Anschläge aufs Stromnetz: Jetzt traf es die Hafenbahn

Torgau - Drei Brandanschläge binnen einer Woche: In Torgau versucht ein Unbekannter die Stromversorgung der Stadt zu sabotieren. Jetzt traf es die Hafenbahn.

Verschmorte Isolierungen, freiliegende Kabel - der Brand setzte die Regelanlagen der Hafenbahn außer Gefecht.
Verschmorte Isolierungen, freiliegende Kabel - der Brand setzte die Regelanlagen der Hafenbahn außer Gefecht.  © Nico Wendt/Torgauer Zeitung

Am frühen Sonntagmorgen schlich sich der unheimliche Feuerteufel zur Eilenburger Straße. Unter der dortigen Eisenbahnbrücke entzündete er vermutlich mit Brandpaste und untergelegtem Holz die Stromversorgungsanlage der Torgauer Hafenbahn. 

Nach Angaben der Polizei schmolz von den Kabeln die Isolierung - es kam zu Fehlfunktionen unter anderem an der Regelanlage eines nahen Bahnübergangs.

Kurz darauf fing unter einer Brücke an der Dahlener Straße auch ein Strang mit Versorgungsleitungen der Stadtwerke Torgau zu brennen an. Auch dieses Feuer wurde gelegt.

Die Polizei muss mittlerweile von einer Brandserie ausgehen. Denn bereits am Dienstag vergangener Woche hatte es einen Anschlag auf die Stromversorgung in Torgau gegeben (TAG24 berichtete). 

An einem Hochspannungsmasten war ein Feuer gelegt worden. In Tausenden Haushalten der Elbestadt und umliegender Gemeinden kam es daraufhin zu einer Unterbrechung der Stromversorgung.

Unter dieser Brücke der Torgauer Hafenbahn wurde am Sonntag Feuer gelegt.
Unter dieser Brücke der Torgauer Hafenbahn wurde am Sonntag Feuer gelegt.  © Nico Wendt/Torgauer Zeitung

Über das Ansinnen des Brandstifters herrscht derweil Unklarheit, da sich bislang niemand zu den Anschlägen bekannt hat. Weil ein politisches Motiv nicht ausgeschlossen werden kann, ermittelt der Staatsschutz.

Titelfoto: Nico Wendt/Torgauer Zeitung

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