Coronavirus in Leipzig: November- und Dezember-Hilfen in Sachsen weitgehend ausgezahlt

Leipzig - Leipzig in der Corona-Krise: Stand Freitag, 9. April, hatten sich laut Leipziger Stadtverwaltung 18.179 Bürger infiziert, der Inzidenzwert liegt bei 115,6. Der für mögliche weitere Maßnahmen verwendete Inzidenzwert des Robert-Koch-Instituts liegt bei 126,1 (Stand: 10. April, 3.08 Uhr). Dieser weicht meist ab, da das RKI die Daten erst später aus den Städten und Landkreisen übermittelt bekommt.

Alle Infos zu den Auswirkungen des Coronavirus in Leipzig findet Ihr hier.
Alle Infos zu den Auswirkungen des Coronavirus in Leipzig findet Ihr hier.  © arifoto UG/dpa-Zentralbild/dpa

Deutschland befindet sich weiterhin im Lockdown. Wegen erneut steigender Inzidenzwerte wurde dieser bei der letzten Bund-Länder-Konferenz am 22. März noch einmal bis 18. April verlängert.

Für Ostern war zunächst eine sogenannte "Ruhepause" samt besonders scharfem Lockdown vorgesehen. Diese wurde mittlerweile jedoch zum Teil wieder gekippt.

Darüber hinaus soll auch die vereinbarte "Notbremse" bei einem Inzidenzwert von bei mehr als 100 konsequent umgesetzt werden. Bisherige Lockerungen wie das Öffnen von Friseuren und des Einzelhandels sollen dann wieder zurückgenommen werden.

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UPDATE, 10. April, 14.25 Uhr: Corona-Inzidenzwert steigt in Sachsen wieder an

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Samstag hat der Wochenwert der Corona-Infektionen in Sachsen einen deutlichen Sprung nach oben gemacht.

Lag die Sieben-Tage-Inzidenz, am Freitag noch bei 151, so stieg sie auf 182 am Samstag (Stand: 3.08 Uhr). Bundesweit lag nur Thüringen mit einem Wert von 206,3 noch vor Sachsen. Die Sieben-Tage-Inzidenz für Deutschland wurde mit 120,6 angegeben.

Noch immer, so das RKI, ist die Interpretation der Zahlen schwierig, weil es während der Osterfeiertage und -ferien vermutlich weniger Tests gab und auch weniger Ergebnisse übermittelt werden konnten.

UPDATE, 9. April, 17.40 Uhr: Sachsen meldet 2200 Corona-Neuinfektionen an einem Tag

In Sachsen sind innerhalb eines Tages 2200 Infektionen mit dem Coronavirus neu nachgewiesen worden. Wie das Sozialministerium am Freitag mitteilte, stieg damit die Zahl der seit Ausbruch der Pandemie vor mehr als einem Jahr registrierten Fälle auf jetzt 233.481.

Die Zahl der durch Covid-19 verursachten Todesfälle erhöhte sich von Donnerstag auf Freitag um 37 auf 8539. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg von 143 am Donnerstag auf 151 am Freitag.

UPDATE, 9. April, 15.42 Uhr: Halles Bergzoo öffnet am Samstag wieder

Am Samstag öffnet der Zoo Halle wieder seine Tore für Besucher.
Am Samstag öffnet der Zoo Halle wieder seine Tore für Besucher.  © Heiko Rebsch/dpa-Zentralbild/dpa

Nach der kurzfristigen Schließung über Ostern öffnet der Bergzoo Halle an diesem Samstag wieder für Besucher.

Der Pandemiestab der Stadt habe die Wiedereröffnung genehmigt, weil die Sieben-Tage-Inzidenz innerhalb der Stadt seit einer Woche unter den Wert von 200 gesunken sei, teilte der Zoo am Freitag mit.

Das Gelände sei täglich von 9.00 bis 19.00 Uhr geöffnet. Die Tierhäuser und das Bergterrassenrestaurant blieben geschlossen. Es bestehe während des Zoobesuchs Maskenpflicht. Im Zoo dürften sich höchstens 600 Menschen gleichzeitig aufhalten.

Tickets für das Wochenende müssten im Online-Shop erworben werden, unter der Woche sei die Tageskasse geöffnet.

