Coronavirus in Leipzig: Gesundheitsministerin kritisiert Verstöße gegen Impfordnung

Leipzig - Leipzig in der Corona-Krise. Seit Mitte Dezember herrscht in der Messestadt wie im Rest der Bundesrepublik ein harter Lockdown.

Alle Infos zu den Auswirkungen des Coronavirus in Leipzig findet Ihr hier.
Alle Infos zu den Auswirkungen des Coronavirus in Leipzig findet Ihr hier.  © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

Der Ende Oktober durch Bund und Länder beschlossene Teil-Lockdown wurde mittlerweile in einen harten Lockdown verschärft. Wie bereits im Frühjahr 2020 ist der Großteil der Geschäfte geschlossen. Schüler lernen zuhause, Masken sollen nun nahezu permanent in der Öffentlichkeit getragen werden (TAG24 berichtete).

Gleichzeitig erhalten täglich mehr und mehr Menschen die erste Impfung gegen das Coronavirus (TAG24 berichtete).

Einen Rückblick der bisherigen Geschehnisse findet Ihr hier.

Alle aktuellen Infos aus Deutschland und der Welt auch im großen +++ Coronavirus-Liveticker +++

Über die aktuellen Entwicklungen rund um das Virus in Leipzig werdet ihr im +++ "Coronavirus in Leipzig"-Ticker +++ informiert.

UPDATE, 6. Februar, 16.44 Uhr: Gesundheitsministerin kritisiert Verstöße gegen Impfordnung

Nach mehreren bekanntgewordenen Verstößen gegen die Impfreihenfolge in Sachsen-Anhalt hat Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (58, SPD) die Verantwortlichen kritisiert.

"Ich habe keinerlei Verständnis, wenn bundesweit festgelegte Impfreihenfolgen missachtet werden", sagte die Ministerin am Samstag. "Das gilt für Stendal, das gilt für Wittenberg, das gilt für Halle." Aus allen drei Kreisen waren zuvor Verstöße bekannt geworden.

Eine abschließende Bewertung sei noch nicht möglich, sie werde sich zunächst Bericht erstatten lassen, sagte Grimm-Benne. "Aber fest steht: Sachsen-Anhalt erhält Impfstoff vom Bund. Und es ist festgelegt, wer diesen in der ersten Priorität erhalten soll." Spezialkontingente für die Polizei oder Politik gebe es nicht. "Und das ist auch gut so."

Am Donnerstag war zunächst bekannt geworden, dass der Landkreis Stendal im Januar mehr als 300 Polizistinnen und Polizisten geimpft hatte (TAG24 berichtete). Am Samstag räumte dann Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) ein, dass er und zehn Stadträte schon geimpft wurden (TAG24 berichtete).

Auch der Landrat von Wittenberg, Jürgen Dannenberg (Linke) und sein Stellvertreter sollen laut Medienberichten schon geimpft worden sein, Kreis und Landrat waren am Samstag aber zunächst nicht für eine Stellungnahme erreichbar. Das Gesundheitsministerium bestätigte aber, dass Grimm-Benne die Landkreise Wittenberg und Stendal zu einer schriftlichen Stellungnahme zu den Vorwürfen aufgefordert habe.

Grimm-Benne, die nach eigenen Angaben ebenso wie ihre Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen noch nicht geimpft ist, zeigte Verständnis für Kritik am Vorgehen der Kreise.

"Ich verstehe die wütenden Reaktionen von Bürgerinnen und Bürgern, die für Impfberechtigte keine Termine erhalten können", sagte die Ministerin. "Wenn sich Politikerinnen und Politiker impfen lassen und agieren, als sei die Festlegung des Bundes nicht mehr als eine vage Empfehlung", so Grimm-Benne. "Das erschüttert auch mein Vertrauen zutiefst."

UPDATE, 6. Februar, 16.37 Uhr: Halles OB Wiegand räumt Impfung von sich und zehn Stadträten ein

Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand (63, parteilos) und zehn Stadträte sind entgegen der in der Impfverordnung festgelegten Reihenfolge bereits gegen Corona geimpft worden.

Er habe seine Erstimpfung am 17. Januar in Folge eines zufälligen Auswahlverfahrens aus Restbeständen eines Krankenhauses bekommen, sagte Wiegand am Samstag auf einer Pressekonferenz. Zuvor hatte die "Mitteldeutsche Zeitung" über die Impfungen berichtet.

Er stehe zu dem Verfahren und seiner Entscheidung, sagte Wiegand und wies Kritik zurück.

585 Menschen seien bislang in Halle mit übrig gebliebenen Dosen geimpft worden, sagte Wiegand.

Mehr Infos dazu >>> hier.

Ärger für Halles Stadtoberhaupt: Bernd Wiegand (63, parteilos) räumte am Samstag ein, dass er und zehn Stadträte bereits eine Impfung gegen das Coronavirus erhalten haben - entgegen der geltenden Impfverordnung.
Ärger für Halles Stadtoberhaupt: Bernd Wiegand (63, parteilos) räumte am Samstag ein, dass er und zehn Stadträte bereits eine Impfung gegen das Coronavirus erhalten haben - entgegen der geltenden Impfverordnung.  © Ronny Hartmann/dpa-Zentralbild/dpa

UPDATE, 6. Februar, 16.31 Uhr: 333 Corona-Neuinfektionen in Sachsen-Anhalt

Die Gesundheitsämter in Sachsen-Anhalt haben 333 neue Corona-Infektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 14 neue Todesfälle verzeichnet, wie aus Zahlen des Magdeburger Sozialministeriums vom Samstag hervorgeht.

Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz - also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche - liegt aktuell bei 123,88. Am Vortag lag sie laut Ministerium bei 128,26 und vor einer Woche bei 173. Damit entspannt sich die Corona-Lage im Land weiter.

Lediglich im Burgenlandkreis sei der Inzidenz-Wert mit 312,56 weiter extrem hoch. Die Hälfte der 14 Landkreise und kreisfreien Städte verzeichnet laut Statistik inzwischen einen Wert von unter 100. Die Stadt Magdeburg hat mit 51,78 den niedrigsten.

Aktuell sind den Angaben zufolge in Sachsen-Anhalt 5835 Menschen infiziert. 145 Intensiv- und Beatmungsbetten seien mit einem Covid-19-Patienten belegt, 81 von ihnen würden beatmet.

Seit Beginn der Impfungen hätten 57.080 Menschen die erste Spritze bekommen, 29.172 bereits die zweite. Am Freitag waren dem Sozialministerium zufolge 1649 Impfungen hinzugekommen. Die momentane Quote der Erstimpfungen pro 1000 Einwohner wurde mit 26 beziffert, die der Zweitimpfungen mit 13,3.

UPDATE, 6. Februar, 9.30 Uhr: Tausende Corona-Verstöße in Sachsen

Die Polizei hat bei Kontrollen in Sachsen seit Beginn der Corona-Pandemie Tausende Verstöße gegen die jeweils geltenden Regeln registriert. Mehr Infos dazu findet Ihr >>>hier.

Polizisten kontrollieren in Dresden die Einhaltung der Corona-Schutzverordnung.
Polizisten kontrollieren in Dresden die Einhaltung der Corona-Schutzverordnung.  © Robert Michael/dpa

UPDATE, 5. Februar, 16.53 Uhr: Die aktuellen Corona-Zahlen auf einen Blick

Die aktuellen Fallzahlen und Inzidenzwerte aus Sachsen.
Die aktuellen Fallzahlen und Inzidenzwerte aus Sachsen.  © TAG24

UPDATE, 5. Februar, 15.30 Uhr: Polizei stellt Verstöße gegen Corona-Maßnahmen fest

Am Donnerstag und in der Nacht zum Freitag hat die Bereitschaftspolizei im Leipziger Stadtgebiet 21 Verstöße gegen die aktuellen Corona-Maßnahmen festgestellt. Unter anderem wurde die zulässige Personenzahl überschritten, gegen die Tragepflicht des Mund-Nasen-Schutzes und gegen die Ausgangssperre verstoßen.

Am Donnerstagabend gegen 21.20 Uhr ging die Polizei einem Hinweis nach und fanden in einer Wohnung in der Taubestraße in Leipzig 12 Personen aus unterschiedlichen Haushalten vor. Die Identitäten der Personen wurden festgestellt, wobei auffiel, dass die Ausweise von drei Anwesenden gefälscht waren - keiner der Drei hat einen festen Wohnsitz. Die Staatsanwaltschaft Leipzig ordnete die vorläufige Festnahme an. Die Personen werden im Laufe des Freitags einem Ermittlungsrichter vorgeführt und haben sich wegen Urkundenfälschung zu verantworten.

UPDATE, 5. Februar, 15 Uhr: Alle untersuchten Corona-Proben im St. Georg werden auf Virus-Mutationen untersucht

Am Klinikum St. Georg Leipzig werden seit Anfang der Woche alle untersuchten Proben aus Rachenspülwasser oder Rachenabstrichen auf das Vorliegen der aktuell relevantesten Virus-Mutationen der britischen Variante B.1.1.7, der südafrikanischen Variante B.1.351 und der in Brasilien nachgewiesenen Variante P.1 untersucht.

"Wir leisten damit nicht nur einen wesentlichen Beitrag zur Klärung der genauen Infektionsepidemiologie in Leipzig und Mitteldeutschland, sondern unterstützen auch die wissenschaftliche Forschung durch belastbare Daten", so der Chefarzt des Medizinischen Zentrallabors am Klinikum St. Georg Leipzig, Dr. Stephan Borte.

Mit den Untersuchungen will das St. Georg einen wichtigen Beitrag zur Forschung beisteuern.
Mit den Untersuchungen will das St. Georg einen wichtigen Beitrag zur Forschung beisteuern.  © Marcel Kusch/dpa (Symbolbild)

UPDATE, 5. Februar, 11.37 Uhr: Experte hält große Verbreitung von Mutationen für unwahrscheinlich

Eine aktuell größere Verbreitung von Corona-Mutationen in Sachsen-Anhalt halten Experten der Uniklinik in Magdeburg für unwahrscheinlich.

"Durch die eingeschränkte Reisetätigkeit haben sie sich hoffentlich nicht so rasch unerkannt verbreitet", sagte Achim Kaasch, Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie und Krankenhaushygiene, in einem Interview mit der "Volksstimme" (Freitag). Ausschließen könne er es aber nicht.

In den 400 Proben, die sein Team bisher untersucht habe, sei sechs Mal die britischen Variante festgestellt worden. "Das wären 1,5 Prozent. Daraus leite ich ab, dass die Varianten hier nicht für das hauptsächliche Infektionsgeschehen verantwortlich sind", sagte Kaasch. Wie hoch der Anteil der Infizierten in Sachsen-Anhalt ist, die an einer der verschiedenen Mutationen des Virus erkrankt sind, könne er nicht genau sagen.

Sachsen-Anhalt arbeitet daran, die Kapazitäten für die sogenannte Genom-Sequenzierung zu erweitern. So soll nach Aussage des Sozialministeriums auch das Landesamt für Verbraucherschutz bald selbst sequenzieren können.

In Halle würden bereits in geringen Mengen Proben untersucht. Die Landesregierung hat als Ziel genannt, fünf Prozent der positiven Corona-Tests überprüfen zu wollen.

UPDATE, 4. Februrar, 20 Uhr: Landtag von Sachsen-Anhalt verlängert pandemische Lage

Der Landtag von Sachsen-Anhalt hat die pandemische Lage in Sachsen-Anhalt wegen der anhaltenden Corona-Krise um weitere drei Monate verlängert.

Das Parlament beschloss die Verlängerung am Donnerstag mit den Stimmen der Koalition aus CDU, SPD und Grünen, auch die Linke stimmte zu, die AfD dagegen.

Bei der Verlängerung handelt es sich um eine Formalie. Damit ermöglicht das Parlament Kreistagen und Stadt- und Gemeinderäten sowie deren verschiedenen Gremien, Beschlüsse künftig auch per Videokonferenz zu fassen.

Außerdem werden die strengen Vorgaben zu den Haushalten der kommunalen Vertretungen durch die Feststellung des Landtags teilweise gelockert.

Erst im Oktober hatte das Parlament diese Möglichkeit mit einer Änderung des Kommunalverfassungsgesetzes geschaffen.

Im November hatte der Landtag dann erstmals die pandemische Lage ausgerufen. Da dies nur für drei Monate gilt, musste das Parlament die Regelung nun verlängern.

UPDATE, 4. Februar, 16.30 Uhr: Parteien-Zoff im Sächsischen Landtag

Appelle, Schuldzuweisungen, Zwischenrufe: Bei einer emotional und zeitweise lautstark geführten Debatte zur Corona-Krise haben sich am Donnerstag im Sächsischen Landtag erneut Gräben zwischen den Parteien aufgetan.

Was genau besprochen wurde und alle Infos dazu findet Ihr im Extra-Artikel.

UPDATE, 4. Februar, 15.55 Uhr: Die aktuellen Corona-Zahlen auf einen Blick

Die aktuellen Fallzahlen und Inzidenzwerte aus Sachsen.
Die aktuellen Fallzahlen und Inzidenzwerte aus Sachsen.  © TAG24

Die Corona-Lage in Sachsen entspannt sich weiter. So liegen aktuell bereits fünf Landkreise bei einer 7-Tage-Inzidenz von unter 100. Und auch die kritische Marke von 200 wird von keinem sächsischen Landkreis überschritten.

Zum Vergleich: Noch vor rund einem Monat verzeichneten vier Regionen einen Wert von weit über 300, zwei lagen bei über 400.

Trotz einer Gesamt-Inzidenz von 100,1 im Freistaat ist die Zahl der an oder mit Corona Verstorbenen noch immer sehr hoch, weshalb Vorsicht und gegenseitige Rücksichtnahme noch immer das oberste Gebot sind.

UPDATE, 4. Februar, 15.38 Uhr: Landessportbund Sachsen verzeichnet 20.000 Austritte aus Sportvereinen

Die Corona-Pandemie hat im Jahr 2020 zu einem erheblichen Mitgliederverlust in den sächsischen Sportvereinen geführt. Wie der Landessportbund Sachsen (LSB) am Donnerstag berichtete, gab es rund 20.000 Austritte, was knapp drei Prozentpunkten entspricht. Das ergab eine noch nicht detailliert ausgewertete Befragung in den knapp 4500 Vereinen des Freistaates.

Mit rund 12.000 Abmeldungen fand der Großteil der Austritte aus den Sportvereinen im Altersbereich bis zu 14 Jahren statt. Das entspricht rund 60 Prozent am gesamten Mitgliederverlust.

"Die Zahlen zeigen bereits jetzt das verheerende Bild, dass sich vor allem Kinder und Jugendliche vom Sport abwenden. Es kann nicht sein, dass unseren Vereinen ausgerechnet diese vulnerable Gruppe, die in ihrer Entwicklung so stark von regelmäßiger Bewegung und dem sozialen Zusammenhalt im Sport profitiert, durch Corona verloren geht!", sagte LSB-Generalsekretär Christian Dahms.

LSB-Präsident Ulrich Franzen dankte den Mitgliedern für ihre Treue zu ihren Vereinen. "Nun liegt es an der Politik, diese Solidarität bei aktuell sinkenden Corona-Infektionszahlen auch mit praxistauglichen Öffnungsperspektiven zu belohnen", sagte Franzen.

UPDATE, 4. Februar, 15.15 Uhr: Norwegisch-luxemburgische Corona-Variante in Halle nachgewiesen

Eine als norwegisch oder auch luxemburgisch bezeichnete Variante des Coronavirus ist in Halle entdeckt worden. Die Mutation B 1.1.6. sei bei einer Mitarbeiterin des Krankenhauses St. Elisabeth und St. Barbara nachgewiesen worden, teilte Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) am Donnerstag mit. Diese Virusvariante gelte als schneller ansteckend als andere.

Sie sei erstmals Ende 2020 in Luxemburg aufgetreten, sagte Amtsärztin Christine Gröger. Ob der Krankheitsverlauf schwerer ist als bei anderen Varianten sei nicht bekannt.

Die Klinikmitarbeiterin befinde sich in häuslicher Quarantäne. Wo sie sich angesteckt hat, sei noch unklar. Als Konsequenz werde es – bis auf Ausnahmen wie für die Kinderstation – Quarantäneregeln sowie Besuchsverbote für das Krankenhaus geben, erklärte Wiegand.

UPDATE, 4. Februar, 15.10 Uhr: Heimliche Schutzimpfung für 320 Polizisten in Sachsen-Anhalt

320 Polizisten erhielten im Landkreis Stendal heimlich die Corona-Schutzimpfung. (Symbolbild)
320 Polizisten erhielten im Landkreis Stendal heimlich die Corona-Schutzimpfung. (Symbolbild)  © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

Der Landkreis Stendal hat auf eigene Faust und gegen die Vorgaben aus dem Impfplan 320 Polizisten bei der Corona-Schutzimpfung bevorzugt.

Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (58, SPD) bestätigte den Vorgang am Donnerstag im Landtag auf Anfrage des Linken-Politikers Wulf Gallert (57). Sie zeigte sich verärgert und kündigte an, den Landkreis für die nicht abgesprochene Aktion zu ermahnen.

Mehr Infos dazu findet Ihr im aktuellen TAG24-Artikel.

UPDATE, 4. Februar, 11.45 Uhr: Keine Volkszählung 2021 wegen Corona

Wegen Corona findet die nächste Volkszählung in Sachsen erst am 15. Mai 2022 statt. Der in der Regel alle zehn Jahre stattfindende Zensus werde um ein Jahr verschoben, teilte das Statistische Landesamt in Kamenz am Donnerstag mit.

Grund dafür sind die Einschränkungen durch die Corona-Pandemie und deren Auswirkungen auf die Vorbereitung in der öffentlichen Verwaltung.

Ursprünglich sollte zwischen Mai und November erhoben werden, wie viele Menschen im Freistaat leben, wie sie wohnen und arbeiten.

UPDATE, 4. Februar, 10.38 Uhr: Schnelltests für Schüler laut Tullner in Sachsen-Anhalt noch nicht umsetzbar

Sachsen-Anhalt sucht weiterhin nach einfachen und zuverlässigen Schnelltests für Schülerinnen und Schüler. Bildungsminister Marco Tullner (CDU) kündigte am Donnerstag im Landtag ein umfassendes Testkonzept an, sobald geeignete Tests dafür zur Verfügung stehen.

Bislang sei ihm kein Test bekannt, der sowohl aussagekräftig als auch so einfach zu handhaben ist, das Kinder und Jugendliche ihn selbst machen können.

Ende vorigen Jahres hatte das Land bereits 40.000 kostenlose Schnelltests für das Personal an Schulen und Kitas verteilt. Die Lehrerinnen und Lehrer dürften allerdings aus verschiedenen Gründen nicht die Schülerinnen und Schüler testen, sagte Tullner. Für das Personal soll es hingegen ab März wieder Schnelltests geben.

Ab 1. März sollen die Schulen nach wochenlangem Corona-Notbetrieb langsam wieder für den Präsenzunterricht öffnen. Grund- und Förderschüler in Landkreisen mit weniger als 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern und Woche sollen dann wieder täglich in die Schule gehen. Ältere Schüler sollen zunächst in einem Wechselmodell unterrichtet werden.

UPDATE, 3. Februar, 19.59 Uhr: Aktuelle Corona-Zahlen aus Sachsen

Die aktuellen Fallzahlen und Inzidenzwerte aus Sachsen.
Die aktuellen Fallzahlen und Inzidenzwerte aus Sachsen.  © TAG24

UPDATE, 3. Februar, 13 Uhr: Kontaktloser Ausleihservice in Städtischen Bibliotheken erweitert

Die Leipziger Stadtbibliothek bietet an neun Standorten einen kontaktlosen Ausleihservice an. (Archivbild)
Die Leipziger Stadtbibliothek bietet an neun Standorten einen kontaktlosen Ausleihservice an. (Archivbild)  © Ralf Seegers

Seit Mitte Januar konnten an fünf Standorten der Leipziger Stadtbibliothek Medien bestellt und abgeholt werden. Mittlerweile wurde dieses Angebot um vier weitere Stadtteilbibliotheken erweitert, teilte die Stadtverwaltung auf ihrer Webseite mit.

Da es aufgrund der hohen Nachfrage besonders am Hauptstandort am Wilhelm-Leuschner-Platz zu längeren Wartezeiten kommen kann, wird darum gebeten, auch die anderen Standorte zu nutzen. Dazu zählen Gohlis, Paunsdorf, Plagwitz, Südvorstadt, Böhlitz-Ehrenberg, Grünau-Süd, Reudnitz und Schönefeld.

Wie der Service funktioniert, erfahrt Ihr >>>hier.

UPDATE, 3. Februar, 12.11 Uhr: Stadt Leipzig verlängert Alkoholverbot im öffentlichen Raum

Die Stadt Leipzig hat aufgrund der Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung das Alkoholverbot im öffentlichen Raum bis zum 31. März verlängert. Wird sie nicht vorher widerrufen, wird die Allgemeinverfügung mit Ablauf dieses Tages automatisch außer Kraft gesetzt.

Somit ist der Konsum von Alkohol weiterhin in folgenden Bereichen untersagt:

  • gesamter Innenstadtbereich einschließlich Innenstadtring
  • im Bereich von Fußgängerzonen und verkehrsberuhigten Zonen
  • auf öffentlichen Parkplätzen sowie Parkplätzen vor Einkaufszentren sowie Groß- und Einzelhandelsgeschäften
  • auf Spiel- und Sportplätzen
  • vor und an Tankstellen
  • an Haltestellen des öffentlichen Personennahverkehres
  • vor und in Bahnhöfen
  • in öffentlich zugänglichen Parkanlagen

Außerdem ist die Abgabe von alkoholhaltigen Getränken im gesamten Stadtgebiet nur in mitnahmefähigen Behältnissen erlaubt.

UPDATE, 3. Februar, 11.34 Uhr: Köpping sieht noch keine wirkliche Entspannung

Petra Köpping (62, SPD) mahnt auch weiterhin zum sorgsamen Umgang mit der Pandemie.
Petra Köpping (62, SPD) mahnt auch weiterhin zum sorgsamen Umgang mit der Pandemie.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (62, SPD) sieht trotz sinkender Inzidenzwerte in der Corona-Pandemie noch "keine wirkliche Entspannung". Zugleich konstatierte sie am Mittwoch bei einem Lagebericht im Landtag Verbesserungen.

Weitere Informationen findet Ihr im aktuellen TAG24-Artikel.

UPDATE, 2. Februar, 16.55 Uhr: Sachsen-Anhalt will Schulbetrieb ab März wieder hochfahren

Nach wochenlangem coronabedingten Notbetrieb will Sachsen-Anhalt den Schulbetrieb im März wieder hochfahren. Das kündigte Bildungsminister Marco Tullner (52, CDU) am Dienstag nach der Kabinettssitzung an.

In allen Kreisen, in denen in der letzten Schulwoche durchgängig Werte von weniger als 200 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern und Woche gemeldet werden, soll es für Grundschüler wieder täglichen Unterricht in festen Gruppen geben. Dabei wird die Präsenzpflicht jedoch aufgehoben. Ältere Jahrgänge werden aufgeteilt und sollen abwechselnd in der Schule und zuhause lernen.

Damit gelten die gleichen Regeln, die schon einmal am Ende des ersten Lockdowns im April 2020 festgelegt worden waren. In allen Kreisen, in denen es mindestens eine Schulwoche lang am Stück weniger als 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern und Woche gab, solle wieder regulärer täglicher Unterricht für alle möglich sein, sagte Tullner. Zudem will das Land an den Terminen für die Abschlussprüfungen an den Schulen festhalten.

In Sachsen-Anhalt sind Schulen und Kitas bereits seit Mitte Dezember im Notbetrieb. Zumindest für die Schulen will Tullner über die Winterferien im Februar hinaus bis zum Monatsende daran festhalten - so lange gibt es nur für die Abschlussklassen täglichen Präsenzunterricht. Alle anderen lernen mit Aufgaben zuhause. Kinder bis zwölf Jahre haben einen Anspruch auf Notbetreuung.

Formal sollen die neuen Regelungen nächste Woche beschlossen werden. Die Schulleitungen würden bereits jetzt über die Pläne informiert, kündigte Tullner an.

UPDATE, 2. Februar, 16.41 Uhr: Aktuelle Corona-Zahlen aus Sachsen

Die aktuellen Fallzahlen und Inzidenzwerte aus Sachsen.
Die aktuellen Fallzahlen und Inzidenzwerte aus Sachsen.  © TAG24

UPDATE, 2. Februar, 15.20 Uhr: Lockerungen in Sachsen ab 15. Februar denkbar

Sachsen erwägt erste Corona-Lockerungen im aktuellen Lockdown ab dem 15. Februar.

Die schrittweise Öffnung von Schulen und Kitas stehe genauso auf der Tagesordnung wie Einkaufen nach dem Prinzip "Click and Collect" oder die Öffnung von Friseurläden, sagte Vize-Regierungschef Martin Dulig (46, SPD) am Dienstag nach der Kabinettssitzung in Dresden.

Die Nachverfolgbarkeit von Infektionen sei das entscheidende Kriterium.

Mehr Infos dazu >>> hier.

UPDATE, 2. Februar, 15.11 Uhr: Sachsens Gesundheitsministerin sprechen erstmals von Perspektivplan

Die wöchentlichen Impflieferungen haben einen neuen Höchststand erreichte. Sogar Bonus-Dosen treffen inzwischen ein. Gesundheitsministerin Petra Köpping (62, SPD) zufolge arbeite man in Dresden bereits an einer "Perspektivplanung".

Damit werden neben konkreten Terminen für die Lockerung auch sonstige Aussichten formuliert, erklärte Vizeministerpräsident Wolfram Günther (47).

Er bat allerdings um Geduld und Verständnis: "Wir befinden uns in einem Dilemma: Wir können Vieles schlicht nicht voraussehen, verstehen aber die Sehnsucht nach Perspektiven. Das ist menschlich, das ist völlig normal."

Die Perspektivplan werde kein durchgehend fester Fahrplan. Vielmehr zeige er eher Richtungen auf.

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UPDATE, 2. Februar, 14.12 Uhr: Großteil der Novemberhilfen an 3400 Unternehmen ausgezahlt

Drei Wochen nach dem Auszahlungsstart der Novemberhilfen haben etwa 3400 Unternehmen in Sachsen-Anhalt ihre beantragten Novemberhilfen bekommen. An sie zahlte die landeseigene Investitionsbank bisher 52,6 Millionen Euro aus, wie das Wirtschaftsministerium am Dienstag mitteilte.

Insgesamt seien bis Ende Januar rund 4100 Anträge eingereicht worden. Die staatlichen Entschädigungen waren Ende Oktober für jene Betriebe zugesagt worden, die wegen der angeordneten Corona-Einschränkungen schließen mussten.

Die Auszahlung hatte sich mehrfach verzögert, zuletzt wegen technischer Probleme. Deswegen hatte der Bund zunächst nur Abschläge direkt an Unternehmen ausgezahlt, beziehungsweise kleinere Beträge von bis zu 5000 Euro komplett an Soloselbstständige überwiesen. Von dieser Hilfe hätten nach Angaben des Landesministeriums nun 1200 Soloselbstständige in Sachsen-Anhalt im Volumen von 1,6 Millionen Euro profitiert.

Besonders das Gastgewerbe hat die Hilfen des Bundes verstärkt genutzt. Rund 36 der insgesamt mehr als 54 Millionen Euro für Novemberhilfen gingen an Unternehmen aus dem Gastgewerbe. Weitere neun Millionen Euro wurden an Unternehmen aus den Bereichen Kunst, Unterhaltung und Erholung ausgezahlt.

UPDATE, 2. Februar, 11.10 Uhr: Vorsorgeuntersuchung in Pandemie stark zurückgegangen

Der gründliche Check ist laut Katrin Lindner von der TK Landesvertretung Sachsen eine wichtige Vorsorgeuntersuchung.
Der gründliche Check ist laut Katrin Lindner von der TK Landesvertretung Sachsen eine wichtige Vorsorgeuntersuchung.  © Christin Klose/dpa-tmn

In der ersten Coronawelle haben deutlich weniger Menschen in Sachsen Früherkennungs-Untersuchungen in Anspruch genommen.

Im ersten Halbjahr 2020 sei die Anzahl beim Gesundheits-Check-Up im Freistaat im Vergleich zu 2019 um 58 Prozent zurückgegangen, teilte die Techniker Krankenkasse (TK) am Dienstag in Dresden mit. Die Krankenkasse bezieht sich dabei auf die Auswertung ihrer Versicherten. In Sachsen sind derzeit knapp 228.000 Menschen bei der TK versichert.

Auch die Untersuchungen zur Krebsfrüherkennung sind demnach in der ersten Corona-Welle deutlich rückläufig. So wurden laut TK im ersten Halbjahr 2020 23 Prozent weniger Mammografien durchgeführt als im Vergleichszeitraum 2019 und 24 Prozent weniger Vorsorgeuntersuchungen auf Gebärmutterhalskrebs.

Bei den Männer ging die Zahl der Krebsvorsorgeuntersuchungen im Freistaat um neun Prozent zurück.

UPDATE, 2. Februar, 10 Uhr: Inzidenzwert in Sachsen wieder gefallen - 413 neue Corona-Infektionen

Die Gesundheitsämter in Sachsen haben dem Robert Koch-Institut (RKI) am Dienstag 413 neue Corona-Infektionen binnen eines Tages gemeldet. Insgesamt wurden damit seit Ausbruch der Pandemie mehr als 180.600 Corona-Infektionen in Sachsen nachgewiesen, wie aus der Online-Übersicht des Instituts hervorgeht. Zugleich stieg die Zahl der Todesfälle um 78 auf 6367. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb einer Woche wurde mit 119,8 angegeben, vor einer Woche lag diese bei 160,9. Bundesweit liegt dieser Wert derzeit bei 90.

Die Hoffnung ist, dass die Rate bald auf unter 50 gedrückt werden kann. Dann sind die Gesundheitsämter wieder in der Lage, die Kontakte nachzuverfolgen und das Pandemiegeschehen zu kontrollieren. Diese 50er-Grenze hat in Sachsen noch keine der 13 Regionen wieder erreicht. Die geringste Infektionsrate im Freistaat weist den RKI-Zahlen zufolge die Stadt Chemnitz mit 69 auf, die höchste der Landkreis Leipzig mit 193,3.

UPDATE, 1. Februar, 21 Uhr: Laut Haseloff 80.000 weitere Corona-Impfungen bis März in Sachsen-Anhalt

Bis Ende März können in Sachsen-Anhalt weitere 60.000 bis 80.000 Menschen mit voller Schutzwirkung gegen das Coronavirus geimpft werden. Das sagte Ministerpräsident Reiner Haseloff (66, CDU) am Montagabend mit Blick auf die erwarteten Impfstofflieferungen. Damit sei es möglich, "im Wesentlichen" sowohl die Hochbetagten als auch das Personal in Pflegeheimen, Tagespflege, Krankenhäusern, Ambulanzen und Arztpraxen zu versorgen.

Zum Vergleich: Seit dem Start der Impfkampagne Ende Dezember haben 20.000 Männer und Frauen in Sachsen-Anhalt die beiden Impfdosen bekommen, die für eine volle Schutzwirkung nötig sind, 50.000 zumindest eine.

Eine Ausweitung der bisherigen Impfpläne sei mit Blick auf den erwarteten Nachschub nicht möglich, so Haseloff. Nach jetzigem Stand soll es möglich sein, dass impfbereite Sachsen-Anhalter bis zum Ende des Sommers die volle Schutzwirkung bekommen.

Zuvor hatte Haseloff zusammen mit seinen Amtskollegen von Bund und Ländern bei einem sogenannten Impfgipfel über die derzeitige Lage und neue Strategien beraten und sich von den Impfstoffherstellern informieren lassen.

Am Dienstag berät Haseloff mit den Ministerinnen und Ministern des schwarz-rot-grünen Landeskabinetts über die Ergebnisse des Gipfels und den weiteren Umgang mit der Corona-Pandemie. Sachsen-Anhalt gehört trotz leicht sinkender Fallzahlen derzeit zu den am stärksten von der Pandemie betroffenen Bundesländern.

UPDATE, 1. Februar, 17.25 Uhr: Corona-Inzidenz in Sachsen noch immer höher als im Bundesschnitt

In Sachsen stecken sich noch immer mehr Menschen mit dem Coronavirus an als im bundesweiten Schnitt.

Wie das Gesundheitsministerium in Dresden mitteilte, lag die Sieben-Tages-Inzidenz am Montag bei 120,9. Der Wert gibt an, wie viele von 100 000 Einwohnern sich binnen einer Woche infiziert haben. Bundesweit lag er laut Robert Koch-Institut bei 90,9.

Die Hoffnung ist, dass die Rate bald auf unter 50 gedrückt werden kann. Dann seien die Gesundheitsämter wieder in der Lage, die Kontakte nachzuverfolgen und das Pandemiegeschehen zu kontrollieren. Diese 50er-Grenze hat in Sachsen noch keine der 13 Regionen wieder erreicht. Die niedrigste Inzidenz hatte laut Ministerium die Stadt Leipzig mit 66,8.

Zudem wurden am Montag 72 neue Todesfälle gemeldet. Seit Beginn der Pandemie sind in Sachsen 6355 Corona-Patienten gestorben.

UPDATE, 1. Februar, 17.18 Uhr: Aktuelle Corona-Zahlen aus Sachsen

Die aktuellen Fallzahlen und Inzidenzwerte aus Sachsen.
Die aktuellen Fallzahlen und Inzidenzwerte aus Sachsen.  © TAG24

UPDATE, 1. Februar, 16.40 Uhr: Zahlreiche Corona-Kontrollen im Leipziger Stadtgebiet

In der vergangenen Woche hat die Polizei Leipzig bei Kontrollen im Leipziger Stadtgebiet und den Landkreisen insgesamt 414 Verstöße gegen die Corona-Schutz-Verordnung festgestellt. Bei den Kontrollen fehlten am häufigsten die triftigen Gründe zum Verlassen der Wohnungen. Zudem wurde sich mehrfach nicht an die vorgeschriebene zulässige Personenanzahl gehalten.

In der Nacht zum Sonntag beispielsweise löste die Polizei eine Party in einem Jugendclub in Eilenburg mit mehreren Personen auf. Auch am Sonntagnachmittag mussten die Beamten eine Gruppe von acht Personen auflösen, die sich am Leipziger Hauptbahnhof zusammen gefunden hatte.

UPDATE, 1. Februar, 16.23 Uhr: 189 Neuinfektionen in Sachsen-Anhalt – 37 weitere Tote

In Sachsen-Anhalt sind von Sonntag- bis Montagnachmittag 189 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Damit seien 7199 Menschen aktuell infiziert, teilte das Sozialministerium in Magdeburg mit. Binnen der vergangenen sieben Tage wurden 167,49 Neuansteckungen je 100.000 Einwohner bekannt.

Landesweit wurden von Sonntag bis Montag 37 Sterbefälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Insgesamt sind bislang 1797 Menschen mit oder an dem Virus gestorben.

Seit Beginn der Impfungen haben landesweit 50.049 Menschen den ersten Piks bekommen, 20.181 auch schon den zweiten. Am Sonntag waren 314 Impfungen hinzugekommen. Die Impfquote liegt laut Ministerium landesweit bei rund 2,3 Prozent.

UPDATE, 1. Februar, 14.23 Uhr: Medizinische Masken ab sofort Pflicht bei Besuchen im Leipziger Rathaus

FFP2-Masken gehören auch im Leipziger Rathaus ab sofort zum vorgeschriebenen Standard.
FFP2-Masken gehören auch im Leipziger Rathaus ab sofort zum vorgeschriebenen Standard.  © Till Simon Nagel/dpa-tmn

In städtischen Einrichtungen des Rathauses sind Besucher ab sofort verpflichtet, einen medizinischen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Dies teilte die Stadtverwaltung am Montag mit. So solle die Sicherheit der Besucher als auch der Mitarbeiter während der Corona-Pandemie erhöht werden.

Grundlage seien die neue Corona-Schutz-Verordnung sowie die verschärfte Arbeitsschutzverordnung.

Die medizinischen Mund-Nasen-Bedeckungen sollen bis auf Weiteres insbesondere in den Gängen, Fluren, Treppenhäusern und Wartebereichen aller Liegenschaften der Stadtverwaltung getragen werden.

Folgende sowie vergleichbare Standards werden vorgeschrieben:

  • OP-Masken: EN 14683:2005 oder 2014
  • FFP2-Masken: EN149:2001+A1:2009, GB 19083-2010, GB 2626-2006

Die Verordnung zum Tragen einer medizinischen Maske werde an den Gebäudeeingängen kontrolliert.

UPDATE, 1. Februar, 13.35 Uhr: Sachsen erwartet im Februar Impfstoff für etwa 120.000 Menschen

Sachsen rechnet im Februar mit Impfstoff für gut 120.000 Menschen. "Für Biontech wurden Lieferungen über circa
157.000, für Astrazeneca über etwa 74.000 und für Moderna über 13.200 Dosen avisiert"
, teilte das sächsische Sozialministerium am Montag auf Anfrage mit. Insgesamt erwartet man im Freistaat also 244.200 Impfdosen und damit mehr als ursprünglich angekündigt. Nach altem Stand war eine Lieferung von 136.500 Dosen vorgesehen.

