Coronavirus in Leipzig: Nächster Weihnachtsmarkt abgesagt

Leipzig - Leipzig in der Corona-Krise. In den vergangenen Monaten war die Zahl der Neuinfektionen nur langsam gestiegen. Nachdem die Maßnahmen immer mehr gelockert wurden, kehrte das öffentliche Leben zunehmend in die Stadt zurück. Doch nun steigen die Fallzahlen wieder deutlich an. Stand 27. November hatten sich 3593 Bürger infiziert, der Inzidenzwert (Neuinfektionen der letzten sieben Tage auf 100.000 Einwohner) liegt bei 114,3. Sachsenweit gibt es mindestens 52.214 Infektionen.

Alle Infos zu den Auswirkungen des Coronavirus in Leipzig findet Ihr hier.
Alle Infos zu den Auswirkungen des Coronavirus in Leipzig findet Ihr hier.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Nach dem Lockdown in der Messestadt im Frühjahr wurden im Laufe der Sommermonate immer weitere Maßnahmen und Regelungen zur Bekämpfung des Coronavirus gelockert. Einen Rückblick der bisherigen Geschehnisse findet Ihr hier.

Seit September allerdings nimmt die Infektionsrate in Leipzig wieder Fahrt auf, immer mehr Bürger haben sich in den letzten Wochen und Tagen mit der gefährlichen Atemwegserkrankungen infiziert.

Mittlerweile gilt in der Messestadt wie in allen Teilen der Bundesrepublik ein Teil-Lockdown bis Ende November (TAG24 berichtete). Soziale Kontakte sollen auf ein Minimum begrenzt werden, unter anderem haben Restaurants und Veranstaltungsorte erneut geschlossen, darüber hinaus gilt im Bereich des Innenstadt-Rings, an Haltestellen und auf Wochenmärkten Maskenpflicht.

Der zunächst noch mit Einschränkungen geplante Weihnachtsmarkt wurde mittlerweile abgesagt (TAG24 berichtete).

Stand Freitag (27. November) gibt es in der Messestadt 3593 bestätigte Fälle. Viele Hundert Menschen befanden sich in häuslicher Quarantäne, der überwiegende Teil der Infizierten gilt aber als geheilt.

Über alle weiteren Entwicklungen werdet Ihr in unserem Ticker informiert.

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UPDATE, 28. November, 10.36 Uhr: Musikschulen in Sachsen öffnen ab 1. Dezember wieder

Nach wochenlanger Schließung dürfen Musikschulen in Sachsen am 1. Dezember wieder öffnen - zunächst aber nur für Einzelunterricht.

"Musikschulen sind wichtige Träger der musischen Bildung und haben durchdachte Hygienekonzepte. Wir gehen in Sachsen nun den gleichen Weg wie alle anderen Bundesländer", teilte Kulturministerin Barbara Klepsch (55, CDU) über Twitter mit.

Um eine Perspektive zu bieten, wurde gemeinsam mit dem Verband deutscher Musikschulen und dem Sächsischer Musikrat ein Stufenplan für die Öffnung der Schulen erarbeitet. Abhängig von der jeweils aktuellen Pandemiesituation sind drei Phasen vorgesehen: Vom Einzelunterricht, über den Musikschulunterricht mit maximal fünf Personen bis hin zum Unterricht mit fünf bis maximal zehn Personen.

Bei einer Online-Petition zur Wiedereröffnung der Musikschulen in Sachsen waren 12.000 Unterschriften gesammelt worden. Gestartet hatte die Petition die Freiberger Musikschullehrerin Martina Bunk. Sachsen sei das einzige Bundesland, in dem die Musikschulen wegen der aktuellen Corona-Maßnahmen noch geschlossen waren, hieß es zur Begründung.

UPDATE, 28. November, 10.08 Uhr: Sachsen-Anhalter machen wegen Corona-Pandemie weniger HIV-Tests

Der Landesverband der Aids-Hilfen ist angesichts schlechter Testbedingungen zu Corona-Zeiten wegen einer möglichen Ausbreitung von HIV besorgt.

"In diesem Jahr sind weniger Menschen zu Tests gegangen", sagte der Landesgeschäftsführer der Aids-Hilfen, Sven Warminsky, in Magdeburg. So seien wegen der Corona-Pandemie die Gesundheitsämter geschlossen gewesen oder ausgelastet.

Normalerweise könnten sich Menschen in den Behörden kostenlos auf HIV testen lassen. Außerdem fielen coronabedingt viele Präventionsangebote aus.

