Tödliche Strom-Falle im ICE von Frankfurt nach Leipzig

Leipzig - Tödliche Strom-Falle im Intercity-Express nach Leipzig: Bahn-Mitarbeiter fanden dort einen präparierten Stecker. Die Bundespolizei geht von einem Anschlag aus.

Die Bundespolizei warnt nach einem Fund im ICE Frankfurt-Leipzig vor präparierten Steckern in Schnellzügen. (Symbolbild)
Die Bundespolizei warnt nach einem Fund im ICE Frankfurt-Leipzig vor präparierten Steckern in Schnellzügen. (Symbolbild)  © Peter Endig/dpa-Zentralbild/dpa

Der ICE war am Dienstagnachmittag aus Frankfurt am Main gekommen. Als alle Fahrgäste ausgestiegen waren, wurde der Zug zur Reinigung und technischen Kontrolle in eine Werkstatt gefahren.

Bei der Inspektion entdeckten Bahnmitarbeiter in einer zwischen zwei Sitzen gelegenen Steckdose einen präparierten Stecker. "Die Enden des Steckers waren so abgeschnitten und bearbeitet, dass es bei einer Berührung zu schweren Verletzungen gekommen wäre", berichtete Bundespolizei-Sprecherin Constanze Strohm.

Eine Messung ergab, dass an der Außenseite des Steckers tatsächlich 230 Volt anlagen, die beim Herausziehen mit bloßen Händen zum tödlichen Stromschlag hätten führen können.

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Nach der Untersuchung des präparierten Steckers geht die Polizei von vorsätzlichem Handeln aus. Heißt: Hier wollte jemand bewusst einen Menschen verletzen oder gar töten.

Unklar ist laut Sprecherin Strohm bislang, wann der Stecker dort platziert wurde und wie lange er mit dem ICE bereits unterwegs war.

Die Bundespolizei gab eine deutschlandweite Warnung aus, in Bahn-Steckdosen vermeintlich vergessene Stecker und Kabel nicht anzufassen und umgehend die Polizei zu informieren!

Titelfoto: Peter Endig/dpa-Zentralbild/dpa

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