Coronavirus in Leipzig: Gewandhaus-Orchester muss Spielplan anpassen

Leipzig - Leipzig in der Corona-Krise. Die Zahl der Neuinfektionen steigt nur noch langsam, die Maßnehmen werden immer mehr gelockert und somit kehrt auch das öffentliche Leben zunehmend in die Stadt zurück. Stand 10. Juli hatten sich 630 Bürger infiziert, sachsenweit sind es mindestens 5469. Der überwiegende Teil ist geheilt.

Alle Infos zu den Auswirkungen des Coronavirus in Leipzig findet Ihr hier.
Alle Infos zu den Auswirkungen des Coronavirus in Leipzig findet Ihr hier.  © Holger Baumgärtner

Zwar sind die Auswirkungen der Corona-Epidemie noch immer auch in Leipzig spürbar. Zahlreiche Maßnahmen und Regelungen zur Bekämpfung des Virus wurden mittlerweile jedoch wieder gelockert.

So gilt zwar weiterhin eine Maskenpflicht im ÖPNV und in Geschäften. Sowohl große als auch kleine Läden sowie Einkaufszentren haben jedoch wieder geöffnet. Das gleiche gilt für Bibliotheken, Bars, Cafés, Fitnessstudios und andere Einrichtungen, wobei stets mit der Beachtung bestimmter Verhaltens- und Hygieneregeln verbunden ist.

Der Grund für die Lockerungen ist klar: Die Zahl der Neuinfektionen steigt deutlich langsamer. Die Daten sehen offenbar so gut aus, dass Sachsens Landesregierung für Juni einen Paradigmenwechsel bei der Neu-Regelung der Corona-Maßnahmen angekündigt hat, sollten sich diese so weiter entwickeln (TAG24 berichtete).

Stand Freitag (10. Juli) gibt es in der Messestadt 630 bestätigte Fälle. Viele Hundert Menschen befanden sich in häuslicher Quarantäne, der überwiegende Teil der Infizierten gilt aber als geheilt.

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UPDATE, 11. Juli, 10 Uhr: Pflegeberufe in Sachsen boomen - Corona-Krise steigert Wertschätzung

Das Interesse an den Pflegeberufen nimmt in Sachsen weiter zu. 

Laut der Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit in Chemnitz haben im vergangenen Jahr 3600 Schulabgänger eine Ausbildung begonnen. Das waren gut 400 mehr als 2018

Mehr als jeder zweite (58 Prozent) entschied sich dabei für die Altenpflege als Fachgebiet. 

Derzeit werden in Sachsen 9088 Jugendliche in einem Pflegeberuf ausgebildet. Die Arbeitsagentur erwartet, dass der Zulauf anhält. 

Während der Corona-Krise habe die Wertschätzung zugenommen, sagte Sprecherin Kristin Huwe. Zudem haben die Neuregelungen der Ausbildung den Beruf attraktiver gemacht.

UPDATE, 10. Juli, 17.45 Uhr: Gewandhaus beginnt Saison mit angepasstem Spielplan

Das Gewandhausorchester beginnt seine 240. Saison mit angepasstem Spielplan.
Das Gewandhausorchester beginnt seine 240. Saison mit angepasstem Spielplan.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Das Leipziger Gewandhausorchester wird die 240. Saison mit einem der Corona-Pandemie angepassten Spielplan beginnen. Das ausgewählte Repertoire sei für eine kleinere Besetzung und passe in die derzeitige Situation, sagte Gewandhauskapellmeister Andris Nelsons am Freitag bei der Vorstellung des Spielplans für September und Oktober. 

Schließlich darf das Orchester derzeit, statt mit bis zu 80 Musikern, lediglich mit 47 Musikern auftreten. Zwischen den Streichern sind zwei Meter Abstand vorgeschrieben, zwischen den Bläsern gar drei Meter.

Zur Saisoneröffnung am 12. September gibt es beim Großen Concert unter Andris Nelsons gleich ein Debüt. "Ich bin sehr gespannt auf Krystian Zimerman am Klavier, ein unglaublicher Künstler, der erstmals mit dem Orchester auftritt", sagte Nelsons. Zum 250. Geburtstag von Ludwig van Beethoven wird das 3. Klavierkonzert sowie die 5. Sinfonie gespielt.

Die Besucherzahl ist wegen der geltenden Abstandsregeln im großen Saal zunächst auf 487, von eigentlich 1900, reduziert, im Mendelssohn-Saal auf 114 von 450. Der Vorverkauf beginnt am kommenden Montag. "Wir hoffen, dass unsere Besucher unserem Hygienekonzept vertrauen", sagte Gewandhausdirektor Andreas Schulz.

UPDATE, 9. Juli, 13.40 Uhr: Sieben Neuinfektionen in Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt verbreitet sich das neuartige Coronavirus weiter langsam. Von Mittwoch- auf Donnerstagvormittag wurden sieben Neuinfektionen erfasst, wie das Sozialministerium in Magdeburg mitteilte. 

Davon entfielen vier auf den Burgenlandkreis und je eine auf die Landkreise Börde, Harz und Mansfeld-Südharz. Landesweit sind damit bisher insgesamt 1907 Fälle registriert. 61 Infizierte sind bislang gestorben. 1797 Menschen, bei denen das Sars-CoV-2-Virus festgestellt wurde, gelten Schätzungen zufolge inzwischen als genesen.

UPDATE, 8. Juli, 7.20 Uhr: Gesundheitsexperte Lauterbach warnt vor Fans in Stadien

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (57, SPD) hat wegen der Corona-Pandemie davor gewarnt, zu früh wieder Fans in den Stadien zuzulassen. 

