ADAC kritisiert Stadt Leipzig: Zu viele Baustellen gleichzeitig, zu wenig Planung

Leipzig - Besonders in den Sommermonaten ist das Leipziger Straßenbild von Baustellen und langen Staus geprägt - zum Leidwesen der Bürger und Bürgerinnen. Nun wandte sich der ADAC mit einem kritischen Offenen Brief an das Verkehrs- und Tiefbauamt.

In Leipzig wird besonders während der Sommerferien am Straßenbild gebaut - zum Ärgernis vieler Verkehrsteilnehmer. (Symbolbild)
In Leipzig wird besonders während der Sommerferien am Straßenbild gebaut - zum Ärgernis vieler Verkehrsteilnehmer. (Symbolbild)  © 123rf/bilanol

Vor allem kritisierte der ADAC die hohe Anzahl gleichzeitig bestehender und oftmals sehr lang andauernder Baustellen.

"Baustellen sind unvermeidlich und bringen immer Behinderungen mit sich", wird in dem Offenen Brief angemerkt. "Aber gerade deshalb müssen bei der Planung und Ausführung die verkehrlichen Belange umfassend berücksichtigt werden".

Das heißt: Punktgenaues Management ist nötig, um beispielsweise die Luftverschmutzung durch Staus zu reduzieren und so einen wichtigen Schritt für den Klimaschutz zu tun.

Leipzig: Bilanz: Sieben Polizeibeamte bei "Wir sind alle LinX"-Demo verletzt, enormer Sachschaden
Leipzig Bilanz: Sieben Polizeibeamte bei "Wir sind alle LinX"-Demo verletzt, enormer Sachschaden

Die anderweitigen Bemühungen der Stadt, die Luft möglichst rein zu halten, würden nach Ansicht des ADAC beim Baustellen-Management plötzlich vernachlässigt werden.

"Bei vorausschauender Planung und Abstimmung, unter Beachtung des Verkehrsaufkommens muss es nicht zu diesen langen Staus kommen", ist sich der ADAC sicher.

Parallele Baustellen führen zu langen Stauungen

Ein aktuelles Beispiel für das angeblich mangelhafte Baustellen-Management der Stadt sei der Umbau des Adlers und die daraus resultierende Sperrung der Antonienstraße. Der Verkehr staue sich bis zur Jahnallee, auf der die Fahrzeuge gleichzeitig durch den dortigen temporären Radweg eingeschränkt werden.

Um diesem Problem auszuweichen, würde sich die Klingerbrücke laut ADAC als gute Umleitungsstrecke eignen - wäre diese momentan nicht selbst gesperrt.

Stattdessen trifft der Ausweichverkehr der Antonienstraße unweigerlich auf diejenigen Verkehrsteilnehmer, die die Baustelle rund um die neue Ampel vor der Red Bull Arena umfahren wollen. Problematisch: Wird diese Baustelle in der Hans-Driesch-Straße nicht vermieden, kann es passieren, dass man dort bis zu 45 Minuten im Stau stehen muss.

"Wie weit wird die Geduld der Bürger und Autofahrer noch strapaziert?", fragt der ADAC angesichts dieser Baumaßnahmen. Der Appell soll das Verkehrs- und Tiefbauamt zu einer Prüfung des der aktuellen Einschränkungen und Fahrspur-Reduzierungen animieren.

Titelfoto: 123rf/bilanol

Mehr zum Thema Leipzig Baustellen: