Coronavirus in Leipzig: Messestadt mit sachsenweit höchster Inzidenz

Leipzig - Leipzig in der Corona-Krise: Stand Montag, 2. August, hatten sich laut Leipziger Stadtverwaltung 22.665 Bürger infiziert. Der für mögliche weitere Maßnahmen verwendete Inzidenzwert des Robert-Koch-Instituts liegt bei 12,8 (Stand: 2. August, 8 Uhr).

Alle Infos zu den Auswirkungen des Coronavirus in Leipzig findet Ihr hier.
Alle Infos zu den Auswirkungen des Coronavirus in Leipzig findet Ihr hier.  © Peter Endig/dpa-Zentralbild/dpa

Deutschland hat nach Monaten des Lockdowns endlich wieder viele Freiheiten zurück. Die Wirtschaft läuft wieder an, Reisen innerhalb Deutschlands sind nahezu problemlos möglich und beim Einkaufen in Sachsen ist die Maskenpflicht seit 16. Juli entfallen.

Weil der Inzidenzwert in Leipzig bereits seit längerem unter dem kritischen Wert von 100 liegt, greift mittlerweile die bundesweite "Notbremse" nicht mehr. Die Messestadt, sie lockert und öffnet!

Und auch die Impfquote erhöht sich immer weiter - auch wenn Sachsen im Bundesvergleich eine der niedrigsten Quoten aufweist (Stand Mitte Juli).

Leipzig: Gaskocher explodiert: Drei Personen bei Balkonbrand in Leipzig verletzt
Leipzig Feuerwehreinsatz Gaskocher explodiert: Drei Personen bei Balkonbrand in Leipzig verletzt

Über alle weiteren Entwicklungen werdet Ihr in unserem Ticker informiert.

Einen Rückblick der bisherigen Geschehnisse findet Ihr hier.

Alle aktuellen Infos aus Deutschland und der Welt auch im großen +++ Coronavirus-Liveticker +++

UPDATE, 2. August, 20.50 Uhr: Sachsen-Anhalts Hochschulen planen mit Präsenzlehre im Wintersemester

In Sachsen-Anhalt sollen Studierende im kommenden Wintersemester wieder in die Hörsäle zurückkehren dürfen. (Symbolbild)
In Sachsen-Anhalt sollen Studierende im kommenden Wintersemester wieder in die Hörsäle zurückkehren dürfen. (Symbolbild)  © Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

Die Hochschulen in Sachsen-Anhalt planen einem Medienbericht zufolge für das anstehende Wintersemester 2021/22 eine Rückkehr der Studierenden in die Hörsäle. Man wolle nach drei Semestern nahezu gänzlich im Online-Studium "soweit es geht" zum Präsenzbetrieb zurückkehren, sagte der Präsident der Landesrektorenkonferenz, Jens Strackeljan, der "Mitteldeutschen Zeitung".

Im Bereich Online-Lehre hätten zwar alle viel dazugelernt, "aber ein richtiges Studium ist es nicht, wenn Studierende überhaupt keinen persönlichen Kontakt haben", sagte Strackeljan der Zeitung.

Die Rektoren der Hochschulen gingen von einem erheblichen Studierenden-Schwund aus, hieß es. "Zur Zeit wissen wir nicht einmal, wer den Online-Veranstaltungen noch gefolgt ist und wer bereits ausgestiegen ist", sagte Strackeljan der Zeitung.

Leipzig: Inzidenz bleibt hoch: Wieder Maske auf beim Einkaufen in Leipzig ab Dienstag
Leipzig Inzidenz bleibt hoch: Wieder Maske auf beim Einkaufen in Leipzig ab Dienstag

Unklar blieb auch, unter welchen Bedingungen die Hochschulen ihre Tore wieder öffnen. Strackeljan forderte Vorgaben des Landes, etwa zur Frage von Obergrenzen für Sitzplätze in Hörsälen. "Das brauchen wir, damit wir planen können", sagte er der Zeitung.

Seit Beginn der Pandemie seien das Wissenschaftsministerium und die Rektoren und Präsidenten übereingekommen, möglichst viele Entscheidungen an den Hochschulstandorten selbst zu treffen, um möglichst konkret die jeweiligen Gegebenheiten berücksichtigen zu können, sagte ein Ministeriumssprecher diesbezüglich der Zeitung.

In Sachsen-Anhalt waren laut Statistischem Bundesamt zum Wintersemester 2020/21 rund 55.000 Menschen an einer Hochschule eingeschrieben.