Allein Ende 2019 lebten nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts etwa 1100 Menschen mit HIV oder Aids in Sachsen-Anhalt. Am 1. Dezember wird weltweit der Welt-Aids-Tag begangen.

UPDATE, 27. November, 18.20 Uhr: Neue Fallzahlen für Sachsen

Die aktuellen Inzidenz-Werte und Fallzahlen aus Sachsen.
Die aktuellen Inzidenz-Werte und Fallzahlen aus Sachsen.  © TAG24

UPDATE, 27. November, 17.20 Uhr: Mehr als 4000 Corona-Infizierte in Sachsen-Anhalt

Die Zahl der aktuell Corona-Infizierten in Sachsen-Anhalt hat die 4000-er Marke überschritten. Am Freitag waren 4021 derzeit infizierte Menschen erfasst nach 3841 am Vortag, wie das Sozialministerium in Magdeburg mitteilte. Es starben sechs weitere Menschen, bei denen das Virus nachgewiesen wurde - insgesamt sind es 160.

Die Zahl der Neuinfektionen mit Sars-CoV-2 je 100.000 Einwohner im Land kletterte weiter - auf 95,86. Vor einer Woche lag der Wert noch bei 73,63. Ab einem Wert von 50 gilt eine Region als Risikogebiet - alle 14 Landkreise und kreisfreien Städte liegen aktuell darüber.

In Sachsen-Anhalt wurden bislang insgesamt 11.726 Corona-Fälle erfasst.

UPDATE, 27. November, 16 Uhr: Rund 2800 Corona-Neuinfektionen in Sachsen

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen ist in Sachsen deutlich gestiegen. Am Freitag wurden 2804 neue Fälle im Vergleich zum Vortag gemeldet. Zudem starben weitere 61 Corona-Patienten.

Die Gesamtzahl der Infektionen seit Pandemie-Beginn liegt damit bei 52.214, die der Toten bei 846. Laut Ministerium werden derzeit rund 1980 Covid-19-Patienten im Krankenhaus behandelt, 362 von ihnen auf der Intensivstation.

Die sächsische Landesregierung wollte am Freitag über neue Corona-Regeln entscheiden. Regierungschef Michael Kretschmer (CDU) hatte nach dem Bund-Länder-Gipfel bereits angekündigt, dass bei einem Inzidenzwert von 200 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in einer Woche schärfere Regeln wie etwa Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen verhängt werden sollen.

Am Freitag lagen laut Gesundheitsministerium von den zehn Landkreisen und drei kreisfreien Städten zehn über dieser 200er-Marke. Die Landkreise Bautzen, Zwickau, Sächsische Schweiz-Osterzgebirge sowie der Erzgebirgskreis meldeten sogar eine Inzidenz weit über 300. Sie gehören damit bundesweit zu den absoluten Corona-Hotspots. Für ganz Sachsen liegt der Inzidenzwert bei mittlerweile 244.

UPDATE, 27. November, 13.30 Uhr: Magdeburger zu bundesweiter Corona-Antikörper-Studie aufgerufen

Auch mit Hilfe freiwilliger Probanden aus Magdeburg erforscht das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung die Verbreitung des Corona-Virus und der entsprechenden Immunität. Bis Mitte Dezember sollen 3000 Menschen untersucht werden, wie der Leiter der Epidemiologie des HZI, Gérard Krause, am Freitag in Magdeburg mitteilte.

Sie würden eine Blutprobe abgeben und Fragen beantworten. So solle herausgefunden werden, wie viele sich tatsächlich schon infiziert haben, und wie lange der Immunschutz anhält. Die Forscher wollten auch schauen, welche Menschen sich infiziert haben und welche Berufs- und Altersgruppen besonders betroffen sind.

"Diese Erkenntnisse werden großen Einfluss auf die Impfstrategien haben und auf die Impfempfehlungen", erläuterte Krause. Die Studie sei schon in vier anderen Städten gelaufen: in Freiburg, Reutlingen, Aachen und Osnabrück. Geplant seien weitere Untersuchungen in Greifswald, Hannover und Chemnitz.

UPDATE, 27. November, 13 Uhr: Sachsens Kassenarzt-Chef will Schnelltests für alle

Der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen, Klaus Heckemann, plädiert für obligatorische Corona-Schnelltests in Deutschland.

Eine solche die ganze Bevölkerung erfassende Strategie zur Impfung bedeute eine "gewaltige Sicherheit", sagte er am Freitag dem Nachrichtenradio MDR aktuell. So könnten alle Infizierten ermittelt und dann das Prozedere nach 14 Tagen wiederholt werden.

