Coronavirus in Leipzig: Inzidenz in der Messestadt wieder über 10

Leipzig - Leipzig in der Corona-Krise: Stand Freitag, 30. Juli, hatten sich laut Leipziger Stadtverwaltung 22.642 Bürger infiziert. Der für mögliche weitere Maßnahmen verwendete Inzidenzwert des Robert-Koch-Instituts liegt bei 13,7 (Stand: 30. Juli, 8 Uhr).

Alle Infos zu den Auswirkungen des Coronavirus in Leipzig findet Ihr hier.
Alle Infos zu den Auswirkungen des Coronavirus in Leipzig findet Ihr hier.  © Peter Endig/dpa-Zentralbild/dpa

Deutschland hat nach Monaten des Lockdowns endlich wieder viele Freiheiten zurück. Die Wirtschaft läuft wieder an, Reisen innerhalb Deutschlands sind nahezu problemlos möglich und beim Einkaufen in Sachsen ist die Maskenpflicht seit 16. Juli entfallen.

Weil der Inzidenzwert in Leipzig bereits seit längerem unter dem kritischen Wert von 100 liegt, greift mittlerweile die bundesweite "Notbremse" nicht mehr. Die Messestadt, sie lockert und öffnet!

Und auch die Impfquote erhöht sich immer weiter - auch wenn Sachsen im Bundesvergleich eine der niedrigsten Quoten aufweist (Stand Mitte Juli).

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Einen Rückblick der bisherigen Geschehnisse findet Ihr hier.

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UPDATE, 30. Juli, 14.27 Uhr: Sächsische Impfkommission empfiehlt Corona-Schutzimpfung ab zwölf

Die Sächsische Impfkommission (Siko) empfiehlt eine Corona-Schutzimpfung für alle Kinder ab zwölf Jahren. Das geht aus einem Update der Empfehlungen zum 1. August hervor. Darüber hatten die "Sächsische Zeitung" und der MDR am Freitag berichtet.

Damit hat die Siko ihre Impfempfehlung für Kinder ausgeweitet. Bisher hatte sie die Schutzimpfung im Alter von 12 bis 15 Jahren bei Vorliegen von Risikofaktoren für einen schweren Covid-19-Verlauf empfohlen – sowie für alle nach einer ausführlichen Aufklärung.

In die neue Bewertung seien Daten aus den USA und Israel eingeflossen, schreibt die Impfkommission. Die Nutzen-Risiko-Abwägung falle demnach zugunsten der Impfung für alle Kinder ab zwölf aus. Die Mediziner haben dabei vor allem den Zusammenhang zwischen einer Impfung und Herzmuskelentzündungen bei Jugendlichen und jungen Männern angeschaut.

Die Siko-Empfehlung weicht nunmehr von der Haltung der Ständigen Impfkommission (Stiko) des Robert Koch-Instituts ab. Diese empfiehlt bislang eine Impfung nur für 12- bis 17-Jährige, die aufgrund von Vorerkrankungen ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf der Covid-19-Erkrankung haben. Sachsen hat als einziges Bundesland eine eigene Impfkommission.

Die Sächsische Impfkommission (Siko) empfiehlt eine Corona-Schutzimpfung für alle Kinder ab zwölf Jahren. (Symbolbild)
Die Sächsische Impfkommission (Siko) empfiehlt eine Corona-Schutzimpfung für alle Kinder ab zwölf Jahren. (Symbolbild)  © Fabian Sommer/dpa

UPDATE, 30. Juli, 12.18 Uhr: Trotz leichten Anstiegs weiter niedrigste Sieben-Tage-Inzidenz

Trotz leicht steigender Zahlen bleibt Sachsen-Anhalt das Bundesland mit der niedrigsten Corona-Inzidenz. Nach Angaben des Robert Koch-Institutes (RKI) vom Freitag stieg der Wert im Vergleich zum Vortag von 4,1 auf 5,0.

Bundesweit betrug die Sieben-Tage-Inzidenz 17,0 (Donnerstag: 16,0). Der Wert gibt an, wie viele neue Infektionen es je 100.000 Einwohner binnen einer Woche gegeben hat.

In Sachsen-Anhalt wurden 23 neue Infektionen gemeldet. Nach Sachsen-Anhalt ist Thüringen mit einem Wert von 6,0 das Bundesland mit der niedrigsten Sieben-Tage-Inzidenz.

UPDATE, 30. Juli, 12.16 Uhr: Corona-Wochenwert in Sachsen erneut leicht gestiegen

Die Corona-Inzidenz nimmt in Sachsen weiter leicht zu. Das Robert Koch-Institut (RKI) wies die Zahl der Neuansteckungen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen am Freitag mit 6,7 aus, nachdem sie am Donnerstag bei 6,5 gelegen hatte.

