Coronavirus in Leipzig: Die Messestadt im Teil-Lockdown

Leipzig - Leipzig in der Corona-Krise. Seit September verzeichnen Gesundheitsämter erneut einen Anstieg der Fallzahlen. Rund 4000 Bürgerinnen und Bürger der Messestadt sind mittlerweile mit dem Virus infiziert.

Alle Infos zu den Auswirkungen des Coronavirus in Leipzig findet Ihr hier.
Alle Infos zu den Auswirkungen des Coronavirus in Leipzig findet Ihr hier.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Nach der ersten Corona-Welle im März waren die Fallzahlen zunächst abgeklungen, die Schutzmaßnahmen immer mehr gelockert worden. Seit September nimmt jedoch die Infektionsrate in Leipzig, wie im Rest der Bundesrepublik, wieder Fahrt auf, immer mehr Bürger haben sich in den letzten Wochen mit der gefährlichen Atemwegserkrankungen infiziert.

Einen Rückblick der bisherigen Geschehnisse findet Ihr hier.

Ende Oktober beschlossen Länder und Bundesregierung deshalb, ganz Deutschland in einen Teil-Lockdown zu versetzen, um den Fallzahlen entgegenzuwirken (TAG24 berichtete). Seit Anfang November sollen in Leipzig, wie im Rest der Nation, soziale Kontakte auf ein Minimum begrenzt werden, unter anderem haben Restaurants und Veranstaltungsorte erneut geschlossen, darüber hinaus gilt im Bereich des Innenstadt-Rings, an Haltestellen und auf Wochenmärkten Maskenpflicht.

Mittlerweile wurde der Teil-Lockdown durch Bund und Länder verlängert, die Maßnahmen nochmals verschärft (TAG24 berichtete). Weil die Infektionszahlen in Sachsen besonders hoch ausfallen, das Gesundheitssystem an einigen Orten bereits an seine Belastungsgrenzen gerät, geht der Freistaat sogar noch einen Schritt weiter und hat Ausgangssperren erlassen (TAG24 berichtete). Diese treten in Kraft, wenn in einem Gebiet ein Inzidenzwert von 200 überschritten wird.

Über alle weiteren Entwicklungen werdet Ihr in unserem Ticker informiert.

Alle aktuellen Infos aus Deutschland und der Welt auch im großen +++ Coronavirus-Liveticker +++

UPDATE, 25. November, 21 Uhr: Spielhallen, Spielbanken und Wettannahmestellen bleiben geschlossen

Auch Spielhallen und Spielbanken sowie Wettannahmestellen und ähnliche Einrichtungen müssen im aktuellen Teil-Lockdown wegen der Corona-Pandemie geschlossen bleiben. Das Sächsische Oberverwaltungsgericht (OVG) hat nach Angaben vom Mittwoch im Eilverfahren entschieden, dass die Betriebsverbote für diese Einrichtungen gelten.

Die Richter lehnten es wie zuvor bei Fitnessstudios, touristisch genutzter Beherbergung und Gastronomie ab, die entsprechenden Passagen in der Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung in der seit 13. November geltenden Fassung außer Vollzug zu setzen.

Das Betriebsverbot auch für diese Einrichtungen sei im Sinne der Kontaktvermeidung zur Eindämmung des Infektionsgeschehens "erforderlich und angemessen". Das OVG ist überzeugt, dass auch in diesem Fall die Entscheidungen einer möglichen Normenkontrollklage, mit der die Vorschriften endgültig für unwirksam erklärt werden könnten, standhalten.

UPDATE, 25. November, 18 Uhr: Aktuelle Corona-Zahlen in Sachsen

Die aktuellen Inzidenz-Werte und Fallzahlen aus Sachsen.
Die aktuellen Inzidenz-Werte und Fallzahlen aus Sachsen.  © TAG24

UPDATE, 25. November, 16 Uhr: Rund 1400 Neuinfektionen und zehn neue Todesfälle in Sachsen

In Sachsen steigt die Zahl der laborbestätigten Neuinfektionen weiter an - allerdings nicht mehr so stark wie in den vergangenen Tagen.

Laut Statistik des Gesundheitsministeriums vom Mittwoch wurden binnen eines Tages rund 1400 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert. Damit gibt es seit Beginn der Pandemie insgesamt 47.688 Infektionsfälle im Freistaat. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 stieg binnen 24 Stunden um zehn auf insgesamt 716.

Die Zahl der Neuinfektionen auf jeweils 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen liegt in Sachsen den Angaben zufolge bei derzeit 212 - am Dienstag waren es noch 219.

UPDATE, 25. November, 15.50 Uhr: 38 positive Schnelltests an Uniklinik Halle

Am Uniklinikum wurden 38 Menschen positiv auf Corona getestet.
Am Uniklinikum wurden 38 Menschen positiv auf Corona getestet.  © Peter Endig/dpa

Bei der wegen gestiegener Corona-Zahlen initiierten Schnelltest-Offensive am Uniklinikum Halle sind 38 Menschen positiv getestet worden.

Betroffen waren 26 Mitarbeiter und 12 Patienten, wie Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) am Mittwoch in Halle sagte.

Der Massentest sei damit abgeschlossen. Insgesamt wurden zwischen dem 13. und 17. November mehr als 2700 Schnelltests am Klinikum gemacht.

Wegen der zahlreichen positiven Tests wurden unter anderem die Regeln am Klinik-Einlass überarbeitet. So müssten etwa wieder Fragebögen mit Kontaktdaten ausgefüllt werden. Wegen der Corona-Pandemie sind den Angaben nach weiterhin bestimmte Bereiche des Klinikums geschlossen.

Insgesamt wurden in der Saalestadt 28 Neuinfektionen gemeldet. Der Corona-Kennwert lag mit 79 Infektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen erneut auf einem hohen Stand.

UPDATE, 25. November, 14.45 Uhr: Kein Weihnachtsmarkt in Magdeburg, Lichtwelt soll bleiben

In Magdeburg wird in diesem Jahr kein Weihnachtsmarkt veranstaltet. Es werde auch keine abgespeckte Variante mit größeren Abständen, mehreren Flächen und ohne Alkohol geben, sagte Oberbürgermeister Lutz Trümper (65, SPD) am Mittwoch in Magdeburg.

"Das geht in der Zeit der Verlängerung des Lockdowns einfach nicht." Die Lichterwelt mit Installationen auf dem Domplatz bleibe aber bestehen. Die Stadt werde dort fünf Verkaufsstände zulassen, unter anderem für Gegrilltes, Süßwaren und Glühwein.

Trümper appellierte an die Besucher, den Abstand von eineinhalb Metern zu anderen einzuhalten und im Zweifel eine Maske zu tragen. Es werde dort kontrolliert und Ansammlungen von Gruppen würden unterbunden. "Wir wollen an der einen Stelle etwas weihnachtliche Stimmung haben und möchten, dass das gesittet und vernünftig abläuft."

Täglich gibt es in der 240.000-Einwohner-Stadt rund 30 Corona-Neuinfektionen, wie Trümper berichtete. Diese Zahl werde absehbar nicht sinken. Die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in sieben Tagen - die sogenannte Inzidenz - lag am Mittwoch bei 83,77.

Sorge mache ihm, dass inzwischen Corona-Fälle in vier Altenpflegeheimen festgestellt wurden, sagte das Stadtoberhaupt. Trümper appellierte an die Heime, Schnelltests für das Personal und Besucher einzusetzen. Das machten viele nicht mit Verweis auf den Aufwand.

UPDATE, 25. November, 14.40 Uhr: OB Jung fordert klare Regeln vor Corona-Beratungen

Städtetagspräsident Burkhard Jung (62, SPD) hat vor den Beratungen von Bund und Ländern über die weiteren Corona-Maßnahmen gute Kommunikation und klare Regeln gefordert.

"Wir brauchen jetzt klare und nachvollziehbare Entscheidungen für die nächste Zeit. Und wir brauchen eine gute Kommunikation dazu, damit der Teil-Lockdown weiter akzeptiert wird", sagte der SPD-Politiker, der auch Oberbürgermeister von Leipzig ist, der "Rheinischen Post" (Mittwoch).

"Die Videoschalte von Bund und Ländern ist diesmal besonders wichtig, nicht nur, weil es beim letzten Mal so geruckelt hat", sagte Jung. Gerade wegen der Weihnachtszeit wollten die Menschen jetzt wissen, worauf sie sich einstellen könnten.

UPDATE, 25. November, 14.15 Uhr: Sächsischer Fußball-Verband setzt 2020 keine Spiele mehr an

Der Sächsische Fußball-Verband (SFV) setzt aufgrund der Corona-Pandemie und der bevorstehenden politischen Entscheidungen in diesem Kalenderjahr keine Pflichtspiele mehr an.

Diese Entscheidung gilt für den gesamten Landesspielbetrieb aller Altersklassen und solle für die Vereine mehr Planungssicherheit schaffen, teilte der SFV am Mittwoch mit.

"Die behördlichen Verfügungen lassen in diesem Jahr keine Spiele mehr zu. Als Präsident werde ich bei den politischen Entscheidungsträgern aber weiter ganz besonders für die Freigabe des Trainingsbetriebs für unsere Kinder und Jugendlichen kämpfen und hoffe, dass wir im neuen Jahr so schnell wie möglich wieder auf die Plätze zurückkehren dürfen", erklärte SFV-Präsident Hermann Winkler.

UPDATE, 24. November, 19.05 Uhr: Sachsen-Anhalt meldet 254 neue Corona-Infektionen

In Sachsen-Anhalt steigt die Zahl der aktuell Corona-Infizierten und der Gestorbenen weiter. Am Dienstag waren 3647 Infizierte bekannt, wie das Sozialministerium in Magdeburg mitteilte. Am Tag zuvor waren es noch 3595, vor einer Woche 3047.

Von Montag- bis Dienstagnachmittag wurden den Angaben zufolge 254 neue Fälle gemeldet. Die Zahl der Gestorbenen, bei denen das Virus nachgewiesen worden ist, stieg um 8 auf 137.

Die Zahl der Neuinfektionen mit Sars-CoV-2 je 100.000 Einwohner im Land lag am Dienstag bei 87,75, vor einer Woche war ein Wert von 65,56 erreicht worden.

Seit Beginn der Pandemie wurden in Sachsen-Anhalt 10.586 Corona-Fälle erfasst. 985 Erkrankte wurden in Krankenhäusern behandelt. Derzeit sind den Angaben zufolge 55 Intensiv- und Beatmungsbetten mit Covid-19-Patienten belegt. 27 dieser Patienten würden künstlich beatmet.

UPDATE, 24. November, 18.40 Uhr: Sachsen-Anhalt plant Schnelltests in Schulen und Kitas im neuen Jahr

Mit Schnelltests an Schulen, Kitas und Horten will Sachsen-Anhalt das Corona-Ansteckungsrisiko nach den Weihnachts- und Silvesterfeiertagen minimieren.

Es sei angedacht, Lehrkäfte, Erzieherinnen und Erzieher nach dem Feiertag Heilige Drei Könige auf freiwilliger Basis auf den Erreger zu testen, sagten Sozialministerin Petra Grimm-Benne (58, SPD) und Bildungsminister Marco Tullner (52, CDU) am Dienstag in Magdeburg. Für die Tests sollen zwei zusätzliche Ferientage am 7. und 8. Januar genutzt werden. Wie die Tests organisiert werden sollen, ist noch offen.

Bereits am Montag hatte Tullner angekündigt, die am 19. Dezember beginnenden Weihnachtsferien um zwei Tage verlängern zu wollen. Damit soll die Gefahr minimiert werden, dass die Schulen nach den Silvesterfeiern zu Infektionsherden werden.

UPDATE, 24. November, 18.34 Uhr: Aktuelle Corona-Zahlen aus Sachsen

Die aktuellen Fallzahlen aus Sachsen.
Die aktuellen Fallzahlen aus Sachsen.  © TAG24

UPDATE, 24. November, 17.30 Uhr: Neue Höchststände bei Infektions- und Quarantänezahlen an Schulen

Einem Bericht des MDR-Magazins "Umschau" zufolge sind immer mehr Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler in Mitteldeutschland vom Coronavirus und dessen Auswirkungen betroffen.

So soll beispielsweise in Sachsen die Zahl der gemeldeten Corona-Infektionen an Schulen stetig und deutlich gestiegen sein. Während Anfang Oktober noch sieben positiv getestete Lehrkräfte an öffentlichen Schulen gemeldet worden, sollen es zuletzt 148 gewesen sein. "Bei den Schülerinnen und Schülern kletterte die Zahl im gleichen Zeitraum von 18 auf 281 pro Woche", hieß es in dem Bericht.

Deutlich drastischer fallen die Zahlen für Schülerinnen und Schüler aus, die von Quarantänemaßnahmen betroffen sind. Allein in der vergangenen Woche sollen an einem Tag 9.276 Jungen und Mädchen zuhause in Quarantäne geblieben sein. Anfang Oktober seien es noch 873 pro Woche gewesen.

Auch in Thüringen sollen die Zahlen zuletzt besonders stark gestiegen sein. Sachsen-Anhalt meldete ebenfalls Höchststände.

UPDATE, 24. November, 16.45 Uhr: Das sind die vorläufigen neuen Corona-Regeln für Sachsen!

Am Freitag beschließt das sächsische Kabinett die neue Corona-Verordnung für den Freistaat ab dem 1.Dezember. Welche neuen Regeln und Verbote diese beinhalten könnte, lest Ihr >>>hier.

Sozialministerin Petra Köpping (62, SPD).
Sozialministerin Petra Köpping (62, SPD).  © Steffen Füssel

UPDATE, 24. November, 16.30 Uhr: Bereitschaftspolizei kontrolliert in der Innenstadt

Am Dienstag ist es in der Innenstadt zu Kontrollen der Bereitschaftspolizei gekommen. In der Grimmaische Straße, dem Markt, der Hainstraße, im Bereich des Brühl und der Reichsstraße waren die Beamten unterwegs und überprüften, ob alle Passanten ihre Maske tragen.

In einer Stunde trafen die Polizisten 10 Personen ohne Maske an, die nicht bestraft, aber darauf hingewiesen wurden, ihre Maske aufzusetzen.

Die Passanten wurden aufgefordert, ihre Masken aufzusetzen.
Die Passanten wurden aufgefordert, ihre Masken aufzusetzen.  © Silvio Bürger
Rund 10 Personen ohne Maske trafen die Beamten an.
Rund 10 Personen ohne Maske trafen die Beamten an.  © Silvio Bürger

UPDATE, 24. November, 15.25 Uhr: Ältere Schüler in Sachsen-Anhalt müssen sich auf Maskenpflicht im Unterricht einstellen

Ältere Schülerinnen und Schüler in Sachsen-Anhalt müssen sich darauf einstellen, ab kommender Woche auch im Unterricht einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Falls sich die Regierungschefs von Bund und Ländern auf eine Maskenpflicht verständigten, werde sich Sachsen-Anhalt anschließen, sagte Bildungsminister Marco Tullner (52, CDU) am Dienstag nach einer Kabinetts-Sitzung in Magdeburg.

Die Pflicht würde für Schülerinnen und Schüler ab der 7. Klasse gelten. Gleichzeitig solle darauf hingewiesen werden, dass die Pausen genutzt werden sollen, um die Masken abzusetzen, sagte Tullner.

Bisher gilt in Sachsen-Anhalt zwar eine Maskenpflicht auf dem Schulgelände, aber explizit nicht im Unterricht. Bildungsminister Tullner lehnte das stundenlange Tragen bisher als unzumutbar ab. Allerdings vereinbarten die Länder-Chefs zuletzt, für ältere Schüler eine Maskenpflicht im Unterricht einzuführen. Sie berieten in mehreren Runden über den weiteren Umgang mit der Corona-Pandemie.

Dabei spielte auch die steigende Zahl von Infektionsfällen an den Schulen sowie Quarantäne für Lehrkräfte und Schüler eine Rolle. Welche Vorschläge umgesetzt werden, soll am Mittwoch in einer Videoschalte der Regierungschefs von Bund und Ländern entschieden werden. Es gilt als abgemacht, dass der derzeitige Teil-Lockdown verlängert und die Kontaktbeschränkungen nochmals verschärft werden.

UPDATE, 23. November, 18.20 Uhr: Aktuelle Fallzahlen aus Sachsen

Die aktuellen Inzidenz-Werte aus Sachsen.
Die aktuellen Inzidenz-Werte aus Sachsen.  © TAG24

UPDATE, 23, November, 17.40 Uhr: Sachsen-Anhalt könnte Weihnachtsferien um wenige Tage verlängern

In Sachsen-Anhalt könnten die Weihnachtsferien um wenige Tage verlängert werden, um das Ansteckungsrisiko mit dem Coronavirus nach den Feiertagen zu senken.

Derzeit werde die Option geprüft, erst am 11. statt am 7. Januar wieder mit der Schule zu starten, sagte der Sprecher des Bildungsministeriums, Stefan Thurmann. In diesem Fall blieben zwischen den Silvesterfeiern und dem Unterrichtsbeginn zehn Tage Pause. "Damit würden Infektionen aus den Feiertagen nicht in die Schule getragen werden", so Thurmann.

Im Gegenzug würden wegen des dazwischen liegenden Wochenendes durch die verlängerten Ferien nur zwei geplante Schultage wegfallen. Die zehn Tage Pause orientieren sich auch an Zeiträumen, für die Corona-Verdachtsfälle von den Gesundheitsämtern in vorsorgliche heimische Quarantäne gesteckt werden.

UPDATE, 23. November, 15.35 Uhr: Netzwerk bietet Hilfe bei abgesagten Operationen

Berliner Patienten, deren Operation wegen der Corona-Pandemie abgesagt oder verschoben wurde, können sich Hilfe bei einem Spezialisten-Netzwerk der Helios Region Ost holen und Eingriffe in Häusern außerhalb Berlins durchführen lassen. Das Angebot richte sich sowohl an Helios-Patienten als auch an Patienten anderer Kliniken, teilte eine Helios-Sprecherin mit.

Zum Netzwerk gehören unter anderem Kliniken in Bad Saarow (Brandenburg), Oschersleben und Zerbst in Sachsen-Anhalt oder das Herzzentrum in Leipzig.

"Wer sich für einen Krankenhausaufenthalt entschieden hat, macht das nicht aus Vergnügen. Betroffene, die sich mental darauf eingestellt haben, hängen nach dem Verschieben des Eingriffs oft in der Luft. Das haben wir bereits während der ersten Pandemie-Welle festgestellt", sagte Christine Marx, Medizinische Regionalgeschäftsführerin der Helios Region Ost.

UPDATE, 23. November, 15.30 Uhr: 57 neue Corona-Todesfälle seit Freitag in Sachsen

In Sachsen ist die Zahl der Neuinfektionen und Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus weiter gestiegen. Laut Statistik des Gesundheitsministeriums vom Montag wurden seit Freitag 57 neue Todesfälle registriert. Damit starben seit Beginn der Pandemie 678 Menschen im Freistaat an oder mit dem Virus.

Die Zahl der bestätigten Neuinfektionen stieg über das Wochenende um 3453 auf insgesamt 44.717. Die meisten laborbestätigten Fälle kamen im Landkreis Nordsachsen und in der Stadt Leipzig hinzu.

Die Zahl der Neuinfektionen auf jeweils 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen liegt in Sachsen bei 209. Laut Gesundheitsministerium weist der Landkreis Sächsische Schweiz/Osterzgebirge mit 397 den höchsten Inzidenzwert auf, gefolgt vom Landkreis Bautzen (350,3).

UPDATE, 22. November, 16.10 Uhr: Zahl der Corona-Infektionen in Sachsen steigt weiter

In Sachsen ist am Wochenende die Zahl der Corona-Neuinfektionen weiter gestiegen. Wie der stark betroffene Landkreis Bautzen mitteilte, wurden allein am Sonntag 99 Menschen nachweislich positiv auf das Coronavirus getestet, hieß es. Die 7-Tage-Inzidenz liegt den Angaben zufolge bei 361 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner. Der Landkreis Bautzen gilt neben dem Erzgebirge und dem Kreis Sächsische Schweiz/Osterzgebirge als am stärksten von der Pandemie betroffen.

Der Landkreis hatte am Wochenende zur Bekämpfung der Corona-Pandemie erneut die Hilfe der Bundeswehr angefordert. Dabei geht es um ein weiteres von zahlreichen Infektionen betroffenes Pflegeheim in Lohsa. Im Kreis Bautzen sind bereits mehr als 60 Soldaten an verschiedenen Orten im Einsatz – als Kontaktermittler im Auftrag der Gesundheitsämter, als Abstrichteam und zur Unterstützung von Ärzten und Pflegekräften in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeeinrichtungen.

In Sachsen sind seit Beginn der Pandemie nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom Sonntag 42.597 Infektionen mit dem Coronavirus nachgewiesen worden, 648 Menschen starben im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung. Innerhalb der vergangenen sieben Tage wurden in Sachsen 176,7 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner registriert.

Die vom Gesundheitsministerium veröffentlichten Zahlen können teils von denen der Städte und Landkreise und auch von denen des Robert Koch-Instituts abweichen. Das liegt nach Angaben der Behörden an den unterschiedlichen Meldezeiten der Neuinfektionen.

UPDATE, 21. November, 15.30 Uhr: 169 neue Corona-Infektionen in Sachsen-Anhalt gemeldet

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Sachsen-Anhalt ist von Freitagnachmittag bis Samstagmittag um 169 gestiegen. Das teilte das Sozialministerium in Magdeburg mit. Die Zahl der an oder mit dem Coronavirus Gestorbenen stieg auf 122.

Die Zahl der Neuinfektionen mit Sars-CoV-2 je 100.000 Einwohner lag laut Ministerium am Samstag im Land bei 76,18. Der sogenannte Inzidenzwert sei mit 159,62 im Landkreis Jerichower Land am höchsten und mit 37,77 im Landkreis Stendal am niedrigsten.

Insgesamt wurden in Sachsen-Anhalt bislang 9769 Corona-Fälle erfasst. 3275 Menschen gelten aktuell als aktiv infiziert, 6372 als genesen. 884 werden den Angaben zufolge in Krankenhäusern behandelt, 53 Intensiv- und Beatmungsbetten sind mit Covid-19-Patienten belegt. 24 von ihnen werden beamtet.

UPDATE, 21. November, 14.15 Uhr: Leicht rückläufige Zahlen in Halle

In der rund 238.000 Einwohner zählenden Stadt Halle hat es binnen eines Tages 20 neue Infektionen mit dem Coronavirus gegeben – zwölf weniger als vor einer Woche.

Die sogenannte Inzidenz liegt aktuell bei 66,53 und damit über dem kritischen Wert von 50 Infektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen, wie Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) am Samstag mitteilte.

Von den zwölf männlichen und acht weiblichen Neuinfizierten sind den Angaben zufolge vier unter 18 Jahren.

Aktuell gebe es in Halle insgesamt 285 Infizierte, 13 würden in Krankenhäusern auf Intensivstationen behandelt. An oder mit dem Coronavirus seien in der Saale-Stadt bislang 19 Menschen gestorben.

UPDATE, 20. November, 20 Uhr: Acht weitere Corona-Tote in Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt steigt die Zahl der aktuell Corona-Infizierten und der Gestorbenen weiter an. Am Freitag waren 3298 Infizierte bekannt, wie das Sozialministerium in Magdeburg mitteilte. Am Tag zuvor waren es noch 3210, vor einer Woche 2991. Von Donnerstag- bis Freitagnachmittag wurden den Angaben zufolge 332 neue Fälle gemeldet.

Die Zahl der Gestorbenen, bei denen das Virus nachgewiesen worden ist, stieg um acht auf 121. Die Zahl der Neuinfektionen mit Sars-CoV-2 je 100.000 Einwohner im Land lag am Freitag bei 73,63, vor einer Woche war ein Wert von 65,66 erreicht worden.

Alles in allem sind in Sachsen-Anhalt bislang 9600 Corona-Fälle erfasst. 872 Erkrankte wurden in Krankenhäusern behandelt. Derzeit sind den Angaben zufolge 49 Intensiv- und Beatmungsbetten mit Covid-19-Patienten belegt. 26 dieser Patienten würden künstlich beatmet. Vor einer Woche waren es gleich viele Beatmete und 46 belegte Intensiv- und Beatmungsbetten - geringfügig weniger als jetzt.

UPDATE, 20. November, 18 Uhr: Aktuelle Fallzahlen aus Sachsen.

