Coronavirus in Leipzig: Keine Maskenpflicht mehr in Leipziger Innenstadt

Leipzig - Leipzig in der Corona-Krise: Stand Mittwoch, 12. Mai, hatten sich laut Leipziger Stadtverwaltung 21.498 Bürger infiziert. Der für mögliche weitere Maßnahmen verwendete Inzidenzwert des Robert-Koch-Instituts liegt bei 72,5 (Stand: 13. Mai, 3.10 Uhr).

Alle Infos zu den Auswirkungen des Coronavirus in Leipzig findet Ihr hier.
Alle Infos zu den Auswirkungen des Coronavirus in Leipzig findet Ihr hier.  © arifoto UG/dpa-Zentralbild/dpa

Deutschland befindet sich weiterhin im Lockdown. Wegen erneut steigender Inzidenzwerte wurde dieser bei der letzten Bund-Länder-Konferenz am 22. März erst bis 18. April und nun später auch bis 30. Mai verlängert.

Darüber hinaus soll auch die vereinbarte "Notbremse" bei einem Inzidenzwert von mehr als 100 konsequent umgesetzt werden. So gelten nun wieder strengere Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen sowie eine nächtliche Ausgangssperre zwischen 22 und 5 Uhr.

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UPDATE, 13. Mai, 10.15 Uhr: Verbraucherzentrale begrüßt Corona-Warn-App für Kontaktnachverfolgung

Die Verbraucherzentrale Sachsen sieht in der Corona-Warn-App eine verbraucherfreundlichere Lösung zur Nachverfolgung von Kontakten. Sachsen gehe mit seiner Verordnung einen anderen Weg als andere Bundesländer und nutze vorrangig die Corona-Warn-App zur digitalisierten Kontaktnachverfolgung, hieß es in einer Mitteilung vom Mittwoch.

"Die Koalition hat sich für mehr Datenschutz und -sparsamkeit entschieden", sagte der Referent Digitales der Verbraucherzentrale, Lorenz Bücklein. Er empfahl den Download und Einsatz der Corona-Warn-App. So werde mit der neuen Funktion einer pseudonymisierten Kontaktnachverfolgung die Privatsphäre der Verbraucher besser geschützt als etwa bei der Luca-App der kommerziellen Anbieter.

Nachbesserungsbedarf sieht die Verbraucherzentrale hingegen bei der Check-In-Funktion der Corona-Warn-App. Eine Systemlücke ermögliche es derzeit, sich auch aus der Ferne bei einer Veranstaltung oder im Restaurant einzuloggen, sofern der QR-Code des Anbieters bekannt sei.

Die Verbraucherzentrale Sachsen befürwortet die Corona-Warn-App als Lösung zur Nachverfolgung von Kontakten. (Archivbild)
Die Verbraucherzentrale Sachsen befürwortet die Corona-Warn-App als Lösung zur Nachverfolgung von Kontakten. (Archivbild)  © Zacharie Scheurer/dpa-tmn

UPDATE, 12. Mai, 18.40 Uhr: Corona-Inzidenz in Sachsen sinkt auf 144,4

Die Dynamik der Corona-Pandemie in Sachsen schwächt sich weiter ab. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts sank der Zahl der Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen am Mittwoch auf 144,4.

Am Dienstag lag die Inzidenz noch bei 167,6. Allerdings ist Sachsen hinter Thüringen (168,3) immer noch das am stärksten betroffene Bundesland. Bundesweit betrug die Inzidenz 107,8.

Die höchsten Werte innerhalb Sachsens hatten am Mittwoch der Landkreis Mittelsachsen (238,1) und der Erzgebirgskreis (237,9), die niedrigsten Leipzig (74,0) und Dresden (92,9).

Nach Angaben des sächsischen Gesundheitsministerium gab es von Dienstag zu Mittwoch 1499 nachgewiesene Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Seit Beginn der Pandemie im März 2020 haben sich damit insgesamt 275.861 Menschen infiziert.

Die Zahl der Todesopfer stieg um 20 auf insgesamt 9331. Gut 251.350 Frauen und Männer gelten als genesen. Der Anteil der Toten an allen Infizierten liegt bei 3,4 Prozent.

UPDATE, 12. Mai, 15.45 Uhr: Neues Corona-Testzentrum öffnet auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz

Am Freitag (14. Mai) um 10 Uhr eröffnet Leipzigs erstes "Bike-In"- und "Walk-In"-Testzentrum am Wilhelm-Leuschner-Platz. Fahrradfahrer und Fußgänger können sich dort künftig an einer von drei parallelen Teststrecken auf das Coronavirus testen lassen. Geöffnet ist dann jeweils montags bis samstags von 9 bis 18 Uhr.

