Coronavirus in Leipzig: Polizei kontrolliert Maskenpflicht in der Innenstadt

Leipzig - Leipzig in der Corona-Krise. In den vergangenen Monaten war die Zahl der Neuinfektionen nur langsam gestiegen. Nachdem die Maßnahmen immer mehr gelockert wurden, kehrte das öffentliche Leben zunehmend in die Stadt zurück. Doch nun steigen die Fallzahlen wieder deutlich an. Stand 24. November hatten sich 3.239 Bürger infiziert, der Inzidenzwert (Neuinfektionen der letzten sieben Tage auf 100.000 Einwohner) liegt bei 101,7. Sachsenweit gibt es mindestens 46.280 Infektionen.

Alle Infos zu den Auswirkungen des Coronavirus in Leipzig findet Ihr hier.
Alle Infos zu den Auswirkungen des Coronavirus in Leipzig findet Ihr hier.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Nach dem Lockdown in der Messestadt im Frühjahr wurden im Laufe der Sommermonate immer weitere Maßnahmen und Regelungen zur Bekämpfung des Coronavirus gelockert. Einen Rückblick der bisherigen Geschehnisse findet Ihr hier.

Seit September allerdings nimmt die Infektionsrate in Leipzig wieder Fahrt auf, immer mehr Bürger haben sich in den letzten Wochen und Tagen mit der gefährlichen Atemwegserkrankungen infiziert.

Mittlerweile gilt in der Messestadt wie in allen Teilen der Bundesrepublik ein Teil-Lockdown bis Ende November (TAG24 berichtete). Soziale Kontakte sollen auf ein Minimum begrenzt werden, unter anderem haben Restaurants und Veranstaltungsorte erneut geschlossen, darüber hinaus gilt im Bereich des Innenstadt-Rings, an Haltestellen und auf Wochenmärkten Maskenpflicht.

Der zunächst noch mit Einschränkungen geplante Weihnachtsmarkt wurde mittlerweile abgesagt (TAG24 berichtete).

Stand Dienstag (24. November) gibt es in der Messestadt 3239 bestätigte Fälle. Viele Hundert Menschen befanden sich in häuslicher Quarantäne, der überwiegende Teil der Infizierten gilt aber als geheilt.

Über alle weiteren Entwicklungen werdet Ihr in unserem Ticker informiert.

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UPDATE, 24. November, 19.05 Uhr: Sachsen-Anhalt meldet 254 neue Corona-Infektionen

In Sachsen-Anhalt steigt die Zahl der aktuell Corona-Infizierten und der Gestorbenen weiter. Am Dienstag waren 3647 Infizierte bekannt, wie das Sozialministerium in Magdeburg mitteilte. Am Tag zuvor waren es noch 3595, vor einer Woche 3047.

Von Montag- bis Dienstagnachmittag wurden den Angaben zufolge 254 neue Fälle gemeldet. Die Zahl der Gestorbenen, bei denen das Virus nachgewiesen worden ist, stieg um 8 auf 137.

Die Zahl der Neuinfektionen mit Sars-CoV-2 je 100.000 Einwohner im Land lag am Dienstag bei 87,75, vor einer Woche war ein Wert von 65,56 erreicht worden.

Seit Beginn der Pandemie wurden in Sachsen-Anhalt 10.586 Corona-Fälle erfasst. 985 Erkrankte wurden in Krankenhäusern behandelt. Derzeit sind den Angaben zufolge 55 Intensiv- und Beatmungsbetten mit Covid-19-Patienten belegt. 27 dieser Patienten würden künstlich beatmet.

UPDATE, 24. November, 18.40 Uhr: Sachsen-Anhalt plant Schnelltests in Schulen und Kitas im neuen Jahr

Mit Schnelltests an Schulen, Kitas und Horten will Sachsen-Anhalt das Corona-Ansteckungsrisiko nach den Weihnachts- und Silvesterfeiertagen minimieren.