Damit hat der Freistaat zusammen mit Brandenburg die drittniedrigste Inzidenz aller Bundesländer. Nur die Nachbarn Sachsen-Anhalt (4,6) und Thüringen (5,9) liegen darunter. Der bundesweite Wert ist gegenüber dem Vortag wieder leicht gestiegen - von 16,0 auf 16,5.

UPDATE, 30. Juli, 10.01 Uhr: Kommunales Testzentrum Paunsdorf schließt vorerst

Das kommunale Testzentrum Paunsdorf im Südblick 5a stellt aufgrund stark gesunkener Nachfrage seinen Betrieb zum 31. Juli ein, wird aber bei steigendem Bedarf wieder geöffnet. Weiter besteht die Testmöglichkeit im Paunsdorf-Center, Paunsdorfer Allee 1, Montag bis Samstag 10 bis 20 Uhr, Sonntag 10 bis15 Uhr.

Die anderen vier kommunalen Testzentren sind weiterhin geöffnet:

  • Petersbogen, Petersstraße 36-44, Montag bis Sonntag: 9 bis 17.30 Uhr
  • "Bike in", Wilhelm-Leuschner-Platz, Montag bis Donnerstag: 9 bis 18 Uhr, Freitag bis Samstag: 9 bis 22 Uhr
  • Sporthalle/Schule am Rabet, Eisenbahnstraße 56, Montag bis Freitag: 8 bis 18 Uhr, Samstag: 10 bis 16 Uhr
  • Robert-Koch-Klinikum, Nikolai-Rumjanzew-Straße 100, Montag, Dienstag und Donnerstag: 7.30 bis 15 Uhr, Mittwoch und Freitag: 10 bis 17 Uhr

UPDATE, 29. Juli, 9.22 Uhr: Sachsen-Anhalt weiter mit niedrigster Corona-Inzidenz

Sachsen-Anhalt bleibt das Bundesland mit der niedrigsten Corona-Inzidenz. Nach Angaben des Robert Koch-Institutes (RKI) vom Donnerstag stiegt der Wert im Vergleich zum Vortag allerdings leicht an – von 3,6 auf 4,1. In Sachsen-Anhalt wurden 99 neue Infektionen und 3 weitere Todesfälle gemeldet.

Mit 12,0 hat weiterhin der Saalekreis den höchsten Inzidenzwert, der Kreis Anhalt-Bitterfeld indes liegt weiter bei 0.

Das RKI gab die Gesamtzahl der Neuinfektionen seit Beginn der Pandemie im März 2020 mit 99.573 an, 3451 Menschen starben mit oder an Corona.

UPDATE, 29. Juli, 8.31 Uhr: Corona-Inzidenz in Sachsen steigt weiter auf niedrigem Niveau

Die Corona-Inzidenz nimmt in Sachsen weiter zu – auf niedrigem Niveau. Das Robert Koch-Institut (RKI) wies die Zahl der Neuansteckungen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen am Donnerstag mit 6,5 aus, nach 5,5 am Mittwoch. Damit hat der Freistaat die viertniedrigste Inzidenz aller Bundesländer. Nur die Nachbarn Sachsen-Anhalt (4,1), Thüringen (5,6) und Brandenburg (6,2) liegen darunter. Auch der Wert für Deutschland insgesamt ist gegenüber dem Vortag gestiegen – von 15,0 auf 16,0.

Die Landeshauptstadt Dresden befindet sich mit 12,4 den vierten Tag in Folge über der 10er-Grenze, an der in Sachsen die Maskenpflicht beim Einkaufen hängt. Die Marke muss mehrere Tage in Folge überschritten werden, bevor die Pflicht wieder greift. Auch die Großstadt Leipzig befand sich am Donnerstag Mittwoch mit 13,3 weiter oberhalb dieser Marke – und hat zugleich die höchste Inzidenz landesweit. Am geringsten ist das Infektionsgeschehen im einstigen Corona-Hotspot Vogtland – unverändert bei 0,4.

Laut RKI erhöhte sich die Gesamtzahl der Neuinfektionen in Sachsen seit Beginn der Pandemie im März 2020 um 33 Fälle auf 286.795. Gegenüber dem Vortag wurde ein Todesfall gemeldet, damit starben bisher insgesamt 10.135 Menschen mit oder an Corona.

UPDATE, 29. Juli, 8.28 Uhr: Schon bald wieder Maskenpflicht beim Einkaufen?