Die Bürger, die sich testen lassen wollen, können ihr Fahrrad einfach und unkompliziert mit in den Testbereich nehmen, der als Einbahnstraße konzipiert ist. Eine Voranmeldung ist möglich nicht nötig.

UPDATE, 12. Mai, 12.55 Uhr: Corona-Testambulanz am Diakonissenkrankenhaus ändert Öffnungszeiten

In der Corona-Testambulanz des Diakonissenkrankenhauses Leipzig können sich Interessierte einmal pro Woche kostenlos testen lassen.

Ab 17. Mai ändern sich hier die Öffnungszeiten: Immer montags, mittwochs und freitags kann man sich zwischen 10.30 Uhr und 15 Uhr testen lassen. Eine weitere Neuerung in der Testambulanz ist außerdem, dass man ab kommender Woche >>>hier seinen Termin online buchen kann.

Am Leipziger Diakonissenkrankenhaus kann man sich wöchentlich kostenfrei testen lassen. (Symbolbild)
Am Leipziger Diakonissenkrankenhaus kann man sich wöchentlich kostenfrei testen lassen. (Symbolbild)  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

UPDATE, 12. Mai, 11.50 Uhr: Lockerungen ab Freitag in Leipzig

Da in Leipzig fünf Tage in Folge eine Inzidenz unter 100 festgestellt wurde, fallen ab Freitag die Regelungen der Bundesnotbremse weg.

Unter anderem gibt es dadurch keine Ausgangsbeschränkungen mehr, außerdem dürfen Biergärten und Freisitze öffnen. Eine genaue Auflistung der Lockerungen findet Ihr >>>hier in unserem ausführlichen Artikel zum Thema.

UPDATE, 12. Mai, 11.45 Uhr: Handwerkskammern fordern Ende der Testpflicht vor Salonbesuch

Die Handwerkskammern in Sachsen-Anhalt fordern ein Ende der Testpflicht beim Friseur und der Fußpflege. Die Auswirkungen der Vorschrift auf die Geschäfte seien zum Teil desaströs, hieß es in einer am Mittwoch verbreiteten Erklärung der Handwerkskammern Magdeburg und Halle. Gerade im ländlichen Raum, wo in kleinen Ortschaften in der Regel kein Testzentrum zur Verfügung stehe, werde der Friseurbesuch zu einer tagfüllenden Angelegenheit, wenn zuvor noch in einem größeren Ort ein Testzentrum aufgesucht werden müsse.

Zwar besteht für die Kunden auch die Möglichkeit, einen Selbst-Test vor Ort zu machen. Wenn dieser aber wegen begrenzter Raumgröße auf der Straße stattfinden und die Kunden 20 Minuten vor der Tür warten müssten, schrecke dies die Menschen ab. Zudem sei es für die Friseure eine zusätzliche Belastung, dass sie die korrekte Durchführung des Test überwachen sollen. Der Zeitaufwand und die Kosten führten dazu, dass - je nach Standort - die Kundenfrequenz deutlich abnehme.

Betriebe würden den Kammern teilweise einen dramatischen Kundenrückgang melden. Durch die sinkenden Einnahmen bei nahezu unveränderten Kosten gerieten nicht wenige Unternehmen wieder in existenzielle Schwierigkeiten.

UPDATE, 12. Mai, 11.35 Uhr: Magdeburger "Fest der Begegnung" fällt wegen Corona-Pandemie aus

Das traditionelle "Fest der Begegnung" in Magdeburg fällt in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie aus. Nach Angaben eines Polizeisprechers vom Mittwoch gibt es Überlegungen, das Fest eventuell im Sommer oder Herbst nachzuholen. Allerdings erfülle es dann eigentlich seinen Zweck nicht mehr. 2022 solle es das Fest auf jeden Fall wieder geben. Daran hätten auch die Kirchen großes Interesse.

Das Fest erinnert an die rassistischen Himmelfahrtskrawalle 1994 in Magdeburg. Damals hatten grölende Rechtsradikale stundenlang Ausländer durch die Stadt getrieben und auf sie eingeprügelt. Die Polizei war überfordert, Passanten sahen tatenlos zu. Das "Fest der Begegnung" wird organisiert von der Polizei, den Kirchen und der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt.

