Immer wieder gehen Autos in Flammen auf: Brandanschlag auf Stromer des Ordnungsamts

Leipzig - Nahezu jede Woche gehen in Leipzig Fahrzeuge in Flammen auf. In der Nacht zu Dienstag erwischte es vier Elektroautos des Ordnungsamtes. Ob politisches Motiv oder privater Clinch – offenbar werden in der Messestadt immer mehr Auseinandersetzungen mit offener Flamme geführt.

Brandanschlag: Die vier E-Autos der Leipziger Ortspolizeibehörde stehen ausgebrannt auf dem Hof des Schönefelder Rathauses.
Brandanschlag: Die vier E-Autos der Leipziger Ortspolizeibehörde stehen ausgebrannt auf dem Hof des Schönefelder Rathauses.  © Jan Woitas/dpa

Die vier Stromer (Nissan LEAF) waren hinter dem Rathaus Schönefeld abgestellt, als sie gegen 2.45 Uhr in Flammen aufgingen. Die Feuerwehr konnte zwar ein Übergreifen des Brandes auf das Amtsgebäude verhindern, doch die Einsatzfahrzeuge der Ortspolizeibehörde waren nicht mehr zu retten.

Das Extremismus-Zentrum im Landeskriminalamt (PTAZ) hat die Ermittlungen übernommen.

Aufgrund vorangegangener Anschläge auf Stadt-Fahrzeuge in den letzten fünf Jahren, zu denen sich jeweils Linksextremisten bekannten, wird auch diesmal ein solcher Hintergrund vermutet.

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In Leipzig war es bereits der siebente Brandanschlag auf geparkte Autos in diesem noch jungen Jahr.

Erst in der Nacht zuvor fackelten Unbekannte in Lindenau einen Volvo XC90 ab. Auch der SUV war ein Elektrofahrzeug.

Fahrzeugbrände häufen sich in Leipzig

Die Brandsätze waren im Bereich der Hinterräder gezündet worden.
Die Brandsätze waren im Bereich der Hinterräder gezündet worden.  © Jan Woitas/dpa

Nach Angaben der Polizei stellen Fahrzeugbrände aufgrund der Häufung einen neuen Kriminalitätsschwerpunkt in Leipzig dar.

Allein im vergangenen Jahr registrierte die Behörde 46 Brandanschläge auf geparkte Autos, denen rund 100 Fahrzeuge zum Opfer fielen. Darunter auch Autos, die aufgrund übergreifender Flammen beschädigt wurden.

In 16 Fällen gehen die Ermittler von einem politischen Hintergrund aus. Aber auch persönliche Streitigkeiten, Missgunst und Frustration führten zu Brandschatzungen.

Titelfoto: Bildmontage / Jan Woitas/dpa

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