Brutaler Überfall auf Studentin (29) in Leipzig: Jetzt spricht das Opfer

Leipzig - Bereits im Mai 2019 kam es zu einem brutalen Überfall auf eine Studentin an den Tierkliniken in Leipzig (TAG24 berichtete). Bis heute fehlt von dem Täter jede Spur - jetzt sprach das Opfer bei "Kripo Live". 

Ihr Gesicht möchte die Studentin aus Angst vor dem Täter nicht zeigen.
Ihr Gesicht möchte die Studentin aus Angst vor dem Täter nicht zeigen.  © Screenshot MDR/ "Kripo Live"

Die Studentin möchte aus Angst vor dem Täter unerkannt bleiben - anonym fasst sie in der "Kripo Live"-Sendung vom Sonntag den schrecklichen Vorfall zusammen. 

In der Nacht zum 9. Mai 2019 war die junge Frau zunächst mit Freunden auf der Karl-Liebknecht-Straße unterwegs. Nacht Mitternacht macht sie sich erst in Begleitung, ab der Tram-Haltestelle "Deutsche Nationalbibliothek" dann alleine auf den Heimweg. 

Gegen 2.30 Uhr bog die Studentin in die Zwickauer Straße ab, wo sie in einigen Metern Entfernung einen Mann vor sich laufen sah. "Er ist ganz normal gegangen, hat sich nur einmal umgesehen, aber dabei habe ich mir nichts gedacht", so die junge Frau. 

Plötzlich bog der Unbekannte auf eine Treppe der Tierkliniken ab und verschwand. Wenige Sekunden später entdeckte die Studentin, wie er im Gebüsch vor ihr kauerte.

"Ich war zunächst nur irritiert, weil ich ihn da so sitzen sah, dann hat er sich auch schon bewegt und ist auf mich losgegangen", schildert sie die schrecklichen Sekunden. 

Der Unbekannte schlug mit Fäusten auf ihr Gesicht ein, bis sie auch noch zu Boden stürzte. "Ich versuchte mich zu wehren und schrie ihn an, dass er aufhören soll", erinnert sich die 29-Jährige. Auch mit den Füßen schlug der Mann auf ihren Kopf ein, begann schließlich sie zu würgen. "In den Moment dachte ich mir nur: 'Mein Leben darf doch jetzt in diesem Moment nicht vorbei sein'", so das Opfer. 

In der ganzen Zeit verlor der Mann kein Wort darüber, was er denn eigentlich von der jungen Frau wollte. 

Brutalität der Tat: Stand der Täter unter Drogen?

Geistesgegenwärtig schaffte es die junge Frau nach ihrem Telefon zu greifen und einen Kommilitonen anzurufen. Schnell rief sie ihm zu, dass sie überfallen wurde und wo. Als ihr Peiniger sie erneut würgen wollte, biss die Studentin schließlich zu. Der Mann schrie auf, warf ihr Handy auf die nahen Gleise der Straßenbahn und floh.

"Ich blieb erstmal perplex sitzen und wusste nicht wohin", erinnert sich die Studentin. Mithilfe eines Passanten gelang es ihr, die Polizei zu alarmieren. Später wurde sie in die Notaufnahme des Uniklinikums eingeliefert, wo bei ihr Prellungen und Blutergüsse festgestellt wurden.

"Die Kollegen vor Ort führten sofort eine Tatortbereichsfahndung durch. Diese führte jedoch nicht zum Erfolg. Wegen der Brutalität der Tat könnte es sein, dass der Unbekannte unter Drogeneinfluss stand", so Sandra Freitag von der Leipziger Polizei.

Die junge Frau wird die schreckliche Tat wohl nie wieder vergessen. "Ich bin seitdem nicht mehr alleine zu Fuß in Leipzig unterwegs", so die Studentin. 

Auf einer Grünfläche an der Zwickauer Straße geschah der Überfall.
Auf einer Grünfläche an der Zwickauer Straße geschah der Überfall.  © Alexander Bischoff

Fahndung: Kripo Leipzig ist auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen

Mit diesem Phantombild wird nach dem Täter gefahndet.
Mit diesem Phantombild wird nach dem Täter gefahndet.  © Polizei Leipzig

Auch über "Kripo Live" erfolgte noch einmal ein Fahndungsaufruf nach dem Täter. Der Mann wird wie folgt beschrieben:

  • circa 20 bis 25 Jahre
  • circa 1,75 m bis 1,80 m groß
  • schlanke Gestalt
  • vermutlich blonde Haare, durch eine Kapuze auf dem Kopf waren helle Haare im Stirnbereich erkennbar
  • mitteleuropäischer Phänotyp
  • Bekleidung: schwarzer Kapuzenpullover, dunkle Jeans und Turnschuhe

Hier könnt Ihr den offiziellen Zeugenaufruf der Polizei Sachsen finden. 

Wer Hinweise zum Täter oder zur Tat machen kann, soll sich bei der Polizei Leipzig unter der 034130300 melden. 

Titelfoto: Bildmontage: Alexander Bischoff/ Polizei Leipzig

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