Die aktuellen Inzidenz-Werte aus Sachsen.
Die aktuellen Inzidenz-Werte aus Sachsen.  © TAG24

UPDATE, 20. November, 16.45 Uhr: 30 neue Corona-Todesfälle in Sachsen

In Sachsen zeichnet sich bei der Zahl der Corona-Neuinfektionen keine Trendwende ab. Laut Statistik des Gesundheitsministeriums vom Freitag wurden binnen eines Tages 30 neue Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 registriert.

Damit starben seit Beginn der Pandemie 621 Menschen an oder mit dem Virus. Die Zahl der bestätigten Neuinfektionen stieg binnen 24 Stunden um 1650 auf insgesamt 41.264.

Die Zahl der Neuinfektionen auf jeweils 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen liegt in Sachsen bei 195. Mehr als 1600 Menschen müssen sich derzeit in Sachsen im Krankenhaus behandeln lassen, 314 von ihnen auf der Intensivstation.

UPDATE, 20. November, 16 Uhr: OVG Bautzen bestätigt Verbot von Aufzügen in Sachsen

Das sächsische Oberverwaltungsgericht (OVG) hat das Verbot solcher Demonstrationen bestätigt, die sich von einem Ort zum anderen bewegen. Zwar werde durch die Regelung in der Coronaschutzverordnung die Versammlungsfreiheit beeinträchtigt, teilte das OVG in Bautzen am Freitag mit.

Aber angesichts des hohen Infektionsgeschehens habe der Schutz von Leben und Gesundheit der Menschen ein höheres Gewicht. Das Verbot von Aufzügen sei verhältnismäßig und nicht offensichtlich rechtswidrig. Das OVG hat diese in einem Eilverfahren getroffen. Ein Anmelder einer Versammlung in Dresden hatte am Freitag einen anschließenden Fahrradkonvoi durchsetzen wollen.

Die Coronaschutzverordnung untersagt derzeit Aufzüge. Versammlungen an einem bestimmten Ort sind mit maximal 1000 Teilnehmern gestattet. Größere Kundgebungen sind im Ausnahmefall möglich, wenn die Anmelder durch nicht näher genannte Maßnahmen sicherstellen, dass das Infektionsrisiko begrenzt wird.

Die Beschränkung der Teilnehmerzahlen ist vielfach kritisiert worden. Sie war eine Konsequenz aus einer aus dem Ruder gelaufenen "Querdenken"-Demo in Leipzig. Das OVG teilte ausdrücklich mit, dass die 1000-Teilnehmer-Grenze nicht Gegenstand der Entscheidung war.

UPDATE, 20. November, 15 Uhr: In Sachsen-Anhalt steigt erneut die Zahl der Schüler und Lehrer in Quarantäne

In Sachsen-Anhalt ist die Zahl der Schüler und Lehrkräfte, die sich vorsorglich in Corona-Quarantäne befinden, erneut gestiegen. Am Freitag waren knapp 635 Lehrerinnen und Lehrer auf behördliche Anordnung zuhause, wie ein Sprecher des Bildungsministeriums der Deutschen Presse-Agentur sagte. Das waren gut zehn Prozent mehr als vor einer Woche.

Ähnlich entwickelte sich die Zahl der Corona-Verdachtsfälle bei Schülerinnen und Schülern: Knapp 6130 Jugendliche waren laut Ministerium am Freitag in Quarantäne, 640 beziehungsweise elf Prozent mehr als vor einer Woche. Davor hatte sich die Zahl der Quarantäne-Fälle bei den Schülern binnen sieben Tagen noch verdoppelt und von Ende Oktober auf Anfang November sogar verdreifacht.

Insgesamt 90 Schulen waren wegen Corona-Fällen entweder komplett geschlossen oder zumindest im Unterrichtsbetrieb stärker eingeschränkt. Eine Woche zuvor waren noch 51 der landesweit 941 allgemeinbildenden und Berufsschulen betroffen.

Bildungsminister Marco Tullner (52, CDU) bekräftigte erst am Donnerstag im Landtag, dass er die Schulen im möglichst regulären Betrieb offenhalten wolle. Er argumentierte mit dem Recht auf Bildung und der hohen Bedeutung sozialer Kontakte für den Lernerfolg.

Zuletzt hatte das Ministerium schon die Regeln für den Schulbetrieb verschärft. So muss auf jedem Schulgelände ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden, außer im eigentlichen Unterricht. Eine Maskenpflicht im Klassenzimmer lehnt Tullner als unzumutbar ab. Die oppositionelle Linke fordert sie hingegen, um das Ansteckungsrisiko zu minimieren.

UPDATE, 19. November, 20 Uhr: Aktuelle Fallzahlen aus Sachsen.

Die aktuellen Inzidenz-Werte aus Sachsen.
Die aktuellen Inzidenz-Werte aus Sachsen.  © TAG24

UPDATE, 19. November, 13.50 Uhr: Sächsischer Landtag lehnt AfD-Antrag zum Infektionsschutzgesetz ab

Die Mehrheit der Abgeordneten im Sächsischen Landtag haben einen von der AfD eingebrachten Antrag zum Infektionsschutzgesetz abgelehnt. Bei einer knapp zweistündigen Sondersitzung am Donnerstag in Dresden stimmten 38 Abgeordnete dafür, 70 Parlamentarier dagegen. Elf Abgeordnete fehlten bei der Sondersitzung.

Die Abstimmung erfolgte namentlich. In dem Antrag der AfD ging es um eine Ablehnung des neuen Infektionsschutzgesetzes, das Bundestag und Bundesrat am Mittwoch beschlossen hatten.

Die AfD hatte die Sitzung am Montag für den Dienstag beantragt. Landtagspräsident Matthias Rößler war das in Abstimmung mit den anderen Fraktionen aber zu kurzfristig, weshalb er das Parlament für Donnerstag einberief.

Die anderen Fraktionsparteien hatten während der Debatte den Antrag der AfD unter anderem als überflüssig und sinnlos kritisiert - unter anderem auch, weil er aus ihrer Sicht zu spät eingereicht wurde.

Ziel der Gesetzesänderung ist es vor allem, bislang per Verordnung erlassene Corona-Maßnahmen gesetzlich zu untermauern und konkret festzuschreiben.

UPDATE, 19. November, 13.45 Uhr: Landtag Sachsen-Anhalts ruft Pandemie-Lage aus

Angesichts der noch immer hohen Corona-Zahlen in Sachsen-Anhalt hat der Landtag eine landesweite Pandemie-Lage festgestellt. Damit ermöglichte das Parlament am Donnerstag Kreistagen und Stadt- und Gemeinderäten sowie deren verschiedenen Gremien, Beschlüsse künftig auch per Videokonferenz zu fassen.

Außerdem werden die strengen Vorgaben zu den Haushalten der kommunalen Vertretungen durch die Feststellung des Landtags teilweise gelockert. Erst im Oktober hatte das Parlament diese Möglichkeit mit einer Änderung des Kommunalverfassungsgesetzes geschaffen.

Die Pandemie-Lage gilt zunächst für drei Monate. Der Landtag beschloss dazu einen Antrag der Regierungsfraktionen von CDU, SPD und Grünen. Neben den Erleichterungen für die Kommunen wird in dem Antrag die Landesregierung gebeten, den Innenausschuss des Landtags regelmäßig über den Stand der Pandemie zu informieren.

Die AfD lehnte den Antrag ab und scheiterte mit einem eigenen Antrag. Die Linke enthielt sich beim Antrag der Regierung und stellte ihrerseits einen eigenen.

Darin forderte die Partei in erste Linie eine langfristige Strategie im Kampf gegen die Pandemie. Während SPD-Fraktionschefin Katja Pähle sagte, dass dies auf Grund der dynamischen Entwicklung der Pandemie kaum möglich oder sinnvoll sei, zeigten die Fraktionen von Grünen und CDU sich offen für die Forderung.

Der Landtag überwies den Antrag in die Ausschüsse für Wirtschaft, Bildung und Finanzen.

UPDATE, 18. November, 20.35 Uhr: Aktuelle Corona-Zahlen aus Sachsen

Die aktuellen Fallzahlen aus Sachsen.
Die aktuellen Fallzahlen aus Sachsen.  © TAG24

UPDATE, 17. November, 19.35 Uhr: Aktuelle Corona-Zahlen aus Sachsen

Die aktuellen Fallzahlen aus Sachsen.
Die aktuellen Fallzahlen aus Sachsen.  © TAG24

UPDATE, 17. November, 18 Uhr: 285 Corona-Neuinfektionen in Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt sind binnen eines Tages 285 Neuinfektionen mit dem neuartigen Corona-Virus erfasst worden. Damit ist die Zahl von Montag- bis Dienstagnachmittag einer Mitteilung des Sozialministeriums zufolge weiter gestiegen.

Am Dienstag voriger Woche hatte das Plus bei 174 gelegen; diesen Montag bei 222. Binnen sieben Tagen gab es 65,56 Neuinfektionen mit Sars-CoV-2 je 100.000 Einwohner. Die Zahl der Gestorbenen, bei denen das Virus festgestellt wurde lag bei 108. Im Vergleich zum Montag waren das zwei Tote mehr.

UPDATE, 17. November, 15.49 Uhr: Sachsen: Maskenpflicht vor Supermärkten, Schulen und Kitas

Im Kabinett wurde beschlossen: Ab Mittwoch gilt die Maskenpflicht in ganz Sachsen auch vor Einkaufsmärkten, Schulen und Kitas.

Wer dort gegen die Maskenpflicht verstößt und erwischt wird, muss 60 Euro zahlen.

Gerade an diesen Stellen würden viele Menschen immer noch gern ein "Schwätzchen" halten oder sich gar bei einer Begegnung umarmen, so Gesundheitsministerin Petra Köpping (62, SPD). Das aber bremse den Kampf gegen Corona.

Außerdem gibt es einen Aufruf an Rentner zum Verzicht aufs Bahnfahren.

Weitere Infos zu den neuen Regelungen findet Ihr >>>hier.

UPDATE, 17. November, 15.30 Uhr: Neue Allgemeinverfügung für Halle ab Donnerstag

Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand (63, parteilos).
Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand (63, parteilos).  © Ronny Hartmann/dpa-Zentralbild/dpa

Mit der ab Donnerstag geltenden achten Allgemeinverfügung zur Eindämmung des Coronavirus für die Stadt Halle soll die Inzidenz unter 50 sinken. Am Dienstag habe der Sieben-Tage-Wert erstmals die Marke von 70 überstiegen, sagte Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) auf einer Pressekonferenz.

Als weitere Ziele der neuen Allgemeinverfügung nannte Halles Stadtoberhaupt die Beschleunigung der Abläufe zwischen Infizierten und dem Gesundheitsamt und die Entlastung des Fachbereichs Gesundheit.

Dazu gibt es unter anderem neue Regeln für die Quarantäne: Wer positiv getestet wird, muss sich ab dann 14 Tage in häusliche Isolation begeben. Nach frühestens zehn Tagen findet ein zweiter Test statt. Sollte auch dieser positiv ausfallen, wird die Quarantäne um sieben Tage verlängert.

Andere Vorschriften bleiben bestehen, beispielsweise die Maskenpflicht in der Altstadt. Sie gilt dann zwischen 8 und 20 Uhr.

Neben 22 gemeldeten Neuinfektionen wurden im Vergleich zum Montag zwei weitere Todesfälle vermerkt. Ein 80 Jahre alter Mann sowie eine 80-jährige Frau starben in Krankenhäusern. Damit gibt es in Halle bislang 17 verstorbene Corona-Patienten.

UPDATE, 16. November, 21.40 Uhr: Sachsen-Anhalt bei Corona-Eindämmung auf gutem Weg

Zwei Wochen nach Beginn des staatlich verordneten Teil-Lockdowns ist Sachsen-Anhalt nach Einschätzung von Ministerpräsident Reiner Haseloff auf einem guten Weg, die Corona-Pandemie einzudämmen.

Anders als in der Mehrheit der Bundesländer sei in Sachsen-Anhalt eine deutliche Deckelung des Infektionsgeschehens zu erkennen, sagte der CDU-Politiker am Montag nach einer fünfstündigen Schalte mit seinen Amtskollegen von Bund und Ländern.

Allerdings sei das Ziel noch nicht erreicht, das Geschehen auf weniger als 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner und Woche zu senken. Haseloff appellierte an alle, auf alle unnötigen Kontakte im beruflichen wie im privaten Bereich zu verzichten.

UPDATE, 16. November, 21.35 Uhr: Kretschmer schwört Sachsen auf anstrengende Monate ein

Sachsens Regierungschef Michael Kretschmer (45, CDU) hat die Bevölkerung aufgerufen, sich am Kampf gegen das Coronavirus aktiv zu beteiligen. Mit Disziplin und Verzicht könne jeder Bürger bei der Eindämmung des Virus helfen.

Mehr Infos dazu >>> hier.

UPDATE, 16. November, 17.05 Uhr: 34 neue Todesfälle in Sachsen im Zusammenhang mit Corona

In Sachsen sind inzwischen mehr als 500 Menschen im Zusammenhang mit einer Coronainfektion gestorben. Über das Wochenende stieg die Zahl um 34 auf 514, wie aus einer Übersicht des Gesundheitsministeriums vom Montag hervorgeht.

Zugleich stieg die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2 im Vergleich zum Freitag um mehr als 3000 auf 35.718 seit Ausbruch der Pandemie im Freistaat. Die Neuansteckungen nehmen weiterhin sehr stark zu, hieß es. Die 7-Tage-Inzidenz für Sachsen liegt mittlerweile bei einem Wert von 179.

UPDATE, 16. November, 17.00 Uhr: Aktuelle Corona-Zahlen aus Sachsen

Die aktuellen Fallzahlen aus Sachsen.
Die aktuellen Fallzahlen aus Sachsen.  © TAG24

UPDATE, 16. November, 16 Uhr: Sechs Schulen in Sachsen coronabedingt geschlossen

Immer mehr Schulen müssen wegen Corona schließen. (Symbolbild)
Immer mehr Schulen müssen wegen Corona schließen. (Symbolbild)  © 123RF/- -

Die steigende Zahl von Corona-Infektionen macht sich zunehmend an den Schulen in Sachsen bemerkbar.

Nach Angaben des Kultusministeriums vom Montag mussten vom 9. bis zum 14. November sechs öffentliche Schulen coronabedingt schließen. Betroffen waren demnach drei Grundschulen, zwei Oberschulen sowie eine Förderschule.

In der vergangenen Woche gab es demnach an den 1374 öffentlichen Schulen insgesamt 362 Corona-Infektionen.

Unter Lehrerinnen und Lehrern wurden 110 Infektionen nachgewiesen, bei den Schülern waren es 252. In der Woche zuvor waren es noch rund 200 Corona-Fälle.

Das Ministerium kündigte an, künftig die aktuellen Corona-Zahlen für den Schulbetrieb täglich statt wie bisher wöchentlich zu veröffentlichen.

UPDATE, 16. November, 11.40 Uhr: Über diese neuen Corona-Regeln beraten sich am heutigen Mittwoch die Minister

In diesen Stunden berät Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) gemeinsam mit den Länderchefs, wie der Kampf gegen Corona fortgeführt wird.

Schon jetzt steht fest: Alle Regelungen werden noch einmal verschärft, vor allem im Bereich der Kontaktbeschränkungen. "Der Aufenthalt in der Öffentlichkeit ist ab sofort nur mit den Angehörigen des eigenen und maximal zwei Personen eines weiteren Hausstandes gestattet", heißt es in einem Beschlussvorschlag.

Senioren und Risikopatienten sollen dem Vorschlag zufolge FFP2-Masken erhalten, Schüler nun auch im Unterricht Masken tragen.

Bisher handelt es sich dabei allerdings lediglich um Vorschläge. Ob und inwiefern Bund und Länder diesen zustimmen, wird sich im Laufe des Tages zeigen.

Mehr Infos zu den neuen Regelungen findet Ihr >>> hier.

UPDATE, 14. November, 15.45 Uhr: Fast 100 Neuinfektionen in Sachsen-Anhalt bestätigt

In Sachsen-Anhalt sind am Samstag 99 bestätigte Neuinfektionen gemeldet worden. Damit seien landesweit derzeit 2913 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, teilte das Sozialministerium in Magdeburg mit.

Besonders auch in Halle bleibt die Situation angespannt. "Die Zahlen schleichen sich nach oben", sagte Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) am Samstag.

Der Corona-Kennwert liege mit 69,44 Infektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen auf einem Höchststand. Am Samstag wurden 32 Neuinfektionen gemeldet.

UPDATE, 14, November, 15.30 Uhr: Schärfere Corona-Maßnahmen in Hotspot-Gebieten möglich

Angesichts der steigenden Corona-Fallzahlen in Sachsen sind in den besonders betroffenen Landkreisen schärfere Corona-Maßnahmen vorgesehen. Dabei steht bisher besonders Bautzen im Fokus.

Am kommenden Wochenende soll über neue Regelungen entschieden werden. Mehr dazu >>> hier.

UPDATE, 14. November, 11 Uhr: Tierparks in Sachsen-Anhalt sehen sich nicht als Gewinner der Krise

Die Zoos und Tierparks in Sachsen-Anhalt haben trotz des Teil-Lockdowns in den vergangenen Wochen etliche Gäste begrüßt. "Wir würden uns aber nicht als Gewinner bezeichnen", sagte der Geschäftsführer des Magdeburger Zoos, Dirk Wilke. Es sei kein spürbarer Zuwachs an Besuchern gewesen.

Ähnlich sei die Lage in Halle. Der Bergzoo habe trotz des Teil-Lockdowns ab 2. November zwar offen und es würden auch zahlreiche Besucher kommen. Seit Anfang der Pandemie verzeichnete der Zoo nach eigenen Angaben jedoch rund 100.000 Gäste weniger als im Vorjahreszeitraum.

UPDATE, 13. November, 21.45 Uhr: 300 Corona-Neuinfektionen in Sachsen-Anhalt

Mehr als 3000 Menschen in Sachsen-Anhalt sind derzeit nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Nach 300 gemeldeten Neuinfektionen von Donnerstag auf Freitag sei die Zahl der Infektionen seit Ausbruch der Pandemie auf 7945 gestiegen, teilte das Gesundheitsministerium am Freitag mit.

4849 Infizierte gelten als genesen, die restlichen 3096 Menschen haben die Infektion demnach noch nicht hinter sich. Von 100.000 Sachsen-Anhaltern haben sich in den vorigen sieben Tagen 65,66 mit dem neuartigen Virus infiziert.

UPDATE, 13. November, 19 Uhr: Aktuelle Corona-Zahlen aus Sachsen

Die aktuellen Fallzahlen aus Sachsen.
Die aktuellen Fallzahlen aus Sachsen.  © TAG24

UPDATE, 13. November, 16.15 Uhr: Anti-Corona-Demo in Halle angekündigt

Für eine angekündigte Anti-Corona-Demonstration am Montag in Halles Innenstadt hat die Polizei als Versammlungsbehörde auf die geltenden Hygieneauflagen hingewiesen.

Im Stadtzentrum müsse unter anderem ein Mund-Nasen-Schutz getragen und Abstand gehalten werden, sagte ein Polizeisprecher am Freitag mit Verweis auf die aktuelle Allgemeinverfügung der Stadt.

Die auf dem Hallmarkt geplante Kundgebung wurde vom AfD Landesverband Sachsen-Anhalt unter dem Motto "Stoppt die Corona-Diktatur" für den Abend angemeldet.

Das Bündnis Halle gegen Rechts kündigte laut Polizei einen Gegenprotest an. Fast zeitgleich sollen in der Marktkirche ein Friedensgebet und eine von einem Rechtsextremen angemeldete Versammlung direkt auf dem Marktplatz stattfinden, so der Polizeisprecher. Zu den Versammlungen würden insgesamt mehrere Hundert Teilnehmer erwartet.

Bei Verstoß gegen die Vorschriften seien "Maßnahmen" möglich. Welche, blieben offen.

UPDATE, 13. November, 15.35 Uhr: Gewerkschaft verlangt besseren Infektionsschutz in Kitas und Schulen

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat angesichts einer hohen Zahl von Corona-Erkrankungen einen besseren Infektionsschutz in Kitas, Schulen und Horten gefordert. "Bildungseinrichtungen offen zu lassen bedeutet nicht, den Regelbetrieb und den Präsenzunterricht an allen Orten und jederzeit unter allen Bedingungen aufrechtzuerhalten", teilte die GEW am Freitag in Leipzig mit.

Infektionen würden da nicht nur eingetragen, sondern von dort auch weiterverbreitet. Dieser Realität müssten sich Regierung und Träger der Einrichtungen endlich stellen und einen umfassenden Infektionsschutz schaffen. Bisherige Einzelmaßnahmen reichten nicht aus. Ein "Weiter so" dürfe es nicht geben.

"Insbesondere benötigen wir Abstände beziehungsweise feste Gruppen an Schulen, Kitas und Horten. Ohne die Bereitschaft zu Abstrichen bei den Bildungsinhalten, ohne weiteres pädagogisches Personal, ohne zusätzliche räumliche Kapazitäten, ohne Erweiterungen beim Schülertransport und konsequentere Hygienemaßnahmen wird sich das Versprechen geöffneter Einrichtungen nicht durchgängig halten lassen", betonte GEW-Chefin Uschi Kruse.

Lehrer dürften nicht mehr an mehreren Einrichtungen eingesetzt werden, um die Durchmischung zu minimieren. Nicht zuletzt sollten Erzieherinnen und Erzieher sich endlich auch kostenfrei testen lassen können, wie das für Lehrkräfte an öffentlichen Schulen bereits seit Mai möglich sei. Kruse sprach sich für ein Vorverlegen der Weihnachtsferien auf den 18. Dezember aus.

UPDATE, 13. November, 15.10 Uhr: Zwei Drittel der Gastronomen in Existenz gefährdet

Sachsens Restaurants und Hotels verzeichnen nach eigenen Angaben beispiellose Umsatzeinbrüchen. 69 Prozent der gastgewerblichen Betriebe sehen sich aktuell in ihrer Existenz gefährdet, teilte der sächsische Hotel- und Gaststättenverbandes am Freitag in Dresden mit. Jedem siebten Betrieb drohe bereits ab November die Insolvenz wegen Zahlungsunfähigkeit.

"Die Gastgeber stehen mit dem Rücken zur Wand. Jeder Tag zählt. Die versprochenen Novemberhilfen müssen jetzt sofort kommen - schnell und unbürokratisch", sagte der sächsische Dehoga-Hauptgeschäftsführer Axel Klein. Das Ausstehen der Wirtschaftshilfen treffe auf großes Unverständnis bei den Unternehmen.

Die Bundesregierung hatte Zuschüsse etwa für Gastronomiebetriebe sowie Solo-Selbstständige wie Künstler zugesagt, die seit Anfang November von den behördlich angeordneten Schließungen im Kampf gegen eine Ausbreitung des Coronavirus betroffen sind. Für die weitaus meiste Zahl der Firmen sollen Zuschüsse in Höhe von 75 Prozent des durchschnittlichen Umsatzes im November 2019 gewährt werden. Die Hilfen brauchen aber noch Zeit.

Erste Gelder, in Form von Abschlagszahlungen, sollen ab Ende des Monats ausgezahlt bekommen, hieß es. Konkret sollen Solo-Selbstständige eine Abschlagszahlung von bis zu 5000 Euro erhalten, Unternehmen bis zu 10.000 Euro.

UPDATE, 13. November, 13 Uhr: OVG bestätigt Schließung von Kosmetik- und Nagel-Studios

Das Oberverwaltungsgericht Bautzen (OVG) hat einige Vorschriften der sächsischen Corona-Schutzverordnung bestätigt. In einem Normenkontrollverfahren habe es das Gericht abgelehnt, Teile davon in der seit 2. November 2020 geltenden Fassung vorläufig außer Vollzug zu setzen, teilte ein Gerichtssprecher am Freitag mit. Das OVG bestätigte in einem Eilverfahren die Maskenpflicht, die Kontaktbeschränkung sowie die Kontaktdatenerhebung. Der Beschluss wurde bereits am Mittwoch gefasst, aber erst am Freitag veröffentlicht.

Auch die vorübergehende Schließung von Kosmetik- und Nagel-Studios ist demzufolge rechtens - aus denselben Gründen wie bei Tätowier- und Piercing-Studios. Der Eingriff sei für die betroffenen Gewerbetreibenden zwar gravierend, dem stehe aber das durch die Pandemie bedrohte Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit der Bevölkerung entgegen, erklärte der Sprecher. Zudem sei das Betriebsverbot auf vier Wochen befristet und den Betrieben eine erheblich Entschädigung in Aussicht gestellt worden.