UPDATE, 9. April, 15.20 Uhr: November- und Dezemberhilfen in Sachsen weitgehend ausgezahlt

Die Anträge auf November- und Dezemberhilfen für Unternehmen sind in Sachsen weitgehend abgearbeitet worden. Wie das sächsische Wirtschaftsministerium am Freitag mitteilte, wurden 97 Prozent der beantragten Novemberhilfen und 93 Prozent der Dezemberhilfen inzwischen bewilligt. Die Auszahlungen summierten sich auf 192,0 sowie 224,8 Millionen Euro.

Seit Mitte Februar können sächsische Unternehmen nun auch die Überbrückungshilfe III beantragen. Mehr als 5000 Anträge seien bisher eingegangen. 96,5 Millionen Euro wurden ausgezahlt. Die Frist für die Überbrückungshilfe III endet am 31. August. Anträge für die November- und Dezemberhilfen in Sachsen können noch bis zum 30. April gestellt werden.

UPDATE, 9. April, 15.10 Uhr: Gesundheitsbürgermeister Thomas Fabian mit AstraZeneca geimpft

Gesundheitsbürgermeister Thomas Fabian (65) hat nach Angaben der Stadtverwaltung am heutigen Freitag seine erste Corona-Schutzimpfung mit AstraZeneca im Impfzentrum Leipzig erhalten. Er gehört mit 65 Jahren zur Gruppe der Menschen, die jetzt in Sachsen geimpft werden können.

"Vielen Dank an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Impfzentrums Leipzig. Ich habe innerhalb eines Tages über das Portal einen Impftermin mit AstraZeneca buchen können und das Prozedere vor Ort ging schnell und unkompliziert", so Thomas Fabian. "Sich impfen zu lassen bietet den besten Schutz vor einem schweren Krankheitsverlauf von COVID-19. Alle in Deutschland zugelassenen Impfstoffe haben dabei einige wichtige Rolle."

Leipzigs Gesundheitsbürgermeister Thomas Fabian (65) wurde am Freitag zum ersten Mal gegen das Coronavirus geimpft.
Leipzigs Gesundheitsbürgermeister Thomas Fabian (65) wurde am Freitag zum ersten Mal gegen das Coronavirus geimpft.  © Olaf Hagenauer/DRK Kreisverband Leipzig-Stadt e. V.

UPDATE, 9. April, 11.50 Uhr: Leipziger Naturschutzwoche verschoben

Aufgrund der aktuell wieder steigenden Infektionszahlen und der unklaren Situation in den nächsten Wochen muss die 65. Leipziger Naturschutzwoche verschoben werden. Das teilte das Amt für Umweltschutz mit.

Die Themenwoche wird nun vom 13. bis 19. September 2021 veranstaltet. Ursprünglich war sie im Mai zum Thema "Naturschutz in der Großstadt – eine besondere Herausforderung" geplant.

Weitere Infos gibt's auf leipzig.de/uiz.

UPDATE, 9. April, 11.30 Uhr: Nachholtermin für Tag der Stadtgeschichte fix

Der 2020 entfallene Tag der Stadtgeschichte unter dem Thema "Krieg, Befreiung, Neubeginn? Schlaglichter auf eine Stadtgesellschaft im Umbruch" wird am Freitag, 16. April, und Sonntag, 18. April, nachgeholt.

Bei der wissenschaftlichen Online-Tagung am Freitag und einer szenischen Lesung am Sonntag zum Kriegsende in Leipzig können sich die Leipzigerinnen und Leipziger nun umfassend informieren. Das ausführliche Programm sowie alle Links zur Anmeldung sind auf der Internetseite stadtarchiv.leipzig.de sowie auf der Facebook-Seite des Stadtarchivs zu finden.

UPDATE, 9. April, 9.32 Uhr: Corona-Wochenwert zieht laut RKI in Sachsen wieder an

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom Freitag hat der Wochenwert der Corona-Infektionen in Sachsen wieder leicht angezogen. Lag die Sieben-Tage-Inzidenz am Donnerstag noch bei 143, so stieg sie auf rund 151 am Freitag (Stand: 3.08 Uhr).

Laut RKI wurden seit Beginn der Pandemie insgesamt 231.314 Infektionen mit dem Coronavirus labortechnisch nachgewiesen.

Noch immer, so das RKI, ist die Interpretation der Zahlen schwierig, weil es während der Osterfeiertage und -ferien weniger Test gegeben haben kann und auch weniger Ergebnisse übermittelt werden konnten.