UPDATE, 2. August, 18.45 Uhr: Impfangebot für Kinder und Jugendliche in Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt bleiben die aktuellen Regeln zur Eindämmung der Pandemie im Wesentlichen bestehen. Dazu gehören Abstand und Hygiene, das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes sowie Tests. Die Landesregierung hat die entsprechende 14. Eindämmungsverordnung bis zum 26. August verlängert, wie die Staatskanzlei am Montag in Magdeburg mitteilte. Einzelne Lockerungen gebe es aber, so für Bereiche in Pflegeheimen bei der Maskenpflicht. Die Verordnung hatte zuvor bis zum 5. August gegolten.

Unterdessen wurde zum Beispiel in Dessau-Roßlau in der Anhalt-Arena am Montag angeboten, auch Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren gegen das Coronavirus zu impfen. Das Land hatte in der Vorwoche den Impfzentren diese Möglichkeit gegeben. Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hatte im Mai für diese Altersgruppe den Impfstoff von Biontech/Pfizer zugelassen, vor wenigen Tagen folgte auch eine Freigabe für Moderna.

Für Deutschland empfiehlt die Ständige Impfkommission (Stiko) die Impfungen trotz politischen Drucks bisher aber nicht allgemein für Kinder und Jugendliche, sondern nur bei einem höheren Risiko für schwerere Corona-Verläufe etwa wegen Erkrankungen wie Diabetes. Nach ärztlicher Beratung sind sie in individueller Entscheidung von Eltern und Kindern aber möglich.

UPDATE, 2. August, 18.30 Uhr: Wieder Maske auf beim Einkaufen in Leipzig ab Dienstag

Nach Dresden verschärft auch Leipzig die Corona-Regeln. Ab Dienstag muss in der Messestadt beim Einkaufen und in einigen anderen Bereichen wieder Maske getragen werden. Welche weitere Bestimmungen aufgrund der aktuellen Inzidenz in Leipzig wieder eintreten, lest Ihr in unserer Übersicht.

Ein Mann hält seine FFP2-Maske in der Hand. Künftig muss diese beim Einkaufen in Leipzig wieder dabei sein.
Ein Mann hält seine FFP2-Maske in der Hand. Künftig muss diese beim Einkaufen in Leipzig wieder dabei sein.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

UPDATE, 2. August, 6.10 Uhr: Der neue Corona-Richtwert? Er ist der Erfinder der "Betten-Inzidenz"

Hat die bisherige Inzidenz als Corona-Richtgröße ausgedient? Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) fordert jetzt nicht nur die Inzidenz, sondern auch die Bettenbelegung in den Kliniken zur Einschätzung des Pandemiegeschehens heranzuziehen.

In Sachsen wird das längst praktiziert. Erfinder der "Betten-Inzidenz" ist Prof. Michael Albrecht (71) von der TU Dresden.

Das ganze Thema gibt's im Extra-Artikel.

UPDATE, 1. August, 13.05 Uhr: Corona-Inzidenz steigt in Sachsen-Anhalt - ein Landkreis über 35

In Sachsen-Anhalt ist die Sieben-Tage-Inzidenz weiter gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Sonntag 6,2 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche. Am Samstag hatte der Wert noch bei 5,3 gelegen. Damit bleibt Sachsen-Anhalt das Bundesland mit der zweitniedrigsten Sieben-Tage-Inzidenz. Nur Thüringen liegt mit 5,2 darunter. Bundesweit stieg die Inzidenz auf von 16,9 auf 17,5.

Der höchste Wert im Land wurde mit 40,9 im Altmarkkreis Salzwedel registriert. Damit liegt der Landkreis zum ersten Mal seit Wochen wieder über dem wichtigen Grenzwert von 35. Wird der Wert an drei aufeinanderfolgenden Tagen überschritten, sollen dort laut der aktuellen Corona-Landesverordnung wieder schärfere Corona-Regelungen in Kraft treten, wie etwa Testpflichten in Innenräumen der Gastronomie.

UPDATE, 1. August, 10.20 Uhr: Corona-Inzidenz in Sachsen leicht gestiegen

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist in Sachsen weiter leicht gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) wies den Wert am Sonntag mit 6,4 aus, nachdem dieser am Samstag bei 6,3 gelegen hatte. Damit hat der Freistaat die drittniedrigste Inzidenz aller Bundesländer. Nur die Nachbarn Sachsen-Anhalt (6,2) und Thüringen (5,2) liegen darunter. Der bundesweite Wert ist gegenüber dem Vortag weiter gestiegen - von 16,9 auf 17,5.

