Coronavirus in Leipzig: Nächster Weihnachtsmarkt abgesagt

Leipzig - Leipzig in der Corona-Krise. In den vergangenen Monaten war die Zahl der Neuinfektionen nur langsam gestiegen. Nachdem die Maßnahmen immer mehr gelockert wurden, kehrte das öffentliche Leben zunehmend in die Stadt zurück. Doch nun steigen die Fallzahlen wieder deutlich an. Stand 25. November hatten sich 3332 Bürger infiziert, der Inzidenzwert (Neuinfektionen der letzten sieben Tage auf 100.000 Einwohner) liegt bei 102,2. Sachsenweit gibt es mindestens 47.688 Infektionen.

Alle Infos zu den Auswirkungen des Coronavirus in Leipzig findet Ihr hier.
Alle Infos zu den Auswirkungen des Coronavirus in Leipzig findet Ihr hier.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Nach dem Lockdown in der Messestadt im Frühjahr wurden im Laufe der Sommermonate immer weitere Maßnahmen und Regelungen zur Bekämpfung des Coronavirus gelockert. Einen Rückblick der bisherigen Geschehnisse findet Ihr hier.

Seit September allerdings nimmt die Infektionsrate in Leipzig wieder Fahrt auf, immer mehr Bürger haben sich in den letzten Wochen und Tagen mit der gefährlichen Atemwegserkrankungen infiziert.

Mittlerweile gilt in der Messestadt wie in allen Teilen der Bundesrepublik ein Teil-Lockdown bis Ende November (TAG24 berichtete). Soziale Kontakte sollen auf ein Minimum begrenzt werden, unter anderem haben Restaurants und Veranstaltungsorte erneut geschlossen, darüber hinaus gilt im Bereich des Innenstadt-Rings, an Haltestellen und auf Wochenmärkten Maskenpflicht.

Der zunächst noch mit Einschränkungen geplante Weihnachtsmarkt wurde mittlerweile abgesagt (TAG24 berichtete).

Stand Mittwoch (25. November) gibt es in der Messestadt 3332 bestätigte Fälle. Viele Hundert Menschen befanden sich in häuslicher Quarantäne, der überwiegende Teil der Infizierten gilt aber als geheilt.

Über alle weiteren Entwicklungen werdet Ihr in unserem Ticker informiert.

Alle aktuellen Infos aus Deutschland und der Welt auch im großen +++ Coronavirus-Liveticker +++

UPDATE, 21 Uhr: Spielhallen, Spielbanken und Wettannahmestellen bleiben geschlossen

Auch Spielhallen und Spielbanken sowie Wettannahmestellen und ähnliche Einrichtungen müssen im aktuellen Teil-Lockdown wegen der Corona-Pandemie geschlossen bleiben. Das Sächsische Oberverwaltungsgericht (OVG) hat nach Angaben vom Mittwoch im Eilverfahren entschieden, dass die Betriebsverbote für diese Einrichtungen gelten.

Die Richter lehnten es wie zuvor bei Fitnessstudios, touristisch genutzter Beherbergung und Gastronomie ab, die entsprechenden Passagen in der Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung in der seit 13. November geltenden Fassung außer Vollzug zu setzen.

Das Betriebsverbot auch für diese Einrichtungen sei im Sinne der Kontaktvermeidung zur Eindämmung des Infektionsgeschehens "erforderlich und angemessen". Das OVG ist überzeugt, dass auch in diesem Fall die Entscheidungen einer möglichen Normenkontrollklage, mit der die Vorschriften endgültig für unwirksam erklärt werden könnten, standhalten.

UPDATE, 18 Uhr: Aktuelle Corona-Zahlen in Sachsen

Die aktuellen Inzidenz-Werte und Fallzahlen aus Sachsen.
Die aktuellen Inzidenz-Werte und Fallzahlen aus Sachsen.  © TAG24

UPDATE, 25. November, 16 Uhr: Rund 1400 Neuinfektionen und zehn neue Todesfälle in Sachsen

In Sachsen steigt die Zahl der laborbestätigten Neuinfektionen weiter an - allerdings nicht mehr so stark wie in den vergangenen Tagen.

Laut Statistik des Gesundheitsministeriums vom Mittwoch wurden binnen eines Tages rund 1400 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert. Damit gibt es seit Beginn der Pandemie insgesamt 47.688 Infektionsfälle im Freistaat. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 stieg binnen 24 Stunden um zehn auf insgesamt 716.