UPDATE, 12. Mai, 9.07 Uhr: Wochenwert der Corona-Infektionen in Sachsen-Anhalt sinkt weiter

Der Sieben-Tage-Inzidenz ist in Sachsen-Anhalt weiter gesunken.

Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Mittwoch einen Wert von 114,8, nachdem dieser am Dienstag noch bei 125,6 gelegen hatte. Binnen 24 Stunden wurden den Angaben zufolge 388 neue Infektionen gemeldet. Zudem wurden sechs weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 registriert.

Bundesweit wurden 14.909 neue Infektionen erfasst. Der Sieben-Tage-Wert ging am Mittwoch auf 107,8 zurück, nachdem er am Dienstag noch bei 115,4 gelegen hatte.

Inzwischen liegen in Sachsen-Anhalt zwei kreisfreie Städte und zwei Landkreise bei Sieben-Tage-Werten von unter 100. Am Mittwoch wies das RKI für Magdeburg einen Wert von 69,5 aus und für Dessau-Roßlau einen Wert von 96,1. Im Landkreis Anhalt-Bitterfeld lag die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz am Mittwoch bei 66,3 und im Landkreis Börde bei 90,7.

UPDATE, 11. Mai, 19.29 Uhr: Keine generelle Maskenpflicht mehr in Leipzigs Innenstadt

Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (63, SPD) hat die generelle Maskenpflicht in der Innenstadt ab kommendem Freitag aufgehoben. (Archivbild)
Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (63, SPD) hat die generelle Maskenpflicht in der Innenstadt ab kommendem Freitag aufgehoben. (Archivbild)  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Laut einem Bericht der Leipziger Volkszeitung (LVZ) soll die Maskenpflicht in der Innenstadt ab kommendem Freitag entfallen. Dies habe Oberbürgermeister Burkhard Jung (63, SPD) am Dienstag während eines Bürgerdialoges mit dem Leipzig Fernsehen angekündigt.

Die Corona-Schutz-Verordnung muss dennoch weiterhin eingehalten werden. Das heißt: An Orten, an denen man den erforderlichen Mindestabstand nicht einhalten kann, müsse demnach weiterhin ein Mundschutz getragen werden.

Das gelte außerdem auch immer noch für den Besuch des Wochenmarktes, hier bleibe die Pflicht bestehen.

Die Hinweisschilder im Zentrum sollen hingegen entfernt werden.

UPDATE, 11. Mai, 18.45 Uhr: Leipziger Bundesliga-Handballer erhalten erste Astrazeneca-Impfung

Die Handballer des SC DHfK Leipzig haben ihre erste Corona-Schutzimpfung erhalten, darunter auch Philipp Weber (28, Mitte). (Archivbild)
Die Handballer des SC DHfK Leipzig haben ihre erste Corona-Schutzimpfung erhalten, darunter auch Philipp Weber (28, Mitte). (Archivbild)  © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

Die Bundesliga-Handballer des SC DHfK Leipzig haben die erste Anti-Corona-Impfung erhalten. Wie die Sachsen am Dienstag mitteilten, wurde das Bundesliga-Team am Montag am Universitätsklinikum Leipzig mit dem Impfstoff Astrazeneca versorgt. Zur Vorbeugung möglicher Reaktionen hält sich das Team an die empfohlene Trainingskarenz von drei Tagen.

Ab Donnerstag bereitet sich die Mannschaft auf das Ost-Duell beim SC Magdeburg am Sonntag vor. Die Zweitimpfung ist für Mitte Juli vorgesehen, so dass der SC DHfK immunisiert die Vorbereitung auf die nächste Saison angehen kann.

Nationalspieler Philipp Weber (28) wurde wegen der bevorstehenden Olympia-Teilnahme über den Olympiastützpunkt Sachsen (OSP) mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson geimpft. Somit benötigt er keine Zweitimpfung und kann immunisiert zu den Olympischen Spielen nach Tokio fahren.

"Mit der Immunisierung unserer Mannschaft leisten wir einen kleinen Beitrag auf dem Weg zurück zur Normalität. Gerade unsere Sportler, aber auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Geschäftsstelle, treffen in ihrem Berufsalltag auf viele Kontakte. Es gibt uns ein gutes Gefühl, dass wir durch diese Maßnahme bestens geschützt sind und von uns kein Übertragungsrisiko mehr ausgehen kann", sagte DHfK-Geschäftsführer Karsten Günther laut Vereinsmitteilung.

Titelfoto: 123rf/Jakob Fischer

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