Seine Argumente und alles zum Thema findet Ihr >>>hier

UPDATE, 7. Juli, 14.45 Uhr: Neue Lockerungen in Sachsen

Ab dem 18. Juli sollen in Sachsen neue Lockerungen in Kraft treten. 

Unter anderem werden Volksfeste sowie Betriebsfeiern erlaubt sein. Außerdem können sich Fußballfans ab September wieder darauf freuen, ihre Mannschaft von der Tribüne aus anzufeuern. Mehr zu den Lockerungen >>>hier.

UPDATE, 6. Juli, 14.35 Uhr: Leipzig erlaubt Schaustellern Sondernutzung

Zur Abmilderung der Folgen der Corona-Pandemie für Schausteller hat die Stadt Leipzig ihre Regelungen für die mobile Gastronomie gelockert. 

Mindestens bis Ende des Monats dürfen vier sogenannte Reisegastronomen Imbissstände in der Innenstadt aufstellen, wie das Marktamt der Kommune am Montag mitteilte. Sollte die Maßnahme Erfolg haben, könnte die Sondernutzung bis August gestattet werden. 

Begründet wurde die Lockerung damit, dass durch das Verbot von Großveranstaltungen, Jahrmärkten und Volksfesten auch das Schaustellergewerbe existenzielle Einbußen erlitten habe.

UPDATE, 6. Juli, 12 Uhr: 14 neue Corona-Infektionen in Sachsen-Anhalt

Über das Wochenende sind in Sachsen-Anhalt 14 Neuinfektionen mit dem Coronavirus bekannt geworden. Zehn davon entfielen auf die Landeshauptstadt Magdeburg und je zwei auf das Jerichower Land sowie auf den Saalekreis, wie das Sozialministerium am Montag mitteilte. 

Von Freitagvormittag bis Montagvormittag sei die Gesamtzahl der Corona-Infektionen im Land um 14 auf 1896 gestiegen. Die Zahl der Menschen, die nach einem positiven Test gestorben waren, lag weiter bei 59. 1791 Infizierte sind laut Schätzungen wieder genesen.

UPDATE, 6. Juli, 06.30 Uhr: Fast eine Million Euro für ausgefallene Klassenfahrten erstattet

Für ausgefallene Klassenfahrten sind Eltern in Sachsen bisher fast eine Million Euro zurückgezahlt worden. Das Kultusministerium hatte wegen der Corona-Pandemie Anfang März zunächst Fahrten in damalige Risikogebiete untersagt. Wenig später wurden die Klassenfahrten dann komplett gestrichen. Das Land sagte die Übernahme der Stornokosten zu. Für das nächste Schuljahr gelten neue Regelungen.

Bis Ende Juni seinen knapp 3800 Anträge zur die Übernahme von Stornokosten eingegangen, teilte das Kultusministerium in Dresden mit. Diese Zahl sei aber noch nicht endgültig. Es gingen täglich neue Anträge ein, und zum Teil fehlten noch Anträge ganzer Schulträger wie etwa der Landeshauptstadt Dresden. Daher könne noch nicht gesagt werden, wie hoch die Kosten am Ende sein werden.

Die Prüfung der Anträge sei zudem sehr aufwendig. Einige Rechnungen enthielten zum Beispiel nicht bestellte Leistungen. Solche Fehler müssten mit einer entsprechenden "Prüftiefe" gefunden werden. Das Ministerium geht davon aus, dass sich das Verfahren noch bis in die Sommerferien hinein ziehen wird. Ausgezahlt wurden bisher rund 970.000 Euro.

Im nächsten Schuljahr sind Klassenfahrten im Inland wieder möglich, teilte das Ministerium mit. Auch eintägige Schulfahrten in die Nachbarländer Tschechien und Polen dürfen wieder gebucht werden. Anders sind die Vorgaben für Fahrten ins Ausland: Für das erste Halbjahr 2020/21 einschließlich der Winterferien bleiben sie untersagt.


3800 Anträge zur die Übernahme von Stornokosten von Klassenfahrten gingen bisher ein.
3800 Anträge zur die Übernahme von Stornokosten von Klassenfahrten gingen bisher ein.  © stockbroker/123RF

UPDATE, 5. Juli, 14.15 Uhr: Thomanerchor auf Sommerreise unter Corona-Bedingungen

Der Leipziger Thomanerchor ist seit Sonntag auf Sommerreise in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen - unter speziellen Corona-Bedingungen. 

Wie der Chor mitteilte, sind die Sänger in sechs Gruppen aufgeteilt worden. Diese Kantoreien mit je 15 Chormitgliedern werden jeweils einen Auftritt außerhalb von Leipzig absolvieren. Unter anderem stehen im Juli Konzerte in Eisenach, Merseburg und Naumburg an. 

Sie würden an die Hygienevorgaben der jeweiligen Veranstalter und Bundesländer angepasst. Zudem werden alle Chorknaben vor den Auftritten auf eine Infektion mit dem Coronavirus getestet.

UPDATE, 3. Juli, 15.45 Uhr: Kurzfilmfestival "Kurzsuechtig" wird im August nachgeholt

Das Kurzfilmfestival "Kurzsuechtig" wird im August in Leipzig nachgeholt. Es war eigentlich im April geplant gewesen, fiel aber wegen der Corona-Krise aus. 

Nun sollen vom 19. bis 23. August insgesamt 31 Filme gezeigt werden, wie die Veranstalter am Freitag mitteilten. Es gibt fünf verschiedene Wettbewerbskategorien. 

Das Festival richtet sich an Filmschaffende aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Statt in der Schaubühne Lindenfels in Leipzig findet es im Felsenkeller sowie im Luru-Sommerkino in der Spinnerei statt.

Titelfoto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

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