Laut Ministerium erfolgten seit Beginn der Impfungen am 27. Dezember 88.576 Erstimpfungen und 16.322 Zweitimpfungen mit dem Impfstoff von Biontech. Bei Moderna waren es seit 22. Januar 1043 Erstimpfungen.

Das Sozialressort stellte klar, dass die Terminvergabe bei den Impfungen aktuell nicht komplett ausgesetzt sei. "Wenn Impfstoffdosen durch mobile Teams oder Impfzentren nicht verimpft wurden und nicht am Abend des gleichen Tages verimpft werden müssen, gehen sofort die entsprechenden Termine in die Terminvergabe des Buchungssystems", hieß es. Wie bisher würden beim Eingang neuer Impfstoffe im Lager die entsprechenden Impftermine im Buchungsportal freigeschaltet. Sollten mehr Impfstoffe kommen, stünden damit auch mehr freie Termine zur Verfügung.

UPDATE, 31. Januar, 16.25 Uhr: Sachsen-Anhalt bleibt Corona-Hotspot

Die Gesundheitsämter in Sachsen-Anhalt haben 368 neue Corona-Fälle gemeldet. Damit entspannt sich die Infektionslage weiterhin leicht. Wie aus einer Übersicht des Gesundheitsministeriums vom Sonntag hervorgeht, steckten sich binnen sieben Tagen rechnerisch 170 von 100.000 Sachsen-Anhaltern nachweislich mit dem Coronavirus an. Vor einer Woche lag die 7-Tage-Inzidenz noch bei 213. Die Zahl der aktiven Fälle sank im gleichen Zeitraum um 1373 auf 7663.

Trotz der Entwicklung bleibt Sachsen-Anhalt ein Hotspot. Im bundesweiten Vergleich ist nur Thüringen stärker betroffen, wie das Robert Koch-Institut (RKI) meldet. Die 7-Tage-Inzidenz ist laut RKI bundesweit mit 90,2 nur noch halb so hoch wie in Sachsen-Anhalt.

Zudem entspannt sich die Lage in den Kliniken nicht im gleichen Maße: Laut Landesgesundheitsministerium müssen derzeit 179 Menschen mit Covid-19-Erkrankungen auf der Intensivstation behandelt werden. Diese Zahl ist seit einer Woche nahezu unverändert.

Obwohl die Inzidenz in Halle inzwischen unter den Landesschnitt gesunken sei, sei die Belegungskurve in den Krankenhäusern relativ stabil, sagte Oberbürgermeister Bernd Wiegand (63, parteilos) am Sonntag. Allein in Halle sind derzeit 35 Intensivbetten mit Covid-19-Patienten belegt. Die Belastungs-Ampeln der Kliniken stehen Wiegand zufolge weiter auf gelb bis rot.

Seit Beginn der Pandemie starben 1760 Männer und Frauen im Land mit einer Corona-Infektion. Von Samstag auf Sonntag wurden 23 weitere Tote gemeldet. Binnen einer Woche stieg die Zahl der Corona-Sterbefälle um knapp 300.

UPDATE, 31. Januar, 12.45 Uhr: Haseloff stellt Osterurlaub in Aussicht

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (66) hält Osterurlaub für möglich, sollte sich die Lage in der Corona-Pandemie entspannen.

Dem "Tagesspiegel" sagte der CDU-Politiker mit Blick auf Reisen und Urlaube zu Ostern: "Wenn wir die Inzidenz weiter drücken, können wir darüber nachdenken, Beherbergungsangebote zu ermöglichen. Als erstes in Ferienwohnungen, wo es keine Ballung von Menschen gibt, dann auch wieder in Hotels."

Sollte die jetzige Entwicklung anhalten, sei das vorstellbar. Die Beherbergungsproblematik müsse aber zur Vermeidung von Verdrängungseffekten gesamtdeutsch diskutiert werden, fügte er hinzu.

Bei möglichen Lockerungen der Corona-Beschränkungen müsse man schauen, "dass viele unverzichtbare Dienstleistungen wieder möglich werden, auch im Sinne der dort beschäftigten Menschen", sagte der Ministerpräsident.

"Wir können also zum Beispiel Friseursalons nicht ewig geschlossen halten, es geht ja auch um Friseure in Altenheimen", sagte der CDU-Politiker. Das Problem sei aber, wenn man mit einem körpernahen Dienstleistungsberuf anfange und andere außen vor lasse, komme man gleich "in rechtlich schwieriges Fahrwasser".

Haseloff forderte ferner Corona-Schnelltests an Grenzen. "Wir haben in Deutschland Hunderttausende von Pendlern - aus einem Risikogebiet ins andere. Wir sind keine Insel, die Grenzen bekommen wir nicht geschlossen, sonst wären auch unsere Heime und Krankenhäuser nicht mehr funktionsfähig", betonte der Ministerpräsident.

UPDATE, 30. Januar, 20.12 Uhr: Corona-Geschehen in Sachsen-Anhalt entspannt sich leicht

In Sachsen-Anhalt entspannt sich die Corona-Lage langsam, allerdings auf vergleichsweise hohem Niveau.

In den vergangenen sieben Tagen infizierten sich rechnerisch 173 von 100.000 Sachsen-Anhaltern nachweislich mit dem Coronavirus, wie das Sozialministerium am Samstag mitteilte. Dieser Wert ging in der vergangenen Woche von Tag zu Tag zurück und hatte vorigen Samstag noch bei 291 gelegen. Den Angaben zufolge machen derzeit schätzungsweise 7700 Männer und Frauen aktiv eine Infektion durch. Das sind 1300 weniger als vor einer Woche.

Allerdings bleibt Sachsen-Anhalt laut Übersicht des Robert Koch-Instituts hinter Thüringen das am zweitstärksten betroffene Bundesland. Im deutschlandweiten Schnitt ist die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern und Woche mit 90,9 deutlich niedriger.

Zudem bleibt die Lage in den Krankenhäusern angespannt. Laut Gesundheitsministerium waren am Samstag 178 Intensivbetten belegt und damit genauso viele wie vor einer Woche. Den Angaben zufolge starben seit Beginn der Pandemie 1751 Menschen in Sachsen-Anhalt mit einer Corona-Infektion. Damit stieg die Zahl der Corona-Toten binnen eines Tages um 22 - und binnen einer Woche um 300.

Trotz der Impfstoffknappheit wird in den Kreisen und kreisfreien Städten weiter geimpft. Bis Freitag waren mehr als 19.100 Männer und Frauen in Sachsen-Anhalt schon mit zwei Dosen des Wirkstoffs und damit der vollen Schutzwirkung versorgt. Das sind 9000 mehr als vor einer Woche, also fast doppelt so viele. Im gleichen Zeitraum stieg die Zahl der Sachsen-Anhalter, die eine der zwei nötigen Impfdosen bekommen haben, um 7570 auf rund 49.310.

UPDATE, 30. Januar, 11.33 Uhr: Rate der Corona-Neuinfektionen in Sachsen weiter über Bundesschnitt

Sachsen liegt bei den Corona-Neuinfektionen immer noch über dem bundesweiten Durchschnitt. Das Robert Koch-Institut bezifferte die Rate der neuen Fälle in sieben Tagen je 100.000 Einwohner am Samstag auf 124,8.

Bundesweit betrug die Sieben-Tages-Inzidenz 90,9.

Von den Höchstwerten im Dezember, als die Inzidenz jenseits der 400er-Marke lag, ist Sachsen aber inzwischen weit entfernt.

Seit Beginn der Pandemie starben im Land 6254 Corona-Patienten.

Ministerpräsident Michael Kretschmer (45) hatte Lockerungen der bisherigen Beschränkungen ab Mitte Februar in Aussicht gestellt - wenn die Corona-Zahlen weiter sinken.

Man könne aber nicht alle Lockerungen auf einmal starten, weil es dann zu viel Mobilität gebe, sagte der CDU-Politiker am Freitagabend bei einem Online-Forum zur Situation in Sachsen.

UPDATE, 30. Januar, 11.25 Uhr: Etwas weniger Schülerinnen und Schüler in der Notbetreuung

Sachsen-Anhalts Schulen haben im Notbetrieb zuletzt etwas weniger Kinder betreut.

Rund 14.200 Schülerinnen und Schüler besuchten zwischen Montag und Freitag im Schnitt die Einrichtungen, wie das Bildungsministerium auf Anfrage mitteilte. Das waren rund 440 weniger als in der Vorwoche. Damit kamen im Schnitt 15,2 Prozent der Kinder, die einen Anspruch auf Notbetreuung haben. Vor einer Woche waren es rund 16 Prozent.

In Sachsen-Anhalt gelten seit dem 25. Januar neue Corona-Regeln. Seither ist als Ausnahme zu den strengen Kontaktregeln erlaubt, dass Familien sich gegenseitig unterstützen. So dürfen seither Kinder bis 14 Jahre aus zwei Familien gemeinsam betreut werden. Das soll arbeitenden Eltern eine Alternative zur Notbetreuung geben, wie Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (58, SPD) zur Begründung sagte.

Vor allem an den Grundschulen nutzten Familien laut Übersicht des Bildungsministeriums die Notbetreuung: Gut 12.460 Kinder waren in der Schule, das entspricht jedem fünften anspruchsberechtigten Grundschulkind.

An den Gymnasien wurden hingegen nur knapp drei Prozent der Schülerinnen und Schüler gezählt, die einen Anspruch auf eine Betreuung im Lockdown hätten.

In Sachsen-Anhalt sind die Schulen seit Mitte Dezember im Notbetrieb. Nur die Abschlussklassen bekommen Präsenzunterricht, alle anderen Jahrgänge Aufgaben. Für Schülerinnen und Schüler bis 12 Jahre besteht jedoch ein Betreuungsanspruch.

Auch an den Kindertageseinrichtungen gibt es nur eine Notbetreuung, die von Eltern beansprucht werden kann, die in systemrelevanten Berufen arbeiten.

Einer Übersicht des Gesundheitsministeriums zufolge war vor einer Woche etwa jedes dritte Kita- oder Hort-Kind in der Notbetreuung.

UPDATE, 29. Januar, 18.41 Uhr: Inzidenz in Sachsen-Anhalt sinkt weiter

Die Corona-Infektionszahlen in Sachsen-Anhalt gehen weiter zurück. Am Freitag erreichte die 7-Tage-Inzidenz - also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche - laut Sozialministerium 181,16 nach 195,69 am Vortag. Das sind die ersten beiden Werte unter 200 seit drei Wochen.

Von Donnerstag- bis Freitagnachmittag wurden laut Ministerium 553 neue Infektionsfälle gemeldet. Darunter sind Fälle der südafrikanischen Coronavirus-Variante, die bei einem Ehepaar im Landkreis Stendal festgestellt worden war. Der Mann war von einem beruflichen Aufenthalt im Ausland zurückgekehrt.

Aktuell sind den Angaben zufolge landesweit 7893 Menschen infiziert. Das Ministerium berichtete zudem von 50 weiteren Sterbefällen in Zusammenhang mit dem Coronavirus. Insgesamt sind bislang 1729 Menschen in Sachsen-Anhalt mit oder an dem Virus gestorben. Insgesamt wurden seit Beginn der Pandemie 51.643 Corona-Fälle im Land erfasst.

Unterdessen sind in Sachsen-Anhalt 183 Intensiv- und Beatmungsbetten mit Covid-19-Patienten belegt; 105 von ihnen werden künstlich beatmet. Seit Pandemiebeginn sind 4705 der Erkrankten in Krankenhäusern behandelt worden.

Seit dem Impfstart haben landesweit 47.953 Menschen die erste Spritze bekommen, 17.014 auch schon die zweite. Allein am Donnerstag waren 1433 Impfungen hinzugekommen. Die Quote für Erstimpfungen liegt laut Ministerium landesweit bei rund 2,18 Prozent.

UPDATE, 29. Januar, 18.27 Uhr: Sachsen-Anhalts Linke fordert wieder mehr Treffen und Austausch in Schulen nach den Ferien

In einem Memorandum hat die Linke unterstützt von Gewerkschaften und Landesschülerrat gefordert, dass es nach den Winterferien wieder mehr Treffen und Austausch in den Schulen geben soll.

"Die Lern- und Arbeitsprozesse und das soziale Miteinander in den Schulen müssen wieder mehr Raum bekommen", hieß es in dem am Freitag veröffentlichten Papier.

Durch die höchst unterschiedlichen Voraussetzungen für das Distanzlernen in den Schulen und in den Familien nehme die Bildungsungerechtigkeit mit jedem Tag zu. "In den Familien, vor allem bei Alleinerziehenden, wachsen Stress und Spannungen, da Homeschooling und berufliche Anforderungen kaum noch vereinbar sind." Die einwöchigen Winterferien enden am 14. Februar. Auch die Grünen hatten kürzlich von Bildungsminister Marco Tullner (52, CDU) einen Stufenplan für einen pandemiesicheren Schulbetrieb gefordert.

Im Memorandum hieß es weiter, für die Schritte des Übergangs müssten Inzidenzwerte festgelegt werden, die sich an den Veröffentlichungen des Robert Koch-Instituts orientieren. Der Prozess müsse für alle planbar werden. Bis ein vollständiger Regelunterricht möglich sei, müsse der Schulbesuch durch Wechselunterricht oder - soweit die Möglichkeiten bestünden - Teilpräsenzunterricht mit Video-Zuschaltung gewährleistet werden.

Beim schrittweisen Übergang zum Präsenzunterricht müssten die ersten Klassenstufen der Grundschulen sowie die Abschluss- und Vorabschlussklassen vorrangig berücksichtigt werden, hieß es. Regelmäßige Schnelltests bei Lehrkräften seien nötig, stichprobenartige bei den Schülerinnen und Schülern.

Die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner machten zudem deutlich: "Nach den Schulschließungen ist Lernen jetzt wichtiger als Prüfen. Auf Klassenarbeiten und deren besondere Gewichtung soll in diesem Schuljahr verzichtet werden, Rückmeldungen über Lernfortschritte sind auf vielen Wegen möglich."

Es solle mehr Spielraum bei den Versetzungsentscheidungen geben und "faire Bedingungen für die zentralen schriftlichen Prüfungen". Dazu zählten, neben der Verlängerung der Lernzeit durch eine Verschiebung des Prüfungszeitpunktes, vor allem längere Bearbeitungszeiten in den Prüfungen und eine größere Breite an Wahlaufgaben.

UPDATE, 29. Januar, 17.15 Uhr: Weiter hohe Corona-Infektionszahlen in Sachsen - 6247 Todesfälle

Sachsen hat auch in der letzten Januarwoche mit hohen Corona-Infektionszahlen zu kämpfen. Am Freitagnachmittag meldete das Gesundheitsministerium 830 nachgewiesene Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Die Zahl der Todesfälle stieg um 105 auf insgesamt 6247. Insgesamt sind nun 179.163 nachgewiesene Infektionen mit dem Coronavirus in Sachsen erfasst.

Das Robert Koch-Institut gab die Wocheninzidenz am Freitag für Sachsen mit 131 an. Damit lag der Wert etwas über dem des Vortages. Im Vergleich mit dem bundesweiten Durchschnitt hat Sachsen noch immer deutlich mehr Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Für ganz Deutschland lag der Wert am Freitag bei 94.

Am geringsten ist das Infektionsgeschehen laut RKI derzeit in Chemnitz mit einer Inzidenz von 62, am höchsten im Landkreis Mittelsachsen mit 213.

UPDATE, 29. Januar, 16.41 Uhr: Aktuelle Corona-Zahlen aus Sachsen

Die aktuellen Fallzahlen und Inzidenzwerte aus Sachsen.
Die aktuellen Fallzahlen und Inzidenzwerte aus Sachsen.  © TAG24

UPDATE, 29. Januar, 16 Uhr: Ehepaar in der Altmark mit südafrikanischer Coronavirus-Variante

Nach der Rückkehr von einem dienstlichen Auslandsaufenthalt ist bei einem Mann aus der Altmark die südafrikanische Variante des Coronavirus festgestellt worden. Auch seine Frau sei damit infiziert, teilte der Landkreis Stendal am Freitag mit. Beide seien in Quarantäne.

Die südafrikanische Variante war auch schon bei zwei Menschen aus Halle nachgewiesen worden, wie vor rund einer Woche bekanntwurde. Es waren die ersten beiden Fälle der Virus-Mutationen im Land gewesen. Die Variante steht im Verdacht, ansteckender zu sein als die bisher vorherrschende Variante des Coronavirus Sars-CoV-2.

UPDATE, 29. Januar, 15.30 Uhr: Leipzig-Marathon auch 2021 abgesagt

Der Leipzig-Marathon findet aufgrund der Coronavirus-Pandemie auch 2021 nicht statt. Das teilte der Veranstalter am Freitag mit. Ursprünglich sollte der Marathon wie üblich im April durchgeführt werden.

Durch die frühe Absage würden sich finanzielle Belastungen für den Veranstalter in Grenzen halten. Bereits angemeldete Teilnehmer erhalten ihr Startgeld zurück. Stattdessen soll der Marathon, für den man sich ab 1. Februar anmelden kann, virtuell stattfinden.

"Wir haben in den vergangenen Monaten intensiv an einem Hygienekonzept gearbeitet, mit dem wir viele Abläufe der Veranstaltung so kontaktlos wie möglich gestaltet hätten. Jedoch ist im Moment keine verlässliche Prognose darüber möglich, ob die entsprechenden Verordnungen eine Austragung am 18. April überhaupt zulassen. Daher mussten wir nun diesen Schritt gehen", sagte Michael Mamzed, Geschäftsführer des Veranstalters Stadtsportbund Leipzig.

UPDATE, 29. Januar, 15.20 Uhr: Corona-Testambulanz des UKL bald nur noch vormittags geöffnet

Da die Besucherzahlen in der Corona-Testambulanz des Universitätsklinikums Leipzig (UKL) in den vergangenen Tagen zurückgegangen sind, werden ab dem 2. Februar die Öffnungszeiten reduziert.

Ab Dienstag, 2. Februar, gelten dann folgende Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 8 bis 12 Uhr.

UPDATE, 29. Januar, 14.55 Uhr: Starker Rückgang der Zahl der Studienanfänger in Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt haben im Sommersemester 2020 rund 41 Prozent weniger Menschen ein Studium aufgenommen als im Vorjahr.

Nach Angaben des Statischen Bundesamts haben 712 Studierende erstmals ein Studium in dem Bundesland begonnen. Im Vorjahreszeitraum waren es demnach mehr als 960 Erstsemester.

Auch deutschlandweit verzeichnete das Statistische Bundesamt einen Rückgang bei den Studienanfängern: Im Sommersemester 2020 nahmen insgesamt rund 71.600 Studierende erstmals ein Studium an einer deutschen Hochschule auf, 8000 weniger als im Sommersemester 2019. Es bestehe ein Zusammenhang zwischen dem Rückgang und der Corona-Pandemie, hieß es. So begannen etwa deutlich weniger ausländische Studierende ein Studium.

Auch in Sachsen-Anhalt macht sich der Rückgang besonders bei den ausländischen Studienanfängern bemerkbar. Laut Statistik nahmen 514 ausländische Studierende ein Studium im Sommersemester 2020 in Sachsen-Anhalt auf, rund 450 weniger als im Vorjahr.

Trotz der Pandemie ist aber die Zahl aller Studierenden an deutschen Hochschulen gestiegen. 2.723.100 Studierende waren im Sommersemester 2020 an einer Hochschule in Deutschland eingeschrieben. Das waren 0,8 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

UPDATE, 29. Januar, 12.25 Uhr: Britische Corona-Mutation erreicht Leipzig

Nachdem in Sachsen vergangene Woche erstmals die südafrikanische Corona-Variante festgestellt wurde, ist nun auch die britische Corona-Mutation in Leipzig nachgewiesen worden.

Mehr Infos zum Thema findet Ihr >>>hier.

UPDATE, 29. Januar, 10.25 Uhr: Leipziger Buchmesse erneut abgesagt!

Statt Lesungen und Veranstaltungen auf dem Messegelände wird eine digitale Variante für ein Lesefest vorbereitet. (Archivbild)
Statt Lesungen und Veranstaltungen auf dem Messegelände wird eine digitale Variante für ein Lesefest vorbereitet. (Archivbild)  © Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa

Die Leipziger Buchmesse wird wegen der Corona-Pandemie erneut abgesagt.

Nach dpa-Informationen wird stattdessen eine digitale Variante für ein Lesefest vorbereitet.

Ursprünglich war der Termin vom März in den Mai verlegt worden.

Weitere Informationen zum Thema findet Ihr >>>hier.

UPDATE, 29. Januar, 9.51 Uhr: Saisonauftakt im Leipziger Scheibenholz erst im Juni

Der Galopp-Renntag wurde vom 1. Mai auf den 5. Juni 2021 verschoben.
Der Galopp-Renntag wurde vom 1. Mai auf den 5. Juni 2021 verschoben.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Der traditionsreiche Galopp-Renntag am 1. Mai im Leipziger Scheibenholz findet nicht statt. Das berichtete die "Leipziger Volkszeitung" am Freitag.

"Es gibt es im Dachverband Deutscher Galopp den Beschluss, dass bis zum 12. Juni keine Parallelveranstaltungen stattfinden dürfen. Am 1. Mai sind in München Gruppen-Rennen geplant, das hat den Vorzug vor uns bekommen. Wir starten in Leipzig am 5. Juni mit Listen-Rennen", sagte Alexander Leip. Der Chef der Scheibenholz GmbH hofft, dass zur Veranstaltung Anfang Juni wieder Zuschauer zugelassen sind.

Ein weiterer Renntag in Leipzig ist für den Oktober geplant.

UPDATE, 28. Januar, 19.23 Uhr: Inzidenz wieder unter 200 in Sachsen-Anhalt – 50 weitere Todesfälle

Die Infektionszahlen in Sachsen-Anhalt sind weiter auf vergleichsweise hohem Niveau, gehen aber spürbar zurück. Am Donnerstag erreichte die 7-Tage-Inzidenz laut Sozialministerium 195,69 Das war erstmals seit drei Wochen wieder ein Wert unter 200. Zuletzt war am 7. Januar ein Wert von 190,32 gemeldet worden.

Bundesweit hatte die Sieben-Tage-Inzidenz am Donnerstag laut Robert Koch-Institut mit 98 erstmals seit längerer Zeit wieder unter 100 gelegen. Seit Weihnachten hätten sich damit die Infektionszahlen halbiert.

In Sachsen-Anhalt waren von Mittwoch- bis Donnerstagnachmittag 709 neue Corona-Infektionen gemeldet worden, wie das Sozialministerium in Magdeburg weiter mitteilte. Aktuell seien 8032 Menschen infiziert. Das Ministerium berichtete zudem von 50 weiteren Sterbefällen in Zusammenhang mit dem Coronavirus. Alles in allem sind bislang 1679 Menschen in Sachsen-Anhalt mit oder an dem Virus gestorben. Insgesamt wurden seit Beginn der Pandemie 51.086 Corona-Fälle im Land erfasst.

UPDATE, 28. Januar, 16.50 Uhr: DRK Sachsen-Anhalt bildet Soldaten für Corona-Schnelltest aus

Für Corona-Schnelltests hat das DRK in Sachsen-Anhalt mit der Schulung von Bundeswehrsoldaten begonnen. Wie das DRK am Donnerstag in Magdeburg mitteilte, haben sieben Soldaten an der Schulung teilgenommen. Diese könnten nach dem zweistündigen Kurs zur Unterstützung in Pflegeheimen eingesetzt werden.

Unterrichtet worden seien unter anderem das Anlegen von Schutzbekleidung sowie die Abnahme der Antigen-Schnelltests. Nach dem Seminar helfen sie in Pflegeeinrichtungen des Landkreises Wittenberg.

"Die Unterstützung durch die Bundeswehr ist ein wichtiges Signal für die Pflege", sagte DRK-Landesgeschäftsführer Carlhans Uhle. Das Bildungswerk des DRK Landesverbandes und die Bundeswehr seien wegen weiterer Einweisungen für Schnelltests im Gespräch.

Das DRK hat der Bundesregierung zugesagt, die Schulung von rund 7000 Bundeswehr-Angehörigen sowie 7000 Freiwilligen zu übernehmen. Diese sollen die Soldaten nach drei Wochen bei ihrem Einsatz in den Pflegeheimen ablösen.

UPDATE, 28. Januar, 16.40 Uhr: Aktuelle Corona-Zahlen aus Sachsen auf einen Blick

Die aktuellen Fallzahlen und Inzidenz-Werte aus Sachsen.
Die aktuellen Fallzahlen und Inzidenz-Werte aus Sachsen.  © TAG24

UPDATE, 28. Januar, 15.05 Uhr: Bergzoo Halle ab Freitag wieder geöffnet

Der Bergzoo Halle, der seit Mitte Dezember aufgrund der Corona-Pandemie geschlossen ist, wird am morgigen Freitag wieder für Besucher öffnen.

Dennoch wurden einige Regeln aufgestellt: Es dürfen sich maximal 600 Personen gleichzeitig im Zoo befinden, ein Mund-Nasen-Schutz muss jederzeit getragen werden. Alle Tickets können online sowie an der Kasse tagesgebunden erworben werden und weisen eine feste Einlasszeit aus. Zusätzlich werden die Besucher durch ein elektronisches System gezählt.

Die Tierhäuser, Streichelgehege und das Restaurant bleiben geschlossen. Essen kann man sich an den Imbissen holen. Der Zoo ist täglich von 9 bis 17 Uhr geöffnet.

UPDATE, 28. Januar, 13.25 Uhr: 2021 keine Landwirtschaftsschau agra in Leipzig

Die agra Landwirtschaftsausstellung 2021 in Leipzig findet nicht statt. Wegen der anhaltend unsicheren Lage im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie sagten die Veranstalter mit Bedauern die Messe laut Mitteilung vom Donnerstag ab.

Es sei nicht möglich, sie unter den aktuellen Bedingungen "in einer für die Aussteller und Besucher angemessenen Form" durchzuführen. Sie soll nun vom 21. bis 24. April 2022 stattfinden.

Die agra ist im Zweijahresrhythmus traditioneller Treffpunkt der mittel- und ostdeutschen Landwirtschaft im Frühjahr mit je rund 50.000 Besuchern.

UPDATE, 28. Januar, 11.24 Uhr: Corona-Inzidenzwert in Sachsen nimmt weiter ab

In Sachsen ist die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen weiter zurückgegangen. Das Robert Koch-Institut (RKI/Berlin) gab den sogenannten Inzidenzwert am Donnerstagmorgen mit 130 an.

Am Vortag lag dieser laut Dashboard noch bei 141, Anfang dieser Woche bei 171. Bundesweit beträgt der Wert aktuell 98 (Stand: 28.1., 0 Uhr).

Sachsen war lange Zeit Hotspot der Pandemie in Deutschland. Inzwischen liegen die Länder Thüringen (174), Sachsen-Anhalt (174) und Brandenburg (151) in der Sieben-Tage-Inzidenz darüber.

Laut RKI-Übersicht sind 177.121 Corona-Infektionen seit Pandemie-Beginn im März 2020 in Sachsen nachgewiesen, das sind knapp 1200 mehr als tags zuvor.

Die Zahl der Menschen, die mit oder an Corona starben, erhöhte sich gegenüber dem Vortag um 88 auf 6002.

UPDATE, 28. Januar, 11.20 Uhr: Telefonseelsorge in der Krise stark gefragt

Das Alleinsein im Lockdown, die Sorge vor dem Jobverlust - Corona zeigt sich auch bei der Telefonseelsorge: Die Nachfrage nach Angeboten der Telefonseelsorge in Sachsen-Anhalt ist im ersten Jahr der Pandemie deutlich gestiegen.

Weitere Infos zum Thema findet Ihr >>>hier.

UPDATE, 27. Januar, 20.08 Uhr: Mehr als 50.000 Infizierte seit Pandemiebeginn in Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt sind seit Beginn der Pandemie 50.356 Corona-Fälle erfasst worden. Die Zahl stieg von Dienstag bis Mittwochnachmittag um 792 Corona-Neuinfektionen. Damit seien 8089 Menschen aktuell infiziert, teilte das Sozialministerium in Magdeburg mit.

In den vergangenen sieben Tagen wurden 204,67 Neuansteckungen je 100.000 Einwohner bekannt. Landesweit wurden von Dienstag bis Mittwoch 47 Sterbefälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Insgesamt sind bislang 1630 Menschen mit oder an dem Virus gestorben.

Unterdessen sind in Sachsen-Anhalt 181 Intensiv- und Beatmungsbetten mit Covid-19-Patienten belegt, 105 von ihnen werden künstlich beatmet. Seit Pandemiebeginn sind 4525 der Erkrankten in Krankenhäusern behandelt worden.

Seit Beginn der Impfungen haben landesweit 44.745 Menschen den ersten Piks bekommen, 14.730 auch schon den zweiten. Allein am Dienstag waren 1225 Impfungen hinzugekommen. Die Quote für Erstimpfungen liegt laut Ministerium landesweit bei rund 2 Prozent

UPDATE, 27. Januar, 15.29 Uhr: Theater der Altmark in Sachsen-Anhalt bis Ende März geschlossen, Magdeburg bis Ostern

Das Theater der Altmark stellt seinen Betrieb in der Corona-Krise bis einschließlich 31. März ein.

Die Entscheidung sei gefallen, weil es wegen der geltenden Corona-Einschränkungen einfach keine Planungssicherheit gebe, teilte das Theater am Mittwoch in Stendal mit. Das "kurzfristige Hoch- und Runterfahren" mache den Betrieb eines Landestheaters mit Gastspielverpflichtungen unmöglich, hieß es.

Auch das Theater Magdeburghat bereits angekündigt, bis einschließlich Ostern keine Vorstellungen zu geben. Der Probenbetrieb für alle Sparten finde deshalb ab 11. Februar nur noch "sehr eingeschränkt" statt, hieß es in einer Mitteilung vom Dienstag.

UPDATE, 27. Januar, 14.45 Uhr: Aktuelle Corona-Zahlen aus Sachsen

Die aktuellen Fallzahlen und Inzidenz-Werte aus Sachsen.
Die aktuellen Fallzahlen und Inzidenz-Werte aus Sachsen.  © TAG24

UPDATE, 27. Januar, 14.45 Uhr: Magdeburger Impfzentrum startet am 1. Februar - eigene Terminvergabe

Das Impfzentrum in Magdeburg nimmt am 1. Februar seinen Betrieb auf - für die Corona-Schutzimpfungen aller Menschen ab 80 Jahre. In dem Zentrum in der Messehalle drei soll an allen Wochentagen zwischen 8 und 12 Uhr außer mittwochs geimpft werden, sagte die Leiterin des Aufbaustabes Impfen in der Stadt Magdeburg, Simone Borris, am Mittwoch.

In Sachen Terminvergabe für das Impfzentrum setze Magdeburg auf eine eigene Lösung, die vom Land abgesegnet sei. So seien Termine >>>hier von diesen Donnerstag (13 Uhr) an zunächst für die gesamte nächste Woche buchbar.

Borris zufolge sollen die Senioren beim Verlassen des Impfzentrums auch gleich einen Termin für die Zweitimpfung bekommen. "Nach 21 Tagen und wenn zur gleichen Uhrzeit", so Borris. So lasse sich das am besten in den künftigen Impfzentrumsbetrieb eingliedern.

UPDATE, 27. Januar, 13.30 Uhr: 200.000 medizinische Masken für Menschen in finanzieller Not

Über die Tafeln für Bedürftige stellt Sachsen-Anhalt 200.000 medizinische Mund-Nasen-Schutzmasken für Menschen in finanzieller Not zur Verfügung. Sozialministerin Petra Grimm-Benne (58, SPD) werde die dreilagigen Einwegmasken am Donnerstag in Magdeburg übergeben. Die Tafeln sollen sie an Menschen weiterreichen, die etwa Grundleistungen oder Kleinstrenten beziehen.

"Die Verteilung von 200.000 Masken an Menschen in Not durch die Tafeln ist ein wichtiger Schritt der Solidarität", erklärte die Ministerin. "Wir sind im intensiven Austausch mit dem Bund, um weitere Schritte folgen zu lassen. Menschen müssen unabhängig vom Geldbeutel vor Infektionsgefahren geschützt werden."

UPDATE, 27. Januar, 11.40 Uhr: Corona-Inzidenzwert in Sachsen weiter rückläufig

Die Dynamik in der Ausbreitung der Corona-Pandemie lässt in Sachsen weiter nach. Am Mittwoch gab das Robert Koch-Institut (RKI) die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in den vergangenen sieben Tagen mit 141,0 an. Am Vortag hatte sie noch bei 160,9, am Montag bei 171 gelegen. Bundesweit waren es am Mittwoch 101,0. Nach Ansicht von Experten braucht es einen Wert von weniger als 50, um die Kontaktnachverfolgung komplett zu ermöglichen.

Sachsen war lange Zeit Hotspot der Pandemie in Deutschland. Inzwischen liegen die Länder Thüringen (184,4), Sachsen-Anhalt (181,7) und Brandenburg (150,7) in der Sieben-Tage-Inzidenz vor Sachsen. Die höchste Inzidenz bei einzelnen Landkreisen im Freistaat gab es am Mittwoch in Mittelsachsen mit 220,0.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums starben in Sachsen von Montag auf Dienstag weitere 123 Menschen an oder mit dem Coronavirus. Damit erhöhte sich die Zahl der Toten auf 5914. Seit Beginn der Pandemie wurden insgesamt 175.936 Infektionsfälle durch Labortests bestätigt.

UPDATE, 26. Januar, 17.30 Uhr: Polizei will im Burgenlandkreis verstärkt kontrollieren

Die Polizei im Burgenlandkreis (Sachsen-Anhalt) will mit dem Inkrafttreten der nächtlichen Ausgangsbeschränkungen am Dienstag verstärkt deren Einhaltung kontrollieren. In welchem Umfang Kontrollen geplant sind, ließ ein Sprecher der Polizeidirektion im Burgenlandkreisallerdings offen.

Der Burgenlandkreis weist die bundesweit höchste Sieben-Tage-Inzidenz auf. Nach Daten des Kreises lag sie am Dienstag bei 405 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Um das Infektionsgeschehen in den Griff zu bekommen, sollen nun Ausgangsbeschränkungen zwischen 21 und 6 Uhr gelten.

Durch sie ist unter anderem das Spazieren oder Sport an der frischen Luft in diesem Zeitraum verboten. Ausnahmen gelten für den Arbeitsweg, die Pflege von unterstützungsbedürftigen Personen und das Gassi-Gehen mit dem Hund. Um sicherzugehen, dass die Leute sich vor 21 Uhr wieder zu Hause einfinden, sollen die Supermärkte bereits um 20.30 Uhr schließen.

UPDATE, 26. Januar, 16.58 Uhr: Gesundheitsministerium meldet 123 weitere Corona-Todesfälle

In Sachsen sind binnen eines Tages weitere 123 Menschen an oder mit dem Coronavirus gestorben. Damit erhöhte sich die Zahl der Todesopfer auf 5914, wie das Sozialministerium am Dienstag mitteilte.

Seit Beginn der Pandemie seien 175.936 Infektionsfälle durch Labortests bestätigt worden, das sind 742 mehr als am Vortag. 2144 Patienten mit einer Covid-19-Erkrankung befinden sich derzeit im Krankenhaus, 419 davon auf der Intensivstation. Nach Angaben von Sozialministerin Petra Köpping (SPD) gibt es aktuell 1120 freie Betten, auf Intensivstationen sind es 100.

Das Robert Koch-Institut gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb einer Woche am Dienstag für Sachsen mit 160,9 an, bundesweit waren es 107,6. Am Montag lag dieser Wert für Sachsen noch bei 171.

UPDATE, 26. Januar, 16.48 Uhr: Die aktuellen Corona-Zahlen in Sachsen auf einen Blick

Die aktuellen Fallzahlen und Inzidenzwerte aus Sachsen.
Die aktuellen Fallzahlen und Inzidenzwerte aus Sachsen.  © TAG24

UPDATE, 26. Januar, 16.05 Uhr: Regelmäßige Impftermine erst wieder ab März

Wegen der derzeit eingeschränkten Lieferung des Corona-Impfstoffes gibt es in Sachsen nur sehr vereinzelt individuelle Termine in den Impfzentren.

Auf die 13 Impfzentren werden in dieser Woche lediglich 615 Impfdosen verteilt, wie das Deutsche Rote Kreuz (DRK) am Dienstag mitteilte.

Ab März sollen wieder regelmäßig Termine in den Impfzentren angeboten werden.

Die genauen Hintergründe zum Thema erfahrt Ihr >>>hier.

UPDATE, 26. Januar, 15.25 Uhr: Erste Lockerungen in Halle

Auf dem Hallenser Marktplatz darf ab Mittwoch wieder derWochenmarkt für Lebensmittelhändler öffnen.
Auf dem Hallenser Marktplatz darf ab Mittwoch wieder derWochenmarkt für Lebensmittelhändler öffnen.  © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

Angesichts eines abflauenden Infektionsgeschehens in der Corona-Pandemie will die Stadt Halle erste Lockerungen der städtischen Maßnahmen vornehmen. Am Mittwoch werde der Wochenmarkt für Lebensmittelhändler wieder öffnen, sagte Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) am Dienstag. Abstandsregeln und das Tragen einer Mund-Nasen-Maske seien aber weiterhin verpflichtend.