Die Zahl der Neuinfektionen auf jeweils 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen liegt in Sachsen den Angaben zufolge bei derzeit 212 - am Dienstag waren es noch 219.

UPDATE, 25. November, 15.50 Uhr: 38 positive Schnelltests an Uniklinik Halle

Am Uniklinikum wurden 38 Menschen positiv auf Corona getestet.
Am Uniklinikum wurden 38 Menschen positiv auf Corona getestet.  © Peter Endig/dpa

Bei der wegen gestiegener Corona-Zahlen initiierten Schnelltest-Offensive am Uniklinikum Halle sind 38 Menschen positiv getestet worden.

Betroffen waren 26 Mitarbeiter und 12 Patienten, wie Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) am Mittwoch in Halle sagte.

Der Massentest sei damit abgeschlossen. Insgesamt wurden zwischen dem 13. und 17. November mehr als 2700 Schnelltests am Klinikum gemacht.

Wegen der zahlreichen positiven Tests wurden unter anderem die Regeln am Klinik-Einlass überarbeitet. So müssten etwa wieder Fragebögen mit Kontaktdaten ausgefüllt werden. Wegen der Corona-Pandemie sind den Angaben nach weiterhin bestimmte Bereiche des Klinikums geschlossen.

Insgesamt wurden in der Saalestadt 28 Neuinfektionen gemeldet. Der Corona-Kennwert lag mit 79 Infektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen erneut auf einem hohen Stand.

UPDATE, 25. November, 14.45 Uhr: Kein Weihnachtsmarkt in Magdeburg, Lichtwelt soll bleiben

In Magdeburg wird in diesem Jahr kein Weihnachtsmarkt veranstaltet. Es werde auch keine abgespeckte Variante mit größeren Abständen, mehreren Flächen und ohne Alkohol geben, sagte Oberbürgermeister Lutz Trümper (65, SPD) am Mittwoch in Magdeburg.

"Das geht in der Zeit der Verlängerung des Lockdowns einfach nicht." Die Lichterwelt mit Installationen auf dem Domplatz bleibe aber bestehen. Die Stadt werde dort fünf Verkaufsstände zulassen, unter anderem für Gegrilltes, Süßwaren und Glühwein.

Trümper appellierte an die Besucher, den Abstand von eineinhalb Metern zu anderen einzuhalten und im Zweifel eine Maske zu tragen. Es werde dort kontrolliert und Ansammlungen von Gruppen würden unterbunden. "Wir wollen an der einen Stelle etwas weihnachtliche Stimmung haben und möchten, dass das gesittet und vernünftig abläuft."

Täglich gibt es in der 240.000-Einwohner-Stadt rund 30 Corona-Neuinfektionen, wie Trümper berichtete. Diese Zahl werde absehbar nicht sinken. Die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in sieben Tagen - die sogenannte Inzidenz - lag am Mittwoch bei 83,77.

Sorge mache ihm, dass inzwischen Corona-Fälle in vier Altenpflegeheimen festgestellt wurden, sagte das Stadtoberhaupt. Trümper appellierte an die Heime, Schnelltests für das Personal und Besucher einzusetzen. Das machten viele nicht mit Verweis auf den Aufwand.

UPDATE, 25. November, 14.40 Uhr: OB Jung fordert klare Regeln vor Corona-Beratungen

Städtetagspräsident Burkhard Jung (62, SPD) hat vor den Beratungen von Bund und Ländern über die weiteren Corona-Maßnahmen gute Kommunikation und klare Regeln gefordert.

"Wir brauchen jetzt klare und nachvollziehbare Entscheidungen für die nächste Zeit. Und wir brauchen eine gute Kommunikation dazu, damit der Teil-Lockdown weiter akzeptiert wird", sagte der SPD-Politiker, der auch Oberbürgermeister von Leipzig ist, der "Rheinischen Post" (Mittwoch).

"Die Videoschalte von Bund und Ländern ist diesmal besonders wichtig, nicht nur, weil es beim letzten Mal so geruckelt hat", sagte Jung. Gerade wegen der Weihnachtszeit wollten die Menschen jetzt wissen, worauf sie sich einstellen könnten.

UPDATE, 25. November, 14.15 Uhr: Sächsischer Fußball-Verband setzt 2020 keine Spiele mehr an

Der Sächsische Fußball-Verband (SFV) setzt aufgrund der Corona-Pandemie und der bevorstehenden politischen Entscheidungen in diesem Kalenderjahr keine Pflichtspiele mehr an.

