Coronavirus in Leipzig: Kostenlose Schnelltests für Lehrer und Schüler in Sachsen

Leipzig - Leipzig in der Corona-Krise. Seit Mitte Dezember herrscht in der Messestadt wie im Rest der Bundesrepublik ein harter Lockdown. Stand 16. Januar hatten sich 12.171 Bürger infiziert, der Inzidenzwert liegt bei 236,4. Der für mögliche weitere Maßnahmen verwendete Inzidenzwert des Robert-Koch-Instituts liegt bei 211,2 (Stand: 15. Januar, 0 Uhr). Dieser ist meist niedriger, da das RKI die Daten erst später aus den Städten und Landkreisen übermittelt bekommt.

Alle Infos zu den Auswirkungen des Coronavirus in Leipzig findet Ihr hier.
Alle Infos zu den Auswirkungen des Coronavirus in Leipzig findet Ihr hier.  © Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa

Der Ende Oktober durch Bund und Länder beschlossene Teil-Lockdown wurde mittlerweile in einen harten Lockdown verschärft. Wie bereits im Frühjahr 2020 ist der Großteil der Geschäfte geschlossen. Schüler lernen zuhause, Masken sollen nun nahezu permanent in der Öffentlichkeit getragen werden (TAG24 berichtete).

Am Dienstag, 5. Januar, beschlossen Bund und Länder, die Maßnahmen bis Ende Januar zu verlängern und nochmals zu verschärfen. Private Zusammenkünfte sind nur noch im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstandes und mit maximal einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person gestattet. Die Bewegungsfreiheit in Corona-Hotspots wurde eingeschränkt (TAG24 berichtete).

Gleichzeitig erhalten täglich mehr und mehr Menschen die erste Impfung gegen das Coronavirus (TAG24 berichtete).

Stand Samstag (16. Januar) gibt es in der Messestadt 12.171 bestätigte Fälle. Viele Hundert Menschen befanden sich in häuslicher Quarantäne, der überwiegende Teil der Infizierten gilt aber als geheilt.

Über alle weiteren Entwicklungen werdet Ihr in unserem Ticker informiert.

Einen Rückblick der bisherigen Geschehnisse findet Ihr hier.

Alle aktuellen Infos aus Deutschland und der Welt auch im großen +++ Coronavirus-Liveticker +++

UPDATE, 16. Januar, 8.10 Uhr: Corona-Verstöße sorgen für Tausende Verfahren und Bußgelder in Sachsen-Anhalt

Die Kommunen in Sachsen-Anhalt haben wegen Verstößen gegen die Corona-Eindämmungsverordnung im vergangenen Jahr Tausende Verfahren eingeleitet und Bußgelder kassiert.

  • In Halle (Saale) etwa seien knapp 73.000 Euro wegen Vergehen gegen die Eindämmungsverordnung eingenommen worden, teilte ein Sprecher der Stadt mit. 1687 Verfahren wurden demnach eingeleitet.
  • Die Landeshauptstadt Magdeburg ordnete wegen Verstößen gegen die Eindämmungsverordnung mehr als 97.000 Euro Bußgelder aus 525 Verfahren an. Laut einer Sprecherin der Stadt sind davon bislang etwa 45.000 Euro eingenommen worden.
  • Dessau-Roßlau habe 2020 bei 86 Verfahren wegen Verstößen gegen die Corona-Regeln etwa 9000 Euro eingenommen, teilte ein Stadtsprecher mit.

UPDATE, 15. Januar, 18.45 Uhr: Sachsen garantiert zweite Schutzimpfung trotz Lieferengpass

Sachsen garantiert trotz des Lieferengpasses beim Corona-Impfstoff auch die Wiederholungsimpfung. Das gilt für Menschen, die seit dem 27. Dezember bereits geimpft wurden, sowie für jene, die schon einen Termin für die nächsten Tage haben. "Wir haben klug und vorsichtig geplant und können allen die zweite Impfung garantieren, die in den kommenden Tagen dran sind", sagte Gesundheitsministerin Petra Köpping (62, SPD) am Freitagabend.

Sachsen sei vom Lieferengpass des Impfstoffherstellers Pfizer/Biontech nicht so stark betroffen, weil man stets die Hälfte der zur Verfügung stehenden Dosen für die zweite Impfung zurückgehalten habe.