Eine Aufhebung des 15-Kilometer-Bewegungsradius komme frühestens am Freitag in Frage, sagte Wiegand. Die Eindämmungsverordnung des Landes enthalte eine "zwingende Bestimmung" wonach die Maßnahme aufzuheben sei, sobald fünf Tage die Inzidenz unter 200 Neuinfektionen pro
100.000 Einwohner in den vergangene sieben Tagen liege. Allerdings richte sich diese Norm nach den Werten des Robert-Koch-Instituts. Die Werte des RKI weichen mitunter von den Zahlen der Stadt ab.

Am Freitag solle außerdem der Bergzoo wieder öffnen, betonte Wiegand. Ein Tag sei für die finalen Vorbereitungen der Wiedereröffnung nötig, erklärte er. Es gelte eine Maskenpflicht. Maximal 600 Besucher dürften zudem nur gleichzeitig auf dem Zoogelände unterwegs sein. Der Zooladen und die Tierhäuser bleiben weiterhin geschlossen. Ein Imbiss wird nach Aussage Wiegands für den Mitnehm-Verkauf öffnen.

UPDATE, 26. Januar, 14.35 Uhr: In Sachsen fallen mehr Männer Corona zum Opfer

Der Corona-Pandemie sind in Sachsen im vergangenen Jahr mehr Männer als Frauen zum Opfer gefallen.

Nach Angaben des Sozialministeriums vom Dienstag waren unter den 3403 Menschen, die bis 4. Januar an oder mit einer Covid-19-Erkrankung starben, 1768 Männer und 1635 Frauen. Der Anteil Verstorbener an allen Infizierten (141.060) lag bis zu diesem Zeitpunkt bei 2,4 Prozent.

Der jüngste Covid-19-Tote wurde nur 25 Jahre alt, der älteste 106. Die häufigsten Todesfälle gab es in der Altersgruppe zwischen 80 und 89 Jahren - insgesamt betraf das 1670 Frauen und Männer. Die meisten Todesopfer waren bis zum Stichtag in den Landkreisen Görlitz (460), Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (415) und Erzgebirgskreis (412) zu beklagen.

Mit Stand Montag stieg die Zahl der Todesfälle im Freistaat auf 5791 und Anzahl der nachgewiesenen Infektionen auf 175.194.

UPDATE, 26. Januar, 14.30 Uhr: Sachsen passt Corona-Schutz-Verordnung an

Sachsen hat wie erwartet seine Corona- Schutzverordnung angepasst. Größere Änderungen im Vergleich zur bisherigen Praxis gibt es nicht.

Neu ist beispielsweise die Verpflichtung von Arbeitgebern, ihren Beschäftigten Homeoffice anzubieten - wenn dem keine besonderen Gründe entgegenstehen, erklärte Sozialministerin Petra Köpping (62, SPD) am Dienstag nach der Kabinettssitzung in Dresden. In Gottesdiensten soll nicht mehr gesungen werden.

Medizinischer Mund- und Nasenschutz ist im Einzelhandel, im Nahverkehr, in Gesundheitseinrichtungen und Kirchen vorgeschrieben.

Mehr Infos sowie alle weiteren Änderungen findet Ihr >>> hier.

Im Einzelhandel und im öffentlichen Nahverkehr sind ab Donnerstag nur noch medizinische Mund-Nasen-Bedeckungen erlaubt.
Im Einzelhandel und im öffentlichen Nahverkehr sind ab Donnerstag nur noch medizinische Mund-Nasen-Bedeckungen erlaubt.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

UPDATE, 26. Januar, 11.59 Uhr: Sachsen-Anhalt importierte 2020 Impfstoffe für knapp 14,2 Millionen Euro

Zwischen Januar und November 2020 hat Sachsen-Anhalt Impfstoffe für Menschen im Wert von knapp 14,2 Millionen Euro importiert. Das waren nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Halle vom Dienstag 1,4 Prozent mehr als 2019.

Die meisten Impfdosen seien aus Belgien, Frankreich und der Slowakei nach Sachsen-Anhalt geliefert worden.

Exportiert wurden in dem Zeitraum laut Statistik Impfstoffe im Wert von rund 1,23 Millionen Euro - und das fast ausschließlich in die Vereinigten Staaten (98,9 Prozent). Hier habe es im Vergleich zu 2019 eine Steigerung um mehr als 4000 Prozent gegeben, denn im Vorjahreszeitraum betrug das Ausfuhrvolumen lediglich 29.000 Euro. Warum der Anstieg so immens ist, lässt sich laut einer Sprecherin des Statistischen Landesamtes "momentan nicht weiter untersetzen." Ein Corona-Zusammenhang "sei zu vermuten, mehr aber auch nicht."

Sie verwies darauf, dass erst nach November 2020 statistisch eine neue Warenuntergruppe für Impfstoffe mit Corona-Bezug eingeführt worden sei.

UPDATE, 26. Januar, 11.22 Uhr: Corona-Pandemie lässt Zahl der Erwerbstätigen in Sachsen-Anhalt sinken

Die Corona-Pandemie hat die Zahl der Erwerbstätigen in Sachsen-Anhalt im Jahr 2020 auf den niedrigsten Stand seit der deutschen Wiedervereinigung sinken lassen. Demnach gingen im vergangenen Jahr landesweit 990.100 Menschen einer Erwerbstätigkeit nach - 1,5 Prozent weniger als 2019, wie das Statistische Landesamt in Halle am Dienstag mitteilte.

Die coronabedingten Einschränkungen hätten zu Beschäftigungsverlusten in fast allen Wirtschaftsbereichen geführt, hieß es. Den mit 3,9 Prozent größten Rückgang der Erwerbstätigenzahl habe es im Bereich Finanz-, Versicherungs- und Unternehmensdienstleister gegeben. Dort waren im vergangenen Jahr 143.300 Menschen tätig (2019: 149 100).

Auch im Grundstücks- und Wohnungswesen, der Land- und Forstwirtschaft, im produzierenden Gewerbe sowie im Handel nahm die Zahl der Erwerbstätigen nach Angaben der Statistiker ab. Einzig in den Bereichen öffentliche und sonstige Dienstleister, Erziehung, Gesundheit und private Haushalte habe es einen Zuwachs von 0,1 Prozent gegeben. Hier hätten 2020 insgesamt 339 800 Erwerbstätige ihren Arbeitsort im Land gehabt.

Bundesweit sei die Erwerbstätigenzahl 2020 um 1,1 Prozent (477 000) auf 44,8 Millionen gesunken. Damit endete den Angaben zufolge aufgrund der Corona-Krise der mehr als 14 Jahre anhaltende Anstieg der Erwerbstätigkeit in Deutschland. Alle Bundesländer seien von dem Rückgang betroffen, hieß es.

Die Daten stammen aus vorläufigen Berechnungen des Arbeitskreises "Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder".

UPDATE, 25. Januar, 17.55 Uhr: Kabinett beschließt neue Corona-Regeln für Sachsen

Sachsen will seine Regeln zur Eindämmung der Corona-Pandemie an manchen Stellen nachschärfen. Dafür will das Kabinett am Dienstag in Dresden (13 Uhr) die neue Landesverordnung beschließen. Voraussichtlich zum Ende der Woche soll die neue Corona-Schutzverordnung in Kraft treten.

Bereits in der vergangenen Woche hatte Regierungschef Michael Kretschmer (CDU) angekündigt, dass nach den Bund-Länder-Beschlüssen im Freistaat nur wenig nachjustiert werden soll.

So soll etwa das Tragen medizinischer Masken im öffentlichen Nahverkehr sowie beim Einkaufen in Sachsen zur Pflicht werden – dazu zählen dann OP-Masken oder Filtermasken der Schutzklasse FFP2.

Zudem sollen Schulen und Kitas bis Mitte Februar weitgehend geschlossen bleiben.

UPDATE, 25. Januar, 17.50 Uhr: 417 Neuinfektionen und 58 weitere Sterbefälle in Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt sind binnen eines Tages 417 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Die Zahl der Infizierten lag damit Montagnachmittag bei 8650, wie das Sozialministerium in Magdeburg mitteilte. Die Sieben-Tage-Inzidenz erreichte demnach einen Wert von 215,28 und lag damit nur geringfügig über den am Vortag gemeldeten 213,78. Das war die geringste Zahl von Ansteckungen je 100.000 Einwohner und sieben Tage der vergangenen zwei Wochen gewesen.

Bundesweit war Sachsen-Anhalt laut Robert Koch-Institut mit Erhebungszeitpunkt Mitternacht dennoch negatives bundesweites Schlusslicht beim Infektionsgeschehen.

Laut Sozialministerium wurden von Sonntag bis Montag 58 neue Sterbefälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus bekannt. Die Summe seit Beginn der Pandemie erhöhte sich damit auf 1520.

Die mit Abstand höchste Inzidenz im Land hatte am Montag laut Ministerium der Burgenlandkreis mit einer Inzidenz von 460,73. Das RKI führte den Landkreis als den mit der höchsten Inzidenz bundesweit.

UPDATE, 25. Januar, 17.10 Uhr: Hundefriseure in Sachsen-Anhalt dürfen wieder arbeiten

Seit dem heutigen Montag dürfen im Harzkreis Hundefriseure ihre Tätigkeit wieder aufnehmen.
Seit dem heutigen Montag dürfen im Harzkreis Hundefriseure ihre Tätigkeit wieder aufnehmen.  © Matthias Bein/dpa-Zentralbild/dpa

In Sachsen-Anhalt dürfen Hundesalons seit Montag ihre Arbeit unter bestimmten Bedingungen wieder aufnehmen. Es gebe bereits viele Nachfragen von Hundehaltern, sagte Silke Conrad vom Salon "Hot Dog's" im Oberharzer Ortsteil Rübeland.

Der Kontakt zwischen Menschen wird ihren Angaben nach bei der Behandlung der Tiere komplett vermieden: Die Hunde werden kontaktlos außerhalb des Friseurs in einem Laufstall abgegeben, die Bezahlung läuft als Überweisung oder per Karte. Den Salon selber dürfen die Besitzer nicht betreten.

Das sei auch in der Begründung zur aktuellen Corona-Eindämmungsverordnung des Landes geregelt, teilte der Landkreis Harz mit. Demnach ist die Tätigkeit der Hundefriseure zulässig, das Betreten der Geschäfte bleibe untersagt. Zuvor hatte vergangene Woche das Verwaltungsgericht in Magdeburg im Fall einer Hundefriseurin entschieden, dass ihr Betrieb nicht unter das derzeitige Verbot für Friseurdienstleistungen wegen der Corona-Pandemie falle. Die Verfügung zur Schließung der Läden beziehe sich auf körpernahe Dienstleistungen, die an Menschen erbracht würden, hieß es zur Begründung.

UPDATE, 25. Januar, 16.50 Uhr: Polizei verzeichnet über 300 Verstöße gegen die Corona-Verordnung

In der vergangenen Woche stellte die Polizeidirektion Leipzig insgesamt 382 Verstöße gegen die sächsischen Corona-Schutzverordnung fest. Allein in der Stadt Leipzig wurden 215 dieser Verstöße verzeichnet, die restlichen Vorfälle in den umliegenden Landkreisen.

Größtenteils ging es bei den polizeilichen Maßnahmen um fehlende triftige Gründe zum Verlassen des eigenes Haushalts, unzulässige Gruppenbildungen und die falsche Tragweise des Mund-Nasen-Schutzes. Beispielsweise erwischten die Beamten am Freitagabend eine Gruppe von 14 Jugendlichen, die gemeinsam auf einem Supermarkt-Dach feierten.

UPDATE, 25. Januar, 15.45 Uhr: Die aktuellen Corona-Zahlen aus Sachsen

Die aktuellen Fallzahlen und Inzidenzwerte aus Sachsen.
Die aktuellen Fallzahlen und Inzidenzwerte aus Sachsen.  © TAG24

UPDATE, 25. Januar, 15.25 Uhr: Ausbildung zu Corona-Schnelltestern in Leipzig

Rund 100 Mitarbeiter der Stadt Leipzig haben sich am Montag beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) zu Corona-Schnelltestern ausbilden lassen.

Nach dem rund 60-minütigem Kurs können die medizinischen Laien den Antigen-Schnelltest im Nasen-Rachen-Raum durchführen und somit als Unterstützer in Alten- und Pflegeheimen sowie in weiteren öffentlichen Einrichtungen eingesetzt werden, wie das DRK mitteilte.

Seit dem 6. Januar wurden an den beiden Schulstandorten des DRK Bildungswerk Sachsen in Dresden und Leipzig mehr als 500 Menschen zu Corona-Schnelltestern ausgebildet.

Nico Willnow (links), Dozent des DRK Bildungswerkes, übt mit Teilnehmerinnen einer Schulung zur Durchführung von Corona-Schnelltests an einer Puppe.
Nico Willnow (links), Dozent des DRK Bildungswerkes, übt mit Teilnehmerinnen einer Schulung zur Durchführung von Corona-Schnelltests an einer Puppe.  © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

UPDATE, 25. Januar, 15.21 Uhr: Leichter Anstieg der Inzidenz und Sorgen um Mutationen in Sachsen

Die als hochansteckend geltende südafrikanische Coronavirus-Variante scheint sich in Leipzig nicht weiter verbreitet zu haben. Bis Montag seien keine neuen Infektionsfälle bekanntgeworden, teilte die Stadt mit. Bisher seien acht Infektionen mit der Mutation des Coronavirus nachgewiesen worden.

Dagegen scheint der insgesamt positive Trend bei den Infektionszahlen landesweit erstmal gestoppt. Nachdem in der Vorwoche täglich sinkende Inzidenzzahlen vermeldet wurden, stieg der Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb einer Woche am Montag wieder leicht an. Das Robert Koch-Institut (RKI) bezifferte den Inzidenzwert in Sachsen am Montag mit 171, nach 167 am Freitag.

Von Sonntag auf Montag meldeten die sächsischen Gesundheitsämter demnach 632 neue Corona-Infektionen binnen eines Tages. Insgesamt wurden damit seit Ausbruch der Pandemie im Frühjahr 2020 mehr als 174.800 Corona-Infektionen in Sachsen nachgewiesen. Zugleich stieg die Zahl der Todesfälle um 8 auf 5730.

UPDATE, 25. Januar, 14.25 Uhr: Hilfe für Ausbildungsbetriebe in der Corona-Pandemie

Mehrere Hundert Ausbildungsbetriebe in Sachsen-Anhalt erhalten Hilfe aus einem Bundesprogramm für Unterstützung in der Corona-Pandemie. Seit Oktober 2020 hätten die Arbeitsagenturen im Land knapp 540 Anträge auf Leistungen aus dem Programm "Ausbildungsplätze sichern" bewilligt, teilte die Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen der Bundesagentur für Arbeit am Montag in Halle mit.

Unterstützung können demnach kleine und mittlere Ausbildungsbetriebe mit bis zu 249 Beschäftigten erhalten. Es gebe Ausbildungsprämien, wenn das Ausbildungsniveau erhalten oder erhöht wird, oder einen Teil der Ausbildungsvergütung, wenn Kurzarbeit vermieden wird. Zudem können Betriebe Prämien beantragen, wenn sie Auszubildende aus pandemiebedingt insolventen Betrieben übernehmen.

Laut der Regionaldirektion beschäftigen von den 55.450 registrierten Betrieben in Sachsen-Anhalt 8390 mindesten einen Auszubildenden. 96 Prozent der ausbildenden Betriebe seien kleine und mittlere Unternehmen. Sie wüssten, dass sie auf gut ausgebildete Nachwuchskräfte angewiesen sind.

"Die Nachfrage nach den Leistungen des Programms wird sicher wachsen, weil die Bundesregierung Ende des vergangenen Jahres den Adressatenkreis erweitert und den Zugang zum Programm erleichtert hat", erklärte der Geschäftsführer der BA-Regionaldirektion, Markus Behrens.

Seit Dezember seien etwa auch Betriebe antragsberechtigt, die Umsatzeinbußen von durchschnittlich mindestens 50 Prozent innerhalb von zwei Monaten zwischen April bis Dezember 2020 verbucht hätten.

UPDATE, 25. Januar, 14.22 Uhr: Burgenlandkreis mit bundesweit höchster Corona-Inzidenz von über 450

Der Burgenlandkreis in Sachsen-Anhalt ist aktuell bundesweit der Kreis mit den höchsten Corona-Infektionszahlen. Nach Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) lag die sogenannte Inzidenz am Montag bei 452,3 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen.

Das hat unmittelbare Folgen für die Bewohner, da am Dienstag eine nächtliche Ausgangssperre in Kraft gesetzt werden soll. Die Ausgangsbeschränkung soll zwischen 21 und 6 Uhr gelten, wie Landrat Götz Ulrich (CDU) am Freitag angekündigt hatte. Seit Tagen ist das Infektionsgeschehen im Burgenlandkreis weit über der kritischen Marke einer Sieben-Tage-Inzidenz von 200.

Auch Sachsen-Anhalt selbst weist derzeit die höchste Inzidenz aller Bundesländer auf und liegt nach Angaben des RKI mit 204,3 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen knapp vor Thüringen (203,6) und Sachsen (171,4).

UPDATE, 25. Januar, 7.07 Uhr: Sachsens Städte und Kreise unter 200er-Inzidenz: Fällt jetzt die 15-Kilometer-Regel?

Lockdown und Lockerungen schließen sich aus. Und doch könnten einige Landkreise in Sachsen schon jetzt einzelne Corona-Bestimmungen kippen - wegen Spielräumen im Verordnungsdschungel.

Die Regeln sind an das Infektionsgeschehen gebunden: Eine hohe Infektionsrate bedeutet auch strengere Regeln.

In puncto Ausgangssperre sagt die sächsische Corona-Schutzverordnung: "Wird der Inzidenzwert von 200 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen im Freistaat Sachsen an fünf Tagen andauernd unterschritten, kann der Landkreis oder die Kreisfreie Stadt die Ausgangssperre aufheben."

Tatsächlich sinken die Werte allerdings seit Tagen. In vielen Landkreisen und Städten liegt die 7-Tage-Inzidenz schon wieder unter 200. Heißt das, wir können demnächst mit Lockerungen rechnen?

Will die Staatsregierung Irritationen vermeiden, bedarf es einer dringenden Klarstellung. Vielleicht nimmt Gesundheitsministerin Petra Köpping (62, SPD) die Gelegenheit schon am Montagnachmittag wahr. Dann ist sie in der Fernsehsendung "MDR um 4" zu Gast.

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UPDATE, 24. Januar, 17.55 Uhr: Verschärfte Maskenpflicht in Sachsen-Anhalt

Unter anderem im öffentlichen Nahverkehr gilt ab Montag die erweiterte Maskenpflicht.
Unter anderem im öffentlichen Nahverkehr gilt ab Montag die erweiterte Maskenpflicht.  © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa

Sachsen-Anhalter dürfen von Montag an nur noch mit OP- oder Filtermaske Bus und Bahn nutzen und einkaufen gehen. Knapp eine Woche nach den entsprechenden Bund-Länder-Beschlüssen tritt ab Mitternacht die verschärfte Maskenpflicht in Kraft.

Die besser schützenden Mund-Nasen-Bedeckungen im Alltag sollen dabei helfen, das Coronavirus endlich deutlich zurückzudrängen. Sachsen-Anhalt gehört derzeit mit Sachsen und Thüringen zu den am meisten betroffenen Bundesländern.

Die schwarz-rot-grüne Landesregierung erließ deshalb neue Corona-Regeln. Die meisten Beschränkungen wurden bis zum 14. Februar verlängert, darunter auch der Notbetrieb an Schulen und Kitas. Dabei folgt Sachsen-Anhalt den bundesweiten Verabredungen.

Auch die strengen Kontaktregeln bleiben bestehen, nach denen bei privaten Treffen nur ein Haushalt und eine weitere Person erlaubt sind. Ausnahmen: Kinder unter drei Jahren werden nicht mehr mitgezählt. Zudem dürfen sich Familien nun gegenseitig unterstützen, und es können Kinder aus bis zu zwei Haushalten gemeinsam betreut werden.

UPDATE, 24. Januar, 16.58 Uhr: Die aktuellen Corona-Zahlen aus Sachsen auf einen Blick

Die aktuellen Fallzahlen und Inzidenzwerte aus Sachsen.
Die aktuellen Fallzahlen und Inzidenzwerte aus Sachsen.  © TAG24

UPDATE, 24. Januar, 14.35 Uhr: Keine weiteren Verdachtsfälle auf Coronavirus-Mutation in Halle

Nachdem bei zwei Menschen aus Halle die südafrikanische Variante des Coronavirus nachgewiesen worden ist, gibt es zunächst keine weiteren Verdachtsfälle. "Im Moment gibt es keine Verdachtsfälle, ausgeschlossen ist natürlich nichts und wir werden jeden Tag bei den Recherchen sicherlich wieder neue Dinge erfahren", sagte Halles Amtsärztin Christine Gröger am Sonntag.

Angaben wie Geschlecht oder Alter der beiden Infizierten wollte sie nicht nennen, damit keine Rückschlüsse auf die Personen gezogen werden können. Beide befinden sich in häuslicher Quarantäne.

Am Samstag waren die beiden landesweit ersten Fälle mit der Virus-Variante B.1.351 bekannt geworden, die zuerst in Südafrika entdeckt wurde. Gröger hatte gesagt, eine der infizierten Personen habe sich im Arbeitsumfeld angesteckt, die andere beim Kontakt zu Hause.

Der Krankheitsverlauf unterscheide sich nicht wesentlich bis gar nicht von dem bislang im Land verbreiteten Coronavirus. Die Variante steht im Verdacht, ansteckender zu sein als der Wildtyp des Coronavirus Sars-CoV-2.

UPDATE, 24. Januar, 10.45 Uhr: Mehr als 900 neue Corona-Infektionen - Virusmutante auch in Halle

Die Gesundheitsämter in Sachsen haben dem Robert Koch-Institut bis Sonntag mehr als 900 neue Corona-Infektionen binnen eines Tages gemeldet. Zugleich stieg die Zahl der Todesfälle um 52 auf 5722, wie aus der Online-Übersicht des Instituts hervorgeht. Insgesamt wurden damit seit Ausbruch der Pandemie im Frühjahr 2020 mehr als 174.000 Corona-Infektionen in Sachsen nachgewiesen. Die Wocheninzidenz veränderte sich zum Sonntag kaum und wurde mit 167 angegeben - weiterhin deutlich über dem Bundesschnitt von 111 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb einer Woche.

Die geringste Infektionsrate im Freistaat weist den Zahlen nach die Stadt Chemnitz mit 81 auf, die höchste der Landkreis Bautzen mit 242.

Derweil zieht die bei einem Routine-Screening in Leipzig entdeckte südafrikanische Variante des Coronavirus weitere Kreise. Die Stadt selbst hatte zum Wochenende acht weitere Infektionen mit der besonders ansteckenden Mutation gemeldet. Die Spur zieht sich wie bereits berichtet auch ins benachbarte Halle in Sachsen-Anhalt.

UPDATE, 23. Januar, 17.25 Uhr: Trotz Rückgangs hohes Infektionsgeschehen in Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt sinkt die Zahl der Corona-Neuinfektionen, und dennoch hat das Land neben Thüringen die bundesweit höchsten Zahlen. Binnen eines Tages seien 482 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden, teilte das Sozialministerium am Samstag in Magdeburg mit. Die Zahl der aktuell Infizierten lag damit bei 9038.

Binnen der vergangenen sieben Tage wurden 219,07 Neuansteckungen je 100.000 Einwohner bekannt. Das ist die geringste landesweite Inzidenz seit zwei Wochen. Laut dem Robert Koch-Institut hatte das Land mit Stand Mitternacht eine Sieben-Tage-Inzidenz von 204,1, nur Thüringen lag mit 209,5 darüber. Die Zahlen werden zu unterschiedlichen Zeitpunkten erhoben und stimmen unter anderem deshalb nicht überein.

Zu den Neuinfizierten in Sachsen-Anhalt gehören auch zwei Personen in Halle, bei denen die südafrikanische Variante des Coronavirus festgestellt worden ist. Es handelt sich laut Ministerium um die ersten nachgewiesenen Fälle in Sachsen-Anhalt.

Von Freitag bis Samstag wurden den Angaben zufolge 29 weitere Sterbefälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Insgesamt sind bislang 1450 Menschen mit oder an dem Virus gestorben.

Unterdessen sind in Sachsen-Anhalt 178 Intensiv- und Beatmungsbetten mit Covid-19-Patienten belegt, 112 von ihnen werden künstlich beatmet. Der Trend ist leicht fallend. In Sachsen-Anhalt sind seit Beginn der Pandemie 48.141 Corona-Fälle erfasst und 4252 Erkrankte in Krankenhäusern behandelt worden.

Seit Beginn der Impfungen haben landesweit 41.742 Menschen den ersten Piks bekommen, 10.117 auch schon den zweiten. Allein am Freitag waren 1516 Impfungen hinzugekommen.

UPDATE, 23. Januar, 15.40 Uhr: Die aktuellen Corona-Zahlen aus Sachsen auf einen Blick

Die aktuellen Fallzahlen und Inzidenzwerte aus Sachsen.
Die aktuellen Fallzahlen und Inzidenzwerte aus Sachsen.  © TAG24

UPDATE, 23. Januar, 14.34 Uhr: Südafrikanische Mutation des Coronavirus auch in Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt ist erstmals die südafrikanische Variante des Coronavirus nachgewiesen worden.

Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) erklärte am Samstag, zwei Verdachtsfälle hätten sich bestätigt. In beiden Fällen habe es eine direkte Kontaktkette zu Personen in Leipzig gegeben, bei denen die Virusmutation zuvor nachgewiesen worden war. "Für die beiden in Halle lebenden Personen gilt eine zweiwöchige Quarantäne."

Eine Sprecherin des Sozialministeriums in Magdeburg bestätigte, dass es die ersten bekannten Fälle des mutierten Virus im Land sind. Die Variante steht im Verdacht, ansteckender zu sein als der Wildtyp des Coronavirus Sars-CoV-2.

UPDATE, 23. Januar, 8 Uhr: Corona-Pandemie zwingt Leipziger Museen zum Nachdenken

Die Corona-Pandemie und ihre Folgen zwingen aus Sicht des neuen Direktors des Museums der bildenden Künste zu Leipzig, Stefan Weppelmann, zum Nachdenken über die Rolle von Museen. "Es braucht eine Reflexion des Geschehens", sagte der 50-Jährige der Deutschen Presse-Agentur. Es gehe um eine bessere Abstimmung und Vorsorge für künftige Fälle dieser Art, um Sicherheit für die Einrichtungen, Standardisierung "und darum, wie unter besonderen Auflagen ein Museumsbesuch möglich gemacht werden kann".

Für Weppelmann, der seit 1. Januar Chef des Museums ist, stellt sich auch die Frage, ob immer ein kompletter Lockdown der Kultur notwendig sei oder sie gerade in der Krise zugänglich sein sollte. So könne "die so wichtige Bindung zwischen Kunst und Publikum" erhalten bleiben. Aus Sicht des Kunsthistorikers müssen sich die Museen stärker auf ihre Kernkompetenzen besinnen, mit ihren Sammlungen arbeiten und in Bildungsprogramme intensivieren.

"Bis zum Ausbruch der Pandemie definierten Wachstum und Geschwindigkeit allerdings hier wie andernorts die Normalität", sagte er. Es werde nach Corona darum gehen, wieder barrierefreies Kunst-Erleben zu ermöglichen. "Die vergangenen Monate werden in der Rückschau teilweise auch als Wendepunkt erscheinen", sagt Weppelmann. "Pessimismus ist nicht angesagt, Neugierde und Neubewertung schon."

Für Leipziger Museen ist die Pandemie ein Wendepunkt.
Für Leipziger Museen ist die Pandemie ein Wendepunkt.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

UPDATE, 22. Januar, 21.50 Uhr: Weitere Infektionen mit südafrikanischer Corona-Variante in Leipzig

Nach der Entdeckung der besonders ansteckenden südafrikanischen Corona-Variante in Leipzig sind nun acht weitere Infektionen bekannt geworden. (Symbolbild)
Nach der Entdeckung der besonders ansteckenden südafrikanischen Corona-Variante in Leipzig sind nun acht weitere Infektionen bekannt geworden. (Symbolbild)  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Nach dem Auftauchen einer besonders ansteckenden südafrikanischen Variante des Coronavirus bei einer Frau in Leipzig sind acht weitere Infektionen bekannt geworden.

Dies habe sich bei Nachverfolgung von Kontakten des ersten Falls ergeben, sagte ein Sprecher der Stadt am Freitag der dpa. Er bestätigte damit andere Medienberichte.

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UPDATE, 22. Januar, 17.45 Uhr: Burgenlandkreis verhängt Ausgangssperre zwischen 21 und 6 Uhr

Zum Schutz vor einer weiteren Ausbreitung der Corona-Pandemie will die Kreisverwaltung des Burgenlandkreises eine Ausgangssperre zwischen 21 und 6 Uhr verhängen. Ab kommenden Dienstag dürfen die Bewohner des Burgenlandkreises in der Zeit somit nicht mehr ohne triftigen Grund das Haus verlassen.

Landrat Götz Ulrich (51, CDU) verkündete die Maßnahme am Freitagnachmittag. Sie gelte so lange, bis die Inzidenz im Kreis für fünf Tage den kritischen Wert von 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen unterschreite.

Der Wert war in den vergangenen Tagen kontinuierlich gestiegen und lag am Freitag bei 510 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche.

Durch die strikte Ausgangsbeschränkung ist unter anderem das Spazieren oder Sport an der frischen Luft zwischen 21 und 6 Uhr verboten. Ausnahmen gelten zum Beispiel für den Arbeitsweg und das Gassi-Gehen mit dem Hund. Die Supermärkte sollen laut Ulrich ab Dienstag bereits ab 20.30 Uhr schließen.

Die Zahl der Corona-Toten hatte im Kreis in den letzten Tagen einen großen Sprung gemacht. Mehr als 120 Menschen waren seit Mittwoch vergangener Woche an oder mit dem Virus verstorben. Insgesamt gebe es in dem Kreis nun 232 Corona-Tote.

Besonders extrem ist das Infektionsgeschehen in der Verbandsgemeinde Unstruttal mit über 1200 Infektionen pro 100.000 Einwohnern in den vergangenen sieben Tagen.

UPDATE, 22. Januar, 16.45 Uhr: 1030 Corona-Infektionen binnen eines Tages

In Sachsen-Anhalt sind von Donnerstag- bis Freitagnachmittag 1030 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Damit seien 9102 Menschen aktuell infiziert, teilte das Sozialministerium in Magdeburg mit. Binnen der vergangenen sieben Tage wurden 228,86 Neuansteckungen je 100.000 Einwohner bekannt.

Landesweit wurden von Donnerstag bis Freitag 47 Sterbefälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Insgesamt sind bislang 1421 Menschen mit oder an dem Virus gestorben.

Seit Beginn der Impfungen haben landesweit 40.266 Menschen den ersten Piks bekommen, 9008 auch schon den zweiten. Allein am Donnerstag waren 1477 Impfungen hinzugekommen.

UPDATE, 22. Januar, 16.12 Uhr: 81,6 Millionen Euro an Novemberhilfen ausgezahlt

In Sachsen sind bisher 81,6 Millionen Euro als sogenannte Novemberhilfe an Unternehmen und Soloselbstständige geflossen. Nach ersten Abschlägen war vorige Woche mit der regulären Auszahlung begonnen worden.

Laut Wirtschaftsministerium hat sich die Zahl der bewilligten Auszahlungen diese Woche allein von Mittwoch bis Freitag auf fast 3800 mehr als verdoppelt. "Dies zeigt: Wir kommen schnell voran", konstatierte Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD). "Alle Anträge, die wir vom Bund erhalten, leiten wir sofort zur Auszahlung weiter."

Aus der Wirtschaft hatte es Kritik gegeben, dass die Auszahlung der Finanzhilfen zu lange dauere. Laut Ministerium gibt es fast 15.000 Anträge für die Novemberhilfen mit einem Volumen von mehr als 181 Millionen Euro. Damit wurde bisher weniger als die Hälfte des beantragten Geldes ausgezahlt.

Mit der Finanzhilfe werden Unternehmen vom Staat für Umsatzausfälle entschädigt, wenn sie wegen der angeordneten Corona-Maßnahmen im November schließen mussten.

UPDATE, 22. Januar, 16 Uhr: Kabinett verlängert Lockdown in Sachsen-Anhalt

Die Landesregierung hat die von Bund und Ländern vereinbarte Verlängerung des Lockdowns nun auch für Sachsen-Anhalt beschlossen. Das Kabinett habe am Freitag eine entsprechende Änderung der Corona-Landesverordnung beschlossen, die am Montag in Kraft tritt, teilte die Magdeburger Staatskanzlei mit. Im Wesentlichen wird damit der bereits geltende Lockdown bis zum 14. Februar verlängert.

Neue Regeln gibt es bei der Maskenpflicht, dem Arbeitsschutz, den Kontakteinschränkungen und dem Versammlungsrecht.

So müssen alle "etablierten Parteien" ihre Präsenzveranstaltungen auf ein Datum nach dem 14. Februar verlegen. Die CDU verschob die für 30. Januar geplante Wahl der Liste zur Landtagswahl bereits am Donnerstag. Als neuer Termin sind die letzten beiden Februar-Wochenenden im Gespräch. Auch Die Linke wollte am 30. Januar ihre Wahlliste aufstellen. Der Vorstand berate derzeit über die neue Landesverordnung, sagte ein Sprecher am Freitag. Am Montag soll die Partei dann entscheiden, wann die Liste gewählt werden soll.

Verschärft wird außerdem die Maskenpflicht. Ab Montag müssen die Sachsen-Anhalter beim Einkaufen und in öffentlichen Verkehrsmitteln eine FFP2-Maske oder eine OP-Maske tragen. Arbeitgeber sind nun außerdem verpflichtet, wenn möglich, ihre Mitarbeiter aus dem Homeoffice arbeiten zu lassen.

Das Kontaktverbot lockert die Landesregierung hingegen leicht – um die Betreuung der von den Schul- und Kitaschließungen betroffenen Kinder zu erleichtern. "Bei der Betreuung ihrer Kinder bis 14 Jahre können sich zwei Familien nun gegenseitig unterstützen", teilte die Staatskanzlei mit. "Zudem wurde in der geänderten Verordnung klargestellt, dass eigene Kinder bis zur Vollendung des dritten Lebensjahres bei einem Besuch mitgenommen werden dürfen."

UPDATE, 22. Januar, 15.33 Uhr: Die aktuellen Corona-Zahlen aus Sachsen

Die aktuellen Corona-Fallzahlen und Inzidenzwerte aus Sachsen
Die aktuellen Corona-Fallzahlen und Inzidenzwerte aus Sachsen  © TAG24

UPDATE, 22. Januar, 14.19 Uhr: 34 Asylbewerber in Zast positiv auf Corona getestet

In der Zentralen Aufnahmestelle für Asylbewerber in Halberstadt (Zast) sind 34 Bewohnerinnen und Bewohner positiv auf das Coronavirus getestet worden.

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UPDATE, 22. Januar, 13.40 Uhr: Bislang keine weiteren Fälle der südafrikanischen Virus-Mutation

Nach dem Auftauchen einer besonders ansteckenden südafrikanischen Variante des Coronavirus bei einer Frau in Leipzig sind bisher keine weiteren Infektionen bekannt geworden.

Die Nachverfolgung von Kontakten laufe und werde übers Wochenende fortgesetzt, sagte ein Sprecher der Stadt am Freitag auf Anfrage. Zur Zahl der Kontakte der Infizierten, bei denen sich weitere Menschen mit der Virus-Mutation angesteckt haben könnten, konnte er keine genauere Angabe machen.

Entdeckt wurde die Mutation bei einem Routine-Screening aller Patienten des Uniklinikums bei einer Frau Mitte 20. Sie war zu Wochenbeginn dort wegen einer Notfallbehandlung, danach aber wieder nach Hause geschickt worden. Den Angaben nach hatte sie keinerlei Symptome einer Corona-Infektion und ist inzwischen in häuslicher Quarantäne.

UPDATE, 22. Januar, 11.15 Uhr: Corona-Infektionsrate erneut gesunken

Der Lockdown zeigt in Sachsen offensichtlich Wirkung und hat das Corona-Infektionsgeschehen weiter gebremst. Die Ansteckungen im Laufe einer Woche sanken nach Zahlen des Robert Koch-Instituts vom Freitag erneut und wurden mit 169 (Vortag: 186) pro 100.000 Einwohnern ausgewiesen.

Damit liegt Sachsen aber immer noch über dem Bundesschnitt von 115 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen. Nach RKI-Angaben wurden binnen eines Tages im Freistaat knapp 1100 neue Infektionen gemeldet; die Zahl der Todesfälle stieg um 84 auf 5517.

UPDATE, 22. Januar, 7 Uhr: Bildungsminister will trotz Corona vollwertige Schulabschlüsse ermöglichen

Trotz der erneuten coronabedingten Schulschließungen will Sachsen-Anhalts Bildungsminister Marco Tullner vollwertige Abschlüsse ermöglichen. Derzeit werde an den konkreten Prüfungsmodalitäten gearbeitet, sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. Parallel dazu liefen Beratungen mit dem Landesschülerrat. Zuvor hatte sich Tullner mit seinen Amtskollegen in der Kultusministerkonferenz beraten.