Geklagt hatte in dem Eilverfahren laut Gericht die Betreiberin eines Kosmetik- und Nagel-Studios. Gemäß der am 2. November in Kraft getretenen Corona-Schutz-Verordnung müssen Anbieter körpernaher Dienstleistungen mit Ausnahme von medizinisch notwendigen Behandlungen sowie Friseuren diesen Monat schließen.

Die Betreiberin eines Nagelstudios hatte geklagt.
Die Betreiberin eines Nagelstudios hatte geklagt.  © 123RF/rugger86

UPDATE, 13. November, 11.10 Uhr: "Querdenken"-Demo in Dresden für Mitte Dezember angemeldet

Während Sachsen noch unter dem Eindruck der schwer aus dem Ruder gelaufenen "Querdenken"-Demonstration in Leipzig steht, will die Initiative in vier Wochen erneut in Dresden demonstrieren. Angemeldet sei die Demonstration von "Querdenken 351" für den 12. Dezember auf der Cockerwiese, sagte ein Stadtsprecher am Freitag.

Angaben zur Teilnehmerzahl wurden nicht gemacht. Da die derzeitige Coronaschutzverordnung bis Ende November gelte, sei auch keine Prognose möglich, betonte der Stadtsprecher. Die Landesregierung hatte nach der chaotischen "Querdenken"-Demonstration in Leipzig die Teilnehmerzahl bei Versammlung auf maximal 1000 Menschen begrenzt.

Nur knapp einen Monat nach der Groß-Demo in Leipzig wollen die "Querdenker" auch nach Dresden kommen.
Nur knapp einen Monat nach der Groß-Demo in Leipzig wollen die "Querdenker" auch nach Dresden kommen.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

UPDATE, 13. November, 10.28 Uhr: Leipzig-Pässe gelten ohne Antrag ein Jahr weiter

Wie das Sozialamt berichtete, gelten Leipzig-Pässe, die im Zeitraum vom 1. Juli 2020 bis 30. Juni 2021 abgelaufen sind oder noch ablaufen, automatisch ein Jahr weiter. Eine erneute Antragstellung ist nicht erforderlich.

"Mit der Verlängerung soll Leipzigerinnen und Leipzigern mit geringem Einkommen auch in der gegenwärtig schwierigen Zeit die Nutzung des Leipzig-Passes ohne Unterbrechung ermöglicht werden. Zugleich soll damit die Besucherzahl in den Bürgerämtern und im Sozialamt reduziert und das Risiko einer Ansteckung für Antragsteller und Beschäftigte der Stadt Leipzig verringert werden", heißt es von Seiten der Stadt.

UPDATE, 12. November, 19.28 Uhr: Aktuelle Corona-Zahlen aus Sachsen

Die aktuellen Fallzahlen aus Sachsen.
Die aktuellen Fallzahlen aus Sachsen.  © TAG24

UPDATE, 12. November, 18.55 Uhr: Coronavirus breitet sich weiter schnell aus

Zehn Tage nach Inkrafttreten des befristeten Teil-Lockdowns ist ein Abflauen der Pandemie in Sachsen-Anhalt weiter nicht in Sicht. Zwischen Mittwoch und Donnerstag registrierte die Landesregierung 272 Neuinfektionen, wie das Gesundheitsministerium mitteilte.

Nach seiner Schätzung sind damit derzeit insgesamt 2947 Menschen im Land infiziert, 194 mehr als noch am Mittwoch. Dabei sind Genesungen nicht präzise erfasst.

Pro Woche und 100.000 Einwohnern haben sich in Sachsen-Anhalt zuletzt 66,29 Menschen infiziert. Dieser Inzidenzwert lag zwar leicht unter dem des Vortages, Ziel der Bundes- und Landesregierungen ist aber, ihn allgemein wieder unter 50 zu drücken.

UPDATE, 12. November, 18.50 Uhr: Oberverwaltungsgericht weist erneut Antrag gegen Teil-Lockdown ab

Das Oberverwaltungsgericht (OVG) in Magdeburg hat die Schließung von Gaststätten im Rahmen des befristeten Teil-Lockdowns erneut bestätigt.

Das Gericht habe bereits am Dienstag zwei Eilanträge von Betreibern einer Bar, einer Shisha-Bar und verschiedener Gaststätten in Sachsen-Anhalt abgelehnt, teilte das OVG Donnerstag mit.

Der Dritte Senat sah die Schließungen der Gastronomie für den Publikumsverkehr demnach als "geeignet und erforderlich" an, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Die Folgen für Betreiber und Angestellte würden außerdem durch die angekündigten Hilfen gemildert, die Betroffene für den erzwungenen Ausstand im November bekommen sollen.

UPDATE, 12. November, 14.15 Uhr: Corona-Kennwert in Halle leicht gesunken

In Halle ist der wichtige Wert der Corona-Infektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tage leicht gesunken. "Die Stadt Halle ist auf einem guten Weg", sagte Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos).

Am Donnerstag lag der Wert bei 65,7 Infektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Der Wert liege damit um 1,66 niedriger als am Vortag.

Es gebe die Hoffnung, dass die Werte bei konsequenter Einhaltung der Corona-Maßnahmen weiter sinken würden. Das Ziel sei, wieder unter den Grenzwert von 50 Infektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen zu kommen, sagte Wiegand. Am Donnerstag wurden in Halle 23 Neuinfektionen in Halle gemeldet.

UPDATE, 12. November, 11.55 Uhr: Polizei unterstützt Stadt - gemeinsame Corona-Kontrollen in Leipzig

Leipzigs Polizei unterstützt ab sofort das Gesundheitsamt der Stadt und hat bereits Kontrollen zur Einhaltung der Quarantänevorschriften angekündigt.

Die Unterstützung ist zunächst bis zum 30. November geplant.

UPDATE, 12. November, 11.45 Uhr: Tattoo- und Piercingstudios in Sachsen bleiben zu

Aus der bunte Traum! Sachsens Tattoo- und Piercingstudios bleiben auch weiterhin geschlossen. Das hat das sächsische Oberverwaltungsgericht in Bautzen am Mittwoch entschieden. Ein entsprechender Eilantrag wurde somit abgeschmettert.

Mehr Infos dazu >>> hier.

UPDATE, 11. November, 19.35 Uhr: Aktuelle Corona-Zahlen aus Sachsen

Die aktuellen Fallzahlen aus Sachsen.
Die aktuellen Fallzahlen aus Sachsen.  © TAG24

UPDATE, 11. November, 19 Uhr: Zahl der aktiven Corona-Fälle in Sachsen-Anhalt steigt

In Sachsen-Anhalt ist die Zahl der aktiven Corona-Fälle weiter gestiegen. Am Mittwoch machten nach Berechnungen des Gesundheitsministeriums 2753 Sachsen-Anhalter akut eine Infektion durch, wie aus am Abend veröffentlichten Zahlen hervorgeht.

Das waren 110 mehr als am Vortag. Im gleichen Zeitraum wurden sechs neue Todesfälle gemeldet. Die Verstorbenen kamen aus Magdeburg, dem Jerichower Land, der Börde, dem Kreis Anhalt-Bitterfeld und dem Kreis Salzwedel. Damit erhöht sich die Zahl der Toten im Zusammenhang mit Covid-19 seit Beginn der Pandemie auf 102.

Insgesamt wurden seit dem Frühjahr 7373 Corona-Fälle im Land nachgewiesen. Seit Dienstag kamen 268 Neuinfektionen dazu. Damit erhöhte sich erneut die relative Belastung.

Laut Ministerium kamen 67,3 Fälle auf 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Am Dienstag hatte der Wert bei 64,2 gelegen. Das Jerichower Land ist mit 126,1 Fällen je 100.000 Einwohnern und Woche am stärksten betroffen. Den geringsten Wert verzeichnet Dessau-Roßlau (36,2).

UPDATE, 11. November, 18.55 Uhr: 38 neue Todesfälle in Zusammenhang mit Corona in Sachsen

In Sachsen sind inzwischen 446 Menschen im Zusammenhang mit einer Coronainfektion gestorben. Binnen eines Tages stieg die Zahl um 38, wie aus der Statistik des Gesundheitsministeriums vom Mittwoch hervorgeht.

Auch bei der Zahl der Neuinfektionen mit dem Virus Sars-CoV-2 ist vorerst keine Trendwende zu erkennen. Im Vergleich zum Vortag stieg die Zahl der Fälle um mehr als 1700 auf 30.053 seit Ausbruch der Pandemie im Freistaat. Gut 16.000 Menschen gelten laut Schätzungen inzwischen wieder als genesen.

1321 Menschen müssen sich wegen einer Erkrankung derzeit stationär behandeln lassen, davon 264 auf der Intensivstation. Der Sieben-Tages-Wert bei den Neuinfektion pro 100.000 Einwohner liegt in Sachsen mittlerweile bei 180.

Betroffen ist nach wie vor am stärksten der Landkreis Bautzen mit einem Inzidenzwert von mehr als 327, gefolgt vom Erzgebirgskreis (315,9). Die gemeldeten Zahlen von Land und Kommunen können aufgrund unterschiedlicher Meldezeiten voneinander abweichen.

UPDATE, 11. November, 15.55 Uhr: Ergebnisse nach Massentests in Hallenser Pflegeheimen sind da

Nach einem umfangreichen Corona-Massentest in Senioren- und Pflegeheimen in Halle sind alle Ergebnisse aus den betroffenen Einrichtungen bekannt. Insgesamt seien 3239 Bewohner und Bewohnerinnen sowie rund 2325 Angestellte in 51 Alten- und Pflegeheimen der Stadt getestet worden, erklärte Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) am Mittwoch.

Es blieb bei der bereits bekannten Zahl von 18 positiv Getesteten. Die Betroffenen seien in Quarantäne. Nach wie vor gebe es zum Coronavirus einen hohen "Informationsbedarf", sagte das Stadtoberhaupt. Allein am Dienstag gingen bei der Servicehotline der Stadt rund 3800 Anrufe ein. Das sei ein Rekord gewesen, so Wiegand.

Am Mittwoch wurden in der Stadt 22 Neuinfektionen gemeldet. Damit lag der Inzidenzwert erneut bei etwas mehr als 67 Infizierten auf 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen.

UPDATE, 11. November, 14.55 Uhr: Kultusminister hält Maskenpflicht an Grundschulen nicht für notwendig

Sachsens Kultusminister Christian Piwarz hält eine Maskenpflicht an Grundschulen derzeit für nicht notwendig. Gerade jüngere Schüler seien nicht Treiber der Pandemie, sagte der CDU-Politiker am Mittwoch. "Maskenpflicht für Grundschüler wäre simpler Aktionismus und pädagogisch schädlich."

Die Erfahrung aus mehr als zwei Monaten Regelbetrieb zeigten, dass die Infektionen fast immer von außen in die Schulen hineingetragen würden. "Schulen sind keine Hotspots", betonte Piwarz.

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) hatte sich jüngst für eine Maskenpflicht im Unterricht auch in Grundschulen ausgesprochen.

Auch gegenüber Forderungen nach einem Wechselunterricht zwischen Schule und Zuhause zeigte sich Piwarz skeptisch. Dieses Modell bedeute deutlich weniger Lernstoff und damit weniger Bildung.

"Keine Frage, wir müssen einen klaren Blick auf das Infektionsgeschehen an Schulen richten. Aber wir müssen auch ebenso klar die Folgen von Beschränkungen im Schulbetrieb benennen", sagte Piwarz. Wer leichtfertig das Recht der Kinder auf Bildung beschneide, drohe eine "verlorene Corona-Schülergeneration" zu bekommen.

Laut Ministerium sollen Lehrer und Erzieher – neben den Gesundheits- und Pflegeberufen – mit als erste die Möglichkeit zu einer Corona-Schutzimpfung bekommen. Schulen und Kitas müssten weiter offen bleiben. "Dafür brauchen wir gesunde Lehrer und Erzieher", sagte Piwarz.

UPDATE, 11. November, 13.45 Uhr: Corona-Impfanlaufstellen für jeden Kreis in Mitteldeutschland geplant

In Mitteldeutschland soll einem Medienbericht zufolge in jedem Kreis eine Impfmöglichkeit gegen das Coronavirus entstehen.

In Sachsen sei pro Landkreis oder kreisfreier Stadt mindestens ein Impfzentrum oder eine Anlaufstelle zum Impfen geplant, berichtete der MDR am Mittwochmorgen unter Berufung auf das sächsische Gesundheitsministerium.

Derzeit würde noch abgestimmt, an welchen konkreten Orten diese entstehen sollen. Auch der Einsatz mobiler Teams werde geprüft.

In Thüringen soll demnach bis Ende des Monats ein entsprechendes Konzept stehen. Für Sachsen-Anhalt hatte Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) bereits am Dienstag mitgeteilt, jeder Landkreis und jede kreisfreie Stadt werde eine Anlaufstelle bekommen.

Die EU-Kommission hatte sich am Dienstag mit den Pharma-Unternehmen Biontech und Pfizer auf die Lieferung eines Impfstoffes geeinigt. Die EU-Kommission will am Mittwoch den Weg für den Kauf von bis zu 300 Millionen Einheiten des vielversprechenden Corona-Impfstoffs frei machen.

Biontech und Pfizer hatten am Montag bekannt gegeben, dass ihr Impfstoff einen mehr als 90-prozentigen Schutz vor Covid-19 biete. Jedoch sind die Studien dazu noch nicht abgeschlossen.

UPDATE, 11. November, 13.35 Uhr: Wenig Corona-Infizierte an Sachsens Schulen

Die Zahl der mit dem Coronavirus Infizierten an Sachsens Schulen ist trotz wachsender Zahlen von neuen Ansteckungen im Freistaat gering. Nach Angaben des Kultusministeriums in Dresden waren bis zum Wochenende 400 Schüler in Quarantäne, was einer Quote von 0,09 Prozent entspricht.

Über 99 Prozent der insgesamt 413.000 Schüler lernen demnach weiter in der Schule. Bei den Lehrkräften wurden in der vergangenen Woche 52 von insgesamt 33.930 an den öffentlichen Schulen positiv getestet. Keine Schule musste schließen.

Die Neuinfektionen gehen den Angaben zufolge fast ausschließlich auf Ansteckungen in den Herbstferien zurück. In der Regel würden sie nicht unter den Schülern weitergegeben. Hotspots an Einzelschulen gibt es laut Ministerium nicht.

UPDATE, 11. November, 12.15 Uhr: 170 Freiwillige wollen in Sachsen-Anhalt Gesundheitsämtern helfen

In Sachsen-Anhalt haben sich bisher rund 170 Landesbedienstete gemeldet, um die Gesundheitsämter bei der Bewältigung der Corona-Pandemie zu unterstützen. Davon kämen 97 aus den Finanzämtern, wie Finanzminister Michael Richter (CDU) am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur sagte.

Sie seien über das gesamte Land verteilt, was von Vorteil sei, denn so müssten die Beschäftigten nicht weit anreisen. Laut Richter sollen sie vor allem bei Verwaltungsaufgaben aushelfen und beispielsweise Quarantäne-Anordnungen verfassen.

Der Landkreistag hatte vor knapp zwei Wochen um Unterstützung für die kommunalen Gesundheitsbehörden gebeten. Der Spitzenverband begründete das mit den vergleichsweise hohen Fallzahlen sowie den zusätzlichen Kontrollaufgaben durch den angeordneten Teil-Lockdown.

In fast allen der 14 Kreise und kreisfreien Städte ist auch bereits die Bundeswehr im Einsatz, um zu helfen.

Bisher meldeten die Kommunen bei der Regierung zudem den Bedarf für 115 Unterstützer aus der Landesverwaltung an, wie Ministerpräsident Reiner Haseloff (66, CDU) zuletzt sagte. Damit gibt es derzeit mehr Freiwillige als Helfer benötigt werden.

UPDATE, 10. November, 18.49 Uhr: Aktuelle Corona-Zahlen aus Sachsen

Die aktuellen Fallzahlen aus Sachsen.
Die aktuellen Fallzahlen aus Sachsen.  © TAG24

UPDATE, 10. November, 17.38 Uhr: Sachsen verschärft Regeln für Versammlungen

Nach der "Querdenken"-Demo in Leipzig zieht die Landesregierung erste Konsequenzen: Versammlungen sollen künftig auf 1000 Teilnehmer begrenzt werden.

Mehr Infos findet Ihr >>>hier.

Nach der Groß-Demo am Samstag in Leipzig werden die Regeln für Versammlungen in Sachsen überarbeitet.
Nach der Groß-Demo am Samstag in Leipzig werden die Regeln für Versammlungen in Sachsen überarbeitet.  © Ralf Seegers

UPDATE, 10. November, 16.50 Uhr: Mehr als 1000 neue Infektionsfälle in Sachsen

In Sachsen steigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen weiter. Innerhalb eines Tages wurden 1059 nachgewiesene Ansteckungen registriert, wie aus der am Dienstag veröffentlichten Statistik des Gesundheitsministeriums hervorgeht.

Damit liegt die Gesamtzahl der durch Labortests bestätigten Infektionen seit Beginn der Pandemie im März bei 28.315. Knapp 14.900 Menschen gelten laut Schätzungen inzwischen wieder als genesen. Auch die Zahl der an oder mit Covid-19 gestorbenen Menschen stieg binnen eines Tages um fünf auf insgesamt 408. In den Krankenhäusern müssen derzeit 1278 Menschen behandelt werden, davon 266 auf der Intensivstation.

Der Sieben-Tages-Wert bei den Neuinfektion pro 100.000 Einwohner liegt in Sachsen mittlerweile bei 168. Betroffen ist nach wie vor vor allem der Erzgebirgskreis sowie der Landkreis Görlitz.

UPDATE, 10. November, 16.40 Uhr: Sachsen weitet Corona-Soforthilfen für Kultureinrichtungen aus

Das Land Sachsen weitet seine Corona-Soforthilfen für Kultureinrichtungen aus. Zum einen werde die Förderrichtlinie für Härtefälle in der Kultur bis Ende 2021 verlängert, teilte Kulturministerin Barbara Klepsch (CDU) am Dienstag mit. Zum anderen solle das Programm auch für Einzelpersonen zugänglich werden, die Clubs und andere Spielstätten betreiben. Bei den Einzelunternehmern und Selbstständigen habe bisher eine Lücke geklafft. Der Zuschuss beträgt Laut Klepsch in der Regel 10.000 Euro. In bestimmten Fällen könnten auch bis zu 50.000 Euro ausgereicht werden. Das Geld muss über die Sächsische Aufbaubank SAB beantragt werden.

UPDATE, 10. November, 16.31 Uhr: Sachsen-Anhalt will 14 Corona-Impfzentren einrichten

In Sachsen-Anhalt sollen 14 Zentren entstehen, wo gegen das Coronavirus geimpft wird, sobald ein Präparat verfügbar ist.

Jeder Landkreis und jede kreisfreie Stadt werde eine derartige Anlaufstelle bekommen, kündigte Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (58, SPD) am Dienstag nach einer Sitzung des Kabinetts an. Zudem werde der Einsatz mobiler Teams geprüft, um jene Risikogruppen zu erreichen, die keine größeren Wege mehr zurücklegen könnten.

Das Land stimmt sich laut Benne derzeit mit der Kassenärztlichen Vereinigung, den Krankenhäusern und Apothekern ab, um bis Ende Dezember alles Nötige vorzubereiten und zu organisieren. Dann soll feststehen, wo genau die Testzentren entstehen.

Bund und Länder hatten in den vergangenen Tagen verabredet, bundesweit Corona-Impfzentren einzurichten. Voraussetzung ist, dass es erprobte und zugelassene Präparate gibt. Am Montag sorgte die Meldung des Mainzer Unternehmens Biontech für Hoffnung, das gemeinsam mit dem US-Konzern Pfizer einen Stoff entwickelt haben will, der einen 90-prozentigen Schutz garantiert. Allerdings ist das nur ein Zwischenergebnis, weitere Tests stehen aus.

Ob und wann eine Impfung gegen Sars-CoV-2 zur Verfügung steht, ist daher offen. "Januar wäre klasse, aber das ist ein sehr hehres Ziel", sagte Grimm-Benne. Es gebe derzeit insgesamt 47 Kandidaten für einen Corona-Impfstoff. Als erstes sollen laut Empfehlungen von Experten Ärzte und Pfleger geimpft werden, die mit Patienten Kontakt haben.

Falls ein Präparat alle Tests besteht und zugelassen wird, will Sachsen-Anhalt vorbereitet sein.

Die Impfdosen werden vom Bund beschafft, den Rest muss das Land organisieren. Es seien bereits 1,3 Millionen Spritzen und 1,5 Millionen Kanülen beschafft worden, sagte Grimm-Benne. Zudem habe Sachsen-Anhalt dem Bund einen Standort gemeldet, an dem die Impfdosen gelagert werden sollen. Wo der sein wird, wollte sie aus Sicherheitsgründen nicht sagen.

UPDATE, 10. November, 16 Uhr: Schnelltest-Ergebnisse aus 43 Seniorenheimen liegen vor

Bisher fielen 18 Tests in den Seniorenheimen positiv aus.
Bisher fielen 18 Tests in den Seniorenheimen positiv aus.  © Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/dpa

Nach einem umfangreichen Corona-Massentest in Halles Seniorenheimen sind bislang die Ergebnisse von 43 Einrichtungen bekannt. 18 Tests seien positiv ausgefallen, sagte Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) am Dienstag. Die Infizierten blieben in Quarantäne.

Insgesamt waren in 51 Alten- und Pflegeheimen die Angestellten und Bewohner auf eine mögliche Corona-Infektion hin überprüft worden. Die Stadt rechnete mit keinen weiteren positiven Ergebnissen, da die Schnelltest-Reihe bereits abgeschlossen sei und keine weiteren Rückmeldungen vorlägen.

Der am vergangenem Samstag erfolgte Massentest wurde notwendig, nachdem zahlreiche Infektionen in der vergangenen Woche in entsprechenden Einrichtungen aufgetreten waren.

Am Dienstag gab es in der Saalestadt insgesamt 21 Neuinfektionen. Der Inzidenzwert blieb damit auf einem hohem Stand von mehr als 67 Infizierten auf 100.000 Bewohner innerhalb von sieben Tagen.

UPDATE, 10. November, 12.55 Uhr: Eltern müssen in Sachsen-Anhalt mit Maske in die Kita

Eltern müssen in Sachsen-Anhalt künftig einen Mund-Nasen-Schutz tragen, wenn sie ihre Kinder in die Kita bringen oder abholen. Das sehen neue Corona-Schutzregeln vor, die das Gesundheitsministerium am Dienstag veröffentlichte.

Demnach müssen Eltern und andere Besucher in den Kitas Masken tragen, um Kinder und Personal zu schützen. In allen Räumen, in denen Kinder betreut werden, muss drei Mal pro Stunde für mindestens fünf Minuten gelüftet werden. Kinder, die offensichtliche Erkältungssymptome haben, dürfen weiter betreut werden.

Mit den Empfehlungen reagiert das Ministerium nach eigenen Angaben auf die aktuell hohen Corona-Infektionszahlen. Die Vorgaben sollen dabei helfen, Kitas und Horte möglichst lange offen zu halten und eine Schließung wie im Frühjahr zu vermeiden. Die neuen Corona-Regeln sollen von den Einrichtungen im Laufe der Woche umgesetzt werden.

UPDATE, 10. November, 11.40 Uhr: Gedenkveranstaltungen auf den Städtischen Friedhöfen abgesagt

Wie das Amt für Stadtgrün und Gewässer informierte, müssen die November-Gedenkveranstaltungen auf den Städtischen Friedhöfen abgesagt werden.Die Entscheidung dazu traf die Stadt mit Einwilligung der hiesigen Kirchengemeinden in Anbetracht der steigenden Infektionszahlen. Die Friedhöfe seien aber weiterhin zum Gedenken, Erinnern und Innehalten geöffnet.

