Autofahrer aufgepasst: "PARK(ing) Day" und Demos sorgen in Leipzig für Einschränkungen

Leipzig - Wenn Parkplätze sich plötzlich in bunte Vorgärten verwandeln ist wieder "PARK(ing) Day"! Am heutigen Freitag haben Autofahrer in Leipzig das Nachsehen. Auch am Wochenende sorgen Demonstrationen für Verkehrseinschränkungen.

In Leipzig werden Parkplätze am Freitag zu Freizeitorten: "PARK(ing) Day" in der Endersstraße.
In Leipzig werden Parkplätze am Freitag zu Freizeitorten: "PARK(ing) Day" in der Endersstraße.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

"Gestalte Deine Park_Lücke! Mehr Platz für Menschen anstatt für Autos!", heißt es von den "Ökolöwen" zur Aktion bei Facebook. "Mit Euren Einfällen zeigt Ihr, wie wir Straßen und Plätze für alle lebenswerter gestalten können."

Wie das Leipziger Ordnungsamt mitteilt, gilt durch die Veranstaltung an folgenden Orten Halteverbot:

August-Bebel-Straße 46, Augustusplatz, Aurelienstraße 19-21, Aurelienstraße gegenüber von Hausnummer 23, Birkenstraße, Brandstraße 15, Braustraße 15, Crottendorfer Straße 5, Demmeringstraße 32, Eisenacher Straße 40a, Eisenbahnstraße (Parkplatz Höhe ALDI und Parkplatz Höhe Hedwigstraße), Endersstraße (Ecke Merseburger Straße), Ferdinand-Lasalle-Straße 25, Ferdinand-Rhode-Straße 30, Georg-Schwarz-Straße 19, Gorkistraße 72, Gottschedstraße (Höhe Pilot), Gustav-Freytag-Straße, Hedwigstraße 20, Josephstraße 27, Karl-Heine-Straße 64, Kochstraße 7, Martin-Luther-Ring 2, Neumarkt 27-29, Neustädter Straße 22-24, Richterstraße 4-6, Schillerstraße 5, Sebastian-Bach-Straße, Zschochersche Straße (Ecke Weißenfelser Straße).

Außerdem gibt's mehrere Straßensperrungen: Die Hildegardstraße, zwischen Eisenbahnstraße und Ludwigstraße, und die Neumannstraße, zwischen Gregor-Fuchs-Straße und Stünzer Straße, sind für Autos tabu. In der Könneritzstraße, zwischen Klingerweg und Haltestelle Holbeinstraße, wird eine "Protected Bike Lane" angelegt.

Ein Aufzug unter dem Motto "Stadt für Menschen - statt für Autos" ist zwischen 16.30 und 17.30 Uhr mit 50 Teilnehmern im Bereich zwischen Virchowstraße und Erfurter Straße auf der Lützowstraße angemeldet.

Demonstrationen am Wochenende

Ob zur grünen Oase oder zur Party-Location: Schon im vergangenen Jahr wurden in Leipzig am "PARK(ing) Day" Parkplätze umgestaltet.
Ob zur grünen Oase oder zur Party-Location: Schon im vergangenen Jahr wurden in Leipzig am "PARK(ing) Day" Parkplätze umgestaltet.  © Birthe Kleemann

Weiter geht's dann am Samstagmorgen um 8.15 Uhr mit einer Fahrrad-Demo. Etwa 40 Radler wollen "Verantwortung erfahren" und "gemeinsam gegen alte und neue Nazis" protestieren. 

Die Route: Augustusplatz > Georgiring > Brandenburger Straße > Mecklenburger Straße > Lagerhofstraße > Adenauerallee > Permoserstraße > B6 > weiter in den Landkreis Leipzig.

Die Kundgebung "Sichere Radwege in Leipzig - ohne Unterbrechungen", findet von 11 bis 17 Uhr auf der rechten Fahrspur der Karl-Heine-Straße stadteinwärts, zwischen Zschochersche Straße und Erich-Zeigner-Allee, statt.

Zwischen 12 und 22 Uhr ist mit etwa 500 Teilnehmern eine weitere Kundgebung geplant. Das Thema: "IG Freiraum @PARK(ing) Day: Verkehrsberuhigung in Volkmarsdorf". Von Einschränkungen betroffen sind dabei die Hildegardstraße, die Ludwigstraße, die Elisabethstraße und die Mariannenstraße.

Von 15 bis 19 Uhr wird zur Forderung "Kinder aufs Rad" ausgehend vom Johannisplatz im Uhrzeigersinn um den Innenstadtring in die Pedale getreten.

Protest und Gegendemo im Zentrum

Durch den Aufzug "Versammlung für die Freiheit" der "Bewegung Leipzig" mit etwa 1000 angemeldeten Protestierenden kann es zudem für den Zeitraum von 15.30 bis 19 Uhr im Zentrum auf folgender Strecke zu Einschränkungen kommen: Markt > Katharinenstraße > Brühl > Reichsstraße > Schillerstraße > Kurt-Masur-Platz.

Die Gegendemo läuft unter den Motto "Kritisch bleiben!" ab 14.30 Uhr vom Connewitzer Kreuz zum Markt. Dort soll von 16 bis 18.30 Uhr eine Kundgebung stattfinden. Veranstalter ist unter anderem das Aktionsnetzwerk "Leipzig nimmt Platz".

Abgeschlossen wird das Demo-Wochenende dann am Sonntag von 12 bis 17 Uhr mit dem Aufzug "Nazis sichtbar machen - für gesellschaftliche Verantwortung im Fußball". 300 Beteiligte wollen auf folgender Route laufen: Otto-Runki-Platz > Eisenbahnstraße > Torgauer Platz > Torgauer Straße > Portitzer Straße.

Titelfoto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

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