Das Gremium beschloss am Donnerstag, dass die Abiturprüfungen geschrieben werden sollen. Auch an Berufsschulen sollen Prüfungen abgenommen werden, soweit das Infektionsgeschehen es erlaubt. Für Haupt- und Realschulabschlüsse sollen ebenfalls Lösungen gefunden werden. Ziel ist es laut Kultusministerkonferenz, dass alle betroffenen Jugendlichen Abschlüsse bekommen, die mit denen anderer Jahrgänge vergleichbar sind - und die alle Länder für die weitere Laufbahn anerkennen. Zudem soll es möglich sein, das Schuljahr zu wiederholen, ohne dass es als zusätzliches Jahr berechnet wird.

Die Beschlüsse seien ein wichtiges Signal, sagte Tullner über die Einigung. Trotz des Ziels vollwertiger Abschlüsse ist dem Minister zufolge klar, dass die Einschränkungen durch die Corona-Situation berücksichtigt werden müssen.

In Sachsen-Anhalt sind die Schulen seit Mitte Dezember im Notbetrieb. Die Abschlussjahrgänge sind zwar die einzigen, die momentan nicht zuhause lernen müssen, sondern regelmäßigen Präsenzunterricht bekommen. Sie waren jedoch auch schon von der ersten Corona-Schulschließung im März und April 2020 betroffen.

Sachsen-Anhalt gehört derzeit zu den am stärksten von Corona betroffenen Bundesländern. Trotz scharfer Maßnahmen seit Mitte November wuchs die Zahl der Neuinfektionen, Intensivpatienten und Todesfälle zunächst weiter und sinkt derzeit von einem hohen Niveau nur langsam. Der Lockdown gilt bis Mitte Februar auch für die Schulen und soll helfen, endlich die Ausbreitung des Virus einzudämmen.

UPDATE, 21. Januar, 20.39 Uhr: 58 weitere Corona-Tote in Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt sind von Mittwoch- bis Donnerstagnachmittag 924 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden.

Damit seien 9017 Menschen aktuell infiziert, teilte das Sozialministerium in Magdeburg mit. Binnen der vergangenen sieben Tage wurden 221,94 Neuansteckungen je 100.000 Einwohner bekannt. Landesweit wurden von Mittwoch bis Donnerstag 58 Sterbefälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Insgesamt sind bislang 1374 Menschen mit oder an dem Virus gestorben.

Unterdessen sind in Sachsen-Anhalt 191 Intensiv- und Beatmungsbetten mit Covid-19-Patienten belegt, 117 von ihnen werden künstlich beatmet. In Sachsen-Anhalt sind seit Beginn der Pandemie 46.627 Corona-Fälle erfasst und 4097 Erkrankte in Krankenhäusern behandelt worden.

Seit Beginn der Impfungen haben landesweit 38.749 Menschen den ersten Piks bekommen, 7747 auch schon den zweiten. Allein am Mittwoch waren 2809 Impfungen hinzugekommen. Die Impfquote liegt laut Ministerium landesweit bei rund 1,8 Prozent.

UPDATE, 21. Januar, 16.20 Uhr: Mehr Notbetreuung in Kitas - Anteil liegt bei gut einem Viertel

Die Notbetreuung in Sachsens Krippen und Kindergärten im Corona-Lockdown wird nach einer aktuellen Erhebung zu 28 Prozent in Anspruch genommen. Das sind acht Prozentpunkte mehr als vor zwei Wochen, wie der Sächsische Städte- und Gemeindetag (SSG) in Dresden am Donnerstag mitteilte. Die Anmeldungen dazu nahmen im gleichen Zeitraum von 28 auf 36 Prozent zu, der Anteil der notbetreuten Hortkinder stieg von 9,4 auf 14 Prozent.

SSG-Geschäftsführer Mischa Woitscheck geht davon aus, dass das "Plateau der Notbetreuung" erreicht ist. "Wer die Notbetreuung nutzen kann und keine andere Betreuungsmöglichkeit hat, nimmt sie nun auch in Anspruch." Größere Steigerungen werden nicht mehr erwartet, wenn der Personenkreis für die Nutzung der Notbetreuung nicht erweitert wird.

UPDATE, 21. Januar, 16.15 Uhr: Ansturm auf Krankenkassen-Telefone wegen FFP2-Masken

Wegen der zugesagten Versorgung von älteren und vorerkrankten Menschen mit FFP2-Masken laufen bei den Krankenkassen in Thüringen und Sachsen derzeit die Telefone heiß. Es gebe eine sehr große Nachfrage von Versicherten, teilten die AOKplus und die IKK classic am Donnerstag auf Anfrage mit.

Allein bei der AOKplus haben nach eigener Darstellung 1,3 Millionen Menschen in beiden Bundesländern Anspruch auf eine Versorgung mit den - bis auf eine Eigenbeteiligung der Versicherten - vom Bund finanzierten FFP2-Masken. In Thüringen sind es rund 404.000 Versicherte. Bislang seien 500.000 Berechtigungsscheine in beiden Ländern verschickt worden, sagte eine AOK-Sprecherin.

Wann die restlichen Coupons folgen, sei derzeit unklar, hieß es. Es gebe bislang keine Informationen der Bundesdruckerei, wann diese die ausstehenden Berechtigungsscheine liefern kann.

UPDATE, 21. Januar, 16.10 Uhr: Aktuelle Corona-Zahlen aus Sachsen

Die aktuellen Corona-Fallzahlen und Inzidenzwerte aus Sachsen
Die aktuellen Corona-Fallzahlen und Inzidenzwerte aus Sachsen  © TAG24

UPDATE, 21. Januar, 12.30 Uhr: Erstmals südafrikanische Mutation des Coronavirus in Sachsen

In Sachsen ist eine weitere Mutation des Coronavirus nachgewiesen worden. Dabei handle es sich um eine südafrikanische Variante, die nach bisherigem Stand deutlich ansteckender sein soll, teilte die Stadt Leipzig am Donnerstag mit.

Mehr Infos dazu >>>hier.

UPDATE, 20. Januar, 18.30 Uhr: Technikfirma will FFP2-Masken in Sachsen-Anhalt produzieren

Geprüfte FFP2-Masken lassen sich am CE-Kennzeichen samt Prüfnummer erkennen.
Geprüfte FFP2-Masken lassen sich am CE-Kennzeichen samt Prüfnummer erkennen.  © Till Simon Nagel/dpa-tmn

Quasi mit dem Start der neuen Corona-Regeln will die rheinland-pfälzische Elektronikfirma Technisat FFP2-Masken und medizinische Masken in Sachsen-Anhalt produzieren.

"Aktuell werden die Produktionsmaschinen installiert, so dass wir nächste Woche mit der Produktion anfangen können", sagte am Mittwoch eine Sprecherin auf Anfrage.

Die Masken sollen demnach in Staßfurt (Salzlandkreis) südlich von Magdeburg produziert werden.

Die Firma ist eigentlich vor allem auf Unterhaltungselektronik spezialisiert, kennt sich mit der der Produktion der Masken aber schon aus. !Wir verfügen bereits über Erfahrung auf diesem Gebiet, da wir im August letzten Jahres unsere Maskenproduktion in Schöneck gestartet haben", sagte die Sprecherin.

Für die Produktion der Masken im sächsischen Standort Schöneck und in Staßfurt hat die Firma nach eigenen Angaben bereits 80 neue Mitarbeiter eingestellt, weitere sollen folgen. Die Masken aus Sachsen-Anhalt sollen dann in Apotheken und online angeboten werden, sowohl für Privat- als auch für Großkunden.

UPDATE, 20. Januar, 17.09 Uhr: Sachsen-Anhalts Bildungsminister für Schulöffnungen ab Mitte Februar, wenn Fallzahlen sinken

Sachsen-Anhalts Bildungsminister Marco Tullner (52, CDU) will die Schulen schrittweise wieder öffnen, sobald das Corona-Infektionsgeschehen es zulässt.

Wenn es gelinge, die Zahl der Ansteckungen deutlich herunterzufahren, sei er sehr optimistisch, dass ab 15. Februar "vorsichtige Öffnungsschritte" möglich sind, sagte der CDU-Politiker am Mittwoch nach einer Kabinettssitzung in Magdeburg. Seriös könne er das jedoch nicht zusagen.

Vorige Woche hatte Tullner angekündigt, dass es wegen der relativ vielen Corona-Fälle wahrscheinlich auch im Februar beim Fernunterricht bleibt. Am Dienstag verabredeten Bund und Länder, den geltenden Lockdown bis zum 14. Februar zu verlängern. So lange bleiben auch Kitas und Schulen im Notbetrieb. Nur die Abschlussjahrgänge bekommen Präsenzunterricht, für alle anderen gibt es Aufgaben für zuhause und Online-Lernangebote. Eltern, die systemrelevante Jobs und eine Bestätigung ihres Arbeitgebers haben, können Kinder bis zur sechsten Klasse notbetreuen lassen.

Auf seinem Schreibtisch stapelten sich die Schreiben von Jugendlichen aus Abschlussjahrgängen, die sich um das Ansteckungsrisiko im Präsenzunterricht sorgten, sagte Tullner. Deutlich schneller wachse jedoch der Stapel von Sachsen-Anhaltern, die Befürchtungen zu Bildungsdefiziten bei Schülerinnen und Schülern sowie die Doppelbelastung für Familien thematisierten. Er werde jede Öffnungsperspektive nutzen, die sich biete. Doch dafür müssten zunächst die Corona-Zahlen gedrückt werden.

Sachsen-Anhalt gehört mit Thüringen, Brandenburg und Sachsen zu den Ländern, in denen es derzeit das höchste Infektionsgeschehen gibt.

UPDATE, 20. Januar, 16.52 Uhr: Aktuelle Corona-Zahlen aus Sachsen

Die aktuellen Corona-Fallzahlen und Inzidenzwerte aus Sachsen
Die aktuellen Corona-Fallzahlen und Inzidenzwerte aus Sachsen  © TAG24

UPDATE, 20. Januar, 16.23 Uhr: 44 weitere Corona-Tote in Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt sind von Dienstag- bis Mittwochnachmittag 966 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Damit seien 9099 Menschen aktuell infiziert, teilte das Sozialministerium in Magdeburg mit.

Binnen der vergangenen sieben Tage wurden 231,28 Neuansteckungen je 100.000 Einwohner bekannt. Landesweit wurden von Dienstag bis Mittwoch 44 Sterbefälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Insgesamt sind bislang 1316 Menschen mit oder an dem Virus gestorben.

Unterdessen sind in Sachsen-Anhalt 191 Intensiv- und Beatmungsbetten mit Covid-19-Patienten belegt, 112 von ihnen werden künstlich beatmet. In Sachsen-Anhalt sind seit Beginn der Pandemie 45.699 Corona-Fälle erfasst und 4026 Erkrankte in Krankenhäusern behandelt worden.

Seit Beginn der Impfungen haben landesweit 35.940 Menschen den ersten Piks bekommen, 5632 auch schon den zweiten. Allein am Dienstag waren 1529 Impfungen hinzugekommen. Die Quote für Impfungen pro 1000 Einwohner liegt laut Ministerium landesweit bei 16,38.

UPDATE, 20. Januar, 15.58 Uhr: Weiterhin Präsenzunterricht für Abschlussklassen

Schüler, bei denen demnächst Prüfungen anstehen, sollen in Sachsen weiterhin die Schule besuchen.

Nach dem Beschluss der Bund-Länder-Beratung könne der Freistaat den Abschlussklassen weiterhin Präsenzunterricht ermöglichen, sagte Kultusminister Christian Piwarz (45, CDU) am Mittwoch in Dresden nach einer Sitzung des Kabinetts. "Daran halten wir fest. Die Schüler sollen die Chance haben, sich sorgfältig auf ihre Abschlussprüfungen vorzubereiten."

Auch die vorgezogenen Winterferien auf Anfang Februar sowie die Verlängerung der Osterferien sollen bestehen bleiben.

"Ich hoffe sehr, dass wir im Februar Kitas und Schulen zumindest im eingeschränkten Regelbetrieb wieder öffnen können", sagte Piwarz. "Je eher, desto besser, aber immer mit Blick auf das Infektionsgeschehen."

UPDATE, 20. Januar, 15.01 Uhr: Corona-Lockdown bleibt auch in Sachsen bis Mitte Februar bestehen

Der Lockdown zur Eindämmung des Coronavirus soll in Sachsen vorerst bis zum 14. Februar verlängert werden.

Das kündigte Ministerpräsident Michael Kretschmer (45, CDU) am Mittwoch in Dresden nach einer Kabinettssitzung an und folgte damit den Beschlüssen nach den Bund-Länder-Beratungen vom Dienstag.

In der nächsten Woche soll die neue Corona-Schutzverordnung für den Freistaat beschlossen werden.

Kretschmer stellte zugleich klar, dass es Lockerungen erst ab einem Inzidenzwert von etwa 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tage geben soll.

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Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (45, CDU) kündigte am Mittwoch in Dresden die Lockdown-Verlängerung bis 14. Februar an.
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (45, CDU) kündigte am Mittwoch in Dresden die Lockdown-Verlängerung bis 14. Februar an.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

UPDATE, 20. Januar, 13.10 Uhr: Transplantationszahlen trotz Corona auf stabilem Niveau

Wie das UKL am Mittwoch mitteilte, wurden im 2020 an der Uniklinik 36 Lebern und 37 Nieren transplantiert. Damit bleiben die Transplantationszahlen auf einem stabilen Niveau. Während der Pandemie habe man sich auf die neuen Umstände eingestellt, so Professor Seehofer vom UKL. Sowohl Spender als auch die Empfänger würden auf eine SARS-CoV-2-Infektion getestet.

"Sowohl Patienten an der Blutwäsche, also der Dialyse, als auch Patienten mit einer fortgeschrittenen Leberschädigung, einer sogenannten Leberzirrhose, gehören bei einer möglichen COVID-19-Erkrankung zur Hochrisikogruppe und weisen eine hohe Sterblichkeit auf", weiß der Experte. Deswegen bleibe die Transplantation auch in Zeiten der Pandemie eine lebensrettende Operation.

Im Jahr 2020 blieb die Anzahl der Organspender am UKL auf einem stabilem Niveau.
Im Jahr 2020 blieb die Anzahl der Organspender am UKL auf einem stabilem Niveau.  © Ines Christ/ UKL

UPDATE, 20 Januar, 13 Uhr: Städtische Bühnenhäuser bis Ostern geschlossen

Wie die Stadt am Mittwoch verkündete, sollen die Leipziger Kulturbetriebe auch weiterhin ruhen. Alle städtische Bühnenhäuser wie die Oper, das Gewandhaus, das Schauspiel und das Theater der Jungen Welt bleiben vorsorglich für den Publikumsverkehr und Veranstaltungen den ganzen März über geschlossen. Eine schrittweise Wiedereröffnung ist je nach Entwicklung der pandemischen Lage rund um das Osterfest 2021 vorgesehen. Ob es in den Häusern jeweils Probebetrieb gibt, entscheiden die Eigenbetriebe der Stadt individuell.

Städtische Kulturbetriebe, wie hier das Theater der Jungen Welt, bleiben bis Ende März noch geschlossen.
Städtische Kulturbetriebe, wie hier das Theater der Jungen Welt, bleiben bis Ende März noch geschlossen.  © Peter Endig/dpa

UPDATE, 20. Januar, 11 Uhr: Ansteckungszahl sinkt in Sachsen weiter

Die harten Einschränkungen seit Mitte Dezember scheinen in Sachsen erste Wirkung zu zeigen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Mittwoch sank die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen auf 193, nach 225 am Vortag. Wochenlang hatte der Freistaat den mit Abstand höchsten Inzidenzwert. Nun belegen Thüringen (237), Brandenburg (208) und Sachsen-Anhalt (204) die traurigen Spitzenplätze.

Die sächsischen Gesundheitsämter meldeten dem RKI am Mittwoch 1258 weitere Corona-Neuinfektionen sowie 151 Todesfälle binnen eines Tages. Insgesamt haben sich bisher 168.943 Menschen aus dem Freistaat nachweislich mit dem Coronavirus infiziert, 5307 Infizierte sind gestorben. Die höchste Infektionsrate in Sachsen wurde am Dienstag für den Landkreis Mittelsachsen (336,7) ausgewiesen.

Nach den Beratungen von Bund und Ländern will das sächsische Kabinett die neuen Corona-Regeln für den Freistaat festlegen und der Öffentlichkeit vorstellen. Die Ministerpräsidenten der Länder und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte sich auf einen verlängerten Lockdown bis Mitte Februar und eine Verschärfung der Maskenpflicht in Bussen, Bahnen und in Geschäften geeinigt. Demnach sollen dabei künftig OP-Masken oder Mund-Nase-Bedeckungen mit noch höherem Standard getragen werden - also FFP2-Masken.

UPDATE, 20. Januar, 7.50 Uhr: Knapp 39.000 Geräte für Schüler aus Laptop-Sofortprogramm beschafft

In Sachsen sind aus dem Laptop-Sofortprogramm für Schüler bisher 38 813 Geräte angeschafft worden. Das teilte das Kultusministerium in Dresden mit.

Über das Programm, das nach der ersten Corona-Welle im Frühjahr aufgelegt worden war, standen in Sachsen 28 Millionen Euro zur Verfügung. Das Geld stammt von Bund und Land. Alle Mittel seien bereits bewilligt worden. Derzeit laufe die Beschaffung weiterer Geräte.

Im ersten Lockdown im Frühjahr war aufgefallen, dass zahlreiche Schülerinnen und Schüler gar nicht über die Technik für einen Digitalunterricht verfügen.

Der Bund reagierte mit dem Sofortprogramm. Bundesweit wurden 500 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

UPDATE, 19. Januar, 21.13 Uhr: Laut Kretschmer keine deutliche Verschärfung der Maßnahmen in Sachsen

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (45, CDU) will im Wesentlichen bei den bisherigen Corona-Maßnahmen bleiben.
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (45, CDU) will im Wesentlichen bei den bisherigen Corona-Maßnahmen bleiben.  © dpa/zb/Robert Michael

Sachsen soll in den nächsten Wochen nach den Worten von Ministerpräsident Michael Kretschmer (45, CDU) im Wesentlichen bei seinen bisherigen Corona-Maßnahmen bleiben.

"Wir werden keine Verschärfung vornehmen", sagte er der Deutschen Presse-Agentur am Dienstagabend am Rande der noch laufenden Bund-Länder-Beratungen. Bis zum 14. Februar sollen die Kontakte allerdings weiter "sehr konsequent" eingeschränkt werden.

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UPDATE, 19. Januar, 17.32 Uhr: Neuinfektionen verharren auf hohem Niveau - 68 Infizierte gestorben

In Sachsen-Anhalt sind 68 weitere Menschen an oder mit einer Corona-Infektion gestorben. Am Dienstag verzeichnete die Landesregierung außerdem 880 neue Ansteckungen, wie das Gesundheitsministerium mitteilte.

Das waren 31 mehr als am Dienstag voriger Woche. Von 100.000 Sachsen-Anhaltern steckten sich nachweislich 238 binnen der vergangenen sieben Tage mit dem Virus an.

Dieser Wert hatte am Montag noch bei 243,7 und vor einer Woche noch bei 258 gelegen - das Infektionsgeschehen hat in Sachsen-Anhalt somit etwas an Fahrt verloren. Ziel von Bund und Ländern ist allerdings eine Sieben-Tage-Inzidenz von 50.

Unter den 14 Kreisen und kreisfreien Städten kam die Landeshauptstadt Magdeburg dem mit 78,7 Infektionen pro Woche und 100.000 Einwohnern noch am nächsten.

Ab einem Inzidenzwert von 200 müssen die Kreise weitergehende Beschränkungen verhängen, etwa die Bewegungsfreiheit auf einen Radius von 15 Kilometern vom Wohnort einschränken.

Am Dienstag lag die Hälfte aller Kreise über dieser Marke. Am schnellsten breitet sich das Virus derzeit im Burgenlandkreis aus: Dort betrug die Sieben-Tage-Inzidenz 446,3.

Auch die Impfungen gehen in Sachsen-Anhalt noch so voran wie geplant. 34.411 Menschen wurden bis Dienstag geimpft, 2927 davon wurde auch schon die zweite Dosis gespritzt.

Durch Lieferengpässe werden im Februar allerdings weniger Menschen geimpft werden können, als ursprünglich geplant.

UPDATE, 19. Januar, 15.47 Uhr: Die aktuellen Corona-Zahlen aus Sachsen auf einen Blick

Die aktuellen Fallzahlen und Inzidenzwerte aus Sachsen.
Die aktuellen Fallzahlen und Inzidenzwerte aus Sachsen.  © TAG24

UPDATE, 19. Januar, 15.38 Uhr: Neuer Lieferplan für Impfstoff in Sachsen

Für Sachsen liegen nun genauere Angaben zu den eingeschränkten Impfstoff-Lieferungen der Hersteller Biontech und Pfizer vor. Für diese Woche ist noch eine größere Menge vorgesehen, in der kommenden Woche dann aber weniger. Das geht aus einem Lieferplan von Biontech hervor, der der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag vorlag.

Weitere Informationen zum Thema findet Ihr im aktuellen TAG24-Artikel.

UPDATE, 19. Januar, 14.50 Uhr: Leibniz-Institut: Schließung von Betrieben wäre Aktionismus

Der Chef des Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle, Reint Gropp (55), hat sich gegen ein Herunterfahren der Wirtschaft ausgesprochen.

Der Ökonom bezeichnete eine mögliche Schließung von Betrieben als Aktionismus.

Weitere Infos zum Thema findet Ihr >>>hier.

UPDATE, 19. Januar, 10.48 Uhr: Lockdown trifft Sachsen-Anhalts Schmalspurbahn und Tourismusbranche

Der Tourismus in Sachsen-Anhalt ist durch den Lockdown stark eingebrochen.

Im November 2020 meldeten die Beherbergungsbetriebe rund 200.000 Übernachtungen und somit einen Rückgang von etwa 65 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Statistische Landesamt am Dienstag mitteilt. Die Zahl der Besucher im Vergleich zum November 2019 sank um 78 Prozent auf rund 57.000 Gäste.

Für den Zeitraum zwischen Januar und November 2020 zählten die Beherbergungsbetriebe in Sachsen-Anhalt 2,2 Millionen Gästeankünfte und 5,8 Millionen Übernachtungen. Das entspricht einem Minus von 34,7 Prozent bei den Gästen und von 27,8 Prozent bei den Übernachtungen.

Ab dem 2. November durften nach der Corona-Eindämmungsverordnung keine Übernachtungen zu touristischen Zwecken stattfinden. Im Harz sei der Einbruch der Gästezahlen daraufhin mit rund 91 Prozent am höchsten ausgefallen, teilte die Statistik-Behörde mit.

Auch die bei Touristen beliebten Harzer Schmalspurbahnen hätten "klare Einbrüche" erlebt, sagte ein Sprecher der Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB). Mit wenigen Ausnahmen sei auch der Bahnverkehr auf dem etwa 140 Kilometer langen Streckennetz größtenteils zum Erliegen gekommen.

Immerhin gebe es Ausgleichszahlungen für Nahverkehrsunternehmen, mit denen die HSB einen Großteil ihrer Verluste auffangen könne.

UPDATE, 19. Januar, 9.30 Uhr: Inzidenzwert sinkt in Sachsen weiter

Die sächsischen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 695 weitere Corona-Neuinfektionen sowie 52 Todesfälle binnen eines Tages gemeldet. Zugleich sank die Sieben-Tage-Inzidenz auf 225, nach 245 am Vortag. Damit hat Sachsen im Bundesvergleich aber weiter die zweithöchste Infektionsrate nach Thüringen (256). Insgesamt haben sich bisher 167.685 Menschen aus dem Freistaat nachweislich mit dem Coronavirus infiziert, mehr als 5156 Infizierte sind gestorben.

Die höchste Infektionsrate in Sachsen wurde am Dienstag für den Landkreis Mittelsachsen (411,4) ausgewiesen - der bundesweit vierthöchste Wert. Zudem haben noch die Landkreise Meißen (329,3) und Bautzen (302,9) einen Inzidenzwert von mehr als 300.

UPDATE, 19. Januar, 7.30 Uhr: Corona-Jahr beschert Sachsen-Anhalt großes Haushaltsloch

Das Jahr 2020 hat für ein dickes Minus in Sachsen-Anhalts Haushaltsbüchern gesorgt.

Das Land habe 777 Millionen Euro weniger eingenommen als geplant, sagte Finanzminister Michael Richter (66, CDU) der Deutschen Presse-Agentur. Der vorläufige Jahresabschluss ist am Dienstag Thema im schwarz-rot-grünen Kabinett.

Laut Richter fielen allein die Steuereinnahmen rund 740 Millionen Euro niedriger aus. Hauptgrund für den Einbruch ist die Corona-Krise, die für einen weiteren kuriosen Effekt sorgt.

UPDATE, 18. Januar, 21.35 Uhr: Kretschmer schließt Lockdown für Betriebe und Nahverkehr aus

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat einen erheblich schärferen Lockdown im Freistaat ausgeschlossen. Eine Schließung der Betriebe und Einstellung des öffentlichen Nahverkehrs werde es nicht geben, sagte er am Montagabend in der Sendung "Fakt ist" im MDR-Fernsehen.

Mehr zum Thema erfahrt Ihr >>>hier.

UPDATE, 18. Januar, 18.20 Uhr: Corona-Infektionsgeschehen in Sachsen-Anhalt etwas verlangsamt

Das Corona-Infektionsgeschehen in Sachsen-Anhalt hat sich aktuellen Statistiken zufolge etwas verlangsamt. Binnen eines Tages wurden 420 neue Infektionen gemeldet, wie das Gesundheitsministerium am Montagnachmittag in Magdeburg mitteilte. Damit wurde in den vergangenen sieben Tagen bei 243,7 von 100.000 Sachsen-Anhaltern der Erreger Sars-Cov-2 nachgewiesen.

Am Montag vor einer Woche lag dieser Anteil auf einem ähnlichen Niveau (244,4). Zwischendurch war der Wert auf 275 angestiegen, sank dann aber wieder ab. Auf den Intensivstationen mussten laut Übersicht 194 Covid-Patienten behandelt werden, das waren 12 weniger als vor einer Woche.

UPDATE, 18. Januar, 17.01 Uhr: Mehr als 480 Verstöße bei Corona-Kontrollen in und um Leipzig

In der vergangenen Woche hat die Leipziger Polizei während zahlreicher Kontrollen zur Einhaltung der Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung 481 Verstöße im Stadtgebiet feststellen können.

Während in den umliegenden Landkreisen 141 Verfehlungen ermittelt wurden, waren es in der Stadt Leipzig insgesamt 340 Fälle. Am häufigsten fehlte es an triftigen Gründen für das Verlassen der Unterkunft. Außerdem habe man sich mehrfach nicht an die vorgeschriebene zulässige Personenzahl gehalten.

So habe es beispielsweise in der Nacht von Freitag zu Samstag einen Hinweis auf eine unzulässige Party in einer Garage in Lobstädt gegeben. Gegen acht Jugendliche wurde Anzeige wegen des Verstoßes gegen die Sächsische Corona-Schutz-Verordnung erstattet.

Einen ähnlichen Fall gab es am Samstagabend im Leipziger Stadtteil Volkmarsdorf. In einer Wohnung, dessen Mieter offenbar Geburtstag gefeiert hatte, wurden sieben Personen aus verschiedenen Haushalten festgestellt.

UPDATE, 18. Januar, 16.46 Uhr: Die aktuellen Corona-Zahlen aus Sachsen auf einen Blick

Die aktuellen Fallzahlen und Inzidenzwerte aus Sachsen.
Die aktuellen Fallzahlen und Inzidenzwerte aus Sachsen.  © TAG24

UPDATE, 18. Januar, 16.30 Uhr: Impfstoff in Sachsen reicht bis nächsten Montag

Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (62, SPD) geht davon aus, dass der vorhandene Impfstoff von Biontech und Pfizer bis nächsten Montag reicht. Damit könnten alle Termine für eine Zweitimpfung eingehalten werden, betonte die SPD-Politikerin am Montag. Gleichwohl räumte sie ein, unzufrieden mit dem Tempo bei den Corona-Schutzimpfungen zu sein. "Wir könnten mehr impfen, aber das geht nicht, weil der Impfstoff fehlt".

Biontech/Pfizer hatte Lieferengpässe angekündigt, Sachsen kann daher vorerst keine neuen Termine für Impfungen vergeben. Am Montag wollten sich die Gesundheitsminister der Länder mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (40, CDU) dazu verständigen. "Ich erwarte vom Hersteller, dass die Lieferausfälle nachgeliefert werden", so Köpping.

Zugleich sprach Köpping angesichts der Corona-Infektionen im Freistaat von einer "ganz leichten" Verbesserung. Erstmals hätte es binnen eines Tages weniger als 1000 Neuinfektionen gegeben. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden in Sachsen am Montag 448 Neuinfektionen und 46 neue Todesfälle gemeldet. Der Lockdown zeige eine erste Wirkung.

UPDATE, 18. Januar, 15.21 Uhr: Impfzentrum in Stendal hat Arbeit aufgenommen

Der Start im Stendaler Impfzentrum ist den Angaben des Landkreises zufolge reibungslos verlaufen.

Alle angemeldeten Personen seien erschienen und hätten ihre Corona-Schutzimpfung erhalten können, sagte eine Sprecherin des Landkreises am Montag. Die Organisatoren seien "sehr zufrieden" mit dem Auftakt.

Bis Ende Februar seien täglich 36 Termine vergeben worden. Sollten in den kommenden Wochen mehr Personal und mehr Impfstoff zur Verfügung stehen, könne im Zentrum eine zweite Strecke mit weiteren 36 Terminen pro Tag eingerichtet werden.

Zudem sei ein Konzept in Arbeit, wie Menschen außerhalb des Impfzentrums versorgt werden könnten. Es soll der Sprecherin zufolge Ende des Monats vorliegen.

Wenn es dann auch ausreichend Impfstoff gebe, könnten Menschen älter als 80 Jahre künftig abseits des Zentrums geimpft werden.

UPDATE, 18. Januar, 14.58 Uhr: Lockdown-Verlängerung in Sachsen bis Mitte Februar möglich

Michael Kretschmer (CDU, 2.v.l.), Ministerpräsident von Sachsen, steht im Vollschutzanzug auf der Covid-19 Intensivstation im Städtischen Klinikum Dresden.
Michael Kretschmer (CDU, 2.v.l.), Ministerpräsident von Sachsen, steht im Vollschutzanzug auf der Covid-19 Intensivstation im Städtischen Klinikum Dresden.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Sachsens Regierungschef Michael Kretschmer (45, CDU) hält eine Verlängerung des Corona-Lockdowns im Freistaat bis 14. Februar für denkbar.

Nach einem Besuch im Städtischen Klinikum Dresden sprach er sich am Montag erneut für einen Stufenplan bis Ostern aus.

"Wir müssen in Sachsen – glaube ich – nicht viel nachschärfen. Wir müssen nur das, was wir uns vorgenommen haben, konsequent umsetzen." Dann werde man auch niedrigere Infektionszahlen erreichen.

Weitere Informationen zum Thema findet Ihr im aktuellen TAG24-Artikel.

UPDATE, 18. Januar, 9.45 Uhr: Leipzigs OB will Regelverschärfung

Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (62) fordert schärfere Maßnahmen im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus.

"Ich werde und will mich nicht an täglich 1000 Tote in Zusammenhang mit Corona gewöhnen. Deshalb halte ich einen harten Lockdown jetzt für geboten", sagte der SPD-Politiker.

Alles dazu >>>hier.

UPDATE, 17. Januar, 17.49 Uhr: Schulen in Sachsen öffnen für Abschlussklassen

Nach vierwöchiger Pause öffnen zahlreiche Schulen in Sachsen am Montag für die Abschlussklassen. Rund 50.800 Mädchen und Jungen werden dann in geteilten Klassen unterrichtet, um sich besser auf anstehende Prüfungen vorbereiten zu können.

Die Teilöffnung mitten im Corona-Lockdown sorgt allerdings für Diskussionen. Kritik gab es im Vorfeld von der Gewerkschaft GEW, auch der Lehrerverband hält die Rückkehr Tausender Schüler angesichts der weiterhin hohen Infektionszahlen für verfrüht.

An zahlreichen Schulen herrscht zudem Unsicherheit, weil am Dienstag Bund und Länder über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise beraten. Weitere Verschärfungen sind nicht ausgeschlossen.

Schüler und Lehrer können sich zu Beginn der Woche kostenlos mit einem Schnelltest auf das Coronavirus untersuchen lassen. Dafür gibt es im Land rund 100 zentrale Testschulen. Bis zum Freitagmorgen hatten sich 35 Prozent der Schüler für einen freiwilligen Antigen-Test angemeldet. Genaue Zahlen werden für Montag erwartet.

UPDATE, 17. Januar, 15.55 Uhr: Vorerst keine neuen Impftermine in Sachsen

In Sachsen können vorerst keine neuen Impftermine vergeben werden. Weder online noch telefonisch sei eine Vereinbarung ab Montag möglich, sagte Kai Kranich vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag.

Mehr Informationen dazu findet Ihr >>>hier.

UPDATE, 17. Januar, 14.34 Uhr: 97 neue Todesfälle in Sachsen

In Sachsen sind binnen eines Tages 97 neue Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 registriert worden. Damit stieg die Zahl der Menschen, die seit Beginn der Pandemie im vergangenen März an oder mit Corona gestorben sind, auf 5079. Das geht aus den Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Sonntag hervor.

Die Zahl der Neuinfektionen stieg innerhalb von 24 Stunden um 1280 auf insgesamt rund 166.500. Am Wochenende fallen die Zahlen oft niedriger aus, weil weniger getestet und gemeldet wird.

Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner liegt im Freistaat demnach bei 253 und damit unter den Werten der vergangenen Tage.

Bundesweit verbucht derzeit Thüringen die höchste Sieben-Tage-Inzidenz – gefolgt von Sachsen und Sachsen-Anhalt.

UPDATE, 16. Januar, 18.07 Uhr: Strenge Regeln in Sachsen zeigen Wirkung

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (45, CDU) meldete sich am Samstag auf Twitter mit deutlichen Worten. Die strengen Maßnahmen in Sachsen zeigen ihre Wirkung.

Aufgrund der hohen Zahl der Verstorbenen solle der bis 7. Februar geltende Lockdown weiterhin genutzt werden, um Corona so weit wie möglich zurückzudrängen.

Dennoch gebe es Hoffnung. Noch im Dezember lag die Inzidenz im gesamten Freistaat bei über 400, inzwischen jedoch "nur" noch bei 256 (Stand: Samstag 16 Uhr).

Weitere Informationen dazu findet Ihr im aktuellen TAG24-Artikel.

UPDATE, 16. Januar, 17.23 Uhr: Höchste Inzidenz in Sachsen-Anhalt im Landkreis Wittenberg

In Sachsen-Anhalt breitet sich das Coronavirus weiter aus. Besonders betroffen ist der Landkreis Wittenberg mit der landesweit höchsten Sieben-Tage-Inzidenz von 419. Die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen in Sachsen-Anhalt lag am Samstag bei 249,5, wie das Sozialministerium in Magdeburg mitteilte.

Auch im Landkreis Mansfeld-Südharz und im Burgenlandkreis war die Lage weiter sehr angespannt – mit Inzidenz-Werten von 400 und 402.

In Sachsen-Anhalt wurden laut Ministerium binnen eines Tages 426 neue Corona-Fälle gemeldet. Damit stieg die Gesamtzahl der Infizierten seit Beginn der Pandemie auf 42.915 (Stand: Samstag 13.23 Uhr). Aktuell sind demnach 9263 Menschen im Land mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, als genesen gelten 32.697 Menschen. Die Zahl der gemeldeten Patienten, die mit oder an dem Virus starben, stieg um 44 auf 1158.

In den Krankenhäusern sind den Angaben nach 200 Intensiv- und Beatmungsbetten mit Covid-19-Patienten belegt. 113 dieser Patienten werden beatmet. Unterdessen wurden bislang 33 127 Menschen im Land gegen das Virus geimpft.

UPDATE, 16. Januar, 14.58 Uhr: Knapp 43.500 Menschen geimpft – Sachsen holt auf

Der Freistaat Sachsen holt bei den Corona-Schutzimpfungen weiter auf. (Symbolbild)
Der Freistaat Sachsen holt bei den Corona-Schutzimpfungen weiter auf. (Symbolbild)  © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

Sachsen holt beim Impfen weiter auf, liegt aber im bundesweiten Vergleich immer noch im hinteren Bereich. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom Samstag liegt die Impfquote inzwischen bei 10,7 pro 1000 Einwohner. Bis einschließlich Freitag bekamen demnach knapp 43.500 Menschen im Freistaat eine Schutzimpfung – mit rund 34.400 die meisten Beschäftigte aus dem medizinischen Bereich.

Spitzenreiter in Deutschland ist Mecklenburg-Vorpommern mit einer Quote von 23,4, der bundesweite Durchschnitt liegt bei 12,6.

Zuletzt gab sich Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) zuversichtlich, dass Sachsen vom Lieferengpass des Impfstoffherstellers Pfizer/Biontech weniger stark betroffen sei als andere Bundesländer und garantierte die notwendige Wiederholungsimpfung. Der Freistaat habe die Hälfte der zur Verfügung stehenden Dosen dafür zurückgehalten, hieß es.

UPDATE, 16. Januar, 14.24 Uhr: 850 Soldaten in Sachsen im Einsatz

Die Bundeswehr spielt in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen eine wichtige Rolle zur Bekämpfung der Corona-Pandemie.

Insgesamt sind in den drei Ländern rund 1300 Soldatinnen und Soldaten im Einsatz (Stand 6. Januar). Das geht aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums an den sächsischen FDP-Bundestagsabgeordneten Torsten Herbst hervor. Die meisten helfen demnach in Sachsen aus – rund 850 befinden sich im Einsatz.

Wo die Soldaten eingesetzt werden und wie viele in den anderen beiden mitteldeutschen Bundesländern aktiv sind, lest Ihr >>> hier.

UPDATE, 16. Januar, 14.07 Uhr: Inzidenz in Sachsen gesunken, 188 neue Todesfälle

In Sachsen ist die Zahl der Corona-Infektionen auf über 165.000 angestiegen. Von Freitag auf Samstag wurden 1823 neue Fälle registriert, wie aus den aktuellen Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Der Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche liegt demnach bei 256. Am Freitag war er mit 274 noch höher.

Auch deutschlandweit ist der Inzidenzwert etwas gesunken und liegt derzeit bei 139. Insgesamt 4982 Menschen sind bislang in Sachsen mit oder an dem Coronavirus gestorben – 188 Sterbefälle kamen innerhalb von 24 Stunden hinzu.

UPDATE, 16. Januar, 8.10 Uhr: Corona-Verstöße sorgen für Tausende Verfahren und Bußgelder in Sachsen-Anhalt

Die Kommunen in Sachsen-Anhalt haben wegen Verstößen gegen die Corona-Eindämmungsverordnung im vergangenen Jahr Tausende Verfahren eingeleitet und Bußgelder kassiert.

  • In Halle (Saale) etwa seien knapp 73.000 Euro wegen Vergehen gegen die Eindämmungsverordnung eingenommen worden, teilte ein Sprecher der Stadt mit. 1687 Verfahren wurden demnach eingeleitet.
  • Die Landeshauptstadt Magdeburg ordnete wegen Verstößen gegen die Eindämmungsverordnung mehr als 97.000 Euro Bußgelder aus 525 Verfahren an. Laut einer Sprecherin der Stadt sind davon bislang etwa 45.000 Euro eingenommen worden.
  • Dessau-Roßlau habe 2020 bei 86 Verfahren wegen Verstößen gegen die Corona-Regeln etwa 9000 Euro eingenommen, teilte ein Stadtsprecher mit.

UPDATE, 15. Januar, 18.45 Uhr: Sachsen garantiert zweite Schutzimpfung trotz Lieferengpass

Sachsen garantiert trotz des Lieferengpasses beim Corona-Impfstoff auch die Wiederholungsimpfung. Das gilt für Menschen, die seit dem 27. Dezember bereits geimpft wurden, sowie für jene, die schon einen Termin für die nächsten Tage haben. "Wir haben klug und vorsichtig geplant und können allen die zweite Impfung garantieren, die in den kommenden Tagen dran sind", sagte Gesundheitsministerin Petra Köpping (62, SPD) am Freitagabend.

Sachsen sei vom Lieferengpass des Impfstoffherstellers Pfizer/Biontech nicht so stark betroffen, weil man stets die Hälfte der zur Verfügung stehenden Dosen für die zweite Impfung zurückgehalten habe.

Der Pharmakonzern Pfizer kann nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums in den kommenden drei bis vier Wochen die bereits zugesagte Menge an Corona-Impfstoff nicht liefern. Grund für die Lieferprobleme sind Umbauten im Pfizer-Werk im belgischen Puurs.

UPDATE, 15. Januar, 18.40 Uhr: Aktuelle Corona-Zahlen aus Sachsen

Die aktuellen Fallzahlen und Inzidenzwerte aus Sachsen.
Die aktuellen Fallzahlen und Inzidenzwerte aus Sachsen.  © TAG24

UPDATE, 15. Januar, 17.10 Uhr: Kretschmer will Grenze zu Tschechien offenhalten

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (45, CDU) will die Grenzen für Berufspendler aus Tschechien einem Bericht zufolge offenhalten.

Es sei allgemein bekannt, dass ohne die Ärzte sowie die Krankenpflegerinnen und -pfleger aus dem Nachbarland die Gesundheitsversorgung nicht aufrechterhalten werden könne.

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UPDATE, 15. Januar, 17.05 Uhr: Sachsen will Einrichtung für Quarantäne-Verweigerer in Betrieb nehmen

Sachsen will in der kommenden Woche eine Einrichtung für Quarantäne-Verweigerer in Betrieb nehmen. Das teilte das Innenministerium am Freitag mit.

Alle Infos dazu >>>hier.

UPDATE, 15. Januar, 16.52 Uhr: 867 Neuinfektionen in Sachsen-Anhalt, 20 weitere Tote

In Sachsen-Anhalt sind von Donnerstag- bis Freitagnachmittag 867 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Damit seien 9263 Menschen aktuell infiziert, teilte das Sozialministerium in Magdeburg mit. Binnen der vergangenen sieben Tage wurden 266,22 Neuansteckungen je 100.000 Einwohner bekannt.

Drei Landkreise hatten laut dem Ministerium eine Sieben-Tage-Inzidenz von über 400: der Burgenlandkreis (403,14), Mansfeld-Südharz (423,89) und der Landkreis Wittenberg (468,18). Die mit Abstand geringste Inzidenz von 108,18 wurde für die Landeshauptstadt Magdeburg erfasst.

Landesweit wurden von Donnerstag auf Freitag 20 Sterbefälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Insgesamt sind bislang 1114 Menschen mit oder an dem Virus gestorben. Unterdessen sind in Sachsen-Anhalt 195 Intensiv- und Beatmungsbetten mit Covid-19-Patienten belegt, 109 von ihnen werden künstlich beatmet. In Sachsen-Anhalt sind seit Beginn der Pandemie 42.480 Corona-Fälle erfasst und 3712 Erkrankte in Krankenhäusern behandelt worden.

Seit Beginn der Impfungen haben landesweit 31.723 Menschen den Piks bekommen, hieß es weiter. Allein am Donnerstag waren 2275 Impfungen hinzugekommen.

UPDATE, 15. Januar, 16.05 Uhr: Halle will ab Montag über 90-Jährige impfen

Die Stadt Halle will von Montag an schrittweise Menschen über 90 Jahre gegen das Coronavirus impfen. Voraussetzung ist eine Anmeldung. Es stünden insgesamt 135 Impfdosen bereit, teilte Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) am Freitag mit. "Wir warten sehnsüchtig auf die nächste Lieferung."

Wie ein Sprecher der Stadt mitteilte, leben in Halle rund 2600 Menschen, die älter als 90 Jahre sind. Die Stadt hat nach eigenen Angaben rund 240.500 Einwohner. Das Angebot für eine Impfung ist freiwillig und kostenlos.

Die Zahl der Neuinfektionen in den vergangen sieben Tagen je 100.000 Einwohner lag in Halle bei 311 und damit doppelt so hoch wie der am Freitagmorgen vom Robert Koch-Institut ausgewiesene Wert von 146.

UPDATE, 15. Januar, 15.55 Uhr: Weniger Passagiere an Sachsens Flughäfen, Luftfracht im Aufschwung

Im Jahr 2020 lag das Passagieraufkommen an den Flughäfen Dresden und Leipzig/Halle mit insgesamt 918.341 Fluggästen ganze 78,2% unter dem Vorjahreswert. Der Flughafen Dresden zählte 385.651 Fluggäste, das sind 75,9% weniger als noch 2019. Am Flughafen Leipzig/Halle sank die Zahl der Fluggäste um 79,7% auf 532.690.

Dafür stieg der Frachtumschlag am Flughafen Leipzig/Halle 2020 um 11,7% auf rund 1.383.485 Tonnen. Dabei handelt es sich um einen neuen Höchstwert, wie die Mitteldeutsche Flughafen AG mitteilte.

Besonders deutlich nahm das Wachstum in den letzten Monaten des Jahres zu. Allein im Dezember erhöhte sich das Frachtaufkommen um 35% auf rund 140.940 Tonnen.

UPDATE, 15. Januar, 14.05 Uhr: Zahl der Corona-Infektionen in Sachsen steigt weiter

In Sachsen ist die Zahl der Corona-Infektionen auf über 163.000 angestiegen. Alleine von Donnerstag auf Freitag wurden 2117 neue Fälle registriert, wie aus den aktuellen Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Der Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen liegt demnach bei 274.

Damit liegt Sachsen bundesweit auf dem zweiten Platz, was die Zahl der Neuinfektionen angeht – hinter Thüringen. Deutschlandweit liegt der Inzidenzwert derzeit bei 146.

Insgesamt 4794 Menschen sind bislang in Sachsen mit oder an dem Coronavirus gestorben, 211 Sterbefälle kamen innerhalb von 24 Stunden hinzu. Bei den Impfungen pro 1000 Einwohner lag das Land mit 9,7 nach Zahlen des RKI vom Freitag im bundesweiten Vergleich im hinteren Bereich.

UPDATE, 15. Januar, 13.39 Uhr: 101-Jährige aus Halberstadt erhält zweite Corona-Impfung

Im Landkreis Harz, wo vor drei Wochen vorfristig mit den Corona-Impfungen begonnen worden war, laufen seit Freitag die Zweitimpfungen. Im Halberstädter Seniorenzentrum Krüger bekam die 101-jährige Edith Kwoizalla als erste den zweiten kleinen Stich.

Vor etwa drei Wochen war sie auch schon die erste gewesen (TAG24 berichtete). Kwoizalla wirkte am Freitag, wie schon beim ersten Termin, etwas aufgeregt, aber heiter.

Heimbetreiber Tobias Krüger zufolge ließen sich alle 40 Bewohnerinnen und Bewohner erneut impfen, die auch schon vor drei Wochen dazu bereit waren.

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Edith Kwoizalla bei ihrem zweiten Impftermin.
Edith Kwoizalla bei ihrem zweiten Impftermin.  © Matthias Bein/dpa-Zentralbild/dpa

UPDATE, 15. Januar, 12.53 Uhr: Kretschmer für mehrere Wochen der harten Kontaktreduzierungen

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat sich wegen der weiterhin viel zu hohen Corona-Infektionszahlen dafür ausgesprochen, die Kontaktbeschränkungen bundesweit für zwei bis drei Wochen drastisch zu verschärfen. Man habe die Erfahrung machen müssen: "Reduzierung von Inzidenz geht nur mit ganz hartem Lockdown", sagte Kretschmer am Freitag in einer Online-Pressekonferenz vor dem CDU-Parteitag. "Dieser softe Lockdown mit offenen Schulen, Kindergärten, mit offenen Einkaufsmöglichkeiten bringt nichts. Deswegen: Hart und konsequent."

Wegen der Veränderungen des Virus stehe man vor einer neuen Bedrohung, sagte Kretschmer. Deswegen sei es angezeigt, "noch einmal einen auch deutschlandweiten Kraftakt zu wagen". Er sprach sich zugleich für die Möglichkeit regionaler Abweichungen aus.

Es müsse immer mitbedacht werden, welche Durchhaltefähigkeit man habe, sagte Kretschmer. Könne man das Land über Monate so runterfahren, wie man es getan habe, oder gehe das nur für eine begrenzte Zeit. Sein Zieldatum sei der 8. Februar. Bis dahin wolle er maximal die Inzidenz reduzieren.

Angesichts der hohen Infektionszahlen sei es "richtig, jetzt noch einmal zu versuchen, zwei oder drei Wochen (zu) reduzieren, gemeinsam, um dann von einem anderen Niveau aus entweder Lockerungen vorzunehmen oder die schwere Zeit der Mutation zu durchstehen und die Krankenhäuser eben nicht vorher schon übervoll zu haben".

Bund und Länder wollen nach Angaben von Regierungssprecher Steffen Seibert an diesem Dienstag über das weitere Vorgehen beraten. Ursprünglich war die nächste Schalte für den 25. Januar angesetzt.

UPDATE, 15. Januar, 12.10 Uhr: Corona-Fall im Impfzentrum Belgern

Im Impfzentrum Belgern (Landkreis Nordsachsen) ist ein Mitarbeiter aus dem medizinischen Bereich positiv auf das Coronavirus getestet worden. Bisher sei keine Übertragung auf andere Mitarbeiter nachgewiesen worden, teilte das Deutsche Rote Kreuz (DRK) am Freitag mit. Alle 30 Einsatzkräfte des Impfzentrums hätten sich freiwillig einem Corona-Schnelltest unterzogen - alle seien negativ ausgefallen.

Der erkrankte Mitarbeiter hat den Angaben zufolge keine Impfungen vorgenommen. Dennoch wurden sämtliche Helfer vorsorglich für die nächsten Tage vom Dienst befreit,erklärte ein DRK-Sprecher. Damit in Belgern weiter geimpft werden kann, springen Mitarbeiter aus anderen Impfzentren, der Kassenärztlichen Vereinigung sowie auch die Bundeswehr ein.

UPDATE, 15. Januar, 12 Uhr: Wer wird wann geimpft?

Anfang der Woche haben die sächsischen Impfzentren ihre Arbeit aufgenommen (TAG24 berichtete) und arbeiten zunächst die Personengruppen mit der höchsten Priorität ab, bevor der Rest der Bevölkerung geimpft werden kann. Die Redaktion von Vergleich.org hat eine praktische Infografik erstellt, die die einzelnen Impfgruppen auf einen Blick darstellt.

Wie man in der Grafik sehen kann, sind in der ersten Gruppe die über 80-Jährigen und Einwohner von Alten- und Pflegeheimen dran, genauso wie medizinische Fachkräfte und Pfleger. In der Impfgruppe 2 kommen dann die über 70-Jährigen und unter anderem Patienten einer Organtransplantation dran. Impfgruppe 3 beinhaltet über 60-Jährige und beispielsweise Erzieher und Lehrer. Erst danach folgt die Impfgruppe 4 mit gesunden Personen unter 40 Jahren.

Die Infografik gibt einen Überblick.
Die Infografik gibt einen Überblick.  © vergleich.org

UPDATE, 14. Januar, 19.20 Uhr: Sachsen-Anhalt erwägt Lockerungen für potenzielle Sitzenbleiber

Wegen des aktuellen Corona-Notbetriebs an Sachsen-Anhalts Schulen erwägt das Bildungsministerium Lockerungen bei Versetzungsfragen. Es werde an konkreten Regelungen gearbeitet, sagte ein Ministeriumssprecher am Donnerstagabend auf Anfrage. Klarheit solle in den kommenden Tagen herrschen.

Laut Ministerium soll es bei der Entscheidung, ob Schülerinnen und Schüler eine Klasse wiederholen müssen, ähnliche Spielräume geben wie im vergangenen Schuljahr. Nach den ersten coronabedingten Schulschließungen im März und April 2020 hatte das Land zwar keine prinzipielle Versetzung aller Schüler unabhängig von ihren Leistungen angeordnet und Sitzenbleiben war weiterhin möglich.

Allerdings wurden den Lehrkräften große Spielräume eingeräumt, Kinder und Jugendliche zu versetzen, die aufgrund der Situation kaum Noten bekommen hatten. Zudem sollen Eltern leichter die Möglichkeit bekommen, ihre Kinder freiwillig eine Klasse wiederholen zu lassen.

UPDATE, 14. Januar, 18.10 Uhr: Höchstwert an Corona-Neuinfektionen in Sachsen-Anhalt

Trotz der zahlreichen Einschränkungen breitet sich das Coronavirus in Sachsen-Anhalt immer schneller aus. Am Donnerstag meldete das Gesundheitsministerium 1097 neue Nachweise und damit mehr als an allen anderen Tagen seit Ausbruch der Pandemie vor etwa zehn Monaten. 62 Infizierte sind demnach seit Mittwoch gestorben. Insgesamt starben bis Donnerstag somit 1094 Menschen in Sachsen-Anhalt während einer Corona-Infektion.

Von 100.000 Sachsen-Anhaltern steckten sich in den vergangenen sieben Tagen im Schnitt 275,3 an. In neun der 14 Landkreise und kreisfreien Städte des Landes lag diese 7-Tages-Inzidenz am Donnerstag über 200. Ab diesem Wert sollen die Landkreise die Bewegungsfreiheit auf 15 Kilometer einschränken. Eine landesweite Regelung dazu gibt es bisher nicht.

Besonders hoch lag der Sieben-Tage-Wert mit 496,2 im Saalekreis, und im Landkreis Wittenberg (473,8). Die wenigsten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in den letzten sieben Tagen gab es in der Landeshauptstadt Magdeburg (102,3).

UPDATE, 14. Januar, 17.55 Uhr: Aktuelle Corona-Zahlen aus Sachsen

Die aktuellen Fallzahlen und Inzidenzwerte aus Sachsen.
Die aktuellen Fallzahlen und Inzidenzwerte aus Sachsen.  © TAG24

UPDATE, 14. Januar, 17.50 Uhr: Bisher 34.600 Impfungen in Sachsen

Knapp 34.600 Personen landesweit wurden nach der Übersicht des RKI bisher geimpft - vor allem medizinisches Personal, aber auch fast 6670 Bewohner von Pflegeheimen. Impfdosen, die nicht gebraucht werden, werden anderweitig geimpft, wie das Gesundheitsministerium auf Anfrage mitteilte. Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienste und Hilfsorganisationen werden dann angefragt, "ob diese sehr kurzfristig ins Impfzentrum kommen könnten".

Inzwischen hat Sachsen beim Impfen im bundesweiten Vergleich weiter aufgeholt und liegt im hinteren Mittelfeld. Alle 9000 zur Verfügung stehenden Termine über das Onlineportal sind laut DRK Sachsen vergeben, in dessen Händen die Koordination liegt. Bisher haben sich 50.000 Bürger registriert, insgesamt gab es 1,6 Millionen Zugriffe auf die Seite, wie ein Sprecher sagte.

UPDATE, 14. Januar, 17.45 Uhr: Sachsen-Inzidenzwert unter 300

Sachsen hat bei den Corona-Neuinfektionen binnen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner indes die 300er Marke unterschritten. Das Robert Koch-Institut (RKI) und die aktuelle Übersicht des Gesundheitsministeriums wiesen die sogenannte Inzidenz jeweils mit 292,4 aus.

Das ist weiterhin der zweithöchste Wert im Vergleich der Bundesländer - nach dem bundesweiten Spitzenreiter Thüringen (310,4). Mit 493,5 lag der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge im bundesweiten Vergleich weiter auf dem zweiten Platz.

Das Gesundheitsministerium meldete 1911 Neuinfektionen im Vergleich zum Mittwoch sowie 212 weitere Todesfälle. Damit sind mehr als 163.000 Fälle seit Ausbruch der Pandemie im Freistaat nachgewiesen; 4786 Menschen starben insgesamt mit oder an dem Virus. Auf fast 132.000 wird die Zahl der Genesenen geschätzt.

UPDATE, 14. Januar, 17.05 Uhr: Weltcup-Reitturnier in Leipzig abgesagt

Das Weltcup-Reitturnier in Leipzig findet wegen der Auswirkungen der Corona-Pandemie in diesem Jahr nicht statt. Die Veranstaltung war zunächst von Mitte Januar auf Mitte März verschoben worden und ist nun abgesagt. "Unter diesen Bedingungen geht es einfach nicht, auch wenn wir das sehr bedauern", sagte Turnier-Organisator Volker Wulff am Donnerstag.

Leipzig wäre für die Springreiter nach zahlreichen Absagen die einzige Weltcup-Station der Westeuropa-Liga im Programm des Weltverbandes FEI gewesen.

Das Final-Turnier der Hallen-Serie ist weiterhin am ersten April-Wochenende in Göteborg geplant.

UPDATE, 14. Januar, 16.55 Uhr: Linke kritisieren Kommunikation der Regierung in Corona-Krise

Susanne Schaper (42) ist unzufrieden mit der sächsischen Regierung.
Susanne Schaper (42) ist unzufrieden mit der sächsischen Regierung.  © Matthias Rietschel/dpa-Zentralbild/dpa

Die Linken haben die Kommunikation der sächsischen Regierung in der Corona-Krise kritisiert. Die Pandemie erzeuge schon genug Unsicherheit bei den Menschen, erklärte Parteichefin Susanne Schaper (42) am Donnerstag in Dresden: "Die Landesregierung wäre gut beraten, nicht jeden Tag eine neue Sau durchs Dorf zu treiben. Statt laut zu denken und jeden Tag neue Vorschläge zu präsentieren, ist stilles und effektives Arbeiten geboten."

Die Linken bezogen sich auf Äußerungen von Regierungschef Michael Kretschmer (45, CDU) und Gesundheitsministerin Petra Köpping (62, SPD). Kretschmer habe am Dienstag erklärt, man befinde sich "in den schwersten Wochen der Pandemie" und es sei nicht klar, welche Lockerungen es geben werde.

Nur einen Tag später habe er laut über die ersten Lockerungen nachgedacht. Köpping habe ebenfalls am Dienstag gesagt, man denke über eine FFP2-Maskenpflicht im Einzelhandel und Nahverkehr nach, und einen Tag später mitgeteilt, eine solch Verpflichtung werde es nicht geben.

"Statt wirrer Kommunikation nach außen und Gespräche mit den Lautesten zu führen, sollte die Staatsregierung sich endlich um die Menschen kümmern, die es in der Krise besonders schwer haben", betonte Linke-Fraktionschef Rico Gebhardt.

UPDATE, 14. Januar, 11.31 Uhr: GEW Sachsen kritisiert Teilöffnung von Schulen als fahrlässig

Angesichts der weiter angespannten Lage bei den Corona-Neuinfektionen in Sachsen fordert die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), die Schulen bis zu den Winterferien komplett geschlossen zu lassen.

Eine Teilöffnung für die Abschlussklassen ab dem 18. Januar sei "verantwortungslos" und "fahrlässig", kritisierte die Landesvorsitzende Uschi Kruse in einer Mitteilung vom Donnerstag.

Selbst Bundesländer mit deutlich niedrigeren Infektionszahlen wie Bayern oder Nordrhein-Westfalen hielten die Schulen bis zum Monatsende geschlossen. Laut Kruse wird eine Rückkehr Tausender Schüler und vieler Lehrer erneut zu Infektionen und Quarantänemaßnahmen an Schulen führen.

Mit Blick auf die Abschlussprüfungen und den Lehrplandruck verlangt die Bildungsgewerkschaft, über verschiedene Wege zur Entlastung der Schüler und Lehrer nachzudenken, so etwa über Abstriche am Lehrplan. "Wir vermissen hier allerdings klare Vorgaben und auch Rückendeckung für die Lehrkräfte, die sonst gezwungen sind, den Lehrplan weitgehend durchzupauken."

Vielmehr müssten Nachteile für die Schüler, die vor Prüfungen stehen, abgebaut werden.

Laut der aktuellen Corona-Schutzverordnung sollen Schüler der Abschlussklassen ab kommenden Montag wieder zur Schule gehen können - in geteilten Klassen.

Die ursprünglich vom 10. bis zum 22. Februar geplanten Winterferien werden auf die erste Februarwoche vorgezogen und verkürzt, die zweite Hälfte soll vor Ostern nachgeholt werden.

UPDATE, 13. Januar, 19.50 Uhr: Aktuelle Corona-Zahlen aus Sachsen

Die aktuellen Fallzahlen und Inzidenzwerte aus Sachsen.
Die aktuellen Fallzahlen und Inzidenzwerte aus Sachsen.  © TAG24

UPDATE, 13. Januar, 17.50 Uhr: Kretschmer für Lockerungen im Februar

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (45, CDU) hat sich für den Fall von Corona-Lockerungen für eine Öffnung der Friseurläden und Kosmetiksalons ausgesprochen.

Man überlege einen Stufenplan für Lockerungen, sagte er am Mittwoch: "Aus meiner Sicht muss es mit den körpernahen Dienstleistungen, den Friseuren, den Kosmetikern, auch im Februar wieder weitergehen."

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UPDATE, 13. Januar, 15.40 Uhr: Kostenlose Schnelltests für Lehrer und Schüler in Sachsen

Bevor Schüler in Sachsen an die Schulen zurückkehren, können sie sich einmalig und kostenlos mit einem Schnelltest auf das Coronavirus untersuchen lassen. Das teilte das Kultusministerium am Mittwoch mit. Das Angebot gilt auch für Lehrer an öffentlichen und privaten Schulen.

Am nächsten Montag (18. Januar) beginnen die Abschlussklassen wieder mit dem Präsenzunterricht. Für sie werde es das Testangebot erstmals geben, hieß es. Rund 48.000 Schüler im Freistaat drücken dann wieder die Schulbank.

Nach den Winterferien sollen sich auch Schüler ab der siebten Klasse testen lassen können. Kultusminister Christian Piwarz (CDU) verwies darauf, dass es keine Testpflicht gibt. Dennoch wünsche er sich, dass sich zum Schutz aller möglichst viele testen lassen. "Die Tests sollen sicherstellen, dass nach der langen Zeit des Lockdowns nur gesunde Personen die Schulen besuchen."

Laut Ministerium soll es nach derzeitigem Stand rund 100 ausgewählte Schulen geben, in denen sich Lehrer und Schüler zeitlich gestaffelt testen lassen können. Zudem sollen mobile Teams zum Einsatz kommen, die etwa Schulen in ländlichen Regionen anfahren.

UPDATE, 13. Januar, 15.20 Uhr: Probleme bei der Kinderbetreuung - SPD fordert Recht auf Homeoffice

Die SPD will Arbeitnehmer in der Corona-Krise mit zusätzlichen Rechten ausstatten. Fraktionschefin Katja Pähle (43) forderte am Mittwoch unter anderem ein Recht, von zu Hause aus zu arbeiten. "Die Möglichkeiten von Appellen an die Unternehmen scheinen ausgeschöpft", teilte die designierte Spitzenkandidatin der Sozialdemokraten mit. "Deshalb brauchen wir jetzt den gesetzlichen Anspruch auf Homeoffice, wo immer das möglich ist." Das sei vor allem für Unternehmen ohne Betriebsrat wichtig.

Für viele sei nicht nachvollziehbar, warum Schulen schließen müssen, Büros aber nicht. "Zwei Geschwisterkinder dürfen nicht gemeinsam von Oma und Opa betreut werden, aber ihre Eltern dürfen den ganzen Tag mit vielen Kolleginnen und Kollegen zusammen im Großraumbüro sitzen", sagte Pähle. "Das verstehen die Leute nicht, und damit haben sie recht."

Einen umfassenden Lockdown der Wirtschaft lehnt die Sozialdemokratin dennoch ab. "Angst vor Arbeitsplatzverlust, Versorgungsprobleme, Unterbrechung von Wertschöpfungsketten – das würde die Krise nur verschärfen", sagte Pähle. Ein vollständiger Shutdown der Wirtschaft könne daher keine Lösung sein.

Katja Pähle (43), Vorsitzende der SPD-Fraktion im Landtag von Sachsen-Anhalt.
Katja Pähle (43), Vorsitzende der SPD-Fraktion im Landtag von Sachsen-Anhalt.  © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/ZB

UPDATE, 13. Januar, 14.55 Uhr: 7 Prozent der Menschen in Sachsen bislang gegen Covid geimpft

Nach mehr als 5700 Impfungen am Dienstag haben in Sachsen bisher 0,7 Prozent der Menschen eine erste Spritze gegen das Coronavirus bekommen. Damit ist Sachsen im Vergleich der Bundesländer nicht mehr das Schlusslicht, liegt aber immer noch im hinteren Bereich. Das geht aus den Daten hervor, die das Robert Koch-Institut am Mittwoch veröffentlichte.

Am Dienstag wurden im Freistaat rund 2100 Dosen in den Impfzentren verabreicht, zudem mehr als 1200 an die Bewohner von Pflegeeinrichtungen. Auf die Krankenhäuser entfielen rund 2360 Impfungen. Danach wurden bisher in Sachsen insgesamt 29.421 Menschen geimpft - die meisten Impfungen entfallen auf medizinisches Personal. Bundesweit waren es rund 758.000 Geimpfte und damit 0,9 Prozent der Bevölkerung.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums bekommt Sachsen jede Woche rund 34.000 Impfdosen und verabreicht täglich rund 3000 Corona-Schutzimpfungen. Damit seien alle verfügbaren Impfdosen verplant, hieß es. Die Hälfte von ihnen werden für die notwendige zweite Impfung nach drei Wochen zurückgehalten.

UPDATE, 13. Januar, 14.50 Uhr: 9000 Impftermine online über Buchungsportal vergeben

In Sachsen verlief der Impfstart eher schleppend. (Symbolbild)
In Sachsen verlief der Impfstart eher schleppend. (Symbolbild)  © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

Zwei Tage nach der Freischaltung sind über das Online-Buchungsportal in Sachsen rund 9000 Termine für eine Corona-Schutzimpfung vergeben worden. Die Anzahl der freien Termine hänge von dem verfügbaren Impfstoff ab, teilte das Deutsche Rote Kreuz (DRK) am Mittwoch mit. Täglich stehen demnach rund 1500 Dosen für die 13 Impfzentren im Freistaat zur Verfügung.

Das DRK verwies darauf, dass nur Termine vereinbart werden, wenn feststeht, ob und welcher Impfstoff an dem jeweiligen Impftag zur Verfügung steht. Für die nächste Woche seien daher die meisten Termine vergeben, hieß es.

In den vergangenen Tagen mussten sich sowohl das Gesundheitsministerium als auch das DRK für einen schleppenden Impfstart und Probleme mit dem Buchungsportal rechtfertigen - beide verteidigten wiederholt die sächsische Impfstrategie. Am Dienstagabend wurde bekannt, dass die Telefonhotline später als geplant mit der Vergabe von Impfterminen startet.

Das DRK ging am Mittwoch davon aus, dass ab dem 18. Januar über die Hotline (0800-0899089) Termine gebucht werden können. Bisher werden über die Nummer lediglich Fragen zum Thema Impfen beantwortet. Laut DRK wird derzeit an einer technischen Lösung gearbeitet .

UPDATE, 13. Januar, 12.03 Uhr: Nachwuchs-Leistungssport soll in Sachsen ab 18. Januar wieder starten

Die Initiative "TeamSportSachsen" plant ab 18. Januar die schrittweise Wiederaufnahme des Trainingsbetriebes im Nachwuchsleistungssport.

Der Wiedereinstieg soll unter Berücksichtigung der geltenden Corona-Schutz-Verordnung des Freistaates sowie der an den Standorten bestehenden Beschulungssituation ab Altersklasse U15 erfolgen.

Die Mitglieder hätten sich dabei auf ein Konzept verständigt, welches pro Woche zwei Schnelltests und eine Reduzierung der Trainingsgruppengröße vorsieht, heißt es in der Mitteilung.

UPDATE, 12. Januar, 19.40 Uhr: Fast keine Treffer bei Corona-Schnelltests an Sachsen-Anhalts Schulen

An Sachsen-Anhalts Schulen und Kitas haben sich Tausende Beschäftigte freiwillig auf das Coronavirus getestet, es wurden aber fast keine Infektionen nachgewiesen.

Fast alle Kita-Träger hätten gemeldet, dass sich viele ihre Erzieherinnen beteiligt haben und alle negativ getestet worden seien, sagte Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (58, SPD) am Dienstag.

An den Schulen nutzten laut Bildungsminister Marco Tullner (52, CDU) rund 70 Prozent aller Beschäftigten die Testmöglichkeit. Seinem Ministerium zufolge gingen bis Dienstagnachmittag nur Meldungen über zwölf positive Schnelltests ein, von denen bisher nur einer von einem ergänzenden Labor-Test bestätigt werden konnte. Weitere Labor-Ergebnisse stünden noch aus, hieß es.

Das Land hatte jeweils rund 40.000 Tests an den Schulen sowie den Kitas verteilt, damit sich dort kurz vor Ende der Weihnachtsferien sämtliches Personal von den Pädagoginnen über die Hausmeister bis hin zu den Sekretärinnen selbst und freiwillig auf das Coronavirus testen konnte. Die Tests waren für vorigen Donnerstag und Freitag angesetzt. Die Rückmeldungen zogen sich über das Wochenende hin.

Kritiker hatten moniert, dass es zu unsicher sei, wenn die Beschäftigten den Abstrich für den Schnelltest selbst nehmen. Es bestehe die Gefahr, dass Tests negativ ausfielen, obwohl die Betroffenen infiziert seien, hieß es. Normalerweise wird das von entsprechend geschultem medizinischen Personal übernommen.

Zeigt die geringe Trefferquote bei tausenden durchgeführten Corona-Schnelltests und landesweit vergleichsweise hohen Fallzahlen, dass die Kritiker Recht hatten? Die zuständigen Minister wiesen das zurück. Es sei ausdrücklich erlaubt, die Schnelltests auch von den Betreffenden selbst durchführen zu lassen, sagte Bildungsminister Tullner. Das Land sei zufrieden mit der Aktion und überlege, weitere Schnelltests anzuschaffen, um diese etwa vor der Rückkehr zum Wechselunterricht erneut breit einzusetzen, sagte Grimm-Benne.

UPDATE, 12. Januar, 19.35 Uhr: Sachsen-Anhalts Gesundheitsministerin gegen Impfpflicht für Pflegekräfte

Sachsen-Anhalts Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (58, SPD) hat sich gegen eine Impfpflicht für Pflegekräfte ausgesprochen.

Sie halte es weiterhin für besser, auf Aufklärung und Freiwilligkeit zu setzen, sagte die SPD-Politikerin am Dienstag in Magdeburg. Es sei bereits zu erkennen, dass die anfängliche Zurückhaltung bei vielen Ärzten und Pflegekräften angesichts der Erfahrungen mit den Impfungen nachlasse. Sie bekomme gespiegelt, dass die Impfbereitschaft in der Pflege in Sachsen-Anhalt inzwischen bei bis zu 75 Prozent der Belegschaft liege.

Zuvor hatte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU) eine Corona-Impfpflicht für Beschäftigte in Alten- und Pflegeheimen ins Spiel gebracht (TAG24 berichtete). Wenn man höre und lese, dass sich dort wenige Pflegekräfte impfen lassen wollten, müsse man darüber diskutieren. "Der deutsche Ethikrat sollte sich damit beschäftigen", sagte der CSU-Politiker im ZDF-"Morgenmagazin".

Auch Vertreter der Pflegekräfte lehnen eine solche Verpflichtung hingegen ab. Es brauche mehr Informationen über die Impfungen und die Wirkungen, sagte eine Sprecherin des Regionalbereichs Südost des Berufsverbands für Pflegeberufe. Der Verband vertritt nach eigenen Angaben bundesweit rund 20.000 Pflegende und davon rund 1000 in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Mit einem Zwang werde möglicherweise das Gegenteil des Erwünschten erreicht.

In Sachsen-Anhalt wurden nach Behördenangaben bisher mehr als 24.000 Menschen gegen das Coronavirus geimpft (Stand: 12. Januar). Mit fast 12.000 wurde fast die Hälfte von ihnen aus beruflichen Gründen mit dem Vakzin versorgt. Außer Pflegenden und Beschäftigten von Krankenhäusern sind laut Prioritätensetzung der Bundesregierung bisher Menschen über 80 Jahre impfberechtigt, weil sie ein deutlich höheres Risiko haben, schwer an Covid-19 zu erkranken.

UPDATE, 12. Januar, 18.41 Uhr: Sachsen-Anhalt setzt bereits den Moderna-Impfstoff ein

Erstmals ist in Sachsen-Anhalt der Corona-Impfstoff des US-Herstellers Moderna zum Einsatz gekommen.

Die beiden Universitätskliniken in Halle und in Magdeburg erhielten zunächst die komplette erste Lieferung von 1200 Dosen des neuen Impfstoffes, wie Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (58, SPD) erklärte.

Einige Beschäftigte des Universitätsklinikum in Halle wurden am Dienstagnachmittag damit geimpft.

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Ein Mitarbeiter der Uniklinik Halle erhält den Moderna-Impfstoff.
Ein Mitarbeiter der Uniklinik Halle erhält den Moderna-Impfstoff.  © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

UPDATE, 12. Januar, 18.03 Uhr: Sachsens MP Kretschmer stellt Lockerungen im Februar oder März infrage

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (45, CDU) stellt infrage, ob es baldige Lockerungen des Corona-Lockdowns geben wird.

"Wir sind in den schwersten Wochen der Pandemie", twitterte der CDU-Politiker am Dienstag.

Niemand könne verlässlich einschätzen, was die Mutation des Virus in Deutschland anrichten wird. Deshalb sei derzeit noch nicht klar, welche Lockerungen es im Februar oder März geben wird. Ein Auftreten der Mutation würde ohne Lockdown in die Katastrophe führen.

In Sachsen gilt der Lockdown mit geschlossenen Schulen bis zum 7. Februar. Das Land ist seit Wochen bundesweiter Negativ-Spitzenreiter bei den Infektionszahlen.