Der landesweit höchste Wert wurde mit 12,8 in Leipzig registriert, es folgt Dresden mit 10,2. In der Landeshauptstadt gelten seit Samstag wieder strengere Corona-Regeln. So muss beim Einkaufen eine Maske getragen werden. Zudem greifen Kontaktbeschränkungen und in manchen Bereichen eine Testpflicht. In Leipzig werden diese Einschränkungen für Dienstag erwartet.

UPDATE, 31. Juli, 10.55 Uhr: Sachsen-Anhalt nicht mehr Bundesland mit niedrigster Inzidenz

Die Corona-Zahlen in Sachsen-Anhalt steigen weiter, und das Bundesland hat bundesweit nur noch den zweitniedrigsten Neuinfektionswert je 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Samstag stieg die Sieben-Tage-Inzidenz im Vergleich zum Vortag von 4,6 auf 5,3. Nur Thüringen hat mit 4,8 einen niedrigeren Wert.

Bundesweit stieg die Inzidenz auf 16,9 (Freitag: 16,5). In Sachsen-Anhalt wurden den Angaben zufolge 23 neue Infektionen gemeldet. Dort hat der Altmarkkreis Salzwedel mit 22,8 die höchste Inzidenz, gefolgt vom Saalekreis (11,4). Im Kreis Anhalt-Bitterfeld wurde den Angaben zufolge in den vergangenen sieben Tagen keine einzige Corona-Neuinfektion festgestellt.

UPDATE, 31. Juli, 10.25 Uhr: Leipzig mit sachsenweit höchster Inzidenz

Leipzig hatte am Samstag den höchsten Inzidenzwert in Sachsen mit 13,0 und lag den vierten Tag in Folge über 10. Am Sonntag werden die verschärften Maßnahmen zur Maskenpflicht und Kontaktbeschränkungen veröffentlicht, am Dienstag greifen sie dann, wie ein Stadtsprecher ankündigte.

Landesweit ist die Corona-Inzidenz in Sachsen leicht gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) wies den Wert am Samstag mit 6,3 aus, nachdem dieser am Freitag bei 6,7 gelegen hatte. Damit hat der Freistaat die drittniedrigste Inzidenz aller Bundesländer. Nur die Nachbarn Sachsen-Anhalt (5,3) und Thüringen (4,8) liegen darunter.

Der bundesweite Wert ist gegenüber dem Vortag wieder leicht gestiegen - von 16,5 auf 16,9.

UPDATE, 30. Juli, 14.27 Uhr: Sächsische Impfkommission empfiehlt Corona-Schutzimpfung ab zwölf

Die Sächsische Impfkommission (Siko) empfiehlt eine Corona-Schutzimpfung für alle Kinder ab zwölf Jahren. Das geht aus einem Update der Empfehlungen zum 1. August hervor. Darüber hatten die "Sächsische Zeitung" und der MDR am Freitag berichtet.

Alle Infos im Extra-Artikel.

Die Sächsische Impfkommission (Siko) empfiehlt eine Corona-Schutzimpfung für alle Kinder ab zwölf Jahren. (Symbolbild)
Die Sächsische Impfkommission (Siko) empfiehlt eine Corona-Schutzimpfung für alle Kinder ab zwölf Jahren. (Symbolbild)  © Fabian Sommer/dpa

UPDATE, 30. Juli, 12.18 Uhr: Trotz leichten Anstiegs weiter niedrigste Sieben-Tage-Inzidenz

Trotz leicht steigender Zahlen bleibt Sachsen-Anhalt das Bundesland mit der niedrigsten Corona-Inzidenz. Nach Angaben des Robert Koch-Institutes (RKI) vom Freitag stieg der Wert im Vergleich zum Vortag von 4,1 auf 5,0.

Bundesweit betrug die Sieben-Tage-Inzidenz 17,0 (Donnerstag: 16,0). Der Wert gibt an, wie viele neue Infektionen es je 100.000 Einwohner binnen einer Woche gegeben hat.

In Sachsen-Anhalt wurden 23 neue Infektionen gemeldet. Nach Sachsen-Anhalt ist Thüringen mit einem Wert von 6,0 das Bundesland mit der niedrigsten Sieben-Tage-Inzidenz.

Titelfoto: Peter Endig/dpa-Zentralbild/dpa

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