"Damit besteht die Chance, das Virus mehr oder weniger auszuhungern." Für eine stärkere Ausweitung "bis zu mehr oder weniger verpflichtenden Tests" fehle derzeit die nötige Kapazität.

Laut Heckemann ist ein Schnelltest weniger eindeutig als ein PCR-Test, der im Labor ausgewertet werde. Das Ergebnis liege dabei aber erst nach zwei oder drei Tagen vor.

UPDATE, 27. November, 6.15 Uhr: Kabinett legt neue Corona-Regeln für Sachsen fest

Sachsens Kabinett will an diesem Freitag um 17 Uhr in Dresden die neuen Regeln zur Eindämmung der Corona-Pandemie festlegen.

Der Entwurf der Regierung wurde erstmals zuvor in den Fachausschüssen des Landtags diskutiert, am Freitagnachmittag stellen unter anderem Regierungschef Michael Kretschmer (CDU) und Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) die neue Verordnung vor. Diese soll dann auch über Weihnachten und Silvester Bestand haben.

Nach Beratungen von Bund und Ländern hatte Kretschmer bereits angekündigt, dass bei einem Inzidenzwert von 200 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in einer Woche schärfere Regeln wie etwa Kontaktbeschränkungen oder Alkoholverbot in der Öffentlichkeit verhängt werden sollen.

In einem mehrstündigen Corona-Gipfel hatten sich Bund und Länder am Mittwochabend in einem gemeinsamen Beschlusspapier unter anderem darauf verständigt, den Teil-Lockdown zu verlängern: Freizeit- und Kultureinrichtungen und die Gastronomie bleiben dicht, zunächst bis 20. Dezember. Die Kontakte werden vom 1. Dezember an stärker begrenzt, sollen über Weihnachten bis Anfang Januar jedoch gelockert werden.

UPDATE, 26. November, 18.35 Uhr: Neun weitere Corona-Tote in Sachsen-Anhalt

Die Zahl der Corona-Infizierten in Sachsen-Anhalt steigt weiter.

Am Donnerstag waren 3841 aktuell Infizierte erfasst nach 3731 am Vortag, wie das Sozialministerium in Magdeburg mitteilte. Vor einer Woche waren es 3210. Von Mittwoch- bis Donnerstagnachmittag wurden den Angaben zufolge 363 neue Fälle gemeldet.

Die Zahl der Gestorbenen, bei denen das Virus nachgewiesen wurde, stieg um neun auf 154.

Die Zahl der Neuinfektionen mit Sars-CoV-2 je 100.000 Einwohner im Land stieg auf 92,04, vor einer Woche lag der Wert noch bei 71,44. Ab einem Wert von 50 gilt eine Region als Risikogebiet - alle 14 Landkreise und kreisfreien Städte liegen darüber. Fünf Landkreise lagen am Donnerstag den Angaben zufolge bei einer sogenannten Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 100: der Burgenlandkreis (149,29), das Jerichower Land (118,32), der Landkreis Mansfeld-Südharz (105,97), der Saalekreis (145,25) und der Salzlandkreis (101,52).

UPDATE, 26. November, 17.30 Uhr: Aktuelle Corona-Zahlen in Sachsen

Die aktuellen Inzidenz-Werte und Fallzahlen aus Sachsen.
Die aktuellen Inzidenz-Werte und Fallzahlen aus Sachsen.  © TAG24

UPDATE, 26. November, 17 Uhr: Theater im Sachsen-Anhalt arbeiten im Lockdown weiter an Produktionen

An den Bühnen in Sachsen-Anhalt geht die Arbeit an neuen Produktionen trotz der coronabedingten Zwangspause weiter.

"Wir haben sehr angestrengt geprobt", sagte etwa die Geschäftsführerin der Theater, Oper und Orchester GmbH Halle, Uta van den Broek, am Donnerstag mit Blick auf die vergangenen Monate. Unter anderem sind die Produktionen "Solo Sunny" nach dem berühmten DEFA-Film von Konrad Wolf, "Das Urteil" nach Franz Kafka oder "Die kleine Seejungfrau" als Puppentheatervariante in Halle fertig.

Am Theater in Magdeburg und dem Anhaltischen Theater in Dessau-Roßlau gingen die Proben nach Angaben aus den Häusern ebenfalls weiter.

Nach dem Ende des Teil-Lockdowns sollen die Stücke aufgeführt werden, hieß es. Um die Zeit bis dahin zu überbrücken, sind nach Angaben der Theater neue Formate wie Streamings und digitale Adventskalender geplant.

Titelfoto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

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