Für Besucher sind die Friedhöfe natürlich weiterhin geöffnet.
Für Besucher sind die Friedhöfe natürlich weiterhin geöffnet.  © Ralf Seegers

UPDATE, 10. November, 11.13 Uhr: Corona-Testambulanz am UKL wieder geöffnet

Am Uniklinikum Leipzig steht ab sofort wieder eine Corona-Ambulanz zur Testung auf eine SARS-CoV-2 Infektion zur Verfügung. Die bereits im März eingerichtete und im September zwischenzeitlich geschlossene Ambulanz wurde angesichts der steigenden Infektionszahlen wieder reaktiviert, um die Kollegen in den niedergelassenen Praxen zu unterstützen. Die UKL-Testambulanz ist wochentags von 8 bis 16 Uhr und Samstag von 8 bis 12 Uhr geöffnet.

UPDATE, 10. November, 6.15 Uhr: Vorerst keine Präsenzvorlesungen an Uni Magdeburg

Wegen der lokalen und nationalen Corona-Lage ist an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg ein Fünf-Stufen-Plan in Kraft getreten. Momentan gelte Stufe drei, teilte eine Sprecherin der Hochschule mit. Demnach finden bis auf weiteres alle Vorlesungen nur online statt.

Seminare, Übungen, Tutorien oder Praktika können unter den geltenden Hygienebestimmungen in Präsenz stattfinden, sofern es nötig sei. Generell ist das Semester als Hybrid geplant - also mit Anwesenheit und Lehre per Computer.

Andere Hochschulen in Sachsen-Anhalt haben wegen des aktuell geltenden Teil-Lockdowns ihre Maßnahmen ebenfalls verschärft. So finden beispielsweise an der Hochschule Harz bis Ende November alle Lehrveranstaltungen nur online statt.

UPDATE, 9.November, 20.10 Uhr: Aktuelle Corona-Zahlen aus Sachsen

Die aktuellen Fallzahlen aus Sachsen.
Die aktuellen Fallzahlen aus Sachsen.  © TAG24

UPDATE, 9. November, 17 Uhr: Erste Schulen wechseln in Fernunterricht

Nach der Änderung der Corona-Regeln haben die ersten Schulen in Sachsen-Anhalt den täglichen Unterricht im Regelbetrieb aufgegeben. Mindestens drei Einrichtungen wechselten am Montag komplett in den Distanzunterricht von zu Hause aus, wie ein Sprecher des Bildungsministeriums sagte.

Zuvor war für einen Großteil der dortigen Lehrerkollegien häusliche Quarantäne angeordnet worden. Wie viele Schulen insgesamt vom täglichen Unterricht auf eingeschränkten Betrieb wechselten, konnte das Ministerium zunächst nicht sagen. Eine Übersicht soll Ende der Woche vorliegen.

Seit Montag gelten für die Schulen strengere Corona-Regeln. So müssen alle, die sich auf dem Gelände bewegen, eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Eine Ausnahme ist der eigentliche Unterricht. Bisher konnten die Schulen selbst entscheiden, ob und wo sie eine Maskenpflicht anordnen.

UPDATE, 9. November, 10.45 Uhr: Millionenausfälle der Verkehrsunternehmen in der Corona-Krise

Die Betreiber des öffentlichen Nahverkehrs (ÖPNV) in Sachsen-Anhalt haben wegen des Fahrgastschwunds durch die Corona-Pandemie bereits Millionenverluste angemeldet.

Die Umsatzausfälle seit Beginn der Pandemie im Frühjahr summierten sich auf rund 50,7 Millionen Euro, wie ein Sprecher des Verkehrsministeriums mitteilte.

Zuvor hatten sich Bund und Länder verpflichtet, den ÖPNV zu entlasten und die fehlenden Einnahmen zu ersetzen. Der Bund stellt in diesem Jahr insgeamt 2,5 Milliarden Euro bereit, die Länder sollen entsprechend aufstocken.

Bei den ersten drastischen Einschränkungen im Frühjahr mit geschlossenen Schulen und Branchen sowie der Anordnung möglichst viel zuhause zu bleiben, waren auch die Fahrgastzahlen im Nahverkehr eingebrochen. In Halle sank die Auslastung in Bussen und Bahnen zwischenzeitlich um 70 Prozent, wie die Halleschen Verkehrsbetriebe Mitte Oktober mitteilten. Die Magdeburger Verkehrsbetriebe verzeichneten vorigen Monat 70 bis 75 Prozent des normalen Fahrgastaufkommens.

UPDATE, 8. November, 16.30 Uhr: Oberbürgermeister Burkhard Jung in Quarantäne

Ein enger Mitarbeiter des Leipziger Oberbürgermeisters Burkhard Jung (62, SPD) wurde positiv auf das Coronavirus getestet. Aus diesem Grund habe sich der Politiker bereits am Samstag in Quarantäne begeben.

Mehr Infos dazu >>> hier.

Burkhard Jung (62) hat sich in häusliche Quarantäne begeben.
Burkhard Jung (62) hat sich in häusliche Quarantäne begeben.  © Caroline Seidel/dpa

UPDATE, 6. November, 19.05 Uhr: Aktuelle Corona-Zahlen aus Sachsen

In Leipzig waren am Freitag 1812 Infektionen gemeldet worden.

Die aktuellen Fallzahlen aus Sachsen.
Die aktuellen Fallzahlen aus Sachsen.  © TAG24

UPDATE, 6. November, 16.05 Uhr: Knapp 1800 Corona-Neuinfektionen in Sachsen

In Sachsen ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen weiter deutlich gestiegen. Innerhalb eines Tages wurden 1777 nachgewiesene Ansteckungen registriert, wie aus der am Freitag veröffentlichten Statistik des Gesundheitsministeriums hervorgeht.

Damit liegt die Gesamtzahl der durch Labortests bestätigten Infektionen seit Beginn der Pandemie im März bei 24.170. Gut 12.800 Menschen gelten laut Schätzungen inzwischen wieder als genesen.

Zugleich gab es in Sachsen binnen 24 Stunden elf neue Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19.386 Menschen starben bisher an oder mit dem Coronavirus. 1089 Menschen müssen sich wegen einer Erkrankung derzeit stationär behandeln lassen und auch die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen steigt: Waren es am Mittwoch noch 219, wurden am Freitag bereits 247 gezählt.

Der Sieben-Tages-Wert bei den Neuinfektion pro 100.000 Einwohner liegt in Sachsen mittlerweile bei 146.

UPDATE, 6. November, 15.30 Uhr: GRASSI Museum bietet virtuelle Besuche an

Das GRASSI Museum hat auf Facebook bekannt gegeben, dass nun auch virtuelle Besuche möglich sind. Dabei sollen die Nutzer ebenfalls Wissenswertes über die Sammlung erfahren sowie die Exponate spielerisch kennenlernen können.

Aufgrund der derzeit geltenden Corona-Maßnahmen ist das Grassi Museum in Leipzig, ebenso wie alle anderen Museen in Deutschland, geschlossen.

UPDATE, 6. November, 15.25 Uhr: Sachsen-Anhalt verteilt erste Corona-Schnelltests

Sachsen-Anhalt hat in dieser Woche die ersten Pflegeheime und Krankenhäuser mit Corona-Schnelltests ausgestattet. Gut 11.000 Tests habe das Land bereits an Einrichtungen in Wittenberg ausgegeben, sagte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums am Freitag auf Anfrage. Weitere sollen in den kommenden Tagen folgen. Das Land will kurzfristig insgesamt 500.000 Tests beschaffen.

Ziel sei es, jene Menschen besser zu schützen, die ein höheres Risiko haben, schwer an Covid-19 zu erkranken. Die Krankenhäuser und Pflegeheime sollen mit den Schnelltests sowohl Personal und Besucher als auch Bewohner und Patienten tagesaktuell testen können.

Update, 6. November, 14.20 Uhr: Ab Montag Maskenpflicht für Sachsen-Anhalter Schulen

Ab Montag müssen Sachsen-Anhalts Schüler Masken tragen.
Ab Montag müssen Sachsen-Anhalts Schüler Masken tragen.  © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/ZB

An allen staatlichen Schulen in Sachsen-Anhalt gilt ab Montag eine Maskenpflicht. Das sieht ein Plan mit Corona-Regeln vor, den das Bildungsministerium am Freitag veröffentlichte.

Bisher konnten die Schulleitungen selbst entscheiden, ob sie das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes auf dem Schulgelände anordnen.

Während des Unterrichts gilt die Maskenpflicht nicht. Zudem sind alle Veranstaltungen wie Wandertage, Fahrten, Messen, Sportwettkämpfe und Tage der Offenen Tür derzeit nicht erlaubt. Damit reagiert das Ministerium darauf, dass immer häufiger Schulen von angeordneter Quarantäne für Corona-Verdachtsfälle betroffen sind.

In besonders betroffenen Einrichtungen soll von Montag an auch der reguläre Unterricht aufgegeben werden. Dann werden Kinder und Jugendliche wieder abwechselnd zuhause und in der Schule lernen.

Laut aktueller Übersicht des Bildungsministeriums, sind in dieser Woche 120 Schulen von Quarantäne-Maßnahmen betroffen, doppelt so viele wie vor einer Woche. Die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die auf Behördenanordnung ihr Zuhause nicht verlassen dürfen, verdreifachte sich im gleichen Zeitraum von 900 auf 2800. Wie viele Schulen am Montag wegen der Quarantäne-Fälle den Unterrichtsbetrieb einschränken müssen, blieb zunächst offen.

UPDATE, 6. November, 14 Uhr: Sachsen breitet sich auf Corona-Impfungen vor

Mitten in der Pandemie treibt Sachsen die Vorbereitungen für mögliche Corona-Impfungen voran. Bei den Überlegungen spielte auch die Einrichtung von Corona-Impfzentren eine Rolle, teilte das Gesundheitsministerium mit.

Details, wo diese eingerichtet werden könnten, wurden nicht genannt. Den Angaben zufolge wird auch der Einsatz mobiler Teams geprüft, damit sich auch diejenigen impfen lassen können, die aus medizinischen Gründen kein Impfzentrum aufsuchen können. Noch liegt aber kein Impfstoff vor.

"Für mögliche Covid-19-Impfungen müssen viele Punkte berücksichtigt werden", so eine Behördensprecherin. Man müsse davon ausgehen, dass es zumindest zu Beginn nicht ausreichend Impfstoff für die gesamte Bevölkerung gebe. Daher sollten Personengruppen ausgemacht werden, die sich zuerst impfen lassen können. Zudem müsse Sachsen klären, wer diese Impfungen personell leisten könne, auch Fragen der Lagerung, Verteilung und Terminvergabe müssten geklärt werden.

Das Gesundheitsministerium in Sachsen geht für den Freistaat derzeit von rund einer Million benötigter Impfdosen aus. Dafür seien rund 1,2 Millionen Spritzen und Kanülen ausgeschrieben worden. Die ersten Lieferungen seien bereits für diese Woche avisiert, hieß es.

UPDATE, 6. November, 12.30 Uhr: Endlich Masken-Hinweisschilder aufgestellt

Nach einer guten Woche hat die Stadt Leipzig endlich Hinweisschilder aufgestellt, die auf das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung hinweisen.

Zuvor war die Regelung vielen Passanten unbekannt geblieben, wodurch viele ohne eine Maske durch die Innenstadt gelaufen waren.

Wo die Maskenpflicht genau gilt, lest Ihr im Detail >>>hier.

Eines der Schilder weist in der Universitätsstraße auf das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung hin.
Eines der Schilder weist in der Universitätsstraße auf das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung hin.  © Christian Grube

UPDATE, 6. November, 11.35 Uhr: Corona-Hilfen für Shutdown-Betroffene zeitlich begrenzt

Die Corona-Hilfen für Betroffene des Teil-Shutdowns können laut Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) nach November nicht unbegrenzt weiterlaufen. Da gebe es Grenzen im Haushalt, sagte er am Freitag.

"Wir müssen dann sicherlich auch konzeptionell nochmal nachdenken, ob durch Teil-Shutdowns überhaupt die Effekte erzielt werden." Auch andere Maßnahmen zur Senkung der Infektionszahlen müssten überprüft werden, sagte der neue Bundesratspräsident.

Mit Blick auf die zugesagten Hilfen sagte er: "Wir sind auf jeden Fall alle der Meinung, es muss das Versprechen eingehalten werden, dass im November das Geld auch fließt." Auch mit Blick auf den unklaren weiteren Verlauf der Pandemie und etwaige Maßnahmen zur Eindämmung dürfe man jetzt nicht das Vertrauen enttäuschen.

UPDATE, 6. November, 8.10 Uhr: Schülerrat protestiert gegen Maskenpflicht im Unterricht

Der Landesschülerrat Sachsen spricht sich für Präsenzunterricht und gegen Schichtbetrieb aus. Und auch gegen die Maskenpflicht im Unterricht.

"Wir haben keine Lust auf Masken. Das muss deutlich gesagt werden", so Vorsitzende Joanna Kesicka (18).

Warum die Schüler trotzdem nicht die Masken absetzen wollen, erfahrt Ihr >>> hier.

Joanna Kesicka (18) ist die Chefin von Sachsens Landesschülerrat.
Joanna Kesicka (18) ist die Chefin von Sachsens Landesschülerrat.  © privat

UPDATE, 5. November, 18.45 Uhr: Aktuelle Fallzahlen aus Sachsen

In Bautzen erreicht der 7-Tage-Inzidenz mittlerweile einen Wert von 321,9.

Die aktuellen Fallzahlen aus Sachsen.
Die aktuellen Fallzahlen aus Sachsen.  © TAG24

UPDATE, 5. November, 18.15 Uhr: Über 1000 Corona-Fälle in Magdeburg

In Sachsen-Anhalt hat die Zahl der bestätigten Corona-Fälle weiter zugenommen. Am Mittwoch kamen 267 Neuinfektionen hinzu, wie das Sozialministerium am Donnerstag mitteilte.

Aktuell seien landesweit 2436 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Seit Beginn der Pandemie wurden den Angaben nach 6179 Menschen positiv auf den Erreger Sars-CoV-2 getestet, darunter 1017 in Magdeburg.

Binnen der Tagesfrist waren in der Stadt mit 54 Neuinfektionen auch die meisten Fälle landesweit gemeldet worden, keine hingegen etwa aus dem Landkreis Stendal.

Seit dem Frühjahr sind den Angaben nach 88 Menschen im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion in Sachsen-Anhalt gestorben. Rund 3660 Menschen gelten zwischenzeitlich als genesen. Das Land hat rund 2,1 Millionen Einwohner.

UPDATE, 5. November, 16.30 Uhr: Mehr als 1400 Corona-Neuinfektionen in Sachsen

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie ist in Sachsen um 15 auf 375 gestiegen. Zudem wurden bis Donnerstagmittag mehr als 1400 neue Ansteckungen innerhalb eines Tages bestätigt, wie die Landesregierung mitteilte.

Am massivsten ist die Entwicklung demnach im Landkreis Bautzen: Dort lag die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche mit 321,9 deutlich über der 300er-Marke. Damit gehört er bundesweit zu den am stärksten betroffenen Regionen.

Bis auf den Erzgebirgskreis (206,9) lagen alle anderen Landkreise unter der Marke von 200, die Städte Leipzig und Dresden gar unter dem Wert von 100.

UPDATE, 5. November, 11.30 Uhr: Corona belastet Wirtschaft je nach Branche unterschiedlich

Die Corona-Krise hat Sachsens Wirtschaft im ersten Halbjahr je nach Branche unterschiedlich getroffen. Während die Umsätze in der Industrie und im Gastgewerbe einbrachen, verzeichneten das Bauhauptgewerbe und der Einzelhandel insgesamt Zuwächse, wie das Landesamt für Statistik am Donnerstag in Kamenz informierte.

Die Baubetriebe mit 20 Beschäftigten und mehr erzielten demnach ein Umsatzplus von gut drei Prozent, der Einzelhandel einen Zuwachs von sechs Prozent. Als direkte Folge der Corona-Pandemie legte demnach vor allem der Online-Handel massiv zu, während Autohändler weniger Umsatz erzielten.

Im derzeit vom Teil-Lockdown wieder besonders stark gebeutelten Gastgewerbe lagen die Einbußen im Vergleich zum ersten Halbjahr 2019 bei einem Drittel; die Industrie büßte den Statistikern zufolge rund 15 Prozent ein.

UPDATE, 5. November, 7.15 Uhr: Hunderte Bußgeldverfahren und Klagen zu Corona in Sachsen

Bei den Amtsgerichten in Sachsen sind bis Ende September 506 Bußgeldverfahren wegen Verstoßes gegen Corona-Schutz-Vorschriften eingegangen. Nach Angaben des Justizministeriums waren zu diesem Zeitpunkt noch 236 Fälle anhängig, über 70 Prozent aber bereits erledigt. Die drei Verwaltungsgerichte Chemnitz, Leipzig und Dresden sowie das Sächsische Oberverwaltungsgericht (OVG) beschäftigten bis Anfang November 255 Klagen gegen Allgemeinverfügungen und Corona-Schutz-Verordnungen.

"Bei einem Großteil davon geht es mit Eilantrag erst um vorläufigen Rechtsschutz und dann um eine endgültige Entscheidung", erklärte ein OVG-Sprecher. Weitere 75 Klagen, Berufungen und Eilanträge standen indirekt im Zusammenhang mit der Pandemie. Da geht es um den eingeschränkten Schulbetrieb, die verlangte Gesundheitsbescheinigung für Schüler oder das Begehren eines Asylbewerbers, wegen hoher Corona-Gefahr im Heim woanders untergebracht zu werden. Gut zwei Drittel der Fälle sind bereits erledigt, mit Urteil, Beschluss oder Gerichtsbescheid. Dabei wurde nur wenigen Klagen komplett oder teils stattgegeben und die meisten Anträge abgewiesen oder abgelehnt.

"Die Klagen in der Verwaltungsgerichtsbarkeit wenden sich insbesondere gegen die verschiedenen Coronaschutzverordnungen und Allgemeinverfügungen", sagte ein Ministeriumssprecher. Da gehe es um ganz unterschiedliche Sachen. "Im Frühjahr um Ladenschließungen, Kontakt- und Versammlungsverbote." In keinem Fall obsiegte ein Kläger, in wenigen Fällen wurde dem Begehren teils stattgegeben.

Am Verwaltungsgericht Dresden standen Mitte Oktober fast 100 Verfahrenseingänge mit Corona-Bezug zu Buche – 50 Klagen und 48 Eilanträge auf vorläufigen Rechtsschutz. Über knapp die Hälfte der Klagen sowie fast alle Eilanträge wurden bereits entschieden, wie ein Sprecher auf Anfrage mitteilte. Seitdem kamen mindestens sechs neue Eilverfahren dazu, darunter eines gegen das Beherbergungsverbot und weitere gegen Schließzeiten von Gaststätten oder die Pflicht zum Tragen des Mundschutzes auch im Freien.

Beim Verwaltungsgericht Chemnitz sind seit Beginn der Corona-Pandemie zwölf Klagen und 13 Eilverfahren eingegangen - gegen die zwangsweise Schließung von Läden, die Untersagung des Betriebs von Sportstätten, die Gesundheitsbestätigung an Schulen, die Ausgangsbeschränkungen allgemein oder die Einschränkung von Grundrechten, wie ein Sprecher aufzählte. "Einige Verfahren haben sich auch durch Zeitablauf nach Aufhebung bestimmter Regelungen erledigt."

UPDATE, 4. November, 20.15 Uhr: OB Jung spricht über verschärfte Corona-Maßnahmen

UPDATE, 4. November, 18.30 Uhr: Land und Bundeswehr helfen Gesundheitsämtern in Sachsen-Anhalt

Nach der Bundeswehr schickt jetzt auch das Land Sachsen-Anhalt Personal, damit die Gesundheitsämter in den Kommunen die Corona-Lage bewältigen können. Derzeit hätten sich bereits rund 80 Freiwillige aus der Landesverwaltung für diese Aufgabe gemeldet, sagte Regierungssprecher Matthias Schuppe am Mittwoch auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Sie würden zugeteilt - je nachdem, welchen konkreten Bedarf die Kommunen anmeldeten. Im Gegenzug erwarte die Regierung, dass die Kommunen ihre Gesundheitsämter mit eigenem Personal verstärkten.

Am Montag hatte der Landkreistag kurzfristige personelle Unterstützung vom Land gefordert. Der Spitzenverband der Kreise begründete das mit zusätzlichen Aufgaben durch die für den ganzen November verschärften Corona-Regeln.

Bis Anfang Dezember sind auch rund 60 Soldatinnen und Soldaten in den Gesundheitsämtern im Einsatz, wie das Landeskommando mitteilte. Sie helfen in elf Kreisen und kreisfreien Städten. Nur Magdeburg, der Burgenlandkreis und der Altmarkkreis Salzwedel haben derzeit keine Bundeswehr-Unterstützung.

Ein Großteil der Soldatinnen und Soldaten helfe bei der Verwaltungsarbeit, rund 20 Männer und Frauen aus dem Sanitätsregiment bei Abstrichen für Corona-Tests. Die Kommunen können die Unterstützung bei der Bundeswehr beantragen und bekommen seit Monaten Helfer zur Seite gestellt.

Der Landesverband der Ärzte im öffentlichen Gesundheitsdienst weist seit Monaten darauf hin, dass die Gesundheitsämter angesichts der Aufgaben in der Corona-Pandemie mehr Personal bräuchten.

UPDATE, 4. November, 18.15 Uhr: Aktuelle Fallzahlen aus Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt sind binnen eines Tages 314 neue Corona-Fälle gemeldet worden. Es ist die höchste Meldung von Neuansteckungen seit Tagen. Der Anteil der Infektionen je 100.000 Einwohner und Woche stieg von Dienstag auf Mittwoch von 57,4 auf 58,7, wie aus einer Übersicht des Gesundheitsministeriums hervorgeht. Am Mittwoch vor einer Woche hatte dieser Wert noch bei 44,5 und damit unter der höchsten Alarmschwelle von 50 gelegen. Am Dienstag waren 159 neue Corona-Fälle im Vergleich zum Vortag gemeldet worden, am Montag 101, vorigen Freitag 253.

Laut Ministerium sind derzeit mehr als 2300 Sachsen-Anhalter akut infiziert. Das entspricht 40 Prozent aller 5900 Fälle, die seit Beginn der Pandemie im Frühjahr nachgewiesen wurden. Rund 600 Erkrankte sind zur Behandlung im Krankenhaus, 27 von ihnen werden auf der Intensivstation behandelt. Zwei Menschen starben. Damit erhöhte sich die Zahl der Gestorbenen in Sachsen-Anhalt, die zuvor positiv auf den Erreger Sars-CoV-2 getestet wurden, auf 88.

UPDATE, 4. November, 15.45 Uhr: 15 neue Todesfälle in Sachsen

In Sachsen hat es innerhalb eines Tages 15 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gegeben. Damit starben im Freistaat bisher insgesamt 360 Menschen an oder mit Corona, wie aus der am Mittwoch veröffentlichten Statistik des Gesundheitsministeriums hervorgeht.

Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen stieg binnen 24 Stunden um 924 Fälle an. Damit liegt die Gesamtzahl der durch Labortests bestätigten Infektionen seit Beginn der Pandemie im März bei 20.956. Gut 11.650 Menschen gelten laut Schätzungen inzwischen als wieder genesen.

Rund 1050 Menschen müssen sich wegen einer Erkrankung derzeit stationär behandeln lassen, seit Tagen steigt auch die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen: 219 sind es laut Behördenangaben aktuell.

Die Sieben-Tages-Inzidenz - die Zahl der Neuinfektion pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen - liegt in Sachsen nach wie vor bei 126.

Betroffen ist derzeit vor allem der Landkreis Bautzen, hier gab es binnen eines Tages 250 Neuinfektionen. Die gemeldeten Zahlen von Land und Kommunen können aufgrund unterschiedlicher Meldezeiten voneinander abweichen.

UPDATE, 4. November, 15.35 Uhr: Teil-Lockdown in Sachsen-Anhalt laut Gericht verhältnismäßig

Der Teil-Lockdown in Sachsen-Anhalt ist aus Sicht des Oberverwaltungsgerichts verhältnismäßig.

Die Richter wiesen in einem Beschluss den Antrag einer Hotelkette gegen das touristische Beherbergungsverbot, die Schließung von Gaststätten und weitere verhängte Maßnahmen ab, wie eine Sprecherin am Mittwoch mitteilte.

UPDATE, 4. November, 15.30 Uhr: Lieferservice nicht für alle Gastronomen ein Konzept

In ländlichen Gegenden rechnet sich ein Lieferservice nicht so sehr wie in städtischen Zentren. (Symbolbild)
In ländlichen Gegenden rechnet sich ein Lieferservice nicht so sehr wie in städtischen Zentren. (Symbolbild)  © Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa

Ein Liefer- oder Abholservice ist in der Corona-Krise nach Darstellung der Branche nicht für alle Gastronomen Sachsen-Anhalts eine Alternative.