Der Pharmakonzern Pfizer kann nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums in den kommenden drei bis vier Wochen die bereits zugesagte Menge an Corona-Impfstoff nicht liefern. Grund für die Lieferprobleme sind Umbauten im Pfizer-Werk im belgischen Puurs.

UPDATE, 15. Januar, 18.40 Uhr: Aktuelle Corona-Zahlen aus Sachsen

Die aktuellen Fallzahlen und Inzidenzwerte aus Sachsen.
Die aktuellen Fallzahlen und Inzidenzwerte aus Sachsen.  © TAG24

UPDATE, 15. Januar, 17.10 Uhr: Kretschmer will Grenze zu Tschechien offenhalten

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (45, CDU) will die Grenzen für Berufspendler aus Tschechien einem Bericht zufolge offenhalten.

Es sei allgemein bekannt, dass ohne die Ärzte sowie die Krankenpflegerinnen und -pfleger aus dem Nachbarland die Gesundheitsversorgung nicht aufrechterhalten werden könne.

Alle Infos dazu >>>hier.

UPDATE, 15. Januar, 17.05 Uhr: Sachsen will Einrichtung für Quarantäne-Verweigerer in Betrieb nehmen

Sachsen will in der kommenden Woche eine Einrichtung für Quarantäne-Verweigerer in Betrieb nehmen. Das teilte das Innenministerium am Freitag mit.

Alle Infos dazu >>>hier.

UPDATE, 15. Januar, 16.52 Uhr: 867 Neuinfektionen in Sachsen-Anhalt, 20 weitere Tote

In Sachsen-Anhalt sind von Donnerstag- bis Freitagnachmittag 867 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Damit seien 9263 Menschen aktuell infiziert, teilte das Sozialministerium in Magdeburg mit. Binnen der vergangenen sieben Tage wurden 266,22 Neuansteckungen je 100.000 Einwohner bekannt.

Drei Landkreise hatten laut dem Ministerium eine Sieben-Tage-Inzidenz von über 400: der Burgenlandkreis (403,14), Mansfeld-Südharz (423,89) und der Landkreis Wittenberg (468,18). Die mit Abstand geringste Inzidenz von 108,18 wurde für die Landeshauptstadt Magdeburg erfasst.

Landesweit wurden von Donnerstag auf Freitag 20 Sterbefälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Insgesamt sind bislang 1114 Menschen mit oder an dem Virus gestorben. Unterdessen sind in Sachsen-Anhalt 195 Intensiv- und Beatmungsbetten mit Covid-19-Patienten belegt, 109 von ihnen werden künstlich beatmet. In Sachsen-Anhalt sind seit Beginn der Pandemie 42.480 Corona-Fälle erfasst und 3712 Erkrankte in Krankenhäusern behandelt worden.

Seit Beginn der Impfungen haben landesweit 31.723 Menschen den Piks bekommen, hieß es weiter. Allein am Donnerstag waren 2275 Impfungen hinzugekommen.

UPDATE, 15. Januar, 16.05 Uhr: Halle will ab Montag über 90-Jährige impfen

Die Stadt Halle will von Montag an schrittweise Menschen über 90 Jahre gegen das Coronavirus impfen. Voraussetzung ist eine Anmeldung. Es stünden insgesamt 135 Impfdosen bereit, teilte Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) am Freitag mit. "Wir warten sehnsüchtig auf die nächste Lieferung."

Wie ein Sprecher der Stadt mitteilte, leben in Halle rund 2600 Menschen, die älter als 90 Jahre sind. Die Stadt hat nach eigenen Angaben rund 240.500 Einwohner. Das Angebot für eine Impfung ist freiwillig und kostenlos.

Die Zahl der Neuinfektionen in den vergangen sieben Tagen je 100.000 Einwohner lag in Halle bei 311 und damit doppelt so hoch wie der am Freitagmorgen vom Robert Koch-Institut ausgewiesene Wert von 146.

UPDATE, 15. Januar, 15.55 Uhr: Weniger Passagiere an Sachsens Flughäfen, Luftfracht im Aufschwung

Im Jahr 2020 lag das Passagieraufkommen an den Flughäfen Dresden und Leipzig/Halle mit insgesamt 918.341 Fluggästen ganze 78,2% unter dem Vorjahreswert. Der Flughafen Dresden zählte 385.651 Fluggäste, das sind 75,9% weniger als noch 2019. Am Flughafen Leipzig/Halle sank die Zahl der Fluggäste um 79,7% auf 532.690.