UPDATE, 12. Januar, 17.53 Uhr: Aktuelle Corona-Zahlen aus Sachsen

Die aktuellen Fallzahlen und Inzidenzwerte aus Sachsen.
Die aktuellen Fallzahlen und Inzidenzwerte aus Sachsen.  © TAG24

UPDATE, 12. Januar, 15.42 Uhr: Unter dieser Nummer können Sachsen Termine buchen

Impf-Azubi Sachsen. Noch immer geht das Impfen gegen Corona im Freistaat schleppender als anderswo voran, obwohl das Land die höchsten Infektionsraten hat. Selbst das neue Impfportal klemmt (TAG24 berichtete) - aber aus einem ganz bestimmten Grund.

"Das Portal ist am Montag nicht zusammengebrochen. Es war nur ausgelastet. Wir haben es nämlich gedrosselt", erklärt Rüdiger Unger (60), Vorstandsvorsitzender des DRK-Sachsen, der die Seite in Auftrag gegeben hat.

Technisch könne das Portal mehr Terminbuchungen und die vorherigen Anmeldungen annehmen. Aber es sei einfach noch nicht genügend Impfstoff da, für den sich die Bürger anmelden könnten.

Um das Chaos auf dem Onlineportal zu entschärfen, hat das DRK am Dienstag die Nummer 0800/0899089 für telefonische Anmeldungen freigeschaltet.

Aber: Erst ab Donnerstag oder Freitag werden hier Termine vergeben. Und die Mitarbeiter des zuständigen Callcenters können auch nur auf die gedrosselte Onlineplattform zugreifen.

Mehr Infos dazu >>> hier.

UPDATE, 12. Januar, 14.58 Uhr: Sachsen gegen Impfpflicht für Pflegekräfte

Sachsen befürwortet keine Impfpflicht für Pflegekräfte. "Wir sind bei der Frage einer Pflicht eher zurückhaltend", sagte Staatskanzleichef Oliver Schenk (CDU) am Dienstag in Dresden. Aufklärung und Information seien wohl besser geeignet, die Akzeptanz zu erhöhen: "Wir setzen auf den Weg, mit Überzeugungsarbeit und Aufklärung eine hohe Impfquote zu erzielen."

Schenk reagierte damit auf einen Vorschlag des bayerischen Regierungschefs Markus Söder (CSU).

Bei einem anderen Thema sind die Sachsen näher an Bayern dran. Man werde darüber nachdenken, ob FFP2-Masken künftig im Einzelhandel und im Nahverkehr getragen werden müssen, sagte Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) am Dienstag nach der Kabinettssitzung. Bayern hatte das am gleichen Tag beschlossen. In Sachsen gilt das bisher nur für Pflegeheime.

UPDATE, 12. Januar, 14.40 Uhr: Mittagsverpflegung für Kita- und Schulkinder kann auch nach Hause geliefert werden

Wie das Amt für Schule und das Sozialamt am Dienstag mitteilte, kann bis zum 31. März die Mittagsverpflegung für Schul- und Kitakinder von Familien mit geringem Einkommen auch nach nach Hause geliefert werden.

Das Angebot richtet sich an Kinder und Jugendliche bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres in Familien, die Arbeitslosengeld II, Sozialgeld, Wohngeld, Kinderzuschlag, Leistungen nach dem SGB XII oder Asylbewerberleistungsgesetz beziehen. Diese Regelung gilt auch für Kinder und Jugendliche, die Inhaber eines Leipzig-Passes sind. Für Schülerinnen und Schüler gilt das Angebot nur außerhalb der Ferienzeiten.

Wie genau das funktioniert, lest Ihr >>>hier.

UPDATE, 12. Januar, 14.22 Uhr: Erneuter Höchststand: Sieben-Tage-Inzidenz in Halle über 335

Die Corona-Inzidenz in Halle ist auf einem neuen Höchststand: Die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in sieben Tagen sei am Dienstag auf 335,97 gestiegen, sagte Oberbürgermeister Bernd Wiegand (63, parteilos). Somit zähle die Stadt weiter zu den Hochrisikogebieten.

Die Zahl der Corona-Toten stieg laut Wiegand um 9 auf 136.

Kreise, die fünf Tage hintereinander Werte von mehr als 200 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner und Woche melden, sind dazu verpflichtet, ihren Bürgern einen 15-Kilometer-Radius vorzuschreiben.

Gezählt wird von den Grenzen von Städten, Gemeinden und Verbandsgemeinden an. Wer triftige Gründe wie Arztbesuche, Pflege von Angehörigen oder Besuche von Sorgeberechtigten hat, darf den Radius ebenso verlassen wie Menschen, die zur Arbeit fahren.

UPDATE, 12. Januar, 14 Uhr: Ausleihen mit Absprache wieder an einigen Bibliotheken möglich

Leseratten aufgepasst: Wer sich neue Medien in den Leipziger Bibliotheken ausleihen möchte, kann dies nun wieder tun. Allerdings muss vorher ein Termin vereinbart werden; auch müssen die gewünschten Artikel im Vornherein in einer Mail angefragt werden. Das Stöbern vor Ort ist also nach wie vor nicht erlaubt.

Wie genau die Ausleihe mit Termin funktioniert, lest Ihr >>>hier. Der "neue" Service ist allerdings nur in den Bibliotheken in Gohlis, Paunsdorf, Plagwitz und Südvorstadt und der Stadtbibliothek möglich.

Wer sich neue Medien in der Stadtbibliothek ausleihen möchte, hat nun die Chance dazu.
Wer sich neue Medien in der Stadtbibliothek ausleihen möchte, hat nun die Chance dazu.  © Sebastian Willnow/dpa

UPDATE. 12. Januar, 12.34 Uhr: Lage in den Krematorien laut Bestatterinnung unter Kontrolle

Die Bestatterinnung in Sachsen sieht die Lage in den seit Weihnachten überfüllten Krematorien des Freistaats unter Kontrolle. Auch wenn von einer größeren Entspannung noch nicht die Rede sein könne, habe sich die Lage normalisiert, sagte Innungsobermeister Tobias Wenzel am Dienstag der Deutschen Presse- Agentur in Dresden: "Es ist nicht mehr so dramatisch wie noch in der Weihnachtszeit. Die Mitarbeiter haben das im Griff."

Die Sterbezahlen seien nach wie vor hoch. Aber nur in Einzelfällen müssten Tote noch zur Einäscherung in andere Bundesländer gebracht werden.

"Die Krematorien haben Unglaubliches geleistet. Auch die Beurkundung läuft jetzt viel schneller", betonte Wenzel. Er hält es für wenig hilfreich, wenn Fotos gestapelter Särge in den Zeitungen auftauchen. Das bringe nur Unruhe in die Bevölkerung und entspreche nicht der tatsächlichen Situation.

UPDATE, 12. Januar, 11.10 Ihr: Sachsen bleibt Bundesland mit der höchsten Corona-Inzidenz

Sachsen bleibt bei der Rate der Corona-Neuinfektionen weiterhin bundesweiter Negativ-Spitzenreiter. Das Robert Koch-Institut (RKI) bezifferte die Sieben-Tage-Inzidenz im Freistaat am Dienstag auf 341,9.

Der Wert gibt an, wie viele je 100.000 Menschen sich binnen einer Woche neu mit dem Virus infiziert haben. Am Vortag betrug dieser wichtige Kennwert 359,8; bundesweit lag die Inzidenz am Dienstag bei 164,5.

Unter den am stärksten betroffen Landkreisen nehmen die sächsischen aber nicht mehr die höchste Position ein.

Laut RKI meldete der thüringische Landkreis Saalfeld-Rudolstadt einen Wert von 595,9, gefolgt vom Landkreis Hildburghausen ebenfalls in Thüringen mit 526,9.

Erst dann folgt mit dem Kreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (525,7) eine sächsische Region.

UPDATE, 11. Januar, 20.47 Uhr: Sachsen-Anhalts Kabinett diskutiert weiter über Corona-Lage

In Magdeburg kommt das schwarz-rot-grüne Kabinett von Ministerpräsident Reiner Haseloff (66, CDU) am Dienstag zu weiteren Beratungen über die Coronalage zusammen. Zudem soll es bei der Sitzung am Vormittag (10.00 Uhr) unter anderem um den Entwurf eines neuen Staatsvertrags der beteiligten Länder für den Mitteldeutschen Rundfunk gehen, wie ein Regierungssprecher zuletzt ankündigte.

Das Kabinett will zudem seinen Vorschlag verabschieden, welche gesetzlichen Regelungen künftig für die Ladenöffnungszeiten sowie für Sonn- und Feiertags in Sachsen-Anhalt gelten sollen. Damit soll unter anderem der Dauerstreitpunkt der Gewerkschaft Verdi mit verschiedenen Kommunen behoben werden, wann besondere Anlässe vorliegen, um einen verkaufsoffenen Sonntag anzusetzen. Es werde klargestellt, was unter besonderen Anlässen zu verstehen sei, sagte ein Sprecher des Innenministeriums.

In Sachsen-Anhalt sind bis zu vier Shopping-Sonntage im Jahr möglich. Verdi zog wiederholt vor Gericht, weil Städte und Gemeinden aus ihrer Sicht zu leichtfertig eine Sonntagsöffnung erlaubt hatten und bekam mehrfach Recht.

Update, 11. Januar, 19.59 Uhr: Corona-Impfzentren in Sachsen sind eröffnet

Seit vier Wochen bereits startklar, seit Montag endlich in Betrieb: Gesundheitsministerin Petra Köpping (62, SPD) gab am Montag den "Startpiks" für die 13 sächsischen Impfzentren.

Jetzt wird auch in Sachsen durchgeimpft.

Mehr Infos dazu >>> hier.

UPDATE, 11. Januar, 17.59 Uhr: Auszahlung von Novemberhilfen verzögert sich weiter

In Sachsen-Anhalt müssen Tausende Unternehmer weiter darauf warten, dass die Novemberhilfen ausgezahlt werden.

Anders als angekündigt habe die landeseigene Investitionsbank auch bis Montagnachmittag keine der mehr als 3500 Anträge auf die Corona-Hilfen bearbeiten können, sagte ein Sprecher des Magdeburger Wirtschaftsministeriums auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Die vom Bund bereit gestellte Online-Plattform habe nicht funktioniert.

Firmen aus Sachsen-Anhalt reichten bis zum 6. Januar über ihre Steuerberater fast 3550 Anträge auf Hilfen in Höhe von 55 Millionen Euro ein, wie das Ministerium weiter mitteilte. Davon seien bisher 18 Millionen Euro als Abschlag ausgezahlt worden. Zudem meldeten Selbstständige über Direktanträge Ansprüche von 3,2 Millionen Euro an, von denen 1,3 Millionen Euro überwiesen sind.

Mit den Novemberhilfen sollen Unternehmen vom Staat für Umsatzausfälle entschädigt werden, wenn sie wegen der angeordneten Corona-Maßnahmen schließen mussten. Eigentlich sollten die Mittel schon lange fließen, auch für Betroffene des Dezember-Lockdowns wurde ein ähnliches Programm aufgelegt. Bisher bekamen Unternehmen Abschläge auf die tatsächlich beantragte Summe ausbezahlt. Vor knapp einer Woche hatten Bund und Länder verabredet, dass die ausstehenden Gelder von Sonntag an über die Institute der Bundesländer ausgereicht werden sollen.

Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Armin Willingmann (57, SPD) sagte vor diesem Hintergrund, das Online-Verfahren für die Corona-Hilfen entwickele "sich langsam zur Farce". Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (62, CDU) müsse die technischen Probleme zur Chefsache machen und schnellstmöglich beheben. "Alles andere riskiert das Vertrauen in die Politik", so Willingmann weiter.

UPDATE, 11. Januar, 17.43 Uhr: Sachsen-Anhalt zählt mehr als 1000 Corona-Infektionen binnen eines Tages

In Sachsen-Anhalt sind binnen eines Tages mehr als 1000 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden.

Von Sonntag- bis Montagnachmittag wurden 1022 Fälle bekannt, wie das Sozialministerium in Magdeburg mitteilte. Die Zahl der aktuell Infizierten stieg auf 8468. Binnen der vergangenen sieben Tage wurden 244,4 Neuansteckungen je 100.000 Einwohner bekannt. Mit dem Saalekreis (413,46) und dem Landkreis Wittenberg (405,75) überschritten zwei Kreise bei dieser Inzidenz die 400er Marke.

Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz hatte am vergangenen Freitag die 200er Marke gerissen und steigt seitdem deutlich. Vor Weihnachten und an den Feiertagen hatte der wichtige Kennwert auch schon über 200 gelegen, um den Jahreswechsel sank er dann etwas. An den Feiertagen und über den Jahreswechsel wurden Corona-Fälle laut dem Robert Koch-Institut verzögert entdeckt, erfasst und übermittelt.

Landesweit wurden von Sonntag bis Montag 44 Sterbefälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Insgesamt sind bislang 932 Menschen mit oder an dem Virus gestorben. Unterdessen sind in Sachsen-Anhalt 206 Intensiv- und Beatmungsbetten mit Covid-19-Patienten belegt, 107 von ihnen werden künstlich beatmet. In Sachsen-Anhalt sind seit Beginn der Pandemie 38 710 Corona-Fälle erfasst und 3390 Erkrankte in Krankenhäusern behandelt worden.

UPDATE, 11. Januar, 16.30 Uhr: Leipziger Polizei kontrolliert Verstöße gegen Corona-Verordnung

In der vergangenen Woche hat die Polizei rund 500 Verstöße gegen die Sächsische Corona-Schutz-Verordnung festgestellt, die von Beamten zur Anzeige gebracht wurden. Die meisten Anzeigen bezogen sich nach Angaben der Behörde auf das Fehlen von triftigen Gründen zum Verlassen des Zuhauses und unzulässige Gruppenbildungen.

Am Freitagabend beispielsweise wurde der Polizei eine Party im Zentrum-Ost gemeldet, bei der die Beamten acht Personen im Alter zwischen 30 und 46 feststellten, die sich ein DJ-Pult aufgebaut hatten und Alkohol tranken. Am Samstag löste die Polizei eine private Feier in einer Wohnung in Taucha auf.

Insgesamt 1000 Polizeikräfte waren im Einsatz, um die Einhaltung der Corona-Schutz-Verordnung zu gewährleisten.

UPDATE, 11. Januar, 15.30 Uhr: Aktuelle Corona-Zahlen aus Sachsen

Die aktuellen Fallzahlen und Inzidenzwerte aus Sachsen.
Die aktuellen Fallzahlen und Inzidenzwerte aus Sachsen.  © TAG24

UPDATE, 11. Januar, 14.31 Uhr: Impf-Portal bereits vor Startschuss überlastet

Am Montag haben die 13 Impfzentren in Sachsen endlich die Arbeit aufgenommen.

Termine können sich Interessierte auch über ein eigens eingerichtetes Buchungsportal machen, doch das ist vor dem Start schon überlastet.

Das Service-Portal, das 14 Uhr an den Start gehen sollte, zeigte bereits vorab an: "Leider sind unsere Server wegen der hohen Nachfrage zurzeit ausgelastet. Wir bitten Sie um etwas Geduld oder versuchen Sie es etwas später noch einmal."

Mehr Infos dazu >>> hier.

UPDATE, 11. Januar, 14 Uhr: Corona-Inzidenz in Halle auf neuem Höchststand

Die 7-Tage-Inzidenz hat in Halle seit Beginn der Pandemie einen neuen Höchststand erreicht. Die Zahl der Corona-Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in sieben Tagen sei am Dienstag auf 327,23 gestiegen, sagte Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos). Auch die Zahl der aktiv Infizierten stieg mit 1173 auf ein neues Höchstniveau.

Somit zähle die Stadt weiter zu den Hochrisikogebieten, erklärte Wiegand. Bund und Länder haben verabredet, dass man sich ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 200 nur noch 15 Kilometer um seinen Wohnort bewegen darf. Halle fällt laut Wiegand unter diese Regelung, die Inzidenz liege dort acht Tage in Folge über 200. Ausnahmen sind etwa aus beruflichen Gründen und für Arztbesuche möglich.

UPDATE, 11 Januar, 13.10 Uhr: UKL verzeichnet guten Fortschritt bei Impfungen von Krankenhauspersonal

Die Impfungen des medizinischen Personals an Leipziger Krankenhäusern geht gut voran. Das teilte das UKL am Montag mit. Von den knapp 23.000 Mitarbeitern in den 18 im Cluster erfassten medizinischen Einrichtungen wurden bereits 23 Prozent mit der ersten Dosis des Impfstoffs des Herstellers Biontech geimpft. Damit konnten vor allem die Mitarbeiter in besonders gefährdeten Bereichen wie den COVID-Stationen oder den Notfallaufnahmen eine erste Immunisierung gegen das SARS-CoV-2-Virus erhalten.

An den Krankenhäusern im Raum Leipzig sind die COVID-19-Schutzimpfungen gut angelaufen.
An den Krankenhäusern im Raum Leipzig sind die COVID-19-Schutzimpfungen gut angelaufen.  © Hagen Deichsel/UKL

UPDATE, 11. Januar, 10.58 Uhr: Keine Elternbeiträge für zu Hause betreute Kinder in Leipzig

Eltern, deren Kinder aufgrund der Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung derzeit nicht in einer Kindertageseinrichtung betreut werden können, müssen auch in Leipzig keinen Elternbeitrag entrichten.

Wie die Stadtverwaltung am Montag mitteilte, gelte dies für Kitas, Horte und Kindertagespflege, die im Bedarfsplan der Stadt Leipzig enthalten sind. Die Erstattung umfasst den Zeitraum der Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung vom 14. Dezember 2020 bis 5. Februar 2021. Voraussetzung hierfür ist, dass betroffene Eltern während dieser Zeit keine Notbetreuung in Anspruch genommen haben.

Bereits am vergangenen Freitag hatte die sächsische Regierung die pauschale Erstattung des Monatsbeitrags bis einschließlich 17. Januar verkündet.

UPDATE, 11. Januar, 10.32: Sachsen-Anhalt: Bundeswehr unterstützt mit 240 Soldaten in Corona-Pandemie

In Sachsen-Anhalt unterstützt die Bundeswehr derzeit mit rund 240 Soldatinnen und Soldaten die Gesundheitsämter, Alten- und Pflegeheime sowie Impfzentren in der Corona-Pandemie.

Seit Montag würden in den Impfzentren etwa 110 Kräfte eingewiesen und nähmen im Anschluss ihre Arbeit als "Helfende Hände" auf, teilte das Landeskommando Sachsen-Anhalt in Magdeburg mit. Diese Unterstützung sei bis Ende März geplant.

Zudem stehe ein Arzttrupp mit einem Bundeswehr-Arzt und zwei Sanitätssoldaten als mobiles Impfteam zur Verfügung.

Schon länger unterstützen Soldatinnen und Soldaten zwölf Gesundheitsämter etwa bei der Nachverfolgung von Infektionsketten. Dort seien 90 Kräfte im Einsatz. Hinzu kämen rund 40 in Alten- und Pflegeheimen.

Dabei gehe es um die organisatorische Unterstützung der Einrichtungen. Die Soldatinnen und Soldaten kämen von den Standorten Havelberg, Burg und Weißenfels.

UPDATE, 11. Januar, 10.26 Uhr: Corona-Hotspot Sachsen: Mehr als 155.000 Infektionen

In Sachsen ist die Zahl der Corona-Infektionen auf über 155.000 angestiegen. Alleine von Sonntag auf Montag wurden 1107 neue Fälle registriert, insgesamt schlagen für den Freistaat seit Beginn der Pandemie 155.627 Corona-Infektionen zu Buche, wie aus den aktuellen Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht.

Der Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen liegt demnach bei 359,8, am Vortag lag die Inzidenz bei 358.

Sachsen bleibt mit Blick auf die Inzidenz bundesweit negativer Spitzenreiter. Deutschlandweit liegt der Wert derzeit bei 166,6. Insgesamt 4130 Menschen sind bislang in Sachsen mit oder an dem Coronavirus gestorben, 66 Sterbefälle kamen von Sonntag auf Montag hinzu.

An Montagen sind die erfassten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Grundsätzlich ist die Interpretation der Daten momentan schwierig, weil um Weihnachten und den Jahreswechsel herum Corona-Fälle laut RKI verzögert entdeckt, erfasst und übermittelt wurden.

Seit Tagen hat der Landkreis Meißen laut RKI den landesweit und bundesweit höchsten Inzidenzwert, er lag am Montagmorgen bei 546,9. Ohnehin liegen fünf der zehn Landkreise mit den bundesweit höchsten Inzidenzzahlen in Sachsen.

UPDATE, 11. Januar, 7 Uhr: Auch Impfzentren in Sachsen-Anhalt öffnen

Ab Montag sollen in den ersten der 14 Zentren Über-80-Jährige geimpft werden. Zunächst öffnen die Zentren im Burgenlandkreis, im Landkreis Anhalt-Bitterfeld, in Halle, Merseburg (Saalekreis), Quedlinburg (Harz), Sangerhausen (Mansfeld-Südharz), Burg (Jerichower Land) und Staßfurt (Salzlandkreis). Am Dienstag folgt dann der Altmarkkreis Salzwedel. Das Impfzentrum in Stendal soll erst eine Woche später, am 18. Januar, starten.

In der Landeshauptstadt Magdeburg soll das Impfzentrum frühestens am 20. Januar öffnen. "Aufgrund der wenigen Impfdosen, die uns zur Verfügung stehen, würde es sich nicht lohnen, das Zentrum früher hochzufahren", sagte Matthias Boxhorn, der organisatorische Leiter vom Johanniter-Regionalverband Magdeburg/Börde/Harz, der Deutschen Presse-Agentur.

UPDATE, 11. Januar, 6.20 Uhr: Heute starten Sachsens Impfzentren

Es geht los - zumindest ein bisschen. Am heutigen Montag sollen die sächsischen Impfzentren ihre regelmäßige Arbeit aufnehmen. Bis Otto Normalbürger dran ist, dauert es aber noch.

Alle Infos dazu findet Ihr ausführlich >>>hier.

In der Messe Leipzig befindet sich eines von 13 sächsischen Impfzentren.
In der Messe Leipzig befindet sich eines von 13 sächsischen Impfzentren.  © Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa

UPDATE, 10. Januar, 21.35 Uhr: Jeder vierte Sachse hat durch Corona-Krise weniger Einkommen

Durch die Corona-Krise hat rund jeder vierte Mensch in Sachsen (24 Prozent) weniger Einkommen zur Verfügung. Das hat eine repräsentative INSA-Umfrage im Auftrag der Leipziger Volkszeitung ergeben.

Besonders häufig von Einkommensverlusten betroffen sind demnach Selbstständige, Freiberufler, Schüler und Studenten. So gab bei den Selbstständigen und Freiberuflern fast jeder Zweite (45 Prozent) an, weniger Geld einzunehmen. Bei den Studenten waren es 35 Prozent.

Bei den Altersgruppen sind etwa die 30- bis 39-Jährigen stark betroffen. In dieser Gruppe musste jeder Dritte Einbußen hinnehmen. Bei den über 60-Jährigen ist das Einkommen dagegen bei 82 Prozent gleich geblieben. Das hänge auch damit zusammen, dass Renten und Pensionen unverändert gezahlt würden.

Für die Umfrage wurden vom 1. bis 15. Dezember 1008 Bürger ab 18 Jahren befragt.

Die Corona-Pandemie beeinflusst die sächsischen Gehälter negativ.
Die Corona-Pandemie beeinflusst die sächsischen Gehälter negativ.  © Arno Burgi/dpa-Zentralbild/dpa

UPDATE, 10. Januar, 17.54 Uhr: Am Montag öffnen die ersten Impfzentren in Sachsen-Anhalt

Parallel zu den verschärften Corona-Regeln werden im Kampf gegen die Pandemie die Impfungen gegen den Erreger Sars-CoV-2 in Sachsen-Anhalt intensiviert. Ab Montag sollen in den ersten der 14 Zentren Über-80-Jährige geimpft werden.

Zunächst öffnen die Zentren im Burgenlandkreis, im Landkreis Anhalt-Bitterfeld, in Halle, Merseburg (Saalekreis), Quedlinburg (Harz), Sangerhausen (Mansfeld-Südharz), Burg (Jerichower Land) und Staßfurt (Salzlandkreis). Am Dienstag folgt dann der Altmarkkreis Salzwedel. Das Impfzentrum in Stendal soll erst eine Woche später, am 18. Januar, starten.

In der Landeshauptstadt Magdeburg soll das Impfzentrum frühestens am 20. Januar öffnen. "Aufgrund der wenigen Impfdosen, die uns zur Verfügung stehen, würde es sich nicht lohnen, das Zentrum früher hochzufahren", sagte Matthias Boxhorn, der organisatorische Leiter vom Johanniter-Regionalverband Magdeburg/Börde/Harz, der Deutschen Presse-Agentur.

Am vergangenen Freitag wurden etwa 20.000 Impfdosen des Mainzer Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer nach Sachsen-Anhalt geliefert. Für die meisten der Impfzentren konnten die Termine bereits vergangene Woche vereinbart werden.

In Halle können beispielsweise die Termine für eine Impfung in dem Impfzentrum laut Oberbürgermeister Bernd Wiegand (63, parteilos) unter der bundesweiten Telefonnummer 116117 und über die Internet-Plattform (www.impfterminservice.de) gebucht werden. Wiegand sagte am Freitag, dass bereits bis zur sechsten Kalenderwoche alle 1000 Termine ausgebucht seien. Weitere Termine könnten erst gebucht werden, wenn Klarheit über die weiteren Impfstofflieferungen bestehe.

UPDATE, 10. Januar, 16.28 Uhr: Demo vor MP Kretschmers Privatgrundstück

Eine Gruppe von etwa 30 Menschen hat am Sonntagmorgen vor dem Privatgrundstück des sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (45, CDU) in Großschönau gegen die Corona-Maßnahmen protestiert.

Nach Polizeiangaben sprach der CDU-Politiker mit den etwa 30 Menschen am Gartenzaun. Nach etwa 15 Minuten endete die Debatte und alle Personen verließen den Ort.

Nach bisherigen Erkenntnissen kam es zu keinen strafbaren oder ordnungswidrigen Handlungen gegenüber dem Ministerpräsidenten, wie die Polizei mitteilte. Nachbarn hätten am Morgen die Polizei alarmiert. Weder Kretschmer noch sein Sprecher waren zunächst für eine Stellungnahme zu erreichen.

Eine Vielzahl der versammelten Menschen trug laut Polizei keinen Mund-Nasen-Schutz und hielt nur teilweise die erforderlichen Abstände ein. Die Beamten stellten die Identitäten der noch Anwesenden fest. Zudem wurde eine Anzeige wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz gestellt.

UPDATE, 10. Januar, 15.11 Uhr: 670 neue Corona-Fälle in Sachsen-Anhalt

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist in Sachsen-Anhalt unverändert hoch. Am Sonntag meldete das Magdeburger Sozialministerium 670 neue Ansteckungen und 20 weitere Todesfälle im Vergleich zum Vortag.

Das Ministerium verwies darauf, dass die Zahlen aus dem Landkreis Börde nicht berücksichtigt werden konnten. Sie würden in die Statistik vom Montag einfließen, hieß es. Der Sieben-Tage-Wert stieg den Angaben zufolge landesweit auf 227,31 Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner. Im Burgenlandkreis, dem Saalekreis und der Stadt Halle lag dieser Wert über der Marke von 300.

Unterdessen seien landesweit bisher 21.914 Menschen geimpft worden, 1115 davon am Samstag.

UPDATE, 10. Januar, 13.43 Uhr: Sachsen-Anhalts Linke kritisiert Pläne für Corona-Sonderschulden

Die Linke im Magdeburger Landtag hat die Pläne für ein kreditfinanziertes Sondervermögen zur Finanzierung der Corona-Folgen als intransparent kritisiert.

Der Sondertopf könne über Jahre hinweg von der Regierung ausgegeben werden, ohne dass das Parlament bei der Verteilung mitreden könne, sagte die Linken-Finanzexpertin Kristin Heiß (38) der Deutschen Presse-Agentur. Der Landtag könne die Entscheidungen lediglich zur Kenntnis nehmen, obwohl der Haushalt in seiner Befugnis liege. "Das ist zu wenig." Die Oppositionspolitikerin forderte Finanzminister Michael Richter (66, CDU) auf, einen Nachtragshaushalt auf den Weg zu bringen, um die Corona-Folgen zu bezahlen - und damit das Parlament zu beteiligen.

Zuvor hatte Richter angekündigt, angesichts der anhaltenden Corona-Krise mit wegbrechenden Steuereinnahmen und Kosten für staatliche Hilfsprogramme neue Schulden machen zu wollen und einen neuen Corona-Sondertopf zu speisen. Damit nutzt die schwarz-rot-grüne Regierung eine Ausnahmeregelung zur gesetzlichen Schuldenbremse. Sie schreibt vor, dass Sachsen-Anhalt ohne neue Kredite auskommen muss.

Ausnahmen sind nur in Notlagen wie der aktuellen Corona-Krise erlaubt. Die neuen Schulden können laut Richter über mehrere Jahre genutzt werden, etwa um sie in die Krankenhauslandschaft, Digitalisierungs-Projekte oder bessere Ausstattung an Schulen zu investieren.

Andere Rücklagen hat Sachsen-Anhalt nicht mehr, um die wegbrechenden Steuereinnahmen und neue Aufgaben zu finanzieren. Die letzten Rücklagen hat die Kenia-Koalition im Frühjahr 2020 im aktuellen Haushalt verplant.

UPDATE, 10. Januar, 11.18 Uhr: Sachsen bleibt mit Inzidenz von 358 Corona-Hotspot

Sachsen bleibt der bundesweite Corona-Hotspot. Alleine von Samstag auf Sonntag wurden 2061 Neuinfektionen registriert, insgesamt schlagen für den Freistaat seit Beginn der Pandemie im vergangenen März 154.520 Corona-Infektionen zu Buche, wie aus den aktuellen Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht.

Der Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen 7 Tagen liegt demnach bei 358, am Donnerstag lag die Inzidenz noch bei 269. Sachsen bleibt mit Blick auf die Inzidenz bundesweit negativer Spitzenreiter. Deutschlandweit liegt der Wert am Sonntag bei 162.

Die Daten sind derzeit aber noch schwierig zu interpretieren, weil es über den Jahreswechsel Verzögerungen gegeben hat. Das RKI geht davon aus, dass die Meldedaten zum Infektionsgeschehen frühestens Ende nächster Woche oder Anfang übernächster Woche wieder belastbar sind. Landesweit und bundesweit hat laut RKI nach wie vor der Landkreis Meißen mit 558,1 den höchsten Inzidenzwert.

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie hat Sachsen den Lockdown bis zum 7. Februar verlängert. Demnach bleiben Kitas und Schulen im Freistaat bis zu diesem Tag weitgehend geschlossen. Kontakte werden eingeschränkt, allerdings will Sachsen Ausnahmen für die Kinderbetreuung ermöglichen. So ist eine abwechselnde Beaufsichtigung von Kindern unter 14 Jahren erlaubt, die Kinder dürfen aber höchstens aus zwei Haushalten kommen. Damit dürfen sich etwa zwei Familien bei der Kinderbetreuung abwechseln.

UPDATE, 10. Januar, 10.37 Uhr: Verfrühter Start im Impfzentrum Vogtland - Dosen drohten zu verfallen

Das Impfzentrum im vogtländischen Treuen hat verfrüht seine Arbeit aufgenommen.

Bereits am Samstag wurden Mitarbeiter des Rettungsdienstes und der ambulanten Pflege gegen das Coronavirus geimpft, wie der Sprecher des Deutschen Roten Kreuzes in Sachsen, Kai Kranich, sagte. Die Impfdosen waren ursprünglich für vier Pflegeheime vorgesehen, die aufgrund von Corona-Infektionen aber kurzfristig unter Quarantäne gestellt worden waren. Zuvor hatte die "Freie Presse" berichtet.

Vorschriftsmäßig seien die Impffläschchen etwa zwölf Stunden vor dem geplanten Einsatz in den Heimen aufgetaut worden, sagte Kranich. "Weil wir die Dosen nicht verfallen lassen wollten, haben wir uns entschlossen, das Impfzentrum bereits am Samstag in Betrieb zu nehmen."

Kurzfristig habe es auch Einladungen für ehrenamtliche Helfer des Rettungsdienstes und der Pflegeeinrichtungen gegeben. Insgesamt sollten Samstag und Sonntag mehr als 300 Impfdosen verabreicht werden. Kranich betonte, dass Anmeldungen für Termine oder spontane Impfungen im Zentrum in Eich nicht möglich seien.

UPDATE, 10. Januar, 9 Uhr: Impfzentren in Sachsen öffnen am Montag

Ab 11. Januar öffnen die 13 Impfzentren in Sachsen. Zunächst können sich besonders gefährdete Menschen impfen lassen – Frauen und Männer im Alter von über 80 Jahren gehören ebenso dazu wie Pflegepersonal und Rettungskräfte.

Die wichtigsten Fragen beantworten wir >> hier.

UPDATE, 10. Januar, 8.17 Uhr: Inzidenz-Wert klettert in Halle erstmals über 300

In Halle ist die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner erstmals über die Marke von 300 geklettert. Diese sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz liege aktuell bei 307,28, teilte Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) am Samstag mit.

Neben Halle weisen in Sachsen-Anhalt auch der Saalekreis und der Burgenlandkreis Inzidenz-Werte von mehr als 300 auf. Die Zahl der aktuell Infizierten in Halle betrage derzeit 1075, fünf Menschen sind von Freitag auf Samstag an oder mit dem Virus gestorben.

Wegen der hohen Anzahl der Infizierten dürfen sich die Menschen in Halle von Montag an gemäß der Eindämmungsverordnung des Landes nur noch in einem 15-Kilometer-Umkreis ab der Stadtgrenze bewegen. Ausnahmen seien nur aus einem triftigen, stichhaltigen Grund möglich, sagte Wiegand. Reisen, Ausflüge oder Einkaufsfahrten gehörten ausdrücklich nicht dazu. "Wir hoffen, dass die Wirkung dieser Maßnahme schnell eintritt", sagte Wiegand.

In einer öffentlichen Bekanntmachung soll der Bewegungsradius auf einer Karte für die Hallenser dargestellt und besser sichtbar gemacht werden.

UPDATE, 9. Januar, 14.28 Uhr: Unikliniken registrieren hohe Impfbereitschaft ihres Personals

Die Unikliniken in Leipzig und Dresden haben eine hohe Impfbereitschaft ihres Personals registriert.

"Wir haben mehr Anfragen nach Impfterminen als wir im Moment anbieten können", sagte Helena Reinhardt, Sprecherin des Uniklinikums Leipzig. In Dresden liege die Bereitschaft, sich gegen Corona impfen zu lassen, "in einzelnen Bereichen über 90 Prozent", erklärte der Medizinische Vorstand Prof. Michael Albert.

Lest mehr zum Thema im aktuellen TAG24-Artikel.

UPDATE, 9. Januar, 11.15 Uhr: Schwerpunktkontrollen in den sächsischen Wintersportregionen

Der Schneefall weckt zwar die Lust auf eine Rodelpartie oder Spaziergänge in den sächsischen Wintersportregionen - die Polizei warnt aber vor Verstößen gegen die Corona-Regeln.

Es werde Schwerpunktkontrollen an den Parkplätzen zu den Ski- und Rodelhängen im Erzgebirge, dem Fichtelberg und im Vogtland geben, sagten am Samstag Sprecher der Polizeidirektionen Chemnitz und Zwickau. Dabei werde verstärkt auf die Einhaltung der Corona-Schutzverordnung geachtet.

Im Vogtland kündigte die Polizei Kontrollen in Schöneck und Klingenthal an, im Erzgebirge wird ein Schwerpunkt Augustusburg sein. Dort ist nach Polizeiangaben der Parkplatz zum Ski- und Rodelgebiet Rost's Wiesen gesperrt. Der Betreiber hatte die Stadt und die Polizei um Hilfe bei der Durchsetzung des Verbots gebeten.

Gemeinsam mit dem Ordnungsamt und der Polizei werde dafür gesorgt, dass die Bewegung im Freien nicht wieder zu Pulkbildungen auf gesperrten Flächen führe, sagte der Augustburger Bürgermeister, Dirk Neubauer (SPD).

"Die Menschen dürfen für Spaziergänge in den Wald und auch auf verschneiten Hügeln rodeln. Es darf aber nicht wieder zu Menschenaufläufen wie vergangenes Wochenende kommen", sagte der SPD-Politiker.

Auch wenn das Winterwetter zu einer Rodelpartie einlädt warnt die Polizei bereits vor Verstößen gegen die Corona-Maßnahmen.
Auch wenn das Winterwetter zu einer Rodelpartie einlädt warnt die Polizei bereits vor Verstößen gegen die Corona-Maßnahmen.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

UPDATE, 9. Januar, 10.30 Uhr: Mehr als 152.000 Infektionen in Sachsen

In Sachsen ist die Zahl der Coronainfektionen auf über 150.000 angestiegen.

Alleine von Freitag auf Samstag wurden 2752 Neuinfektionen registriert, insgesamt schlagen für den Freistaat seit Beginn der Pandemie im vergangenen März 152.459 Corona-Infektionen zu Buche, wie aus den aktuellen Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Der Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen liegt demnach bei 339,1, am Vortag lag die Inzidenz bei 298. Sachsen bleibt mit Blick auf die Inzidenz bundesweit negativer Spitzenreiter. Deutschlandweit liegt der Wert derzeit bei 153,9.