Zwar könne ein solches Angebot während der Schließzeit für einige Gaststätten sinnvoll sein, sagte Michael Schmidt, Landeschef des Branchenverbands Dehoga. Allerdings würden sich Wirtschaftlichkeit und die Umsetzbarkeit von Fall zu Fall unterscheiden.

"Die Rentabilität muss im Vordergrund stehen", sagte Schmidt. Es nütze nichts, auf diesem Weg Geld zu verdienen, wenn die Kosten am Ende höher seien als die Einnahmen.

Vor allem für Betriebe im ländlichen Bereich mit langen Anfahrtswegen rechne sich das wenig. Für Restaurants in Zentrumsnähe seien ein Lieferservice oder Speisen und Getränke zum Abholen hingegen eher eine sinnvolle Möglichkeit.

Laut dem Dehoga-Chef greifen im aktuellen Teil-Lockdown viele gastronomische Betriebe auf solche Angebote zurück. Dabei würden sie von den Erfahrungen aus dem Frühjahr profitieren, als die Gaststätten zur Eindämmung des Coronavirus schon einmal mehrere Wochen geschlossen bleiben mussten.

Viele Restaurants waren Schmidts Angaben zufolge dieses Mal besser aufgestellt.

UPDATE, 4. November 15.10 Uhr: Auch Weihnachtsmarkt in Grimma abgesagt!

Auch in Grimma hat sich die Stadtverwaltung für eine Absage des diesjährigen Weihnachtsmarktes entschieden. Man könne nicht abschätzen, dass es "in Anbetracht steigender Infektionszahlen im Dezember zu Lockerungen der derzeit geltenden Einschränkungen kommen wird", sehe dies daher als einzig vernünftigen Schritt.

Die Grimmaer Altstadt soll trotzdem festlich geschmückt werden und auch alle Geschäfte werden geöffnet sein. Außerdem soll es einen kleinen Märchenwald geben.

"Wir bedauern diese Entscheidung zutiefst. Um unsere Bürgerinnen und Bürger auf die besinnliche Weihnachtszeit einzustimmen, haben wir lange an der Umsetzung festgehalten. Doch unter den gegebenen Umständen geht die Gesundheit von uns allen vor", so Oberbürgermeister Matthias Berger.

UPDATE, 4. November, 14.55 Uhr: SPD will schnelle Landeshilfe für Betroffene von Teil-Lockdown

Die SPD im Magdeburger Landtag befürchtet, dass nach dem Teil-Lockdown zahlreiche Betriebe aufgeben müssen, weil der Bund zu spät entschädigt.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) habe angekündigt, dass es Ende November einen ersten Abschlag geben könne, sagte der SPD-Abgeordnete Andreas Steppuhn am Mittwoch im Finanzausschuss. Das könnte für viele Betriebe zu spät sein.

Die SPD schlug einen Härtefallfonds vor, über den 6 Millionen Euro ausgereicht werden sollen. Er soll sich an die seit Frühjahr geschlossenen Clubs und die Veranstaltungsbranche sowie an die jetzt wieder geschlossenen Gastrobetriebe richten, sagte Steppuhn.

Finanzminister Michael Richter (CDU) lehnte eigene Abschlagszahlungen ab. Dafür fehle die Rechtsgrundlage.

Seit Montag ruht der Betrieb von Gastronomie und touristischer Beherbergung sowie der Kultur- und Freizeitbereich auf staatliche Anordnung größtenteils. Mit der vierwöchigen Maßnahme sollen die Kontakte der Menschen minimiert werden, um die Zahl der zuletzt schnell gestiegenen Ansteckungen wieder zu senken.

Im Gegenzug kündigte der Bund an, betroffenen Betrieben bis zu 75 Prozent ihres Umsatzes aus dem Vorjahresmonat zu ersetzen. Soloselbstständige sollen ein Zwölftel des Jahreseinkommens bekommen.

UPDATE, 4. November, 14.50 Uhr: Fast 1000 Corona-Fälle in Halle

In der Stadt Halle ist die Zahl der nachweislich mit dem Corona-Virus infizierten Menschen weiter gestiegen. Am Mittwoch gab es 23 Neuinfektionen, 9 mehr als am Dienstag, wie Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) sagte.

Darunter waren auch fünf Bewohner und eine Mitarbeiterin aus einem Pflegeheim sowie Reiserückkehrer aus Schweden, Tschechien und Köln.

Auf 100.000 Einwohner wurden in Halle 62,37 neue Corona-Fälle in den vergangenen sieben Tagen gemeldet. Aktuell infiziert sind in der Stadt 305 Menschen.

Unterdessen nähert sich Halle mit in der Summe von 961 Corona-Fällen seit Beginn der Pandemie der 1000er Marke.

UPDATE, 4. November, 13.35 Uhr: Krankenhäuser und Pflegeheime bekommen 500.000 Schnelltests

Das Land Sachsen-Anhalt kann 500.000 Corona-Schnelltests bestellen, um Pflegeheime und Krankenhäuser damit zu beliefern. Die Finanzexperten des Landtags billigten am Mittwoch Pläne der Landesregierung, dafür 3,5 Millionen Euro auszugeben.

Die ersten 100.000 Antigen-Schnelltests sollen noch in dieser Woche bestellt werden, wie Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) bereits am Dienstag bei einer Sondersitzung des Landtags angekündigt hatte. Sobald die Lieferung eintrifft, soll sie schnellstmöglich verteilt werden.

Ziel sei es, jene Menschen besser zu schützen, die ein höheres Risiko haben, schwer an Covid-19 zu erkranken, teilte das Sozialministerium auf Anfrage mit.

UPDATE, 4. November, 12:05 Uhr: Verschärfte Kontrollen der Maskenpflicht in Magdeburg

Die Magdeburger Verkehrsbetriebe (MVB) haben eine stärkere Kontrolle der Maskenpflicht in Straßenbahnen und Bussen angekündigt. Dies geschehe gemeinsam mit der Polizei, wie ein Sprecher des Unternehmens am Mittwoch mitteilte.

So soll auch in Zeiten mit weniger Fahrgastaufkommen wie in den Abendstunden überprüft werden, ob sich die Menschen an das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes halten. Tagsüber sei das nach bisherigen Ergebnissen bei etwa 95 Prozent aller Fahrgäste der Fall.

Laut der Allgemeinverfügung der Stadt kann bei Verstößen gegen die Maskenpflicht ein Bußgeld in Höhe von 75 Euro erhoben werden.

UPDATE, 4. November, 11.18 Uhr: Bundeswehr hilft mit 60 Männern und Frauen bei Gesundheitsämtern

Die Gesundheitsämter in Sachsen-Anhalt werden bei der Bewältigung der Corona-Pandemie derzeit von 60 Soldatinnen und Soldaten unterstützt.

Die Helfer sind in elf der 14 Kreise und kreisfreien Städte eingesetzt, wie ein Sprecher des Landeskommandos am Mittwoch mitteilte. Ein Großteil der Soldatinnen und Soldaten helfe bei der Verwaltungsarbeit. Rund 20 Männer und Frauen aus dem Sanitätsregiment seien im Einsatz, um bei Abstrichen für Corona-Tests zu helfen. Die Kommunen können die Unterstützung bei der Bundeswehr beantragen.

Bereits im August halfen 20 Soldatinnen und Soldaten in den Gesundheitsämtern, im Oktober waren es doppelt so viele. Die derzeitigen Einsätze seien zunächst bis höchstens Anfang Dezember geplant, teilte die Bundeswehr weiter mit. Die Bundeswehr ist derzeit überall im Einsatz außer in Magdeburg, im Burgenlandkreis und im Altmarkkreis Salzwedel.

Die Gesundheitsämter müssen aufgrund der zuletzt deutlich gestiegenen Zahl an Neuinfektionen viele Aufgaben bewältigen, etwa Kontakte von Infizierten finden, Tests und Quarantäne anordnen. Der Landkreistag hatte daher zuletzt mehr personelle Unterstützung gefordert. Dem Spitzenverband der Kreise schwebte vor allem Verwaltungspersonal des Landes vor, das kurzfristig in den Kommunen aushelfen soll.

UPDATE, 3. November, 20.35 Uhr: Aktuelle Corona-Zahlen aus Sachsen

Trauriger Spitzenreiter ist Bautzen mit einem Inzidenzwert von 281,2.

Die aktuellen Fallzahlen aus Sachsen.
Die aktuellen Fallzahlen aus Sachsen.  © TAG24

UPDATE, 3. November, 18 Uhr: Sachsen-Anhalt beschafft halbe Million Schnelltests

Sachsen-Anhalt will in großem Stile Schnelltests auf das Coronavirus anschaffen. Das kündigte Ministerpräsident Reiner Haseloff (66, CDU) am Dienstag bei einer Sondersitzung des Landtags an. Bereits am Mittwoch solle sich der Finanzausschuss mit dem Thema befassen und die nötigen Gelder freigeben. Die ersten 100.000 Schnelltests sollen noch in dieser Woche bestellt und rasch von der Bundeswehr verteilt werden.

Nach Angaben der schwarz-rot-grünen Landesregierung sollen insgesamt eine halbe Million Schnelltests für rund 3,5 Millionen Euro beschafft werden. Sie sollen über die Kommunen an Pflegeeinrichtungen gehen.

Zuvor hatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (40, CDU) angekündigt, die Zahl der Schnelltests für Pflegeheime und Krankenhäuser deutlich zu erhöhen, um mit flächendeckenden Corona-Tests und schnellen Ergebnissen Bewohner, Personal und Besucher besser vor dem Virus schützen zu können.

UPDATE, 3. November, 16.05 Uhr: Halles OB hält Corona-Lage für gefährlicher als im Frühjahr

Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand (63, parteilos) appelliert erneut an die Hallenser.
Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand (63, parteilos) appelliert erneut an die Hallenser.  © Ronny Hartmann/dpa-Zentralbild/dpa

Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) hat den Teil-Lockdown verteidigt. Man habe im Interesse der Gesundheit von Bund und Land abwägen müssen, welche Bereiche im November geschlossen werden müssen, um die Corona-Pandemie einzudämmen.

Bei 75 Prozent der Fälle seien die Umstände der Infektion nicht nachvollziehbar. "Wir haben eine Situation erreicht, die gefährlicher ist als im Frühjahr", sagte Wiegand am Dienstag. Der Oberbürgermeister appellierte erneut eindringlich an die Menschen, sich an die Abstands- und Hygieneregeln sowie die Maskenpflicht zu halten.

"Wenn man sich heute infiziert, kann man in drei Wochen auf der Intensivstation liegen", sagte Wiegand mit Blick auf die Gefahren durch das Virus, wogegen es in Deutschland noch keinen zugelassenen Impfstoff gibt.

In der Stadt mit rund 238.000 Einwohnern habe der Sieben-Tage-Wert bei den Corona-Infektionen einen neuen Höchststand erreicht. Am Dienstag seien 63,20 neue Fälle auf 100.000 Einwohner binnen sieben Tage gemeldet worden. Halle gilt als Corona-Risikogebiet in Deutschland.

UPDATE, 3. November, 16 Uhr: Zahl der Corona-Neuinfektionen steigt

In Sachsen nimmt die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen weiter zu. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Dienstag kamen binnen eines Tages 794 neue Fälle dazu. Damit liegt die Gesamtzahl der durch Labortests bestätigten Infektionen bei 20.032. Gut 11.000 Menschen gelten inzwischen als wieder genesen.

Bisher sind 345 Menschen im Freistaat an oder mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben - 19 mehr als am Montag. Mehr als 1000 Menschen befinden sich wegen einer solchen Infektion derzeit im Krankenhaus, 204 davon auf der Intensivstation.

Die Sieben-Tages-Inzidenz - die Zahl der Neuinfektion pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen - liegt in Sachsen bei 126.

UPDATE, 3. November, 14.55 Uhr: Erneuter Besucherstopp in den Leipziger Kliniken

Aufgrund der ansteigenden Corona-Zahlen haben sich Leipzigs Kliniken erneut auf eine Verschärfung ihrer Besucherregelungen verständigt.

Demnach sind ab Mittwoch im Klinikum St. Georg, im St. Elisabeth-Krankenhaus, im Evangelischen Diakonissenkrankenhaus, im Prakklinikum, dem Uniklinikum und dem HELIOS-Herzzentrum Besuche nur in Ausnahmefällen gestattet, wie es in einer Mitteilung hieß.

Besuche sollen weitgehend eingeschränkt werden. Ausnahmen gelten für Eltern kranker Kinder sowie Angehörige schwerstkranker Patienten. Auch werdende Mütter können von einer Person im Kreissaal begleitet werden.

Auch Begleitpersonen bei Ambulanzbesuchen oder stationären Aufnahmen müssten in den meisten Fällen draußen bleiben, hieß es.

UPDATE, 3. November, 14.50 Uhr: Leipziger Weihnachtsmarkt nun doch abgesagt

Nun hat es Leipzig also doch noch erwischt: Wegen der Corona-Pandemie wird der Weihnachtsmarkt in diesem Jahr nicht stattfinden. Lediglich Dekoration und Tannenbaum sollen in der Innenstadt für Advents-Stimmung sorgen.

Wie die Stadt Leipzig mitteilt, sei der Grund für die Absage die aktuelle Corona-Schutz-Verordnung des Freistaats Sachsen. Demnach dürften keine Weihnachtsmärkte stattfinden.

Mehr Infos dazu >>> hier.

Eigentlich sollte Leipzigs Weihnachtsmarkt in diesem Jahr stattfinden, dabei jedoch auf die Gastronomie verzichtet werden. Nun hat die Stadtverwaltung sich doch für eine Absage entschieden.
Eigentlich sollte Leipzigs Weihnachtsmarkt in diesem Jahr stattfinden, dabei jedoch auf die Gastronomie verzichtet werden. Nun hat die Stadtverwaltung sich doch für eine Absage entschieden.  © Alexander Prautzsch/dpa

UPDATE, 3. November, 13.10 Uhr: Drittligist Halle führt wieder Kurzarbeit ein

Fußball-Drittligist Hallescher FC will für Mitarbeiter in allen Bereichen aufgrund der im November anstehenden Geisterspiele Kurzarbeit beantragen.

Wie der HFC am Dienstag mitteilte, betreffe dies "vor allem große Teile der Geschäftsstelle des Clubs ebenso wie das Nachwuchszentrum, in dem der Spiel- und Trainingsbetrieb bis auf Weiteres komplett ruht".

Als Proficlub darf Halle zwar seine Spiele in der 3. Liga weiterhin austragen, jedoch sind Zuschauer aufgrund der gestiegenen Coronavirus-Infektionen nicht zugelassen.

Der HFC versicherte, dass trotz der erneuten Maßnahmen die Bereiche Mitgliederwesen, Sponsorenbetreuung und Kommunikation abgesichert seien. Bereits während des Lockdowns im Frühjahr hatte der Club seine Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt. Damals betraf dies auch den Profi-Kader.

UPDATE, 3. November, 12.15 Uhr: Großdemo der Initiative "Querdenken" für Samstag in Leipzig angekündigt

Am Samstag ist eine Großdemo mit zahlreichen Teilnehmern in der Leipziger Innenstadt angekündigt. Dagegen regt sich bereits starker Protest. Mehr Infos zur Demo bekommt Ihr >>> hier.

Am vergangenen Wochenende erst demonstrierten die "Querdenker" in Dresden.
Am vergangenen Wochenende erst demonstrierten die "Querdenker" in Dresden.  © Thomas Türpe

UPDATE, 2. November, 21.15 Uhr: Aktuelle Corona-Zahlen aus Sachsen

Auch am Montag wurden wieder neue Infektionsfälle gemeldet. Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen stieg in Sachsen von 17.194 auf 19.238.

Die aktuellen Corona-Fallzahlen aus Sachsen.
Die aktuellen Corona-Fallzahlen aus Sachsen.  © TAG24

UPDATE, 2. November, 16.20 Uhr: Corona-Krise drückt Stimmung im Handwerk

Die Corona-Pandemie drückt auf die Stimmung im Handwerk. Die Auswirkungen haben die bereits im Vorjahr eingesetzte Abschwächung der Konjunktur ‎verstärkt, wie die Handwerkskammer Dresden am Montag mitteilte. Laut einer Umfrage unter den rund 22.500 Handwerksbetrieben in Ostsachsen schätzt nur noch etwa die Hälfte der Betriebe ihre aktuelle Geschäftslage als gut ein. Die Erwartungen für die nächsten Monate seien eher verhalten. Im Vergleich zum Vorjahr habe sich neben den Umsätzen auch die Auftragslage bei zahlreichen Handwerksunternehmen verschlechtert. "Noch haben viele Betriebe gut zu tun, aber die Sorgen mehren sich", sagte der Präsident der Handwerkskammer Dresden, Jörg Dittrich.

Den Angaben zufolge müssen allein im Kammerbezirk Ostsachsen, zu dem auch die Betriebe in Dresden zählen, rund 970 Kosmetikbetriebe im November schließen. Mehr als 400 Bäcker und 240 Fleischer dürfen keine Cafés oder Imbisse betreiben und ihre Waren nur außer Haus verkaufen. "‎Die betroffenen Unternehmen haben mit viel Aufwand Hygienekonzepte vorgelegt und müssen nun ‎dennoch diese schwerwiegenden Konsequenzen tragen", so Dittrich. Umso wichtiger sei es, dass die ‎versprochenen finanziellen Hilfen schnell ankämen.

Trotz Corona-Krise ist die Zahl der Beschäftigten aber vorerst stabil. 87 Prozent der ostsächsischen Betriebe meldete für die vergangenen Monate eine konstant gebliebene oder sogar leicht gestiegene Mitarbeiterzahl. Die Handwerkskammer führte das vor allem auf den vereinfachten Zugang zum Kurzarbeitergeld ‎zurück.

Auch die Leipziger Handwerkskammer meldet, dass trotz Pandemie fast genauso viele Lehrstellen besetzt werden konnten wie im vergangenen Jahr. Bis Ende Oktober wurden 1365 Ausbildungsverträge unterschrieben - ein Minus von 0,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt. Die Hitliste der rund 130 Ausbildungsberufe wird weiterhin vom Kfz-Mechatroniker, Elektroniker sowie vom Anlagenmechaniker für Sanitär- und ‎Heizungstechnik angeführt. ‎‎

UPDATE, 2. November, 15.55 Uhr: Zahl der Corona-Neuinfektionen in Sachsen wächst um 2000 Fälle

Sachsen hat am Wochenende eine erhebliche Zunahme von nachgewiesenen Corona-Infektionen registriert. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Montag kamen am Samstag und Sonntag 2044 neue Fälle dazu.

Damit liegt die Gesamtzahl der durch Labortests bestätigten Infektionen bei 19.238. 326 Menschen sind an oder mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben, das sind zehn mehr als am Freitag. 970 Menschen befinden sich wegen einer solchen Infektion derzeit im Krankenhaus, 191 davon auf der Intensivstation.

Den größten Anstieg bei Neuinfektionen gab es im Landkreis Bautzen (345), dem Erzgebirgskreis (295) und in Dresden (280).

UPDATE, 2. November, 15.40 Uhr: Corona-Schutzverordnung ersetzt Leipziger Allgemeinverfügung

Die Allgemeinverfügung der Stadt Leipzig gilt nicht mehr. Das teilte die Verwaltung der Messestadt am Montag mit. An ihre Stelle ist nun die Corona-Schutzverordnung des Freistaates Sachsen getreten.

Diese habe die Festlegungen der Verfügung über Beschränkungen im öffentlichen Raum größtenteils bestätigt, teilweise jedoch auch sogar verschärft, hieß es.

Nachdem auch in Leipzig in der vergangenen Woche die Fallzahlen rapide angestiegen waren, hatte die Verwaltung gemäß der damals geltenden Corona-Schutzverordnung die Maßnahmen verschärft und beispielsweise eine Maskenpflicht im Innenstadtbereich, an Haltestellen sowie auf den Wochenmärkten angeordnet.

UPDATE, 2. November, 15 Uhr: Maskenpflicht nur teilweise beachtet

Seit Donnerstag gilt in Leipzigs Innenstadt auch außerhalb von Bars, Restaurants und Geschäften das Tragen eines Mund-Nasenschutzes als Pflicht.
Seit Donnerstag gilt in Leipzigs Innenstadt auch außerhalb von Bars, Restaurants und Geschäften das Tragen eines Mund-Nasenschutzes als Pflicht.  © Christian Grube
Während sich die Mehrheit der Menschen an die Regelung hält...
Während sich die Mehrheit der Menschen an die Regelung hält...  © Christian Grube
Scheint die Verordnung noch nicht bei allen Besuchern der Innenstadt angekommen zu sein.
Scheint die Verordnung noch nicht bei allen Besuchern der Innenstadt angekommen zu sein.  © Christian Grube
Die Maskenpflicht gilt ebenso an Haltestellen sowie auf den Wochenmärkten.
Die Maskenpflicht gilt ebenso an Haltestellen sowie auf den Wochenmärkten.  © Christian Grube

Update, 2. November, 12.20 Uhr: Polizeiliche Kontrollen am Wochenende

Zur Durchsetzung der aktuellen Allgemeinverfügung der Stadt Leipzig hat die Polizei am Wochenende gemeinsam mit Kräften des Stadtordnungsdienstes Kontrollen im Stadtgebiet durchgeführt.

Vor allem im Bereich der Gottschedstraße, Karl-Heine-Straße, Zschochersche Straße, Georg-Schumann-Straße, Eisenbahnstraße, Jahnallee oder auch der Karl-Liebknecht-Straße waren die Beamten zugegen, so eine Pressemitteilung der Polizei. Neben der Einhaltung der Sperrstunden von Lokalen wurde auch das Tragen des Mund-Nasen-Schutzes innerhalb des Innenstadtringes überprüft. Gaststätten, die noch geöffnet hatten, wurden nach dem Hinweis auf die geltende Allgemeinverfügung umgehend geschlossen.

"Nach den Kontrollen am Wochenende kann zusammengefasst werden, dass ein Großteil der Bürgerinnen und Bürger die Verhaltenshinweise beachteten. Die Sperrstunden wurden überwiegend eingehalten. Die Betreiber einzelner noch geöffneter Lokalitäten und Bürger ohne Mund-Nasen-Schutz wurden zunächst nochmal in einem Gespräch auf die bestehende Verfügung hingewiesen und zeigten Verständnis", fasste die Leipziger Polizei zusammen. Auch künftig sind weiterhin verstärkt Kontrollen geplant.

Laub liegt auf Tischen und Stühlen auf der Kneipenmeile Karl Liebknecht-Straße. Bund und Länder haben ab dem 02.11.2020 einen Teil-Lockdown beschlossen.
Laub liegt auf Tischen und Stühlen auf der Kneipenmeile Karl Liebknecht-Straße. Bund und Länder haben ab dem 02.11.2020 einen Teil-Lockdown beschlossen.  © Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 2. November, 11.55 Uhr: Innerer Bereich im Wildpark in Connewitz ist ab sofort geschlossen

Wie das Amt für Stadtgrün und Gewässer am Montag informierte, sind ab heute wegen der aktuellen Corona-Schutz-Verordnung in Sachsen der innere Bereich des Wildparks mit dem Teehaus und die Haustierfarm für den Besucherverkehr geschlossen. Die Gehege mit Wildschweinen, Elchen und Hirschen entlang der Achse Koburger Straße bis zur Neue Linie und um den inneren Bereich können aber weiterhin besucht werden. Die Schließung gilt zunächst bis einschließlich 30. November 2020.

Update, 2. November, 10.40 Uhr: Schulunterricht startet unter teils verschärften Hygienemaßnahmen

An Schulen müssen regelmäßig die Fenster zum Lüften geöffnet werden.
An Schulen müssen regelmäßig die Fenster zum Lüften geöffnet werden.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

In Sachsen hat nach den Herbstferien der Schulunterricht unter teils verschärften Hygiene-Bedingungen begonnen.

So müssen Gymnasiasten der Klassen 11 und 12 sowie Berufsschüler von nun an auch im Unterricht eine Maske tragen, wenn die Abstände in den Klassenräumen nicht eingehalten werden können.

Begründet wurde die Maßnahme mit Verweis auf wissenschaftliche Erkenntnisse, wonach das Infektionsrisiko bei Erwachsenen steige.