Als erstes Bundesland hatte Sachsen die Maskenpflicht beim Shoppen gestrichen – wenn die Inzidenz unter 10 lag. Wegen steigender Zahlen könnte es damit in Leipzig und Dresden bald schon wieder vorbei sein.

Ab wann Ihr vielleicht schon bald wieder eine Maske beim Einkaufen tragen müsst, lest Ihr im Extra-Artikel.

In einzelnen Regionen Sachsens könnte schon bald die Maskenpflicht beim Einkaufen wieder aufleben. (Symbolbild)
In einzelnen Regionen Sachsens könnte schon bald die Maskenpflicht beim Einkaufen wieder aufleben. (Symbolbild)  © DPA/Robert Michael

UPDATE, 28. Juli, 9.02 Uhr: Sachsen-Anhalt bleibt Bundesland mit niedrigster Corona-Inzidenz

Sachsen-Anhalt bleibt weiter das Bundesland mit der niedrigsten Corona-Inzidenz. Nach Angaben des Robert Koch-Institutes (RKI) stiegt der Wert am Mittwoch im Vergleich zum Vortag von 3,3 auf 3,6 leicht an. Es wurden 17 neue Infektionen und ein weiterer Todesfall gemeldet.

Den höchsten Inzidenzwert hat der Saalekreis (11,4). Im Kreis Anhalt-Bitterfeld liegt er aktuell bei 0.

UPDATE, 28. Juli, 8.28 Uhr: Corona-Inzidenz in Sachsen steigt weiter auf niedrigem Niveau

Die Corona-Inzidenz steigt in Sachsen weiter auf niedrigem Niveau an. Das Robert Koch-Institut (RKI) bezifferte den Wert am Mittwoch auf 5,5. Am Vortag hatte er bei 4,8 gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt an, wie viele Neuansteckungen es je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen gibt.

Derzeit ist Sachsen das Bundesland mit der drittniedrigsten Inzidenz. Nur die Nachbarländer Sachsen-Anhalt (3,6) und Thüringen (5,3) liegen noch darunter. Bundesweit lag der Wert am Mittwoch bei 15,0 (Dienstag: 14,5.)

Die Landeshauptstadt Dresden befindet sich mit 11,0 weiter über der 10er-Grenze. Daran hängt in Sachsen die Maskenpflicht beim Einkaufen. Die Marke muss mehrere Tage in Folge überschritten werden, bevor die Pflicht wieder greift.

Auch die Großstadt Leipzig befand sich am Mittwoch mit 11,1 oberhalb dieser Marke. Am geringsten ist das Infektionsgeschehen im einstigen Corona-Hotspot Vogtland (0,4).

UPDATE, 28. Juli, 7.23 Uhr: Kultusminister gegen Impfpflicht für Lehrer und Erzieher

Sachsens Kultusminister Christian Piwarz (46, CDU) ist gegen eine generelle Impfpflicht für Lehrer und Erzieher, doch auch die Zurückhaltung der Menschen kann er nicht verstehen.
Sachsens Kultusminister Christian Piwarz (46, CDU) ist gegen eine generelle Impfpflicht für Lehrer und Erzieher, doch auch die Zurückhaltung der Menschen kann er nicht verstehen.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Sachsens Kultusminister Christian Piwarz (46, CDU) hat sich gegen eine mögliche Impflicht von Lehrern und Erziehern ausgesprochen. "Ich bin kein Freund von Impfpflichten, weil damit das Grundproblem nicht gelöst wird. Das Grundproblem ist die Akzeptanz", sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur.

Er verwies auf Erfahrungen mit Masken- und Testpflicht, wo viele Menschen auf Atteste ausgewichen seien. Das gleiche würde auch bei einer Impflicht gegen das Coronavirus passieren, erläuterte Piwarz.

Stattdessen appellierte er an die Vernunft und Solidarität des Personals in Kitas, Schulen und auch Pflegeeinrichtungen: "Gerade bei denjenigen, die nicht nur für sich selbst als Erwachsene Verantwortung tragen, sondern für Kinder oder andere Menschen, da habe ich wenig Verständnis, wenn man sich nicht impfen lässt." Dennoch sollte das Impfen nicht zur Pflicht werden. "Da sträubt sich bei mir einiges."

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Die Impfzurückhaltung kann Piwarz nicht verstehen. Millionen von Menschen seien mittlerweile geimpft – und die Rechnung einfach: Das Risiko an Corona zu erkranken sei höher als mögliche Impfnebenwirkungen. In Sachsen liegt die Quote der vollständig Geimpften derzeit bei 45,6 Prozent. Das ist der schlechteste Wert aller Bundesländer.

Titelfoto: Peter Endig/dpa-Zentralbild/dpa

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