Davidstern an Geschäft geschmiert: Staatsschutz prüft erneute antisemitische Tat

Leipzig - Ein Geschäft in der Leipziger Eisenbahnstraße wurde übers Wochenende zur Zielscheibe einiger Schmierfinken.

In der Eisenbahnstraße wurde übers Wochenende ein Geschäft beschmiert. (Archivbild)
In der Eisenbahnstraße wurde übers Wochenende ein Geschäft beschmiert. (Archivbild)  © Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa

Wann genau die unbekannten Täter zuschlugen, ist nicht klar. Wie Polizeisprecher Philipp Jurke mitteilte, erstreckt sich der mögliche Zeitraum von Freitag 17 Uhr bis Montag 10 Uhr.

In der Zeit beschmierten die Täter mit weißer Farbe sowohl die Schaufensterscheiben als auch die Eingangstür des Geschäfts. Unter anderem malten sie einen Davidstern.

Nach Informationen der LVZ soll es sich bei den anderen Schriftzügen um die Worte "Schlafschaf" und "Q" gehandelt haben.

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Demnach soll sich die Farbattacke gegen den Geschäftsleiter richten, der zum Missfallen einiger Maskenverweigerer penibel auf die Mundschutz-Pflicht in seinem Laden achte.

"Da ein antisemitisches Tatmotiv nicht ausgeschlossen werden kann, hat der polizeiliche Staatsschutz die Ermittlungen übernommen", teilte die Leipziger Polizeidirektion nun mit.

Außerdem wird wegen Sachbeschädigung ermittelt. Die Höhe des entstandenen Schadens ist noch nicht bekannt. Die Schriftzüge wurden am Montag entfernt.

Erst in der vergangenen Woche ereignete sich in Leipzg-Gohlis ein antisemitischer Angriff auf eine 26-jährige Israelin. Sie wurde massiv von ihrer Nachbarin bedroht, sodass die Polizei zwei Mal anrücken musste. Auch hier hat der Staatsschutz die Ermittlungen aufgenommen.

Titelfoto: Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa

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