Es sei angedacht, Lehrkäfte, Erzieherinnen und Erzieher nach dem Feiertag Heilige Drei Könige auf freiwilliger Basis auf den Erreger zu testen, sagten Sozialministerin Petra Grimm-Benne (58, SPD) und Bildungsminister Marco Tullner (52, CDU) am Dienstag in Magdeburg. Für die Tests sollen zwei zusätzliche Ferientage am 7. und 8. Januar genutzt werden. Wie die Tests organisiert werden sollen, ist noch offen.

Bereits am Montag hatte Tullner angekündigt, die am 19. Dezember beginnenden Weihnachtsferien um zwei Tage verlängern zu wollen. Damit soll die Gefahr minimiert werden, dass die Schulen nach den Silvesterfeiern zu Infektionsherden werden.

UPDATE, 24. November, 18.34 Uhr: Aktuelle Corona-Zahlen aus Sachsen

Die aktuellen Fallzahlen aus Sachsen.
Die aktuellen Fallzahlen aus Sachsen.  © TAG24

UPDATE, 24. November, 17.30 Uhr: Neue Höchststände bei Infektions- und Quarantänezahlen an Schulen

Einem Bericht des MDR-Magazins "Umschau" zufolge sind immer mehr Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler in Mitteldeutschland vom Coronavirus und dessen Auswirkungen betroffen.

So soll beispielsweise in Sachsen die Zahl der gemeldeten Corona-Infektionen an Schulen stetig und deutlich gestiegen sein. Während Anfang Oktober noch sieben positiv getestete Lehrkräfte an öffentlichen Schulen gemeldet worden, sollen es zuletzt 148 gewesen sein. "Bei den Schülerinnen und Schülern kletterte die Zahl im gleichen Zeitraum von 18 auf 281 pro Woche", hieß es in dem Bericht.

Deutlich drastischer fallen die Zahlen für Schülerinnen und Schüler aus, die von Quarantänemaßnahmen betroffen sind. Allein in der vergangenen Woche sollen an einem Tag 9.276 Jungen und Mädchen zuhause in Quarantäne geblieben sein. Anfang Oktober seien es noch 873 pro Woche gewesen.

Auch in Thüringen sollen die Zahlen zuletzt besonders stark gestiegen sein. Sachsen-Anhalt meldete ebenfalls Höchststände.

UPDATE, 24. November, 16.45 Uhr: Das sind die vorläufigen neuen Corona-Regeln für Sachsen!

Am Freitag beschließt das sächsische Kabinett die neue Corona-Verordnung für den Freistaat ab dem 1.Dezember. Welche neuen Regeln und Verbote diese beinhalten könnte, lest Ihr >>>hier.

Sozialministerin Petra Köpping (62, SPD).
Sozialministerin Petra Köpping (62, SPD).  © Steffen Füssel

UPDATE, 24. November, 16.30 Uhr: Bereitschaftspolizei kontrolliert in der Innenstadt

Am Dienstag ist es in der Innenstadt zu Kontrollen der Bereitschaftspolizei gekommen. In der Grimmaische Straße, dem Markt, der Hainstraße, im Bereich des Brühl und der Reichsstraße waren die Beamten unterwegs und überprüften, ob alle Passanten ihre Maske tragen.

In einer Stunde trafen die Polizisten 10 Personen ohne Maske an, die nicht bestraft, aber darauf hingewiesen wurden, ihre Maske aufzusetzen.

Die Passanten wurden aufgefordert, ihre Masken aufzusetzen.
Die Passanten wurden aufgefordert, ihre Masken aufzusetzen.  © Silvio Bürger
Rund 10 Personen ohne Maske trafen die Beamten an.
Rund 10 Personen ohne Maske trafen die Beamten an.  © Silvio Bürger

UPDATE, 24. November, 15.25 Uhr: Ältere Schüler in Sachsen-Anhalt müssen sich auf Maskenpflicht im Unterricht einstellen

Ältere Schülerinnen und Schüler in Sachsen-Anhalt müssen sich darauf einstellen, ab kommender Woche auch im Unterricht einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Falls sich die Regierungschefs von Bund und Ländern auf eine Maskenpflicht verständigten, werde sich Sachsen-Anhalt anschließen, sagte Bildungsminister Marco Tullner (52, CDU) am Dienstag nach einer Kabinetts-Sitzung in Magdeburg.

