem neuen Leiter für die Thomaner gesucht worden. (Archivbild)  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Reize studierte Kirchenmusik an den Musikhochschulen in Bern und Winterthur-Zürich und legte ein Konzertdiplom im Fach Orgel, ein Lehrdiplom Klavier sowie ein Postgraduate-Studium im Fach Chor-Dirigieren ab.

Er ist unter anderem Musikdirektor der Oper Waldegg, seit 2007 Leiter des Knabenchores "Singknaben der St. Ursenkathedrale Solothurn", seit 2011 Leiter des Gabrielichors Bern und Chordirektor des Zürcher Bach-Chores sowie seit 2019 Erster Gastdirigent am Theater Biel-Solothurn für den Bereich Alte Musik.

Reize verfüge über breite interpretatorische, musikwissenschaftliche und theologische Kenntnisse, begründete Kulturbürgermeisterin Skadi Jennicke (43, Die Linke) die Entscheidung. "Er stellte in seiner Bewerbung ein umfassendes, fundiertes und schlüssiges Konzept für die zukünftige Entwicklung des Thomanerchores vor."

Seit April hatte sich eine 17-köpfige Auswahlkommission und ein fünfköpfiges Expertengremium auf die Suche nach einem Nachfolger gemacht.

Titelfoto: Montage: Stadt Leipzig + Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

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