Die Daten sind derzeit aber noch schwierig zu interpretieren, weil es über den Jahreswechsel Verzögerungen gegeben hat. Das RKI geht davon aus, dass die Meldedaten zum Infektionsgeschehen frühestens Ende nächster Woche/Anfang übernächster Woche wieder belastbar sind. Landesweit und bundesweit hat laut RKI nach wie vor der Landkreis Meißen mit 558,1 den höchsten Inzidenzwert.

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie hat Sachsen den Lockdown bis zum 7. Februar verlängert. Demnach bleiben Kitas und Schulen im Freistaat bis zu diesem Tag weitgehend geschlossen. Kontakte werden eingeschränkt, allerdings will Sachsen Ausnahmen für die Kinderbetreuung ermöglichen. So ist eine abwechselnde Beaufsichtigung von Kindern unter 14 Jahren erlaubt, die Kinder dürfen aber höchstens aus zwei Haushalten kommen. Damit dürfen sich etwa zwei Familien bei der Kinderbetreuung abwechseln.

UPDATE, 9. Januar, 9.27 Uhr: Impfzentren öffnen am Montag

Lange angekündigt, ab Montag geht's los: Dann öffnen die 13 sächsischen Zentren für Impfungen gegen das Coronavirus.

Rund 100 Dosen sollen dann laut Gesundheitsministerium pro Tag und Impfzentrum zur Verfügung stehen. Etwa 68.000 Dosen sind bisher in Sachsen angekommen. Mehr dazu >> hier.

UPDATE, 8. Januar, 21.20 Uhr: Kretschmer räumt Fehler bei Corona-Maßnahmen ein

Sachsens Regierungschef Michael Kretschmer (45, CDU) hat erneut Fehler in der Corona-Politik eingeräumt. Im Herbst sei die Landespolitik aufgrund der allgemeinen Stimmung zu zögerlich gewesen, mit harten Maßnahmen zu reagieren.

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Michael Kretschmer (45, CDU), Ministerpräsident von Sachsen.
Michael Kretschmer (45, CDU), Ministerpräsident von Sachsen.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

UPDATE, 8. Januar, 21.15 Uhr: Sachsen erstattet wegen Corona Elternbeiträge für Kinderbetreuung

Eltern, die ihre Kinder aufgrund des aktuellen Lockdowns nicht in Krippe, Kindergarten, Hort oder Kindertagespflege betreuen lassen können, müssen auch keine Elternbeiträge entrichten. Das stellte die sächsische Regierung am Freitag klar.

Gemeinsam mit den kommunalen Spitzenverbänden habe man sich auf eine einheitliche Erstattung von Elternbeiträgen geeinigt. Die Befreiung gelte aber nur, wenn die Notbetreuung nicht in Anspruch genommen wird.

Für den Zeitraum vom 14. Dezember 2020 bis 17. Januar 2021 werde ein Monatsbeitrag pauschal erstattet. Auch bei einer weiteren Schließung soll die Entlastung der Eltern weitergehen - und zwar für jede Woche zu einem Viertel des jeweiligen Monatsbetrages. Die Regelung muss noch vom Landtag bestätigt werden.

UPDATE, 8. Januar, 21.10 Uhr: Appell an ältere Bürger in Sachsen: Öffentlichen Nahverkehr meiden

Die sächsische Regierung hat angesichts hoher Corona-Infektionszahlen ältere Bürger gebeten, den öffentlichen Nahverkehr wenn möglich zu meiden. Gesundheitsministerin Petra Köpping und Wirtschaftsminister Martin Dulig (beide SPD) sprachen am Freitagabend nach einer Kabinettssitzung von einer dringlichen Empfehlung.

Nach Angaben von Dulig sind Busse und Bahnen wegen der Pandemie sachsenweit derzeit im Schnitt zu 40 Prozent ausgelastet. Die Verkehrsunternehmen wurden ersucht, die Taktung der Fahrzeuge gerade während der Rush Hour nicht zu minimieren. Einen kompletten Lockdown für die Wirtschaft lehnte Dulig ab. Da wäre der Schaden größer als der Nutzen.

UPDATE, 8. Januar, 20.15 Uhr: Lockdown in Sachsen bis zum 7. Februar verlängert

Weil die Corona-Lage in Sachsen trotz Lockdown "besorgniserregend" bleibt, gibt es erneut eine Verschärfung der Regeln. Wie sächsische Gesundheitsministerin Petra Köpping (62, SPD) am Freitagabend erklärte, soll der Lockdown bis zum 7. Februar verlängert werden.

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UPDATE, 8. Januar, 17.59 Uhr: Sterbefälle in 50. Kalenderwoche in Sachsen weit über Durchschnitt

Die Zahl der Sterbefälle in Sachsen hat in der Woche vom 7. bis 13. Dezember 2020 deutlich über dem Durchschnitt der Vorjahre gelegen. In der 50. Kalenderwoche starben im Freistaat 970 mehr Menschen als im Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019. Wie aus Angaben des Statistischen Bundesamts in Wiesbaden von Freitag hervorgeht, bedeutet dies eine Steigerung von 88 Prozent.

Deutschlandweit waren in der Dezemberwoche mindestens 22.897 Menschen gestorben - 23 Prozent oder 4289 mehr als im Durchschnitt der Vorjahre. Die Angaben finden sich in einer Sonderauswertung der vorläufigen Sterbefallzahlen, die aktuell bis zur 50. Kalenderwoche zur Verfügung steht.

Die Zahl der bestätigten Covid-19-Todesfälle steige seit Anfang Oktober von Woche zu Woche deutlich an - in der 50. Kalenderwoche seien es nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 3595 gewesen, 598 Fälle mehr als noch in der Vorwoche. In der 49. Kalenderwoche hatte die sogenannte Übersterblichkeit 18 Prozent betragen.

Zu überdurchschnittlichen Sterbefallzahlen könnten auch Verschiebungen in der Altersstruktur der Bevölkerung beitragen, erklärte das Bundesamt. Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie könnten zugleich dafür sorgen, dass weniger Sterbefälle durch andere Infektionskrankheiten wie beispielsweise die Grippe verursacht werden.

Über die Häufigkeit einzelner Todesursachen gäben die Sterbefallzahlen keine Auskunft.

UPDATE, 8. Januar, 17.40 Uhr: Leipziger halten sich an Corona-Beschränkungen

Seit Anfang der Woche ist bekannt, dass der Lockdown in Leipzig wie auch bundesweit bis mindestens Ende Januar andauern wird. Das bedeutet vor allem, dass der Einzelhandel weiter dicht bleiben muss. Trotzdem waren am Freitag einige Menschen in der Innenstadt unterwegs. Den Beobachtungen nach hielten sich jedoch die meisten an die Abstandsregeln und die Maskenpflicht.

Nur wenige Leute sind in der Leipziger Innenstadt unterwegs.
Nur wenige Leute sind in der Leipziger Innenstadt unterwegs.  © News 5/ Grube
Die meisten Passanten hielten sich an die Corona-Beschränkungen-
Die meisten Passanten hielten sich an die Corona-Beschränkungen-  © News 5/ Grube

UPDATE, 8. Januar, 16.50 Uhr: Haseloff verteidigt Corona-Regeln

Ministerpräsident Reiner Haseloff (66, CDU) hat die beschlossenen drastischen Corona-Regeln angesichts der noch immer hohen Infektionszahlen als unausweichlich verteidigt.

"Es gibt keine Alternative zu dieser Vorgehensweise", sagte Haseloff am Freitag auf einer Pressekonferenz in Magdeburg. "Wir haben bis 31. Januar alle gemeinsam die Chance zusammen zu bleiben und für die Umsetzung zu sorgen." Das Kabinett habe die von Bund und Ländern vereinbarten Verschärfungen am Morgen per Umlaufverfahren beschlossen.

Haseloff machte klar, dass Sachsen-Anhalt die Einigung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) und den Ministerpräsidenten "eins zu eins" umsetzt. "Wir machen keine Ausnahme."

Demnach soll in Landkreisen, in denen sich binnen einer Woche von 100.000 Einwohnern mehr als 200 mit dem Coronavirus infizieren, die Bewegungsfreiheit eingeschränkt werden. Dort darf man sich dann nur noch in einem Radius von 15 Kilometer um seine Stadt oder Gemeinde bewegen, wie Haseloff sagte.

In privaten Haushalten sind außerdem nur noch Treffen mit einer externen Person "egal welchen Alters" erlaubt, wie Haseloff betonte. In Schulen und Kitas soll es außerdem nur noch eine Notbetreuung geben.

Die neuen Regeln gelten zunächst bis zum 31. Januar und treten am Montag in Kraft.

UPDATE, 8. Januar, 16.30 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz in Sachsen-Anhalt wieder über 200

In Sachsen-Anhalt hat die Zahl der Neuansteckungen mit dem Coronavirus je 100.000 Einwohner und sieben Tagen wieder die 200er Marke überschritten. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz lag am Freitag bei 202,48 wie das Sozialministerium in Magdeburg mitteilte. Zuletzt waren am 28. Dezember mehr als 200 Neuansteckungen je 100 Einwohner und Woche gemeldet worden.

Von Donnerstag- bis Freitagnachmittag wurden in Sachsen-Anhalt 765 neue Fälle erfasst. Die Zahl der Infizierten lag damit bei 7464. Insgesamt 851 Menschen sind bislang mit oder an dem neuartigen Coronavirus gestorben, 27 Sterbefälle wurden seit Donnerstagmittag gemeldet.

Laut dem Ministerium wurden bisher 19.399 Menschen geimpft, davon am Donnerstag 1775.

UPDATE, 8. Januar, 15.53 Uhr: Aktuelle Corona-Zahlen aus Sachsen

Die aktuellen Fallzahlen und Inzidenzwerte aus Sachsen.
Die aktuellen Fallzahlen und Inzidenzwerte aus Sachsen.  © TAG24

UPDATE, 8. Januar, 13.31 Uhr: Trotz Corona: UKL freut sich wieder über steigende Blutspender-Zahlen

2020 war ein gutes Jahr für das Institut für Transfusionsmedizin am Uniklinikum in Leipzig: Die Mediziner konnten 1853 Spenden mehr als im Jahr 2019 gewinnen.

Das teilte das Institut am Freitag in einer Pressemitteilung mit. Wie eine Statistik beweist, waren es im Jahr 2020 im Bereich der Vollblutspende 27.405 Abnahmen im Vergleich zum Vorjahr mit 27.062 erfolgten Spenden.

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UPDATE, 8. Januar, 13.21 Uhr: Corona drückt Bilanz der Stiftung Händel-Haus

Monatelange coronabedingte Schließungen sowie deutlich weniger und kleinere Veranstaltungen drücken die Besucher-Bilanz der Stiftung Händel-Haus in Halle deutlich.

Im vergangenen Jahr seien knapp 10.000 Besucher gezählt worden, teilte die Stiftung Händel-Haus am Freitag in Halle mit. Im Jahr zuvor waren es rund 89.000 gewesen, davon war ein Großteil zu den Händel-Festspielen gekommen. 2020 wurden die Festspiele abgesagt. Stattdessen gab es Kurzkonzerte, die via Internet übertragen und von knapp 21.600 Zuschauern angesehen wurden, hieß es.

Der Direktor der Stiftung Händel-Haus, Clemens Birnbaum, erklärte: "Wir versprechen, dass wir den Kopf nicht in den Sand stecken, sondern optimistisch nach vorne schauen und alles dafür tun, dass wir in Zukunft wieder großartige Händel-Erlebnisse anbieten können. Und dabei ist uns die Sicherheit aller wichtig."

Der Komponist Georg Friedrich Händel (1685-1759) wurde in Halle geboren, lebte aber größtenteils in Großbritannien.

Die nächsten Händel-Festspiele seien für die Zeit vom 28. Mai bis 13. Juni 2021 geplant. Das Motto "Helden und Erlöser" stehe über dem Programm mit rund 100 Veranstaltungen an 20 verschiedenen Orten. Unter anderem soll Händels berühmtestes Werk "Messiah" in drei verschiedenen Versionen erklingen, eine davon im karibischen Musikstil.

Geplant seien auch diverse interkulturelle und genreübergreifende Konzerte von einer Orgelnacht über Chorkonzerte bis zu Jazz-Konzerten, traditionellen Open-Air-Konzerten und einem Poetry-Slam.

UPDATE, 8. Januar, 9.40 Uhr: Mehr als 3000 Neuinfektionen in Sachsen

In Sachsen sind innerhalb eines Tages mehr als 3000 Neuinfektionen registriert worden. Insgesamt schlagen für den Freistaat seit Beginn der Pandemie im vergangenen März 149.707 Corona-Infektionen zu Buche – alleine von Donnerstag auf Freitag kamen 3049 hinzu, wie aus den aktuellen Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht.

Der Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen liegt demnach bei 298, am Vortag lag die Inzidenz bei 269,8. Sachsen bleibt mit Blick auf die Inzidenz bundesweit negativer Spitzenreiter. Deutschlandweit liegt der Wert derzeit bei 137.

Die Daten sind derzeit aber noch schwierig zu interpretieren, weil es über den Jahreswechsel Verzögerungen gegeben hat. Das RKI geht davon aus, dass die Meldedaten zum Infektionsgeschehen frühestens Ende nächster Woche oder Anfang übernächster Woche wieder belastbar sind. Landesweit und bundesweit hat laut RKI der Landkreis Meißen mit 541,1 den höchsten Inzidenzwert.

Unterdessen wurde in Sachsen erstmals die neue Variante des Coronavirus aus Großbritannien nachgewiesen (TAG24 berichtete). Die Mutation war bei einer Person aus Dresden aufgetreten, die aus Großbritannien zurückgekehrt war. Sie hatte sich nach Angaben des Dresdner Gesundheitsamtes sofort in Quarantäne begeben.

Die Virus-Variante war durch ein stichprobenartiges Screening positiver Proben beim Robert Koch-Institut nachgewiesen worden.

UPDATE, 7. Januar, 19 Uhr: Erstmals neue Variante des Coronavirus in Sachsen nachgewiesen

In Sachsen ist erstmals die neue Variante des Coronavirus nachgewiesen worden. Das teilte am Donnerstag das Gesundheitsministerium mit. Die Mutation sei bei einer Person aus Dresden aufgetreten, die aus Großbritannien zurückgekehrt sei, hieß es.

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UPDATE, 7. Januar, 17.55 Uhr: Knapp 20.000 weitere Corona-Impfdosen in Sachsen-Anhalt erwartet

In Sachsen-Anhalt wurden bereits viele Menschen geimpft. (Symbolbild)
In Sachsen-Anhalt wurden bereits viele Menschen geimpft. (Symbolbild)  © Andreas Arnold/dpa

Das Pharmaunternehmen Biontech soll am Freitag die nächsten Dosen des Corona-Impfstoffes an die Länder ausliefern. Für Sachsen-Anhalt sind 19.500 der insgesamt 667.875 Dosen vorgesehen, wie das Bundesgesundheitsministerium am Donnerstag mitteilte.

In den Impfzentren der Landkreise und kreisfreien Städte wird der Impfstoff dringend erwartet. Ab Montag sollen in den ersten der 14 Zentren über 80-Jährige geimpft werden. Termine für die Impfungen können online oder telefonisch unter 116117 gebucht werden.

Am Montag sollen unter anderem in den Zentren im Burgenlandkreis, im Landkreis Anhalt-Bitterfeld und in Halle erste Patienten geimpft werden. Im Landkreis Börde war am Donnerstag wegen der bisher wenigen Lieferungen hingegen noch unklar, wann das Impfzentrum loslegen kann, wie ein Sprecher sagte. Das Impfzentrum in Stendal soll erst eine Woche später, am 18. Januar, starten.

Gemessen an der Bevölkerung und an den anderen Bundesländern kommt Sachsen-Anhalt bei den Impfungen weiterhin gut voran. 8 von 1000 Sachsen-Anhaltern hatten laut Robert-Koch-Institut bis zum Donnerstag ihre erste von zwei Impfdosen bekommen, nur in Mecklenburg Vorpommern wurde ein höherer Anteil (13,5 von 1000) geimpft.

UPDATE, 7. Januar, 16.55 Uhr: Mehr als 1000 Corona-Neuinfektionen in Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt sind binnen eines Tages mehr als 1000 Corona-Neuinfektionen verzeichnet worden. Von Mittwoch- bis Donnerstagnachmittag seien 1041 Fälle gemeldet worden, teilte das Sozialministerium in Magdeburg mit. Damit galten 7231 Menschen als aktuell infiziert.

Die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in sieben Tage lag bei 190,32. Von Mittwoch bis Donnerstag wurden zudem 28 Sterbefälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Bislang sind damit 824 Menschen im Land an oder mit dem Virus gestorben.

UPDATE, 7. Januar, 16.40 Uhr: Aktuelle Corona-Zahlen aus Sachsen

Die aktuellen Fallzahlen und Inzidenz-Werte aus Sachsen.
Die aktuellen Fallzahlen und Inzidenz-Werte aus Sachsen.  © TAG24

UPDATE, 7. Januar, 16.30 Uhr: Ein Fünftel der Kinder in Sachsen in der Notbetreuung

Ein Fünftel der Kinder in Sachsen nutzt derzeit die Möglichkeit der Notbetreuung in den ansonsten geschlossenen Kitas. Das teilte der Sächsische Städte- und Gemeindetag am Donnerstag mit.

Im Vergleich zum Beginn des harten Lockdowns im Dezember sei der Anteil um fünf Prozentpunkte gewachsen. Auch die Anmeldungen für die Notbetreuung in Krippe und Kindergarten sei um fünf Prozentpunkte auf 28 Prozent gestiegen. Die Notbetreuung in den Schulhorten nehmen 9,4 Prozent der Kinder in Anspruch (Dezember: 7 Prozent).

Der Kreis der Eltern, die ihre Kinder in die Notbetreuung geben können, ist stark eingeschränkt. Nur Eltern, die in sogenannten systemrelevanten Berufen arbeiten, können diese für ihre Kinder in Anspruch nehmen.

UPDATE, 7. Januar, 16.25 Uhr: 7-Tage-Inzidenz in Sachsen steigt

In Sachsen ist mit Blick auf die Corona-Zahlen weiter keine Entspannung in Sicht. Einer Übersicht des Sozialministeriums zufolge kletterte die sogenannte 7-Tage-Inzidenz von 262 am Mittwoch auf 269,8 am Donnerstag.

Sachsen bleibt damit wie seit Wochen schon Negativ-Spitzenreiter. Bundesweit lag der wichtige Corona-Kennwert nach Angaben des Robert Koch-Instituts bei 122. Die Daten sind derzeit aber noch schwierig zu interpretieren, weil es über den Jahreswechsel Verzögerungen gegeben hat.

Nach Angaben des Sozialministeriums wurden 3054 zusätzliche Corona-Fälle gemeldet. Die Gesamtzahl seit Beginn der Pandemie liegt bei 149.680. Zudem starben weitere 178 Corona-Patienten. Damit stieg die Zahl der Todesfälle auf 3792.

UPDATE, 7. Januar, 16 Uhr: Verstöße bei Corona-Kontrollen in Leipzig und Umgebung

Bei Kontrollen zur Einhaltung der Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung in Leipzig, dem Landkreis Leipzig, und dem Landkreis Nordsachsen sind zwischen Mittwochvormittag und der Nacht zum Donnerstag 16 Verstöße festgestellt worden. Das teilte die Polizei Leipzig mit.

In sechs Fällen sei gegen die zulässige Personenzahl verstoßen worden. Bei den restlichen zehn Fällen handle es sich um Verstöße gegen die Ausgangssperre.

Alle Beteiligten erwarte eine Anzeige wegen einer Ordnungswidrigkeit.

UPDATE, 7. Januar, 15.44 Uhr: Halle (Saale): 100 Menschen in Pandemie gestorben - Impfzentrum vor Start

In der Stadt Halle sind seit dem Ausbruch der Pandemie im Zusammenhang mit dem Coronavirus 100 Menschen gestorben. Das teilte Oberbürgermeister Bernd Wiegand (63, parteilos) mit. Allein am Donnerstag waren drei Todesfälle zu beklagen.

Unterdessen sind in der Stadt weitere 2025 Impfdosen eingetroffen. Am Montag nimmt das Impfzentrum die Arbeit auf, für Menschen älter als 80 Jahre, sagte der Oberbürgermeister.

Den Angaben nach wurden am Donnerstag 131 neue Infektionsfälle in der Stadt gemeldet. Innerhalb der vergangenen sieben Tage haben sich 280 Menschen pro 100.000 Einwohner mit dem Virus infiziert (Sieben-Tage-Inzidenz). Die Stadt geht seit März 2020, dem Beginn der Pandemie, von einer Einwohnerzahl von 240.500 aus.

Im Krankenhaus werden im Zusammenhang mit einer Coronavirusinfektion derzeit in Halle 217 Menschen behandelt, davon 57 Patienten auf der Intensivstation.

Seit Beginn der Pandemie haben sich in der Stadt 4344 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Davon gelten 3281 Menschen wieder als genesen.

UPDATE, 7. Januar, 10 Uhr: Lehrkräfte und Personal können sich in Schulen auf Corona testen

Tausende Lehrkräfte und weiteres Schulpersonal in Sachsen-Anhalt können sich in den kommenden Tagen freiwillig auf das Coronavirus testen. Das Land hat dafür mehr als 40.000 Schnelltests an die knapp 950 Schulen im Land verteilt, wie ein Sprecher des Bildungsministeriums sagte. Möglichst viele Beschäftigte sollen das Angebot nutzen. Ziel ist es, möglicherweise unentdeckte Ansteckungen während der Weihnachtsferien zu erkennen und zu verhindern, dass sich das Virus in der Belegschaft ausbreitet. Das Land versendete Anleitungen, damit das Personal die Tests selbst machen kann.

Am Donnerstag und Freitag ist nur das Personal in den Schulen. Für die Kinder und Jugendlichen wurden die Weihnachtsferien um zwei Tage bis zum Wochenende verlängert. Eigentlich sollten die Schnelltests dabei helfen, eine Ansteckungswelle in den Schulen zu verhindern, wenn alle Kinder und Jugendlichen zurückkehren.

Doch das Kabinett von Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) entschied am Dienstagabend, die Schulen zu schließen. Nur für die Abschlussklassen soll es Präsenzunterricht geben. Alle anderen Jahrgänge bekommen Aufgaben und Online-Angebote für zu Hause. Eltern in systemrelevanten Berufen können Schüler der ersten bis sechsten Klasse notbetreuen lassen.

UPDATE, 6. Januar, 17.35 Uhr: Sachsen rechnet mit gut 100.000 Impfdosen bis Ende Januar

In Sachsen soll bis Ende Januar knapp ein Fünftel der Menschen gegen das Coronavirus geimpft werden, die zur Gruppe mit der höchsten Priorität zählen. Dazu gehören unter anderem Über-80-Jährige und Pflege-Mitarbeiter.

Für den Freistaat seien vom Bund bis Ende des Monats 102.375 Impfdosen angekündigt, teilte Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) am Mittwoch mit. Zur Gruppe mit der höchsten Priorität zählten in Sachsen rund 457.000 Menschen.

Vom nächsten Montag an sollen auch die Impfzentren in zehn Landkreisen und drei kreisfreien Städten öffnen. Bisher waren nur mobile Impfteams im Freistaat unterwegs. Zudem wurde Impfstoff an Krankenhäuser geliefert, damit diese ihr Personal impfen können.

UPDATE, 6. Januar, 16.40 Uhr: Sachsen meldet mehr als 3600 neue Corona-Fälle

In Sachsen sind am Mittwoch 3667 neue Corona-Fälle gemeldet worden. Zudem sind weitere 122 Corona-Patienten gestorben, wie aus einer Übersicht des Sozialministeriums hervorgeht. Damit sind seit Beginn der Pandemie 3614 Corona-Tote im Freistaat registriert worden.

Die Sieben-Tages-Inzidenz, also der Wert an Neuerkrankungen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche, lag bei 262,1. Den höchsten Wert der zehn Landkreise und drei kreisfreien Städte meldete der Landkreis Meißen mit 457,1.

UPDATE, 6. Januar, 16.15 Uhr: Aktuelle Corona-Zahlen aus Sachsen

Die aktuellen Fallzahlen und Inzidenz-Werte aus Sachsen.
Die aktuellen Fallzahlen und Inzidenz-Werte aus Sachsen.  © TAG24

UPDATE, 6. Januar, 15.48 Uhr: Sachsen-Anhalts Linke kritisiert MP Haseloff für Corona-Aussagen

Die oppositionelle Linke hat Sachsen-Anhalts Regierungschef beim Umgang mit der Corona-Pandemie Verantwortungslosigkeit und unsouveränes Handeln vorgeworfen.

"Ministerpräsident Haseloff (66, CDU) weist jegliche Verantwortung angesichts der hohen Infektions- und Todeszahlen in Sachsen-Anhalt von sich", sagte die Fraktionsvorsitzende im Landtag, Eva von Angern (44), am Mittwoch. Stattdessen suche er die Schuld bei denjenigen, die sich infiziert haben.

"Seit Wochen sind die Menschen in Sachsen-Anhalt zum größten Teil diszipliniert und erfüllen, unter teilweise schweren individuellen Belastungen, die Maßnahmen des Landes zur Eindämmung der Pandemie", stellte von Angern fest.

Regierungschef Rainer Haseloff hatte am Dienstag nach einer Kabinettssitzung die Verschärfung der Corona-Regeln unter anderem damit begründet, dass die Menschen nicht genügend Abstand gehalten hätten.

Wenn sie nicht verstünden, dass sie selber zum überwiegenden Teil die Verantwortung dafür tragen, was mit ihnen geschieht, seien auch dem Staat irgendwann die Hände gebunden. Pfleger und medizinisches Personal hatte er davon ausdrücklich ausgenommen.

Von Angern kritisierte das scharf. "Jetzt - zum Höhepunkt der Pandemie - die Disziplinlosigkeit und das Unvermögen des Einzelnen anzumahnen und leichthin vom 'Ende des Staates' öffentlich zu philosophieren, ist eine Bankrotterklärung für einen Landeschef und fern von jedem souveränen, verantwortungsbewusstem Handeln", sagte die Oppositionspolitikerin.

"Fehleinschätzungen der Landesregierung in der Pandemie können geschehen, sie müssen aber ehrlich benannt werden."

UPDATE, 6. Januar, 15.45 Uhr: Fast 800 Corona-Tote in Sachsen-Anhalt - Inzidenz sinkt langsam

In Sachsen-Anhalt sind seit Ausbruch der Corona-Pandemie fast 800 Menschen an oder mit dem Virus gestorben. Wie das Sozialministerium am Mittwoch mitteilte, lag die Zahl der Todesfälle bei 796. Vor einer Woche gab es noch etwas mehr als 600 Corona-Tote.

Insgesamt infizierten sich seit Ausbruch der Pandemie 34.321 Menschen mit dem Coronavirus. Vor einer Woche waren noch rund 29.500 Menschen in Sachsen-Anhalt nachweislich mit dem Erreger Sars-CoV-2 angesteckt.

Der Corona-Kennwert - die sogenannte Inzidenz - sank leicht. Am Mittwoch wurden 190,95 Fälle je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen registriert. Vor einer Woche lag die Inzidenz bei rund 195.

Auf den Intensivstationen blieb die Lage angespannt. Am Mittwoch mussten 209 Menschen intensivmedizinisch versorgt werden. Von ihnen wurden 120 beatmet.

UPDATE, 6. Januar, 15.35 Uhr: Mehr als 17.000 Impfungen in Sachsen-Anhalt

Die Corona-Impfungen in Sachsen-Anhalt gehen weiter relativ gut voran.

Am Mittwoch meldete das Robert-Koch-Institut insgesamt 17.123 für das Land und damit 1495 mehr als am Vortag. Von 1000 Sachsen-Anhaltern waren somit 7,8 mit der ersten von zwei Dosen geimpft. Am Vortag waren es noch 7,1 Geimpfte pro 1000 Einwohner. Das Land hat damit weiterhin nach Mecklenburg-Vorpommern (11,2) die zweitbeste Quote aller Bundesländer. In Thüringen bekamen laut Statistik bislang nur 1,7 von 1000 Einwohnern eine Impfung.

Laut Sozialministeriums sind in Sachsen-Anhalt derweil alle Impfzentren in den Landkreisen und kreisfreien Städten arbeitsbereit. Termine könnten unter der zentralen Rufnummer 116117 oder online gebucht werden.

Ab 11. Januar sollen die ersten Termine in den Impfzentren angeboten werden. Bislang wurde vor allem in den Alten- und Pflegeheimen und Krankenhäusern geimpft.

UPDATE, 6. Januar, 14.10 Uhr: Sachsen-Anhalt bietet freiwillige Schnelltests für Schulpersonal an - trotz Corona-Schließungen

Trotz der angekündigten Schulschließungen in Sachsen-Anhalt können sich Lehrkräfte und weiteres Personal ab Donnerstag freiwillig auf das Coronavirus testen lassen.

An dem schon vor Wochen gefassten Plan werde festgehalten, sagte ein Sprecher des Bildungsministeriums am Mittwoch auf Anfrage. Ein Grund dafür sei, dass bis zum Wochenende in vielen Schulen viel Personal zusammenkomme, um den Unterricht nach den Ferien zu organisieren.

Schon vor Weihnachten hatte das Land mehr als 40.000 Schnelltests verteilen lassen. In den 941 staatlichen und privaten Schulen sowie Berufsschulen sollen sich nicht nur Lehrerinnen und Lehrer auf den Erreger Sars-CoV-2 testen, sondern auch pädagogische Mitarbeiter, Schulsozialarbeiter, Hausmeister oder Sekretärinnen. Das Land versendete Anleitungen, damit das Personal die Tests selbst machen kann. Ziel ist es, mögliche unerkannte Ansteckungen nach den Feiertagen frühzeitig zu entdecken.

Am Donnerstag und Freitag ist nur das Personal in den Schulen. Für die Kinder und Jugendlichen wurden die Weihnachtsferien um zwei Tage bis zum Wochenende verlängert. Ab Montag werden die wenigsten von ihnen in die Schulen zurückkehren. Das schwarz-rot-grüne Kabinett entschied am Dienstagabend, dass die Schulen wegen der weiterhin angespannten Infektionslage geschlossen werden. Nur die Abschlussklassen sollen möglichst täglich in Präsenz unterrichtet werden. Für alle anderen soll Fernunterricht mit Aufgaben für zuhause angeboten werden.

Eltern mit systemrelevanten Berufen können Kinder der ersten bis sechsten Klasse in den Schulen notbetreuen lassen.

UPDATE, 6. Januar, 13.17 Uhr: DRK bildet Corona-Schnelltester aus

Medizinische Laien können sich ab sofort beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) zum Corona-Schnelltester ausbilden lassen.

In den rund 80-minütigen Kursen würden die Teilnehmer darin unterwiesen, wie die persönliche Schutzausrüstung angelegt und der Abstrich im Mund-Nasen-Raum vorgenommen wird, teilte der DRK-Landesverband am Mittwoch mit.

Im Tandem machen die Kursteilnehmer dann selbst unter fachkundiger Aufsicht gegenseitig einen solchen Abstrich. Die Teilnahme kostet 48 Euro. Die nächsten Termine sind am 8. Januar in Dresden und am 10. Januar in Leipzig. Auch wird ein Online-Tool geboten für Einrichtungen, die die praktische Einweisung für die Tests selbst übernehmen können.

Laut DRK sind Corona-Tests neben den Impfungen eine wichtige Säule im Kampf gegen die Pandemie. Antigen-Schnelltests auf das Virus Sars-CoV-2 stünden inzwischen flächendeckend zur Verfügung.

Dozent Jascha Gionkar (2.v.r.) erläutert den Teilnehmer eines Kurses für das Anwenden von Antigen-Schnelltest auf SARS-VoV-2 das Anlegen der Schutzausrüstung. Das Deutsche Rote Kreuz bildet nun Corona-Schnelltester aus.
Dozent Jascha Gionkar (2.v.r.) erläutert den Teilnehmer eines Kurses für das Anwenden von Antigen-Schnelltest auf SARS-VoV-2 das Anlegen der Schutzausrüstung. Das Deutsche Rote Kreuz bildet nun Corona-Schnelltester aus.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa
Der Kurs dauert etwa 80 Minuten. Der nächste Termin in Leipzig ist am 10. Januar.
Der Kurs dauert etwa 80 Minuten. Der nächste Termin in Leipzig ist am 10. Januar.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

UPDATE, 6. Januar, 11.55 Uhr: Inzidenzwert in Sachsen bei rund 262

Sachsen bleibt in der Corona-Pandemie mit Blick auf die Inzidenz bundesweit negativer Spitzenreiter.

Am Mittwoch wurden pro 100.000 Einwohner rund 262 Neuinfektionen binnen 7 Tagen registriert, wie aus den aktuellen Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Am Vortag lag der 7-Tage-Wert im Freistaat bei 299. Bundesweit wurde am Dienstagmorgen eine Inzidenz von 127,3 ermittelt.

Eine Interpretation der Daten ist schwierig, weil um Weihnachten und den Jahreswechsel Corona-Fälle laut RKI verzögert entdeckt, erfasst und übermittelt wurden. Dem Verband Akkreditierter Labore in der Medizin (ALM) zufolge war die Zahl der Labortests auf das Coronavirus über den Jahreswechsel im Vergleich zur Weihnachtswoche noch einmal weiter gesunken. Verglichen mit der Woche vor Weihnachten hat sich die Zahl in der vergangenen Woche ungefähr halbiert.

Das RKI geht davon aus, dass die Meldedaten zum Infektionsgeschehen frühestens Ende nächster Woche/Anfang übernächster Woche wieder belastbar sind.

Insgesamt schlagen demnach für Sachsen seit Beginn der Pandemie im vergangenen März 143.122 Corona-Infektionen zu Buche - 2120 mehr als noch am Tag zuvor. Im Vogtlandkreis ging der Inzidenzwert binnen zwei Tagen von 631,9 auf aktuell 196,9 zurück.

Die sehr hohen Zahlen gingen laut Landrat Rolf Keil (66, CDU) offensichtlich auf Versäumnisse im Plauener Gesundheitsamt zurück. Demnach hatte sich in der Behörde ein enormer Rückstau bei der Bearbeitung der Infektionsfälle gebildet.

Landesweit und bundesweit hat laut RKI der Landkreis Meißen mit 457,1 den höchsten Inzidenzwert.

UPDATE, 6. Januar, 11.49 Uhr: Städtetag hält verlängerten Lockdown für richtig

Der Deutsche Städtetag begrüßt die Verlängerung des Corona-Lockdowns.

"So hart die Maßnahmen auch sind: Die Städte halten es für richtig, den Lockdown fortzusetzen, damit die Zahl der Neuinfektionen nachhaltig sinkt", sagte Städtetagspräsident Burkhard Jung (62, SPD) der "Rheinischen Post". "Bei den Kontaktbeschränkungen darf es keine Tabus geben." Die Kontakte sollten so gering wie möglich gehalten werden - auch an Schulen und Kitas.

Sobald es das Infektionsgeschehen aber wieder zulasse, sollten diese wieder geöffnet werden, so Leipzigs Oberbürgermeister Jung. "Denn Schule und Kita sind nicht nur Orte des Lernens und der Betreuung, sondern auch Orte des sozialen Miteinanders." Für die Zwischenzeit forderte er die Länder auf, "verbindliche Regelungen für die Notbetreuung zu erlassen".

Auch für das nächste Treffen des Bundes und der Länder forderte er klare Signale. "Wenn die Menschen bei den Beschränkungen jetzt weiter mitmachen, setzen sie natürlich auch auf Lockerungen, sobald sich die Lage deutlich verbessert."

UPDATE, 6. Januar, 7.35 Uhr: Sachsen-Anhalt will wegen der Corona-Folgen weitere Schulden machen

Sachsen-Anhalts Landesregierung will neue Kredite aufnehmen, um in den kommenden Jahren die Folgen der Corona-Pandemie zu finanzieren.

Das Geld soll zweckgebunden in einem Sondertopf landen und unter anderem in die Krankenhaus-Landschaft, Digitalisierungsprojekte oder Schulausstattung investiert werden, wie Finanzminister Michael Richter (66, CDU) der Deutschen Presse-Agentur sagte. Das schwarz-rot-grüne Kabinett habe bereits grünes Licht für die Einrichtung eines Sondervermögens gegeben.

Wie viel Geld dort zurückgelegt werden soll, ließ Richter zunächst offen. Die Ministerien sollen melden, in welchen Bereichen sich durch die Corona-Krise besonderer Handlungsbedarf ergeben habe. Die Schuldenbremse im Grundgesetz erlaubt nur noch in Ausnahmen die Aufnahme von Krediten. Die Corona-Pandemie ist als Notlage eine solche Ausnahme.

Sachsen-Anhalt hat bisher nur im Frühjahr 2020 einen Nachtragshaushalt aufgelegt, um die Folgen der Corona-Pandemie mitzufinanzieren. Der Topf ist noch nicht ausgeschöpft.