Alle Schüler ab Klassenstufe 5 sind zudem verpflichtet, außerhalb der Klassenzimmer eine Maske zu tragen, falls der erforderliche Abstand nicht möglich ist. Lehrerinnen und Lehrer erhalten auf Wunsch eine FFP2-Maske.

Vor den Herbstferien wurden laut Ministerium mehr als 99 Prozent der Schüler in der Schule unterrichtet, die anderen mussten aufgrund von Quarantäne zu Hause lernen.

Update, 2. November, 6.55 Uhr: Diese Corona-Regeln gelten ab heute im gesamten Freistaat

Die Bundesrepublik Deutschland begibt sich ab dem 2. November in den Teil-Lockdown. Das gilt auch für das Bundesland Sachsen. Was noch erlaubt ist und welche Verbote seit heute morgen gelten, lest Ihr >> hier.

UPDATE, 1. November, 17.35 Uhr: Komplettes Bundesliga-Team vom SC DHfK Leipzig in Quarantäne

Der positiv auf das Coronavirus getestete Cheftrainer André Haber (34) sei inzwischen wieder auf dem Weg der Besserung.
Der positiv auf das Coronavirus getestete Cheftrainer André Haber (34) sei inzwischen wieder auf dem Weg der Besserung.  © Hendrik Schmidt/ZB/dpa

Nur wenige Tage nach dem positiven Corona-Test von Cheftrainer André Haber ist nun das komplette Handball-Bundesliga-Team des SC DHfK Leipzig in Quarantäne gegangen.

"Am wichtigsten ist, dass es allen gut geht und wir verantwortungsbewusst handeln, um niemanden im mittelbaren und unmittelbaren Umfeld zu gefährden. Die Jungs zeigen aktuell keinerlei Symptome und auch André geht es schon besser. Jetzt gilt es, Ruhe zu bewahren und gemeinsam mit dem Gesundheitsamt und unserer medizinischen Abteilung die nächsten Schritte abzustimmen", sagte Geschäftsführer Karsten Günther am Sonntag in einer Mitteilung des Vereins.

Nach ihrer Rückkehr nach Leipzig von der 24:30-Niederlage beim TVB Stuttgart unterzog sich das DHfK-Team am Freitag einer weiteren Testreihe.

Nachdem die Auswertung der Abstriche im Universitätsklinikum Leipzig weitere positive Corona-Fälle ergab, wurden nicht nur die betroffenen Akteure, sondern vorsorglich das gesamte Bundesligateam umgehend in häusliche Quarantäne geschickt.

Als weitere Konsequenz können am Montag auch keine Spieler des SC DHfK Leipzig zu ihren Nationalmannschaften reisen. Bundestrainer Alfred Gislason hatte Rückraumspieler Philipp Weber in den DHB-Kader berufen. Darüber hinaus waren Alen Milosevic (Schweiz), Marko Mamic (Kroatien), Maciej Gebala (Polen) und Kristian Saeveras (Norwegen) für ihre Auswahlteams nominiert.

Auch das erste Heimspiel nach der Länderspielpause am 12. November gegen TuSEM Essen steht vor einer Absage.

UPDATE, 1. November, 17.30 Uhr: Aktuelle Zahlen: Weitere Todesfälle in Zusammenhang mit Corona

Die aktuellen Corona-Zahlen in Sachsen.
Die aktuellen Corona-Zahlen in Sachsen.  © TAG24

In Sachsen sind am Wochenende weitere Menschen mit oder an einer Covid-19-Erkrankung gestorben.

Wie der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge am Sonntag mitteilte, starben ein 89 Jahre alter Mann in einem Freitaler Pflegeheim und ein 74-Jähriger in einem Seniorenheim in Reinhardtsdorf-Schöna. Beide waren nachweislich positiv auf SARS-CoV-2 getestet.

Das Gesundheitsministerium hatte die Zahl der Todesfälle am vergangenen Freitag auf 316 beziffert, 16 mehr als am Tag zuvor. Die Anzahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen stieg binnen 24 Stunden auf insgesamt 17.194. Da nicht alle Landkreise und kreisfreien Städte am Wochenende Zahlen übermitteln, wird die landesweite Übersicht erst am Montag aktualisiert.

Das Robert Koch-Institut (RKI) wies am Sonntag für Sachsen 17.974 Infektionen aus, 778 mehr als am Samstag. Die Zahl der Todesopfer wurde mit 322 angegeben. Die Anzahl der Neuinfektion pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche lag bei 97.

Die vom Gesundheitsministerium veröffentlichten Zahlen können teils von denen der Städte und Landkreise und auch von denen des Robert Koch-Instituts abweichen. Das liegt nach Angaben der Behörden an den unterschiedlichen Meldezeiten der Neuinfektionen.

UPDATE, 1. November, 17 Uhr: Zoo Halle darf trotz Einschränkungen geöffnet bleiben

Während der Leipziger Zoo im November seine Pforten für Besucher schließen muss, darf der Tierpark in Halle weiterhin Gäste begrüßen. Das teilte die Verantwortlichen am Sonntag mit.

Das Gelände ist täglich von 9 bis 17 Uhr geöffnet, auch Spielplätze und Essensstände bleiben weiterhin bestehen. Lediglich auf die Tierhäuser, den Aussichtsturm und das Restaurant auf den Bergterrassen müssen die Besucher erstmal verzichten.

Des Weiteren bestehe keine Maskenpflicht im Zoo, nur an Stellen mit größeren Menschenmengen muss ein Mundschutz getragen werden.

UPDATE, 1. November, 16.10 Uhr: Halloween-Party in Halle aufgelöst

In Halle hat es binnen eines Tages 22 neue Infektionen mit dem Coronavirus gegeben. Die sogenannte Inzidenz liege hier bei 56,55, teilte Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) am Sonntag mit.

Erst am Samstag war die Saalestadt knapp unter den 50er-Wert gerutscht. "Jetzt haben wir wieder die Warnstufe Rot", sagte Wiegand. So hätten Ordnungskräfte am Samstagabend eine Halloween-Party in Halle mit mehr als 300 Menschen aufgelöst, die sich teils "ohne Maske und Abstand" bewegt hätten.

Wiegand will nach eigenen Worten aber auch positive Signale senden. Deshalb suche die Stadt jetzt "Corona-Helden". Das könnten Privatpersonen, Vereine oder Organisationen sein. "Wir suchen die Menschen in unserer Stadt, die nicht klagen, sondern anpacken", so der Oberbürgermeister. Große und kleine "Heldengeschichten" könnten ab sofort an die Pressestelle der Stadt übermittelt werden.

UPDATE, 1. November, 14.20 Uhr: 119 Corona-Neuinfektionen in Sachsen-Anhalt

Die Zahl neuer Infektionen mit dem Coronavirus hat sich in Sachsen-Anhalt am Sonntag um 119 gegenüber dem Vortag erhöht. Damit stieg die Zahl der bestätigten Fälle auf 5338, teilte das Sozialministerium in Magdeburg mit.

Am Tag zuvor hatte das Plus bei 137 gelegen. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus sei um zwei auf 81 gestiegen, hieß es. 3224 Menschen gelten als genesen.

Die sogenannte Inzidenz erhöhe sich weiter: Landesweit liegt sie laut Ministerium aktuell bei 57,41 und damit über dem kritischen Wert von 50 Infektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen.

UPDATE, 1. November, 10.40 Uhr: "Magdeburger Weihnachtswelt" ohne Alkohol statt Weihnachtsmarkt

Statt des Magdeburger Weihnachtsmarktes soll es eine "Magdeburger Weihnachtswelt" ohne Alkohol und mit einem späteren Beginn Anfang Dezember geben. Voraussetzungen seien ein deutlich rückläufiges Infektionsgeschehen und gelockerte Corona-Beschränkungen, teilte die Stadt am Freitag mit.

Die Buden des "Magdeburger Weihnachtswelt" sollten mit Abstand entlang der ohnehin geplanten "Magdeburger Lichterwelt" mit großen Lichtskulpturen und -installationen aufgebaut werden.

Um größere Menschenansammlungen zu verhindern, solle kein Alkohol ausgeschenkt werden. Die Familie stehe im Mittelpunkt.

Magdeburgs Oberbürgermeister Lutz Trümper (SPD) erklärte: "Mit diesem Angebot wollen wir eine Phase der Depression bei vielen Bürger*innen verhindern. Lichterwelt und Weihnachtszauber sollen den Menschen in schweren Zeiten wieder Mut und neue Hoffnung geben."

UPDATE, 31. Oktober, 22.08 Uhr: Corona-Fall in JVA Leipzig

Ein Gefangener mit Covid-19-Erkrankung sei der Justizvollzugsanstalt Leipzig mit Krankenhaus aus einer anderen JVA überstellt worden, wie eine Sprecherin auf TAG24-Anfrage bestätigte.

Zwischenzeitlich sei der Betroffene zur weiteren Behandlung in ein öffentliches Krankenhaus verlegt worden.

UPDATE, 31. Oktober, 18.16 Uhr: Die aktuellen Zahlen aus Sachsen

Die aktuellen Corona-Zahlen in Sachsen.
Die aktuellen Corona-Zahlen in Sachsen.  © TAG24

UPDATE, 31. Oktober, 14.45 Uhr: 137 neue Corona-Neuinfektionen in Sachsen-Anhalt

Die Fallzahl der Infektionen mit dem Coronavirus hat sich am Samstag in Sachsen-Anhalt um 137 auf 5219 erhöht. Das teilte das Sozialministerium in Magdeburg mit.

Die Zahl der täglich festgestellten Corona-Neuinfektionen im Land beziehe sich auf den Zeitraum von Freitagnachmittag (15.29 Uhr) bis Samstagmittag (12.24 Uhr), hieß es. Am Tag zuvor hatte das Plus bei 253 gelegen.

Die sogenannte Inzidenz liege landesweit aktuell bei 54,04 und damit über dem kritischen Wert von 50 Infektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Am Freitag war der Wert mit 55,63 beziffert worden. Spitzenreiter sei die Stadt Magdeburg. Hier sind den Angaben zufolge 108,18 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner an sieben Tagen gemeldet worden.

UPDATE, 31. Oktober, 13.40 Uhr: 20 Neuinfektionen und Inzidenz knapp unter 50 in Halle

Binnen eines Tages hat es in der Stadt Halle 20 neue Infektionen mit dem Coronavirus gegeben. Die sogenannte Inzidenz liegt aktuell bei 49,9 und damit knapp unter dem kritischen Wert von 50 Infektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen, wie Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) am Samstag mitteilte.

Von den von Freitag auf Samstag festgestellten Neuinfizierten seien fünf unter 18 Jahre. Die Zahl der aktuell Infizierten beträgt den Angaben zufolge aktuell 273. Zwölf werden in Krankenhäusern behandelt, fünf davon intensivmedizinisch.

Die rund 238.000 Einwohner zählende Stadt an der Saale gilt als Corona-Risikogebiet, das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ist daher im Zentrum Pflicht. Wiegand zufolge wurden bei Kontrollen am Freitag 30 Bußgeldverfahren gegen Maskenverweigerer eingeleitet.

UPDATE, 31. Oktober, 12.45 Uhr: Gewandhausorchester sagt Gastspiele ab

Das Gewandhausorchester Leipzig muss aufgrund der Corona-Einschränkungen wie andere Klangkörper den Spielbetrieb von diesem Montag an ruhen lassen.

Nach der Absage von Gastspielen in den Städten Paris und Wien, die vom Robert Koch-Institut zuvor schon als Risikogebiete eingestuft wurden, sagte das Orchester am heutigen Samstag aufgrund der neuen Beschlüsse auch die demnächst geplanten Auftritte in Hamburg (16. bis 18. November) und Frankfurt (24. bis 26. November) ab.

"Wir bedauern die deutschlandweiten Aufführungsausfälle und die damit verbundenen Folgen sehr, doch verantwortungsvolles Handeln gebietet die Umsetzung der angeordneten Maßnahmen, die dem Schutz der Gesundheit der Bevölkerung oberste Priorität einräumen", teilte das Orchester mit.

Die Maßnahmen würden nicht nur das Publikum, sondern auch die Musikerinnen und Musiker sowie das Personal des Gewandhauses schützen.

UPDATE, 30. Oktober, 21.13 Uhr: Zoo Leipzig muss schließen

Am Wochenende haben Besucher vorerst zum letzten Mal die Chance in den Leipziger Zoo zu gehen. Denn ab Montag schließt der Tierpark seine Pforten bis zum 30. November. Grund ist die sächsische Corona-Verordnung.

Weitere Informationen dazu findet Ihr >>>hier.

UPDATE, 30. Oktober, 21.07 Uhr: Hoher Anstieg bei Corona-Neuinfektionen in Sachsen: 16 Tote

Die aktuellen Corona-Zahlen in Sachsen.
Die aktuellen Corona-Zahlen in Sachsen.  © TAG24

Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen in Sachsen bewegt sich weiterhin auf sehr hohem Niveau. Wie das Gesundheitsministerium am Freitag mitteilte, wurden im Vergleich zum Vortag 1132 Infektionsfälle mehr durch Labortests bestätigt.

Insgesamt haben sich in Sachsen bislang 17.194 Menschen nachweislich mit dem Virus infiziert, 9760 gelten als genesen. 316 Menschen starben an oder mit einer Covid-19-Erkrankung. Das sind 16 Todesopfer mehr als am Donnerstag.

Den größten Anstieg bei den Neuinfektionen binnen 24 Stunden verzeichnete die Stadt Dresden (192) vor dem Landkreis Bautzen (140) und dem Erzgebirgskreis (129). Der Wert der Neuinfektionen pro
100.000 Einwohner innerhalb einer Woche stieg landesweit auf 103.

Die vom Gesundheitsministerium veröffentlichten Zahlen können teils von denen der Städte und Landkreise und auch von denen des Robert Koch-Instituts abweichen. Das liegt nach Angaben der Behörden an den unterschiedlichen Meldezeiten der Neuinfektionen.

UPDATE, 30. Oktober, 19.06 Uhr: 253 Corona-Neuinfektionen in Sachsen-Anhalt

Die Zahl der täglich festgestellten Corona-Neuinfektionen in Sachsen-Anhalt steigt weiter.

Von Donnerstag- bis Freitagvormittag kamen landesweit 253 Fälle hinzu, wie das Sozialministerium in Magdeburg mitteilte. Am Tag zuvor hatte das Plus bei 222 gelegen. Damit gab es in Sachsen-Anhalt binnen sieben Tagen 55,63 Neuinfektionen mit Sars-CoV-2 je 100.000 Einwohner. Am Donnerstag hatte der Wert noch bei 48,71 gelegen.

In Magdeburg, wo landesweit aktuell das stärkste Infektionsgeschehen herrscht, sind den Angaben zufolge 110,71 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner an sieben Tagen gemeldet worden. Am niedrigsten lag der Wert mit 13,73 in der kreisfreien Stadt Dessau-Roßlau.

Landesweit sind damit bisher insgesamt 5082 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus erfasst worden. Aktuell gelten 1909 Menschen als infiziert. Derzeit sind laut Ministerium 25 Intensiv- und Beatmungsbetten mit Covid-19-Patienten belegt; 12 Erkrankte würden künstlich beatmet. Die Zahl der Gestorbenen, bei denen das Virus Sars-CoV-2 festgestellt wurde, stieg im Vergleich zum Vortag von 78 auf 79.

UPDATE, 30. Oktober, 17.20 Uhr: Tanz- und Theaterfestival Euro-Scene Leipzig abgesagt

Das Leipziger Tanz- und Theaterfestival Euro-Scene fällt der Corona-Pandemie zum Opfer. "Dass genau einen Tag vor der geplanten Festivaleröffnung der Beschluss der Bundesregierung, alle Veranstaltungen zu untersagen, in Kraft tritt, ist sowohl für die Compagnien als auch für das Publikum sehr tragisch", erklärte Festivaldirektorin Ann-Elisabeth Wolff am Freitag.

Die 30. Euro-Scene war vom 3. bis 8. November unter dem Motto "Alles nicht wahr" geplant.

Noch vor einer Woche hatte Wolff gesagt, dass für sie eine Absage nicht in Frage komme. "Wer für die Kunst brennt, der sagt erst ab, wenn gar nichts mehr geht", sagte sie. Im konkreten Fall wäre es für sie ein erneuter bundesweiter Lockdown. Sie sollte Recht behalten.

Für Wolff sollte es die letzte Euro-Scene werden. Die Langzeitdirektorin war von Beginn an bei der Euro-Scene dabei, seit 1994 leitet sie das Festival. Im nächsten Jahr tritt Christian Watty ihre Nachfolge an.

UPDATE, 30. Oktober, 15.44 Uhr: LVB und Polizei kontrollieren gemeinsam in Straßenbahnen

Mitarbeiter der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) und der Polizei Leipzig haben am Donnerstag zwischen 14 und 18 Uhr Fahrgäste in Straßenbahnen auf die Einhaltung der Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung kontrolliert.

Wie die Polizei mitteilt, seien dabei zwei Verstöße gegen die Verordnung zum Tragen des Mund-Nasen-Schutzes festgestellt worden.

Die Polizeidirektion Leipzig plane auch weiterhin verstärkt Kontrollen durchzuführen.

UPDATE, 30. Oktober, 15.03 Uhr: Erneut viele Neuinfektionen in Halle: Keine Sportzuschauer erlaubt

Aufgrund der steigenden Corona-Infektionszahlen müssen Veranstaltungen im Sport in Halle bereits am Wochenende ohne Zuschauer stattfinden. Das betreffe unter anderem Spiele des Halleschen FC, sagte Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand (63, parteilos) am Freitag.

Ziel sei, die Zahl der Neuinfektionen schnellstmöglich zu senken. Ab dem kommenden Montag gelte dann die neue Landesverordnung zur Eindämmung des Coronavirus. Sie sieht den Angaben nach massive Einschränkungen unter anderem für öffentliche Veranstaltungen, private Zusammenkünfte, Freizeitangebote und das Gastgewerbe vor. Den Betreibern von Gaststätten sicherte der Oberbürgermeister unterdessen Unterstützung bei der Bearbeitung von Förderanträgen zu.

In den fünf Krankenhäusern in Halle gelte seit Freitag wie zuvor angekündigt ein striktes Besuchsverbot. Nur in begründeten Ausnahmefällen - etwa in Palliativfällen oder bei Geburten - könnten Angehörige einen Zutritt bei den Zuständigen in den Kliniken erfragen, erklärten die Klinikverantwortlichen in einer gemeinsamen Erklärung.

Derzeit sei die Lage in den Einrichtungen unter Kontrolle. Jedoch sei das Besuchsverbot dringend notwendig, um massenhafte Ansteckungen der Patienten oder des Klinikpersonals zu vermeiden. Wie lange das Verbot gelte, hänge von der Entwicklung der Corona-Lage ab.

Am Freitag wurden in Halle 18 Neuinfektionen gemeldet, so Wiegand. Vor einer Woche waren es 23 Neuinfektionen. Die Inzidenz lag bei 55,30 - und somit noch immer über dem kritischen Wert von 50 Infektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen, erklärte Wiegand.

Zudem wurde die Stadt Halle am Freitag darüber informiert, dass in der russischen Partnerstadt Ufa das Stadtoberhaupt, Ulfat Mustafin, an einer Lungenentzündung in Zusammenhang mit Covid-19 gestorben sei. Das sei "eine traurige Mitteilung", sagte Wiegand.

UPDATE, 30. Oktober, 9.15 Uhr: Sachsen-Anhalts Amateurfußball ruht von sofort an

In Sachsen-Anhalt wird von sofort an bis mindestens Ende November kein Fußball mehr im Amateurbereich gespielt. Einen entsprechenden Beschluss fasste das Präsidium des Fußballverbandes Sachsen-Anhalt (FSA) am Donnerstagabend.

Das Gremium reagierte damit auf die Beschlüsse von Bund und Ländern vom Mittwoch zur Eindämmung der Corona-Pandemie, die unter anderen auch den Amateursport ab dem 2. November untersagen.

Da in einigen Regionen Sachsen-Anhaltsan diesem Wochenende kein Vereinssport mehr betrieben werden darf, fällt landesweit auch der Spieltag am 31. Oktober und 1. November aus. "Der Vorstand des FSA appelliert an jeden Einzelnen, die Situation ernst zu nehmen. Es geht um unsere Gesundheit und um die unserer Familien. Der Fußball spielt dahingehend nur eine untergeordnete Rolle", heißt es in einer Verbandsmitteilung.

UPDATE, 29. Oktober, 21 Uhr: Die aktuellen Zahlen aus Sachsen

Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen in Sachsen ist binnen eines Tages dramatisch gestiegen und hat einen Höchstwert erreicht. Wie das Gesundheitsministerium am Donnerstag mitteilte, wurden im Vergleich zum Vortag 1166 Infektionsfälle mehr durch Labortests bestätigt.

Der bisherige Höchstwert war laut Ministerium am vergangen Montag mit 1444 Fällen erreicht worden. Allerdings wurden da die Zahlen vom Wochenende summiert.

Insgesamt haben sich in Sachsen bislang 16.062 Menschen nachweislich mit dem Virus infiziert. 300 Menschen starben an oder mit einer Covid-19-Erkrankung. Das sind neun Todesopfer mehr als am Mittwoch. 727 Corona-Patienten befinden sich im Krankenhaus, davon 147 auf der Intensivstation.

Den größten Anstieg bei den Neuinfektionen binnen 24 Stunden verzeichneten die Landkreise Mittelsachsen (182) und Bautzen (140).

Die aktuellen Corona-Zahlen in Sachsen.
Die aktuellen Corona-Zahlen in Sachsen.  © TAG24

UPDATE, 29. Oktober, 17 Uhr: Bibliotheken und Zoos sollen in Sachsen-Anhalt offen bleiben

Sachsen-Anhalt will neben Schulen und Kitas auch andere Bildungsangebote offen halten. Bibliotheken und Archive sollten geöffnet bleiben, ebenso Volkshochschulen, sagte Sozialministerin Petra Grimm-Benne (SPD) am Donnerstag nach einer Kabinettssitzung in Magdeburg.

Auch Tierparks, Zoos und Botanische Gärten sollten im November weiter besucht werden können.

Angebote der offenen Kinder- und Jugendarbeit und Seniorenbegegnungsstätten sollten ebenfalls geöffnet bleiben, da habe man aus dem Frühjahr gelernt.

Sachsen-Anhalt wolle auch alle Dienstleistungsbetriebe der Körperpflege weiterarbeiten lassen, sagte Grimm-Benne. Dazu gehörten Kosmetiker ebenso wie Sonnenbanken und Fußpflege.

Geschlossen würden aber Theater, Museen, Konzerthäuser, Gedenkstätten, Freizeitparks und Kinos.

Die Regelungen sollen in eine zweite Änderung der aktuellen achten Corona-Eindämmungsverordnung einfließen, die am Montag in Kraft treten soll. Grundlage ist die Einigung von Bund und Ländern auf umfangreiche Maßnahmen, um die massiv steigende Zahl der Neuinfektionen zu verringern.

UPDATE, 29. Oktober, 16.40 Uhr: AfD beantragt Corona-Sondersitzung – Landtag in Sachsen-Anhalt muss einberufen werden

Der Landtag in Sachsen-Anhalt wird in einer Sondersitzung über den von Bund und Ländern beschlossenen Teil-Lockdown zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus beraten.

Die 21 AfD-Abgeordneten und der fraktionslose Abgeordnete André Poggenburg beantragten am Donnerstag eine Sitzung des Landesparlaments mit einer aktuellen Debatte zu dem Thema, wie die Fraktion mitteilte.

Zuvor hatte schon die andere Oppositionspartei, die Linke, sowie die FDP eine Sitzung gefordert.

"Ich halte die Entscheidung der Bund-Länder-Telefonkonferenz für nicht geeignet, für nicht erforderlich und vor allem für unverhältnismäßig", erklärte AfD-Fraktionschef Oliver Kirchner. "Wir werden es nicht zulassen, dass unsere Gastronomie zum zweiten Mal geopfert wird, obwohl sich die Gastronomen vorbildlich an die Hygienekonzepte gehalten haben und Gaststätten laut RKI keine Corona-Hotspots darstellen."

Auch die geplanten Einschränkungen im Tourismus lehne er ab. Die Schließung der Gastronomie will die AfD mit einem Antrag verhindern.