Diese Entscheidung gilt für den gesamten Landesspielbetrieb aller Altersklassen und solle für die Vereine mehr Planungssicherheit schaffen, teilte der SFV am Mittwoch mit.

"Die behördlichen Verfügungen lassen in diesem Jahr keine Spiele mehr zu. Als Präsident werde ich bei den politischen Entscheidungsträgern aber weiter ganz besonders für die Freigabe des Trainingsbetriebs für unsere Kinder und Jugendlichen kämpfen und hoffe, dass wir im neuen Jahr so schnell wie möglich wieder auf die Plätze zurückkehren dürfen", erklärte SFV-Präsident Hermann Winkler.

UPDATE, 24. November, 19.05 Uhr: Sachsen-Anhalt meldet 254 neue Corona-Infektionen

In Sachsen-Anhalt steigt die Zahl der aktuell Corona-Infizierten und der Gestorbenen weiter. Am Dienstag waren 3647 Infizierte bekannt, wie das Sozialministerium in Magdeburg mitteilte. Am Tag zuvor waren es noch 3595, vor einer Woche 3047.

Von Montag- bis Dienstagnachmittag wurden den Angaben zufolge 254 neue Fälle gemeldet. Die Zahl der Gestorbenen, bei denen das Virus nachgewiesen worden ist, stieg um 8 auf 137.

Die Zahl der Neuinfektionen mit Sars-CoV-2 je 100.000 Einwohner im Land lag am Dienstag bei 87,75, vor einer Woche war ein Wert von 65,56 erreicht worden.

Seit Beginn der Pandemie wurden in Sachsen-Anhalt 10.586 Corona-Fälle erfasst. 985 Erkrankte wurden in Krankenhäusern behandelt. Derzeit sind den Angaben zufolge 55 Intensiv- und Beatmungsbetten mit Covid-19-Patienten belegt. 27 dieser Patienten würden künstlich beatmet.

UPDATE, 24. November, 18.40 Uhr: Sachsen-Anhalt plant Schnelltests in Schulen und Kitas im neuen Jahr

Mit Schnelltests an Schulen, Kitas und Horten will Sachsen-Anhalt das Corona-Ansteckungsrisiko nach den Weihnachts- und Silvesterfeiertagen minimieren.

Es sei angedacht, Lehrkäfte, Erzieherinnen und Erzieher nach dem Feiertag Heilige Drei Könige auf freiwilliger Basis auf den Erreger zu testen, sagten Sozialministerin Petra Grimm-Benne (58, SPD) und Bildungsminister Marco Tullner (52, CDU) am Dienstag in Magdeburg. Für die Tests sollen zwei zusätzliche Ferientage am 7. und 8. Januar genutzt werden. Wie die Tests organisiert werden sollen, ist noch offen.

Bereits am Montag hatte Tullner angekündigt, die am 19. Dezember beginnenden Weihnachtsferien um zwei Tage verlängern zu wollen. Damit soll die Gefahr minimiert werden, dass die Schulen nach den Silvesterfeiern zu Infektionsherden werden.

UPDATE, 24. November, 18.34 Uhr: Aktuelle Corona-Zahlen aus Sachsen

Die aktuellen Fallzahlen aus Sachsen.
Die aktuellen Fallzahlen aus Sachsen.  © TAG24

UPDATE, 24. November, 17.30 Uhr: Neue Höchststände bei Infektions- und Quarantänezahlen an Schulen

Einem Bericht des MDR-Magazins "Umschau" zufolge sind immer mehr Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler in Mitteldeutschland vom Coronavirus und dessen Auswirkungen betroffen.

So soll beispielsweise in Sachsen die Zahl der gemeldeten Corona-Infektionen an Schulen stetig und deutlich gestiegen sein. Während Anfang Oktober noch sieben positiv getestete Lehrkräfte an öffentlichen Schulen gemeldet worden, sollen es zuletzt 148 gewesen sein. "Bei den Schülerinnen und Schülern kletterte die Zahl im gleichen Zeitraum von 18 auf 281 pro Woche", hieß es in dem Bericht.

Deutlich drastischer fallen die Zahlen für Schülerinnen und Schüler aus, die von Quarantänemaßnahmen betroffen sind. Allein in der vergangenen Woche sollen an einem Tag 9.276 Jungen und Mädchen zuhause in Quarantäne geblieben sein. Anfang Oktober seien es noch 873 pro Woche gewesen.

Auch in Thüringen sollen die Zahlen zuletzt besonders stark gestiegen sein. Sachsen-Anhalt meldete ebenfalls Höchststände.

Titelfoto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

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