Coronavirus in Leipzig: November- und Dezember-Hilfen in Sachsen weitgehend ausgezahlt

Leipzig - Leipzig in der Corona-Krise: Stand Montag, 12. April, hatten sich laut Leipziger Stadtverwaltung 18.533 Bürger infiziert, der Inzidenzwert liegt bei 122,3. Der für mögliche weitere Maßnahmen verwendete Inzidenzwert des Robert-Koch-Instituts liegt bei 125,9 (Stand: 12. April, 3.08 Uhr). Dieser weicht meist ab, da das RKI die Daten erst später aus den Städten und Landkreisen übermittelt bekommt.

Alle Infos zu den Auswirkungen des Coronavirus in Leipzig findet Ihr hier.
Alle Infos zu den Auswirkungen des Coronavirus in Leipzig findet Ihr hier.  © arifoto UG/dpa-Zentralbild/dpa

Deutschland befindet sich weiterhin im Lockdown. Wegen erneut steigender Inzidenzwerte wurde dieser bei der letzten Bund-Länder-Konferenz am 22. März noch einmal bis 18. April verlängert.

Für Ostern war zunächst eine sogenannte "Ruhepause" samt besonders scharfem Lockdown vorgesehen. Diese wurde mittlerweile jedoch zum Teil wieder gekippt.

Darüber hinaus soll auch die vereinbarte "Notbremse" bei einem Inzidenzwert von bei mehr als 100 konsequent umgesetzt werden. Bisherige Lockerungen wie das Öffnen von Friseuren und des Einzelhandels sollen dann wieder zurückgenommen werden.

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UPDATE, 12. April, 18.55 Uhr: Gesundheitsministerin Köpping hat sich in Leipzig impfen lassen

Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (62, SPD) hat ihre erste Spritze gegen das Coronavirus erhalten. Sie ließ sich in Leipzig mit dem Impfstoff von AstraZeneca impfen!

In einer Pressemitteilung gab sie bekannt, dass es für sie eine "Selbstverständlichkeit" gewesen wäre, den Impfstoff, sobald es möglich sei, zu erhalten.

Mehr dazu im Extra-Artikel.

Im Impfzentrum Leipzig hat Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (62, SPD) ihre erste Corona-Impfung bekommen.
Im Impfzentrum Leipzig hat Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (62, SPD) ihre erste Corona-Impfung bekommen.  © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

UPDATE, 12. April, 17.40 Uhr: Sachsen will Lockdown bis 9. Mai verlängern

Der Freistaat Sachsen will die geltenden Corona-Einschränkungen erneut um drei Wochen verlängern. Die derzeitige Corona-Schutzverordnung bleibe bestehen und solle bis zum 9. Mai verlängert werden, sagte Regierungssprecher Ralph Schreiber am Montag auf Anfrage. Am kommenden Sonntag (18. April) läuft die derzeitige Landesverordnung aus. Doch am morgigen Dienstag will das Kabinett nun zur Abstimmung zusammenkommen und die geltenden Einschränkungen verlängern.

Die sächsische Regierung will am Dienstag über die Verlängerung der Corona-Regeln abstimmen.
Die sächsische Regierung will am Dienstag über die Verlängerung der Corona-Regeln abstimmen.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

UPDATE, 12. April, 11.20 Uhr: Hausärzteverband beklagt Kürzung der Impfstofflieferungen

Die Hausärzte klagen über fehlende Corona-Impfstoff-Lieferungen.
Die Hausärzte klagen über fehlende Corona-Impfstoff-Lieferungen.  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Die Hausärzte in Sachsen-Anhalt fordern mehr Corona-Impfstoff. Die ohnehin geringen Lieferungen zum Einstieg der Ärzte in die Impfkampagne in der vergangenen Woche seien nochmals um 25 bis 50 Prozent gekürzt worden, kritisierte der Hausärzteverband Sachsen-Anhalt am Montag. Gleichzeitig würden die Lieferungen an Impfzentren steigen, so der Verband in einer Mitteilung.

"Wir kritisieren nicht die zu Beginn der Impfkampagne implementierten großen Impfzentren in allen Landkreisen, die auch weiterhin eine wichtige Rolle spielen werden", sagte Verbandsvorsitzender Stefan Andrusch. "Aber unsere Patienten erwarten nun die Hoheit über das Impfen in der Fläche."

Impfen sei schon immer hausärztliches Betätigungsfeld gewesen. Die Impfzentren werden direkt von der Landesregierung mit den Impfstoffen versorgt, die Dosen der Hausärzte beschafft die Kassenärztliche Vereinigung.