UPDATE, 29. Oktober, 16.25 Uhr: Nordostdeutscher Fußballverband setzt Spielbetrieb aus

Der Nordostdeutsche Fußball-Verband (NOFV) stellt ab Montag seinen Spielbetrieb ein. Das gab der Verband am Donnerstag bekannt.

Er folgt damit den behördlichen Anordnungen und Maßnahmen aufgrund der Corona-Pandemie.

Die Spiele an diesem Wochenende finden noch einmal wie geplant statt. Dabei könne es zu Ausnahmen wegen einzelner Coronafälle kommen, wie in der Partie Viktoria 1889 Berlin gegen den 1. FC Lokomotive Leipzig.

Dies betreffe die Männer-Spielklassen Regionalliga und Oberliga, die Frauen-Regionalliga sowie die A-, B-, und C-Junioren-Regionalliga.

"Bezüglich der weiteren Vorgehensweise wird der Verband in der kommenden Woche per Videokonferenzen in den jeweiligen Spielklassen den Dialog mit den Vereinen suchen", hieß es in der Verbandsmitteilung.

UPDATE, 29. Oktober, 14.50 Uhr: Wieder katholische Gottesdienste aus Leipzig per Livestream

Die Leipziger Propsteipfarrei bietet ab November wieder Livestream-Gottesdienste im Internet an. Sie gingen ab Allerheiligen (1. November) jeweils sonntags um 11 Uhr auf Sendung, wie das Bischöfliche Ordinariat des Bistums Dresden-Meißen auf Anfrage am Donnerstag mitteilte.

In der verschärften Corona-Lage stehe damit ein regionales kirchliches Angebot für Menschen zur Verfügung, die nicht an der Gottesdienstfeier in ihrer Gemeinde teilnehmen könnten. Die Übertragungen der Heiligen Messe aus Leipzig sind auf der Bistumshomepage und der Homepage der Pfarrei zu sehen.

Die regelmäßigen Übertragungen aus Leipzig während des Lockdowns im Frühjahr wurden im Schnitt rund 1400 Mal aufgerufen. Auch weitere Pfarreien hatten solche Angebote organisiert.

UPDATE, 29. Oktober, 12.35 Uhr: Kein Handball im gesamten November

Der Spielbetrieb im Handball wird vom 2. November an in Sachsen pausieren. Das teilte der Fachverband am späten Mittwochabend mit.

"Die Bundesregierung hat weitreichende Beschlüsse zur Eindämmung der Corona-Pandemie beschlossen und bekannt gegeben. Davon ist auch in Punkt 5d der Freizeit- und Amateursportbetrieb mit Ausnahme des Individualsports auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen mit einem Verbot betroffen. Diese Regelungen gelten ab Montag, den 02.11.2020", heißt es in der Mitteilung des Handball-Verbandes Sachsen (HVS).

Auf dieser Grundlage wird der vom HVS und seinen Gliederungen organisierte Spielbetrieb ab diesem Zeitpunkt ausgesetzt. Die Wiederaufnahme des Spielbetriebs richtet sich nach den weiteren gesetzlichen Regelungen, die im November durch Bund und Länder beschlossen werden. Dazu werden die zuständigen Gremien beraten und zu gegebenen Zeitpunkt informieren.

Auch in Sachsen-Anhalt wird der Spielbetrieb ruhen.

UPDATE, 29. Oktober, 12.11 Uhr: Bürgerumfrage zu Auswirkungen der Pandemie gestartet

Die Kommunale Bürgerumfrage nimmt in diesem Jahr auch die Auswirkungen der Corona-Pandemie in den Blick. Wie die Stadt Leipzig in einer Pressemeldung mitteilt, steht die Umfrage dieses Mal unter dem Motto "Leben in Leipzig". Dazu werden in den nächsten Tagen rund 9.000 Fragebögen an zufällig ausgewählte Leipzigerinnen und Leipziger verschickt.

Die daraus gewonnenen Daten seien eine wichtige Arbeitsgrundlage für die Stadtverwaltung und sollen in die kommunalpolitischen Entscheidungen sowie die Planungen der Ämter mit einfließen.

UPDATE, 29. Oktober, 11.30 Uhr: Maskenpflicht in der Leipziger Innenstadt

Wie die Stadt mitteilt, gilt ab dem heutigen Donnerstag Maskenpflicht in der Leipziger City.

Demnach muss zwischen 9 und 24 Uhr innerhalb des Innenstadtrings ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden.

Auch an den Haltestellen des Öffentlichen Personennahverkehrs und auf den Wochenmärkten ist das Tragen einer Alltagsmaske nun Pflicht.

UPDATE, 28. Oktober, 21.25 Uhr: Die aktuellen Zahlen aus Sachsen

In Leipzig stieg die Zahl der Infizierten um 35 auf 1371.

Den stärksten Anstieg seit Dienstag verzeichneten die Landkreise Bautzen (138), Erzgebirgskreis (106) sowie Görlitz (99).

Die aktuellen Corona-Zahlen in Sachsen.
Die aktuellen Corona-Zahlen in Sachsen.  © TAG24

UPDATE, 28. Oktober, 16.40 Uhr: 727 neue Corona-Fälle in Sachsen, Zahl der Toten steigt auf 291

In Sachsen sind binnen eines Tages 727 neue Corona-Infektionen nachgewiesen worden. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Mittwoch stieg die Gesamtzahl der Infizierten seit Beginn der Pandemie damit auf 14.896.

291 Menschen starben an oder mit einer Covid-19-Erkrankung, das sind acht Todesfälle mehr als am Vortag. Als genesen gelten 9110 Menschen.

Den größten Zuwachs an Neuinfektionen innerhalb eines Tages gab es im Landkreis Bautzen (138), gefolgt vom Erzgebirgskreis (106) und dem Landkreis Görlitz (99).

Der Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche stieg landesweit auf 80.

UPDATE, 27. Oktober, 20.30 Uhr: Die aktuellen Corona-Zahlen aus Sachsen

In Sachsen sind binnen eines Tages 330 neue Corona-Infektionen nachgewiesen worden. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Dienstag stieg die Gesamtzahl der Infizierten seit Beginn der Pandemie damit auf 14.169.

283 Menschen starben an oder mit einer Covid-19-Erkrankung, das sind vier Todesfälle mehr als am Vortag. Derzeit würden 595 Infizierte im Krankenhaus behandelt, 128 davon auf der Intensivstation.

Den größten Zuwachs an Neuinfektionen innerhalb eines Tages gab es im Erzgebirgskreis (55), gefolgt von Leipzig (51) und dem Vogtlandkreis (50).

Die aktuellen Corona-Zahlen in Sachsen.
Die aktuellen Corona-Zahlen in Sachsen.  © TAG24

UPDATE, 27. Oktober, 18.20 Uhr: 137 neue Corona-Fälle in Sachsen-Anhalt

Die Zahl der täglich gemeldeten neuen Coronavirus-Infektionen ist in Sachsen-Anhalt am Dienstag auf 137 gestiegen. Laut dem Sozialministerium kamen seit Montagnachmittag allein in Magdeburg 60 neue Fälle und im Landkreis Börde 30 hinzu.

Landesweit sind damit insgesamt 4360 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus erfasst worden; aktuell gelten 1342 Menschen als infiziert.

UPDATE, 27. Oktober, 16.40 Uhr: Haseloff bereitet Menschen auf befristete Einschränkungen vor

Sachsen-Anhalts Regierungschef Reiner Haseloff (CDU) rechnet bei der Schalte der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit weiteren Einschränkungen des täglichen Lebens in Deutschland.

Haseloff sprach am Dienstag in Magdeburg von einem möglichen "temporären Block eines Lockdowns in Deutschland" zur Eindämmung des Coronavirus. Im Raum stehe eine befristete Einschränkung für drei bis vier Wochen.

Welche Bereiche genau eingeschränkt werden sollen, wird demnach noch verhandelt. "Die Kanzlerin hat noch nichts gesagt", sagte Haseloff. "Der Prozess läuft und es wird etwas kommen."

Bereits am Montag habe es eine Schalte der Ministerpräsidenten mit der Kanzlerin gegeben, noch am Dienstagabend werde die Kanzlerin die Ministerpräsidenten erneut anrufen, um das Treffen am Mittwoch vorzubereiten.

Ziel der Einschränkungen soll es laut Haseloff sein, die privaten Kontakte zunächst um etwa 75 Prozent zu reduzieren. Außerdem wollten Bund und Länder einen Ausnahmezustand zu Weihnachten verhindern.

UPDATE, 27. Oktober, 15.10 Uhr: Beherbergungsverbot in Sachsen-Anhalt vorläufig außer Kraft

Das Oberverwaltungsgericht in Magdeburg hat das Beherbergungsverbot in Sachsen-Anhalt für Gäste aus Corona-Risikogebieten gestoppt.

Der 3. Senat setzte die Regelung des Landes vorläufig außer Vollzug, wie das Gericht am Dienstag mitteilte. Damit war der Eilantrag eines Vermieters von Ferienwohnungen erfolgreich.

Weitere Informationen dazu findet Ihr >>>hier.

UPDATE, 27. Oktober, 14.55 Uhr: Wieder Warnstufe Rot bei Corona-Infektionen in Halle

In Halle gilt wegen der Corona-Pandemie wieder die Warnstufe Rot. Pro 100.000 Einwohner registrierte die Stadt 52,81 Infektionsfälle binnen der zurückliegenden sieben Tage, wie Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) am Dienstag mitteilte.

Die Stadt gilt als Corona-Risikogebiet, das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ist daher in der Innenstadt Pflicht. Ansonsten drohen Bußgelder.

Die Zahl der aktuell Infizierten stieg in Halle im Vergleich zum Montag um 16 auf 244. Das sei der höchste Wert in der Stadt überhaupt an Infizierten, sagte Wiegand.

Er rief die Menschen erneut dazu auf, sich strikt an die Abstands- und Hygieneregeln und die Maskenpflicht zur Eindämmung der Pandemie zu halten. Halle hat rund 238.000 Einwohner.

Laut Amtsärztin Christine Gröger sind etwa 530 Menschen in Halle in Quarantäne. Zwölf Menschen werden wegen einer Coronavirus-Infektion im Krankenhaus behandelt, davon zwei auf der Intensivstation.

UPDATE, 27. Oktober, 14.45 Uhr: Auch in Sachsen-Anhalt künftig Strafen für Maskenverweigerer

Auch Sachsen-Anhalt verschärft die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie. (Archivbild)
Auch Sachsen-Anhalt verschärft die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie. (Archivbild)  © Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa

Wer seine Maske nicht wie vorgeschrieben trägt, muss künftig auch in Sachsen-Anhalt zahlen.

Es könnten Verwarn- und Bußgelder bei Verstößen gegen die Pflicht zum Masketragen verhängt werden, teilte die Staatskanzlei am Dienstag nach der Kabinettssitzung in Magdeburg mit.

Fällig werden können 50 bis 75 Euro, je nach Lage vor Ort mit der Zahl der Infektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen.

Das Kabinett hatte zuvor Änderungen der aktuellen Eindämmungsverordnung beschlossen. Demnach dürfen Clubs und Diskotheken nicht wie ursprünglich geplant am 1. November öffnen, das wird auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.

Auch die Teilnehmer-Obergrenze für Veranstaltungen wird nicht erhöht. Hintergrund sind steigende Infektionszahlen in Sachsen-Anhalt wie außerhalb.

UPDATE, 27. Oktober: Stadt Leipzig verschärft die Schutzmaßnahmen drastisch

Nach 128 Corona-Neuinfektionen übers Wochenende verschärft nun auch die Stadt Leipzig die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie.

Dazu gehören unter anderem eine Sperrstunde in der Gastronomie zwischen 23 Uhr und 5 Uhr, eine Kontaktverfolgung der Gäste in Restaurants sowie eine Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen. Auch die Regelungen für Privatfeiern wurden angepasst.

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Am vergangenen Wochenende wurden in Leipzig 128 neue Corona-Infektionen verzeichnet. Dieser Wert bleibt nicht ohne Folgen.
Am vergangenen Wochenende wurden in Leipzig 128 neue Corona-Infektionen verzeichnet. Dieser Wert bleibt nicht ohne Folgen.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

UPDATE, 27. Oktober, 6.10 Uhr: Etliche Selbstständige beantragten wegen Corona-Krise Hartz IV

In Sachsen-Anhalt haben wegen der Corona-Krise etliche Selbstständige Hartz IV beantragen müssen, um über die Runden zu kommen. Sie meldeten sich bei den Jobcentern, da sie einen erheblichen Ausfall an Einnahmen oder gar keine Einnahmen mehr hatten, wie ein Sprecher der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen der Bundesagentur für Arbeit erklärte.

Dies führte dazu, dass die Zahl der Neuanträge von Selbstständigen, die bei den Jobcentern Leistungen aus der Grundsicherung beantragt haben, allein von 50 im März dieses Jahres auf rund 1470 Anträge im April anstieg.

Darunter waren auch sogenannte Solo-Selbstständige. Dazu zählen Ein-Frau oder Ein-Mann-Unternehmen, wie es sie oft in der Kultur- und Unterhaltungsszene gibt. Deren Situation ist nach Branchenangaben nach wie vor sehr angespannt.

UPDATE, 26. Oktober, 16.50 Uhr: Magdeburg ist Corona-Risikogebiet

Die Landeshauptstadt Magdeburg ist jetzt auch Corona-Risikogebiet. Amtsarzt Eike Hennig sagte am Montag, es sei aktuell die Zahl von 79 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner und Woche erreicht. Er halte eine weiter steigende Tendenz für möglich und wahrscheinlich.

Zur deutlich steigenden Zahl der Coronavirus-Infektionen habe eine oktoberfestartige Veranstaltung mit mehr als 120 Teilnehmern beigetragen, bei der sich nach aktuellem Stand 35 Menschen infiziert haben, sagte Oberbürgermeister Lutz Trümper (SPD).

Er kündigte eine Verschärfung der Corona-Regeln ab Mittwoch an. Es werde auch mehr kontrolliert.

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UPDATE, 26. Oktober, 15.40 Uhr: Fast 1500 Corona-Neuinfektionen über das Wochenende in Sachsen

In Sachsen hat die Zahl laborbestätigter Corona-Neuinfektionen über das Wochenende stark zugenommen. Laut der aktuellen Statistik des Gesundheitsministeriums vom Montag stieg die Zahl der seit Pandemiebeginn registrierten Infektionen mit Sars-Cov-2 um 1444 auf insgesamt 13.839.

Sieben weitere Menschen sind an oder mit dem Coronavirus gestorben und damit insgesamt 279 im Freistaat. Der Anteil der Gestorbenen an den bestätigten Infektionsfällen liegt derzeit bei zwei Prozent. Laut Schätzungen gelten 8500 Menschen als genesen.

Mit 421 Fällen den höchsten Zuwachs verzeichnete der Erzgebirgskreis. Mit dem Spitzenwert von 195,3 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche hat er den kritischen Wert von 50 für ein Corona-Risikogebiet weit überschritten.

Landesweit liegen aktuell sieben weitere Landkreise sowie die Städte Chemnitz und Dresden darüber. Die vom Gesundheitsministerium veröffentlichten Zahlen können teils von denen der Städte und Landkreise abweichen. Das liegt laut Behörden an den unterschiedlichen Meldezeiten der Neuinfektionen.

UPDATE, 26. Oktober, 14.40 Uhr: Video statt Feier – Digitale Immatrikulation an Uni Halle

Wegen der Corona-Pandemie fällt die geplante Immatrikulationsfeier an der Universität in Halle aus. Stattdessen werden am Dienstag alle neuen Studentinnen und Studenten per Livestream begrüßt. "Und so schwer uns das auch fällt, wir müssen uns der Verantwortung angesichts der neuen Infektionslage stellen", sagte Rektor Christian Tietje am Montag.

Ursprünglich sollte die Immatrikulation feierlich in drei Durchgängen in der Händel-Halle mit jeweils maximal 500 Teilnehmern erfolgen. Für die Mehrheit der insgesamt 4000 Neuankömmlinge zum Wintersemester war wegen der Pandemie ohnehin eine Begrüßung per Livestream vorgesehen.

Die Entscheidung für die ausschließlich digitale Immatrikulation traf die Universität in Absprache mit dem Pandemie-Stab der Stadt. Halle gilt als Corona-Risikogebiet.

UPDATE, 26. Oktober, 13 Uhr: Weitere Krankenhäuser mit Besuchsverboten

In immer mehr Krankenhäusern in Sachsen-Anhalt müssen Besucher aufgrund der steigenden Zahl von Corona-Infektionen draußen bleiben. Das städtische Klinikum Magdeburg etwa setzt von Dienstag an einen Besuchsstopp um.

Ausnahmen gelten für lebensbedrohlich Erkrankte und Kinder unter 16 Jahren, zu Geburten ist eine Begleitperson zugelassen, wie das Klinikum Magdeburg am Montag mitteilte. Auch die Pfeifferschen Stiftungen in Magdeburg wollen Patienten, Bewohner und Mitarbeiter schützen und haben ein Besuchsverbot verhängt, Ausnahmen sind auch dort möglich.

Mehrere andere Kliniken haben die Besuche ebenfalls bereits stark eingeschränkt. Dazu gehört die Universitätsmedizin Magdeburg. Patienten sollten sich weiter behandeln lassen, erklärte der Ärztliche Direktor des Universitätsklinikums, Hans-Jochen Heinze, am Montag. "Bitte vernachlässigen Sie weder Therapien noch Nachsorge Untersuchungen bestehender Krankheiten", erklärte Heinze. Trotz der Pandemie sei ein Aufenthalt in der Universitätsmedizin sicher.

UPDATE, 25. Oktober, 15 Uhr: Angespannte Corona-Lage: Halle bereitet Eltern auf Schulstart vor

Die Stadt Halle hat die Sieben-Tage-Inzidenz von 50 am zweiten Tag in Folge überschritten. "Damit ist die Stadt Halle weiterhin Risikogebiet", sagte Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand (63, parteilos) am Sonntag. Der Wert der Neuinfektionen pro Woche und 100.000 Einwohner betrug am Sonntag konkret 50,73. Am Samstag lag der Wert erstmals über dem kritischen Grenzwert von 50.

Mit Blick auf das Ende der Herbstferien betonte Wiegand am Sonntag, dass alle Schulen in der Stadt am Montag öffnen könnten. Jedoch seien einzelne Klassenkohorten und Betroffene derzeit in Quarantäne.

An die Eltern appellierte das Stadtoberhaupt, die Kinder zu Hause zu lassen, sobald sie coronatypische Symptome zeigten. Die Stadt gab zudem Eltern für den Schulstart einen Fragen-Antwort-Katalog mit aktuellen Hinweisen mit auf den Weg. Unter anderem gehe es um Quarantäne-Regeln bei möglichen Corona-Fällen an einer Schule und um die Corona-Tests. Der Katalog soll laut Stadt online gestellt werden.

Bund und Länder hatten sich zuvor darauf geeinigt, die Corona-Regeln in Kreisen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 50 zu verschärfen. Solange die jeweilige Landesregierung das, wie in Sachsen-Anhalt, noch nicht in Landesrecht umgesetzt hat, ist dies nicht rechtlich bindend. Bereits im Landkreis Jerichower Land und im Burgenlandkreis wurde die 50er-Grenze laut Sozialministerium überschritten.

In Halle galten bereits ab einem Grenzwert von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche verschärfte Regeln. Unter anderem müssen Menschen seit vergangenen Donnerstag im Freien in der Innenstadt, auf einer Einkaufsmeile und vor dem Hauptbahnhof eine Maske tragen. Am Sonntag gab es in Halle den Angaben nach lediglich sechs Neuinfektionen.

Auch etwa im Landkreis Harz wurden am Wochenende Neuinfektionen gemeldet. Am Sonntag waren es laut Landkreis 19, am Samstag 17. Insgesamt befanden sich 700 Menschen in Quarantäne.

UPDATE, 24. Oktober, 16.30 Uhr: Nach Übermittlungsfehler: Ministerium spricht Klartext zum Tischabstand in der Gastronomie

Der Tischabstand in Sachsens Gastronomie muss weiterhin 1,50 Meter und nicht 2,50 Meter betragen.

Das Gesundheitsministerium korrigierte in einer Mitteilung vom Samstag die Angabe vom Freitag in der neuen Allgemeinverfügung zur Anordnung von Hygieneauflagen gegen die Verbreitung des Coronavirus.

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UPDATE, 24. Oktober, 14.54 Uhr: Warnstufe Rot in Halle (Saale)

Die Stadt Halle hat am Samstag die Sieben-Tage-Inzidenz von 50 überschritten und gilt somit als Risikogebiet.

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UPDATE, 24. Oktober, 13.48 Uhr: Leipziger Bündnis sagt wegen Corona Teilnahme an Dresdner Demos ab

Das Aktionsnetzwerk "Leipzig nimmt Platz" verzichtet wegen der rasanten Zunahme der Corona-Infektionen auf die organisierte Teilnahme an den für Sonntag in Dresden geplanten Demonstrationen.

Die gebotene Kontaktvermeidung und ein wirksamer Infektionsschutz stünden einer gemeinsamen Zugreise entgegen, teilte das Bündnis am Samstag mit. In der aktuellen Situation gehe die Gesundheit vor. "Solidarität ist jetzt wichtiger denn je", sagte die Grünen-Landtagsabgeordnete Christin Melcher (37). Eine individuelle Teilnahme sei ungeachtet dessen aber möglich.

Das Dresdner Bündnis "Herz statt Hetze" hat zu mehreren Demonstrationen für Vielfalt, Demokratie, Toleranz und weitere Werte in der Landeshauptstadt aufgerufen. Ursprünglicher Anlass war eine Kundgebung der islam- und ausländerfeindlichen Pegida-Bewegung zu deren 6. Jahrestag vor der Frauenkirche. Nachdem die Stadt der rechten Bewegung das verwehrt und ihr eine Wiese am Rande der City zugewiesen hatte, sagte Pegida die Veranstaltung ab.

UPDATE, 24. Oktober, 12.41 Uhr: Corona-Ausbruch in Altenpflegeheim

In einem Seniorenzentrum in Mügeln (Landkreis Nordsachsen) haben sich mehrere Bewohner und Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert.

Das Pflegeheim steht unter Quarantäne. Drei Bewohner mussten ins Krankenhaus gebracht werden.

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UPDATE, 24. Oktober, 9.46 Uhr: Kaum Reservierungen von Weihnachtsfeiern in Gaststätten

Wegen der Corona-Beschränkungen sind die Buchungskalender der Gaststättenbetreiber im Land vor der Weihnachtszeit bislang leer.

"Durch die ansteigenden Zahlen merkt man eine Unsicherheit", sagte der Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) Sachsen-Anhalt, Michael Schmidt, in Magdeburg.

Firmen würden wegen der sich ständig ändernden Corona-Vorschriften derzeit davon absehen, Tische oder Räumlichkeiten für Weihnachtsfeiern zu reservieren.

Die Dehoga rechnet nach eigenen Angaben mit Umsatzeinbußen für die Betreiber.

Der Verbandspräsident hofft, auf kurzfristige Buchungen, falls sich abzeichne, dass sich die Corona-Lage im Dezember beruhige. "Vielleicht holen Firmen auch im Januar ihre Feiern nach", so Schmidt.

UPDATE, 23. Oktober, 18 Uhr: Neuer Corona-Todesfall in Leipzig

Die Anzahl der in Verbindung mit einer Corona-Infektion verstorbenen Leipziger ist zum Freitag auf 14 gestiegen. Am Vortag hatte es noch 13 Covid-Tote zu verzeichnen gegeben.

UPDATE, 23. Oktober, 14 Uhr: Krankenhäuser in Sachsen-Anhalt verhängen erneut Besuchsverbote

Wegen der stark steigenden Infektionszahlen in ganz Deutschland haben erste Krankenhäuser in Sachsen-Anhalt erneut Besuche verboten. Am Freitag untersagte die Universitätsmedizin Magdeburg, Patienten zu besuchen. Ausnahmen seien bei Kindern, Schwerstkranken und bei der Begleitung von Schwangeren möglich. Zur Entbindung dürfen Frauen demnach eine Bezugsperson mitbringen.

Am Donnerstag hatte schon das Harzklinikum angekündigt, Besuche an den Klinikstandorten in Quedlinburg und Wernigerode ab Freitag zu verbieten. Auch hier soll es Ausnahmen geben, besonders in den beiden Geburtsstationen und der Kinderklinik. Die Krankenhäuser wollen mit den Verboten Patienten und Mitarbeiter so gut es geht vor dem Coronavirus schützen.

