Jüdin (26) aus Leipzig von Nachbarin beleidigt und bedroht: Staatsschutz prüft Fall

Leipzig - Eine junge Jüdin aus Leipzig wurde mehrfach von einer Nachbarin beleidigt und bedroht. Eigenen Aussagen nach haben die 26-Jährige und ihre Partnerin die Stadt deshalb nun verlassen.

Die Polizei bestätigt die verbale Attacke auf eine 26-jährige Jüdin und ihre Partnerin in Leipzig. (Symbolbild)
Die Polizei bestätigt die verbale Attacke auf eine 26-jährige Jüdin und ihre Partnerin in Leipzig. (Symbolbild)  © 123rf/Hunter Bliss

Die junge Israelin ist laut Polizei Anfang Mai von einer deutschen Nachbarin am Betreten des Mehrfamilienhauses in Leipzig-Gohlis gehindert worden.

Die 46 Jahre alte Frau habe sich der 26-Jährigen am Abend des 3. Mai in den Weg gestellt und abfällig zu deren Herkunft geäußert, sagte eine Polizeisprecherin am Sonntag auf Anfrage.

Es werde wegen des Verdachts der Nötigung ermittelt. Der Staatsschutz prüfe den Fall auch hinsichtlich weiterer Vorwürfe.

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Wie die 26-Jährige in einem öffentlichen Facebook-Post mitteilte, habe die Nachbarin sie heftig angegangen und soll auch versucht haben, ihre Wohnungstür aufzubrechen. Unter anderem soll die Nachbarin ihr zugerufen haben, dass sie das Land verlassen möge, da sie Ausländerin sei.

Das Martyrium habe erst begonnen, nachdem die 46-Jährige erfahren hatte, dass die beiden Frauen in hebräischer Sprache miteinander kommunizierten.

"Ich habe Angst, bin nervös und beleidigt", schrieb die Israelin weiter in ihrem Facebook-Post.

Sie und ihre Freundin haben demnach ihre Wohnung und die Stadt noch in der Nacht verlassen.

Titelfoto: 123rf/Hunter Bliss

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