Sachsen-Anhalts Finanzminister Michael Richter (66, CDU).
Sachsen-Anhalts Finanzminister Michael Richter (66, CDU).  © Ronny Hartmann/dpa

UPDATE, 5. Januar, 23.13 Uhr: Sachsen verkürzt die Winterferien

Späte Pressekonferenz am Dienstagabend in Sachsen. Bildungsminister Christian Piwarz (45, CDU) verkündete die Entscheidung, dass die Winterferien verkürzt werden. Dafür wird es längere Osterferien geben. Mehr Infos dazu lest Ihr >> hier.

UPDATE, 5. Januar, 22.10 Uhr: Haseloff: Bürger für Corona-Verschärfung teils selbst verantwortlich

Mit der geplanten Verschärfung der Corona-Regeln reagieren Bund und Länder laut Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (66, CDU) auch auf die mangelnde Disziplin mancher Bürger bei der Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln.

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UPDATE, 5. Januar, 22.05 Uhr: Sachsen-Anhalt muss Details zu Bewegungsradius noch beraten

Sachsen-Anhalts Landesregierung wird erst in den kommenden Tagen entscheiden, ob und wie der Bewegungsradius im Land wegen der angespannten Corona-Lage auf 15 Kilometer um den Wohnort herum eingeschränkt wird. "Wie wir das praktisch gestalten, das müssen wir sehen", sagte Ministerpräsident Reiner Haseloff (66, CDU) nach einer Kabinettssitzung am Dienstagabend in Magdeburg.

Das Kabinett werde prüfen, ob für derlei Beschränkungen neben der herrschenden Infektionslage am Herkunftsort auch jene am Zielort herangezogen werden könne. Ziel müsse es sein, alle vermeidbaren Aktivitäten auch tatsächlich auszuschließen.

UPDATE, 5. Januar, 19.25 Uhr: 23 weitere Corona-Infizierte in Sachsen-Anhalt gestorben

23 weitere Menschen sind in Sachsen-Anhalt im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben.

Das Gesundheitsministerium meldete am Dienstag außerdem 556 neue Infektionen. Das waren deutlich mehr als am Montag (394). Über die Feiertage hatte es aber weniger Tests gegeben, außerdem wurden nicht alle Ergebnisse sofort weitergeleitet. Auch die Zahl der Patienten mit schweren Verläufen stieg: 211 Covid-19-Patienten lagen am Dienstag auf einer Intensivstation (+5), 118 wurden beatmet (+6).

Besonders schnell breitet sich das Virus momentan im Landkreis Mansfeld-Südharz aus. Von 100.000 Einwohnern steckten sich dort in den vergangenen sieben Tagen nachweislich 349,8 mit dem Virus an. In allen anderen Kreisen des Landes lag dieser Wert am Dienstag unter 300, am niedrigsten in der Landeshauptstadt Magdeburg (69,5).

Bund und Länder diskutierten am Dienstagnachmittag über das weitere Vorgehen in der Krise. Im Raum stand eine Verlängerung der bisherigen Einschränkungen und Verschärfungen in Hotspots mit mehr als 200 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in sieben Tagen.

Diesen Wert überschritten in Sachsen-Anhalt am Dienstag acht der 14 Landkreise und kreisfreien Städte.

UPDATE, 5. Januar, 19.04 Uhr: Lockdown wird verlängert und verschärft

Der Lockdown zur Bekämpfung der Corona-Pandemie in Deutschland wird wegen weiter hoher Infektionszahlen bis zum 31. Januar verlängert und sogar noch verschärft. Das haben Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) und die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder bei ihren Beratungen am Dienstag in Berlin vereinbart.

Demnach gelten die bisher bis zum 10. Januar befristeten Maßnahmen bis zum Monatsende fort. Das betrifft zum Beispiel die Schließung der meisten Geschäfte, Restaurants, Theater, Museen und Freizeiteinrichtungen. Die Kontaktregelungen werden nochmals enger gefasst: Künftig sind private Zusammenkünfte nur noch im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstandes und mit maximal einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person gestattet. Bislang gilt, dass sich maximal fünf Personen aus bis zu zwei Haushalten treffen dürfen.

Auf Menschen in Landkreisen mit sehr hohen Corona-Infektionszahlen kommt eine drastische Beschränkung ihrer Bewegungsfreiheit zu. Ab einer 7-Tage-Inzidenz von über 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern sollen die Länder lokale Maßnahmen ergreifen, um den Bewegungsradius auf 15 Kilometer um den Wohnort zu begrenzen. Davon kann nur aus einem triftigen Grund abgewichen werden. Touristische Tagesausflüge stellten keinen triftigen Grund dar, heißt es im Beschlusspapier von Bund und Ländern.

Auch der Lockdown für Schulen und Kitas wird demnach bis Ende Januar verlängert. Der Bund will gesetzlich regeln, dass das Kinderkrankengeld in diesem Jahr für 10 zusätzliche Tage je Elternteil und um 20 Tage für Alleinerziehende gewährt werde.

Merkel sagte nach den Beratungen, das Ziel bleibe weiter, zu einer 7-Tage-Inzidenz je 100.000 Einwohner von unter 50 zu kommen. Dies gewinne nochmals an Bedeutung durch die entdeckte Mutation des Coronavirus, die sich schneller verbreite. "Das heißt, hier müssen wir besonders vorsichtig sein", sagte die Kanzlerin. Es entstehe noch einmal eine "neue Lage".

Die neuen Maßnahmen seien "einschneidend", räumte Merkel ein.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) bei der Bekanntgabe der neuen Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) bei der Bekanntgabe der neuen Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus.  © Michael Kappeler/dpa-pool/dpa

Update, 5. Januar, 18.56 Uhr: Trödelei in Sachsen: Termine für Impfzentren können noch nicht gebucht werden

Sachsen festigt seinen neuen Ruf als Impftrödler! Anders als in den benachbarten Bundesländern hat der Freistaat noch immer keine Telefonnummer oder Kontaktadresse freigeschaltet, über die sich Bürger Termine für das örtliche Impfzentrum holen können! Mehr dazu lest Ihr >>> hier.

UPDATE, 5. Januar, 17.40 Uhr: Sachsen mit Inzidenz von 299 bundesweiter Negativ-Spitzenreiter

Sachsen bleibt in der Corona-Pandemie mit Blick auf die Inzidenz bundesweit negativer Spitzenreiter. Am Dienstag wurden pro 100.000 Einwohner 299 Neuinfektionen binnen sieben Tagen registriert, wie aus den aktuellen Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Am Vortag lag der Sieben-Tage-Wert im Freistaat bei 323. Bundesweit wurde am Dienstagmorgen eine Inzidenz von 135 ermittelt.

Insgesamt schlagen demnach für Sachsen seit Beginn der Pandemie im vergangenen März 141.002 Corona-Infektionen zu Buche - 1302 mehr als noch am Tag zuvor. 89 neue Todesfälle kamen dazu. Die Zahl der Frauen und Männer, die an oder mit einer Covid-19-Erkrankung starben, liegt damit bei 3492. 3394 Menschen befinden sich wegen einer Infektion mit dem Coronavirus derzeit im Krankenhaus, 568 davon auf der Intensivstation.

Eine Interpretation der Daten bleibt weiter schwierig, weil um Weihnachten und den Jahreswechsel Corona-Fälle verzögert entdeckt, erfasst und übermittelt wurden. Das RKI geht davon aus, dass die Meldedaten zum Infektionsgeschehen frühestens Ende nächster Woche/Anfang übernächster Woche wieder belastbar sind.

UPDATE, 5. Januar, 17.33 Uhr: Aktuelle Corona-Zahlen aus Sachsen

Die aktuellen Fallzahlen und Inzidenzwerte aus Sachsen.
Die aktuellen Fallzahlen und Inzidenzwerte aus Sachsen.  © TAG24

UPDATE, 5. Januar, 16.56 Uhr: Viele Impfungen in Sachsen-Anhalt, Vorbereitungen in Impfzentren

Sachsen-Anhalt kommt bei den Corona-Impfungen weiter verhältnismäßig schnell voran. Am Dienstag meldete das Robert-Koch-Institut insgesamt 15.628 Impfungen im Land und damit 2262 mehr als am Vortag.

Von 1000 Sachsen-Anhaltern waren 7,1 mit der ersten von zwei Dosen geimpft, das ist nach Mecklenburg-Vorpommern (8,6) die zweitbeste Quote aller Bundesländer. In Thüringen und Brandenburg etwa haben bislang nur 1,3 von 1000 Einwohnern eine Impfung bekommen.

Nachdem Sachsen-Anhalt bislang Bewohner und Personal von Pflegeeinrichtungen geimpft hat, sollen ab Montag die ersten Impfungen in den 14 Impfzentren starten. Bisher wollten die Zentren im Landkreis Anhalt-Bitterfeld, im Salzlandkreis, im Landkreis Harz, im Burgenlandkreis und in Halle starten, sagte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums am Dienstag.

Der Altmarkkreis Salzweder plant demnach, ab kommender Woche Dienstag in den Zentren zu impfen, Magdeburg ab Mittwoch. Die restlichen Kreise würden ihren Zeitplan noch mitteilen, hieß es im Ministerium.

Ab wann genau Termine für die Impfungen gebucht werden könnten, war am Dienstag teils unklar. Sowohl die Hotline der Kassenärztlichen Vereinigung 116117 als auch die Website impfterminservice.de waren am Dienstag schon erreichbar. Unklar war, ob die Kreise schon Termine zur Buchung freigegeben hatten. Buchbar waren Termine laut Ministerium bereits im Burgenlandkreis. Halle kündigte an, ab Donnerstag Termine anzubieten.

Bei den Impfungen in den Zentren, die bisher nur als Koordinationsstelle mobiler Impfteams dienen, sollen zunächst weiterhin Angehörige der ersten Prioritätsstufe geimpft werden. Das sind Menschen im Alter von über 80 Jahren und Mitarbeiter von Pflegediensten sowie bestimmte Krankenhaus-Mitarbeiter. Wann weitere Bevölkerungsgruppen geimpft werden können, hängt von weiteren Lieferungen des Impfstoffes und der Impfbereitschaft der ersten Gruppe ab.

UPDATE, 5. Januar, 16.53 Uhr: Verzögerungen bei Corona-Beratungen in Sachsen-Anhalt

Bei den wichtigen Beratungen zu den künftigen Corona-Regeln in Sachsen-Anhalt und Deutschland hat es mehrere Verzögerungen gegeben. Eine für den Dienstagvormittag anberaumte Sitzung des Landeskabinetts fiel nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus.

Eine Schalte der Regierungschefs von Bund und Ländern verschob sich mehrfach und startete am Nachmittag drei Stunden später als ursprünglich geplant.

Derzeit ist laut Landesregierung angedacht, dass sich das schwarz-rot-grüne Kabinett um Ministerpräsident Reiner Haseloff (66, CDU) im Anschluss für Beratungen trifft und auch die Öffentlichkeit über die künftigen Corona-Regeln informiert. Inwiefern der Zeitplan zu halten ist, war am Nachmittag offen.

Die aktuellen Corona-Beschränkungen in Sachsen-Anhalt gelten bis zum Wochenende. Für die Zeit danach muss die Landesregierung eine neue Verordnung erlassen. Sicher ist bereits, dass es nach den Weihnachtsferien ab kommende Woche an den Schulen keinen regulären Unterricht für alle geben wird. Das kündigte Bildungsminister Marco Tullner (52, CDU) vorab an. Weitere Details sind jedoch offen.

Eine Lockerung der bestehenden Regeln gilt als unwahrscheinlich. Bund und Länder beraten vielmehr darüber, ob es weitere Verschärfungen geben soll. Hintergrund ist, dass die Zahl der Neuinfektionen in den meisten Regionen in Deutschland weiterhin vergleichsweise hoch ist. In Sachsen-Anhalt steigt seit Tagen die Zahl der Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen deutlich.

Ziel bleibt, weniger als 50 Ansteckungen pro 100.000 Einwohner und Woche zu haben, damit die Gesundheitsbehörden die Infektionsketten wieder nachverfolgen und eine weitere Ausbreitung der Pandemie verhindern können.

UPDATE, 5. Januar, 15.39 Uhr: Corona-Impfzentrum in Halle öffnet am 11. Januar: Anmeldung nötig

In der Stadt Halle öffnet am 11. Januar ein Corona-Impfzentrum. Das kündigte Oberbürgermeister Bernd Wiegand (63, parteilos) am Dienstag an.

Es sei geplant, mit zunächst insgesamt 195 Impfdosen Menschen gegen das Corona-Virus impfen zu können. Dafür berechtigt sind den Angaben nach vorerst nur Einwohner im Alter ab 80 Jahre und mit Voranmeldung.

Termine für eine Impfung in dem Impfzentrum können laut Wiegand unter der bundesweiten Telefonnummer 116117 gebucht werden.

Zudem soll es für die Impfberechtigten von diesem Donnerstag an (7. Januar, 14 Uhr) möglich sein, sich per Internet-Plattform des Landes unter der Adresse impfterminservice.de anzumelden.

In Halle leben den Angaben nach knapp 18.900 Menschen über 80.

Laut Wiegand erwartet die Stadt am 8. Januar eine Lieferung von insgesamt 1950 Impfdosen vom Land. Davon soll die Hälfte für die zweite nötige Impfung gegen das Corona-Virus reserviert werden.

In Halle war im Dezember zunächst mit mobilen Teams in Alten- und Pflegeheimen mit den Impfungen begonnen worden. Die Injektionen sind freiwillig. Nach bisherigen Angaben des Landes beginnen die Impfzentren in Sachsen-Anhalt noch nicht im Vollbetrieb, da parallel die Arbeit der mobilen Teams weiterlaufe.

UPDATE, 5. Januar, 12.55 Uhr: Neue Selbsthilfegruppe richtet sich an Menschen, die nach einer Corona-Erkrankung mit Folgen zu kämpfen haben

Wie Leipzigs Stadtverwaltung am Dienstag bekannt gab, wird über die Selbsthilfekontakt- und Informationsstelle (SKIS) eine neue Selbsthilfegruppe angeboten, die sich an alle jene Menschen richtet, die über einen langen Zeitraum (mehrere Monate) mit gesundheitlichen Einschränkungen nach einer Corona-Infektion zu kämpfen haben und die Schwierigkeiten haben, wieder in den (beruflichen) Alltag zurückzufinden.

Die Treffen der Gruppe sollen online stattfinden. Im Fokus stehen die Möglichkeit zum Austausch, Hören und Zuhören. Ebenso soll es um Bewältigungsstrategien, nützliche Hinweise und persönliche Erfahrungen gehen.

Auch Menschen, die - aus welchen Gründen auch immer - über keinen positiven Nachweis (PCR, Antikörper etc.) der Krankheit verfügen, sind willkommen.

Interessierte wenden sich an die SKIS unter selbsthilfe@leipzig.de oder Tel. 03411236755 bzw. 03411236763.

UPDATE, 5. Januar, 12.50 Uhr: Hunderte Corona-Verstöße in der letzten Woche 2020 in Leipzig

Die Polizei hat in Leipzig in der letzten Woche des Jahres 2020 hunderte Verstöße gegen die Corona-Schutz-Bestimmungen registriert.

Bei 110 Kontrollen wurden 395 Verstöße festgestellt und 389 Bußgeldverfahren eingeleitet, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Allein in der Silvesternacht stellten die Beamten demnach 118 Verstöße gegen die sächsische Corona-Schutzverordnung fest.

UPDATE, 5. Januar, 12.20 Uhr: Werden die Winterferien in Sachsen gestrichen?

Sachsen denkt über eine Streichung der Winterferien im Februar nach. Der Plan soll am Dienstag im Kabinett diskutiert werden.

Ausführliche Infos dazu >>>hier.

UPDATE, 4. Januar, 17.49 Uhr: Bereits mehr als 4800 Sachsen gegen Corona geimpft

In Sachsen sind die Corona-Impfungen fortgesetzt worden. Am Montag wurde mit dem Impfen des medizinischen Personals in besonderen Risikobereichen und in Covid-19-Stationen am Städtischen Klinikum Dresden begonnen, wie das Krankenhaus mitteilte. Demnach werden Mitarbeiter mit besonders hohem Ansteckungsrisiko vorrangig berücksichtigt. Im Vorfeld sei die Bereitschaft der Mitarbeiter abgefragt und ein Impfplan erstellt worden, hieß es. Insgesamt beschäftigt das Städtische Klinikum in verschiedenen Häusern rund 3800 Mitarbeiter - darunter rund 1000 in sogenannten Risikobereichen.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums haben im Freistaat bislang 4866 Menschen eine Spritze gegen das Coronavirus erhalten. Sachsen hat bisher 68.250 Impfdosen in drei Lieferungen bekommen - die nächste ist für den 8. Januar geplant. Knapp 30.000 Dosen können noch in dieser Woche verabreicht werden. Die Hälfte der Impfdosen wird zurückgehalten, um die nötige zweite Impfung abzusichern.

Gut die Hälfte des Impfstoffes ist durch das Deutsche Rote Kreuz an die Unikliniken Leipzig und Dresden sowie an die Städtische Klinik Chemnitz übergeben worden. Diese führen die erste und zweite Impfung in Eigenverantwortung durch und verteilen den Impfstoff auch an andere Krankenhäuser in ihrer jeweiligen Cluster-Region.

So ist etwa die Dresdner Uniklinik für die Krankenhäuser in Dresden und Ostsachsen zuständig. Die Kliniken hätten den Bedarf für die Impfung ihrer Mitarbeiter erfasst und gemeldet, hieß es. Aktuell sei der Bedarf jedoch höher als die Verfügbarkeit. Am Dresdner Uniklinikum wurden in den vergangenen Tagen bereits rund 500 Mitarbeiter geimpft, allein in dieser Woche sind noch mehr als 400 Impftermine vorgesehen.

Wie in ganz Deutschland sind seit dem 27. Dezember zunächst Bewohner von Altenheimen und Bedienstete aus dem Gesundheits- und Pflegebereich an der Reihe. Die Impfzentren sollen voraussichtlich Mitte Januar an den Start gehen.

UPDATE, 4. Januar, 15.20 Uhr: OB von Halle: Lage in Kliniken besorgniserregend

Die Krankenhäuser in Halle stoßen nach Angaben von Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) immer mehr an ihre Grenzen. Grund sei eine steigende Anzahl an Patienten, die wegen der Corona-Pandemie auf den Intensivstationen behandelt sowie künstlich beatmet werden müssten. "Die Situation ist besorgniserregend", sagte Wiegand am Montag. Es stelle sich daher die Frage, inwieweit in Halle, im Süden Sachsen-Anhalts, noch Patienten aus anderen Bundesländern aufgenommen werden könnten.

Den Angaben nach werden 240 Menschen wegen einer Coronavirus-Infektion in Halle im Krankenhaus behandelt. Darunter waren am Montag 58 Patienten auf den Intensivstationen, zwölf mehr als am Sonntag. Sechs weitere Todesfälle seien in der Stadt binnen eines Tages im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion zu beklagen. Die Frauen und Männer waren zwischen 63 und 87 Jahre alt. Insgesamt starben seit Beginn der Pandemie an oder mit dem Coronavirus den Angaben nach 96 Menschen in Halle. Aktuell gebe es 791 Corona-Infektionsfälle, 82 mehr als am Sonntag.

Die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen stieg in Halle im Vergleich zum Sonntag auf 225,78. Damit lag die Sieben-Tage-Inzidenz auch am Montag über dem Bundesdurchschnitt, der laut Robert Koch-Institut bei 139,4 liegt. Allerdings bleibt eine Interpretation der Daten weiter schwierig, weil um Weihnachten und den Jahreswechsel Corona-Fälle laut RKI verzögert entdeckt, erfasst und übermittelt wurden.

UPDATE, 4. Januar, 13.03 Uhr: Weißenfels bietet Schnelltests für städtisches Kita-Personal an

Die Stadt Weißenfels bietet dem Personal der kommunalen Kindertagesstätten in dieser Woche kostenlose Schnelltests auf das Corona-Virus an. Die Teilnahme sei freiwillig, teilte eine Sprecherin am Montag mit.

Fachpersonal des Deutschen Roten Kreuzes werde die kostenfreien Schnelltests in der Schlossgartenturnhalle übernehmen. Das Ergebnis der Antigentests liege nach wenigen Minuten vor.

In Weißenfels (Burgenlandkreis) sind den Angaben nach in den städtischen Kindertagesstätten etwa 180 Menschen beschäftigt. Die Schnelltests seien der Stadt vom Land zur Verfügung gestellt worden. Weißenfels mit rund 40.000 Einwohnern ist nach eigenen Angaben die bevölkerungsreichste Stadt im Burgenlandkreis.

UPDATE, 4. Januar, 11.40 Uhr: MP Kretschmer will Kitas und Schulen vorerst weiter geschlossen halten

Sachsen will sich nicht auf den Zeitpunkt für eine Öffnung von Schulen und Kitas in der Corona-Krise festlegen.

"Wir müssen mit Eltern und Lehrern, aber auch mit Kindergärtnerinnen und Kindergärtnern darüber sprechen, dass für einen gewissen Zeitraum die Einrichtungen geschlossen bleiben, um einfach das Bewegungsgeschehen weiterhin zu reduzieren", erklärte Ministerpräsident Michael Kretschmer (45, CDU) am Montag im ARD-Morgenmagazin. Das sei die Erfahrung vom Lockdown-Light. "Geöffnete Geschäfte, geöffnete Schulen bedeuten soviel Bewegung, soviel Möglichkeiten, sich gegenseitig anzustecken, ohne das zu merken."

Deswegen sollte man jetzt am Anfang etwas konsequenter sein, um dann möglicherweise Lockerungen zu haben, die man nicht mehr zurücknehmen muss.

Kretschmer hatte sich bereits am Sonntag für über den 10. Januar hinaus verlängerte Einschränkungen ausgesprochen. Durch den Lockdown im Dezember habe man zwar den rapiden Anstieg der Neuinfektionen abbremsen können. Man dürfe sich aber nicht in einer falschen Sicherheit wiegen: "Ich plädiere statt einem Hü und Hott zwischen Lockerungen und Beschränkungen dafür, konsequent zu sein und Nervenstärke zu haben", sagte er. "Eine Verlängerung des Lockdowns in Sachsen bis mindestens Ende Januar ist daher unvermeidbar."

UPDATE, 4. Januar, 6.10 Uhr: Grüne schlagen Runden Tisch für Schule und Kita in Corona-Zeiten vor

Die Grünen haben einen digitalen Runden Tisch für Schule und Kita in der Corona-Krise vorgeschlagen. Es gehe darum, Perspektiven aufzuzeigen sowie Planungssicherheit und Akzeptanz zu bekommen, erklärte die Landtagsabgeordnete Christin Melcher (38).

"Das Virus und die Dynamik der Infektionen zwingt uns auf Sicht zu fahren. Dennoch brauchen wir gemeinsam Antworten und eine Perspektive darauf, wie wir angesichts der Lage mit dem Schuljahr umgehen wollen." Man brauche Klarheit zum Umgang mit dem Fächerkanon, der Stundentafel und den Abschlussprüfungen im kommenden Jahr. Ferner seien effektive Test- und Schutzkonzepte erforderlich.

"Beteiligung schafft Akzeptanz", betonte Melcher, Sprecherin für Bildungspolitik der Grünen-Landtagsfraktion. Deshalb rege ihre Partei an, bei allen anstehenden Entscheidungen Eltern- und Schülervertretungen, Gewerkschaften sowie Kita- und Lehrerverbände einzubinden. Ein geeignetes Format dafür könnte ein virtueller Runder Tisch unter Leitung des Kultusministeriums sein. Die Maßnahmen müssten pragmatisch und praktikabel sein.

Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte sowie Erzieherinnen und Erzieher würden seit Monaten Herausragendes leisten: "Sie brauchen jetzt Sicherheit, konkrete Handlungsempfehlungen und eine langfristige Strategie."

Landtagsabgeordnete Christin Melcher (38, Grüne).
Landtagsabgeordnete Christin Melcher (38, Grüne).  © Ronald Bonss/dpa-Zentralbild/dpa

UPDATE, 4. Januar, 6.05 Uhr: MP Kretschmer will Kassensturz nach Pandemie

Sachsen braucht nach Ansicht von Regierungschef Michael Kretschmer (45, CDU) nach der Corona-Pandemie einen Kassensturz. Wenn das Gröbste überwunden sei, müsse man sehen, wer welche Kosten hatte, sagte er der Deutschen Presse-Agentur in Dresden. "Dann haben wir zu schauen, wie Bund und Länder das am Ende gemeinsam tragen."

Es gehe um Prioritäten und Zeiträume, in denen man die Schulden zurückzahle, damit künftige Generationen nicht dafür haften müssten. Sachsen will zur Bewältigung der Krisenfolgen bis zu sechs Milliarden Euro Schulden aufnehmen. Nach derzeitiger Verfassungslage müssten sie in einem Zeitraum von acht Jahren beglichen werden. Zuletzt waren Zweifel daran laut geworden, ob das in der Kürze der Zeit gelingt.

"Wir müssen in aller Ruhe mit dem Landtag sprechen, ob man die Rückzahlung besser zeitlich streckt. Doch dafür ist es noch zu früh. Das können und müssen wir heute noch nicht entscheiden", sagte Kretschmer. Noch sei nicht klar, ob das Geld ausreiche und ob der Bund unterstützen werde.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (45, CDU) will nach der Corona-Pandemie einen Kassensturz.
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (45, CDU) will nach der Corona-Pandemie einen Kassensturz.  © Peter Endig/dpa-Zentralbild/dpa

UPDATE, 3. Januar, 17.20 Uhr: Die aktuellen Corona-Fallzahlen aus Sachsen

Die aktuellen Fallzahlen und Inzidenz-Werte aus Sachsen.
Die aktuellen Fallzahlen und Inzidenz-Werte aus Sachsen.  © TAG24

UPDATE, 3. Januar, 16.20 Uhr: Fast 200 Corona-Tote innerhalb einer Woche

Seit Ausbruch der Pandemie sind in Sachsen-Anhalt 708 Menschen an oder mit dem Coronavirus gestorben. Das waren fast 200 Todesfälle mehr als noch vor einer Woche, wie aus der Statistik des Sozialministeriums in Magdeburg am Sonntag hervorgeht. Am 27. Dezember 2020 gab es demnach 523 Corona-Tote im Land. Insgesamt infizierten sich seit Ausbruch der Pandemie 32.438 Menschen mit dem Virus. Vor einer Woche meldete das Ministerium 27.725 Corona-Fälle.

Der Corona-Kennwert - die sogenannte Inzidenz - sank hingegen leicht. Am Sonntag lag die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in sieben Tagen bei 193,14. Vor einer Woche wurde eine Inzidenz von 206,85 erfasst. Die Lage in den Krankenhäusern blieb angespannt. Derzeit müssen mehr als 100 Corona-Patienten beamtet werden.

Seit dem Start der Impfkampagne vor rund einer Woche wurden zudem in Sachsen-Anhalt 12.822 Menschen geimpft, hieß es. Am ersten Weihnachtsfeiertag bekam eine 101-Jährige in einem Seniorenzentrum in Halberstadt als erste Frau im Land - und auch in Deutschland - die schützende Impfung.

UPDATE, 3. Januar, 14.30 Uhr: Bisher etwa 4300 Menschen in Sachsen geimpft

In Sachsen sind bisher 4343 Menschen mit der ersten Dosis gegen das Coronavirus geimpft worden. Knapp ein Fünftel davon waren Pflegeheimbewohner, wie eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums in Dresden am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur sagte. Wie in ganz Deutschland sind seit dem 27. Dezember zunächst Bewohner von Altenheimen und Bedienstete aus dem Gesundheits- und Pflegebereich an der Reihe. Die Impfzentren sollen "um den 11. Januar" aktiviert werden.

Wer sich ab wann und wie über das Vergabesystem online oder telefonisch für einen Impftermin anmelden kann, werde rechtzeitig kommuniziert, sagte die Ministeriumssprecherin. Nach ihren Angaben hat Sachsen bislang knapp 78.000 Impfdosen bekommen, für den 8. Januar sind weitere avisiert. "Wir halten derzeit wie auch andere Bundesländer die Hälfte der Dosen zurück, um die nötige zweite Impfung abzusichern."

UPDATE, 3. Januar, 13.40 Uhr: Inzidenz in Sachsen sinkt - Freistaat weiter bundesweit Spitze

Die Inzidenz der Corona-Neuinfektionen in Sachsen ist am Wochenende zurückgegangen. Mit 329,7 Fällen pro 100.000 Einwohner innerhalb sieben Tagen führt der Freistaat dennoch die bundesweite Übersicht des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Sonntag an - auch als einziges Bundesland mit einem Wert über 300. Darin sind 11,5 Neuinfektionen weniger als am Vortag ausgewiesen.

Auch im Vogtlandkreis verringerte sich die Inzidenz nach dem Anstieg vom Samstag um 139,8 auf 745,6. Damit ist die Region aber nach wie vor Negativ-Spitzenreiter in Deutschland. Im Landkreis Meißen auf dem zweiten Rang ging der Wert um knapp 50 auf 544,3 weiter zurück.

Für den Freistaat Sachsen stehen im RKI-Dashboard (Stand: 2. Januar, 0 Uhr) 138.332 Corona-Infektionen seit Ausbruch der Pandemie im März 2020 zu Buche - also 1301 mehr als am Vortag. Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich um 51 auf 3353. Die Landesuntersuchungsanstalt hatte Samstagmittag die Zahl der laborbestätigten Fälle insgesamt mit 138.000 und die Zahl der gestorbenen Infizierten mit 3331 angegeben. Die Differenz resultiert aus unterschiedlichen Meldezeiten der Behörden.

UPDATE, 3. Januar, 7.10 Uhr: Coronavirus bremst das studentische Leben aus

Auch die Situation der Studierenden in Leipzig hat sich durch die Pandemie verändert.
Auch die Situation der Studierenden in Leipzig hat sich durch die Pandemie verändert.  © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

Sachsens Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow (42, CDU) befürchtet eine wachsende Vereinsamung Studierender in Zeiten der Corona-Pandemie.

Die Hochschulen hätten sich zwar gut auf digitale Lehrangebote eingestellt, das Virus bremse aber das studentische Leben aus, so Gemkow. "Es fehlt der Austausch zwischen Tür und Angel. Dabei wird gewöhnlich viel Kreativität entfaltet, da werden sonst viele Ideen gesponnen."

Nach Ansicht von Gemkow hat die Pandemie an den Hochschulen und Forschungseinrichtungen Spuren hinterlassen: "Sie hat immense Auswirkungen auf den Lehrbetrieb, aber auch auf die Forschung. Zum jetzigen Zeitpunkt muss man aber festhalten, dass es den Hochschulen in ihrer Autonomie sehr gut gelungen ist, auf die speziellen Bedürfnisse ihrer Einrichtungen gut zu reagieren und den Betrieb sicherzustellen."

Es sei richtig gewesen, keine allgemeingültigen Regeln aufzustellen.

UPDATE, 2. Januar, 16.10 Uhr: Bereits fast 12.000 Corona-Impfungen in Sachsen-Anhalt

Eine Woche nach dem Impfstart in Sachsen-Anhalt haben bislang 11.711 Menschen im Land den Piks gegen das Corona-Virus bekommen.

Das teilte das Sozialministerium am Samstag in Magdeburg mit. Allein am Neujahrstag wurden 625 Menschen geimpft. Laut Sozialministerium gibt es noch 17.479 Impfdosen. Vor einer Woche, am zweiten Weihnachtsfeiertag, bekam die 101 Jahre alte Edith Kwoizalla in einem Seniorenzentrum in Halberstadt als erster Mensch in Sachsen-Anhalt - und zugleich auch in Deutschland - den Corona-Impfstoff (TAG24 berichtete).

Derweil stieg im Land die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus erstmals über die Grenze von 700. Am Samstag meldete das Sozialministerium 701 Menschen, die an oder mit dem Coronavirus seit dem Ausbruch der Pandemie gestorben waren. Am Vortag waren es noch 679 Todesfälle.

Seit dem Ausbruch der Pandemie infizierten sich in Sachsen-Anhalt nachweislich 31.848 Menschen mit dem Coronavirus. Im Vergleich zum Vortag wurden 808 Menschen mehr mit einer Corona-Infektion gemeldet. Der Wochenwert lag damit bei 190,09 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner im Land. Am Vortag hatte er bei 185,71 gelegen.

UPDATE, 2. Januar, 14.25 Uhr: Weitere Todesfälle in Halle - Feuerbestattung "beherrschbar"

Trotz wachsender Todeszahlen im Zusammenhang mit dem Coronavirus sind Feuerbestattungen in Halle wie gewohnt möglich. Die Lage sei "beherrschbar", sagte die Leiterin des Fachbereichs Gesundheit der Stadt Halle, Christine Gröger. Am Samstag meldete die Stadt vier weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19.

Außer einer 55-Jährigen starben drei weitere Menschen im Alter von 71 bis 93 Jahren. Damit gab es seit Ausbruch der Pandemie 89 Corona-Tote in der Saalestadt. In ganz Sachsen-Anhalt starben bislang mehrere Hundert Menschen an oder mit dem Coronavirus.

In Halle wurden am Samstag 78 Neuinfektionen gemeldet. Damit erreichte der Inzidenzwert dort 227,03 Infizierte pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage und verharrte damit etwa auf dem Niveau des Vortags. Am Freitag lag die Sieben-Tage-Inzidenz landesweit bei 185,71.

UPDATE, 2. Januar, 13.50 Uhr: Sachsen sorgen sich in Corona-Pandemie vor allem um Gesundheit

Die Sachsen sorgen sich wegen des Anstiegs der Corona-Infektionszahlen in erster Linie um ihre Gesundheit und die ihrer Familie. Das ging aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa hervor. Aber auch die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie beschäftigen die Bürger.

Mehr Infos dazu hier >>>hier

UPDATE, 2. Januar, 10.45 Uhr: Sachsen bleibt Bundesland mit höchster Inzidenz

Sachsen hat in der Corona-Pandemie weiterhin die höchste Sieben-Tage-Inzidenz aller Bundesländer - mit deutlichem Abstand. Die Übersicht des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Samstag wies für den Freistaat 341,2 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche aus - 6,7 mehr als am Vortag.

Im Vogtlandkreis erhöhte sich der Wert um 66,8 auf 885,4, damit ist die Region weiterhin Negativ-Spitzenreiter in Deutschland. Im Landkreis Meißen auf dem zweiten Rang ging er um knapp 20 auf 594,1 zurück. Der bundesweite Durchschnittswert liegt laut RKI bei 141,2.

Für den Freistaat Sachsen stehen im RKI-Dashboard (Stand: 1. Januar, 0 Uhr) 137.031 Corona-Infektionen seit Pandemie-Beginn im März 2020 - also 1634 mehr als am letzten Tag des Jahres 2020. Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich um 36 auf 3302.

UPDATE, 1. Januar, 16.21 Uhr: Die aktuellen Corona-Zahlen aus Sachsen

Die aktuellen Fallzahlen und Inzidenz-Werte aus Sachsen.
Die aktuellen Fallzahlen und Inzidenz-Werte aus Sachsen.  © TAG24

UPDATE, 1. Januar, 16.02 Uhr: Sachsen-Anhalt meldet Hunderte Corona-Impfungen am Silvestertag

Mobile Teams haben in Sachsen-Anhalt auch an Silvester Hunderte Menschen gegen das Coronavirus geimpft. Binnen 24 Stunden bekamen 1046 Männer und Frauen die erste Dosis des Impfstoffs, wie das Gesundheitsministerium am Freitag in Magdeburg mitteilte.

Die meisten Impfungen wurden in Halle (277) und dem Burgenlandkreis (231) verabreicht. Sechs der 14 Kreise und kreisfreien Städte meldeten hingegen für den letzten Tag des Jahres 2020 keine weiteren Impfaktionen.

Binnen einer Woche wurden damit laut Statistik fast 11.150 Sachsen-Anhalter gegen Corona geimpft.

Bis zur nächsten Lieferung stehen laut Ministerium noch 18.100 Impfdosen zur Verfügung. Wann der Hersteller Biontech Nachschub schickt, war zuletzt nicht ganz klar. Das Magdeburger Gesundheitsministerium geht davon aus, dass am 11. Januar die nächste Charge kommt, der Bund kündigte sie für den 8. Januar an.

Die Gesundheitsämter meldeten neben den Impfungen auch weitere Infektionen und Corona-Tote. Von Donnerstag auf Freitag kamen 15 Sterbefälle dazu, davon allein sechs aus Halle. Seit Beginn der Pandemie starben damit 679 Sachsen-Anhalter nachweislich im Zusammenhang mit dem Erreger Sars-CoV-2.

Binnen eines Tages wurden 561 weitere Corona-Fälle gemeldet. 183 Menschen sind so schwer an Covid-19 erkrankt, dass sie auf einer Intensivstation behandelt werden müssen, 101 von ihnen werden beatmet.

Seit Pandemie-Beginn machten 31 041 Sachsen-Anhalter nachweislich eine Corona-Infektion durch, Schätzungen zufolge sind mehr als 7100 von ihnen gerade aktuell noch betroffen.

UPDATE, 1. Januar, 15.05 Uhr: Verstöße gegen Corona-Schutzverordnung an Silvester

Wie die Polizeidirektion Leipzig am Morgen mitteilte, wurden in der Silvesternacht zahlreiche Verstöße gegen die Corona-Schutzverordnung festgestellt.

Insgesamt 33 Ordnungswidrigkeitenverfahren mussten eingeleitet werden.

Titelfoto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

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