Dafür stieg der Frachtumschlag am Flughafen Leipzig/Halle 2020 um 11,7% auf rund 1.383.485 Tonnen. Dabei handelt es sich um einen neuen Höchstwert, wie die Mitteldeutsche Flughafen AG mitteilte.

Besonders deutlich nahm das Wachstum in den letzten Monaten des Jahres zu. Allein im Dezember erhöhte sich das Frachtaufkommen um 35% auf rund 140.940 Tonnen.

UPDATE, 15. Januar, 14.05 Uhr: Zahl der Corona-Infektionen in Sachsen steigt weiter

In Sachsen ist die Zahl der Corona-Infektionen auf über 163.000 angestiegen. Alleine von Donnerstag auf Freitag wurden 2117 neue Fälle registriert, wie aus den aktuellen Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Der Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen liegt demnach bei 274.

Damit liegt Sachsen bundesweit auf dem zweiten Platz, was die Zahl der Neuinfektionen angeht – hinter Thüringen. Deutschlandweit liegt der Inzidenzwert derzeit bei 146.

Insgesamt 4794 Menschen sind bislang in Sachsen mit oder an dem Coronavirus gestorben, 211 Sterbefälle kamen innerhalb von 24 Stunden hinzu. Bei den Impfungen pro 1000 Einwohner lag das Land mit 9,7 nach Zahlen des RKI vom Freitag im bundesweiten Vergleich im hinteren Bereich.

UPDATE, 15. Januar, 13.39 Uhr: 101-Jährige aus Halberstadt erhält zweite Corona-Impfung

Im Landkreis Harz, wo vor drei Wochen vorfristig mit den Corona-Impfungen begonnen worden war, laufen seit Freitag die Zweitimpfungen. Im Halberstädter Seniorenzentrum Krüger bekam die 101-jährige Edith Kwoizalla als erste den zweiten kleinen Stich.

Vor etwa drei Wochen war sie auch schon die erste gewesen (TAG24 berichtete). Kwoizalla wirkte am Freitag, wie schon beim ersten Termin, etwas aufgeregt, aber heiter.

Heimbetreiber Tobias Krüger zufolge ließen sich alle 40 Bewohnerinnen und Bewohner erneut impfen, die auch schon vor drei Wochen dazu bereit waren.

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Edith Kwoizalla bei ihrem zweiten Impftermin.
Edith Kwoizalla bei ihrem zweiten Impftermin.  © Matthias Bein/dpa-Zentralbild/dpa

UPDATE, 15. Januar, 12.53 Uhr: Kretschmer für mehrere Wochen der harten Kontaktreduzierungen

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat sich wegen der weiterhin viel zu hohen Corona-Infektionszahlen dafür ausgesprochen, die Kontaktbeschränkungen bundesweit für zwei bis drei Wochen drastisch zu verschärfen. Man habe die Erfahrung machen müssen: "Reduzierung von Inzidenz geht nur mit ganz hartem Lockdown", sagte Kretschmer am Freitag in einer Online-Pressekonferenz vor dem CDU-Parteitag. "Dieser softe Lockdown mit offenen Schulen, Kindergärten, mit offenen Einkaufsmöglichkeiten bringt nichts. Deswegen: Hart und konsequent."

Wegen der Veränderungen des Virus stehe man vor einer neuen Bedrohung, sagte Kretschmer. Deswegen sei es angezeigt, "noch einmal einen auch deutschlandweiten Kraftakt zu wagen". Er sprach sich zugleich für die Möglichkeit regionaler Abweichungen aus.

Es müsse immer mitbedacht werden, welche Durchhaltefähigkeit man habe, sagte Kretschmer. Könne man das Land über Monate so runterfahren, wie man es getan habe, oder gehe das nur für eine begrenzte Zeit. Sein Zieldatum sei der 8. Februar. Bis dahin wolle er maximal die Inzidenz reduzieren.

Angesichts der hohen Infektionszahlen sei es "richtig, jetzt noch einmal zu versuchen, zwei oder drei Wochen (zu) reduzieren, gemeinsam, um dann von einem anderen Niveau aus entweder Lockerungen vorzunehmen oder die schwere Zeit der Mutation zu durchstehen und die Krankenhäuser eben nicht vorher schon übervoll zu haben".

Bund und Länder wollen nach Angaben von Regierungssprecher Steffen Seibert an diesem Dienstag über das weitere Vorgehen beraten. Ursprünglich war die nächste Schalte für den 25. Januar angesetzt.

Titelfoto: Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa

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