Brandanschlag an Silvester: Sieben Bundeswehr-Fahrzeuge zerstört

Leipzig - Auf dem Parkplatz der Leipziger Mercedes Benz-Niederlassung brannten in der Silvesternacht mehrere Bundeswehrfahrzeuge ab.

Sieben Fahrzeuge der Bundeswehr brannten an Silvester aus.
Sieben Fahrzeuge der Bundeswehr brannten an Silvester aus.  © Silvio Bürger

Sieben von zehn Fahrzeugen hätten gegen 22 Uhr in der Torgauer Straße in Flammen gestanden, so Polizeisprecher Olaf Hoppe. Es handele sich um Wagen der Mercedes-Bauart "Wolf".

Die Polizei geht nach ersten Erkenntnissen von Brandstiftung aus. Auf welche Art und Weise die unbekannten Täter die Fahrzeuge in Brand setzten, ist bisher noch unklar.

Glücklicherweise rückten die Einsatzkräfte der Feuerwehr schnell an, sodass die Brände umgehend gelöscht werden konnten.

Der Sachschaden könne zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht beziffert werden.

Die Kripo sammelte noch in der Nacht Spuren vom Tatort, auch das Landeskriminalamt hat Ermittlungen aufgenommen.

Update, 14.15 Uhr: Bekennerschreiben aufgetaucht

Wie die Polizei mitteilte, wurde am Vormittag ein Bekennerschreiben veröffentlicht. Darin heißt es unter anderem: "Die Bundeswehr verdient unsere Aufmerksamkeit als Element im repressiven Instrumentenkasten des Staates ebenso wie die anderen Institutionen die es in den letzten Jahren zu Silvester getroffen hat."

Da ein politischer Hintergrund naheliegt, hat die "Task Force Gewalt" des Polizeiliches Terrorismus- und Extremismus- Abwehrzentrums noch in der Nacht die Ermittlungen übernommen.

Außerdem sucht die Polizei nach Zeugen: Wer Hinweise zum Sachverhalt geben kann, soll sich bei der Kripo Leipzig unter der Telefonnummer 034196646666 melden.

Die genaue Brandursache muss noch ermittelt werden.
Die genaue Brandursache muss noch ermittelt werden.  © Einsatzfahrten Leipzig

Abgesehen von den Autobränden blieb es in der Stadt an Silvester laut Hoppe weitgehend ruhig.

UPDATE, 2. Januar, 16.16 Uhr: Noch keine Hinweise nach Anschlag

Bei der Aufklärung des Brandanschlags auf mehrere Fahrzeuge der Bundeswehr in der Silvesternacht in Leipzig hoffen die Ermittler weiter auf die Hilfe der Bevölkerung. Nach einem entsprechenden Aufruf vom Neujahrstag sind noch keine Hinweise eingegangen, sagte auf Anfrage ein Sprecher des Landeskriminalamtes (LKA) am Samstag.

Die Auswertung bereits gesicherter Spuren sowie Videoaufnahmen laufe, am Freitag sei der Brandursachenermittler am Tatort gewesen.

Titelfoto: Silvio Bürger

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