Auf den Intensivstationen des Landes wurden am Freitag (Stand: 8.19 Uhr) 219 Covid-19-Patienten versorgt, wie die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin auswies.

Mehr als die Hälfte davon, nämlich 127, mussten künstlich beatmet werden.

Auf den Normalstationen lagen nach Angaben des Sozialministeriums am Donnerstag außerdem weitere 1116 Covid-19-Patienten.

Die kritische Grenze für die Rückkehr in den Lockdown ist in Sachsen erreicht, wenn mehr als 1300 Betten auf Normalstationen mit Covid-19-Patienten belegt sind.

UPDATE, 9. April, 7.55 Uhr: Sachsen-Anhalt: Sieben-Tage-Wert der Corona-Infektionen laut RKI bei 129,4

In Sachsen-Anhalt liegt der Sieben-Tage-Wert der Corona-Neuinfektionen laut Robert Koch-Institut (RKI) bei 129,4. Das ging aus dem RKI-Dashboard am Freitagmorgen hervor.

Am Donnerstag hatte das RKI einen Wert von 132,8 Fällen je 100.000 Einwohner binnen 7 Tage ausgewiesen, nach 139,1 am Mittwoch. Binnen 24 Stunden wurden dem RKI den Angaben zufolge landesweit 714 neue Corona-Neuinfektionen gemeldet sowie 18 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus.

Das RKI weist darauf hin, dass rund um die Osterfeiertage weniger Menschen zum Arzt gingen, weniger getestet und in den Laboren untersucht würde. Zudem sei es möglich, dass nicht alle Behörden an allen Tagen Daten übermitteln.

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz lag am Freitag laut RKI bei 110,4 nach 105,7 am Donnerstag, es waren mehr als 250 400 Covid-19-Fälle gemeldet worden. Sachsen-Anhalt hat nach den Nachbarländern Thüringen (186,8) und Sachsen (150,9) bundesweit das höchste Infektionsgeschehen. Für Bayern wurde eine Inzidenz von 129,0 ausgewiesen.

Das höchste Infektionsgeschehen wiesen die RKI-Daten am Freitagmorgen für den Landkreis Stendal aus, wo die Sieben-Tage-Inzidenz bei 192,5 lag, gefolgt vom Burgenlandkreis mit 190,1. Im Harzkreis lag der Wert bei 169,2.

Der Landkreis Jerichower Land hatte mit 74,8 gemeldeten Neuinfektionen je 100.000 Einwohner und sieben Tage den landesweit geringsten Wert.

UPDATE, 8. April, 17.35 Uhr: Kretschmer bekräftigt Interesse an russischem Corona-Impfstoff

Michael Kretschmer (45, CDU), Ministerpräsident von Sachsen, zieht für die Impfungen in Sachsen auch den Impfstoff Sputnik V in Betracht.
Michael Kretschmer (45, CDU), Ministerpräsident von Sachsen, zieht für die Impfungen in Sachsen auch den Impfstoff Sputnik V in Betracht.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Sachsens Regierungschef Michael Kretschmer (45, CDU) hat das Interesse des Freistaats an dem russischen Impfstoff Sputnik V bekräftigt.

Erst wenn ein Großteil der Menschen geimpft sei, werde man zur Normalität zurückkehren können, sagte er am Donnerstag auf Anfrage in Dresden: "Daher sollten wir auch alle verfügbaren Impfstoffe nutzen." Kretschmer hält es aber für richtig, wenn der Bund die Verhandlungen bei Impfstoffen übernimmt.

Grundvoraussetzung sei die Sicherheit der Impfstoffe und die Zulassung durch die Europäische Arzneimittelbehörde, betonte der Ministerpräsident.

Russland sei ein großes Land der Wissenschaft. Er habe nicht die geringsten Zweifel, dass man dort imstande ist, einen leistungsfähigen Impfstoff herzustellen. Man habe jetzt ein Kapazitätsproblem - alle würden viel mehr impfen, wenn ausreichend Impfstoff zur Verfügung stünde.

Kretschmer reist Ende April nach Moskau und möchte seine Visite nach eigenem Bekunden dann auch zu Gesprächen über die Impfstoffforschung und Erfahrungen Russlands in der Pandemie-Bekämpfung nutzen.

Titelfoto: arifoto UG/dpa-Zentralbild/dpa

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