Die Hausärzte hatten vorige Woche die ersten Impfstoffdosen bekommen und die Anzahl der Impfungen in Sachsen-Anhalt damit auf Anhieb verdoppelt. Werden die Hausärzte wie ursprünglich angekündigt beliefert, könnte Sachsen-Anhalt nach Einschätzung des Verbandes bis zum Sommer die angestrebte Impfquote von 70 Prozent erreichen. "Die zentrale Frage lautet nicht: Wie sollen wir dies schaffen, sondern: Wo bleibt der Impfstoff?", sagte Andrusch.

UPDATE, 12. April, 10.25 Uhr: Kein Babyboom im ersten Lockdown in Sachsen

Der erste Corona-Lockdown 2020 hat nicht zu mehr Babys in Sachsen geführt. Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Landesamtes in Kamenz erblickten im Vorjahr 33.400 Kinder das Licht der Welt. Damit ging die Zahl gegenüber 2019 um rund 1090 Geburten (minus 3,2 Prozent) zurück, wie das Landesamt am Montag mitteilte.

Lediglich im Landkreis Leipzig stieg die Zahl der Geburten im Vergleich zu 2019 an (plus 5,2 Prozent). Die stärksten Rückgänge gegenüber dem Vorjahr wurden in den Landkreisen Meißen mit 9,2 Prozent, Sächsische Schweiz-Osterzgebirge mit 7,2 Prozent, Zwickau mit 6,6 Prozent sowie Bautzen mit 6,4 Prozent (146) verzeichnet.

Auch zu Beginn dieses Jahres bleibt der rückläufige Trend erhalten: Nach vorläufigen Angaben wurden rund 2520 Geburten im Januar (minus 4,8 Prozent) und etwa 2430 Geburten im Februar (minus 1,8 Prozent) gemeldet.

UPDATE, 12. April, 9.25 Uhr: Inzidenzwert in Sachsen wieder über 200

Der Wert der Neuinfektionen mit dem Coronavirus je 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche hat in Sachsen die Marke von 200 überschritten. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Montag betrug die Sieben-Tage-Inzidenz am Morgen 203,6 nach 193,4 am Sonntag. Nur Thüringen lag am Montag mit einer Inzidenz von 228,5 noch vor Sachsen. Für ganz Deutschland gab das RKI die Sieben-Tage-Inzidenz mit 136,4 an nach 129,2 am Sonntag.

Für Sachsens Schüler hat am Montag der Unterricht nach den Ferien mit verschärften Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus begonnen. Schüler und Schülerinnen weiterführender Schulen müssen sich, wie auch das Personal, zwei Mal wöchentlich testen lassen. Ab Klasse 5 gilt im Unterricht zudem eine Maskenpflicht. Die Pflicht zum Schulbesuch fällt weg.

Schüler und Schülerinnen müssen sich zwei Mal wöchentlich testen lassen.
Schüler und Schülerinnen müssen sich zwei Mal wöchentlich testen lassen.  © Holger John/dpa-Zentralbild/dpa

UPDATE, 12. April, 8.05 Uhr: Sieben-Tage-Wert der Corona-Infektionen bei 173,5

Der Sieben-Tage-Wert bei den Corona-Neuinfektionen liegt in Sachsen-Anhalt laut Robert Koch-Institut (RKI) bei 173,5. Am Sonntag hatte das RKI einen Wert von 159,2 Fällen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen ausgewiesen, nach 146 am Samstag. Binnen 24 Stunden wurden dem RKI den Angaben zufolge landesweit 528 Corona-Neuinfektionen gemeldet.

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz lag am Montag laut RKI bei 136,4, es waren mehr als 13.200 Fälle gemeldet worden. Sachsen-Anhalt hat nach den Nachbarländern Thüringen (228,5) und Sachsen (203,6) bundesweit das höchste Infektionsgeschehen.

Der Burgenlandkreis mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 343,3 war am Montag der Landkreis mit dem höchsten Infektionsgeschehen in Sachsen-Anhalt, gefolgt vom Landkreis Stendal mit 240,1 und der kreisfreien Stadt Halle mit 206,5 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner und sieben Tage. Unter der Marke von 100 lagen laut RKI nur der Landkreis Anhalt Bitterfeld mit 93,4 und Jerichower Land mit 92,6.