Schon im Frühjahr hatte es Besuchsverbote gegeben, die dann nach sinkenden Infektionszahlen im Sommer gelockert worden waren.

UPDATE, 23. Oktober, 13.05 Uhr: Sachsen-Anhalts Regierung will Bußgelder für Masken-Verweigerer ermöglichen

Sachsen-Anhalts Landesregierung gibt ihr kategorisches Nein zu Bußgeldern für Masken-Verweigerer auf. Mit der für kommenden Dienstag geplanten Änderung der Corona-Landesverordnung solle es Landkreisen mit besonders hohem Infektionsgeschehen ermöglicht werden, Bußgelder für Masken-Verweigerer zu verhängen. Das sagte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums am Freitag. Zuvor hatte die "Volksstimme" über die Pläne berichtet.

Laut Ministeriumsangaben will die Landesregierung bei der Kabinettssitzung am Dienstag einen Verweis auf die Bund-Länder-Einigung von voriger Woche in die Corona-Verordnung aufnehmen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) und die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten hatten sich auf ein einheitliches Raster zur Verschärfung der Corona-Regeln verständigt. Das sah etwa strengere Regeln für Landkreise vor, die über sieben Tage pro 100.000 Einwohner mehr als 50 Neuinfektionen registrieren. Durch den Verweis auf die Einigung sollen die Kreise die Möglichkeit bekommen, die Maßnahmen an die Pandemie-Lage vor Ort anzupassen. Dazu soll dann auch ein Bußgeld gehören.

Bislang hatte sich Ministerpräsident Reiner Haseloff (66, CDU) gegen ein Bußgeld gesträubt und das mit den relativ niedrigen Infektionszahlen und dem größtenteils disziplinierten Verhalten der Menschen in Sachsen-Anhalt begründet. Außerdem bezweifelte der Regierungschef, dass sich ein solches Bußgeld durchsetzen ließe. Halle handelte diese Woche wegen der hohen Infektionen allerdings bereits und droht seit (diesem) Freitag ein Bußgeld für Masken-Verweigerer an. Die rechtliche Grundlage dafür ist allerdings umstritten, weil die Landesregierung noch keine solche geschaffen hat.

UPDATE, 23. Oktober, 12.35 Uhr: Besucherstopp in der Helios Klinik in Schkeuditz

Am Freitag hat die Helios Klinik in Schkeuditz einen sofortigen Besucherstopp ausgesprochen. Grund ist der sprunghafte Anstieg der Corona-Infektionszahlen in Nordsachsen.

"Wir bitten unsere Patienten und deren Angehörige um Verständnis und aktive Mithilfe. Zum vorsorglichen Schutz unserer Patienten, ihrer Angehörigen und unserer Mitarbeiter sind vorläufig keine Besuche und Begleitungen von Patienten möglich", begründet Melanie Rosche, Klinikgeschäftsführerin der Helios Klinik Schkeuditz die vorsorgliche Maßnahme. Kranke, die oft ein geschwächtes Immunsystem haben, oder Menschen mit Vorerkrankungen sind neben Älteren bei einer Infektion mit dem Corona-Virus besonders gefährdet.

Besuche sind nur in dringlichen einzelnen Ausnahmen (beispielsweise medizinische und soziale Gründe, Geburtshilfe) und nur nach vorherigem telefonischen Kontakt mit den entsprechenden Stationen möglich. Die Entscheidung, ob ein Besuch möglich ist, obliegt dem medizinischen Personal, muss aber zwingend von diesem genehmigt und angemeldet sein.Mit Genehmigung ist trotzdem nur ein Besucher pro Patient pro Tag erlaubt, außerdem muss ein Mund-Nase-Schutz während des gesamten Aufenthalts getragen werden.

UPDATE, 23. Oktober, 11.35 Uhr: Klopapier-Hamstern geht weiter

Wie bereits im Frühjahr 2020 scheinen einige Leipziger eine nahende Klopapier-Knappheit zu befürchten. In Drogerien und Supermärkten sind zunehmend leere Regale vorzufinden, wie hier in einem Geschäft in der Südvorstadt.

Einige Leipziger horten anscheinend Klopapier.
Einige Leipziger horten anscheinend Klopapier.  © Carolina Neubert

UPDATE, 23. Oktober, 9.35 Uhr: Wieder Messen in Leipzig abgesagt

Wie die Leipziger Messe am Freitag bekannt gab, können auch die beiden Messen "denkmal 2020" und "Mutec 2020" nicht stattfinden.

Aufgrund der aktuellen Entwicklung der Corona-Zahlen und weiterer rechtlicher Einschränkungen sei eine verlässliche Durchführung derzeit nicht möglich, hieß es vonseiten der Leipziger Messe.

UPDATE, 22. Oktober, 16.50 Uhr: Burgenlandkreis nächstes Corona-Risikogebiet in Sachsen-Anhalt

Nach dem Landkreis Jerichower Land hat auch der Burgenlandkreis die Sieben-Tage-Inzidenz von 50 überschritten und gilt somit als Risikogebiet. Der Wert der Neuinfektionen pro Woche und 100.000 Einwohner habe am Donnerstag 52,6 erreicht, teilte der Kreis mit.

Demnach registrierte der Kreis im Süden Sachsen-Anhalts am Donnerstag 19 neue Fälle des Coronavirus.

Bund und Länder hatten sich vergangene Woche darauf geeinigt, die Corona-Regeln in Kreisen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 50 zu verschärfen. Solange die jeweilige Landesregierung das, wie in Sachsen-Anhalt, noch nicht in Landesrecht umgesetzt hat, ist dies nicht rechtlich bindend.

Der Landrat des Burgenlandkreises, Götz Ulrich, hatte angesichts steigender Infektionszahlen jedoch bereits am Freitag vorige Woche und am Mittwoch erneut strengere Regeln erlassen. So gelten etwa schärfere Vorschriften für private Feiern.

UPDATE, 22. Oktober, 15.30 Uhr: Neue Maßnahmen für Leipzig

Wie die Stadt Leipzig am Donnerstag mitteilte, wird gegenwärtig eine neue Corona-Allgemeinverfügung für die Stadt vorbereitet.

Bereits jetzt sind wie angekündigt die Kontrollen in der Gastronomie, Bars, Clubs und im Handel sowie im ÖPNV verstärkt worden. Seit dem 21. Oktober gilt in allen Gebäuden der Stadtverwaltung für Mitarbeiter und Besucher die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung. Oberbürgermeister Burkhard Jung dankt den Leipziger Gastronomen für die bislang gezeigte Disziplin und appelliert an diese, deren aktuelle Hygienekonzepte auf Aktualität zu prüfen und auf deren Einhaltung strikt zu achten, vor allem im Hinblick auf das kommende Weihnachtsgeschäft.

Geprüft wird auch, wie es mit der Teststation am Flughafen Leipzig weitergeht, die ursprünglich Ende Oktober schließen sollte, und wo weitere Teststationen öffnen könnten. Auch die Regelung zum Alkoholverbot für die Leipziger Innenstadt im Advent ist in Vorbereitung, von der auch die Eröffnung des Leipziger Weihnachtsmarkts abhängig ist.

OB Burkhard Jung appelliert vor allem an die Leipziger Gastronomen.
OB Burkhard Jung appelliert vor allem an die Leipziger Gastronomen.  © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

UPDATE, 22. Oktober, 14.40 Uhr: Hotelier und Vermieter wollen Beherbergungsverbot in Sachsen-Anhalt kippen

Ein Hotelier und ein Vermieter von Ferienwohnungen haben Eilanträge gegen das Beherbergungsverbot in Sachsen-Anhalt beim Oberverwaltungsgericht (OVG) eingereicht.

Wie ein OVG-Sprecher am Donnerstag in Magdeburg sagte, wollen sie erreichen, dass Urlauber aus Corona-Risikogebieten wieder nach Sachsen-Anhalt kommen dürfen. Die Landesregierung habe dies per Verordnung untersagt. Die Eilanträge kommen den Angaben nach aus dem Landkreis Harz und aus Naumburg (Burgenlandkreis). Das Land habe bis zum 26. Oktober Gelegenheit, dazu Stellung zu nehmen.

Wie der Sprecher erklärte, entscheidet das Gericht in einem Eilverfahren per Aktenlage darüber, ob das Beherbergungsverbot vorläufig ausgesetzt wird oder auch nicht. Wann dies sein wird, ist noch unklar.

In Sachsen-Anhalt dürfen Hoteliers seit Ende Juni niemanden beherbergen, der aus einem Corona-Hotspot kommt und keinen aktuellen negativen Test vorweisen kann. Als innerdeutsche Risikogebiete gelten Städte und Kreise, in denen es mehr als 50 nachgewiesene Infektionen je 100.000 Einwohner und Woche gibt.

UPDATE, 22. Oktober, 12.17 Uhr: Sachsen weitet Maskenpflicht aus

Zur Eindämmung der Corona-Pandemie wird die Maskenpflicht in Sachsen ausgeweitet. Das gab Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) am Donnerstag in Dresden bekannt. Mehr Infos gibt es in Kürze >>>hier.

UPDATE, 22. Oktober, 11.25 Uhr: In Sachsen sind schon 90 Bundeswehr-Soldaten im Kampf gegen Corona im Einsatz

Wie die Bundeswehr am Donnerstag erklärte, seien im Moment rund 90 Streitkräfte verschiedener Panzergrenadier- und Pionierbrigaden sowie der Stabsunterstützungskompanie im Dienst, um die sächsischen Gesundheitsämter zu unterstützen.

"Sie arbeiten als mobile Abstrichteams, unterstützen bei der telefonischen Kontakt-Nachverfolgung von Infektionsketten und sind als 'Helfende Hände' in Senioreneinrichtungen", so eine Sprecherin des Landeskommandos, das die Einsätze koordiniert.

Doch nicht nur diese Aufgaben übernehmen die Wehrdienstleistenden. Sie beraten auch in den Ämtern zum weiteren Vorgehen und unterstützenden Maßnahmen, um die Verbreitung des Virus einzudämmen.

Mehr Infos dazu >>> hier.

Update, 22. Oktober, 8 Uhr: Gesundheitsministerin stellt neue Corona-Schutzverordnung vor

Angesichts steigender Corona-Zahlen müssen sich die Sachsen auf mehr Beschränkungen einstellen. Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) will am Donnerstag in Dresden die neue Corona-Schutzverordnung für den Freistaat vorstellen.

Bereits in der vergangenen Woche hatte sich das Kabinett auf strengere Corona-Regeln verständigt. Mit der neuen Verordnung soll es in Sachsen einen Stufenplan geben. Was der mit sich bringen könnte, erfahrt Ihr >>> hier.

Verschärfte Regeln: Gesundheitsministerin Petra Köpping (62, SPD) gibt heute die neue Corona-Schutzverordnung für Sachsen bekannt.
Verschärfte Regeln: Gesundheitsministerin Petra Köpping (62, SPD) gibt heute die neue Corona-Schutzverordnung für Sachsen bekannt.  © Jürgen Männel

UPDATE, 21. Oktober, 18 Uhr: SC DHfK Leipzig muss Zuschauerzahl wegen Corona-Anstieg reduzieren

Bundesliga-Spitzenreiter SC DHfK Leipzig darf am Donnerstag gegen Frisch Auf Göppingen nur von maximal 999 Handball-Fans unterstützt werden. Da die Zahl der Neuinfektionen der vergangenen sieben Tage den Wert von 20 pro 100.000 Einwohner am Mittwoch überschritten, beschränkte das Leipziger Gesundheitsamt die Zuschauerzahl. Das teilte der Verein am Mittwoch mit. Bisher waren 2100 Fans pro Spiel zugelassen.

Die Zuschauerzahl in der Arena muss eingeschränkt werden.
Die Zuschauerzahl in der Arena muss eingeschränkt werden.  © PICTURE POINT / R. Petzsche

UPDATE, 21. Oktober, 17.35 Uhr: Jerichower Land erstes Risikogebiet in Sachsen-Anhalt

Als erste Region Sachsen-Anhalts hat sich der Landkreis Jerichower Land zum Corona-Risikogebiet erklärt. Die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen habe einen Wert von 68,89 erreicht, teilte der Kreis am Mittwoch mit. Ab einem Wert von 50 gilt ein Landkreis bundesweit als Risikogebiet.

"Die Bevölkerung muss wissen, dass das Risiko sich anzustecken aktuell im Landkreis so hoch ist wie noch nie", teilte Landrat Steffen Burchhardt (39, SPD) mit. "Wir müssen jetzt eine weitere Ausbreitung so schnell wie möglich stoppen." Der Anstieg der vergangenen Tage sei unter anderem auf private Feiern zurückzuführen. Infolge des Anstiegs verschärfte die Kreisverwaltung daher die Regeln für private Feiern.

So sind im Jerichower Land ab sofort Feiern auf 20 Teilnehmer begrenzt, unabhängig von Ort und Anlass. Zu fachkundig organisierten Feiern dürfen in geschlossenen Räumen 100 Menschen und draußen 150 Menschen kommen.

"Unser Ziel muss es sein, gravierende Auswirkungen auf Kinderbetreuung, Sport und Wirtschaft wie zu Beginn der Pandemie zu verhindern", sagte Burchhardt. "Da kann jeder seinen Beitrag leisten." Sollten die Maßnahmen keinen Erfolg haben, könnten sie weiter verschärft werden, kündigte Burchhardt an.

UPDATE, 21. Oktober, 16.40 Uhr: Dresden verschärft Corona-Regeln wegen steigender Infektionszahlen

In Sachsen sind die Corona-Infektionszahlen weiter gestiegen. In der vom sächsischen Gesundheitsministerium veröffentlichten Übersicht vom Mittwoch sind landesweit 11.263 positiv auf Sars-CoV-2 getestete Menschen seit Beginn der Pandemie im März ausgewiesen. Das sind 611 Fälle mehr als am Tag zuvor. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Corona stieg binnen 24 Stunden um vier auf insgesamt 263. Die Sieben-Tage-Inzidenz - die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche - lag bei 49 und damit nur knapp unter dem kritischen Wert von 50.

Mittlerweile gelten mehrere Regionen in Sachsen als Risikogebiete, darunter der Erzgebirgskreis, der Landkreis Bautzen sowie Chemnitz. Angesichts zunehmender Infektionszahlen verschärft auch Dresden seine Corona-Regeln. Nach Angaben der Stadtverwaltung vom Mittwoch wurde eine Allgemeinverfügung erlassen, die ab Donnerstag 0.00 Uhr gilt. Dann wird unter anderem die Maskenpflicht auf alle für die Öffentlichkeit zugänglichen Räumen und Einrichtungen‎ ausgeweitet - etwa Einkaufszentren, Hotels sowie in der öffentlichen Verwaltung. An privaten Feiern dürfen nur noch 25 Personen teilnehmen, Groß- und Sportveranstaltungen werden auf maximal 500 Personen begrenzt.

Zudem darf vorerst zwischen 23.00 und 5.00 Uhr kein Alkohol mehr verkauft oder ausgeschenkt werden. Das gilt den Angaben zufolge sowohl für die Gastronomie als auch etwa für den Einzelhandel. Die Stadt begründete die Maßnahmen damit, dass die Zahl der Neuinfektionen binnen sieben Tagen die Schwelle von 35 pro 100 000 Einwohner ‎überschritten habe. Sachsens Gesundheitsministerium meldet für die Landeshauptstadt sogar einen Inzidenzwert von 42,6. Die unterschiedlichen Zahlen kommen laut Behörden durch verschiedene Meldezeiten zustande. ‎

"Auch wenn die Sommermonate ein unbeschwertes Zusammensein ermöglicht haben, müssen ‎wir uns jetzt wieder ein Stück zurücknehmen. Die Pandemie muss beherrschbar bleiben", so Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (48, FDP).

Mehr Infos dazu >>> hier.

UPDATE, 21. Oktober, 16.20 Uhr: Nordsachsen überschreitet Inzidenzwert von 50!

Den aktuellen Erhebungen des sächsischen Gesundheitsministeriums zufolge hat der Landkreis Nordsachsen am Mittwoch beim 7-Tage-Inzidenz einen Wert von 50,1 erreicht.

Dem Stufenkonzept des Ministeriums zufolge ist somit der "absolute Ernstfall" erreicht. "Zur Unterbrechung der Infektionsketten werden Einschränkungen der Bewegungsfreiheit und Kontaktverbote oder Einschränkungen des öffentlichen Lebens angeordnet." Auch die Schließung von Einrichtungen könnte erfolgen. Zudem würden Coronatests für bestimmte Berufs- und Bevölkerungsgruppen verpflichtend. Die Maßnahmen sollen so lang bestehen bleiben, "bis die Zahl der Neuinfektionen den Inzidenzwert von 50 wieder unterschritten hat."

Ein Sprecher des Landratsamtes in Torgau erklärte auf Anfrage von TAG24, dass der Wert aktuell geprüft werde. Die Verwaltung des Landkreises wolle sich noch im Laufe des Abends zu der Erhebung äußern.

Die Verwaltung des Landkreises Nordsachsen in Torgau will noch im Laufe des Tages auf die neuesten Zahlen des Gesunheitsministeriums reagieren.
Die Verwaltung des Landkreises Nordsachsen in Torgau will noch im Laufe des Tages auf die neuesten Zahlen des Gesunheitsministeriums reagieren.  © Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa

UPDATE, 21. Oktober, 15 Uhr: Deutsches Turnfest 2021 in Leipzig wegen Corona-Pandemie abgesagt

Das Internationale Deutsche Turnfest vom 12. bis 16. Mai 2021 in Leipzig muss aufgrund der Coronavirus-Pandemie abgesagt werden. Die Veranstaltung soll 2025 nachgeholt werden. Das teilten der Deutsche Turner-Bund (DTB) und Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) auf einer Video-Pressekonferenz am Mittwoch mit.

"Wir haben uns die Entscheidung alle miteinander nicht leicht gemacht. Aber wir müssen damit rechnen, dass sich die Fallzahlen bis Weihnachten weiter nach oben entwickeln werden", sagte Jung. "Nach reiflicher Überlegung sind wir deshalb zu dem Ergebnis gekommen, dringend zu empfehlen, das Turnfest in dieser Form 2021 nicht durchzuführen."

Für die weltweit größte Wettkampf- und Breitensportveranstaltung lagen bereits 19.000 Anmeldungen vor. Auch eine verringerte Teilnehmerzahl sei keine Option gewesen, betonte Jung. "Es war für uns als Stadt immer wichtig, ein berauschendes und großes Turnfest zu feiern. Wir können es nicht verantworten, so viele Menschen in unserer Stadt zu Gast zu haben", erklärte Leipzigs Oberbürgermeister mit Verweis auf die kaum einzuhaltenden Hygiene- und Abstandsregeln.

"Es kommt nicht so oft vor, dass ein Turnfest abgesagt werden muss. Daher ist es auch für den Verband keine leichte Situation. Aber auch wir müssen unseren Beitrag zur Pandemie-Eindämmung leisten", sagte DTB-Präsident Alfons Hölzl. "Wir lösen damit viele Enttäuschungen aus. 19.000 Anmeldungen in so einem frühen Stadium sprechen eine eigene Sprache. Wir müssen diesen Leuten allen absagen und sie auf 2025 vertrösten."

Anstelle des Turnfestes sollen im kommenden Jahr in Leipzig Deutsche Meisterschaften in neun Sportarten ausgetragen werden. Dazu gehören unter anderem Geräteturnen, Rhythmische Sportgymnastik, Rhönrad und Trampolinturnen.

UPDATE, 21. Oktober, 13.30 Uhr: Mund-Nasen-Bedeckung in allen Verwaltungsgebäuden Pflicht

Wie die Stadt Leipzig am Mittwoch berichtete, ist das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung ab dem 21. Oktober 2020 in den Gängen, Fluren, Treppenhäusern und Wartebereichen aller Liegenschaften der Stadtverwaltung Pflicht. Diese Festlegung gilt für alle Bediensteten der Stadtverwaltung (einschließlich aller Auszubildenden, Praktikantinnen und Praktikanten sowie sonstigen Beschäftigten) sowie für alle Besucher, die sich in den genannten Bereichen aufhalten.

Ausgenommen von der Pflicht sind Schulen und Kitas in Trägerschaft der Stadt Leipzig. Aufgrund der akuten Entwicklung des Infektionsgeschehens wird die Maßnahme vom Gesundheitsamt und dem Arbeitsmedizinischen und Sicherheitstechnischen Dienst (ASiD) als zwingend notwendig erachtet.

Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht in der Lage sind, die Mund-Nasenbedeckung zu tragen und dies durch ein Attest nachweisen können, sind von der Verpflichtung befreit.

Die Schutzmaßnahme gilt, in Abhängigkeit von der Entwicklung des Infektionsgeschehens, zunächst befristet bis 31. Dezember 2020.

UPDATE, 21. Oktober, 13.15 Uhr: Leipziger Reisemesse abgesagt

Die für November geplante Leipziger Reisemesse Touristik und Caravaning findet in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie nicht statt. Das teilte die Messe Stuttgart als Veranstalter am Mittwoch in Leipzig mit.

Die dynamische Entwicklung der Pandemie verhindere eine verlässliche Planung für die Aussteller, hieß es zur Begründung. "Gerne hätten wir der Tourismusbranche die dringend benötigte Plattform geboten und auch das Trendthema Caravaning weiter vorangetrieben", sagte Guido von Vacano, Mitglied er der Geschäftsführung der Messe Stuttgart.

Die Messe hätte vom 18. bis zum 22. November dieses Jahres stattfinden sollen. Die nächste Veranstaltung sei nun erst für 2021 - dann für die Zeit vom 17. bis zum 21. November - geplant.

Die Schau zählte im vergangenen Jahr 67.000 Besucher. 531 Aussteller hatten dabei Urlaubsziele und Neuheiten auf dem Caravan- und Campingmarkt präsentiert.

Die Reisemesse Touristik und Caravaning fällt in diesem Jahr aus.
Die Reisemesse Touristik und Caravaning fällt in diesem Jahr aus.  © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/ZB

UPDATE, 21. Oktober, 10.45 Uhr: Masken-Kontrolle im ICE zwischen Erfurt und Leipzig

Wie halten es Fahrgäste im ICE mit der Pflicht, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen? Dieser Frage gehen am Mittwoch bei einer Schwerpunktkontrolle Mitarbeiter der Deutschen Bahn und der Bundespolizei nach. Kontrolliert werde in einem ICE zwischen Erfurt und Leipzig, sagte eine Bahnsprecherin. Es handele sich um die erste dieser Schwerpunktkontrollen in Thüringen. In anderen Bundesländern habe es sie bereits gegeben.

Die Mehrheit der Fahrgäste halte sich an die Maskenpflicht, die auch für andere öffentliche Verkehrsmittel gelte, sagte die Sprecherin der Deutschen Bahn. Es gebe aber immer wieder auch Menschen, die von den Zugbegleitern darauf hingewiesen werden müssten. Weigerten sie sich, eine Maske zu tragen, schalteten die Bahn-Mitarbeiter beim nächsten regulären Halt die Bundespolizei ein.

Laut Bahn laufen bundesweit regelmäßig Präventions- und Kontrollaktionen in Zügen und Bahnhöfen mit Unterstützung der Bundespolizei. Den Auftakt hätten Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen gemacht. Bis Dezember seien weitere Aktionen in Fern- und Regionalzügen in allen Bundesländern geplant. Zusätzlich zu den Schwerpunktaktionen verstärke die Deutsche Bahn angesichts steigender Corona-Infektionszahlen bundesweit auch ihre eigenen Sicherheitsteams.

In ICEs wird vermehrt das Einhalten der Maskenpflicht kontrolliert.
In ICEs wird vermehrt das Einhalten der Maskenpflicht kontrolliert.  © Axel Heimken/dpa

UPDATE, 21. Oktober, 10.40 Uhr: Laut RKI fast 400 Corona-Fälle mehr in Sachsen in 24 Stunden

Seit Dienstag hat sich die Zahl der bestätigten Corona-Neuinfektionen in Sachsen um fast 400 erhöht. Die aktuelle Statistik des Robert Koch-Instituts (RKI) in Berlin verzeichnete am Mittwoch 0 Uhr 10.906 Corona-Fälle für den Freistaat.

Das waren 386 mehr als 24 Stunden zuvor. Die Sieben-Tage-Inzidenz - die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche - stieg von 40,1 auf 41,85. Laut RKI sind bisher 264 Infizierte gestorben.

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Titelfoto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

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