Die Pflicht würde für Schülerinnen und Schüler ab der 7. Klasse gelten. Gleichzeitig solle darauf hingewiesen werden, dass die Pausen genutzt werden sollen, um die Masken abzusetzen, sagte Tullner.

Bisher gilt in Sachsen-Anhalt zwar eine Maskenpflicht auf dem Schulgelände, aber explizit nicht im Unterricht. Bildungsminister Tullner lehnte das stundenlange Tragen bisher als unzumutbar ab. Allerdings vereinbarten die Länder-Chefs zuletzt, für ältere Schüler eine Maskenpflicht im Unterricht einzuführen. Sie berieten in mehreren Runden über den weiteren Umgang mit der Corona-Pandemie.

Dabei spielte auch die steigende Zahl von Infektionsfällen an den Schulen sowie Quarantäne für Lehrkräfte und Schüler eine Rolle. Welche Vorschläge umgesetzt werden, soll am Mittwoch in einer Videoschalte der Regierungschefs von Bund und Ländern entschieden werden. Es gilt als abgemacht, dass der derzeitige Teil-Lockdown verlängert und die Kontaktbeschränkungen nochmals verschärft werden.

UPDATE, 23. November, 18.20 Uhr: Aktuelle Fallzahlen aus Sachsen

Die aktuellen Inzidenz-Werte aus Sachsen.
Die aktuellen Inzidenz-Werte aus Sachsen.  © TAG24

UPDATE, 23, November, 17.40 Uhr: Sachsen-Anhalt könnte Weihnachtsferien um wenige Tage verlängern

In Sachsen-Anhalt könnten die Weihnachtsferien um wenige Tage verlängert werden, um das Ansteckungsrisiko mit dem Coronavirus nach den Feiertagen zu senken.

Derzeit werde die Option geprüft, erst am 11. statt am 7. Januar wieder mit der Schule zu starten, sagte der Sprecher des Bildungsministeriums, Stefan Thurmann. In diesem Fall blieben zwischen den Silvesterfeiern und dem Unterrichtsbeginn zehn Tage Pause. "Damit würden Infektionen aus den Feiertagen nicht in die Schule getragen werden", so Thurmann.

Im Gegenzug würden wegen des dazwischen liegenden Wochenendes durch die verlängerten Ferien nur zwei geplante Schultage wegfallen. Die zehn Tage Pause orientieren sich auch an Zeiträumen, für die Corona-Verdachtsfälle von den Gesundheitsämtern in vorsorgliche heimische Quarantäne gesteckt werden.

UPDATE, 23. November, 15.35 Uhr: Netzwerk bietet Hilfe bei abgesagten Operationen

Berliner Patienten, deren Operation wegen der Corona-Pandemie abgesagt oder verschoben wurde, können sich Hilfe bei einem Spezialisten-Netzwerk der Helios Region Ost holen und Eingriffe in Häusern außerhalb Berlins durchführen lassen. Das Angebot richte sich sowohl an Helios-Patienten als auch an Patienten anderer Kliniken, teilte eine Helios-Sprecherin mit.

Zum Netzwerk gehören unter anderem Kliniken in Bad Saarow (Brandenburg), Oschersleben und Zerbst in Sachsen-Anhalt oder das Herzzentrum in Leipzig.

"Wer sich für einen Krankenhausaufenthalt entschieden hat, macht das nicht aus Vergnügen. Betroffene, die sich mental darauf eingestellt haben, hängen nach dem Verschieben des Eingriffs oft in der Luft. Das haben wir bereits während der ersten Pandemie-Welle festgestellt", sagte Christine Marx, Medizinische Regionalgeschäftsführerin der Helios Region Ost.

Titelfoto: Silvio Bürger

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