Erster Omikron-Fall in Leipzig: Das ist bisher bekannt

Leipzig - Die neue Coronavirus-Variante Omikron könnte sich bis nach Sachsen ausgebreitet haben. Der Fall in Leipzig wird bis Ende der Woche durch eine Genomsequenzierung überprüft, teilte eine Sprecherin der Stadt am Dienstag mit.

Über die neue Omikron-Variante des Coronavirus ist noch nicht viel bekannt - auch ihre Reaktion auf die Impfstoffe ist noch unklar. (Symbolbild)
Über die neue Omikron-Variante des Coronavirus ist noch nicht viel bekannt - auch ihre Reaktion auf die Impfstoffe ist noch unklar. (Symbolbild)  © 123RF/donfiore

Es handele sich um einen Verdachtsfall, über den die Chefin des Gesundheitsamtes, Regine Krause-Döring, bereits am Vortag bei einem Online-Gespräch mit Ministerpräsident Michael Kretschmer (46, CDU) berichtet hatte. Betroffen ist demnach ein 39 Jahre alter Mann, der weder im Ausland war, noch Kontakt zu einem Menschen hatte, der sich im Ausland befand.

Die speziellen Corona-PCR-Tests auf Varianten werden zumeist nur bei begründetem Verdacht veranlasst. Laut der Uniklinik, die den Fall behandelt, gab es bei Vortestungen Auffälligkeiten, die auf die Omikron-Variante hinweisen. Das Ergebnis der Gesamtgenomsequenzierung werde aber erst Ende der Woche erwartet.

Das sächsische Gesundheitsministerium teilte dazu am Dienstag mit, dass eine Beurteilung der Gefahr durch Omikron aktuell noch nicht möglich sei, weil über die Infektionskraft der neuen Mutation noch zu wenig bekannt sei.

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Auch könne noch nicht eingeschätzt werden, wie gut die aktuell verfügbaren Impfstoffe vor einer Infektion schützten. Nach den bisherigen Erfahrungen lasse sich eine Ausbreitung der Variante wahrscheinlich nicht mehr verhindern, so das Ministerium.

WHO stufte Omikron-Variante als "besorgniserregend" ein

Die Angst vor der Omikron-Variante des Coronavirus ist inzwischen auch in Leipzig angekommen. (Symbolbild)
Die Angst vor der Omikron-Variante des Coronavirus ist inzwischen auch in Leipzig angekommen. (Symbolbild)  © Lee Jin-Man/AP/dpa

Mittlerweile sind in etlichen Ländern - darunter auch Deutschland - Fälle der Variante aufgetaucht. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte die zunächst im südlichen Afrika entdeckte Corona-Variante am Freitag als "besorgniserregend" eingestuft.

Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC spricht von ernsthaften Sorgen, dass Omikron die Wirksamkeit der Impfstoffe erheblich verringern und das Risiko von Reinfektionen erhöhen könnte. Welche genauen Auswirkungen die Mutante hat, steht noch nicht fest.

Sachsen gilt als bundesweiter Corona-Hotspot - die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Dienstag laut Robert Koch-Institut (RKI) bei 1268,9. Vielerorts sind die Krankenhäuser und Intensivstationen überlastet. So soll die Bundeswehr am Mittwoch erstmals auch sächsische Intensivpatienten zur Behandlung nach Nordrhein-Westfalen fliegen. Das Spezialflugzeug der Luftwaffe wird die Schwerkranken nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch von Dresden nach Köln bringen.

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In der vergangenen Woche war das bundesweite Kleeblatt-Konzept zur strategischen Verlegung von Intensivpatienten in weniger belastete Bundesländer aktiviert worden.

Das Konzept soll verhindern, dass dringend behandlungsbedürftige Patienten wegen Überlastung der Intensivmedizin in einem Bundesland nur noch unzureichend oder gar nicht mehr versorgt werden können.

Titelfoto: Lee Jin-Man/AP/dpa

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