UPDATE, 12. April, 6.40 Uhr: Orchesterwerkstatt findet rein virtuell statt

Die Orchesterwerkstatt junger Komponisten findet in diesem Jahr rein virtuell statt. Neun jugendliche Tonkünstler aus Deutschland und Österreich im Alter von 14 bis 23 Jahren arbeiten von Montag bis Donnerstag über Videokonferenzen an ihren Partituren, wie das Nordharzer Städtebundtheater mitteilte.

Mit dem Orchester des Theaters würden die Stücke geprobt und zur Aufführungsreife gebracht. Das Abschlusskonzert ist für den Donnerstag geplant und soll entweder live im Internet übertragen oder später als Videomitschnitt veröffentlicht werden. Zu gewinnen gibt es vier mit bis zu 1000 Euro dotierte Preise, darunter ein Kompositionsauftrag.

UPDATE, 11. April, 16.45 Uhr: Kretschmer sieht noch Gesprächsbedarf beim Infektionsschutzgesetz

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer sieht noch "erheblichen Gesprächsbedarf" bei der geplanten Neufassung des Bundesinfektionsschutzgesetzes. So dürften sich Regelungen für Einschränkungen nicht allein an Inzidenzwerten orientieren, erklärte der CDU-Politiker am Sonntag in Dresden. Als zusätzlicher Faktor müsse zum Beispiel die Leistungsfähigkeit des Gesundheitssystems in Betracht gezogen werden, indem ein Bettenindikator als Grundlage für härtere Einschränkungen berücksichtigt wird. "Das ist aus meiner Sicht eine zwingende Voraussetzung für Akzeptanz in der Bevölkerung."

Wie Kretschmer weiter forderte, soll eine Eingriffsschwelle für die Ausgangssperre erst ab einer Inzidenz von 200 gelten. Außerdem müssten weitere Ausnahmen für den Einzelhandel in das Gesetz aufgenommen werden, "damit die Angelegenheiten des täglichen Bedarfs auch im Falle eines Brücken-Lockdowns weiterhin ermöglicht werden". Als Beispiele nannte er Werkstätten, Geschäfte für Babybedarf oder auch Zeitungsläden. Vor allem solle der Bund auf Regelungen im Schulbereich verzichten. Schließlich müsse das Gesetz zeitlich befristet werden und automatisch auslaufen.

Die Bundesregierung hatte am Samstag einen Vorschlag für bundeseinheitliche Maßnahmen gegen die dritte Corona-Welle vorgelegt. Der Entwurf für eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes soll nun mit den Fraktionen im Bundestag und mit den Ländern abgestimmt werden. Darin enthalten sind etwa nächtliche Ausgangsbeschränkungen bei einer Corona-Inzidenz über 100 und Schulschließungen ab einer Inzidenz von 200.

Micheal Kretschmer (45, CDU) möchte nochmal eingehend über die Neufassung des Bundesinfektionsschutzgesetzes sprechen.
Micheal Kretschmer (45, CDU) möchte nochmal eingehend über die Neufassung des Bundesinfektionsschutzgesetzes sprechen.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

UPDATE, 10. April, 14.25 Uhr: Corona-Inzidenzwert steigt in Sachsen wieder an

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Samstag hat der Wochenwert der Corona-Infektionen in Sachsen einen deutlichen Sprung nach oben gemacht.

Lag die Sieben-Tage-Inzidenz, am Freitag noch bei 151, so stieg sie auf 182 am Samstag (Stand: 3.08 Uhr). Bundesweit lag nur Thüringen mit einem Wert von 206,3 noch vor Sachsen. Die Sieben-Tage-Inzidenz für Deutschland wurde mit 120,6 angegeben.

Noch immer, so das RKI, ist die Interpretation der Zahlen schwierig, weil es während der Osterfeiertage und -ferien vermutlich weniger Tests gab und auch weniger Ergebnisse übermittelt werden konnten.

UPDATE, 9. April, 17.40 Uhr: Sachsen meldet 2200 Corona-Neuinfektionen an einem Tag

In Sachsen sind innerhalb eines Tages 2200 Infektionen mit dem Coronavirus neu nachgewiesen worden. Wie das Sozialministerium am Freitag mitteilte, stieg damit die Zahl der seit Ausbruch der Pandemie vor mehr als einem Jahr registrierten Fälle auf jetzt 233.481.

Die Zahl der durch Covid-19 verursachten Todesfälle erhöhte sich von Donnerstag auf Freitag um 37 auf 8539. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg von 143 am Donnerstag auf 151 am Freitag.

Titelfoto: arifoto UG/dpa-Zentralbild/dpa

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